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17.9.1912 Erstes Blatt
 
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irr. 219

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Somitag». - Beilagen: rtermol wöck'enilich iXffcener.^OTtlllenbiQtiti; ! : jrinml roöd)cn(l.Krci$i

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Anzeiger «Sieben.

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Erstes Blatt

162. Zahrgang

Dienstag, 17. September 1912

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Cberyeffen

Botationsönid und Verlag der Vrühl'fchen Aniv.-Vuch- und Steindnickerei H. 5ange. Reöaftion, Erpeditiou und Vruckerei: Lchulstrahe 7.

vndingen: Fernsprecher Nr. 269 Scschaflrstelle Bahnhofstraße 16 a.

mcmatlirfiTi Vf, viertel- > 'Nr':ch Mk. ?.9O; durch "bbole- il Zweigstellen monatlich to l>t.; durch bieiioii o:enel« |äbtL aiuiJ'L Vcsteäg, 3cilenpiei*: Mal 151*1, a.iGivän« 30 1,'feimiz. Übdrcbafleur: dlrüoeg. ^traiitivotllid) lür den polnischen Zeil: August Goetz: lür .Feiitlle- ton, .BernuschleS' und .Geiiciursaal^: 51. Neu- rath; lür ,tabt und

Anzeigenteil: H. Beck.

Dar Splt der Zukunft.

AuS Berlin wird uns geschrieben:

Die Insel Sylt, die sich mit ihren drei Badeorten ! ^.'sterland, Äennigslcdt und »lampen eines steigenden He- ilches erfreut weist doch Westerland neben Helgoland und I .'orderncy die stärkste Frequenz aller deutschen Nordsee- I '.ober auf soll in Zukunft nqd) eine ganz andere Bedeu- für uii-.' gewinnen Vi-5 ist berichtet worden, dasi in ,ra preußischen Staatshaushalt ein Posten von fünf Mil- '.innen Mark für die Erbauung eines Eisenbahndammes ein- r -eilt werden wird, der die Insel Sylt mit dem Festlande rebinden soll. Dieser Plan einer Verbindung zwischen 31 lt und dem Festland ist übrigens keineswegs neu: lann i.un doch in einem schon im Frühjahr erschienenen Fufaer iued) die Nordseeväder die Mitteilung lesen:Heute ist man un Begriff, die Znsel Ernt durch einen starken Damm nut zu verbinden: bald werden iid) diesem breit« aug^ legt haben, und Sali wird burd) Men- Henkraft landfest geworden sein."

ES ist zweifellos, daß die Sylter Bäder durch diesen . 3tin einer direkten Eisenbahnverbindung nod) erheblich in Zuspruch gewinnen werden, aber das ist einigermaßen tchensächlid) gegen den weiteren Zielen, die man mit diesem ?crnm und Eisenbahnbau verbindet. Auf die wirtschafl- lirfe Seite der Frage ist schon in der vorher wiedergegebenen llvtiz hingcwiesen worden, nämlich auf den durch den nnnibnii zu erwartenden Landgewinn, der durch den i lttlickabsatz zu beiden Seiten des Dammes herbeigeführt erden wird, und der nach den bisherigen Erfahrungen di derartigen Landgewinnungsversuchen keineswegs zu ilierschäpen ist. Weit wesentlicher ist allerdings, auch in euig auf die wirtschaftliche Seite der Fraae, der hiermit :i Verbindung stehende Plan, das Lister Tief zu einem a m auszubauen und zwar nicht nur zu einem Handels-, i-iidern auch Mi einem Krieg sHafen. Das Lister Tief ft die einzige Stelle an der Westküste der Halbinsel Jütland, e einen allen Anforderungen zugänglich zu machenden B3tiirlid)cn Hafen aufweist, denn die Tiefe dieses Meeres- ünes beträgt 34 Meter, er ist durch die hohen Dünen vor lärmen geschilpt, ist leicht anzusegeln und friert auch im >k rügst en Winter nie xu. Durd) den geplanten Tammbau timte das Lister Ties mit Zuhilfenahme der östlich vom erdende der Insel gelegenen tiefen Rinne zu einem be­ert en ben Seehafen cmsgestaltet werden, der zugleich einen . I entlid) wichtigen lotten it ii i>pun ft darstellen pnrbc. In Vc^rvindung mit diesem Plan steht die weitere Il' icht, im Jahre 1916, wo der Dammbau fertig gestellt itt» soll, eine kleine Garnison nach der Insel zu lejrn, wozu zweifellos noch die Anlage von Befestigungen in »''eftalt von Strandbatterien usw. kommen wird.

Aus die militärische Bedeutung der Insel ist übrigens [fan vor langen Jahren wiederholt hingewiesen worden, und diese Frage ist durd) die Befestigung Borkums noch druteller geworden. Es ist ein offenes Geheimnis, daß ciatn in England zu der Zeit, wo Honig Eduard mit Del- di über die Invasion nach Deutschland konspirierte, den i luren von Borlum als Stützpunkt und Kohlcnstation für die iglische Flotte ausersehen hatte. Durd) diese Rechnung || di die Befestigung von Borkum nebst der Verlegung einer ||| Garnison dorthin einen Strid) gemacht, so daß für ähnliche B xlu<icfe von den deutschen Inseln der Nordsee nur nod) die :r schleSn ig-dolsteinjchen Westküste borgclagericn übrig W Leben, von denen Sylt hierfür in erster Reihe in Betrachl H ime. Die geplante Befestigung dieser Insel wäre also die H »gische Fortsetzung der Befestigung von Bornim, und es H It mit aller Sicfarfait barauj zu rechnen, bajj, obschon sich

ie (Eröffnung öes neuen Stuttgarter hostheater;.

Mit, 15. September, wird uns gemeldet: Unter |i| t irntialtung eines Glanzes, wie er kaum ic bei der Eröffnung ic5 neuen Theaters gesehen worden ist, fand gestern abend in 11 p.wcsenhcit dec Köiiigspaarcs die Einwcihung des Großen Hauses j: res Reuen H oft Heaters statt. Alle bebaue nbm Thcaiermten-

{! tonen und Direktoren waren zugegen. Graf von Hülfen- i hiiclcr als Vertreter des Hauers, Grat Seebach Dresden-, U M üben b c d; c r (Wiesbaden , v. P u t l k a m c r ^Hannover , ' te Herr v. Schirach (Weimar-, Tr. Bass ermann Karls» fli ije , Martersteig «Leipzig , Gregor Wien-, Bachur sh ximburg), ferner zahlreiche Dichter und Komponisten und die f utretet zahlreicher Teilungen und Zeitschriften Die cinbrudd- i >.: Feier begann mit einer Festspieimuut von Max Schil- : i. gs, her seit heute den pcrionlidxn Adel ui seinem Ra men hat. Gut gewaltig sich steigernder, iaud>zend:r Jubelhyrnnus, j i rauschendes Tvnwerk von Schwung und Kraft und herrlicher I »heil.

Die bereit größten Dichter beutjdxr Zunge kamen nunmehr jl l-k Wort. Goethe hatte den Vortritt. DasV o r s v i e 1 a u ' |i int Theater". Wir beimben uns aufs neue vor einem Var- Ii |;i^_ Auf der schmalen, flatben Vorbühne sicht man drei Ok» ML-cn. Sie-einen int Begriff, hinter den Vorhang zu treten, je zu einer Büdncnprobe, die ein Gewaltiger, teiii Geringerer Ij L. Goethe der Einmpicr beginnt. Es ist etwas köstliches um den Mtenkenvollcn Prolog. Ihn auch den feineren Ehren wirklich 1 s_ Tank zu spreckxn ist außerordentlich schwer. Es gelingt. I fte Herren Max M arx vom Schillertheater, E11 m e n r e t ch I iio Junker sprachen mit Wänne und kluger Einfühlung ihre I »er e. Zu den drei Personen des Prologs tritt schliesst.ch aus I tat Kulissen eine vierte, der Baumeister, in der Maske den Erbauer Littmann andeutend, mit dem Modell des Baues unter Viu Arm. Tie drei begrüßen ihn mit freundlichen Worten - i-d. Versen. Jetzt teilt sich der Vorhang. Vom sonnengold eines , ren Frühherbsttages übergossen erscheint das grove oau-^ des 1 :mannschen Baues, und bewundernd preist das Goetbeirio den icister und sein Werk. Von allen Seiten strömt begeistertes V id» festfrohes Volk herbei. Akit ihm wandern wir weiter IN den jidagen des Schloßgartens zur Sberhord^Nruvre. Und die Worte Il M Festspieles werden zu Worten des Dankes und der erreube, IIv venden »ich an den, der das Praä'tgebaude zumeist aus lernen y t.iiacln und auf seinem Grund und Boden voll Einer mut er» 3. tchicte, zum König, und aus der .Volksmenac aut ^»»bne

der preußische Landtag mit ber Frage bes E^senbalmbamm- baueS, auf beffen Beu illigung alS sclbstverstänblich gered)- net werben kann, beschäftigt baden wirb, in späterer Zeit, nad) ber Ausstchrung des ProjelteS, auch der Reichstag sich mit der Sylter Frage zu beschäftigen haben wirb. Denn ist jener Damm bau, obwohl dieser Eisenbahn in erster Reibe eine strategische Bedeutung zukommt, eine preußische An- aelegenbcit, so geht die Frage der Befestigung von Snlt und der Ausgefta'.ntng des Lister Tiefs zu einem Flottenstütz­punkt bas Reich an. Angesichts ber Konzentration der englischen Flotte in der Nordsee, die sich unverhültt gcaen Teutschlanb richtet, uub die Hand in Hand geht mit der zur Entlastung Englands erfolgten Verstärkung ber fran­zösischen Stellung im Mittelmeer, haben wir in Deutsch- lanb nicht nur bad Recht, sonbern bte Pflicht, unseren Küstenschutz an ber Nordsee möglichst lückenlos auszubauen Das soll nid)t einmal eine Feindseligkeit gegen England sein. Im Gegenteil, wenn überhaupt nod) eine Aussicht besteht, die anfd)einend völlig ins Stocken geratenen beutsch- zu bringen, so kann diese Aussidst nur verstärtt werben, englischen Verständigungsverhanblungen wieder in Fluß wenn bie Engländer sehen, baß in Dcutschlanb fest steht unb treu die Wacht an der Nordsee!

, Die tteichrtagr-Lrsatzwahl in Sdflcttfiaöt.

Schlett st adt, 16. Sept. Bei ber heutigen Reichs tags-Erfatzwahl int 6. elsaß lothringischen Wahlkreise für ben verstorbenen fAbg. Will (Elsäss. Zeutr.» wurden bei 16157 eingeschriebenen Wahlberechtigten unb 12197 ab­gegebenen gültigen Stimmen, abgegeben für Abbs Tr Haegh, Redakteur in Colmar (Els. Str.) 7112, für Rentner Andlauer- Schlettstadt (Els. Fortschr.) 2306 und für den Gewerkschaftssekretär Imbs - Straßburg (Soz.) 2769 Stim­men. H a e g y i st somit gewählt.

Von 16 LOO Wahlberechtigten haben sich 4000 ber Wahl enthalten. Ter Wahlkreis war bisher immer in Zentrums- besitz. Von den 12 466 bei den letzten Reichstagswahlen abgegebenen Stimmen waren 8340 auf den klerikalen uno 4065 aus ben sozialdemokratischen jlanbibatcn gefallen. Im Jahre 1906 hatte die Wahlbeteiligung 13 492 betragen, ob­wohl die Zahl ber eingeschriebenen Wähler noch um 600 kleiner gewesen war, unb auf den fortschrittlichen Kandi­daten waren 2091 Stimmen gefallen, während die Zen­trumsstimmen um ungefähr 200 höher waren als 1912.

Deutsche» Neich.

Ter Kaiser bei der Flottenparade.

Wilhelmshaven, 16. Sept. Der Kaiser machte morgen» in Begleitung des Kommandanten derHohen» zollern" Kapitän Karpfs und des Flügeladjutanten Kapitän v. Bülow einen Spaziergang an ben Schleusenanlagen. Um 8 Uhr 15 Minuten begab sich der-Kaiser mit demSieip» ncr" unter dem Salut der Deutschland unb einer Salut» batterie an Borb derDeutschland", die auf ber Reede lag, um 9 Uhr ging dieTeutschlanb" in See zur Flottenparade.

Der zweite reichsdeutsche Mittelstandstag, der in Braunschweig tagte, nahm am Montag eine Erklärung an, in der zunächst der Vorwurf zurüdgewiesen wird, daß das Fleischergewerbe an der Teuerung Schuld trage. Der Vorstand solle dahin wirken, daß eine Notstandsaktion zur Milderung der Teuerung nur unter der Mitwirkung des ansässigen Gewerbes durchgeführt werbe. Die Ursache der Preissteigerung soll unter ber Mitwirtzßng von Flet- scherii und Laiidwirtm sowie der Regierung festgestellt werden. Endlich soll auf mittlere, stabile Preis- oerhältnisse hingearbeitet werden, die einen

wirb dem Äönigspaare eine herzlich und innige Würdigung zuteil: brausend und jubelnd bringt empor zur Königsloge die Rationatt,ymne, in die hochsinnige Festmusik übergeht.

Und wieder wandelt sich die Bühne. In größter Schnelle führt uns oct Festsp,eldich:cr, Baron Konrad zu Putlitz, des Gcneralintcndanicn Bruder, in eine ierne Bergangenhcu. Stuttgart im Jahre 1761 erscheint, ober vielmehr das entzückende Innere des Lusthauses, in dem Herzog Karl Eugen Komödie ioielcn ließ Wir erleben eine turze Scanne hoä sten Entzückens. Der alte Riccolo Iamme11, der berühmte Kapellmeister Kari Eugens, iübrt uns eine Szene voll Lieblichkeit und Grazie aus feiner rcn'dollencn Ep:rVogo 1 es e" vor. Auf der Vorder- bül,n(f sind die vier Gestalten des Fem'piels zur Seite getreten, und aus der Hinterbühne erhebt sich ein reizendes Erchen er von bezopften Musikern, bingtcn von Jammeli selber. Zu beiden Seiten sehen wir die Doppelreihen der Loge des alten Hauses, besetzt von eleganten Damen und Herren aus den Tagen jener genußfrohen Zett. Die Mitte nimmt eine allerliebste Miniatur- bülnc cm, einen Holzarten im Geschmack jener Zeit darstellend, in dem sich eine kleine Schar von graziösen Schäfern uno Damen neckisch im Menucttsd ritt tummelt. Diese Munk umschmeichelt uns mit ihrem prickelnden Rer; ebenso wie die Bildäxm von exquisitestem Liebreiz auf das artigste.

Auch diese Köstlldckeit verschwindet, und auf Karl Eugen und JammeU folgt Sa&iller. Sein Lied von der Glocke. Es ilt einmal des Landes Brauch, sie bei besonders feierlichen Gelegenheiten szenisch barjuiteilen. Hofmeister spricht den Meister nut aufrechter Treuherzigkeit, und Frau Remolt, die Meisterin mit all ihrer herzbewegenden vic.seingen Hingebung. Jrn Mittelpunkt sieht man in dem mächtigen Glühofen den Glocken­guß sich vollziehen und fröhliche Gesellen bei der Arbeit. Dab<i spiegelt sich das häusliche Leben des Glockengießers wieder, und bei Schillers schönen Ver^ t: durchzittern alle Gefühle des mcnsch lichcn Herzens den Theatersaal: als das Lied verklungen ist, teilt sich der hintere Vorhang, und man sieht die alte Stuttgarter Stiftskirche und das Schloß vor sich. Während die Glocken­giesser sich zum Gebet anschicken, mmmt des pracmigen Musen tempels Ergelmunö den cooral an: Nun danket alle Gott. Und aus markigen Männerkchlen von der Bühne und aus Hellem Mädchenmund von dem obersten Rang butten im Hause tönt gleichzeitig ber Lobgesang. In Anda au versunken saß das Pu- blifum, am meisten gefangen von Schillings wundervollem Ton gebidjU-

billigen Ausgleich zwischen bett Interessen der Viehzüchter, Fleischer unb Konsumenten gewähren.

In Neuß nahm die W a n b e r v e r s a m m l u n a b c 8 Zcntralvereins f ü r beutsdte Binnensmifs- fahrt am Sonntag mit einem Begrußungsabeub ihren Anfang 150 Mitglieder aus Deutschland waren erschienen. Ter Güterumschlag im Neußer Hafen hat bte millionste Tonne erreicht.

Auch an ben Herzog von Sa d)sen - Altenburg hat ber Kaiser ein Handschreiben gerichtet, in dem erseine lebhafte Besriebigung über bie vorzügliche Hal­tung unb Ausbildung ber Altenburger Regimenter" au8* sprach.1

Ans'and.

DaS Testament bes Generals Nogi läßt darauf fchließett, baß ber Tob seiner Frau zur Zeit ber Abfassung bes Testamentes nodi nicht beschlossen war. Nogi erklärt in seinem Testament, baß er seinem Kaiser folge, ba feine Dienste nicht mehr notwendig seien. Er habe oft baran gedacht, zu sterben unb bie jetzige delegenlyeil aeivählt, wo bas Lanb von ber großen nationalen Trauer betroffen fei. Er vermache feine Güter seiner Frau, seinen Freunben unb öffentlichen Anstalten Seinen Leich­nam vermache er der ärztlichen Hochsdiule, nur seine Zähne, .Haare unb Nägel sollten bc- erbigt werben.

Prinz Heinrich von Preußen machte am Montag feinen Abschiebsbesuch beim Kaiser von Japan und nal-m darnach an der kaiserlichen FrühstückStafel teil.

Die Manöver der Srohh. hesfiscyen (25.) Division.

Ter Kamps um die Gumbsheimer HU en.

sc. Tivisionsslabsquarrier, Bad Kreuznach, 14. Sept Niebergerungen war gesternBlau", aber nicht ver­nichtet. Das bloße 'lieber rin gen ist aber ein halber Sieg, ber vollkommen wirb burch bie Verfolgung: baran gebrach esRot", bie 49. verstärkte Inf -Brig, die gestern abend bei Gumbsheim zur Ruhe übergegangen war, falte heute unter Führung des Ebersten uno Kommandeurs des Inf - Regrs. Nr. 116, v. Crotta gen. Treyben, bei Gumbs­heim eine Verteidigungsstellung vorbereitet Die Kavallerie, Trag. 23, falte rschlererung der Auf st i Wiesbach-Uebergänge zwisd)en Flonheim und Wallenheim frühzeitig besetzt unb war selbst auf Bornheim öorgegangen. Tasblaue" Korps beabsichtigte am 14. September ben Angriff auf ben am Wißberg Napoleonshohe stehen­den Gegner fortzusetzen und befahl der bei Albig verbliebe­nen verstärkten 50. Inf.-Brig unter ihrem Führer, dem Weneralmaior unb Kommandeur ber 25. Kavall.-Brigade (Hifforb Coq von Breitgel gegen bie rechte Flanke des roten" Gegners vorzugrhenBlau" trat über Albig Bornheim ben Vormarsch auf Flonheim an. Südöstlich Bornheim stießen bie zur Aufklärung borgetriebenen blauen" 24. Trag, auf bie 23. Trag, vonRot", die den Bahnhof Bornheim besetzt hatten. Vor ben überlegenen Reitergeschwabern ber 24er ging bterote" Kavallerie rechtzeitig über Flonheim aus den Binger Berg zurück, den sie zu Fuß besetzte. Hinter ben 24. Tr^onexn war oasblaue" Detachement im Vormarsch bcgr..,.n Als es mit seiner Spitze Flonheim erreichte, erhielt es bie Mel­dung, baßRot" am Kuhhirnmel- unb Schwarzen Berg ftänoc. Nun ging das 16b. Inf -Regt nörblich Flonheim vor, währenb 117 unb 118 über ben Krsfel-Berg gingen.

Unter bem Schutz desblauen" Felbart.-Regts. 61 ging Blau" allmählich vorwärts.Rot" hatte umsichtig mit

Doch schon beginnt ein Neues: bieFcstspielwiese" auS den Meistersingern, wieder ein Bild von berückender Schön» heit unb Farbenpracht, strahlend unb blendend, eine Augen­weide auch |ür die Verwohniesten. Mitten in all der Schmci- icrlingsbuntheit Erb als Walter von Stolzing uno Kammer­sänger Weil, der .Hans Sad>s Bayreuths. Es war ein Muster­bild vollendeten Zusammenklaitgs.

Dann kam die große Pause, in der der König Cercle hielt. Tas Finaic bildete SchülersDemetrius". Wahrhaft pn» torcsl wie der Bau der Dichtung gestaltete sich die Szene. Rein malerisch war die Wirkung itarf. Die Dekoration des Saals in ihrem reichen Gold, mit den prächtigen Trachten, iarben- reichen Gruppen, kam aufs beste zur Geltung. Doch alle Aeußer- lid leiten löltcn sich in dem packenden Zug des (?>an;en. Groß­artig bewegt entwickelte sich das Bild in gewaltiger Steigerung.

Rack) der Vorstellung land em Bankett im Königsbau statt, auf bem Baron Putlitz, Graf Hülsen-Häseler, Finanzminuier von Geßlcr, Ebcrbütgermcuter Lautenschlager, Oberhoflammerdirekter v. Wicsershcim, ber Dramaturg Bloem, Prof. Littmann unt Prof. Alfred Klaar sprachen.

Heute vormittag fand die feierliche (Eröffnung des entzücken­den Kleinen Hauses statt mit einer wohlgelungenen Auf. führung deS Rcsfource-Aktes von FreytagSZourna- 11 it c n" und des dritten Aktes von MozartsF i g a t o" in bestrickender Inszenierung Heute nadmunag hat der «onig die Stifter ber Spenden für Die künstlerische Ausnattung der beiden Häuser sonne die Dichter unb Komponisten in das Reiidcnzschloß geloben. Alles in allem: Feierlicher und schwung­voller hatte man den Einzug in das neue schöne HauS nicht be­geben können als es gescfahm ist.

Ter König von Württemberg hat aus Anlaß ber Einweihung Der Königlichen Hostbeat er lautStaatsanzeiger" u. a. folgende Auszeichnungen verliehen: Dem Generalintenbanten der König- licocn Hoftheater Baron -.uPutliy das Großkreuz des Friedrichs- erbens, dem Hofkammerprä,identen Staatsrat v. Scharpff das Kommrkreuz mit dem Stern ocs Erdens der roürttember» gischen Krone, dem Gencralmuiikdirektor Pröf. Tt. Max Schil­lings bas mit Dem Personaladel verbundene Ehrenkreuz des Erdens ber württemberzischen Krone, bem Eber bürgermeister Lautenschlager von Stuttgart das Ritterkreuz desselben Erdens. Ter Erbauer ocr Hoftheater Prof. Max Littmann- München erhielt den Titel eines Geheimen Hofrates,