162. Jahrgang
Zweites Blatt
ttr. 165
en
Ulm a. D.
18
Kaufmann
* rTric Vorlage des Oberkonsistoriums, betr. den Voranschlag v! Evangelischen Z e n t r al kirchen f ond s für 1910/14, || i».tbesondere den Ausschlag der allgemeinen evangelischen.Ül'/'en- slk >er, wird angenommen, c enio die Vorlage bei Lbc k mt orutrns 61.-r Einiübrung des Einzelkclches in der Evang. Mitar
,dwi8 Fsb«
verein
.henen Büche, 1 1912 zurüc, lgust bleibt <jj- ÄW M: Gg. Peji, ;sort. ------- Saat Terraffe.
LeimerslerSirmer.
helsische evang. Landerjynode.
rm. Darmstadt, 12. Juli.
Die Hess Landessynode begann ihre heutige, für diese | "cgung letzte Sitzung um 1.10 Uhr. Zunächst kam ein Antrag Ihr Synodal n Walter, Jaudt und Dr. Berger ;ur Verle,ung, k n dem um Vorlage einer Novelle zum Mirtfamgcictt vom No
. nbcc 1H88, beir die Besetzung von P s a r r st e l le n, er v ,vird Tann wurde in die 2. Lesung der Vorlage.
die Vcrbesscnlnq der Einkünste der Ps ar r,tollen i u mb b eÄ Zcntralkirchenfonbs cingctrcten, zu dem eine t-ibc Abänderungsvorschläge gemacht wurden Tie Vorlage wurde , i unwesentlichen Abänderungen nach den Beschlüssen des Auslasses angenommen. ,
Präsident Webet führt aus, datz man an dem Absdstus;
-,,cr wichtigen Ausgabe stehe, wie sie seit langer Zeit nicht vor ' gelegen habt 3m Namen des Oberkonsiltonums lagt er der l „ode Tank für ihre verständnisvolle Aufnahme des Gesetzes: livcn wesentlicher Bedeutung fei, datz das Gesetz cinftimmig An
nehme gciunoen habe, was seine Turckstührung sehr erleichtere. ?--ionderen Dank gebühre aber dem Finanzausschuß und dessen
KtzLN
Tanz,
’^Sfr Antrag Bill und Genossen, betr. das Ansammeln von ldapitalien zur Erneuerung der Kirchen und Pferrrgebäude, wurde angenommen und daim die Verhandlung auf unbestimmte Zett vertagt.
ilt zu jeder Taqeözer Väulkc.Tlmzlebm lsstraiie 9. M-
Lrscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags.
Xie „Giehener FamllienblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Tie ..Landwirtschaftlichen Seit- fragev" erscheinen monatlich zweimal.
Tie Vorlage über die Gehaltsverhältnisse der dem Geschäfts fr iS deS Oberkonfisloriums und des Predigerfon,inars angestollton li .unten wurde dem Cberfonfiftoriunt mit der Bosugms über [ niesen, nach Anhöreu des Finanz-Ausschusses je nach Bcdursms di Einzolbcträge festzusetzcn ..
Der Antrag Schmeckenvecher und Genauen, betr bte| j Aufhebung des I e s u i t e n g e f o tzos, wurde mit bem Zu,atz, I argenommen, auch das Ministerium von dem Beschlich zu tn- j irrmicrcn. Präsident Web cf erklärte, das, auch das Oberkon- iiiorium seiner Zeit schon Schritte getan,habe.
Zu der Vorlage, betr. den EntwuN einer neuen biblischen I schickte für die evangelischen Schulen in Hessen, wird die Wahl I einer neuen Kommission beschlossen, in die gewählt wurden: ..cina, I 3ocob, Dr. Diehl, Wehsarg, Eger^Fricdberg, Wagner, Schmidt, I jy einer und Fritsch.
Die Eingabe des Toutsch-Evangelt,chen Frauenbundes Orts- IsaiiUrpe Darmstadt, betr. Erweiterung der Frauenpstichten und lichte im kirchlichen Leben, wurde auf eine spätere Tagung der-
rote
onniag, 14. duli. chwmi ite Lpciicn und 6t ist bestens geloM bet erflebenit ein I
ien mit
IN
werden. ~ . ., . . .
** Jungdeutschland. Ter Landesausschusz des tzes fischen Landesverbandes Jun q deutsch- lau d hat auf Antrag von Professor Dr. Scholl-Fried- berg beschlossen, im Herbst in Darmstadt einen Hessischen Jugendtag zu veranstalten, auf dem über gründ legende Fragen der Jugendpflege von berufenen Fachmau nern Vorträge gehalten werden sollen. Zur Vorbereitung dieses Jugendtages, der voraussichtlich in der zweiten Sxtffte des Oktober stattfiuden wird, wurde ein Ausschuß gewählt, bestehend aus Provinzialdirektor Fey als Vor- Ntz.endem, Bürgermeister Müller als stellv. Vorsitzendem, Professor K i Di nger, Professor Lenhart ^Professor 'Dr. Schöll und Schulrat 2 ch m ucf. — ZN derselben sttzung konnte über den Fortschritt der Organisation und der Arbeit des Bundes Jungdeutschland in Helfen erfreuliches berichtet werden. Von größeren Verbänden Huben sich
}te der sog. Beil'scho Hänge- bock. Tie er gestattet die Vornahme aller möglichen Gesims- und Dacharbeiteu, ohne Aufrichtung eines Leitergerüstes, wodurch eine wesentliche Verbilligung der Kosten erreicht wwd. Ter .Hängebock" selbst ist eine überaus einfache Esten, konstruktion und wird nur mittels Laschen am Dache besestigN Ter mit Brettern belegte Boden des Gerüstes stemmt |,ch einfach gegen die Hauswand an. Tas Gerüst ist natürlich behördlicherseits geprüft und es bietet den auf ihm tätigen
Ferien in Gießen zurückbleiben. Wenn noch junge Leute vorhanden sind, die gerne an den Hebungen regelmäßig teilnehmen möchten, aber sich nicht in ber$a9e befinden, ich einen Jugendwehrhut zu taufen, so soll denselben au.' der Kasse des Vereins ein solcher be|chafft werden. Anmeldungen und die Ausgabe von (Gutscheinen, gegen welche >er Hut von den Lieferanten verausgabt wird, haben übernommen: Herr Lehrer Lotz, Schisfenberger Weg 16, Herr Lehrer Adam, Schottstraße 7, Herr Lehrer Otterbein, Lud- wiastraste 16. Um einen glatten Verlaus der Hebungen zu gewährleisten, ist regelmäßiges und pünktliches Erscheinen iinbedingt erforderlich, und wendet sich der Verein mi Eltern und Lehrherren mit der Bitte, es ihren Lohnen, Lehrlingen usw. nach Möglichkeit zu erleichtern, bieder Forderung gerecht zu werden. Hierdurch würden die Bestrebungen der Jugendwehr aus das vorteilhafteste unterstützt
allgemeine Bildung anzuei.men und sich mit schwärmerischer Bc- I aciitcrung in die Welt der amifen Dichter zu versenken.
Als er nach 34jährigem Elend, nach Verbrennung aller inner Bücher'und Handschriften bei der Belagerung Dresdens, endlich als Göttinger Professor in eine bedeutende und ehrenvolle/*nt= samkeit kommt, da hat er nichts cingebupt Don inner itarfen Begeisterung und seinem lebendigen «um lur dw Aegenwan. Weniger als Plstlologe, denn als sachlicher und asthemdar Erklärer der Dichter, als Mann von Geist und Geichmack, begründet er die historische Gncridmug des Altertums: >e Mythologie, die vorher nur ein buntes Gemrick von seltsamen ,vaMacn gewesen mar gestaltet et zu einer Geschichte der pbuoioplnld. rchgiojcn Vorstellungen um und wendet seine reichen Memitniiie an zur stofflichen Erklärung der Kunsidenkmäler. wird er zum eigentlichen Lehrer jener Männer, die bas klassische Altermm^danvi dem der tschen Geistesleben gewannen, der Boy, Woli, der beiden Schlegel, Wilhelm von Humboldts, Winkelmannt und Leiling, Wieland und Goethe haben von ihm wichtige Aimchlusse über den Geist der Antike erhalten. Durch ihn ward die neue «lai'ung vom Altertum in die SHilen getragen; nur ^t neben den Hnterricht in den alten ^machen eine mehr, kulttirgesck-ichtlich iadilidx Betrachtung, die das Hellenentum m die allgemeine Bildung einfühne Die Antike hat er als ein lebendiges Gan,e» Juerit erfaßt und durchlebt und damit „die Grundlagen echter Altertumswissenschaften" geschaffen.
_ Neue englische Funde in Aegypten. Tw Er- aebnisse der jüngsten Grabungen des Egypt Exploration pund, der hauptsächlich'durch englische, aber auch durch amerikamiche Stiftungen ausgestattet ist, werden im Londoner King s College durch eine stattliche Ausstellung der Allgemeinheit zugänglich gemacht Die Hauptarbeit der diesjährigen Grabungen, die von den Prosessoren Naville und Peet in Abydos, Atneh und anderen Oerttickkeiten geleitet wurden, war die Freilegung eines großen unterirdischen Bauwerks, des Osireion, von dem man annimmt, daß es den Mysterien des Osiris gedient habe. Wach einer anderen Anschauung wurde der Bau als Kenotaplr iur den stomg Meneptah errichtet der der Pharao der biblischen ^oiepher^hlung gewesen sein soll. Eine Anzahl von Relief-Vignetten, bie an ben Steinwänden eingehauen entdeckt wurden, werden aui bieien Herrscher bezogen. Eine der Vignetten zeigt den König bei einem : Spiel, das unserem Schach ähnelt und bet dem 6 als Tier-
befonders behandelt werden. _. , .
•• Gießener Industrie auSwarlS. Wir lesen im ,Torg. Hreiöblatl": „Tie Dach- und OlefimSarbeitcn am Ratbaus werden in diesen Tagen beendet sein. Zu ihrer
Arbeitern volle Sicherheit."
** Eine Handwerker-Ei n zieh u ngsstelle. In der letzten Plenarversammlung der hessischen Handwerkskammer wurde beschlossen, für den Kammerbezirl cme Einzichunqsstelle zu gründen, um dem allzu stark verbreiteten Borgunwesen wirlsam entgegenzutreten. Die neue Einrichtung kann bestimmt am 1. Oktober ihre Tätigkeit aufnehmen.
Starkenburg und Nheinhessen.
m. Offenbach a. M., 11. Juli. Der Neubau beS von dem verstorbenen Rentner Wilhelm Schramm gestifteten Altersheims, für. das er testamentarisch rund 800 000 Mark vermacht hat, wird nach den Planen des Architekten Professor Hugo G erhardt im Sudwesten der Stadt dicht am Frankfurter <2:adtwald in landschaftlich mio geiundheitlich hervorragender Lage errichtet werden. Mit den Bauarbeiten wird nächster Tage begonnen.
' Mainz, 11. Juli. Eine El, enbahntelepho- n i st i n wurde heute in ihrem Zimmer bewußtlos ausgefunden. Der Gashahn war geöffnet. Sie wurde ins -vital verbracht und hat bis jetzt das Bewußtsein nicht wiedererlangl. Ob ein Zufall oder ein Selbstmordversuch
Samstag, 15.3uh 19(2
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UsiiversitäiS - Buch- und Eiemdruckerei.
R. Lange, Dieven.
Redaktion, Exvedition und Druckerei: Schul- straße 7. Erpedilion und Verlag: 51.
Redaklion-.e^Sl 12. Tel.-ÄldraAnzeigerGieven.
(Ein Lehrer unserer Klassiker.
sZu CH. G. Heynes 100. Todestage am 14. Juli.)
Das „Dogma vom klassifchen Altertume', die verehrens Eingebung an die Aiuike und das ties durchlebte Berstehm der o.lien Kunst und Dichtung, ist die Grundlage für die Hoch ti Blut^ seit unserer Kultur gewesen: zu diesem Dogma maiiifer bekannt: das ganze deutsckse GerNesleben enullte "lh mit eem Geist, den die Sonne Homers lsattc reuen lauen. Hbcr •eöor diese hohe Zeit der Blüte kam, bedurste es so mancher vavr- iclmte, in denen die so lange von Unfraut uberwucherteir -^.egc xUm Ölpmp durch mühevolle Arbeit gangbar gemacht werden h*'Hüter den WZännem, die die Bahn bereiteten und als erste Pioniere der neuen Zeil, als Verkündor des Sckonheitsevangeliums k-orangingen, steht der Philologe Christian Gottlob ^Nne'uit an erfter Stelle. Ihm gebührt daher an 1 einem 100. Todestage ein Wort dankbarer Erinnerung. Ein Gelehrtenleben entialiei nch Lwr uns in dem Schicksal dieses armen Leineiveberiohnes. das ous den Dunkelheiten barocken Vielwniertumv »u den V>»Heu einer allseitigen Erfassung des Gnedsentiims Tubrtu.. Nrr int Rokoko mißachtete Hofmeister und Btblwlhekar, der nck bucken und erniedrigen mußte, reift als berühmter Göttinger Promior sU einem aufrechten Manne heran, der in der napoleonuchen Zeit «Is tavierer Patriot sich be.i fremden Eroberern cntgegenftellte inb am^orabendder Fniheitskriege die Hoffnung aut ein glücklicheres Vaterland mit ins Grab nahm. Bon Kind ans datteHeyne mit den schlimmsten (Meningen zu kämmen: ^^ frffrcüent vmd rührend ist der Jd.-alismus m dem cr das La^ der Gr^ chen idton al- "siingimg mit der eetle luchte, so la» er als ^nioeni Die ©riedK’n nadi der Zeitordnung durck und vergomtt^ lick em -Xflfht..-; ^ahr lang nur zweimal wock>enrliÄ die Wacbirdhe. ^oHt durch die Hilfe des allmächtigen Ministers Bruhl vorwarch. -.n kommen, aber dieser Schützer der Künste und Wuiemcha ten oertröftet ihn mit leeren Versprechungen: er wird nichts und bekommt nichts. Um nidst zu.verhungern, mutz er leine teuersten ।(Mährten die Bücher, verfaulen, eine Zeitlang lebt er mir vo.t Ä^GtbUtooten: er Mt Mn cig--!-s Obd°ck. wnde^r --N Kandidat erlaubt ihm, bei ihm auf bete Diele ,u Maien, öucdl stnd fest! Kopfkissei!. In der Not .vrnd er Lmnieister ü^rsetz .ranzösifd)e Schriftsteller sürs. liebe Brot und weitz in all der Misere doch, den Staub der schule von sich zu schütteln, ,ich eine
weiter angeschlossen: die' bl riegerkamera! ß haft Hassia. der evang. Jünglingsbund in Hessen und der Verband ratl). Jugendvereinigungen der Diözese Bi ain^.
•• «u • r h n n h her T c t a 1111 u c i»' 1' t r c t n e in Hessen.
(SS folgt bann die 2. Lesung der Vorlage über das Kirchen- gqetz, die allgemeine geistliche Witwenkasse betreficnb, l-c- ebenfalls ohne wesentliche Abänderung genehmigt wird.
In den Snnodalaussckmß wird an Stelle des Freiherrn von ! kkonhardi Ministerialrat Dr. Kratz gewählt. In den 3. Ausschuss j ot -teile des Kirck)enrates Starnm-Stockitadt Xefan Schmidt e-hlito, als Ersatzmann Fritsch-Riivvertsburg. In die Kommisswn . fui die Herausgabe der neuen bibliMn Geschidue wurden gewählt br Synodalen Wagner, Widmann, Hartmann, Märze und Dr.
Die Rechtsprechung in der Ardeiterversicherimg.
Vor kurzer Zeit ist in dem Reichstage unter Anführung von Rillen von Rednern verschiedener Parteien Beschwerde darüber geführt worden, daß die Rechtsprechung tes ReMversidse- rungsamtes durck) die Einflüsse gewisser Kreise für die Versicherten immer ungünstige r werde.
Von anderer Seite wird dem Rnchs-Verficherungsamt der Vorwurs gemadit, daß feine Rechtsprechung vielfach zu günstig für die Versicherten sei. Dieser Standpunkt wird hauptsächlich in einer von Versicherungsträgern verbreiteten Broschüre „Die Praxis der deutschen Arbeiter Versicherung" vertreten.
Ten Ausführungen in dieser Broschüre tritt Dr. jur. von § öbf c in Dann st ad t in einem Artikel in der „Arbeiter-Versorgung" am 1. Juli 1912 entgegen.
Ter Artikel verdient in Anbetracht seiner großen Sachkenntnis öligem eine Beachtung. Schlagend weist der Verfasser den Borwur in qenannter Broschüre zurück, das Relchsversid>erungsamt wurde mit , philologischer Akribie" die Akten zugunsten der Versicherten b-urdifndien. „Wir haben nun einmal — und mit Recht io führt Köbke aus, „irn Bereickxe der. Arbeiterver.icherung das »ip der Offizialmarime und die aufopfernbe (iriullung einer nicht gerade leidsten Pflicht sollte dem Gericht doch nicht zum Vor- rourfc gemacht werden. Selbst wenn hierbei das ReldssversM- rung> Amt wirklich vorzugsweise die Interessen der ^enuh^rum
Ter W nsfch u tz tiat zu einer lehr gut t efuchten zusammen. Ter Vorsitzende. Ralbhi6-Tarmftabt, erstattete den Bericht über die ieuhcruie Tätigten des Verbandes. D»e Errichtung einer Q l e i n i) a n 6 c I -3 - B e r n i S g e n o f! e n f ch a 11 ist die oor berung des Tetaitttandes. Um fo unucriianblicber ilt bic etctlung- nahme des Ausschusses deS Handelslager, ^er nch ablehnend dazu verhalt uotzdeni der KleilchaudelSailsfchistr Ud) für die Bildung hat. Um dem Zn g ab - . In wefen zu steuern bat bei Verband mit anderen 4.clnla,f,c,1,*^cb<g"Se«llV«fun1 foÄ vau6«rau gerichtete- Flugblatt bciou6gcgcben. xa» VubUruniJOU durch dieses Flugblatt «eu>itmS von dem wahren Ebarakter biefec aeichästlicheu llnüite erhalten. Tas e r j id) er u n fl5 g e fe tz für Slngeft eilte dürite am 1. 3anuar 1918 ui_ Xlratt treten; voral.ssichtlich werden die Wahlen der Lertrai.enSmauner schon m diesem Herbste stattfinden, -ticie VertraneiiSmanner haben nach dem u*eieg die Ausgabe, die Beisitzer hu bie ReittenauSschnste, für eie Schiedsgerichte, iür das OberschiedSgerlcht und iur den ber- ivaltimg-rat zu wählen. Mit Rücklicht auf die große Bedeistung die diesen 'vahlcn Aufommt, enu>fieblt beröerbanb, bab bie Beretiie rechtzeitig ihre Vertreter bestimmen ^ic von der^.rlSgrupve Ham bürg des Verbandes deutscher Tetailgeschaste der Text, branche beran-gegebenen Erlänterungen zum Gesetz gegen den unlauteren "‘ettbeiuert werden den VerbandSveremen zur Verfiigung gestellt. Um den auf die Ab.vehr der Ko n \u mv e r ei "sbewe gu .ig gerichteten Bestrebungen einen Mittelpunkt und Rückhalt zu ge wahren, hat sich in Hamburg eine Jtoniiimumm^ gebildet, bet der Verband belgelreten ist. eie bat be,i öroetf, öic Anter cOen deS Gewerbes und Oandels gegenüber den Konsum vereinen -n vertreten und zu fördern. Ter Verband strebt die Errichtung von Einigung-änitern in Sachen deS unlauteren Wettbewerbes an. Herr Katbsiiß-Darmstadt bat bei der vandelSlamnier lereils einen dahm gehenden Antrag gestellt. ^Tie ^i'ngrmaSamter ober Schiedsgerichte haben den Zweck, nn .«alle einer ^"Sver^aufS omnelbung d.e Anzeige und das Warenverzeichnis auf ihre Richt g leit zu vrufen, in allen i.'staulere,i Wettbewerbsaugelegenhe>le,i anf- llarend zu wirken und bei Ucbertrctungen des Gesetz^ mit Umgehung der ordentlichen Gerichte zn entscheiden. — -ic Fragen der Euiigungsämter und der Konsumveremsbewegung werde' auf dem Verbaudstag, der in BadGtauheim am lo. Sept- abgehalten wird.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhellen
liessen- s-ss elm"^en-rciil.
Y- 'Ar»»- ^.«in Ar««»' ***. m tifitvife-
’örcL u 5SS*
bilder geformte Steine gebraucht wurden. In einem völlig unberührten Grab der Ptolemäerzeit wurden 1* Mumien gesunden, von denen aber nur eine, die eines kleinen Kindes, wegen ihrer ungewöhnlich guten Erhaltung ausgestellt ist Von den anderen sind nur einzelne Teile, geschmückt mit Amuletten und geflügelten Skarabäen, zu sehen. Ein sehr interessanter Gegenstand ist das Wad)smodell eines Ofens, der in einer pradynastischen Anned- luna gefunden wurde. Das Original bestand au5 tsd grotzen Tonkrügen, die von Feuersteinen umschlossen waren. Man nimmt an, daß der ganze Apparat einen Ofen darstellte, der bei der Herstellung einer Art von Bier verwendet wurde.
— H ö r r o h r e i m T h e a t e r. Tas Londoner New-Theatre wird binnen kurzem seine Gaste mit einer neuen Bereicherung modernen 'Komforts im Theater überraschen: die Direktion hat befstKossen, jeden Sitz im Zuschauerraum mit einem Horrohr auszurüsten und die Handwerker sind bereits eitrig an der arbeit, um die kleinen Apparate, denen nach Einwurs von 6 Pence außer einem Opernglas fortan auch ein Hörrohr entnommen werden [enn, an den Rücklehnen der Sessel zu beseitigen. Diese neue Einrichtung ilt nicht nur im Interesse jener Theaterbesucher ge- trof’cn worden, die über keine besonders guten Hororgane ver-. fügen, sondern auch im Interesse der Inhaber der Hinteren Plätze,. die oft, besonders bei der Ausführung moderner Ltucke, einzelne Stellen der Schauspielerdialoge nur schleckst oder muhiam Horen und sich dann natürlich den Kops ;erbredn'n müssen, um. raten, n>as der Intrigant wohl gesagt haben könne, um plötzlich die Salondame in einen so furchtbar>.n Erregungszustand zu versetzen. Hub auch die im Flüsterton gesprochenen Liebesszenen sollen aui dem Hinweg über das Hörrohr künftig auch den Insassen des letzten Galerieplatzes zugänglich jein von dem ersten leicht hineingehauchten Seufzer verhaltener Leidenschaft bis zu der dem Liebhaber entgegengeschleuderten Warnung, die iur der Angebeteten nicht in Unordnung zu bangen . . .
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- fchaft. Auf der Treptower Steaiwarle bei Berlin ist ein Sonne ii fleck, der einen starken Kern und größeren Halbfchast- n zeigte, von T r. A r ch e n h o l d mit bem großen u ernrohr beobachtet und photographiert worden. Der Fleck hat sich vlötzlich gebildet; er besitzt eine solche Ausdehnung, daß unsere Erde doppelt ,o groß . sein könnte und doch noch darin Platz fände. — xer Berliner Kinderarzt Prof. Neumann ist, 53 Jahre alt an Tuberkulose gestorben..
lossemn
ber Karl 0hm gitorstraße lephon 64»
Neueste vom
i in Gienen ist:
ä Hölle SiSS Eintritt itejj___
;jt der nach"e
lN
Dreine
der Vcrsichcrungsträger wahren sollte, so ,st ein solches Verhalten glcickialls nicht zu verurteilen.^ Denn trotz allen Redüsrats von berufener und unberufener Seite, ber eit genug falsch ist und dem Versicherten mehr schadet als nutzt, ft bic überwiegende Mehrzalst der Persickierten, namentlich d,c der lanbn>irtfd>afilichcn Arbeiter kaum hinreichend beraten, wahrend bie Berufsgenossenschasten und die Landes-Versidserungs-Anslalten über bie Svräfte ihrer Beamten und Geschäftsträger zu versttgen
Hiitfichtlich der Uebcrtrcibung und der Simulation, die den Wcnlcr.beroerbcrn fo Iröufig vorgeroorfen werden, hecht es m dem Artikel: , Ucbcrtreibuttg und Simulation kommen überall oor. Was für exorbitante Forderungen werden denn m den Zivil-- Prozessen, wenn cd sidi um Entsdsäbigungeii handelt, gestellt. <nian denke z B. an die Forderungen in Emeignungssadun, denen bie orbentlickstn Gerichte nur allzusehr stattgeben, zumal wenn der , Fiskus" der Expropriant ist! Unb hier handelt es s'ds bock um Forderungen für obiektiv vorhandene Gegenstände, wahrend in der Unfallt>crfidxruna die viel schwierigere Abschätzung einer etroa eingetretenen Minderung der Erwerbsfähigkeit ui^ Frage pelit. Unb was für Forderungen werden denn nicht tn sdxiben» erfatzstTrozessen gefordert unb mit was für plnfprudxn treten benn nickst in der Privatversicherung bic Bersickscrtcn an die 04e,ellick>asten heran. Ich entsinne mich bestimmt, in einer wisseiisckmltlichcn Abhandlung, bereu Titel ich leider vergessen lstibe, gelesen zu haben, daß, wenn der Unfallverletzte in eener privaten Ver- sick-crung Perfidien ist, ein einfacher Knochenbruch bn ihm oft dreimal lange Zeit zum Heilen braucht, als wenn der Verletzte nid)t versichert ist. Die Sucht nach allzu boher Entschädigung kehrt auf allen Redstsgebieten und tn allen Dolkskreilen wieder unb ist nicht auf die soziale Versicherung allem beschrankt. Tics gilt auch von dem Auftreten der UmaUnciiroic.
Ans Statt unfc Land.
Gie e ii, 13. Juli 1^12.
♦♦ Jugendwehr. Die hiesige Freimaurerloge hat in hochherziger Weife für unsere Jugend w e Y r •2 5 0 M k. zur Verfügung gestellt, welche zur Deschassung der uotwendigsteit Ansrüstnngsstücke und zur Abhaltung noch einer ober mehrerer Hebungen mit Abkochen int Herbst d I. verwendet werden sollen. Geplant sind vorlausig Hebungen am 20. Juli, 3. und 24./2Ö. August und am 121. September. Die Hebung am 24./2 >. August soll gemeinsam mit der Jugendwehr Gladenbach gegen die ^ugeno- wehr Marburg stattsinden, bei gutem Wetter soll die Wacht
Als Teilnehmer finb alle vorgesehen, di- w.>l>r-nd der | neuartiges Gerüst verwende . .
4


