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3.9.1912 Erstes Blatt
 
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scmste jchaujp'.clerische Tal dieses Zlbends.

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Das Arbeiterparlament in Newport.

lieber den britischen Gewerkschaftskongreß in Newport

nuten abends int Sonderzug vom her SdnueiA ab gereist. Mit dem

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uw.wv*0 ^a, aifcr fuhren Fürst Für- ftenberg, Generaloberst v. Plesfen, Oberhofmarschall Graf

Ich spreche den beiden Armeekorps zu dem heutigen Paradetage meine d o 11 ft c Anerkennung aus. ES ist das erstemal, bau tin ^mien'Armcekorps gemeinsam mit der Garde vor keinem obersten ZtriegSherrn defiliert hat, und r w

storps meine freudige und dankbare dieser hervorragenden Weise neben der Garde bestanden, hat. A.ic

ul). Dies ist int wesentlichen dem Umstand zuzuschretben, cis; in England der Bergbau noch immer viele Ausstände tlksweist, die, wenn sie auch auf bestimmte Grafschaften

hrne? Die Beantwortung dieser ^rage Durfte gerade geilte b i'mders interessant fein, wenn man einen .Seitenblick e.li die derzeitige Mage in Deutschland wirft, wo zur- iil wieder der Ausstand der westdeutschen M et al la r- dctter droht und die Auseinandersetzungen des Chcm- itHcr Parteitages der Sozialdemokratie bereits ihre Schal-

beschränkt bleiben und sich oft um recht unwesentliche Dinge drehen, doch stets gleich erhebliche Zahlen von Ar­beitern umfassen, in Deutschland aber der Bergbau lange Fahre hindurch keine Ausstände kennt. Daß Deutschland im ganzen mehr Ausstände hat wie England, ist neben anderen Urfadicn dem Umstand zuzuschreiben, das; Deutsch­lands Industrie, einzelne Zwerge ausgenommen, örllidi erheblich mehr zersplittert ist als die englische, und bau das englische Unternehmertum sich eher zum Unterhan dein mit den Arbeiterorganisationen versteht als das l rutsche

höchst bezeichnend für die englischen Verhältnisse ist es, das; auf dem ictzigen Ävngres; nt 'Jicivport von den 100 vorliegenden Gnrsd)l re Hungen sich 10 mit dem Acht­ln n d e n t a g befassen 9toch int Jahre 1837v9b brach über die Forderung des Achlstundenrags der große Mampf im englischen Maschinenbaugewerbe aus. Er endete damit, us Vertretern beider verbände, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer gleichmäßig zusammen­gesetzte Instanzen zur Regelung aller bezüglichen Streil­ragen schuf. Lo sehr haben seitdem die Mon,litte trn aig- lischen Maschinenbaugewerbe aufgehört zu Ausständen .zu führen, daß, obwohl der Verband der Arbeiter seine durch ben Ausstand geleerten Massen auffallend schnell wieder füllte, die Ausgaben für Ausstande auf einen geradezu lächerlich geringen Satz gefallen sind. Im Jahre 1901 trat der Maschinenbauerverband bei gegen 1897 tventg erhöhter Mitgliederzahl mit einem über 50 Proz. höheren Bec- mögensbesland als vor 1897 in einen neuen großen Auf­stand ein, nämlich, in deutschem Geld, mit 12 Millionen gegen nicht ganz 8 Millionen Mark. Seine Ausgabe für Ausstände belief sich in jenem ganzen Jahr 1904 auf noch nicht 1 Proz. der Gesamtausgabe, nämlich 68 000 Mk. von 7 316 000 Mark. Im gleichen Jahr gab der deutsche Metal l- arbeitcröcrbanb bei allerdings doppelter Mitgliederzahl das Sechzehnfache jenes Betrags, nämlid) 1118000 Mark für Ausstände ans. Eine der bemerkenswertesten Folgen jener englischen Kämpfe und der im Anschlus; an sie geschlossenen Verträge war das Einsetzen einer sehr starken Stabilität der Lohnsätze, die ganz gewaltige Vorteile nicht nur für die Unternehmer, sondern auch für die Arbeiter brachte. Und als eine letzte Frucht dieser Entwickelung kann die Entschließung der Föderation der Sd)nftsetzcr auf den jetzi­gen Mongreß in Newport angesprvchen werden, die sich zuguiisten einer wöchentlichen Lohnaufbesserung von fünf Schillingen für alle Arbeiterklassen in öffentlichem oder privatem Anstellung-Verhältnis aussprlcht. Hier liegt nicht mehr eine Streikforderung vor, Die durch Kamps aus­getragen werden soll, sondern ein friedlicher Vorschlag zu vertraglichem, ja unter Umständen staatlichem Ausgleich zivischen Mapitalismus und Arbeiterschaft

Man sieht, in Newport werden Dinge zur Sprache ge­bracht, von denen sich die sozialdemotratische Schulweis- heit nichts träumen ließ und von denen die Radikalen der deutschen Sozialdemokratie gar manches lernen könnten.

Hat Amuadfcn btn Südpol erreicht!

Christiania, 1. Sept. Zu der Mitteilung eines au-Moärtigcn Blattes, die wissenschaftliche Mommißion, welche Die Beobachtungen AmunDsens untersucht, habe ses gestellt, daß Amundsen den Südpol nicht erreicht haoe, sondern eine Vienclmeile davon entfernt blieb, erhärt das Norsk Telegram Lhran: Tcr Professor Der Math. T^atik Alexander, der Amundsens Beobachtungen ourch- sähe, habe vor einiger Zeit einem Blatte gegenüber ge-

Ve,ug»prel»: monatltdi 73 i'!w niertel- jährhd) Mk. S.; durch Al't»ole> u. Zwerggellen monaiUA G5 Ps.; bur.j diePost TI?.2. viertel- jäbd. ausschl. iküeag. Zeilenpre.r: lokal 15Ps^ ouSwan« 80 P'enmq. E hesredaktenr: SL Goetz. Veran,wörtlich für den politischen Teil: Aognst Goetz; für .Fenille- ton*, .Vermischter* und 6\cvk-bt6|dal": H. 91eu- nh; für , und Land"; für den Anzeigenteil: H. Beck.

Newport lMonmourhshirei, 2. Sept Ter hier abgt' fr(:enc Kongreß her Trade-Union'S wurde von einem Gottes- d nit cingclcitet, toobei Bischof Welldon in seiner Predigt tzkii Delegierten enu^ahl, den Trade-Unionismus nicht mit halb- >:r bauten sozialistischen Theorien zu verwechseln, irr Vorsitzende, dos Mitglied des Unterlrauses Thorne, trat ihm in der daraus folgenden Volksversammlung scharf entgegen und ailartc, Sozialismus und Trabe-Unionismus seien in roirtidxift» lüher Beziehung untrennbar. Er etflärtc ferner, der a 11 g e - [eine Achtstundentag sei durclraus notwendig. Ter leiste jol lcnstreit habe die Verstaatlichung Der Gruben nähergebracht, tu erste Ziel des Trabe Unionismus sei Verstaatlichung »ei Grund und Bodens, der Eisenbahnen und der h e r g w e r k e.

lieber den interessanten Kongreß wird uns von einem Mitarbeiter in England noch geschrieben:

Der englische Trade-Union Kongreß in Newport, bei fort zwei Millionen Arbeiter burd) 500 Delegierte ver­treten sind, wird mit Recht als das interessanteste Ge- veckschaftsparlarnent angesehen, das je zusammen kam, und erlegt in allen Kreisen, die sich mit sozialpolitischen fragen b schuftigen, gespannteste Aufmerksamkeit. Schon die Er-

vie Kaiferparatc in Berlin.

Berlin, 2. Sept. .\?cutc vormittag begann bei gün­stigem Wetter die Parade über das Gardekorps und das Dritte Armeekorps. Der Kaiser nahm den Frontrapport entgegen und begann, nachdem beide Armeekorps präsentiert und drei Hurras ausgebracht halten, mit dem Äbreiten der Fronten. Mit dem Kaiser ritten der

Kronprinz, die Prinzen des Königlichen Hause-, die Prin­zessin Viltoria Luise in Hnsarenunisorm, Die Prinzessin Eitel Friedrich in Dragoner-Uniform, der Großhcrzog von Mecklenburg-Schwerin, Prinz Leopold von Bayern, der Erb­prinz von Sachsen-Meiningen, Fürst {vüi ftenberg _unb btc Miluärbevollmächtiaten sowie die fremdl/enlichen £ flirtete. Tic Kaiserin folgte in einem offenen sechsspinnigen Wagen, mit ihr die anwesenden Sd)western des Kaisers.

Ter Kaiser ritt alle drei Fronten vom rechten Flügel ab, währenddessen erschienen zwei Lenkballons und eine Flieger taube über dem Paradefeld Zeit- weise setzte ein leichter iHegen ein. Um 8 Uhr 45 Minuten begann ein einmaliger Vorbeimarsch für die Fußtruppen in Regimenlstolonnen, der Kavallerie in Eskadronfronkcn und der Artillerie in Abteilungsfronten. Den Vorbeimarsch eröfsnete die Leibgendarmene unter ber vertretungsweisen Führung des Generals ä la suite v. Cheliuö. Der Kaiser nl iie baiui, nachdem das Madettenlorps Defiliert hatte, c,as erste Garderegiment zu Fuß, Der Erbprinz von Sachsen- Meiningen ging mit Dem Regiment Franz vorüber. In­zwischen fliegen Militärflieger aller Systeme auf, acht zu gleicher Zeit, unD überflogen nochinals Den Paradeprlatz.

Heute abend fanD im Weißen Saal des Lköniglichen Sck)losfes Par ade täfel statt.

Eine Äaiferrebe.

Bei der Tafel brachte der Kaiser folgenden Trink-

im Lauf der Zeiten mit der Geschichte des Königshauses und mit ihren Königen zusammengewachsen. So hat das Lcibgrena- dicrregimenl sich durch Tapferkeit seinen Titel und Namen er­fochten, so grüßte der eiserne Pork daSfclbc durch Entblotzen eines Hauptes, als es nach Warlcnburg bei ihm vorüberzog. Seit dem 16. August des Jahres 1870 kann vor jcDcm märkischen Regiment der Helm gezogenwerd en. und so wünsche ich dem dritten Armeekorps und meiner Armee stets solche Regimenter und einen solchen Geist, der bei Mars-Ia- rOur bewährt wurde, und solche Führer, wie MonstaMin v. Alvens- leben es war. ES lebe bai dritte Armeekorps, hurra, hurra, hurra I Die Abreise nach der Schweiz.

Berlin, 2. Sept. Ter Kaiser ist um 10 llhr 30 Mb- ^otvbanier Balmhof nach

vorn Südpol entfernt fei. Amundfen fei indessen am Süd­pol gewesen. Da, wie seine Beobachtungen ergeben, er wette Strecken nach allen Richtungen zurücklegte. Außerdem fei das Ergebnis des Professors Alexander nicht definitiv und die endgültige 'Revision der Beobachtungen Anmndsens noch nicht abgeschloffen. *

Berliner Theaterbrief. Dio Erö ff nun g des Deutschen Schauspielhauses. Aus Berlin wttd uns geschrieben: Eine neue Bühne in entern alten Daus: Gregors Komische £pcr, die nach dein Fortgänge des Verm nach Wien eine wechscloollc und wenig erfreuliche Uebergangsp-.-rrode durchzumachen batte, soll nun ein Tempel der ernsten klassischen und modernen Dichtung rnerbun, nach dem schonen und inhallsrcich^i Programm, das der neue Herr Adolf Land ennvonen. .vad vauS ist ruhiger und seierliä/er geworden. Zum Eingang des Unternehmens war GoethesEgmont" gewählt, wahrlich ein wundervoller, hinreißender Auuait, zunral im Zusammenklang mit der herr­lichen iangenialen Musik Deethovens, die das uiwerganglichGroge tiefer Dichtung so ergreifend in Tönen nnederfpiegell. In Den Deioratwnen, im Ensemble, im Tempo der iszenensuhrung war cm rcspctiabler Turchschnitt errerclft. Spmpathlich berührte cs, htc Aufführung sich von allen AusitartungSmatzchen und mtieritoen Äentrrn &dl. «oller» «idfter6anO, ine bre Tewraiwncn und Kostüme gesd»affen, kam am ichonstrn zum Aus- trud in fern stimmungsvollen Platz mit demaltert um lichen -ourg - t ntergründ und den wundervollen Hichtenekten. -i-ie. Bstruu- Haltung in der szenischen SlussmUnng erpält ent dadurch ihren tiert, daß nach dem Abblenden aller fremden Eindrücke das Wott, tiefer Urgrund jeber guten Schampielauffuhrung, m völliger Rem- icu herrscht. Auch hier harte man noch so manches zu oermiNen, wobei man freilich der Regie den geringeren^ed der Schuld luschicben wird und hauptsächlich ben traurigen xientanD anklagen must der m der Mamation beut allgemein unter unfern Schau- imciem herrscht. Die Bolksszenen waren auSgr^net heraus- aearbeüet; sie geben die hefte Gewahr für eine gute Fortentwick­lung der Regie. Der Wunsch, nicht den gengnertat, sondern Den bekanntesten Sd>au''meler an Die erste Stelle zu rücken, führte rur Uebcriragung Der Hauptrolle an Fric d r I ch Leihst her, der für D u sonnigen, weichen, ncuv unprünglichen Helden nur Kenig mit brachte. In Den großen tragischen dNomemen bc5 lernen Aktes freilich erhob er sich zu einer imponierenden Hohe, ^as Mtoru^n der Paula L omar y war eme viel einheitlichere, innerlich l .eite Leistung. Als Inner un Bunde stand der treff- tV-Y^ Brack, nburg Alfred Abels, die reiffte und künstlerisch

I ö f n u ii g brachte eine Sensation T^r Bischof Wel 1 - v Don, der den Mongreß in charakteristisch englischer Weise l mir einem Gottesdienst einleitete, verwickelte sich in eine liisfuffion mit dem Abgeordneten Thorne über das I ttjen der englischen Gewerkschaften. Welldon meinte, mast »dürfe den Trade^lnionismns nicht mit halbverdauten svzia- Iststischen Theorien verwechseln. Thorne erklärte, Sozialis-

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iing toaifr. I vis und Trade-Unionismus feien in wirtschaftlicher Be­in der burfL- jjigeling untrennbar.

Wer Ijat Recht? Wohnt mit anderen Worten Dem TraDe-Unionismus ein sozialistischer uampscharatter oder die Neigung zu frieblid)er, möglichst streiklofer Entwicklung

der Vorgesetzter, der auch für die persönlichen Verhältnisse seiner l äußert, es lage^Dte Möglichkeit vor,^ wo

gcringstcu Arbeiter menschliches Interesse hatte, und habet das glanzende Vorbild eines pslichtgetrcucn und arbeitsfreudlgcn Be­amten. In seiner Natur lag es, daß Widerstände ihn nur zu größeren Änstreitgungen reizten und daß seine Arbeitskraft nut Der Fülle her aus ihn cinDrangcnhcn Au'gaben wuchs. Freilich hat er dadurch auch fein srühzcitiges Ende selbst herbeigeführt. Sein rastloser Tatigkeitstrieb ließ ihn Die ihm von Den Acrzten schon langst dringend angeratene Wiederholung einer Mur, wie sie vor drei Jahren sein damals zuett't auftretenbed Gallenstein- leihcn zum Verschwinden gebracht hatte, so lange hinausschicbcn, bis die Mranlbeit sich ivieher so weit gesteigert hatte, daß er itch -.u einer ioioriigen Operation entidjließcn mußte. Aber noch am Tage feiner llebcriichelung in hie Klinik des Münchener Hotrats Tr. Mrecke <19. Vluguft, sah man ihn bis in die cr|ten Nachmittags stunden in der Kanzlei des Hof- und Nationaltheaters eifrig be- fchästigt. Mit jedem Ressortchef besprach er eingehend die ,ür die nächste Zeit vorliegenden Angelegenheiten und kaum war UM seine schmcrzhastc Mranlbeit anzumerken, zu deren Bekamp- fung er einige Stunden später das Mrankenhaus für längere Zett zu bejiehen gedachte. Taß er es nicht lebend wieder verlas,en wurde, bat wohl niemand gedacht, der Speidel an jenem Verhängnis- vollen Tage gesehen uiid gesprochen hat.

Wenn Dieper, abgesehen von der alljährlichen Mozart- und

kkbetter und Seeleute runb 11 Millionen Personen. Iw ^.rrd)schnitt von 12 Jahren der letzten Zeit kamen, Die ^usenstreiks eingesd)lofsen, auf das Jahr 265 000 bei Aus- 1 tiriibeii beteiligte Arbeiter und 9 Millionen verlorene Ar- Mtstage. Das ergibt einen Turchschnttt von nod) nrdst nm5 einem verlorenen Arbeitstag pro Arbeiter im Jahr. Hn normalen Jahren aber beredetet es fid) auf taum kitt Drittel Arbeitstagsverlust pro Arbeiter und es ist Uhrlid) immer erst der fünfzigste Arbeiter überhaupt an .lu-sständen beteiligt.

Ein Vergleich der deutschen mit der englischen Sta- istik zeigt, daß in Deutschland immer nod) bedeutend mehr lusslände Vorkommen als in England. Allerdings lagt je Zahl Der beteiligten Arbeiter in England, wenn es zum

3u Speidels Tod

Itoitb und aus München geschrieben: Der am Sonntag mittag an kn Folgen einer am 20. r'lugust vollzogenen Gallen,tem.^p.ra non gestorbene General Intendant der Möniglich Bayenichen ckheater und her Hosmusik Albert Freiherr v. spcldel at nur ein 'JUtcr von 54 Jahren erreicht. Einem alterngc- : eiienen bayerischen Geschlechte entstammend, w« er bis M feiner - iiuennung zum General Intendanten im Herbst i90b Ofn»icr, f lirkte als solcher zuletzt in Würzburg als Generalstabsche, des > j. Armeekorps und wurde mit dem Range eines Gencralmaiors

7 la suite Der Armee gestellt.

Bei seiner Ucdernahme Der Jntcndanzgcschasle nach Poparts iudtritt wurde dem neuen Generalintendanten von vielen Setten Unverhohlenes Mißttauen cntgegengebracht, nut wie flenngcr »e- . .cchttgung, zeigte sich aber sehr bald, als es »hm uberra^chetid M gelang, sich in alle Zweige der vtel,eitigen und chwicrigen ilnthaflc eines großen Theaterbetriebes hineinzuarbciun. Bur tz'iefiigung feiner Stellung trug namentlich auch ,em cnolgreichcs E'irlai bei Der Sanierung her ui der letzten Periode d,s -em,art (Len ReaimcS merklich verschlechterten youhcalcrimansin bei. L ist um so höher eimzuschätzen, als dies Ergebni^ Hand in band ging mit einer anerkennenswerten Hebung des Nweaus, au, )an 1905 in München das ^champiet Der Mgl. Bühnen stand-

Tie Anfeindungen Speidels hörten zwar auch dann nicht luf, doch erfolgten sie nun aus Ärcncn, denen des General jr.enhe.ntcn fortschrittliche literarischen Bestrebungen als m.t den ! .! Traditionen der Hofbühnen un Wider,pruch ltehend cm x-orn tm H Kege wareit und denen Varon epeiDeld Treimutig u I IriDen Wesen fremde Natur Grund genug ichicn dm das .tben irhmt'T wie niöalid) Ml Madien und seine Stellung als -jo, IC«^u Gerüchte von einer bevorstehenden

KcatedrifS erbicltcn sich besonders im U'Vtvcrgangcnen_<5rub S^u e n ^3äh gf^, Dk um so erstaunlicher war, als ^ibti «.MdnS bSmati UoA ktoenben ^uitanb« ebc.noroen-g baian i dachte, seine ihm mit hen Jahren immer mehr ans ge

D-^iene Tätigkeit als Generalintendant amzugeden, wie ,em ihm W'gleich gütig gesinnter Herr, Der Prinzregem ^ttbolhgen^ auf die Dienste Speidels 5».verzichten. Denn abgtt^en Dun einigen entschuldbaren Fehlgritten m der Hm«

. Läntssüh?ung hat Baron Speidel uch st.etsals eimr «"Unng im ichct Beziehung gewachsen bewahrt, ,o bat; nut allzu truhtr beingang auf richt u/von allen wahren mwen Mnncyens und der feil. Hoftheater beklagt werden mutz- Gan, blonder- wird em öerlu,: abc. den freuen »einer Sünstler chatt, ,o^e iciner Beamten und ll.icergeüenen emplunden werdet, vu ohne .lu-nahme j c.i ihrem Chef mit größter Verehrung hingen. 3

Speidel war .ein energischer, aber immer in ben heben- Erdigsten Umgangsformen fid) bewegeitder Mann, em wohlwollen

Lahn hie iu5 Lrain-u !eun geles^. n und eint';; Sein, der ibt W, LP 5J 2töd,,-

ME aae ne^:'

catän, daß dem Generalmufikdirekwr Mottl vettragsmäßig eine so große Mcchtsphäre ängcraumt worden war, in bic einzu grenen Sveidel eine begreifliche Söku hatte. Nach Monis ^ode schickte er sich jedoch ,'osort an, auch im r.pcrn,pielplan hie Bügel in Die eigene Hand zu nehmen, und es ist fein Zweifel, Daß roir in München bald die günstige Wirkung dic,es Ent,chlues verspürt hätten.

Am Sterbebette Sveidels weilten beim Eintritt des ±obc~ seine' Gemahlin, sein Bruder, der General der Kavallerie »jrrev terr von Speidel, und Hosrat Dr. Lrccke. -ter «tob eriolgte ohne Mampf. Tie Beisetzung findet am Tieiistag nachmMag un Blünchener Vawfriedhos statt. Hans Bege.

lr. 207 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 5. September 1912

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Gittzcner Anzeiger

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2r die Redaktion 112,

General-Anzeiger für Gderheffen

^-"d!"ET?'eZnuuuner Rskatfonröruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch. und 51eindruckerei R. Lange. Redaktion, Erpedition und Druckerei: zchulstrahe 7.

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Eulenburg. , . .

Zürich, 3. Äug. Bei dem Empfang der deutschen Kolonie Durd) den Kaiser am Donnerstag nachmittag nnrb Professor Blümner eine Ansprache halten. Am Freitag nachmittag wird Der Kaiser 125 Vertreter der deutschen Kriegervereine beim Tee int Garten der deutschen Gesandtschaft in Bern sehen. Beim Diner zu 45 Gedecken am Dienstag im Hotel Baur au Lac werden bie Schwei­zer Männer-Gesangvereine Lieder vortragen. .Ansprachen werden nicht gehalten werden.

(tin Besuch Ichwevischer Reöaiteure in Berlin.

Berlin, 2. Sept. Einige hervorragende Vertre­te r d e r s chwc d i s ch c n P r e s s e , die gestern chre Deutsch­land-Fahrt angetreten haben, wohnten heule der großen