Zweites Blatt
Bl. 218
162. Jahrgang
scheint lißlich mit Ausnahme des Sonntags.
Itt.
nz.
m sogar schon eine tägliche Rubrik übarfdiriebcn
IMs'rung" eingerichtet, um möglichst bic breiten ^chich- tfi 'S deutschen Volkes gegen die Lanbwirlschast unh den
durch die Gesetzgebung gewährten Schutz mobil zu
BräbmS-Liederabend im großen Saal des 'Saalbaücs (ffammcr- Töchter geboren würden, so freudig ich sie willkommen heißen
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cohe teilnobto: 'n bei dem loti licreS innigte* inb Bruders
so weniger, je näher chm der Tod ist. Mein hunderlundiünfzigster Geburtstag kann m dieser Hinsicht merkwürdige Ueberraschungen bringen.
mb Sterbc verbl. llrk t sich zur nengt-r. re 8cflitimoii:ti- , mittags m t nehmen.
Tie CtWWMte
Montag, lö. September 1912
RolanonSdr»ck und Sertog der Brüdl'schen Unioersuäl» - Buch- und Gicinbrudec<u R. Lange, Gitfecn.
fängcrin Lula Mnsr Gmeiner> schließt die Reihe der musikalischen Darbietungen: zur itacr von Hebbels 100. Geburtstag wird Herben Eulenberg die Gedächtnisrede hinten. — Als autzer- ordemliche Veranstaltungen, zu denen d,e Mitglieder der Geleit- ,'chasl für ästhetische Kultur Zutritt zu ermäßigten Preuen haben, sind zu betrachten das von Tr. Hoch's Konservatorium und der Gesellschait sür ästhetische Kultur gemeinsam bewirkte ^Au,treten der Dalcrozo Schule ,Hellerau' im großen Saale des Laatbaues und ein dritter Nordischer Abend von Björn Biornson Es finden ferner wieder fünf Kammermusikabendc des Rebner-Quar» tettS Natt unter Zuziehung bedeutender auswärtiger Pianisten. Tic ttunüsalonsühn-ngen werden fortgesetzt. Durch das Reue Theater iindet vor den Mitgliedern der Geiellschatt die Erstaui- führung von „Bunbury" von Oskar Wilde statt.
ti< ..Gießener Zamiilendlätter'/ werden dem liiciflet' viermal wöchentlich beigelegt, daß K:eisUatt |6r den Krrli Gießen ' zweimal öchentlich. Tie „condwirlfchasUtche, -eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
erfolgt sei. Es sei der AuSstellungsIeitung nicht möglich gewesen. die Verantwortung zu übernehmen, und sie habe leider in lefner Stunde die 8lauenvted Ausstellung abiagen müisen.
Tie Bauern bauen eS sich trotz der vielen Emkoinchungen durch das schlechte i'rnterocuer nicht nehmen lassen, iia> an der Ausstellung zu beteiligen, und er uberiaiic e. den Bewchern. ein Urteil über bic Forljchriue zu fallen, die die Landwirte des Kreises in den letzten fahren gemacht bauen Anschllegend an die Atterbauausstellung finde man eine stattliche Sbnausitellung vor Auch die umianflicitbc und interessante AuSNellung von ivlssenschaitlittren Arbeiten dürfe nittit unerwähnt bleiben Die Geflügelausstelluna sei bauptiädilid) mit 9hib.ieflüflrl beimiat, wegen der ungünüigen Ausstellungszeit leider nur wenig Auch die Molkereien und Imker böten iur die Besucher manche) Reue lind Beachtenswerte Tie auSaestellten Pferde seien vorzüglich und bewiesen, daß bei den Zuchldettrebungen immer bessere irr
ten Tank.
lndreas «ck
1912. i 8
©alten, ^roaget u.
wnigsien t< die ihn, : ^bich zur
u n Hinterbliritz. «arz.
!t 1912.
— Wenn ich alt sein werde — über dieses bedenkliche Thema plaudert im Sept em der heft von Belhogen u. Klasings Monatsheften der seit kurzem fünidgsährige C tto Ernst in gelassener Heiterkeit und mildem Ernst: Zu allen Zeiten habe ich auf die »Trage, ob ick mein ganzes Leben, io wie 9m>eicn, von dlnbeginn noch einmal leben möchte, mit einem heißhungrigen Ja geantwortet, immer in der Hoffnung, in dem Trager janoni gefunden zu haben, der die Sarde machen könne, -tenn ich bin mit einer einzigen ernsteren Ausnahme immer gciund gewesen und habe zu allen Entbedrungen, Sorgen, »ämmen. Anfeindungen und Kränkungen, die mir natürlich Nicht erspart geblieben und, hundertmal ,'oviel Glück emmangen, wie ich verdiene, und den weitaus größten Teil dieses Glückes schon bet der ©eburt. -ta ift es zu verstehen, daß ick den Vertrag mit dem Schicksal, ber nun bald fünfzig Jahre läuft, unb zwar zunachn um hundert Jahre verlängern würde, vorausgesetzt, daß der andere Äontrabent ehrlich versädrt und immer eine Mischung von wenigstens an nähernd gleicher Qualität liefert. Ich ,'age^ ..annaoemd": denn ich bin nickt so unvernünftig wie lene Schauspiel', rinnen, die mit hundertfünfzig Jahren noch das >käiheben von Heiloromi spielen wollen „das Cft-em. die nun verlos,en, funnejn 3a&re ä[r roar" Ich verlange nicdi, i«B ich mu anderthalb Jobr hindert iuxh übers Pierd springen könne, um io weniger, als ich schon in meinen ^ekutemeiten in .biqem Punkte nicht vordringlich war, erwarte nicht, daß mir nach einem ^nilum noch sotzne mch
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesjen
Kenntnis-
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-m von uns sons anfge* el: Damen- unsere he- samkeitnnd se Abteilung ;eres Hauses eingerichtet jetzt begiu- Saison zirka adenPi^ Ik.dasStfick .ModeUeund Büte.PlW*’ Velourbutc Besuch L;!
welche" erDgestattet s** werden «J
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Br-nt.
[Ter Frankfurter Gencralmizeiger hat ja in seiner :<-4 r Nummer nwhl selbst den Beweis erbracht, daß die Asachtungen nicht abaenommen sondern zugenommen Mhn, also die Fleischversorgung nicht ins Stocken geraten
l enn nun die bestehende Teuerung der Landwirtschaft ii it Schuhe geschoben toirb, ist das im höchsten Grade M richt.
Ii tie Handelskrcise, welche ihre Hände zwischen den
>Produzenten, also dem Landwirt und den Konsument t*. laben, müßten gar keine Fähigkeit logischer Schluß- | v ninfl besitzen, wenn sie nicht aus diesen ewigen Klagen -üt ,,die Teuerung" den Anreiz fänden, nunmehr unter S»iv auf die Landwirtschaft bezw. die deutsck>en Bauern, Ke Schuldigen, die Preise für Fleisch noch nxitcrlrin i iftigern, immer mit der Entschuldigung, die deutsche äiknrtfdxift bezw. die deutschen Bauern brächten nicht
<b genua junf Markte.
. Venn nicht zu bestreiten ist, daß die Landwirte durch t? Aufklärungsarbeiten ihrer verschiedenen Organisa-- Mtzn gelernt haben, zu rechnen und nicht gewillt sind, »Dir dem Preis zu verkaufen, den sie sich unter Zu- jKntrlcflunfl aller Produktionskosten herausgerechnet ■fcn, so ist das wohl ebenso ihr gutes Recht, wie jede j®r* Produktion nicht in der Lage ist, unter Produk-
-rrhreid ihre Waren im Markte herzugeben. Am we- > Ws en ist der Handel, soweit er sich aus gesundem und l-lPlcii Boden aufbaut, imstande, ohne Gewinn zu Der»
zuteilen? Dus sieht doch fast so aus, als wenn gerade diese Zeitungen wissentlich und nut Absicht der Teuerung Vorschub leisten zugunsten all der Handelskreise, tue zwischen dem Produzenten und Konsumenten sich eingedrängt haben
Run noch einiges über den Geschmack des Publikums und zwar gerade der Arbeiterbcvölkerung, die be, ihren zurzeit guten Verdiensten durchaus ntthi geneigt ist. die minderwenigen Fleischsorten zu kaufen Jeder Metzger in Franksun lann das bestätigen, wenn er die Wahrheit sagen will. Während das Fleisckierei-Gcwerbe nur für die Einfuhr von ausländischem Biev plädiert, um billig einkaufen zu tonnen, widerjetzt er sich aus das schärfste gegen die Einfuhr von t^sefrierfleisch oder »Fleisch überhaupt. Tas gibt doch zu denken? Würden die städtischen Behörden dem Treiben des Handels besser aus die Finger sehen,
würde, nick/l, daß man mich bei solchen fahren einen dummen Jungen schimpfe, wie es jenem Siebzigjährigen widerfuhr, der auf einem Spaziergänge ermüdete und zu dem fern Vater sagte: „Tas hol man davon, wenn man iolchn Lausbuben mttninnnt V*. wodurch der Bengel sich so geschmeichelt fühlte, daß er wieder munter ausschresten konnte. Mit unabänderlichen Tatsachen habe ich mich von jeher abzufinden gewußt, so sehe ich denn auch der Tatsache, daß Alter nicht Jugend sein kann und hundert wemger ist als zwanzig, ohne vorzeitiges Zittern ins Gesicht . . . Ein neuer Philosoph hat gesagt, der Sinn und das Glück des LedetiS sei der ftanun Tas ist nicht richtig: Sinn und Glück des Lebens sind Stampf und Ruhe. Ruhe ist ber Zweck des Kampfes, KNmpf ist der Zweck der Ruhe . . . Gott ist die Ruhe. Und eine ewige Seligkeit könnt' ich mu wohl als eitrige Ruhe seligsten Anschaaens denken, nimmermehr als eitrigen Kampf: das wäre schon ein trih- chologischer Unsinn. Unser Erdenleben icdensalls ftrebt nach langem Mamm einer langen Ruhe zu. Eine jener Dichtungen ift unser Leben, die fülle schließen Die rüde Aesthetik unserer Zeit will Aufregung bis zum letzten Wort: sie weiß nicht, daß ein? Dichtung natürlich, d. b nrie eine Welle verlauf« soll, aus der Ruhe kommend, aufsteigend zum Gipfel und wieder heimkel-rend zur Ruhe W,e froh werde ich sein, wenn die Welle, die ich bin, sich zum Tale senkt, wenn mein Leben sich allgemach ebnet: ich bin nur gespannt, wann das eintreten wird. Ob schon mit dem ersten hundertsten Jabre oder erst mit dem hundert- undiünizigsten. Dann wird mein Alter keine Last, sondern eine Entlastung sein. Wenn ich aber dann mit Gleickmiut auf alle Tinge des Lebens schaue, dann werden auch meine Feinde ruhiger werden. Immer wohlwollender werden sie meiner gedenken: bei meinem siebzigsten, ba meinem achtzigsten, bei meinem netm-igsten Geburtstage, immer wohlwollender, und wenn ich an meinem hvn- densten Geburtstage das „Allgemeine Ehrenzeichen" erhoUe, werden >'ie mir sogar gratulieren. Sie werden mich dann schon langr^ür unschädlich halten. Aber darin können sie sich täuschen. LSer den Tod lürchtet, fürchtet auch die Menschen, fürchtet sie aber um
Zur Hleischteueruna.
von einem Landwirt wird uns geschrieben:
?<n vielen Zeitungen, sei es absichtlich, fei es aus r.pcl richtiger Information, wird bei der heutigen ebtenerung der Landwirtsckiaft der Vorwurf g macht, njfie, bezw. der ihr gewährte Schutt gegen ausQndische jhirrens bic Fleischtenerung verschulde Za es wird i?uptet, daß sie gar nicht in der Lage sei, das deutsckie M' mit Fleisch ausreichend zu versorgen Gewisse Blätter
und zum andern bic städtischen Piehmärkte und Schlachthäuser nicht mit so großen Abgaben belasten, loüroe sich ber Handel in normaler Bahn bewegen. Das Publikum sollte bock) von den Zeitungen vor allen Dingen darauf kingewicsen werden, daß es ia selbst in der Hand hat, der Teuerung zu wehren, und ,zwar gerade jetzt, wo Obst, Ge- fseln ungemein billig zu kaufen (mb Antti ist es ivohl jeher orbentlid)cn Hausfrau bekannt, daß mit Zuhilfenahme von Hülsenfrüchten und Reis, und der sehr nahrhaften Hafergrütze, sehr wohl Speisen Herstellen lassen, die einen starten Fleischkonsum überslüssig machen Schräiikt das Publikum feinen Fleischbedarf ein, bann wer den die Preise auch von selbst fallen, weil dann das Angebot bic Nachfrage sehr bald in auffälliger Weise übersteigen wird und das Fleisch im Preise auf normale Höhe absolut berabsinkcn muß. Würden die Magisträte ber großen Stäbtc sich darüber vergewissern, was im Lande für gutes Sckilachtvieh bezahlt wird, und diese Preise in den Städten LclQiuit machen, dann wäre all den Zwischenstationen bic Möglichkeit genommen, übermäßige Gewinne darauf zu schlagen. ________________
Die landumtjchaftliche ttreisschau.
Gießen, 16. Sept.
Die offizielle Eröffnung.
Während noch am Samstag die Preisrichter verschiede ncr Mtcilungen ihres Amtes walteten, sammelten sich vor bet Rennbahntribüne die zur Erösinung ber Ausstellung gc laden en Ehrengäste Nach einem einleitenden Musikvor- trag begann der Vorsitzende des Landwirtschaftskarnmeraus- schusses für Oberhessen, Landtagsabg. Breidenbach, seine Eröffnungsansprache mit einer herzlichen Begrüßung der Erschienenen. Es befanden sich darunter die Fürsten zu Solms Hohensolms-Lich und Solms'Braunfels, der Graf zu Solms Laubach, Regicrungsrat Spanier von der Land- wirtschastsabteilung des Ministeriums, Provinzraldtrektor Geheimcrat Tr. Ufinger, die .ureisräte der Nack)barkreise^ der Rektor ber Landesuniversität Prof. Dr. König, der Direktor des landw Instituts Prof Dr. Gisevius, Oberstaatsanwalt Hofn,ann, ber Vorsitzende des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter, Kammerherr von Heimburg- Wiesbaden, Reichstaasabg. Landgerichtsrat Strack, der Vorsitzende des Landes Pserdezuchtvereins Lekononnerat Mul- ler "Neuhof, der stellv. Vorsitzende des landw. Provuizial- vereins, Landtagsabg. Lekonomicrat Korell, der Präsident des oberhess. Obstbäuvercins, Hteisrat Schliephake-Fried berg, Oberbürgermeister Mecum, die Beig. Einmclius, Grünewald und Keller, stellv. Landwirtschaftskammer Präsident Llbg. Bähr usw. . •
Ter Redner führte dann aus, daß ndon im venlostenen Jahre beabsichtigt worden sei, die Ausstellung hier stattsinden.zu lauen, ba nach dem Schauvlane alljährlich eine gröbere Ausstellung M einem anderen SHeifc abgehalten werden solle Die heimtücknche Maul- und rilauenseuche, die im letzten Jahre in Oberhesten iur Hunderltausende und im Reich für Hunderte von Millwnei Schaden verursacht habe, hätte dies verhindert. Mit der auf dieses Jahr verschobenen Ausstellung habe man die erste Rotvieh; ausstellung des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter verbinden wollen. . . , _ „ . .
Tic Vorbereitungen zur 21usstellung seien nahezu vollendet gewesen, 130 Simmentaler, 70 Vogelsberger, 40 Schweine, 70 Sdiaic und 400 Ziegen waren aus dem Strebe Gietzen an> gemeldet, und für die Rotviehausstettung waren 220 Tiere an- gemeldet, als vor acht Tagen die Stunde gekommen sei, datz m Lang-Göns abermals cm Ausbruch der Maul und >llauemeiiche
Wfni.
tz^ht man nun von diesem Gesichtspunkt aus und stellt ;to irun bjc Frage, wie entwickelt sich die Versorgung '^gnofren Städte mit Fleisch, und welche Zwischen kosten «»Ischen, so dürfen folgende Faktoren dabei tätig sein. I fCn Kleinhändler ober Verkäufer zieht im Lande herum, | im ter ■ im Auftrage eines Großhändlers, und kauft die I jted-n Tiere auf, er liefert dann an den Großhändler ’ 1 He r ifgekauste Ware, gegen einen bestimmten Prozent- j a| loobei er natürlich nebenbei noch bemüht ist, sich
Ertva-Dorteil dadurch zu verschaffen, daß er möglichst : nut'.- dem ihm gestellten Preis etnjutaufen sucht. Der ,»*os>!vandler schickt die Ware an den »eommissionär in litt x roßen Stabten, welck)c ihre Sbontore auf den stäbti- «r*r‘ Diehmärkteu haben. Diese verkausen die fetten ICrtc an bie Großschlächter, wenigstens so ist es in Berlin, iLit toon da an die Ladcnschlächter, die man eigentlich 11.1 Metzstier nicht mehr ansehen kann Was skommissionäre liiabifnen, kann Schreiber dieses als Beispiel anführen in!llankfurt a M. durch einen skommissionär, der etwa
L dis 14 Jahre den größten Teil der zum Markt fomt IBtnbt-n Schtveine verkmtfte, und bei seinem Tode annähernd *1 k?i!iioneii Innterlasscu hat, loährend er zu Ansang seines I «kt äftc-ji mit fast teinem eigenen, sondern nur mit ihm ixrr anderer Seite bargeliehenen Kapitalien arbeitete. Die IkupT, bezw in Berlin die sogen. Ladenfleischer, müssen likis: bedeutende Ausschläge machen tvegen der hohen Laden- I ।eiten, die sie aufzubringen haben. Auf den städtisckwn U Nknmarkten sind eine Anzahl Unkosten zu leisten, ein- |i >ic Biehmarkt.gebühr, bann bie «ersicherungsgebühr ■ etnxi zu beanstandende Tiere, um sich vor Verlust ff i» chiitzen, endlich die Gebühr auf, dem Schlachtbof Alles 11rl >1 nb Verteuerungsmomente, die nicht dem produzieren- ■ liEi Vanbmaim zur Last gelegt werden dürfen -!Larum, A ragen nur, wird dem Publikum in den Leitungen über I h l Tcucruirg-Ragen es vorenthalten, die Verteucrungs- i rmente zwischen'dem Produzenten und ü'snsumenien mit-
gebniife crurlt werden
Den Landwirten, die die schöne Ausstellung vor rlugen geführt und gezeigt hätten, wie man überall in ber Landwirtschaft bestrebt sei, vorwärts |u streben, um dem Ziele näher zu kommem Deutschland trotz seines riesigen Wachstums genügend mit Fleisch und Brot zu versorgen, sprach der Redner benlidwn Dank aus. Tank ber Unterstützung der StaatSregierung, der LandwiNschafts- kammer und hochherzigen Spender und zborporgtionen |ei es mög- hd) gewesen, alle Mlaikn so mit Preisen zu bedenken, baß alle* Gute auch entsprechend ausgezeichnet werden könne.
Ter Redner dankte allen Spendern, den Preisrichtern und Ordnern, sowie allen sonstigen Herren, die sich um das Gelingen der UreiSschan bemühten. Vor allem tagte er Herrn Bittrier Dank für die unentgeltlidK Hergäbe des schönen sZestplatzes, herzlichen Dank ferner den Ausschußmitgliederii, besonders den AuSittmß- vorsitzenden ES fei eine Lust gewesen, mit ihnen zu arbeiten, denn sie hätten erkannt, daß Stadt und Land Hand in Hand arbeiten müsse. Ferner dankte der Redner dem LandwirtitttaftS- kammersekretär Schwarz und seinen Beamten sür ihre aufopfernde Tätigkeit bei den Vorbereitungen. v
Ter Redner schloß mit dem Ausdruck der Hottnung, daß die AussteUungsbesuttier von dem hier Gebotenen befriedigt fein und die Ausstellung ein Ansporn für die Landwirte zur weiteren sortschreittiiden Betätigung in ihrem schönen aber «chweren Berufe ein möge, zum weiteren Ausblühen des Streife* Gießen, zum Segen Oberhessens und des ganzen Landes. Der Redner schloß mit einem Hoch aus den Großherzog, der immer bemüht sei, warmes Interesse der Landwirtschaft und ihren Bestrebungen entgegen zu bringen und durch'die Staatöregierung Mittel zu ihrer Hebung bereitstellen lasse. .
In bas dreifache Hoch wurde lebhaft eingeftimmt, worauf mit der Rationalhnmne die Feier schloß.
An bic Eröffnung reihte sich ein Runbgang durch' bie Ausstellung imb hieran anschließend das
Festeffea.
Etwa 100 Herren nahmen daran teil, und das Essen verlies bei Tischreden und Tafelmusik recht schön, wozu bas vor- ziigliche, von Festwirt Spuck gebotene Mahl nicht wenig beitrug. Die Reihe ber Tischreden eröffnete Gcheinverat Dr. Usinger mit einem Hoch auf den Großherzig. Regte- rungSrat Spam er überbrachte die Grüße der Staatsregierung unb leerte sein Glas auf bie oberhessische Land- wirtschaft. >fammerherr von Heimbura sprach fern Bedauern über den Wegfall der Rotviehausstellung aus und gedachte ber verbienstlickwn Tätigkeit des Lanbnnrtschafts- tammer Ausschusses. Beig. Grünewald übermittelte den Will komm en grüß ber Stadt Gießen, die an bem Gedeihen der LMißwirtschaft großes Interesse frabc. Er trank auf die guten Beziehungen zwischen Stadt und Land. Lanb- tggsabg. Bähr sprach im Namen ber Lanbwirtschafts- kammer unb ließ bie Aussteller hoch leben, wiihrenb Abg. Morell ein Hoch auf bie Stabt Gießen ausbrachte.
Nachibem Festessen fanb eine Berichterstattung ber Preisrichter über bas Prämierungsergebnis statt. Die Herren Oekonomierat Müller (Pferbezucht), Prof. Dr G i s e v i u s unb Privatdozent Dr. Üleberger (Pflan- : en bau), -.breisobstbautechniker Metterich-Bübingen «Obstbau), Direktor Dr. Krueger-DaiTmstabt (milchwirt- schastliche Erzeugnisse unb Geräte) unb Lehrer Hensel- Hirzenhain (Bienenzucht) faßten im allgemeinen ihr Urteil dahin zusammen, baß burchweg Gutes auf ber Ausstellung zu sehen ist unb die Lanbwirte bes Ztzreises Gießen mit Er- folg bemüht gewesen seien, Fortschritte zu erzielen.
Währenb ber Besuch am Samstag nachmittag nicht sehr reichlich war, setzte er am Son ntag vormittag schon früh recht lebhaft ein. Der Vormittag war im wesentlichen ber Besichtigung ber ausgestellten Gegenstände gciindmet.
Kunft, Wifwniebaft und Leben.
bl. Erf iudn ng eines Schisfsmelders. >0er
Ihlof ist eine Erfindung au-5geprobt worden, die lür d'e LchiNalnl taarofeer Bedeutung werdet könnte, btc beiden Bruder Hodg 1li!i an Iraben einen Schigsmelder eri unden, der di e edel vorn - > Dampfpfeisenzcittien io »u analhiieren im^anbc " - da» man
ir Aeiveaung-'ridituiiq cntgcgcnlommcnber iscbnc unmittelbar la bm ablcfen kann Natt N-r „Umschau" bmbt er aus eine'. I in-imel" unb einem ,^Jndikator"^. xxe Trommel ist oben in >•! Takelung angebradi: der Indikator dagegen, her mu ibt.ird) elektrische Leitungen verbunden ist, 'rgnwwoam Platze I 3 Ctfuiere vom "Dienst, -ttc -trommel, ber Empianger, be h* cu-? lauter einzelnen Zellen von benen lede 'mr \ur ^d»Vt Hm aus einer bestimmten Richtung empfindlich ist. xt" nn H i teilen entsprechen beim Indikator (.Rühlampen, die birrd) Eiuditen anzeigen, welttv Zelle getrofirn worden u .
H nMicinander erfolgenden Aiitleudtten der Lampen laßt udi Fahrzeuges, das im Nebel wnft mdtt c-Jcnn Bi|i unb mir burd> den Ton des Nebelhorns de„en. Richtung ti menschliche Ohr jedott nicht Ix'rauSdören kann, Inne An Hulxit verrät, einfach ablefen. Gegen^ mcd«nuche । vndwttc tut ■ find bic Zellen um niD utblid1. »riit den ivall, daß bic Whörner verschiedener Sttnffe gleid»nng ertönen, lauen ,ich MiiÄruppen für einzelne Richtungen ausichalten w daßman m*?tiiditung der entgegenkommenden tvabricugc nadxtnanbcr er ^-Gesellschaft für ästhetische Kultur in Frank l-irt a. M. Das Winterprogramm der ^cllichmt mr atthetiickc ■ Etirui in Frankfurt nrirb "chinet durch ^le Auftubrung von "Ek Marlowes „Tragödie des Doktor mi.ceu.n
Qktt.ai: es folgt ein Richard -rrauß-Liederabend mtt Kammer- .-imra Steiner (Dien, am Klavier Gcneraltminkdireklor zt.
(großer Saal des Saalbaues. tyn^nrf) Kavßler vom l OLwöen Schauspielhaus, Berlin, wird das EbrumL-^rama von -S Mhack-Stahn rezitieren: cüt M'ammcrmuHtabenb, mit hem »icr^uartett und ber Frankfurter Blaier-Bcremigung, bangt -Bowens Septett und Schuberts Okteitt >?anns Vern, Ewa- ar sagen.- Dichtungen leien. Brot. Paul ^chudrmg zEdarlotun m. spricht über „Die Kunst des Norden- und die Kunft -dnrs ui igran Gegeniitz" (mit Ltchtbckdern). Mü emem
Redaktion, v^pedition und tmcferti: bckml- ftrabe 7. Erpeditton und Verlag: ^*9# 9lebahton:e*l 12. Tel.-AdruAnzeiger^ietzen.


