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13/04/1912 Drittes Blatt
 
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Nr. 87

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Bemerkungen und Urteilen der

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»ermann Köhler Uri Henk.

Dieriehener LamilienblSNer" werden bew .Anzeiger^ viermal wöchentlich be,gelegt, da» Kreisblati für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen -ett, fragen" erscheinen monatlich irvetmal

Redaktion Expedition und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag. e=&« öl Reöafhon:e^H2. Del.-Adr^Anze'gerÄletzen.

Samstag, 15. April 1912

AstationSdruck und vertag der vrühl'schen UnwersitLtS vuch- und Stembrudcrel 9t Lange, Dietzen

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Erläuternde Bemerkungen und Urteile der betr. Weidewirle. n, L T?ue.^eide des Land tags abg. Brauer 'zu ° b er-O f l e tb e n betr. Tie Rinder blieben ununterbrochen Tag und Nacht auf der Werde und konnten nur in einem angrenzenden Geholze Unterschlupf suchen. Während der 5 Monate fand keiner­lei Bersütterung statt. Im Frühjahre waren nur 5 Morgen cingezaunt und im Sommer wurden noch 4 weitere Morgen in einer Koppel hinzugefügt. Als die Weide ausgefrcssen war wurden die Rinder aus einer angrerrzenden zum Teil bewässer- barcn Wiese von 6 Morgen morgens und abends geweidet, den Tag über und- während der Nacht aber in den Koppeln ge- lassen Nach Abtrieb der Weide »vurde das Vieh den ganzen .JZonat Oktober hindurch noch auf Wiesen gehütet und nur mit fürchteten Windstöße, die den Hut über der Stirn in die Höhe schlagen, nichts anhaben. A

*

Ter neue Sonnenschirm der Pariserin Ta« Aprilwetter, das uns iwch bevorsteht, haben die Pariserinnen »chon hinter sich, der launisch schnelle Wan/üel von Sonnenschein und Regen, den uns der April bringt, geht über die Pariser im "4rj nieder Mit der siegreich durchgebrochenen Frühlingssonnc lind nun auch die langerwarteten Frühlingsmoden erschienen und die größte Ueberraschung unter ihnen bringt dem neugierigen Be­obachter die neuen Sonnenschirme der Pariserin. Sie sind hübsch, aber auch seltlam. Tenn die neuen Sonnenschirme haben ihre alte Form abgestreist, sind nicht mehr rund, anstelle der alt­gewohnten etwa pilzförmigen Gehäuse sieht man die Pariserinnen ihren zarten Teint unter wunderlich geformten Aufbauten aus ^5'de und Tasfet verbergen, statt des eisernen Schirmgerüsles halt Fischbein diese wunderlichen Gebilde in Form. Einige dieser neuen -Sonnenschirme haben fast die Form riesiger Tulpen und findige Modeschöpfer haben diese Aehnlichkeit bereits dazu aus­genutzt, um in der Farbengebung die Blume nachzuahmen. Andere schirme gemahnen an den Turban des Orients oder an chinesische Pagoden. sie haben den Vorzug, daß sie auf der einen Seite offen sind und einen Blick auf das Gesicht der Trägerin gestatten.

eitel, »vie die Frauen, und wissen sehr gut, was ihnen neyr. trotzdem glaube ick, daß die glattrasierten Männer bei den Frauen immer mehr Erfolg haben." Für den Schnurrbart bat sich Jiur Ieanne Marnac ausgesprochen, aber auch sic nur mit Vor- veyait: Bart? O nein, nur keinen Barl. Meinetwegen einen Schnurrbart, aber er muß sehr fein und weich iinbcharsümicrl fein, zllle grauen werden mich verstehen."

ks. T ie Neu Yorker Frauen st immrechtsparade. Marschieren Sie mit ? ', so begrüßen gegenwärtig in allen Staaten öer Union die Frauenstimmrechtlerinnen einander. Tiefe Frage bezieht ,,ch auf die große Frauenstimmrechtsparade, die am 4. Mai in Neuyork abgehalten werden soll. Nach den Vorbereitungen wird es eine Vorführung werden, die bisher ihres gleichen noch UlMt gefunden hat. Zu dem Zuge in Neuyork werden die Frauen- rechtlerinnen aus ganz Nordamerika zusammenströmeil Ter Feldzugsplan" wird schon jetzt sorgfältig ausgearbeitet. Tie entfernt liegenden Staaten schicken natürlich nickt ilfre Frauen­rechtlerinnen, vollzählig, sondern gewissermaßen eine Blütenlese Mit den Eifenbahnen wird schon jetzt über Sonder.züge verhan- Lund vom Weften vorn Stillen Ozeane her, jährt am letzten Avriltage derPacific suffragc Special" ab, ein Sonderzug der fum Tage lang fährt, bis er die Strecke von beinahe 5000 km nach Neuyork- zuruckgelegt hat'

kf ~2rl ? ?? eAc usor Es ist Washington, welches ihn voraus,ichtlich bald haben wird, und der Gedanke, ein solches 9{mt S.u schaffen, ist den Bestrebungen entsprungen, den Toiletten^ " ^rt'?I5n--nt^9n 511 treten. Um diesen Uebclständen abzuhelsen, fchlagt Mttz Gage vor, alljährlich für die Vereinigten ^Een -Modekomgln" zu wählen, der das schwere und i Amr, eines Modezensors zufallen soll.

s ^brüandlich muy die,e Dame nicht allein über ein an- Iebn 110)69 Jiap von Charakter,tärkc und gesundem Menschen- ^rüand verfugen, damit sie nicht jeder Laune, die von jraw zosllchen Modiitlnnen nach Amerika herüberqebracht wird, nach gibt, sondern ne mutz eine Erscheinung sein, die den Titel Königin pollffur rechtfertigt Miß Gage hat übrigens ihrerseits eben­falls ein Verzeichnis all der Kleidungsstücke ausgestellt, über Die eine ^sune verfügen muß: sie ist zu dem Ergebnis gekommen, daß nc mit 1400 Mk. lährlich sehr gut auskommen kann. Tie Untertleibung ut in diesem Budget nicht mit einbegriffen, denn w lagt Miß Gage,der Frauengeschmack ist gerade hierin so individuell, daß man keine Norm aufstellen kann.

r 7" R i' .0 r Bühnen sterne über den Schnurr­bart. sieht ein Manu mit Bart oder Schnurrbart besser aus als ein glattrasierter Herr? In dieser Frage sind die Damen zuständig, und derMatin" hat daher die bekanntesten Pariser Schauspielerinnen und Bühnenfchönheiten über diese ästhetische Kulturfrage ausgefragt. Die Umfrage ergibt eine überraschende Mehrheit für ben glattrasierten Mann. Jvonne de Bray erklärt lakonisch:Es gibt kein Zögern: weder Bart iwch Schnurr- barf. Ter Mann soll sich glatt rasieren." Auch die Polaire ist die,er Ansicht:Der Bart und der Schnurrbart mögen sich für Männer eignen, denen ein böses Schicksal eine häßliche Mundform ober häßliche Zähne verliehen hat. Mein Geschmack? Keinen Bari, keinen Schnurrbart." Nelly Cormon äußert sich:Wie die Männer ihren Bart tragen sollen? Ich habe mir mein Urteil gebildet Es wäre für Iie am vorteilhaftesten, ihren Bart auf dem Kopfe zu ttageii. DieKönigin der Operette", Mlle. Mealy, will eben­falls Dom Schnurrbart nichts wissen :Ich mag weder Bart noch Schnurrbart leiden. Alle Männer,'olhen glattrasiert sein." Und Das hängt nicht vvn der Mode ab, das

Stroh bcigefüttert. Gesundheitszustand und Eiitwickelung der Tiere waren sehr gut. Ter Wcidebetricb war mir von großem Vorteile, da mir der Klee für die übrigen Tiere im Stalle ausreijchte und eine Verminderung der Pflegearbeiten im Sommer eintrat.

erstmaligen Erfahrungen in diesem Jahre haben meine Befürchtung, daß das hiesige Klima ein Hindernis für Tauerf- weiden bilden würde, zerstreut. Ob auch in nassen Jahren diese günstigen Ergebnisse erzielt werden können, muß die Zukunft lehren: aber jedenfalls gebe ich den Weidebetrieb nie wieder aur, da er das erste, grundlegende Erfordernis für eine natur»- gemafic, rentable Aufzucht in sich schließt. Im nächsten Früh- fahr will ich versuchen, noch früher die Weide zu bezielu'n. Um chcs zu ermöglichen, will ich eine Halle für den ersten Aufenthalt ui den kalten Nächteii errichten, damit die Beifütterung von Stroh stattfinden kann und einer Verschwendung der sehr eiweiß­haltigen Nahrung, wie sie das junge Gras bietet, vorgebeugt wird.

2. Tauer weide des Karl Steuernagel zu Rain- rod betr. (Tic Weidc ist im zweiten Jahre ini Betrieb.) Die Tiere waren während der ganzen Weidezeit ohne Unterbrechung stets im Freien und befanden sich in ganz vorzüglicher Verfaß ,ung. Von Mitte August an wurden außer der Weide die Wiesen ausgehütet und hiernach noch Waldweiden ausgenutzt. Es wurde in der allerknappsien Zeit etwas Stroh gegeben, welches gern go Kommen wurde, und nicht ein Lot Kraftfutter. Tabei waren die 2icre in vorzüglicher Verfassung, sozusagen fett: sie müssen sich nach ihrer Aufstallung fast ausschließlich von Stroh ernähren und sind jetzt, am 26. Januar, immer noch ist guter Kondition, Aas ich ausschließlich dem Weidebctriebe zu verdanken habe. Tic ^?cidc war von großem Vorteil für die ganze Wirtschaft. Es wäre nichts möglich gewesen, den ganzen Bestand während des trockenen Sommers auf dem Gute durchzufüttcrn: cs hätte also unter Preis verkauft werden müssen, was durch die Weide verhindert worden ist. Tann spart man auch eine ganze Person zur Viel>- pflegc, die recht gut anderweitig verwendet werden kann. Ich gedenke in Zukunft noch mehr zu Weide niederzuleaen, so daß der ganze Viehbestand, ca. 2530 Stück, zu jeder Zeit auf der Weide ausgiebig ernährt werden kann. Hierzu ist vor allem intensivste Düngung nötig und nach meiner Ansicht kann man der Weide niemals zu viel Dung zuführen. Es kann da nur" dasfenige schaden, was nicht gegeben wird. Werde in Zukunft, statt 4 Pferde nur noch 2 Pferde und 1 Knecht halten, und so die allgemeinen Betriebskosten wesentlich verringern. Ueberhaupt macht einem der Weidebetrieb viel unabhängiger von den Saunen-, der Leute.

3. Tauerweibe des Carl Hesse zu Otterbach betr. Tie Tiere waren ohne Unterbrechung auf ber Weide: An- fang August wurde die Weide durch die Entfernung der zwei stärksten Tiere und Ersatz durch zwei jüngere entlastet und mor­gens und abends wurde je 12 Stunden auf andere Weiden: getrieben. Nach dem Verlassen der Tauerweide am 1. Oktober Wurden auch noch weitere Weiden benutzt. Tie Tiere befanden sich in einem vorzüglichen Gesundheitszustände, und die Weiden­anlage ist von außerordentlich großem Vorteile auf meine Vieh­haltung und Wirtschaft gewesen. Infolge der Futterknappheit waren die Tiere zwar mager, ganz auffallend war jedoch die Zunahme des Körpergewichts sofort bei reichlicher Fütterung im Stalle: ick schreibe dies dem vorzüglichen Gesundheitszustände zu, welchen die Tiere auf der Weide erlangten. Ta die Weide einer intensiven Vorbereitung bedarf, werde ich dieselbe nach reichlicher Düngung noch vergrößern.

4 Tauerweibe bes I. C. Pfeffer zu Dammes- h o f b. A r n s h a i n betr. Es fanb währenb des ganzen Som- mers keine Aufstallung statt, ebensowenig eine direkte Beifüt- terung, nur würbe ben Tieren von Mitte Jüli an noch eine Ame von 4 Morgen nach unb nach zum Abweiden eingegeben. Nach beenbeter Grummeternte (Mitte September) wurden die Tiere ins Freie getrieben. Von Mitte Oktober an erhielten sie morgens etwas Haferstroh, unb am 12. Novencker kamen sie in ben Stall unb würben nur noch an schönen Tagen nachmittags ins Frete gelassen Ter Gesundheitszustand war sehr gut unb ber Ernährungszustand bei bem wenigen, trocken gewachsenen Futter ebenso gut, als bet vielem Futter in nassen Jahren. Tie Weibo- ^nrtchtung war von großem Vorteile, ber namentlich in ber Ersparnis von Zeit unb Arbeit zu erblicken ist.

5. Tauerweibe des Julius Zimmer zu Bing-- muhle betr (Tw Weide ist im dritten Jahre im betriebe.) Xie Haltung ber Tiere auf der Weide war in diesem Jahre bis Ausgang ^funt sehr gut. Turch Entlastung ber Taucrweibe unb Benutzung von Beiweiben würbe bet gesamte Viehbcstanb in lehr gutem Geiunbheitszustande unb befriebigenbem Ernährungs- juüanbe erhalten. Eine Beifütterung von Heu und Kraftfutter ließ stch vermeiben, was mir sonst nicht möglich gewesen wäre, da Klee und Grünfutter durch Mäuseftaß vollständig vernichtet

Frauen-Feuilleton.

Das Ende der Hutnadel.

, Tic Hutnadel-Gefahr ist seit einiger Zeit immer bebrvh- licyer^angewachsen. Polizeiliche Verordnungen und Einschläge in

st.tQBenbabncn legen den Damen bringend nahe, mit diesen gefal/rlichen Waffen, bic wie Dolche aus bem Hutrand starren und eine evnge Gefahr für den Nebenmenschen bilden, recht vorsichtig umzugehen. Hat doch sogar ein amerikanischer Richter ein Gesetz ??g.CreF; öcni 8'tauen, ähnlich wie einen Waffenschein, einen Sdutnadel-Erlaubnisschein haben müßten, ohne den sie diese spitzen '"cht tragen dürsten. Doch nicht nur dasstärkere Ge-

l -L- ftch gegen die Hutnadeln, auch die Frauen sind mit ihnen unzufrieden. Einmal ist es sehr umständlich, eine größere Unzahl solckfer Nadeln durch Hut und Haar zu stechen: rann werden die kostbaren Kopfzierden der Damen durch die -caoeiii arg beschädigt. Besonders die schönen weißen Sommerhüte lassen iedes einzelne Loch, das die Nadel beim Durchstechen vcr- ur|ad)t, mit großer Deutlichkeit sehen, und hat man den Hut tnerzeyn -Lage lang getragen, dann ist er durch die vielen Löcher stchon ganz unansehnlich geworden. Unb dazu halten die Nadeln sHL a» -nn- einmal fest. Er spottet bei starken Windstößen "^ftr Beseitigung, die keine ist, und schwantt und fliegt, wohin CT Will.

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Um das Verständnis für die Notwendigkeit täglicher Bewe­gung der Zuchttiere im Freien zu verallgemeinern und wo möglich einen Uebergang von der einseitigen Stallhaltung zur Weide­wirtschaft anzubahnen, gewährte der Provinzialverein zu Be­ginn feiner intensiven Viehzuchtförderung Zuschüsse bei Anlage von Gemeindelummelplätzen und gab die Veranlassung dazu, daß in ber Provinz 15 berartiger Einrichtungen mit Beihilfen von je 200 Mark getroffen wurden. Ter Landwirtschaftskammer-Aus- schuß setzte diese Tätigkeit des Provinzialvereins nicht fort, weil dm Tummelplätze meistens schlecht benutzt wurden, die Vorbereitung von Tieren für den Weidegang auf den Provinziah-Junqvieh- weiden besser in leicht anzulegenden privaten Saufgärten erfolgen kann, und überhaupt Tummelplätze [eine Weide ersetzen können. Tagegen rirfjtete er das Augenmerk der Züchter auf die An­lage eigener Tauerweiden und gewährte seit 1909 Beihilfen von je 200 Mark, wenn Einrichtung und Bewirtschaftung nach den Grund­sätzen intensiver Tauerweiden erfolgten.

Sechzehn Wcidewirte sind bereits bis jetzt diesem Ruf ge­folgt, die gegebenen Beispiele werden zur weiteren Nachahmung anregen unb enblich wird der Zucht die natürliche Grundlage gegeben, auf ber allein sich Gesunbheit, typische und korrcktr -^drperformcn unb gute Milchleistungen entwickeln können.

Von den erwähnten 16 jungen Weidewirten haben 6 schon im Jahre 1911 den Weidegang eingeftihrt und mußten gleich im

Drittes Blatt <62. Jahrgang

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhesjen

ersten Jahre infolge ber abnormen Trockenheit bes verflossenen Sommers eine schwere Prüfung bestehen. Aber trotz ber großen Ungunst ber Witterung haben bic neu angelegten Weiden ihre Be­sitzer nicht bie Ueberzeugung von ber Zweckdienlichkeit und Rick^ tigfeit ber Maßnahmen rauben können, wie aus nachstehender Uebersicht unb den erläuternden Bemerkungen und Urteilen der

GIESSEN

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h freuen, wenn Sie h meine Sy*

cm unleugbares Bedürfnis für unsere Damenwelt, einen Grjatz für bic gefährliche, die unbequeme, bic schädliche Hutnadel zu finden, unb biesen Ersatz will nun eine neue Er- finoung bringen, bic bic Schriftstellerin Ruth Goetz gemacht hat irnb sich patentieren ließ. Sie besteht aus entern schmalen Aiu- mmiumreiten, ber völlig unsichtbar in dem Jnnenrand des Hutes ftngenam hnrb. Nabeln ober irgend welche anderen scharfen ober spitzelt Gegenstände werden zur Befestigung des Hutes über- nicht verwendet. An dem Aluminiumband befindet sich lumlid) eine Unzahl ftirzer Greiser aus dünnem Aluminium- hen Druck auf einen an dem Aluminiumband ocfindlichcn kleinen Hebel ausgelöst werken und in das Haar von allen selten eingreifen. Die Anzahl ber Greiser ist zunächst auf >ier festgesetzt, da diese Anzahl genügen dürste. Sie befinden rq auf allen vier Seiten und halten demgemäß den Hut überall t f Tie Greifer, bie sich nach Belieben vermehren lassen, schieben iy langsam und vorsichtig in das Haar, so daß jede Verwirrung Nadeln ^^en.fchrd. Ta ber Hut nicht nur, wie durch

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Der weidegang In Gberhessen.

Nachdem der frühere extensive Weidebetrieb säst allenthalben durch intensive Stallfütterung und häufig schlechte Stallhaltung ersetzt war, konnte es nicht ausbleiben, daß die nachteiligen Er­scheinungen dieser Bctriebsänderung in der Schwächung der Kon­stitution und Gefährdung ber Gesunbheit bald zum Ausdruck kamen.

Tie Erkenntnis von ber Notwenbigkeit bes Wcibegangcs wuchs mit ber zunehmenden Veredelung der Rassen und insbesondere mit ber Verbreitung ber bie Weibe in befonberem Maße als Lebensbebürsnis empsinbenben Simmentaler Rasse.

So leitete 1895 ber Provinzialverein die Melioration ber Hutwcibcn und bic Anlage von Gemeinbevichwciden ein unb be­gann 1898 mit ber Einrichtung eigener Provinzial-Jungvichweiden im Tiergarten, welcher im Jahre 1899 bie Werningser unb im Jahre 1901 bic Lauterbacher und Zeller Weiden folgten.

Ter Landwirtschaftskarnmer-Ausschuß übernahm 1907 die Wei­den, führte jedoch seit 1909 eine intensivere Weidewirtschaft ein, deren Wesen in folgenden Maßnahmen begründet ist: stärkere Kali- phosphat- und Kalkdüngung, Einführung der Stickstoffdüngung, ver- mchtte Meidepflege, früherer Auftrieb, gleichzeitige Besetzung sämt­licher Weiden mit Fohlen und Rindern in einem angemessenen Verhältnis, sparsamere Verabreichung oder gänzliche Vorenthal­tung von Kraftfutter, und Belassen der Tiere im Freien während ber Nachtzeit.

Tie Betriebsergebnisse ber Provinzial-Jungvtchwciben sinb in nachstehender Uebersicht zusammengestellt. Schon bet der Er­richtung ber Provinziab-Iungviehweiden war man sich bewußt, daß sie baS allgemeine Bebürfnis nach Weidegang nicht befried bigen konnten, sonbern vorzugsweise als vorbildliche Einrichtun­gen zur Nacheiferung anspornen und nur denjenigen Viehzüch­tern Wcibcgclegenheiten bieten sollten, denen die Einrichtung eige­ner Weiden unmöglich war.

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Karl Sleiieriragel Karl Hesse I. C. Pfeffer

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Der Provinzial- Jungoiebiveiden

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Die BctriebSergebniFe von Privat

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mit Rindern

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x- der Rinder

vr der * Fohlen

1 Tiergarlen . 189K 62,8

2. Wernings . 1-99 29,8

3. Lauterbach. 1901 28,0

4. 3ell..... 1901 1 15,2

19021906

41

263

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257

364

58

33

71,27 69,>7 83,13

69,99

Fünijähriger Durchschnitt | 19021996

173

245

341

289

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90

266

46 10<

95

73,56

51,61

69,10

73,13

76,37

56,08

50,70

73,35

92,78

1. Tiergarten. 1898 63,4

2. Wernings . 1899 36,0

3. Lauterbach. 1901 28,6

4. }ell..... 1901 27.6

19071911

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Fünfjähriger Durchschnitt

Zehnjähriger Durchschnitt

1907-1911

19021911

232

202

103

97

67,55

70,55

68,23