Ausgabe 
11.3.1912 Zweites Blatt
 
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Nr. 60 Zweites Blatt

162. Jahrgang

Erich eint lR-nch mtt TuSnabmt bei Cerrntag*.

DieWetmer fodlieiiblätltr*' t»-rfcen bem Änteiger* »tennal wöchentlich betg*legt. bal Kreisblafl fir ben Kreis <ie|ee*' zweimal wöchentlich. Dieraub»trtfchaftftche» Äett» fraget' erichemen manatltd) zweimal.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhesten

Montag, 11. März 1912

R^Wtonlbrud anb Verlas bei Erühllcheo Unw«suLrS - vuch. unb Stttnbrudettt

A. Lange, V'ehen.

Rebafhen. Expedition unb T ruderet: Schal- CtraBe 7 ärpebmon und 'Beringr 61.

Redaktion: 111 reU-Ad^Lnzeiger»ietze»

Deutscher vadearzletag.

sh. Berlin, 8. März 1912.

Unter zahlreicher Beteiligung von Badeärzten aus dcm ganr tewtfchrn Reiche unb aud) aus Crfterreidi-llngarn unb der 2d'w< trat beute im Hörsaal ber Berliner Universität die BalneologiiA. (Gesellschaft zu ihrer 33. Hauptversammlung zusammen Ter V. fipenbe Geheimrat Prof. Tr. Brieger Berlin) begrüßte t T.'lii'hmer, bencn er für ihr zahlreich Erscheinen der 0'<neralsekretär der Gesellschast (Geheimrat Professor ir Brod Berlin) einige Mitteilungen aus bem abgelausenen O1- schästsjahr machte Nachdem sodann der bisherige Vorstoß, wiedergewählt worden war, erfolgten die Vorträge und zwar zunächstHeber die physikalische unb biätetische Behandlung b Herz- unb Gefaßkrankheitni".

Zunächst sprach Medizinalrat Pros. Tr. Groebel Bab Nauheim^ über dir Bäderbehandlung, wobei er darauf hinnn das; bei der Balneotherapie der d)ronnd>en Kreislaufstörungen nadi wie vor die kohlensauren Thermalsolbäder eine Hauvtro'l, spielen Sie seien geeignet, für sich allein ober in Prrbinbuna mit anbercn Heilmitteln die Störungen des Blutkreislaufes u: beseitigen. Dabei madjte er daraus aufmerksam, das; sehr kühlc unb sehr warme Bader nicht erlaubt seien, da sie das Herz er schöpfen. Für die Bader seien alle Herz und Gesäßkrankheftcn zur Behandlung geeignet, in denen es sich darum handelt, den daniederliegenden Blutkreislauf zu heben. Verboten seien die Bäder bei gleichzeitig vorhandener Lungentuberkulose, b i gewissen Formen von Nierenentzündung unb kurze Zeit nach Schlaganfällen. Der Vortragende besprach zum Schluß noch an bere Bäderarten, so die hin ft li dien ftohlensäure- unb Sanerstofs bäbcr, bie wohl unter Umftänben rinnt Ersatz, aber keinen voll­wertigen für die natürlichen kohlensauren Thermalbäder ab geben fönnen.

Sodann sprach Dr. Determann aus St. Blasien über ftlimatolbcratrie". Ter Vortragende bespricht die allgemeinen Wirkungen der Sllimaoeränbcrung, die thermische Wirkung bei Herz- und Gefähkrankheitcu, die Einflüsse von Bejonnung, lichtung, Niederschlägen, Höhenllirna, Seeklima, Wüstenllima uiw.

Daraus sprad) Geheimrat Tr. Brieger (Berlin) über die ^physikalische Behandlung der Herz und Gesäßkrankheiten."

Professor Dr. Straus; «Berlin) behandeltdie Diät bei Herzkrankheiten", worauf Professor Dr. G o l d s d; e i b e r .Berlin- die syphilitische Erkrankung ber Hauptschlagader" besprach.

Professor Tr. Bickel (Berlin) verbreitete sich über physio­logische Unteriudningen zur Bäderwirkung auf den Kreislauf und kommt zu dem Schlus;, das; im normalen Organismus zwischen Sauerstoffs und Kohlensäurebädern ein Unterschied beliebt, indem die Zirkulationswirkungen beim Sauerstoffbad geringer an- zusprecheit sind, als beim Kohlensäurebad, unb das; ganz allgemein das Saucrltoffbad den milderen, das Kohlensäurebad den stärkeren Eingriff bebeulet.

In ber Nachmittagssitzung würben bie Vorträge überdie Behandlung der Herz- unb (9cfäf;fr an Seiten" fortgesetzt. Zunächst sprad) Proiessor Dr. Strudelt (Dresden) über bieBalneo- therapentischen Einflüsse, insbesondere der Wechselstrombäber, aus das Elektrolarbwgramm und über dessen Sebeutung für bie Klinik der Herzkrankl>eiten".

Regternngsrat Dr. Loebel (Dorna) verbreitete sich über dieMoorbäderindikation in ber Herz und Gesäß-Therapie", wo­bei er auSTübrte, daß bie Moorbäber milder sind, als andere Bäder und das; sie solange wirken, wie bie Kompensation des Herzens nicht gestört ist.

Sodann sprach Dr. Theben van Velzen (Joachimsthal i N ) überPsychische Tachykardie", während sich Tr. Selig (Fran- zensbad» über bieWirkung der Mistel auf den Zfreislans" unb Professor Tr. Nicolai i Berlin) über denEinsluk verschiedener Bäder auf das Herz, insbesondere auf das Elektrokardiogramm" verbreitete. Tarnüd) iprad>en noch Dr. (Arabien (Woltersdorf^ über dieHochfregnenzbehandlung ber nervösen unb organischen Herzstörungen", Stabsarzt Dr. K u h n (Berlin) über bieBe Handlung von Herzsdiwäche unb .Kreislaufstörungen mit Unter- brudatnuing vermittels der Lungensaugmaske" und Dr. Ide (Amrum) über dieBeeinflussung des Blutumlaufes durch das Nordseeklima. , .

Damit waren die Vorträge über dieses Thema erschöpft An ber Ansspradie beteiligten sich zahlreiche Redner. Die Verhand­lungen werden morgen fortgesetzt.

sh. Berlin, 9. Marz.

Zn der heute vormittag fortgesetzten Hauptversammlung der Sau।dien Balneologisd>en Gesellschaft hielt Tr. Roubitschek (Karlsbad) einen Vortrag über dieFunktionsprüfnng der Leber", worauf Geheiinrat Dr. E. P f e i f f e r l Wiesbaden, überTie Ein­wirkung der Thermalbäder auf den Diabetes mellitus (Zucker- Harnruhr)" sprach. , x

Professor Tr. Grube (Neuenahr) machte allgemein intcr- essaitte Mitteilungen über die Bedeutung der Schwangersd^st für die Entstehung der Gallcnfteiirl'raitiheit. An tnr Hand Don 940 von ihm bcdbadüeten Fällen von Gallensteinleiden wies der Vor tragende uad), das; das Leiden nicht nur bei ,yrauen etwa viermal häufiger vorkomme als bei Männern, sondern bau bie Frauen, welche Kinder haben, einen unvergleichlich höheren Prozentsatz der an Gallenstein Ertränkten stellen, als die Frauen, ntady ferne Kinder haben Auf 600 verheiratete Frauen mit Kindern^ kamen bei den Beobachtungen des Vortragenden nur 44 kinderlose Frauen. Während man früher als Haupturfache dieses Einflußes der Schwan­gerschaft bie mechanische Behinderung des normalen ^»alleintuiier' ansah, sprechen neuere Umersuchungen dafür, bay es iich dabei um tiefer liegende Veränderungen des «tofswechiels Ixmbelt, wahrend das mechanische Moment nur eine Nebenrolle spielt.

Dr. Lands berg vom Sanatorium ^dalheim tu Landed in Schlesien sprad) darauf über dieWirksamkeit der ohnsikalischen Behandlungsmethoden bei Störungen des Verdauungsavvarate» Schütze (Bad Kosen i verbreitete sich über den Aaligebalt umercr Mineralwasser. Der Referent komntt nach näheren Erläuterung er. ber bisher mit Mineralwässer augcitclltcn Vermche zu dem «ch utz, daß in den Soolbädern nicht nur der Kochialzge^lt therap^utiid) aus den Organismus einwirke, sondern daß die,e Wirkung weient lich durch den fast allen Sooler beigemischten Kalk g/wrdort werde

An die Vorträge schloß sich wieder eine lebhafte Auswrache

Provi:t;iol-2!t.. schuf; ver Provinz Obcrhencn.

L. Gießen, 9. Marz.

Anwesend: Geheimerat Tr. Usinger als Vorsitzender, sechs ordentliche Mitglieder und ein Erlatznrttglreo

1. Antrag der Gemeinde Stetnsurty au Ablösung der derGesamt f ami l t e m o on un zu Steinfurth obliegenden Verpflichtung z Anschaffung und Unterhaltung de- Safel- viehs dieser Gemeinde. Der Krer-auchchuv bev Kreises Friedberg hatte.in dieser Sache ent|chteden, d tz die auf den in der Gemarkung Steinfurth liegenden der Freiherren Gustav, Ludwig, Hugo und Karl -ow und zu Steinfurth lastende fragliche Verpflichtung ablosba sei. Gegen das Urteil war von den Vertretern der <_vr - Herren Karl, Ludwig und Hugo Löw von und zu ^ternsuriy telegraphisch Rekurs eingelegt worden. Als Begründung

urbc sich lediglich auf den Inhalt früherer Schriftsätze czogen Der Provinzial-AuSschuß venvarf heute diesen lekurs als unzulässig.

2 Reklamation gegen die Beigeordneten- oahlzu^ueck In Quak haben im ganzen drei Beigeord- letenwahlen stattgefunden. Bei der zweiten Dahl wurden a auch.zwei Stimmen für H. Kraft II. abgegeben, die d:c rahlkommissivn dem H. Kraft III. zuzählte, weil nur ein ? Kraft existiert und H. Kraft IL verstorben n>ar. Ter lreisauSschuß des Kreises Lauterbach, an den reklamiert vurde, erklärte die- für richtig >>nd vertrat dabei die An- icht, das; es außer Zweifel sei, daß hier die Person des > Kraft III. gemeint gewesen wäre. Aud; der Provinzial- .'lusschuß stellte sich aus den gleichen Standpunkt und ver varf den Rekurs gegen das Urteil des Krcisausschusses .'ostenfäNig.

3. In der Sackte Enteignung des Grundstücks Fl. I Nr. 68 der Gemarkung Friedberg (Hos reite der Jobs. Gröninger II, Eheleute) wurde 'teilte die Enteignung ausgesprochen, nacktem die Stadt Friedberg die Entschädigungssumme gerichtlich hinter­legt hat.

2lu» StaM nnd £anö.

Gießen, 11. März 1912.

** Finanzpersonalien. Ter Großherzog hat dem Revisionskontrolleur bei dem Haupt ft eueramt Mainz, {yi nanzassessor Richard Schnupp, zur,zeit zu Gießen, >en Titel Finanz-amtmann verliehen, den Stcuer- kontr-olleur Finanzassessor August Berg zu Gießen zum Finauzamtmann bei dm Finanzamt Fr.ed- berg und den Finauz-assessor Ludwig Schmierer aus Hofheim (Kreis O'-roß-Gerau) zum Steuerkontrolleur er­nannt, den Bezirkslas^ier der Bezirlskasse Altenstad! Leopold Eifert in gleicher Tiensteigenschast an die Bezirkskasse Ticburg und Den Bezirkslassier der Bczirtskassc O)rcbenhain Anton Kopp zu Olrebcnltnin in gleicher Dieiisteigenschaft an die Bezirkskasse Lich versetzt. Der Militäranwärter Vfzefeldwebcl Martin Umbach aus Romrod wurde zum Steuerausschcr ernannt und ihm eine Steueraufseherstclle bei Der Zuckerfabrik Groß-Gerau mit dem Wohnorte Groß- Gerau übertragen. Der Militäranwärter Vizescldwebel Hch. Mohr aus Ohmbach wurde zum Steueraufseher ernannt und ihm eilte Stencrausseherstelle bei dem Hauptsteueramt Mainz mit dem Wohnorte Mainz übertragen. Erledigt ist >tc Stelle des Bezirkskassiers der Bezirkskasse Greben- s a i n.

** Zur Prüfung für das höhere Lehr a m t waren im Wintersemester 1911/12 (abgesehen von 5 Mel­dungen zu sogenannten ErweitcrungSprüftingen, von denen 3 erfolgreich waren) 66 Kandidaten zugelassen, von denen 57 zu einem Prüfungsergebnis gelangt sind. Hiervon haben 19 nicht bestanden,' 38 dagegen bestanden und zwar 22 im ersten Anlauf, 14 auf Grund einer zweiten und 2 auf Grund einer dritten Prüfung. Die Note ausgezeichnet erhiel­ten 2, sehr gut 8, gut 15, genügend 13 Bewerber. lTen sprachlich-geschichtlichen Fächern gehören 27, den natur- wissenschaftlich-mathematischen 11 von den künftigen Lchr- amtsreferendaren an. Hinsichtlich der Vorbildung waren Abiturienten des Gymnasiums 33, des Realgymnaftums 9, der Lberrealschule 15. Von den Erfolgen entfallen auf das bumantfnfdie Gymnasium 2 ausgezeichnet, 7 sehr gut, 10 gut, 4 genügend, auf das Realgymnasium 1 gut, 3 gc- niigend, auf die Lberrealschule 1 sehr gut, 4 gut, 6 ge­nügend. Von den 19 Fehlschlägen treffen 10 auf Huma­nisten, 5 auf Realgymnasiasten, 4 auf Lberrealschüler.

" StaatSschuldbuch. Tie am 1. April fälligen Zinsen der in bas Hessische Staats schulbbuch ein- getragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommen- ben Hessischen Kassen und bei den Reichsbankanslalten vom 18. März ab gezahlt. Vom gleichen Tage ab wird die StaatSschuldenkasie bie durch die Poft oder durch Gutschrift aus ReichSbauk-Girokonto zu berichtigenden Schulbbuchzinsen überweisen.

♦♦ Bei der Landesversicherungsanstalt Großh. Hessen sind im Februar 1912 = 327 Anträge fingegangen und zwar: 280 Anträge auf Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.), 28 auf Altersrente (A.), 7 auf Witwen- und Witwerrente (SB.), 7 auf Waisenrente (£).) unb 5 auf Witwengeld >Dg.). Unerledigt wurden in den Monat übernommen 282 Anträge, so daß 609 Gesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung 241 Anträge und zwar 209 I., 12 «., 15 A., 1 W 1 O., 3 Wg. 37 durch Ablehnung, weil unbegründet 28 I. u. 9 9L), 18 hurdi andere Weise Zurücknahme usw. >14 I. u. 4 A.), zusammen 296, so daß 313 Anträge als unerledigt auf März übernommen werden mußten In welchem Umfange die Landesversicherungsanstalt Großh Hessen Heilverfahrens- Kosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende Februar 1912 in Anstalten 230 versicherte Per­sonen untergebracht waren In der Eleonorenheilftätte be­fanden sich außerdem noch 31 Perionen, die teils auf eigene kosten, teils auf Kosten des »Fonds der Großherzogin oder sonstiger Stiftungen eingewiesen waren.

Billige Bücher in Bo h nhofSbuchhand- lungen. Der preußische Eisenbahnminifter hat die Auf- mcrksomkeit der Eisenbahndirektionen auf die Förderung deS Absatzes guter billiger Bücher durch die BahnhofSbuchhand- lungen gelenkt. Ta an billigen Büchern, die von einer Anzahl tüchtiger Verlagsbuchhandlungen berauSgegebrn locrben, weniger verdient wirb, haben die BohnhofSbiich- .'änblcr ein größeres Jnleresie an dem Vertriebe der teureren Reiselektüre unb sie richten die Auslage so ein, daß dem Publikum diese möglichst in die Augen fällt, während die billigen Bücher, soweit fie vorhanden sind, dagegen ganz ;urücktreten. Um daS Augenmerk ber Reisenden auch auf gute billige Lektüre zu richten, soll für diese eine besondere Abteilung in der Auslage der Bahnhofsbuchhanblungen mit mtsprecheuber Aufschrift eingerichtet und für ihre Feilhaltung an den Zügen gesorgt werben.

Von der kirchlich-positiven Vereinigung vird unS geschrieben: ES sei nochmals auf bie morgen, Dienstag, in SteiuS Garten stattsindenden Vorträge von tzaslor Keller hmgewiesen (ftehe Anzeige) unb bemerkt, daß beide Vorträge pünktlich beginnen.

* KonkursHassia", Pncinnalilweike G. m b H. in Gießen Die wegen mangelhafter Amtsführung gegen den AussichtSrat der Gesellschaft vom Konlursverwaltir er­hobene Klage ist von hiesigem Landgericht kostensällig ad- gewiesen.

* Von den Wandernden Im Februar kehrten in der Herberge zur Heimat 1159 Gäste ein (gegen 1b 2 im gleichen Monat 1911 . Von den Wandernden waren -.4» Selbstzahler (723) und 423 nahmen Herberge gegen Arbeit (439). Für Arbeitsvermittlung waren 61 offene Stellen gemeldet, von denen 56 besetzt ivurbeu und zwar 25 mit Handwerkern und 31 mit ungelernten Arbeitskräften Voir den Stellen wurden 36 in Gießen und 20 auswärts besetzt.

Landkreis Gießen.

Taubringen, 8. März. Am 2. Juni d. I. mirb die Ziegen zücht weide in Taubringen eröffnet. Tabei soll eine Verlosung von reinrassigen Ziegen und Ziegen­lämmern, sowie Gebrauchsgegenständen für Ziegenzucht liati» finden.

Kreis Alsfeld.

s. Homberg, 10. März. Iustizrat Weidig be­ging heute in geistiger und körperlicher Frische feinen SO. Geburtstag. Er ist wohl der älteste Burger un­seres Städtchens.* Trotz seines hohen Alters ist Weidig nod) in seinem Amte tätig.

Kreis Schotten.

# Feldkrücken, 7. März. Heute abend veran'taltete Pfarrer Bühler auS Bobenhausen II bei zahlreicher Be­teiligung der Gemeinde m der Kirche einen Lichtbilder- Vortrag über ,bo8 Leben Jesu^. Der Vortrag fand infolge ber Farbenpracht dec vorgeführten 55 Bilder großen Anklang.

KreiS Friedberg.

---- Friedberg, 8. ärz. Rach einjähriger Pause wwb der Wetterauer Reiterverein luiebcr em PreiS- reiten und Preisfahren am 30. Juni auf dem Sport­platz ber Seewiese hier veranstalten. Vorgefehen sind Kon­kurrenzen im Trab- unb Galoppreiten für Arbeite- und andere Pferde, sowie Trab- unb Schoufahren für ucrid.,ebene Pferderassen, auch findet eine Zugprobe für Arbei' p ei><- mit einer Nutzlast von 70 Zentner mit Wagen Halt. Für Unter­haltung jeder Art, Konzert, Tanz, Stcftauration wird denen- Sorge getragen werben.

= Friebberq, 9. März. Der Ausschuß der bcs- s i s d> c u Detaillrstenvereine bien am nnita-i mvlmiit- tag hier eine Sipiirrg ab, bie unter zahlreicher Beteiligung rmen anregenden Verlaut nahm. Ter Vorsiyeube, Kalb,., n ~orm- Habt, berichtete über bie Tätigkeit bep Verbann leitiiiig Zur Regelung des S u b m i s si o u s we se n s sind bic vorarb. ii. i int OJang. Bezüglich der Regelung der Sonntagsruhe nui re 4>s- gcfcblidyem Wege wurde Mitteilung über bie itati^ebabhn Ver­handlungen der Hess. Hanbeiskanirner gemacht. 2 .t t- waltung von Bad-N au heim beabsichtigt bi - Eiu'nh nun in« S d) i l be r ft euer. Der Verband erb idt in b:ci\-r -ahme eine ungerechte Belastung der G.sdwftsteut

Verein Bingen klagt über bie Schöben der Wanberlager, die ihre Reklame nicht auf die Stadt allein

aut den ganzen Umkreis ausdelnicn. Es mußte bi; ,n baren bei Festsevuna der Steuer Rechnung getragen un> bi.-i .rn- entsprechend höher veranschlagt werben. Ter Vorsitzende be­merkt hierzu, daß wohl in absehbarer Zeit auf reiche sichern: Wege gegen bie Wanberlager vorgegangen wurde '!' cahin aber seien bie Vereine auf Selbsthifte angewiesen. Ter .''usnahme einer neugcgrünbelcn Vereinigung von Kolonial- .iiik> aaierial- warenhänblern in den Verband ward im Prinzip zug^stini.nt. Ter Antrag einer süddeutschen Feuerversicherungsgesellschaft ort Ab- fchluß eines Sonder Vertrags mit dem Verband wir), een Bestrebungen des Verbandes entgegenstehend, abgclebnl. Eine Reihe wirtschaftlicher Serbmtbc Teutfchlands hat in Gemeinsd»mit bedeutenden industriellen Firmen eine großzügig-- Aktwn gegen das den Fabrikanten und Detaill.ftcn mit Unkosten belpnenoe, das Publikum irreführende und damit das Gefduift < nie ungesunde Bahn drängende Zugabeunwefen ein i leitet. Ter Verband I>at sich diesem Vorgehen angeschlossen. Tic Er­wartungen, bie man von dem Gesetz gegen ben unlau­teren Wettbewerb hegte, sind nidn einqetroficn, denn grofy! Erfolge hat man mit demselben wohl noch nicht gehabt. <Sin Erfordernis sind daher die E i n i g u n g s ä m t e r, die een Han­delskammern angegliedert und mit amtlichem Eharakter ausge- ftattet werden müssen. Der Verband wird dieser Frage näher treten und sie evtl, auf seinem diesiährigen Verbands'.age. Der im Herbst stattfinden soll, noch ausfühclid? erörtern. Ter iuv.ing schloß sich um ' ?8 Uhr eine öffeittlid>e, von der Handels­kammer Friedberg einberuicne, sehr gut besuchte Ver­sammlung an, iu welcher die Tetailliftcnpcreine bberg, BadMauheim und Butzbach, sowie der Verbandsaussd^'', einge- labcn waren. Tic Tagesordnung war: Stellungnahme zur Gründung einer KleinhandelSberufsgenossen- ich oft. Nach ben Ausführungen des Herrn SB. Wal der, wissenschaftlicher Hilfsarbeiter der Hanbelslamm.-r Frier,Ix g unb des Herrn Kalbiuß, Vorsitzend.rr des heft Tetail aini <'er- bandcs, wurde einstimmig beschlossen, die Errichtung c; i:r Be­rn ssgenossenschaft für den NI em handel mit allen Nrä'tm anzu­streben.

L. Friedberg, 10. März. Hier wurde das Bau- Bureau für die elektrische Ueberland zentrale für die Provinz Lberhessen errichtet Am 1. April tritt die Behörde in Tätigkeit Zchr Vorsteher ist Oberina?i -uc R v. Stadler.

-m. Friedberg, 10. März Seit dem G. m nachmittags, wird der 16 Inhre alte Schüler Fe. .i Puttkammer aus dem Luziusschen .itnabenin v : zell vermißt. Es wird angenommen, er

planlos umherirrt. Er ist 1,65 Meter -or., hat frisches Gesicht, etwas breite Nase, blonde Ha. " " be­ll erdet mit graufariertem Joppenanzug mit < . - -

ncmnter Pumphose letztere kann auch braun ftin , i " r;cn langen Strümpfen und Schnürschuhen unb trug eine gue runde Sportmütze -um Herunterziehen Es wird : . ? . 'n, wenn irgend etwas von dcm Vermißten betanni wird, ihn festzuhalten und dem Lreisamt Friedberg telegraphischt

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