Ausgabe 
14.6.1912 Erstes Blatt
 
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7. Ium seien die Türken mitbeträchtlichen Verlusten in die .Flucht geschlagen worden. 1

Heber drohende Operationen der italienischen Flotte erfahrt der -,Berliner Lokalanzeiger" aus Saloniki: Tas hiesige jungtürkische Komitee erhielt die dringende Meldung von bevorstehenden Operationen der türkischen Flotte gegen bte Be­festigungen von Smyrn a unter gleichzeitiger Besetzun g der Inseln M N t i l e n c, Chios undLemnos. Der Walt von Smnrna wurde bcaustragt, die gesamten Archive nach Manissa in Sicherheit zu bringen._____________

Der Kaiser in Hannover.

Hannover, 13. Juni. Ter Kaiser begab sich um 5.10 Uhr im Sonderzug von Potsdam nach Hannover. Er ist heute abend 9.45 Uhr mir (befolge im Sonderzug hier ein- getroffen und hat sich unter den lundaebunaen cmer über­aus zahlreichen Menschenmenge zum Königlichen Resid^nz- schlotz begeben, n?o er Wohnung nahm. Im Gefolge be­findet sich anstelle des zuerst bestimmten Flügeladjutanten Major Frhr. v. Holzing. General ä la suite v. Chelius. Unmittelbar nach bem Eintreffen des Kaisers im Schloß wurden die Feldzeichen der (Garnison dorthin gebracht.

Heber die Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren meldet dasBerliner Tageblatt" aus Paris: Der Peters­burger Korrespondent des,T emp s" meldet offiziell, daß Kaiser Wilhelm IL und der Zar sich diesen Sommer in de r Ostsee begeanen iverden. Diese Begegnung, die an die übliche Seefahrt des Zaren anknüpfe, werde keinen poli­tischen Charakter haben.

Der Minister des Aeußcrn Sasonow hat nach derselben Quelle dem französischen Botschafter George Luis die Versicherung gegeben, daß die Begegnung persönlicher und privater Natur sein werde. Weder der Ministerpräsident Kolowzow noch Herr Sasonow werden der Begegnung bei­wohnen, und von einer Begegnung zwischen dem Zaren und dem König v o n E n g l a n d sei keine Rede mehr.

Im Gegensatz hierzu meldet der Petersburger Korre­spondent der ^Kölnischen ^Zeitung" nach Köln, dafi an der Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren in den Finnischen Schären voraussichtlich Kokowzow und Sasonow teilnehmen werden. Die Zusammenkunft sei ein Gegen­besuch des Kaisers für die Begegnung von Potsdam.

(Ein französisch-spanischer Zwischenfall in Marokko.

Paris, 13. Juni. Nach einer Blättermeldung aus Mogador überfiel der spanische Konsul de Sostea, der zugleich das Amt eines portugiesischen Konsularbeamten versieht, einen Franzosen namens Leroux, der die im Auftrag des Wachsen ausgeführte Wasserleitung beaufsich­tigte, warf ihn zu Boden und ließ ihn durch eine mit Knüppeln und Revolvern bewaffnete Bande spanischerSchützlingedurchPrügeln. Erst einer Abteilung des Polizeitabors gelang es, den Franzosen vor roeiteren Mißhandlungen zu schützen. Konsul Sostea be- l^auptet, daß die Wasserleitungsarbeiten einem Portu- giesen übertragen wurden und daß er deshalb Leroux an der Durchführung derselben verhindern wollte.

Rabat, 13. Ium. .Der Sultan ist heute früh hier eingetroffen. Die Straßen waren festlich geschmückt. Gene­ral Dido war mit den Spitzen der französischen und der scherifischon Behörden zum Empfange des Sultans er­schienen.

Aus Heften.

Aus dem Neichstagswahlkreis AlsfeldLauterbachSchotten.

Mittwoch abend fand in S ch l i tz ün RestaurantDeut­sches Haus" eine stark besuchte Hauptversammlung des nationalliberalen Wahlvereins für den Amtsgerichtsbezirk Schlitz statt. Reichstagsabgeordneter Heck gab einen ausführlichen Rechenschaftsbericht über die bis dahin geleistete Arbeit des neuen Reichstages, während Rechtsanwalt Bergheimer-Alsfeld über den national­liberalen Parteitag in Berlin berichtete. Die Versamm­lung nahm schließlich nach lebhafter Aussprache einstim­mig folgende zwei Entschließungen an:

Die stark besuchte Generalversammlung des nationalliberalen Wahlvcreins für den Amtsgeriä>tsbezirk Schlitz spricht:

1. dem bewährten nationalliberalen Parteiführer Bafser- mann, ebenso tote dem Reichstagsabgeordneten Heck ihr rück­haltloses, vollstes Vertrauen aus, und beschließt:

2. den Anschluß an die neu gegründeteFreie Vereinigung Hessischer Nationalliberaler", um der Politik Bassermanns und der nationalliberalen Reichstags­fraktion auch in Hessen mehr Geltung zu verschaffen."

Der Anschluß der gesamten nationalliberalen Wahl- kreisorganisation an dieFreie Vereinigung Hessischer Nationalliberaler" steht bevor.

Deutsche» Reich.

Der Bundesrat stimmte dem vom Reichstag angenom­menen Entwurf des Gesetzes betreffend die Aenderung des Straf­gesetzbuches, der Vorlage betreffend die Kürzung des Durchschnittsbrandcs der zur Getreideverarbeitung über- gehenixn Brennereien und der Vorlage betreffs Aenderung der Bestimmunaeit über die Statistik der Seeschiffahrt zu.

Tie ^Norddeutscl-e Allgemeine Zeitung" teilt mit: Wie ver­lautet, ist als Nachfolger des Frciherrn v. Wangenheim .in At b en der bisherige Gesandte in Teheran, Gras Quadt zu Whkrat und Jany in Aussiäst genommen, an dessen Stäle in Teheran der derzeitige Generalkonsul in Kalkutta, Prinz Heinrich XXXI. Reuß jüngere Linie tritt.

Ter Herzog von Cumberland stiftete aus Anlaß des Ablebens seines Lohnes, des Prinzen Georg Wilhelm, 40 000 Mark für wohltätige Zwecke in Gmunden.

Die Stadtverordneten in Dresden besästossen, den Magistrat zu ersuchen, der Frage der Errichtung einer Universi­tät i n Dresden näher zu treten und gegebenenfalls mit der Regierung zu unterhandeln. Der Ratsvorlage auf Errichtung eines Natwnal-Hygicnisä>en Museums stimmte die Stadtverordneten­versammlung mit sämtlichen gegen eine Stimme zu.

Die Reichspostverwaltung hat auch mit der württ em bergischen P o st ver'w a Hu n g Berhaud- lumjcn wegen der Einrichtung einer Lustpost crn- gekitüpft. LautSchwäbischem Merkur" ist die Zustimmung mit Sicherheit zu erwarten.

Ausland.

Die Stadt Amsterdam beabsichtigt den Ausbau ihrer Hafen anlagen und des Nordseekanals mit eurer neuen Schleusenanlagc. Die Kosten werden auf 40 Millionen geschätzt.

Tas französische M ar i ne mi n i üe r ium veröffent­licht den Bericht des Untersuchungsausschusses über die jlata* stropbe des ,,Bend 6 miarr e". Der Ausschuß ist der An­sicht, daß die Kollision nach der aus den Routen der beiden Fahrzeuge sich ergebenden Lage unvermeidlich war und daß in­folgedessen der Kommandant desSaint Louis" in keiner Weise für den Zusammenstoß verantwortlich gemacht werden könne TeS melieren ist der Ausschuß der Ansicht, daß das Unterseeboot durch

den Sporn desSaint Louis" entzweigeschnittcn und der Bug desSSenbemiairc" sofort gesunken ist. Ein starkes Aus­brodeln während fünf Minuten bewies, daß derVendömiaire" vollständig voll Wasser gelaufen war. Es sei deshalb zweifellos, daß die Besatzung desVendemiaire" sehr schnell umgekommen ei. Die Kommission ist überzeugt, daß nichts zur Rettung des Unterseebootes getan werden konnte, welches wohl durch die Strö­mung abgetrieben wurde.

Tie französische Kammer fuhr am Donnerstag mit der Beratung des Gesetzes, betreffend zeitweise zollfreie Zulassung von Weizen fort. Tic Kammer nahm Arttkel 1 der Regierungsvorlage an, dieser modisiziert die Anwendung der zeitweiligen zollfreien Zulassung von Weizen und beftinrmt als Frist für die Wiederausfuhr 3 Monate für Mehl, Gries und Kleie, 4 Monate für Nudeln, Gebäck und Zuckerbackwerk. Ar­tikel 2 unterwirft den gleichen Zollvorschriften wie die obigen direkt vom Ausland eingeführten Waren, Mehl oder aus Weizen hergestellte Nahrungsmittel, die angeblich sich auf Lager befunben haben und für die eine Abgabe bereits bezahlt worden ist. Dieser Artikel wurde angenommen. Darauf wurde das ganze Gesetz durch Handaufheben genehmigt.

Aus Dublin wird gemeldet: Irische Anhängerinnen des Frauenstimmrechts griffen öffentliche Ge­bäude an. Das Zollhaus, das Postamt, die_ Gebäude der Landeskommission, das Polizeigebäude und die Kasernen wurden umzingelt und zahlreiche Fensterscheiben eingeworfen. Acht Per- onen sind verhaftet worden.

Aus Statt und Land.

Gießen, 14. Juni 1912.

** Tageskalender für Freitag, 14. Juni: Löwe- Abend, veranstaltet vom AÜdemschen Verband. Abends 8 Uhr im GesellschastsoereinSsaal.

In Audienz empfangen wurden vom Groß- he'rzog am Mittwoch u. a. der evang. Pfarrer Memmert von AngerSbach.

' Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat der durch die Dekanatssynode des Dekanats Grünberg für den Rest dec lausenden Wahlperiode vollzogenen Wahl des evang. Pfarrers Otto Röschen zu Freienseen zum Dekan des Deka­nats Grünberg die Bestätigung erteilt und dem Pfarrer Karl Strack zu Usenborn die evang. Pfarrstelle zu Echzell über­ragen.

** Neue -Ordensbezeichnungen. An die Stelle >es Ritterkreuzes 1. und 2. Klasse des hessischen Lude- wigsordens treten nunmehr das Ehrenkreuz und )as Ritterkreuz dieses Ordens. Das Ehrenkreuz hat die Größe des bisherigen Ritterkreuzes 1. Klasse dieses Ordens und wird ohne Band auf der linken Brust unterhalb der Ordensschnalle getragen. -Das Ritterkreuz entspricht in Größe und Form dem seitherigen Ritterkreuz 2. Klasse. Für )ie bisher ernannten Ritter 1. und 2. Klasse des Ludewigs- ordens sind die früheren Bestimmungen maßgebend.

Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchen amts. Der kath.Geistliche Franz Landvogt aus Rockenberg hat den Nachweis über den Besitz der zur Uebernahme eines Kirchenamtes notwendigen Eigenschaften erbracht.

"Auszeichnung. Der Vorstand der Deutschen Land- Wirtschafts-Gesellschaft beschloß, dem Direktor des Landwirt- chaftlichen Universitätsinstituts, Professor Dr. GiseviuS in Gießen, in dankbarer Anerkennung der langjährigen sorg- ältigen Durchführung von einwandfreien Sortenversuchen und der allgemeinen uneigennützigen Mitarbeit an den Aufgaben der Deutschen Landwirtschasts-Gesellschaft die große silberne Eyth-Denkmünze zu verleihen. Der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent des Herzogtums Braunschweig, über­reichte Prof. Giseoius diese Auszeichnung in Bad Harzburg am 11. ds. MtS. in der Sitzung des GesamtauSschusieS.

** Der Schutzverein für entlassene Ge- : art gelte wird feine Hauptversammlung am Dienstag, ?5. Juni, nachmittags 44A Uhr, im Rathaussaale zuBens - ;eim abhalten. .Generalstaatsanwalt Geheimerat Dr. Preetorius wird einen Bericht über die Bestrebungen und Erfolge des .Schutzvereins erstatten.

* Anlagemusik findet wegen der Postkartenwoche jeute nachmittag von 6 bis 7 Uhr in der Süd-Anlage ausgeführt von der Regimentsmusik) statt. Der Spiel- ;lan ist folgender: 1. Parademarsch v. Möllendors, 2. Ou­vertüre z. GavotteFlotte Bursche" v. Fr. v. Suppe, 3. Phantasie a. d. OperCarmen" v. G. Bizet, 4. Walzer a. d. GavotteDie moderne Eva" v. I. Gilbert, 5. Die Deutschen in der Luft voran! Marsch v. W, Kommallein.

Jubiläums-Gauturnfest Gießen 1912. Die Arbeiten für die Errichtung der Festbauten zu dem JubiläumS- Gauturnfest, das vom 6.8. Juli in Gießen stattsindet, sind nun so weit gediehen, daß man sich einen Ueberblick über die riesigen Anlagen machen kann, die auf dem Trieb entstehen. Der Festplatz ist 26 000 Quadratmeter groß. Der Eingang zum Festplatz mit den Kasten befindet sich an der Auffahrt­rampe gegenüber der Haltestelle der Straßenbahn. Die Fest­halle mit rund 1400 Quadratmeter Flächeninhalt wird im rechten Winkel an der westlichen Ecke des Trieb erbaut; das Mittelschiff ist 12 Dieter breit und zusammen 68 Meter lang. Die angebauten Seitenschiffe mit erhöhten Estraden sind je 8 Meter breit und je 20 Meter, lang. Der Winkel am Vorbau wird mit einem 26 Meter hohen Turm versehen, in dem sich auf der gleichen Höhe wie die Estraden die Plätze für die Ehrengäste usw. gerade der Bühne gegenüber besinden. Die Bühne ist am Zusammenstoß der beiden Mittelschiffe eingebaut und hat eine Brette von 13 Meter bei einer Höhe von 12 Meter, sie steht mit ihrer Rampe diagonal zu den beiden Flügeln, so daß sie von jeder Seite bequem zu übersehen ist. An die Bühne anschließend befinden sich Garderoben, Vorratsräume, Küche und Büfett für den Festwirt. Die Toiletten sind in bester Weise an- geordnet, mit Wasserspülung versehen und an die städtische Kanalisation angefchlosten. An die Festhalle schließt sich parallel zum Rödger Weg baS Cafä mit einem verfügbaren Raum von 250 Quadratmeter. Dann folgen die bayrische Bier­halle und eine weitere Bierhalle mit je 380 Quadratmeter. AIS Abschluß des Festplatzes gegen den Juxplatz werden zwei Bierhallen aufgestellt mit zusammen 72 Meter Länge und 1000 Quadratmeter verfügbarem Raum. Ter eigentliche Turnplatz inmitten des Festplatzes hat eine Größe von 4400 Quadratmeter 80 Dieter lang unb 55 Dieter breit in bet Mitte bet einen Längsseite befinbet sich baS Musikpodium, während die beiden Tanzplätze an den Ecken der Längsseite ihren Platz finden. TeS Wetteren find für die Feuerwache, Sanual, Post usw. geeignete Räume vorgesehen.

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Geld ist nur ein 2 xruntieut hat. Ziebol in Breslau steckbriejliä

/X Ober-Ohmen, 12. Juni. Oberhalb unseres Dor­fes über der Luhmühle, im Volksmund genannt Lochmüble liegt die Quelle der Ohm. Aus mehreren Quellen zwischen Erlen sprudelt hier das Ohmnxrsser. Zwar beginnt der Öhmlauf schon bei Ulrichstein, allein von hier fließt der Ohm nur im Winter Wasser zu. Die Quellen über bet Lub- mühle dagegen spenden ununterbrochen Wasser. Im von- gen Jahre wurde die Wassermenge der Quellen durch bu Kulturinspektion geprüft und gemessen. Das Ergebnis war recht gut. Die Wassermenge würde zur Anlegung einer Wasserleitung für unseren Ort, Ruppertenrod, Wettsaasen usw. voll genügen. In den betreffend« Orten fehlt es war nicht an Brunnen, aber man würde dock» in der Mehrheit eine Quellwasserleitung bevorzugen. Tew I Projekt sind aber Gegner in den an der Ohm gelegener| Mühlen entstanden. Die Besitzer befürchten einen solcher^ Rückgang des Wafferlaufes durch die Wasserleitung, tap| ihrem Mühlenbetrreb ein Ende bereitet wird. Diese Mühlen^ besitzet haben daher ihren Anspruch auf das Rechr des Muhds waf'sers erheben lassen. Ta gegenwärtig wieder Techniker! der Kulturinspektion die Quellen besuchen, so durste da» Projekt nicht aufgegeben sein.

Kreis Lauterbach.

=s Lauterbach, 14. Juni. In Nr. 122 des Anz. war nuigdeiü worden, daß ein herumziehendeS Ehe-

** Ein Dreitägiger Turnkursus begann gestern in der Turnhalle der Stadtknabenschule unter Lei* tung des Tnrninspektots Schulrat Schmuck-Darmstadt. Es nehmen etwa 80 Lehrer aus dem Kreise Gießen da­ran teil.

** Das Feldbergfest findet am Samstag und Sonnwg in herkömmlicher Weise patt, es wird ein rein turnerisches Jeff ohne irgendwelchen Tand sein Es sind schon jetzt wieder^nahem tausend Wetturner gemeldet und zwar nicht nur aus der Taunus- gegend, sondern auch aus Essen, Düsseldorf, Rastatt, Pforzheim, Stuttgart, Bonn, Köln, Kassel, Mannheim ufw. Am Sonnrag icüb um 613 Uhr werden gemeinsame Freiübungen aller Wctturner gemacht und im Anschluß daran findet das Wetturnen statt, das aus einer Pflichtfreiubung, Stabhocksoringen, Weitforingen, S:cin* stoßen und kaufen über 100 Meter besteht. Tie höcksterrcicvbare Punktzahl ist 90 und alle die, die mindestens 56 trnimen, werden Sieger. Von 9 Uhr ab werden Spielmannschaften Wettspiele im Faust-, Tamburin- und Schlagball austragen und um 11 Uhr sammelt sich an der Nordseite des alten JeldbergHauses die Sänger­schaft des Main-Taunus-Gaues, um 2 Massenchöre vorzulragen. Nachmittags finden die Mannschaftskämpfe im Eilbotenlauf statt, wozu zahlreiche Meldungen vorliegen. Nur 5,Turner zählende Mannschaften eines Vereins, die int Fünfkampf 280 Punkte er­zielt haben, werden zugclassen. Ter Wertkampf um den Völsungm- Wanderpreis ist sckwn am Samstag nachmittag, auch daran können nur 5 Turner zählende Mannschaften teilnehmen und Sieger kann nur die werden, die im Fünfkampf 300 Punkte erreicht.

** Tas zweite Abonnementskonzcrt der Regi- mentskapelle hatte sich wie auch das erste eines sehr guten Besuches aus allen Kreisen der Bevölkerung zu erfteuen und der sehr an- prechend ausgewählte Spielvlan wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Obermusikmeister 2 ober hatte einen lustigen Operetten-Abend veranstaltet und unter Mitwirkung des angeregten Publikums, bas die Weisen auf mannigfache Art begleitete, verlief er in allen seinen Teilen aufs beste. Großen Beifall fanden, um nur einiges herauszuheben^ vor allem die Phantasie aus dem Walzertraum, die Stücke aus dem Obersteiger, die Overetten-Rcvue, der LiebeStanz auS der Operette Madame Sherry und der G r i gr l - W a l z e r. Auch die beiden neuen Stüae, der Revisormarsch von C. Weiß aus der OperetteDer Revisor" und bas Telegravhcnlied aus der OperetteUnser Theobor" v. I. Manas fanden lebhaften Anklang. Die Kapelle mußte sich mehrfach zu Zugaben und auch zu Wiederholungen entschließen.

** Vortrag über Einkoch- unb Frucht sastappa- rate. Man schreibt uns: Der gestern von der Firma Lang u. Wiederstein im Caf6 Ebel beramtaltete Vortrag über die Bade- Tuplex-Dampseinkoch- unb Fruchtsaftapparate war ausgezeichnet besucht und die Apparate fanden den ungeteilten Beifall aller Be- ücher. Die Vortragende, Frau Bauinspektor Müller, Hildes­heim, führte an Hand praktischer Beispiele vor, wie die Apparate gehandhabt werden, u. a. kochte sie im Dampfkocher innerhalb ganz kurzer Zeit Obst unb dergleichen im vierten Zeile der Zett ein, die man in bem seitherigen veralteten Wassereinkochversahren nötig hatte. Der Bade Duplex-Fruchtsaftapparat erregte wegen seiner einfachen, praktischen (finrichtung das größte Interesse der Besucher, der Saft kommt mit keinem Kock, Holz ober Guminileil in Berührung, auch kann ber Fruchtsaftapparat bei der nötigen-, i Verdichtung in alle anderen Apparate eingesetzt werden.

** Luft- unb Sonne nkuren. Man schreibt uns:. Allenthalben sind jetzt die Luftbäder eröffnet. .Wenn, bic Zahl' I derselben auch in den letzten Jahren gewachsen ist, so ist die Ein- 1 icht in den Segen der billigen Luft- und Sonnen kuren doch noch j immer nicht genug verbreitet. Immer allgemeiner ist in den | letzten Jahren van ber Wissenschaft anerkannt worben, welche ungeheure Bedeutung für die Gesundheitspflege des Körpers und Geistes eine gründliche Hautpflege bedeutet, und baß neben einer orgfältigen Reinhaltung der Haut bas Baben in freier Luft 1 und Sonne von außerordentlich segensreichem Einfluß für bie Gesunderhaltung des Körpers ist. Nach den Feststellungen ber Dr. Lahmann, Ziegelroth, Marcuse, bes Prof. Winterrntz u. a. wirb dadurch die Aeuchenfestigkeit des Menschen außerordentlich erhöht, der Organismus von schädlichen Selbstgiften gereinigt; i und so vorbeugend einer großen Schar von Zkrankheiten der Boden j entzogen. Erst kürzlich rourben in berGesellschaft für Aerzte" I zu Wien mehrere Kinder vorgestellt, bic durch Lust- und Sonnen-'» bäbec sogar von schweren tuberkulösen Knochencrkrankungen geheilt I worben finb. Das Luft- unb Sonnenbab wirkt auf die Beförderung I des gesamten Stoffwechsels und Blutkreislaufs, so daß immer mehr || Aerzte sich des Luft- und Sonnenbades als eines der wichtigsten *1 Vorbeugungs- und Heilmittel bedienen. Eine ausführliche Drien«|l tierung über bie ganze Frage bes Luft- unb Sonnenbades bieten \ bie Schriften, bie umsonst von ber Geschäftsstelle des Natur heil- 1 Vereins abgegeben werben. Das an bie Müllersche Babe- I an ft alt angeschlossene Luft- unb Sonnenbab ist zu .Luft- unb Sonnenkuren vorzüglich geeignet. In seinen für Damen und Herren getrennten Abteilungen stehen Ruhebänke mit erhöhtem Kopfteil, Turngeräte wie Barren, Reck, Runblauf, Sprunggeräte, Ringe, Keulen unb Hanteln bem Besucher zur Ver­fügung und ermöglichen jedem, sich nach seiner Weise zu betätigen.

Landkreis Gießen.

Lang-Gönö, 14. Juni. Zu bem Bericht über ben Gesang-Wettstreit in Kirch-GönS sei mitgeteilt, baß in ber zweiten Klaffe nicht baS SanntagSquattett Mühlheim ben Ehrenpreis errungen hat. Germania-Lang-GönS unb Mühlheim hatten je 117 Punkte. Bei ber Entscheibung burch baß LoS ist ber Ehrenpreis Germania-Lang-GönS zu­gefallen.

m. Hungen, 13. Juni. Eine Menge Monteure sind gegenwärtig hier tätig, um die Leitungsstangen für die elektrische Anlage an die Wölfersheimer Zen­trale an den Häusern anzubringen. Viele Hausbesitzer haben sich für den Anschluß an das Werk entschlossen. Der Schulhausneubau geht rüstig vorwärts und ist schon bis zum zweiten Stockwerk gediehen. Der massive Steinbau macht schon jetzt einen guten Eindruck und wird mit allen neuzeitlichen Einrichtungen wie Badeanlage ufw.

[] Marburg, 13. Altertümer, welche beschichte unb ßanbc^i Qtebn et in ben großen hergebracht ist, findet paifnirgS unb Kurhessen- -Mer, Mdemiler [bauten gewahrte ganz du Sammlung zu bch . . Frankfurt, 1 5 uin(nx3(f)au|te[: ' -wrn auch in hohem f Du inen bieten in gedrä, ai3 Der Reisende I^x4ann- Das n ^ch die Büste. Die Z E "legenhaaren gewet " ?r'n "kmien, werden und, nachdem wuder au gerichtet -^i^gen der Byck -s^w,es einer Beduin- ^?onuhrungen sind ' 25 J 9an^n läge- $ & .und für ba, »mt 20 $r>Ü,r erm, «Psenntg extra.

Mein?' 7, ^urt^a' t Öon® riieiof seiner st ^ch^enden ßknfa 'fine 5 ?'ec v, s-nd ^.abdrücke, 5<(n Z verraten gr' - ». soll. 9

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