Ausgabe 
14.9.1912 Fünftes Blatt
 
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viertes Blatt

217

162. Jahrgang

Gießener Anzeiger

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag».

General-Anzeiger für Oberhefien

Di«Otetzener §«m,lle,dIiNer'. werden dem ,tln|rifler viermal wöchentlich beigelegt, da« Krdsblatt fir den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Tie landwirtschaftliche« idt- fragen" erfchemen monatlich zweimal.

Samstag, 14. September 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'schen Universuät« - Buch- und Eteinbrudecel 9t Longe. Sietzeir.

Redaktion, Expedition und Tniderei: Schul- strage 7. Expedition und Verlag: RedakNonre^S 112. Tet-Adr^ Anzeiger Lieven.

was seine Wertschätzung bei manchem

fischen Dogelbraten

3m Mittelalter bat die Bercbrung

bedeutend erhöben bflrite.

Spielplan der vereinigten jiranfsutter Ztadttheater.

Auseinandersetzung mit England

einmal zu einer cmftcn

sollten.

bimnen

Londoner Aufgaben.

Sasonows

abends 71/, Uhr .flöiiigflfinber.* ,TieIbaltürc.*

Wenn nicht, ;fo gebrauchen Sie eine Zeitlang Scotts Emulsion, welche die Eßlust anregt, da­bei selbst sehr reich an Nährstossen ist, den Körper also in doppelter Hinsicht kräftigt. Scotts Emul­sion ist für Erioachsene ebenso gut wie für Kinder.

Der mb er n: gen d er

und in den Verkehrsmitteln auf die Gefahren unreiner Milch hiw weiset» zu können.

Schmeckt Shnen das Essen?

ut. Es baden sich an gebratenen Ikrammetsvögeln schon die aiöBten Feinschmecker im alten Rom. ein Lucullus. Apieiu« und .Aclius Atediu« ergötzt. Mithin handelt es sich um einen Baf-

funden Sie wählt diese einfache und unaufdringliche Essenz, nicht um Aussehen zu erregen oder ihre Reize zu erhöhen, sondern weil er ihr Frische und Lebensheiterkeit mittnlt. Die gute .Hausfrau begnügt sich mit dem Duft der Feldblumen: sie unoct in ihm die idyllische, würzige Einfachheit des Landlebens und der ge­sunden Natur.

Tas Paradies der Schwiegermütter. Wäh­rend die Frau bei den primitiven Völkern zumeist eine nichtige und wenig ehrenvolle Stellung annimmt, genießt sie bei den Be­wohnern von Madagaskar eine hohe Achtung und übt sogar nicht selten ein kräftiges Pantosfelregiment. Das weibliche Geschlecht spricht nicht nur in der Familie, sondern auch in den Staatsatr- gelcgcnbciten entscheidend mit, und lange Zeit hindurch ist die Insel von Königinnen regiert worden. Das merkwürdigste aber ist, wie G. Mondain in einem Aussatz in der Revue au »führt, bie große Autorität, die die Schwiegermutter in Madagaskar besitzt. Tie Sprichwörter des Landes sind voll von ihrem Ansehen und von ihrer Wichtigkeit. Einige Beispiele müssen für viele stehen: drücken sic auch nicht gerade Zärtlichkeit aus, so zeugen sie doch von der heilsamen Furcht, die das Erscheinen der Schwiegermutter hervorruft.Macht nicht so viel Geräuschs, heißt eS da z. B., wie eine Schwiegermutter, die v.i ihrem Schwi gersohne kommt: cs gibt gerade Gier -um Frühstück und sie verlangt nichts ge­ringeres, als eine Axt, um sie aufzumachen."Macht nicht so viel Umstände, wie eine Schwiegermutter, die zu.ihren Srinbern kommt: wenn es nur ein Huhn zu töten gibt, so fordert sie, daß sieben Männer zugleich ausstehen, um ihr zu Helsen." Wenn ein lunger Mann trotz der größten Mühe von seinen Vorgesetzten übersehen wird, wenn ein Lehrer des fleißigsten Schülers nicht achtet, dann tröstet man in Madagaskar den einen wie den andern mit folgenden Worten:Du arbeitest vor einer blinden Schwir- germutter und verlierst nur Deine Zeit " Ter Mann darf sich der tyrannischen Cberbobeit der Mutter seiner Frau nicht wider­setzen, und rin Umstand trägt noch viel dazu bei, ihrer Herrschaft eine in Europa unbekannte Furchtbarkeit zu verleihen. 3n Mada­gaskar ist nämlich die Vielweiberei lange heimisch gewesen und auch beute noch nicht ausgestorben. So bat alfo der Gatte meh­rerer Frauen das Glück, in seinem Heim auch mehrere Schwieger­mütter begrüßen zu dütien und viele Hunde sind bekannllich ces dosen Tod. Heute ist die Vielweiberei stark zurückgegangen, denn der Mann ist sich der Schäden di?'er Einrichtung wohl be­wußt. Auch davon erzählen die Sprichwörter, von denen eines sagt: ,L)üte dich, in Not und Elend zu geraten, wie der Mann, mit vielen Weibern, dessen Reisvorrat so rasch erschöpft ist."

KrammcfSDögel.

Fast ist es ein Wunder, daß der Ärammetsvogel nach den »eintausend:ädrigen Verfolgungen noch au, Erden anzulressen

russische Minister des Aeußern Wirb am 20. Sep- tn London cintrcffcn, dort zwei Tage zu- und danach nach Sck)loß Bal moral fahren,

Der Charakter im Dufte.Sage mir, wie du duftest, und ich werde dir sagen, wer du bist," diese T-evise könnte rill bekannter französischer Parsümfabrikant den Ausführungen voranstellen, die er über den Zusammenhang des Charakters der Frau mit dem Parfüm, das sic gebraucht, mitteilt. Er erklärt, daß er das Wesen einer Dame aus ihrem Taschentuch wenn es parfümiert istherauslesen" könne. Tie Frau, die den erfrischenden Duft von Jockey >ilub jedem andern Parfüm vor­richt, ist eine fröhliche, etwas leichtlebige Person, die alles von der besten Seite nimmt. <s\c ist klug und in ihrem Ween an­genehm, so daß Fockey-Älub, wie uns der Kenner anvertraut, ftc*s eine gute Gefährtin für den Mann verrät. Rosencsienz ut der Lieblingsduit der eleganten Dame von Welt. Mit Roiendutt eint sich stets eine Stimmung von Luxus und Verschwendungs­sucht Tiefe rosenduitenden Tarnen sind es, die ihr kostbares Spitzentaschentuch auf der Treppe verlieren und beim Juwelier Irin laufe machen, über die dem Gatten die Haare zu Berge ft den. Glücklich bmenige, der einer Tarne seine Neigung zu Füßen legt, die Lawendelwasser für ihren Toilettentisch auserkoren hat Die bc'di.iden gemütvolle Atmosphäre der Großmütter um- slic't diese Verehrerin des tntmeben Biedermnerpatiums: |ie ist bescheiden und treu, still und gütig, wie der Dutt, den ne aus­strömt Wehe aber dem, dessen Lebensmad eine »yrau kreuzt, die sich an starken indischen Parfüms berauicht. Das und do- monische, leidenschaftlich wilde Naturen, die auch vor dem Ver­brechen nickt zurückschrecken. Sin Taschentuch, getränkt mit dem indischen Patiüm Phul-Nana ward jüngit m den Händen eines Ermordeten gefunden, und als man icftitdltc, daß ietne jyrau bieieö Parfüm über alles liebte, bot der Dutt die Handhabe zur Entdeckung der Mörderin, Scltiomcrrocvc ut Veilchendutt^das Lieblnigsrarfüm der exzentrischen und launcnbarten errau. xirie bescheidene Blume wird ron Tarnen bevorzugt, die ilatterhatt, extravagant und frivol sind. Tarnen mit künnlerucher «eran lagung benutzen mit Vorliebe eine Essen; aus wcitzen Roicn. Fhrem phantasievollen Geiste crfcbeint nur bicicr kühle und zarte Geruch angemessen: andere Parfüms dünken ihnen schwer, dumm nnd gewöhnlich. Als das eigentlich« Panum der .jnobemen fttau" bezeichnet unser Kenner Frangipanni. zie Benutzerin dieses Dutte« liebt den Flirt, ist ihren Genouinnen eine geiahr- 'iche Freundin, raucht viel, ißt Hauptsächlich unbekommttches Zeug und lieft Bucker, die alle Welt für unpa,,end erkl art. Das tunge "-eädchen Hat im Gau de Cologne das ihr zusagende Panum ge­

Tonncisioa, Den 2G. Sept.: ,La Bohäme.

Opernhaus.

Sonntag, den 15. September'):Ttanon/ Montag, den 16. September : .Der Rolcnkavalicr. Tienstag, den 17. Sept.: -Der Cuernbaa/ Mittwoch, den 18. ceptember, abend» 7X Uhr: .Ter ferne Klang. Donnerstag, den 19. September: ,Tie luftigen Weiber von Windsor. Freitag, den September, abendS 7'/, Uhr: .Alt-Wien. SamStag, den 21. September: .Carmen. Sonntag, den 22. September, nachmittag« 3^ Uhr: ^Mignon.* Abends 7 Uhr: .Der Cperiibal!.- Montag, den 23. September, .Fräulein Teufel. Dienstag, den 24. September: Mittwoch, den 25. September, abends 6*,, Uhr r

für .strammetsvögd nicht nachgelassen Hohe Hcrrett, weltliche und geistliche, fingen im Tobncnftir-j bie zu den lockenden Beeren des Wacholders und der Eberesche vertrauensvoll anilicgenbcn Vögel schonungslos ab. Sattsam bekannt ist. daß Heinrich der trage der deutschen Fürsten die ttonigskrone anbot, gerade seinen Vogelhero besichtigte. Zm Fabre 1496 kamen in Nürnberg, als Markgras Friedrich von Ansbach und einige andere Fürstlichkeiten Gäste der Stadl waren, nicht weniger als 836 Krammetsvögel aiir die Festtafel. Tie noch erhaltenen Kam merci rechn un gen geben als .Postenpreis für den Vogel 5 Pfg. an. Auch ipätcr wird der jriammetüvogcl mit einer gewissen feierlichen Betonung als Herrenessen" bezeichnet, wobei jedes Kochbuch gewissermaßen eine Reverenz vor ihm macht .

Aus dem 1739 zu Frankfurt und Leipzig bei Ioh. Friede Glediisch sei. Lohn erschienene Frauenzinimer-Lerikon geht her­vor, daß unsere Vlbncn nicht nur die Wachholder Drossel (Turdus pilaris , al io den eigaithdxn ÄTammettfppgd, sondern überhaupt die ganze Drostei-Familie, die Singdrossel oder Zippe (Turdus musicus , die Misteldrossel (Turdus viscivorus), die Amsel oder Schwarzdrossel iTurdus merula, die Ringdrossel Turdus tor- quatus- und die Rotdrossel «Turdus iliacus , gebraten und mit bestem Appetit verspeist haben, und zwar ohne über den Vogel masienmord G.nvissenSbisse zu verspüren. Leider haben auch die Nachkommen leinen Unterschied zwischen den einzelnen Gliedern der Familie der Drosseln gemacht: was fid) im Tohnenstieg ver­fing, wurde schonungslos gerupft, gebraten tznd dem unersätt­lichen Magen einofrlcibt. Nicht nur Drosseln fingen sich in dem tüdifdKii Teufclsn^rk. sondern auch andere gefiederte Sänger und nützlickre Vögel. An den Beinen fcftgebaltcn, zappelten die armen Tiere snindenlang, bis sie der Tod von ihren Qualen erlöste. Erst durch Reichsgesetz vom Fahre 1908 ist der Tobncn- ftieg in Tcutschland verboten worden. Zwar wollte die ReichS- regierung in der Novelle zum Dogelschutzgcsetz den KrammetS- vogelsang im Dohnenstieg während der Zeit vom 1. September bi« 31. Dezember frei geben und das imbeabfiduigtc P^itfangen geschützter Vögel straflos lassen, aber der Vorschlag der Kom­mission, diese Bestimtnung zu ftrcidteii und den M'ramnietöoogcl- fang im Dohnenstieg gänzlich zu verbieten, gelangte im Plenum zur Annahme. Seitdem eiTdKtncn die jirammetsvogel spärlicher aus dem Markte, wenn and, nod) immer genügend. Uebrigens spielen gebratene Arammetsvögel and) im Konservenbandei eine Rolle, denn Dosen zu fünf oder zehn Stück und zu Preisen von 3 oder 6 Mark sind rin sehr gut gehender Artikel Ebenso finden Krammctsvogel Pasteten zahlreiche Liebhaber. Der nach deutscher Art gebratene Zdrammetsvogcl ist am schmackhaftesten und am allerschmackhastesten ist er, )vcnn er nach alter Art am Spieß über dem Rost gebraten ist.

g en gesetzt. . .

Zn Frankreich erhofft man ebensalls viel von dem toniboner Aufenthalt Sasonows. Sv schreibtEcho de firtö": ...

Wenn die Unterhandlung mit Ssasonow über das englitch- Pssilche Zusammenarbeiten zu einem günstigen Ergebnis führt, II wird viel für die Befestigung der T r i p l e e n t e n t c thin fein. Man wird Deutschland, das seit zwei Jahren auf die hctnigfcit der beiden Länder^hingearbcitet bat, um die Triple- Heulte zu erschüttern, einen Strich durch die Rcdmiiilg machen, j-n. englisch-russisches Mißverständnis in Asien würbe wieder kl Ttiplcciitente gcsährlid) werden.

1. Neue F

il Bersien. Man glaubt an eine tri Weiterung Der iriniluBjonen bii zur neutralen Zone, wie sie im Vertrag von 1907 feftgdegt sind, deren \llufred)tcrljn[iung sehr schwierig wird, falls der per- -'he Staat au Madst verliert.

2. Genaue Festsetzung der Grenze der englisch-russischen Bahn.

3. Erörterung der Tibctfragc.

4. Die unlängst erfolgte Ernennung des Herrn v. Klemm |wn BoN'chastcr in Teheran hat in England keine Billigung ge- funi en. Herr v. Klemm ist einer der Verfasser des Potsdamer '.'.»kommens. Seine Absichten sind den englischen geradezu

bauten. 1'6 ist zwar nicht der Birnam-Datd, sondern der Bafiet«- Watd in Glamorgan, der sich nach einem Berichte be6 <^rafsckast»- rate3 feit über einer Woche langsam von seinem urfprune.lichen iinge fortbeivegt Dlmüdidj hat die merkiourdige Erscheinung sehr rasch ihre Erklärung gesunden. Der Wald liegt an einem Berg­bange. Eine 120 Meier lange Strecke dieses Hange« bit sich gelöst nnd rutscht als geschlossene Masie abwans Die Bäume, lauter Ulmen, haben »um Teil ihre ausrechte Haltung behalten, andere sind halb umgektppt und liegen in allen möglichen Richtungen durcheii,ander. Ä ...

>fa icrncnbof blüte Unterostizier:KerlS, Jbr jäh ja so dumm, daß Euch schon das Herz int Leibe lacht, wenn 3b< bei einem Fuder Heu vorbeigehi'

Märkte.

«lebe«, 14. Sept. - arktbericht. " ick heutigem Woeden- markte lo'iete. 2'utter daS lstind 1,10-1.20 1 L pübnereier 1 Stück 8-9 Lhu 2 Stück 00 Psg., Enteneier 1 sstick 100 Psg., Gänsener 1 St. 20 Stale da» Stück 0s . fg, «äsematte 2 Stuck 56 -Pia.' Dauben pr 1 r. 0,801,00 T f, übner pr. 6t 1,001,60 Bahnen pr. Stück 0^01,80 Enten pc. St. 1,802^0 fDlt,

Eänse da« Psd. 7080 Psg^ Lchseilsleisch pr. Ptd. 92100 <g, Rindsteisch vc. Psund 9094 Siuhlleisch bU Psg> ertuoeine- fleüd) m. Plund 90110 Pla>, «olbsleisch pr. 'Üb, 92'.'6 psg^ Hammelfleisch pr. T-ld. 7090 Psg., ttartosfeln pr. luO sta. b.oO bi» 6.00 Plk., Weißkraut da« Stück 7 bi» 15 Psg* Ziviebeln vec Qtr. 8,0010,00 Tifw 'Milch da« ifiter 22 'l'fg Nüsse 100 etüct 5000 Psg^ per Ztr. 0UJ Mk, Olurfcn 100 Stück 1.50 b,s 0.00Wil, Bohneii da» Psd. 1012 l(g. Birnen da» Psund 10 bi« 15 Psg-, Zwetschen der Ztr. 4-6 Pik., sstcpsd der ZenMer 6 bi« 15 Ml. Marltzeit von 7 bi« 1 Uhr.

vermischter.

Eine .mexikanische Jungfrau von CrleanS wird in ainerilaniscyen Berichten eine lühne Fran ^genannt, die sich durch einen verwegenen Handstreich zur unumschränlten Gebieterin einer ganzen Stadl gemacht batte. Die Amazone soll die Frau deS Cberftcn Vtijero Alanis sein, eine« Rebellenfuhrers, der in der Ilm« gegend von Palomas gegen die NegierringStruppen lämpft. An der Spitze von zehn Soldaten, die ihr zu Fuß folgten, ritt sie nach der Stadt ^uarei, die nur von einer Polizeiwache beschützt wird. Mioid) war sie vor die Wache gesprengt vnb entwaffnete selbst den BesehlShader der Polizei und seine sech« Leute. Es war ein selt­samer 'Jlnblitf, wie nun die junge, schöne Frau, in ein Neittoflnm von flali gekleidet, auf ihrem Schimmel durch die Straßen svrengte, icden, der sich ihr entgegenzustellen wogte, mit ihrem Gewehr be­drohte, und die Ladenmhaber zwang, gutwillig ihre Vorräte herauS- zugeben. Ihre Leute hatten sich uutetbeffen mit den Pierden der Polizisten beritten gemacht und folgten ihr. 21 lies vollzog sich in größter Ruhe, denn die Bürger waren von der seltenen und iaS- zinierenden <rild)cmung so überrascht, daß s e sich nickt zu wiber- leucn wagten. Mit Beute reich beladen, ritt die Amazone bei Anbruch bei Nacht mit ihren nun ebenfalls berittenen Begleitern fort, um wieder zu den Truppen ihres Mannes zu stoßen. Die Bürger er wachten erst langsam aus ihrer Erstarrung und bildeten nun eine Bürgerwehr, deren altertümliche Mafien einen erneuten Angriff abwehren sollten. v

kl. Ein wandernder Wald. Ter wandernde Wald aus ,'l1lacbeth ist in Großbritannien gegenwärtig in Wirklichkeit vor-

Gast des Königs sein wird. Zn diplo- »itischen Kreisen Londons erwartet man viel von dem frfiid) Sasonows Vor allem eine genaue Feststellung des tr. Zal?re 1910 abgeschlossenen Vertrages über die englisch- nisfischen Beziehungen in Persien. Von englischer Seite mrd, so schreibt man aus London, jedenfalls eine solche Digrenzimg verlangt werden. Es werden folgende Punkte chic Erörterung finden:

. Neue Festlegung des englisch-russischen Wirkungsber.'ichs daubt an eine Erweiterung der Einflußzoncn

Schauspielhaus.

Sonntag, den 15. September, nachmittags 37, Uhr: .Glaubt und Heimat Abends 7 Uhr: .Zugendireunde.- Montag, den 16. September'): .Julius Cäsar. Tienstag, den 17. September: FlachSmami als Erzieher.- Alittwoch, den 18. September: .Fugend- sreunde. Donnerstag, den 19. September, abend« 1% Uhr: .Iphigenie auf Tauris. Freitag, den 20. September, abend» 71/, Uhr: -Zapfenstreich. Samstag, den 21. September: .De, dunkle Punkt. Sonntag, den 22. September, nachmittag« 8X Uhrr .4llt-Franks,irt. Abends 7 Uhr: .Charley« Tante. Montag, den 23. September: .Jugendfreunde. Dienstag, den 24. Sept.: .Tlabatnc SanS-GSne. Älittwoch. den 25. September: Zum ersten Male: ,Tcr lächelnde Rnobe. Ein Scherzspiel au6 alten Tagen (in 3 Akten, von Max Dreyer. Donnerstag, den 26. Sept, abends 1% Uhr: .Ter Biberpelz.

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. .

politifchc lagesfebem.

England, Amerika und Deutschland.

ImTag" bespricht Günther Thomas die Siel- ^ngnahme der deutsck>en Presse zum englisch-amerikanischen j teit über die (Gebühren der PMiamakanal-Schiffahrl und |mml zu folgendem Ergebnis.

Aber nun gesetzt den Fall, die Engläiider hätten wirklich voll- Dindig recht und bie Amerikaner unrecht. Fst da- ein Grund für I. letdenschastlick) sür Eiigland und gegen die vereinigten Staaten | rtel zu ergreifen ? Tie gesamte Gruppierung der europäiid en litte, nicht nur In Europa selbst, sondern in der ganzen Welt, le Cftaften wie onberwnrtc-, beruht heute auf dem Gegensatz pii chen Deutschland und England. Mit Recht oder Unrecht wericn ,r der englischen Politik uot; daß sie mit allen, auch unlauteren Kitteln berechtigte Ansprüche Teutsd-land» auf Kolonialbesitz und Be.ieltung zu bekämpfen sucht, daß nn« England überall tm te^e ist, iuo wir glauben, >in« auSbreiten zu können. Aus Innb dieser Politik hat sich England in den letzten fünfzehn t tien sügsam in lebein tinjelnen Falle den Wünschen der Der- »i,ten Staaten unterworfen, weil es seine gesamten Kräfte gegen InJfrtilanb zusammenhält Die englische Presse hat sich mit großem Geschick und vorbildlichem Verständnis für die Erfordernisse de« jufenblid» erfolgreich bemüht, auch in ?lmetifa Stimnumg gegen |ddfd)lonb zu machen und dieses als den Welsttörenfried Hin- Miellen. Nur daS energische Austreteu der Deutsch-Amerikaner im sLiide mit den irischen Amerikanern unb einzelnen verständigen T do-Amerikanerii hat dem in der Union die Wage zu halten ucr- at. *hif welcher Seite liegt nun im Falle eines Konfliktes ».schen 'Amerika und England unser Jnterefie? Alüsien wir unS Ürciau« die Sympat fen, die wir noch m Amerika besitzen, durch r e rein doktrinäre Paricmahme für England mutwillig zerstören?

Es ist an bei Sache etwas Wahres. Freilich glauben |ir nicht, vast es zwiscl>en England und Amerika zu einem tjrflitt kommen wird, da England klein beigeben wird. |.rr auf Amerika wird schwerlich Verlast sein, wenn wir

Frciucn-Feuilleton.

Fraucnnachrichrcn aus aller Welt.

Norwegen hat seit kurzer Zeit seinen ersten weiblid,en Rechts- iciualt Fräulein Elise Sem ist jüngst zum Rechtsanwalt Lv- itiat und zum höchsten Gericht des Landes zur Vertcidiguug up ,! ien In Transvaal ist Frau A. M. Ellis zum Burger- ritcr von Johannesburg ernannt werden ^Mexiko ipnlen i Paar Frauen eine wichtige ülbllc Jjvi der Revolution. Eine . n ihnen, die Frau des -berlteit Lazero Alan^, eines Re- il Anführers, der die Osegend von Palomas unncker macht, M j wit mit einer kleinen Tnwve m bic Stadt 3uarez

I r> hat den Crt rin Paar stunden lang beietzt gchaltV. Wah, iC dieser Zeit ließ sie die Poll,e: entwattncn, nahm 0.U frrtc weg, und zwang die Ladeninhaber, ihr Proviant auS- trim: Fu Honolulu werden wahnchemlich bmnen kurzem - Frauen den Männern durchaus gleichberechtigt fein. ^bc

I iriete tvenigstens Charles Barren, der ,n der Bertretung uon ,'lulu einen Sitz bat Als Dawai ut den Bentz der tr

| Junten Staaten kam, erhielten alle Männer, ^as 'lirnrn l!l -i'c Aller hatten und in Hcuvai geboren waren, oder d ri Z.hn li .... ...i.-ht hatcn, das Stimmrecht Auf .varoat findet iich aber » i fold>es' Völlergemi'ch, daß man bie Eve' und Rck'^sragen

ß Cbeer", eine vailanttopisd,e Beriinigung von Frauern Kreil Vorsitzende Miß T-.eora Carter ut, ttch lungst der Frage nach ! labLie der Schulkinder angenommen, .und, da a. Er

! EmTfc richt beunruhigend waren, Jogletcb ^*rittc 'u 'h.r^ Eftrunn actan Der Verein hat bereits taufend, von Zahn Hin; in den Schulen verteilen lassen, autzerdem beuchen ,nn. !-z khörigen die Spielplätze.dkr Kinder vertellen ^b^sten to geben dabei kurzen Unterricht über Zahnpflege - Ein Jen ur Ikr Linematographen, nnc nc bet uns anM e'ngefichrt ist wollen vrnvtn in Baltimore emgetuhrt willen. Untir Dir »yuor.r

UTon Mitz T°°ä her serau^ebenn einer ange-.-benm KUSw" Ml ,un°M E einer Ar. ffonM bK fög te IHnematograeben beiPTod)cn J-nb bereite Unm.

KÄlungen Darüber mit den Unterrichtsbehodi '-rauen*

Tesr Gesundheitsamt von Chicago 6at.aur (Ruthen Der .yrau LH dieser Stadt unb mit ihrer Hilfe einen .Kilcfjfrteg unten* tnmen, einen Feldzug gegen Den B-riauT unnnur ..11 - <n;ud> £,n;xt arnMh[ der Fmpektoren, bie die Reinheit oer -iuw Fötüfto haben! soll nm 100 vermehrt wevden, und die grauem I hhu sammeln (Mbmittd, um durch Plakate aus den ^ttatz