Nr. 157
Zweites Blatt
162. Jahrgang
115
Giehener Anzeiger
Erschein« tLgttch mit Ausnahme wrt SonmagK.
General-Anzeiger für Cberheffen
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Die „Oietzener LmnlliendlStter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, do« „Kreisblctt ffir den Ktel» »letze«" .-vermal wöchentlich. Die „LandwiNschaftlichev ödt- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
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Tie Marktpreise für Viel- und Frucht und die (SicBCucr Fleisch« und Broiprcise ___________ am 10. Juni 1912.
Donnerstag, 15. Juni 1912
Ästattonibnid und Verlag der vrühllche« Unt»ersitLr« - Brich- und Stelnbrudeeel 0t Lange. Stehen.
Universitäts-Nachrichten.
Tie Universitär Leipzig wird im laufenden Sommersemester von 5038 immatrikulierten Studierenden besucht, gegen 4888 im Sommcrsemcster 1911 und 5170 im Wintersemester 1911/12. Außerdem I-aben noch 887 Personen die Erlaubnis zum Besuch der akademischen Vorlesungen erhalten.
Der Bundesrat und die vesitzsteuer.
Die oifiziösen .Berliner Politischen Nachrichten^ schreiben:
Wie jetzt bekannt >vird, hat der Bundesrat dein von den Abgeordneten Basser mann und Erzberger eingebrachten Gesetzentwurf aut Hinausschiebung der Herabsetzung der Zucker- steucr und aus Vorlegung einer allgemeinen Besitz st euer bis 30. April 1913 zugestimmt und dadurch die Reichsftnanzver- wallung mit der Ausarbeitung einer entsprechendcn Vorlage bcauttragt. Hiermit entfiel für den Bundesrat die Möglichkeit, dem Anträge der Fortschrittlichen Volksparlei auf Wiederholung des (S r b - s ch ast S st e n e r e n t w n r i s vom 14. Ium 1909 zuz »stimmen. Während der Reichstag beide Anträge annayni und damit, ivie es der Abgeordnete Baffermann »in Plenum des Reichstags ausdrüdte, den verbündeten Regleruugen zwei Offerten nebeneinander machen konnte, war es für den Bundesrat ausgeschlossen, der Reichsfinanzverwaltung zwei solcher Aufträge zu erteilen. Wenn daher der Bundesrat den Antrag Bassermann-Erzberger und nicht den der Fortschrittlichen Volkspartei annahm, so hat er damit, entsprechend den Erklärungen des Reichsschatzielrelärs im Reichstage, sich vollkommen freie Hand über die Ausgestaltung der seinerzeit vorzulegenden allgemeinen Befitzsteuer gelassen, ohne etwa gegen die in dem zweiten Entwurf empfohlene Erbschaftssteuer Stellung zu nehmen.
Sport.
Budapest, 11. Juni. Bei der vom Konigl^Ung. Auto- mobilflub vom 6. bis 9. Juni veranstalteten Kleinwagen- sahrt über 1300 Kilometer wurden die beiden ersten Preise aus Ove (wagen erzielt. Ten 1. Preis errang nebst der großen goldenen Medaille und einen Ehrenpreis Baron Born und den Ehrenpreis der Stadt Debreczen Herr Sauer.
ÄebaftUn, Expedition und Druderet: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: fca® 5L Redaktion: 112. Dell-Adr^ AnzeigerGießen.
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Kreazp|atz „
68. Hauptversammlung der Deutschen Landwirtschaftt- Sesellschafl.
:: Marburg, 12. Juni.
Unter dem Vorsitz des Herzog-Regenten Johann ?llbrecht von^Medlenburg und des preußischen Landwirtschaitsministers v. ^chorlcmer-Lteier und des Staatsministers von Anhalt Exz. Laue und des Oberpräsidemen von Hannover Exz. v. Wentzel trat die Deutsche Landwirtschasts Gesellschaft hier im footel „Furstenhof' zu ihrer 68. Hauptversammlung zusammen. Ter Vorsitzende Herzog Johann Mbrecht begrüßte die erschienenen Gaste, woraus an den deutschen Mail er ein .vuldigungstelegramm abgeiandt wurde
sodann wurde beschlossen, zum Präsidenten der Deutschen Landwlrtichafts-Geiellschast für 1912/13 den Statthalter von Elsaß- Lothringen Grasen Wedel zu wählen, der mit der Wahl sich telegraphisch einverstanden erklärte.
Hierauf hielt Landesökonomierat Dr. Pommer (Braunschweig- einen Vortrag über den
Stand der Landwirtschaft im Herzogtum Braunschweig.
Bei den verschiedenen Bodenarten des Herzogtums werden hier die verschiedenen Zweige der Landwirtschaft gepflegt, insbesondere der Zuckerrübenbau, der Spargel- uno Gemüsebau u. a. D»e B e s i tz v e r h ä 11 n isse sind im Herzogtum als sehr günstig -u bezeichnen. Die Besitzungen von 2 bis 100 Hektar umfassen 83 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Der Hafer nehme die größte Anbaufläche ein, u-in folgen Roggen, Weizen und sodann die Zuckerrübe. Es sind 29 Zuckerfabriken im Herzogtum vorhanden, die sich als Aktien-Gescllschastcn in den Händen der rübenbauenben Landwirte befinden. An Kon- servengemüsen toerben felbmäßig gebaut etwa 4000 Hektar Spargel, 1300 Hektar Bohnen, 1725 Hektar Erbsen nnb etwa 550 Hektar Marotten, Spinat, Kohlrabi, Blumenkohl, Rosenkohl, Braunkohl unb bergt Es befinden sich im Herzogtum 52 Konserven- sabriken, allein in der Stadt Braunschweig 28. Tie jährliche Fabrikation von Konserven beträgt im Herzogtum 45 Millionen Dosen und Gläser. Tie Viehhaltung ist im Herzogtuin sehr stark. Die Pferdezucht betreibt hauptsächlich die Züchtung eines schweren Arbeitspferdes. Tie R i n d v i e h z u ch t, die durch ein ZuchtstierhaltungSgesetz gefördert wird, produziert oitsriesischeii Schlag, Wesermarschvieh und Harzvieh. Tie Schafhaltung ist im Herzogtum im Laufe der Zeit erheblich zurückgegangen, dagegen ist die Ziegenzucht im Wachsen begriffen. Auch die Schweinezucht ist sehr ausgedehnt, besonders in den kleineren und kleinsten Betrieben. Im Schlachthause zu Braunschweig werden jährlich 90 000 Schweine geschlachtet, die zum größten Teile zur Fabrikation von Wurstwaren verwendet werben. Zur Herstellung von sogenannter Dauerware finb jährlich mindestens 2000 Mastrinder erforderlich. Tas landwirtschaftliche G c - nosfcnschaftswesen hat sich gut fortcntmidelt. Es bestehen 158 Darlehnskasfcn und 46 Betriebsgenofsenschaften mit einem Jahresumsatz im Jahre 1910 von 52 Millionen Mark. Tie landwirtschaftlichen Arbeiterverhältnisse lassen, wie überall, auch im Herzogtum sehr viel zu wünschen übyg. Tie Landwirte sind auf ausländische Arbeiter angewiesen. Im allgemeinen sei aber die Lage der braunschweigischen Landwirtschaft bank der Fürsorge der Landesregierung gut.
Sodann hielt Direktor Beeck (Halle- einen Vortrag über die Entwicklung und Aufgaben der deutichen Nutzgeflügelzucht.
Ferner wurde beschlossen, die Wanderversammlung 1913 in Straßburg und 1914 in Hannover abzuhalten. Im Jahre 1915 soll in Breslau eine Wanderausstellung statt- finben.
Mit Dankesworten schloß sobann Präsibent Herzog Johann Albrecht die Hauptversammlung.
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benen Scknilden mit 1 Prozent getilgt werden sollen, während die am 1. April 1912 anfgenoimnenen Schulden, soweit sie iverbenbe finb, mit 1,9, soweit sie nicht werbende finb, mit 3 Prozent getilgt werden sollen. Ter Berichterstatter verlangt von bet Regierung, baß die staatlichen Schulben auseinanbergelegt lucrbcn sollten, damit man prüfen könne, wie hoch nach kauf- manniidyen Grundsätzen die Tilgung für die einzelnen Schulben sei. Bei den Eifenbahnschulben (360 Millionen) kommt doch in Be tracht, daß in dieser Summe der AnkaufsprctS für die Hessische Ludwigsbahn steckt, unb daß deren Wert doch immer vothandeli ici unb einer besonderen Tilgung jedenfalls nicht bedürfe. Weiter stecken in den Eisenbahnscl ulden bet Grund unb Boben des Bahn- planum, bei bem ebenfalls eine Schuldentilgung nicht erforderlich sei, .wahrend man für die (Gebäude von einer Schuldentilgung unb bei dem Fuhrpark wegen Abnutzung von einer höheren Scklulbcn- tilgung sprechen könne. In gleicher Weise müßten bie übrigen bestehenden Schulden (79 Millionen) auseinanbergelegt werden, um an den einzelnen Cbjeftcn, für iveldK bie Schulben gemacht würben, zu prüfen, wie hoch sich bie Schulbentilgung zu stellen habe. Weiter bemängelte er, daß der 'Tilgungssatz für die späteren Schulden von 1,9 und 3 Prozent viel zu hoch sei. Es sei nicht erforderlich, daß diese Schulden in 30 ober 22 Jahren abzutragen seien.
Tie Regierung gab bann ein eingehendes Bild bet Entstehungsart bet Schulden und wies weiter darauf hin, daß durch das rortroäljrcnbc Steigen der Eisenbahnschuld und dadurch, daß die Zinsen einen immer steigenden Teil des Reinertrages weg- nehmen, auf einen Mmderertrag der Eisenbahnen gerechnet werden müsse unb darum die Schulbentilgung erst recht notwendig sei. Tie Regierung vertrat ferner den Standpunkt, daß bei den vorhandenen Sckmlden (79 Millionen) sich nicht allein Bauschulden befänden, sondern eine ganze Reihe von Aufwendungen aus dem Vermögensetat, welche eigentlich aus laufenden Mitteln hätten getilgt werden müssen, die auer nicht aus fold)cn bestritten worben waren, weil man laufenbe Mittel nicht zur Verfügung gehabt hätte. Jedenfalls könne uni er den Tilgung-.'sav von 1 Prozent bei diesen alten Schulden aus Eisenbahnschuldeit (79 Millionen- nicht herab gegangen werden.
Ter Berichterstatter wies auf die Schuldentilgung des Ludwig s b a h n g e s e tz es vom Jahre 1896 hin. Damals habe die Eisenbal-nschuld 180 Millionen betragen, und es sei von der Ersten Siam wer der Betrag von 600 000 Mark als Schuldentilgung in das Gesetz ausgenommen worden, gleich Hz Prozent. Tieser Prozentsatz könne auch bei den Eisenbahnschulden überhaupt festgesetzt werden, joeil eine Unterscheidung, für welche einzelnen Gegenstände die Schulden aufgenomnten worben seien, nicht schwierig fei. Damit macht man sich den Standpunkt zu eigen, weldter gerade in der Ersten Kammer besonders bezüglich der Sckmlden tilgung Jjetont worden sei. Es sei auch barauf hin-uweisen, baß ja bie Schuldentilgung insofern eine bewegliche sei, als nur bann die Sckmlbentilgung in vollem Umfange eintrete, wenn aus ben Eisenbahnen ein lieber!rhuß von nrinbeftens 3 Millionen Mark erzielt sei.
Von anderer Seite wurde darauf hingewiesen, daß die Begrenzung des Ausgleichsfonls auf 6 Millionen nicht gerechtfertigt fei. Es könnte bei schlechten Zeiten länger eine Entnahme ftattfinben müssen, unb hierdurch werde der Fonds zu schnell erschöpft. Es wurde vorgeschlagen, den Fonds a u f 12 Millionen Mark zu erhöhen oder ihn sogar unbegrenzt nach oben zu lassen. Durch bie verrninberle Schuldentilgung können nach Auskunft der Regierung etwa 220 000 bis 230 000 Mark erspart und zu anderen Zwecken verwendet werden. Tie Regierung stellte, wie in ihrem Expose auseinanbergcsetzt ist, diese 220 000 Mark zur Verfügung und überließ der Kammer bie Wahl, ob sie zur Erhöhung ber Gehalte ber Volksschullehrer oder zur Entlastung ber Gemeinden verwendet werden sollen. Aus bem Gange ber Verhandlung kann entnommen werben, baß eine gesetzliche Schuldentilgung allerdings in erheblich gemäßigtem Umfange in bem Ausschüsse Boden gesunden hat, und die Vorschläge auf Reduktion auf Vs Prozent der Eisenbahnschuld und noch weiter zu erörternden Sätzen bezüglich der künftigen Schulden Anklang rinbet. Die weiteren Beratungen werben morgen stattfinden.
Aus dem Wahlprufungsausfchuß.
2er Wahlprüfungsausschuß beschäftigte sich heute mit bem Wahlproteste gegen den Abg. Bredel. Berichterstatter in dieser Sache war der Abg. Zudmayer. Rach seinem Berichte wurde die Wahl des Abg. Kredel für gültig erklärt, lieber bie Gültigkeit der beanstandeten Wahl des Abg. Korell-Königstädten hätte der Abg. Grünewald zu berickstcn. Abg. Grünewald hat bem Ausschuß ein Schreiben zugehen lassen, in bem er sich über die ihm im Ausschuß zuteil geworbene Behandlung besckstveri. In ber Sackte selbst erklärte sich bie Majorität bes Ausschusses für die Gültigkeit der Wahl des Abg. Korell-König ftäbten, jedoch wurde der Abg. Zuckmayer noch mit der Abfassung eines Berichtes über diese Wahlbeanstandung betraut.
Vermischtes.
* Eine T a t u n g 1 a u b 11 d) c r Roheit spielte sich am Montag in Oberschöneweide bei Berlin ab. Tie 27 Jahre alle Vlrboiterin Anna Köhler ouS Lichten berg nahm nachmittags in ber tLbersprec, nahe dem Pionierübungs- platz, ein Bad. Als sie sick) im Wasser befand, laincn sieben juiigc Burschen, die sich gleichfalls entlleideten und ins Wasser stiegen. Zunächst hänselten sie das Mädchen, dann st i e ß e h sie es immer tiefer i n s Wasser hinein und tauchten e S iv i e b e r 1) o 11 unter. Auf die mehrfachen Hilferufe ruderte ein Cberleutiiant in einem Boote der Stelle zu. Tie Burschen gaben dem Mädchen noch einen letzten Stoß, verliefen dann fdjleunigft das Wasser und liefen samt ihren Kleidern davon. Der Offizier suchte das Wasser ab und brachte das Mädck-en an Land, wo aber nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Tie Burschen wurden von aubfdpvarmcnben Soldaten ergriffen und der Polizei übergeben.
Kleine Tageschronik.
InKirchhain (Ricderlausitz) gab im Verlaufe eines Streites der Malermeister Lind auf seine Schwiegermutter drei Revolver- schüssc ab unb tötete sie. Darauf verletzte er feine Frau durch einen weiteren Schuß unb jagte sich selber eine Mugcl in den Hopf. Der Mörder würbe verhaftet.
Der Großindustrielle Christian Sandler unb Mouillier- zienrat Müller, beide aus M u l m b a d), erlitten bei der Heimfahrt einen schweren AutomobilunsaH. Das Auto fuhr gegen einen Baum, wurde zertrümmert und geriet in Brand. Sandler ist tot, Müller schweroerletzt.
In den Anden herrscht seit einigen Tagen ein schwerer Sturm. Die telegraphischen Verbindungen zwischen Ehile und Argentinien sind unterbrochen. And) der Verkehr auf der Trans-Andenbahn ist voraussichtlich für 14 Tage unterbrochen.
Der Schuhmacher Wilh. Voigt, bekannt als Hauptmann von uöpenick, ist vor drei Tagen im Hospital in London gestorben.
handel.
** Schiffsliste für billige Briefe nach denVer- cinigtcn Staaten öon Amerika (10 Pfg. für je 20Gr.): Die Portoermäßigung erstreckt sich nur auf Briefe, nicht auch auf Postkarten, Drucksachen usw. unb gilt nur für Briefe nach ben Vereinigten Staaten von Amerika, nicht auch nach anberen Gebieten Amerikas, z. B. (Sanaba. „Eincinnati" ab Hamburg 15. Juni, „Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 20. Juni, „Berlin" ab Bremen 22. Juni, „Kronprinzessin Eecilie" ab Bremen 25. Juni, „Amerika" ab Hamburg 27. Ium, „George Washington" ab Bremen 29. Juni, „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 2. Juli, „Kaiser Wilhelm II." ab Bremen 9. Juli, „Äaiseriit Auguste Viktoria" ab Hamburg 13. Juli (Postschluß nach Ankunft ber Frühzüge). Alle diese Schiffe finb Schnellbampwr ober solche, bie für eine bestimmte Zeit vor dem Abgänge bie schnellste Beförderungsgelegenheit bieten. Es empfiehlt sich, bie Briefe mit einem Leitoermerk wie „direkter Weg" oder „über Bremen ober Hamburg" zu versehen.
Klärtte.
fc. Frankfurt a.M. Schweinemarktbericht vom 12. Juni- Ansgetrieben waren 1470 Schweine. Vollfieischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 58.00 — 60.00 Alk., Schlachtgewicht 74.00—76.00 Mk., vollfieischige Schweine unter 80 kg Lebcnbgewicht 57.00 — 59.00 Alk., Schlachtgewicht 72—75.00 SDlt.; vollfieischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 58.50—60.30. Mk., -Lchlachtgewicht 74—76.00 Mk.; vollfieischige Schweine von 12U bis 150 kg Lebendgewicht 58.00— 60.00 'D1L, Schlachtgewicht 74.00—76 Alk. Geschält mittelmäßig, bleibt Ueberstand.
fc. Frankfurt a. M., 11. Ium. Heu- und Stroh markt. Angesahren waren 8 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Ullan notierte: Heu 3.80—4.00 Mt., Stroh (ltornlangftroh) 0.00—0.00 Mk., Wirrstroh 0,00—0,00 Alk. Alles für 50 Kilo. Geschält langsam. Die Zufuhren waren aus Oberhessen und auS den Kreisen Tieburg und Hanau.
Limburg a, d. Lah«, 12. Juni. Frucht markt. Turch- schnittöpreis vro 9)lalter. Roter Weizen (nassauischer) 18,f;0 Mk^ weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 18,10 Liorn 14,75 Mk., Gerste: cuttergerfte 00,00 Mk., Braugerste 00,00 Atk., Hafer 10,50 Alk., Erbsen 0,00 ’JJtU Liartosseln 7,00—0,00 AU.
Deutscher vunü zur d'ekämpsung der Zrauen-Lmanzipation.
Wir erhalten folgende Zuschrift:
Auf Ihre Mitteilung in Nr. 133 vom 8. Juni, die einen Auszug brachte aus dem Ausruf, den der neu gegründete Bund soeben erlassen hat, bitten wir Sie, um der ernsten Sache willen, eine Ergänzung folgen zu lassen.
Der Aufruf ist von einer großen Anzahl sehr bekannter unb berborragenber Persönlichkeiten unterzeichnet, u. a.: Geheimrat Prof. Dr. Noethe, Eharlottenburg; Geheimrat Prof. Tr. Tict. Schäfer, Steglitz; Staatsminister v. Köller, Exz., Eammin i. P.; Freil-errn unb Freifrau von Pechmann, München, Hanbelsbirektor ber Bayr. Bank; Geheimrat Henry Thode unb Frau, Garbone; Generalmajor z. D. v. Voß, Halensee; Pros. Tr. Waldeyer, Berlin; Prof. Tr. v. Bardcleben, Jena; Akademiedirektor Anton v. Wemer, Exz., Berlin; .Generalmajor a. D. ileim, WUmers- bort usw.
Die deutsche Frauenbewegung hat eine Bahn eingeschlagen, auf ber sie notgedrungen dazu gelangen muß, die Grundfesten unseres arg bedrohten Staatsivciens noch mehr zu erschüttern. Ter Bund will sich bemühen, eine Bewegung einzudämmen, die der Gesamtheit zum Vererben, dem Manne zum Unsegen, der Frau zum Fluch gereichen muß.
Tas Programm besagt: daß bie Politik dem Manne Vorbehalten bleiben muß, wie auch bie Staatsverwaltung, geistliche unb richterliche Aem ter Erwerbsgelegen hcitcn für Frauen sollen erweitert unb auf weibliche Berufe beidjränlt bleiben. Gemeinschaftserziehung wirb unbedingt verworfen; dagegen sollen für weibliche Studierende besondere Akademien gegründet unb 5tubien- zweige eröffnet werden, in denen Frauen ihre Eigenart mit Erfolg zur Geltung bringen fönneit. Bekämpft werben alle Bestrebungen, die geeignet finb, die Ehe zu^ lockern, die Familie zu fchädigen, die Begnfie von>Zuait und Sitte zu verwirren, z. B. bie Auswüchse der Mutterschutzbewegung usw. Ter Bund unteritutzt alle Flauenvereinigungen, die sich in nationalem, echt weiblichem Geilte der Hebung des Frauenlebens und sozialer Fürsorgetaiigkeit widmen. Er ist keiner Partei dienstbar. Tes Bundes Wahlspruch ist: Echte Männlichkeit für Den Mann, echte Weiblichkeit tur die Frau! _ . ... t.„
Wer mit diesen Grundfätzen einoerltanben ut, den bitten wir, sich unserem Bunde anzuschließen. Jahresbeitrag - Mark. Beitrittserllärungen nehmen bie unterzeichneten Mitglicber des geschäftsfützrenden Ausschusses entgegen. .
Pros. Tr. Sigismiind, Weimar, erster Vorntzender; jrau Hermine Schneider, Gießen, Löberitraße 24, Stellvertreterin des Vorsitzenden; Walter Beneke, Berlin 8. 61, Lehnmer Straße < ; Frl. Elisabeth Hanke, Berlin W. 15, Faianen.tr. öl; Pros. Tr. Langemann, .Miel, .Mirchenstr. 8; Privatdozent ^.r. Rüge, Heidelberg, Burgweg 9; Fran Berta Ltaufi, Großlichterseide, Moltkestraße 46 3.____—————————
Aus Heften.
bs. Darmstadt, 12. Juni.
Die Beratung im Finanzausschuß.
In Gegenwart der Regierung würbe heute bereit Vertage übe» bi; Schulbentilgung im Ausschuß besprochen xer XKrie i crstatter Tr. Osann gab zuiiächst eine llebersicht über bie ieiP irrigen Pläne ber Regierung unb die jetzige Vorlage, nach welcher IQ bie Eisendechnschulben mit -/s Prozem, die übrigen vor hau-
Mndfaden
aller Art 1 empfiehlt zu billigsten ”, Preiset
,udw. Lazaru
tsterweg V Fernspr.
toi. Grunwalds latuntfDulvctäM , iederl..PrlckawAvoibtk-
TLirchltcye Nachrichten.
v>rueini|a)e iit-ngiui^griiieinoe.
(Sotlesounft in vec -yi'.agogr (^ud-Anlage), Samstag, ben 15. Juni 1912:
Vorab end: 7.45 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr.
Nachmittags: 3.30 Uhr. Jugenbgotteödienst.
Sabdatausgang: 9.40 Uhr.
3$ratiit!jd}c t'eligionxgefellfchast. Sotterdienft.
Sabbatfeier am 15. Juni 1912:
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samstag vormittag ».00 Uhr. Predigt.
Samstag nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 9.40 Uhr.
Wochengottesbienst: JJiorgenS 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.
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Schlachtviehpreise m Frankfurt a. 2)L
Fleifchpreise in Gießen
Lchfen
Kälber Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 81—104 Wit.
1, Kg. Schlachtgw. 92-102 Pi.
7>_,______,____72-76 ,,
'/, Kg. 90-98 Pfg.
, 88—92 , ■ 80—96 ,
Getreibepreise in M a n n h e i m
Brotpreise in Gießen
Weizen 100 Kg. 24.25—00.00 -Ult.
Roggen 100 Kg. 20.75—00.00 Mk.
Weißbrot z Kg. 62 flfl', Schwarzbrot 2 Kg. 54 'big.


