Ausgabe 
12.6.1912 Drittes Blatt
 
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TieSiebener ZamilievblStter" werden dem Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da» Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen -eit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Nr. 136 Dritter Blatt ,62. Jahrgang

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». W

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Mittwoch, 12. Juni 1912

Rotationsdruck und Verlag der Br ü bischen Universität»-Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckmk- straße 7. Expedition und Verlag: 31.

Redaktion: 118. Tel.» ?ldr.:AnjeigerD>eben.

887.

ngen| chatt hlung.

deutschen Eisenbab ,neb uiMUwandeln^t 4,000,000- erricht« jung und RückzahluLil -22 erfolgen; von leibt das Recht v4| durch Auslosung o®

Stücke bei der Haar Industrie zu Darms« Niederlassungen di*

ichungen der NW,

langen m K*'1

Eichener Orfsfrnnlcnfafte und llnsallkrankenhaur.

- ... , ... , Gießen, 10. Juni.

*te C r l 5 J r a n f c n f a m c hielt am Sonntag tm Posl- 'euer ihre F r u h; a h r s v e r s a m m l u n g unter Leitung des ersten Voriitzenden Volz ab Es waren 10 Vertreter aus den K reist n der Arbeitgeber und 60 aus denen der Arbeitnehmer erfd.icncn. Geichaftssührcr Courier erstattete beit W c f d) ä f 1? u n b 3 a b r c ö b c r i d) t für 19 11, der gedruckt vorlag und den T'ilnchmern notier zugegangen war In dem Bericht war eine kurze Zusammenstellung der rociciitlid)flcit Bestimtnungen der neuen Nelchsoelsidxrungsordnung ausgenoininen worden. Ter Geschäftsbericht beklagt die im nerslossenen Jabr eingetrctcne Her- mogensmlnderung non über 6000 Mk Tic Mehrausgaben und bas ungünstige Ergebnis begründet der Bericht nut der noch nicht .Wil; iibcrivnnDcnen Mrifc im geschäftlichen Leben, mit der starken 3itaitfpriid'nabmc non Medikamenten und von Krankengeld in Bällen vorgetäuschter Erwerbsunsähigkeil. wo eine Verweigerung der Bescheinigung am Platze aewesen sei. Aus dein 6 Allg. Mongrei; der Krankenkassen Tcutidlaiit» war die Kasse tnird) Weift - bindermeister Nicolaus und Brauer Gentner verlreteii und aus der am 5. November 1911 in Tarmstadt abgehaltenen aufterordent lichen Versammlung der freien Vereinigung hessisckter Kranken, lassen durch die Vornandsiniiglieder Aberinann, Bierau und Meier, sowie durd) den Geschäftsführer Courier Die Kasse nahm and) teil (tmrd) den Vorsitzenden und Geschäftsführer) an der Jahres Versammlung des Zentralveel.indes von Lrtskrankenlassen im Deut- schen Neid) im Juki in Dresden und an der ordentlichen Versa mm Inng der freien Bereinigung der hessischen Krankenkassen in Bingen iburd) die Vor,tandSmitglieder.Haas, Tabuier, Laudenbach und den Geschättssiihrer. An der Wahl der Vertreter zur (N-neralversamm luun beteiligten sich diesmal 621 Arbeitnehmer u 166 Arbeitgeber, während in iruheren Jahren nur 8 bis 10 Arbeitgeber ihr Wahl redn ansübten, es ist also bei den Arbeitgebern eine erfreuliche Steigerung des Interesses und der Beteiligung sestzustellen. Im Ansckilui; an einen Vortrag des Landeswohnungsinsvektors (stretschel über Wohnniigssragen und Wohnungsresorm ist in Giesten die Gründung eines gemeinnützigen Bauvereins beschlossen worden, dem seht 98 Mitglieder angehören und der demnächst seine Bau tätigkcit^beginncn wird, nachdem die Stadt in dem Geländedreieck: L'idjct Strafte, oberstes) Eisenbahn und Waldrand, entsprediendes

i ! ,öO Nk füi bt ii Quadratmc i i zui Verfügung gestellt hat. Ter Rcchnungsabschlnft sür 1911 ergibt einen Um sau non über 100(100 Ml

Tic Kasse hat in den letzten 3 Jahren insolge Erweiterungen der L.islungen zusammen rund 100 000 Mk. über das gesetzlich vorgeschriebene Mast der Leistungen ausgegeben

Bed.nlnng ber Kasse wird aus der Tabelle über Mitgliederzahl, Neservefonds, Vermögen seit 1891 klar. In diesen 20 Jahren

1 I Mit stieb i n auf 1891, i i Neserveionds von rund 10000 Mk. auf rund 101 000 Mk., das Vermögen von rund 12 000 Mk auf rund 150000 Mk. Nach 1 Prüfungskommission durch Fabrikant Löttgen, den Wed isanwalt Naab bezüglick) der durchschnittlich aümonailidi unverhofft erfolgenden Kassenrevision ergänzt, wurde der Ge M äf l 3 und Kassenb, l Wut bi festgi stellt, dal!

. nd - assensührung ber Ortt krankenkassc >u keinerlei

' anstan ungen Veranlassung gegeben bat Für die Haupt'ver sammlung beS Verbandes beutfd i Krankenkassen in Köln wurden Neckttsanwalt Raab, Schriftsetzer Slrohwig und Geschäftsführer Fourier als Vertreter bestimmt und für die Hauptversammlung

h ii Vereinigung b ssisck i Krankenkassen in Bad-Nauheim /''''iiditi Bindewalb, Kassenkontrolleur Beckmamr uno Vorsiands

* .eb Tapezier Laudenbach, sowie der Vorsitzende und Gesdzäfts "«er.

Alsdann erstattete Rechtsanwalt Raab Bericht über die Stcllungnalstne der Ortskrankenkasse zu dem geplanteil Unfall- krankenstauS Er gab bclaniu, wie der Gedanke an ein Un> faUkrankenhauS in Reffen aufgeiaucht sei, bis er derart greifbare Gestalt gewann, das; in Giesten, in Verbindung mit einem Lehr- ftu 1)1 für soziale M ebizin durd) die beteiligten Bcru'sgcnossc» schaftcn ulld die sonstigen Versidwnmgsträger die Errichtung eines solchen Mur und Genesungsheims beschlossen wurde. Für die Ortskrankenkasse kam in Betracht, das; man grundsätzlick) das Unternehmen fördern wolle und zwar int Interesse der Einflust gewinnuilg nicht nur durch Zuwendung von Geldmitteln, sondern durd, Beteiligung direkt als Gesellsck-astcr. Für das Mas; der Beteiligung wurde in Erwägung gezogen, bau auf Grund bei für 1910 und 1911 mitgeteilten Unfallstatistik wobei auch Unfälle geringfügiger Natur berücksichtigt werben mustten) 353 bezw. 324 reine Betriebsunfälle ins Äuge zu fassen waren, davon in der 5. bis 13. Woche 36 bezw. 28 Unsälle, so das; pro Jahr durchschnittlich mit mindestens 300 Unfällen gerechnet werden mutz, die allein der Ortskraickeittassc zur Last fallen Ter Durchschnitts aiiiroanb stellte sich bei 11 376,60 Mk. Aufwendungen und 338 Fällen in 1910 aut 3,40 Mk. sür den M ran [en tag, während 1911 die 324 Betriebsunfälle sogar rund 15 600 Mk. Aufwendungen erforderten. Tie Reichs Versick'erungsordnnng ficht künftig in erhöhtem Mas; die Einweisung in Krankenhäuser vor, die bisher Lei bin Kliniken bisweilen unter Blatzmangel zu leiden gehabt hat.

Wenn deshalb der Vorstand der Ortskrankenkasse in seiner Sitzung vom 5. März 1912 eine Beteiligung mit 10000 Blk. leschlotz, so ist er damit nicht einmal bis zur Grenze des ein i ihrigen Aufwandes für Betriebsunfälle gegangen und glaubte damit keine starke Anspannung seiner Mittel hcrvorzuruscn, unv fomeniger, als diese Beteiligung ttad) gesetztidwr Regel aus dem Reservefonds entnommen, bezw. in diesem immer mit gerechnet werden darf. TaS Unfallkrankenhaus ist mit 100 Betten bei

fluche"

Mffteilun^ertder y?p<hurf=Cenira]e vrij Die Beseitigung der j ehren. Stuhlverstopfung.

Es gilt heute als einwandfrei wissenschaftlich fest<e »teilt, dass die chron. Sluhlverstopfung, das AM® <l<r modernen Kultiirmenschheit die Quell durch

Stoffwechsel-Erkrankungen in zahlreichen Darm-

mikroskopisch kleine Lebewesen, die sogenannten Darm fUulnis-Bakterien, hervorgerufen wird. Diese an den Wäiuden il<s Darmes schmarotzenden Bakterien sind ab 'He Ursache einer chron. Stuhlverstopfnng, son .

häufle den Darm durchdringen und in d 1 e bahn gelangen, 'lieh einer fortschreitenden Selbstvergiftung ? >

Körpers, die sich in Kopfschmerzen, Migräne, A g Sthwindelanfällen, Neurasthenie etc. äussert und

300 Dogen als Bclags^thl, mit 3,50 Mk. täglichem Dcrpslegungs satz ,n Aussicht genommen und so kalkuliert, das; vorausfickstlich schon im ersten Jahr die Einnahmen die Ausgaben decken Ter Stand der Beteiligung ist zurzeit so, da» die Tiefbau Berufs gcnossenschast, die Sektwn 9 der Brauerei- und Mälzerei Bernis gcnosscnfchaft, die Stadt Gicften, die Sektion 7 der Fuhrwerks Be ru i s g e n o s se nscha st, die Land- und forftroirtfdxifllidK ^terufS- genossenschatt, sowie die Ortskrankenkasse sich als c^esellschaiter beteiligen, die letztere mit 10 000 Mk, die Stadt Gieften durd) Stellung des erforderlidxn Geländes als Sacheinlage im Wert von 30 000 Mk, alle anderen mit je 30000 Mk Tazu kommt die Landesversichcrungsanstalt mit 160 000 Mk Darlchn und die Sektion 5 der Steinbruchs Bernssgenoffensd)aft mit 30 000 Mark Darlehn, so das; 330 000 Mk. idarunter als Bausummc 320 000 Mk.) gezeichnet sind Tic vorn 5?ock)bauantt Gieften vor- gelegien Vorarbeiten überschreiten durd) die Beträge für innere Einrichtung und Rebenanlagcn diese Summe, io das; eine llcbci arbciiung und Ermästigung der Plane gcwünsckit worden ist. Ter Vorsitzende der Land und forstwirtsch. BcrufSgcnofscnschaft hat alle weiteren burdMübrcnbcit Schritte übernommen. Inzwischen ist aud) der Gesell sckwstsvertrag burdtberaten worben, der bcn Vorsitzenden ber Lanb unb sorstwirisck). Berussgenossensckwft als Gesd ästsführer unb bas Lrtskranlenkassenvorstanbsmilglieb Stadl verordneten Winn als seinen Stellvertreter bestimmt. Tic Bau ousführung soll bas Vodtbauamt erhalten

An diese Darlegungen schlos; sich eine lebhafte Aussprack)c an, an der sich Stabtv. Vetters, der Gesck)äftsführcr F o u r i c r, Kontrolleur Beckmann, Rechtsanwalt Raab, Glasermeister Bierau u a beteiligten lk- wurden Klagen geführt über Bärten bei Bewilligung unb Entziehung von Renten in einzelnen Fällen unb ber Wunsch ausgesprochen, bas; eine Anstalt, wie das Unsallkranlenstaus, unparteilich unb gerecht in Rentenfragcn wirken unb fick) nicht zu einer unbilligen verabbrücknng von Renten her geben möge, aud) betont, baft in ber Rechtsprechung die Beteiligten Einsluft zu gewinnen fudirn mödsten, bamit Erkenntnisse ver mieden würden, die bcn Verlstiltnisscn unb bcrcdstigtcn Ansprüdien ber Betroffenen besser Rechnung trügen Grunbsäplid) machte sich eine Gegnerschaft gegen bas Unternehmen nicht geltend unb,

I Anregungen über verschieden. An Gelegenheiten vorgebracht waren, sand die Frühjahrsversammlung ihr Ende mit dem Ausblick auf die zu erwartende segensreiche Wirkung des UnsallkrankenhanseS.

wandern und Reisen, vader und Zommersrischen.

** V. 5). E. Gieften. Trotz der srühzeitigen Abfahrt hatten sick) am vergangenen Sonntag 60 Teilnehmer, darunter etwa die .Hälfte Tanten, am Bahnhofe cingcfunben, um bic 3. Vereins Wanderung des Vogelsberger .vöhenklubs, Zweigvereiit Gieften, mitzuniachett. Ter Besuch galt diesmal einem der schönsten Teile der Lahn. Von Balduinstein aus führte der Weg zunächst zur Schaumburg, von wo man bic schönen Landschastsbilder der näheren Umgebung bewunbern konnte: ein leidster Nebel­schleier verhiitberle, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Bei der Wanderung über Wasenback) burcl)S R n p p b a d) t a l mackste sich anfangs die änfterst mangelhafte Markierung unangenehm bemerkbar: man sollte annehmen, daft bic Zugänge zu einem in Toiiristenkreisen so beliebten Punkte wie die Sdiaumburg, besser bezeichnet seien. Scktabc, das; die Jdhlle des lieblichen Tälchcns stellenweise durch Sd-ieserbniche gestört wird. In Laurenburg wurde Mittagsrast gehalten. Dann gings über Dörnberg zum Goethepunkt, der herrlick)e Fernsidst bot. Ter Abstieg er­folgte über Obernhof nach der Klostermühle Arnstein. Ter Naturfreund versäume ja nicht, bcn Ausstieg zum Kloster zu unternehmen: von ber Bank am Felsvorsprung genicftt man einen prächtigen Blick auf Obernhof, Langenau unb bic fernen Höhenzüge, aus denen die Hohcnlei besonders hervortritt. Nach dem für des Leibes Erholung genügend gesorgt war, fuhr ber grösste Teil der Teilnehmer nod) nach Ems, wo in bcn Kur anlagen äufterst reges Leben herrsdste.

Bob-Nauheim, 11. Juni. Das schöne Wetter ber letzten Tage hatte wieder eine gewaltige Menge von Gästen herbei» geführt, so daft die Fr eg u e n z z i ffe r der Kurgäste am letzten Tage ber vergangenen Woche bic Ziffer des gleichen Tages vom vorigen Jahre um 14 17 überstieg Ein mnsikalisd>es Ereignis der letzten Wod>c war neben bem Gastspiel ocr König!. Kammer­sängerin Fran Lesfler-Bnrkhard aus Wiesbaben bic zum ersten­mal in Deutschland gespielte Suite des Italieners 5 i n i g a g l i a, die viel fremde Musikkenner nad) Nauheim geführt hatte. Ter Postkartensonntag der Groftherzogin zum Besten der Säug- lingsfürsorge brad;te die ansehnliche Summe von 1345 Mk. zu­sammen, aud) während der ferneren Wochentage ist die Be­teiligung sehr lebhaft.

-MeyersRcisebücher: DerHarz unddaSKhsf- h ä u f c r g eb i r g e. 21. Auflage. Mit 26 Karten und Plänen und einem Brockenpanorama. Verlag des Bibliographischen In­stituts in Leipzig und Wien. DerÖarz" aus der Sammlung McyerS Reisebücher" ist allen, die dieses reizvolle Ofcbttgc Durch­wandern, als bewährter Führer bekannt. Seine Vorzüge liegen in der praktischen Anlage und Durchführung des Ganzen, in ber gewissenhaften Darstellung und in ber reichen Ausstattung mit Karten unb Plänen wie in ber Zuverlässigkeit hinsichtlich ber Ein­gaben über Unterkunst und Verpflegung. Wie bei jeder neuen Auslage, ist auch die 21. in allen Punkten weiter verbessert unb ausaebaut worden, wobei bic eigenen an Ort unb Stelle gemachten Wahrnehmungen der Redaktion wie die langjähriger im Har; ansässiger Mitarbeiter Berücksichtigung gesunden haben. Dem Wintersport wird ein neuer Abschnitt:Der tzarz im Winter", ge­

recht. Der Kartenapparat ist durch zwei neue KartenSchierke und Umgebung" unb ..ElbingerodeScknerkeTanne" lomie durch einen Plan der Stadt Htldesheim vennehit worben Die ,,Klcin Ausgabe" mit> Karten 1 nb

Auszug aus der groften unter Fortlassung be» fiuffbäuicrgrbtrgcx . sie ist für solche Reisende berechnet, die iur den Lwrz nur wenige Tage jur Verfirnung haben unb sich beohalb au| die .vaupt schenswürdigkeitcn beschranken niflffen.

HanSeL.

** P o st s che ck v e r ke h r Im ReichSposttzebiet ist die Zahl bt r Kontoinhaber im Postsdieckverkehr Ende Mat 1912 am i>7 a7ii gestiegen iZugang im Monat Mai 905. Aut diesen Postscheck­konten würben un Mai gebucht 1282 Millionen Mark Gittsdniucn unb 1284 Millionen Mark Laslfchristeit Ta» Gesamtgiiiliaben ber Kontoinhaber betrug im Mai durchschnittlich 151 Millionen Mark. Jrn Bcrkeln der Reichsvostsdicckämter mit dem Postspar- kasseiramt in Wien, der Postsparkasse in Budapest, der luxem burgiscken und belgischen Post verwalkst na und den schwcizerinhen Postsck'eckbureaus wurden 6,8 Millionen Mark umgesetzl und zwai aus 2680 llebertTagungni in ber Richtung nach und auf 12 100 Uebcrlragungcn in der Nickstung an» dem Anstaiibe

* K o n k u i s e i n V esse n lieber den Nachlaft des Sdiuh* machers Deinrick) Lnd w i g in O r t e n b e r g wurde am 23. Mpi das Konkursverfahren eröffnet. Reckmer I. .Kummer.'i in £ neu berg wurde ziiin Konkursverwalter ernannt. Konkuroforbernngen find bis zum 15. Juni bei bem Amtsgerickst Cilenberg amunirlocii. lieber ba» Vermögen de» Georg S ck) ö l k o p i in Tarrn» stabt wurde am 29 Mai das stonknrsverlahren eröffnet, ba ber Gcmeinschiilbner seine Zahlungen eingestellt und ber Gl in biger Adolph Äirsck) in Karlsruhe Koirkurseröffnung beantragt bat. Rechtsanwalt Lanbzettel in Tarmftabt ivurbc zum Kotlkursver Walter ernannt. Konkursforbcrungen sind bis zum 18. Juni bei dem Amtsgericht Tarmftabt I anzumelden Ueboi bas Ver­mögen des Augustin Biecke r und feiner Ehesran Th'teiia geb. Lang, beide in Ohm cd, wurde am 31. Mai das st mknrs- beriahren eröffnet. Rechtsanwalt Sdnirfiaro in Alsselb luinbc zum Konkursverwalter ernannt, stonkursiordernngen unb bis zum 21. Juni bei bem Amtsgericht Alsfeld anzuiveldcu. lieber den Nachlaft des Schreincnneisters F r i e d r i ch W h , l i p p Seih in Vilbel wurde am 5. Juni das .Konkursvenabren er­öffnet, ba die Ueberfchnldung glaubhaft gemadit ist Kreisv and- mcifter i. P. verget zu Vilbel mürbe uint Koukursveiwalle, er­nannt. Konkursforberuiigen find bi» zum 29. Juni bei beut Amts­gericht Vilbel anzumelbeu.

Märkte.

r.o. Wiesbaden. P >e b h ol »PI a r k tb e rl ch t vo»! 10. Juni. Austrieb: Rinder 108 (Ochsen 63, Bullen U, Kühe 4öOj, Kälber 32, Schafe 34, Schweine 156.

9)1 a r f t d c r l a u f: Bei Grobvieh ruhiges Gefchätk, lieber- stand; bei Schweinen unb Kleinvieh schlcppeub, geräumt.

Preis für 100 Ptd.

Lebend- Schlacht­gewicht

Ochsen. Mk. Mk

Vollfleischige, aufgeinäftete, sechsten Schlacht-

wertes un Alter von 4 7 Jahren .... 52öG 9196 Tic noch nicht gezogen haben tungejocht) . . 5254 9194 Junge, fleischige, nicht ou»geniäflclc und ältere

auSgemästete 4600 b8-90 Bull en.

Dollfleischige, jüngere 4750 78-88

Maftig genährte junge unb gut ge­nährte ältere............4346 71-76

Fürs en, Stüh:.

Dollsleischige auSgemästete Järfen höchsten

Schlachtwertes 49 -53 87-94

Dollfletjchige aufigcrnäflete Kühe höchsteii

Lchlachtwertes bi< zu 7 Jahren ... . 4144 76-80

Wenig gut entwickelte Jarsen 4847 8390

Aellcrc Qu5gemäfiete Kiihe unb wenig gut ent-

wideUe jimgere Kühe 3741 (.876

ÜJlaüig genährte Kühe unb Färsen . . ... 30- 35 6070 l u er.

oCinfle Mastkälber 6466 106-108 Mittlere Mait- uno beste Saugkälber .... 586u Ui100

Geringere wtast- unb gute oaugCalbec . . . 5257 86- 95

geringere Saugkälber 4550 '<6-t?3

o dj a * e.

Werbenrastschase

Dlaftlännner unb 'Jllnitljainniel 41 -00 8600

Sch io e i n :.

Lollsleischige Schweine von 80100 kg Lebend­

gewicht 57-58*/, 7375

Lollfleischige Schweine untec 80kg Lebendgewicht 56'/,-58 7274 'LoUsteischige Schweme von 100Izo kg vebenb-

gewicht 58-59", 73-75

Vollsletfchige Schiveine von 120150 kg Lebend- gewicht 56-57*/, 70-72

Dao Kaiein ber rtubmil* gerinnt in schwer verdauliche Klumpen, die der Lauglingomagen *u bewältigen kaum imstande tit. Tritt zu biefem Nachteil nod) der Umstand, baft die ülild) tm Sommer leid» säuert, so rückt die l6esahr der dllancrv und Tavuitrnnfbcitcn Immer näher. Tie in Nestle s Kindermehl enthaltene Mild) oev gesunden Alvenkühe ist bet der lyobritatton so behandelt, dan sie leinflolig gerinnt, derartige Krankheiten verhütet und vom zartesten Säug ttngsmageii vollständig verdaut und vertragen ivtrd.

Blinddarmentzündung, Leberanschwellungen, Gallenerkran- kungen, Bleichsucht, Blutarmut, Fettleibigkeit etc. fuhrt.

Ebenso unzweifelhaft wie diese Tatsachen steht aber auch die zweite fest, dass es keinen Zweck hat, die chron. Stuhherstopfung mit ihren schlimmen Folgen durch Abführ­mittel beseitigen zu wollen. Abführmittel wirken, längere Zeit genommen, nur darmreizend und verschlimmern so das Uebel anstatt es zu heben. Der einzig richtige Weg zur Be­seitigung der Stuhlverstopfung und mithin auch zu einer Ver­stopfung der Quelle zahlreicher Stoffwechsel-Krankheiten be­steht in einer gründlichen Blutrelnlgung, die natürlich In einer Desinfektion des Darmes Ihren Anfang nehmen muss.

Das beste, zuverlässigste und dabei auch unschädlichste Mittel zu einer gründlichen Desinfektion des Darmes ist der durch den berühmten Leiter des Pasteur-Instituts zu Paris, Professor Dr. E. Metschnikoff, in die ärztliche Praxis ein- geführte Yoghurt. Das wirksame, desinfizierende Prinzip des Yoghurt ist ein eigenartiges Ferment,Majamln genannt. Dieses Ferment schliessen wir in höchster Konzentration in ein äusserst wohlschmeckendes Dessert-Gebäck ein und so entsteht dasMajapan dasBrot des Lebens, das sich, seit es von uns empfohlen wurde, die Gunst der Aerzte im Sturme erobert hat. Ein Stückchen Majapan bat die gleiche darmdeslnflzlerende Wirkung wie eine grosse Tasse Yoghurt- Miich. Dabei ist es aber wesentlich bequemer zu nehmen und auch billiger.

In Majapan Ist uns jetzt endlich ein geradezu ideales Mittel an die Hand gegeben, die chron. Stuhlverstopfung zu

beseitigen und damit so mancher später unheilbar werdenden Stoffwechselerkrankung vorzubeugen. Majapan übt durchaus keine abführende Wirkung aus, cs reizt den Darm in keine,- Welse und kann Monate hindurch ohne die geringste Schädi­gung und Nebenwirkung genommen werden. Eh wirkt sogar noch da, wo durch den Missbrauch von Abführmitteln die Stuhlverstopfung zu einem schwer zu bekämpfenden Lebe! geworden ist. Auch Kinder vertragen Majapan ausgezeichnet und nehmen es gern.

Wer sich für das Präparat interessiert, lasse sich von uns eine Probe kommen, die wir gegen Einsendung >ou Mk. 0,20 für Porto etc. kostenlos und franko versenden. Wir legen der Sendung eine aus der Feder eines praktischen Arztes stammende, hochinteressant geschriebene Broschüre bei, in der zahlreiche Aesserungen hervorragender Professoren und Mediziner über die darm- und blutrelulgende Wirkung des Yoghurt und seines Fermentes abgedruckt sind. ClJ;t

Wenn Sie sich uber^/o rjf

informieren wollen z verlangen/ie to/ienloje Zusenduntfvon Proben und Lilleiafui;zaer

STo^hurbCeniraHe, Dr j. Maffoer aC?