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Eine Zugcndsreundin von Zriederite Orion.
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Rohertrag
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56-60 51-65
Petersburg, 11. Aug. „Riets ch" führt in seinem Leitarutcl aus, daß die Verhandlungen zwischen den russischen Staatsmännern und Poincare nur zu einem vorläufigen Ergebnis führen könnten, da die endgültige Verwirklichung die Beurteilung und ' ntung des Dreibundes erfordere. Die vorlicgen- den Beratungsgegenstände würden sich zum Teil als Pro- gram m für eine europäische Konferenz eignen, die ein alter Gedanke der russischen Diplorna -
tberichtvom 12. L. harunlei aus Ccftcritel alber 296, Cchalr 1.
and, Kälber teWf, gedrückt, bleibt Heb«-
Preis lürlOV' l'ebenO’ ochl« \
00-68.00
3.00—67.00
7,00-69.00
Staatliche ^rrocrbstätigfeit.
Tic Einnahmen des Teutschen Rcil1)s und der Bundes- kfaatcn bestehen zu rund 56 Proz. aus Erwerbseinkünften, j 31 Proz. aus Steuern und Zollen und zu 13 Proz. aus lnstigcu Einnahmen. Im Reichshaushalt machen btc Er- lerbseinkünste allerdings nur 31 Proz., in den Haushal- ungcn der Bundesstaaten aber über 6b Proz. aller ordent- Ischen Einnal)men aus. Hiernach bildet in der Mehrzahl >jr Bundesstaaten die staatliche Erwerbs tätigtest die Haupt- > Einnahmequelle. Im Reich, in Preußen, Bayern, Sachsen, ’ lürttembcrg, Baden, Hessen, Mecklenburg-Sh werin und I Oldenburg gehen diese Erwerbseinkünfte hauptsächlich aus L<m Betrieb der Ltaalseiscnbahnen, ün Reich, in Bayern I und Württemberg außerdem aus dem Post- und Tele- | Graphen bet rieb, in ben übrigen Bundesstaaten dagegen mehr [ ,iUS dem alten Domanialbesitz (Tomänen, Forsten, Berg- | locrfcn usw.) hervor.
Tic Roherträge aus der staatlichen Erwerbstätigkeit I ji:id in der Zeit von 1904 bis 1911 gewachsen im Reich ii>n 605 aus 905 Mill. Btt., in Preußen von 1959 auf „777 Mill. Mk., im Reich und in sämtlichen B unde s- Itaaten zusammen von 3411 aus 4842 Mill. Mk. 9ioh- itnb Reinertrag für das Rechnungsjahr 1911 setzen sich wie
Der Kaiser im Manöver.
Lutterberg, 12. Aug. In dem Gelände zwischen Kassel und Hannoversch-Minden wurde die G e - fechtsübung der 22. Division abgehallen, die unter Leitung des'Generalleutnants Liman stand. Tic blaue Partei, die von Südosten kommend südlich auf die Fulda anmarschierte, stünd unter dem Kommando des Generalmajors von Mählenfels von der 44. Brigade, zu ihr gehörten das Infanterieregiment Nr. 83, das zweite Bataillon des Jnfailleriereginlents 167, zwei Eskadrons des .Husarenregiments Nr. 14 und die zwelle Abteilung des Feldartilleriercgiments Nr. 11. Zur roten Partei, bie von Nordwesten kommend nördlich von der Fulda an- rückte und unter dem Kommando des Generalmajors von Leyser von der 43. Brigade stand, gehörten das Infanterieregiment 82, daS Zagerbataillon Nr. 11, das Dra- goiicrrcgimcnt Nr. 5, 2 Eskadrons des Husarenregiments 14, eine "Abteilung des Feldartillericregiments Nr. 11, tue elften Pioniere und der Tivisionsbrüclentrain an.
Ter .Kaiser war bei günstigem Wetter um 61/» Uhr mit Automobil von Wilhelinshöhc abgefahren über Ihringshausen nach Holzhausen. In der Nähe von Holzhausen war er bei der Ziegelei zu Pferde gestiegen und traf um 71/4 Uhr an der Fulda bei der Lpiegelmulstc in der Nähe von stuid- liegen ein. Zn seiner Begleitung befand sich der kommandierende General Freiherr v. Scheffer-Boyadel und die Herren des militärischen Gefolges mit Generaloberst v. Plcsscn an b.er Spitz?. Die der roten Partei gehörigen Pioniere hatten mit dem Divisionsbrückentrain
etwa 8 Mill. Mk. und der Staatseisenbahnen 321 Mill. Mk. verbleiben.
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Die Petersburger Besprechungen.
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gehangen, wie sie nach seinem Abschiede mehrere gute Partien habe tun können, wie sie diese aogelchnt und bis an ihren Tod (3. April 1813) Goethes Porträt in ihrer Schlafstube aufgel/ängt bewahrt habe; wie sic überall geliebt worden sei; wo ein Kranker im Ort oder in der Umgegend gewesen, da habe er nach Fricderikcns Pflege verlangt! Kinder und Alte haben sie lieb gehabt. Aus Goethe war die Erzählerin übrigens nicht böse. „Man weiß ja, wie cs mit den Herren Studenten gehl", sagte sic, „und er konnte damals ans Heiraten nicht denken."
Zu diesem Bericht ist, wie das genannte Blatt schreibt, zu bemerken, daß die Erzählerin, wenn sic im Jahre 1825 über siebzig Jahre alt war, ungefähr gleichaltrig mit der im Jahre 1751 oder 1752 geborenen Friederike gewesen fern muß. Durch eine Anfrage in der „Kreuznacher Presse" tonnte kürzlich der Familienname der beiden Elsässerinnen, die Abekcn besucht hat, festgestellt werden. In den Uebcr- lieferungen dortiger Familien hat sich die dankbare Erinnerung an die elsässische Lehrerin, Mamsell Fuchs, bis :um heutigen Tage erhalten; za es lebt sogar noch eine ihrer Damaligen Schülerinnen im ehrwürdigen Alter von 95 Jahren. Sic schildert Mamsell Fuchs als eine „würdevolle" Tarne, die eine gute Lehrerin war und die Kinder zur Tugend anhielt" und erinnert sich auch der Mutter, sowie einer zweiten Tochter, einer (damals wahrscheinlich verwitweten- Frau Pfarrer Berger, welche die Kinder 'stricken lehrte. Bon anderer Seite wird noch mitgeteilt, btc Tarnen hatten meist französisch miteinander gesprochen und Die Kinder in dieser Sprache unterrichtet; die Mutter fei schwerhörig gewesen — letzteres em Beweis für Die Treue De*' Abckenschen Berichts, der übrigens den Stempel der Wahrhaftigkeit an Der Stirne trägt. Es wäre nun von Interesse, zu erfahren, ob auch im Elsaß noch Erinnerungen an Madame Fuchs, bic Jugendfreundin Fricderikcns, vor» banben find. Sollten vielleicht gar noch Nachkommen von rhr leben? Vielleicht kann der Name der verheirateten Tochter, Frau Pfarrer Berger, geb. Fuchs, auf die Spur Der Familie leiten.
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kf. Was bringt die neue Hutmode? Als die cigcnrlid)e Saisonneuheit bringt die kommende Hutmode, was Stoffe angeht, Den Plüsch, der schon vor etwa einem halben Jahre auf Dem Modernarktc erschien, in der
clflt zusammen (Mill. Mk):
aus Tomänen.....
„ Forsten .....
, Bergwerken ....
, StaalLeisenbahn . .
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I gtwiesenen Reinerträge kommen auf das Reich 121,4 Mill ■ yiart (auS Eisenbahnen 18,8 Mill. Mk), Preußen 644,8 I älseiibahnen 520,9) Mill. Mk., Bayern 131,G (Eisenbahnen I B2,2) Mill. Mk., Sachsen 54,6 (Eisenbal-nen 40,3) Mitt. Mk., | Württemberg 40,9 ^Eisenbahnen 20,1) Mill. Mk., Baben | 25^ Eisenbahnen 20,6) Mill. Mk., Hessen 18,1 (Eisen- »bahnen 14,6) Mitt. Mk. Die Staatseisenbahnen bringen in ? Creußen unb Oldenburg mehr als die Halste der orbent- I lichen Staats ei nnahmen, in Bayern, Sachsen, Württcm- Ihrg, Baden, Hessen uiid Mecklenburg-Schwerin 39 bis . 11 Proz. Dem Reich liefern die Eisenbahnen nur 4,4 Proz., Post und Telegraph dagegen 25,4 Proz. alter ordentlichen I eiaatseinnalimeii. Bayern und Württemberg ziehen aus | Post unb Telegraph 11,4 unb 12,7 Proz. ihrer orbentlichen I Staatseinnahmen. In Mecklenburg - Strclitz unb in I Lchwarzburg-Solibershailseti liefern Domänen unb Forsten I annähernd die Hälfte der Staatseinnahmen. Anhalt bezieht aus seinen Bergwerken 20,3 Proz. seiner Staatseinnahmen.
Aus dem obigen Vergleich zwischen Roh- unb Reinertrag ergibt sich, daß im Reich und in den Bundesstaaten zusammen kaum V* der gesamten Erivcrbscinkünftc als Reineinnahme üdrig bleibt. Dabei stellen bic angegebenen Reinerträge iwch leineswegs Reinerträge im kaustnanni- id)cn Sinne dar. Um diese zu ermitteln, sind auch die lüoftcn des Anlagekapitals usw. auszuscheiben. Danach mürben als beiläufiges Reinerträgnis Der Rcichseiscnbahnen
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Reinertrag 83,1
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" sonstigen Betrieben .... 8C3.3 63,8
Zu ben Eiiinahmeii aus sonsttgen Betrieben gehören a. bic Einnahmen des Reichs aus der Rcichsdruckerei, bei Anteil des Dteichs am Geschäftsgewinn bet Reichsbank unb des Reichsanzeigers, die Einnahmen der Bundesstaaten nue Banken, gewcrblicheli Instituten (Porzcllanmanufaltur usw.), Münze, Zeitungswesen, Dttneralbrunnen, Bädern unb ,ius Staatslotterieii. Von ber Summe ber vorstehend nach-
tic fei. Vielleicht entwickele sich die internationale Lage in einem dieser Idee günstigen Sinne. Unter diesem Gesichtspunkt sei der Besuch Poinearss nicht ein Gegensatz zu der Begegnung in Baltisch-Port, sondern die Fort setzung derselben.
In Krasnojc-Sselo fand am Nachmittag in Gegenwart dcS Kaisers, der Großfürsten unb ber rus- fischen Minister ein Zapfenstreich statt. Dem P 0 incar 6 und bic französischen Offiziere beiwohnten. Währenb des Zapfenstreichs wuroen dem Kaiser die neuernanntc.i Kommandeurs der drei preußischen Regimenter, bereit Ehcf ber Kaiser ist, vorgestcllt. Nach bem Zapfenstreich nahm Poincars am Diner beim Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch teil, zu Dem Kokowzow, Sasonow Suchomlin unb Iswolski gelaben waren. Abends fand im Theater zu Krasnoje-Ssclo in Gegenwart des Kaisers und der Großfürsten eine Galavorstellung statt, der Poincarä, die Begleiter Poincarss, die franzö- stsck-en Offiziere des Kreuzers „EondS" und die Kommandeure der Drei preußisckjen Regimenter beiwohnten.
$• bis 8. AuMI m sehr befriedior^. I ’ I« Watan, I .Bremer I wn) aus dem 1 l®1- , iyagan mei!i r 1 5 im 1. 3tnd, dl at als MilkSmviki 11 )imt unter bn c-tu- plel nicht beeinii'2/ nnatti- unb ber Cca °r auch Mr. 5ori;i enjöim. Gr begibt <■ *iel in bem nfunh- 'cegan, ber im !• 1 Arzt ans 9toir- mn Mr. Jazz liwl I m (Tictv f)orf; I bsolvieren mutzte. 1- ar von Jmelici iücü I it um ben guten ■ t Bab-Nauheimkr fc ’ bst beteiligte, fpn - .■ narzt Dr. Crotz i» |
Schiebsricuter gern:: |
Deutsches Reich.
Tic „Nordb. 2111g. Ztg." mclbet: Der Staatssekretär beS Auswärtigen Amtes v. Kiderlen» Wächter ist vom Urlaub hierher zurückgekehrt.
Als Vertreter des Kaisers bei ben Bei-- setzungsfeierlichkeitenfürKaiserMutsithito begibt sichPrinzHeinrichvon Preußen nach Japan.
Der „Reichsanzeiger" meldet: Der Gesanbte Sch ä f er, Ministcrrcsibent in Uruguay, ist von seinem Posten ab- bcrufcn und seinem Antrag gemäß in ben Ruhestand versetzt worben. Zu seinem Nachfolger ist ber bisherige M ralkonsul in Rio de Janeiro Wilegrat Freiherr von Nordenflycht ernannt worben.
Mit ber Abfassung von Memoiren sollte, aus- länbischen Blättern zufolge, auch Kaiser Wilhelm beschäftigt fein. Infolgedesfen hat sich ber Berliner Vertreter ber „Köln. Ztg." näher erfunbigt unb erfahren, baß» die Nachwelt keine Aufzeichnungen unseres Kaisers lesen wird. Der Kaiser habe weber vor seiner Thronbesteigung bic Gewohnheit gehabt, Tagebücher zu führen, noch habe er währenb seiner Regierungszeit sich jemals bamit beschäftigt.
Ter König von Spanien brückte Kais er W i l- heliii telegraphisch sein Beileib über bas Grubenunglück von Bochum aus und bat, fein Mitgefühl auch Den Hinterbliebenen ber Verunglückten zu übermitteln. Ter Kaiser dankte in einem herzlich gehaltenen Antworttele- gramm.
Herbst- und Winterniode aber in Den verschiedenen Variationen und Qualitäten die führende Rolle spielt. Neben dem Plüsch behauptet der Sammet auch weiterhin seinen Platz, und endlich wird auch M 0 ir 6 gern verarbeitet. Moir6 ist aber, wie hierzu ein Mitarbeiter des „Konsectionärs" treffend bemerkt, ein Stoff, den bic Mode gewöhnlich nach kurzer Zeil fallen zu lassen pflegt. Der Filzhut Dürfte wohl nur bei weniger eleganten Modellen zur Anwendung gelangen. In bezug auf die Hutformen läßt sich nicht eben viel Neues berichten, denn die Mannigfaltigkeit auf diesem Gebiete ist gegenwärtig so groß, daß sie kaum noch vermehrt werden tonn. Genug, daß von Den großen und größten Maschinen bis zu den kleinen, übrigens gewöhnlich sehr kleidsamen Herrenyutformen alle Typen vertreten sind. Als i^eue Modelle werden Toques aus Plüsch und 2ammei angekündigt, die nur durch kleine, spitze Straußpaletten oder Flügelchen, auch durch Wollstickereibordürew verziert werden. Mit der zuweilen hübsch, leicht aber auch grotesk wirkenden Schutenform will man wieder einen Versuch machen. Die originellste neue Form ist ein ovaler Matroienhul, dessen Krempe nach hinten wesentlich weiter auslädt, als nach Dom. Tarnen, Die diesen Hut tragen, iann man sich also getrost ton vorn nähern, aber geht man. hinter ihnen, so mutz man ihnen „drei Schritte vom Leibe" bleiben. Für den Putz bleibt die Straußenfeder Die große Mode, und hier wird etwas wirklich Neues auf den Jiarlt gebracht, was aber nur als eine pikante Modelaune zu bezeichnen ist: es werden nämlich Straußfedern durch tie Krempe gesteckt und so ausgebildet, daß fic zugleich eine Halskrause sind. Eine Mode, Die pikanten Frauengesichtern wohl stehen mag. Von Pelzarten werden hauptsächlich Maukn-un und Hermelin für Hute verarbeitet, und, ivas endlich dieFarben an geht, so werden unsere Tarnen eine seltene Wahlfreiheit haben Toch stehen auch tu ber Hutmode Schwarz, Weih unb Schwarzweiß im Vorbergrunde.
— DaS hunbertj ährige Bestehen ber Dampf- tchiffahrl. Tie europäische Tampfschiffahrt kann in diesen Augustlagen auf ihr hundertiahriges Bestehen zurückblicken. Nach manchen erfolgversprechenden Veriuchen am Ende des achtzehnten Jahrhunderts in England, Frankreich und Nordamerika, war es im August 1607 Dem großen amerikanischen Ingenieur Rob. Fu11 0 n gelungen, mit seinem „Claremont" bte Denkwürdige .jabrt von New 2)ork nach Albany mit Erfolg zurückzulegen. In Europa Dauerte es noch fünf Jahre, ehe auch hier em stänoige-
Nr. 189 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 15. August 1912
Gießener Anzeiger
rt LÄ Wr politischen reu: Au.mtt
tzLS-r General-Anzeiger für Gberhessen LsM
Hotatiomönid nnö Verlag »er vriihl'lchen Unto..Bnd). and Stelndrackerei H. lange. NedaNIon. 4rpt»ition an» vrackerel: rchulftra»« tianb*: E.tzev; für den tii vormittags 9 Uhr. vüdingrn: Zernfprechcr Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofstiahe 16a. Airzeigenrru. v
Wir lesen in der „Straßburger Post": Bertihard Rubols I Meten, bekannt als Lehrer von Schillers Söhnen und I als Vater eines vertrauten Mitarbeiters von Bismarck, I crzahll in seinem Buch „Goethe in meinem Leben" von I einer Begegnung mit einer greisen Elsässerin, die ihm eine ; I übsche EPis 0 de aus benSesenycimer G 0 ethc - i :agcn übermittelte. Abekeii hatte im Jahre 1^-a al.
:icttov in Osnabrück eine Rhein reise unternommen und bet k dieser Gelegenheit den Leiter des Kreuznachcr Gymitastums, I ädraham Boß, den jüngeren Sohn des Homer-Ueberfetzcrs, l .infgefucht. „Gegen Abend", so erzählt er, „besuchte ich I mit Boß eine Mamsell F., eine Elsässerin die sur btc 1 Löditer Der Honoratioren Kreuznachs eine schule hielt, -öet M hr faiiDen wir die Mutter, eine Frau über siebzig und fan Icitb. Sie nahm teil am Gespräch, wobei die rochier, gc- oohnt, sich Der Harthörigen verständlich zu machen, ^ol nencncrin war. Ich erkundigte mich nach Stratzburg, narb er Gegend, in welcher Die Frauen zu Hause waren; und 11 i) kam ich auf das durch Goethes Schilderung (erschienen 1812—1814) so bekannt gewordene Sesenheim a,a war - )ie Mutter heimisch gewesen und hatte die Pfarrersfamilie I oft besucht. Ich fragte, ob bic Liebenswur big kett 1 Z riebe rite ns zur Wahrheit oder zur Drchtun g tebörc. Da brach der Strom los. Tte Alte hatte ba-. mige Mädchen genau gekannt und wußte nun nicht genug wn dessen Aiimut und Güte zu rühmen. Ste horte nicht auf iu criäblcn, und bic Tochter half ihr. „Da bm ich einmal - so die Alle - „zu Tisch in der Pfarr in Gefellfchatt. Me oTicberilc versorgt die Kinder, die mit zu ^a,t J1]";
öer Nebenstube, wo auch andere junge Leute uni); Die (Sltcrn umb andere Freunde fpeifen int grotzeren Zimmer. Nun seh 1*, wie die Friederike aus einer Lchu^el Huhnersrikai'ee lie besten Bist en aussncht, die Leberchen ui.d Bruststücke Mw. oh sprach: Frau Base, was ist das mit ber ^Wbcrrfc.
I Die ist sonst so bemüiig, und nun nimmt ste das Beste vorn I Sqcn? Ach, spricht sie, laßt sie nur; das ist nicht |ur 11c. I Schauen Sie in Die andere Stube, da sitzt ein junger Herr, dem werden die guten Bissen jchon Den ^.tgjinbcn.
Lch schaue hin unb sehe da einen schmucken jungen Edent itipen; der kriegt auch alles. Dav war Goethe Unb nun erzählte die Alle weiter, rote Friederike an tnqem
Vorbereitung getroffen zum Sckstagen der Brücke über die Fulda, deren bewaldete Ufer, die zu beiden Seiten steil aballen, nur ein schmales Tat srcilassen. Gleich Hinter >em Kaiser erschien nun die Spitze der roten Pariet, während vom jenseitigen Ufer Gcwehrseuer c r ö f f • n e t wurde. Tic Dragoner setzten in Pontons über bic Fulba. Tie Pferbe but(6f chioam men bas Wasser, währenbdessen schlugen bic Pioniere die Brücke, die von dem Gros benutzt wurde. Der Kaiser beobachtete bic Fertigstellung der Brücke beim Uebcrschreiten >cr Fulda unb ritt bann nach Speele zu, wo ein zweiter Ucbcrgang geschaffen ivorben nnir Das Gefecht entwickelte ich sodann auf Den Höhen südlich ber Fulda um Lutterberg.
Gegen 10 Uhr wurde die Ucbung abgcbrodKii. Nach ber Kritik nahm Der Kaiser bei Lutterberg den B or» deimarsch aller beteiligten Truppenteile ab. Sodann kehrte der Kaiser mittels Automobils über Suttcrberfl- Kassel nach Wilhclmshvhe zurück.
Das Urteil im 2lgramer 2lttcntatsprojen.
Cfenpcft, 12. August. Im «gramer Prozeß wegen des Attentats auf ben Banns Euvaj und den Sektionsckjef Hervoitsch wurde heute 11 Uhr bad Urteil verkündet. Der H auptan ge kl a g t e Juki t f ch wurde wegen gemeinen Meuckjelmordes zum Tod durch Den Strang verurteilt. Wegen schuld wurden die Angeklagten Dviitsch, Eesaretz, Bublirsch, Neidhard und Earnill Horvathy zu fünf, Roman Horvathy zu sechs Jahren schweren Kerkers verurteilt. Der Angeklagte Scharinitz wurde wegen Unterlassung der Dcreitctting eines Verbrechens zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Tic Angeklagten Bradlitsch, Narancitsch, Dolenz unb Go- logafa würben freigesprochen.
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