Ausgabe 
11.6.1912 Erstes Blatt
 
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Völlig dem Kaiser für den glänzenden Empfang und die

Ver-

IcUjinig des Regiments dankte. Ter König reifte Sonntag früh um 8 Uhr von Wien nach Trieft ab, von wo er zu Schiff nach

Auf.

er Berufene tum

'ultet

ciU|ü)Lci|C4Ujcu des jDcuüftcr-?, Lickr und Luft sirr decke Rich­

Montenegro zurückkehrt.

AuS Santiago de Euba wird gemeldet, daß die

tragen, dem Rui tu folgen, fdienerten an der feiten

Deutsches Reich.

Wie dieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" mitteilt, sagte sich der Kaiser für den gestrigen Montag abend beim Reichs­kanzler und ö'icni v. Bethmann Hollweg zum Diner an.

An den Reichskanzler hat sich eine führende Persönlich­keit im evangelisch-sozialen Lager mit einer Ein­gabe gerichtet, auf die geantwortet wurde: Tie berührten Vor­gänge würden vom Reick-skanzler mit ernster Aufmerksamkeit ver- folgt, wie sie der zunehmenden Bedeutung der christlich-sozialen Arbeiterorganisation für unsere soziale, wirtschaftliche und poli­tische Entwickelung entspreche.

ständischen die Stadt Sagua de Tanamo in Brand ge­steckt haben. Ein amerikanischer Kreuzer ist nach Sagua de Tanamo abgegangen.

Gelehrten irgendwie beanstandete. Aber die Berufung ist direkt gegen den Wunsch der Fakultät .mir Ausnahme von Bornkäufer erfolgt, uni), wie ich aus guter Quelle erfahre, hat achst selbst Bedenke

Die Lage in Marokko.

London, 10. Juni. DieMorning Post" meldet aus Tanger vom 9. ds.: Ans Mogador wird gemeldet, daß die erste Abteilung El Haidas am 2. Juni Tiznit verlassen hat. Zwei Abteilungen sollen folgen. Die Trup­pen gehen in nördlicher Richtung vor. Der Plan ist ver­mutlich, Tarudant zu besetzen und weiter aus Mara- ko sch vorzurücken. Es sind Gerüchte im Umlauf, daß Agadir die Herrschaft El Haidas anerkannt habe. Dieser habe dem Gouverneur von Tarudant Befehl erteilt, alle Ehristen bis zur Wiederherstellung der Ordnung in Sicher­heit zu bringen. El Haida soll entschlossen fein, keine Ehristen in seinem Machtbereich zu dulden, bis die Mächte ihn als Sultan des Sus-Gebietes anerkannt hätten.

Fez, 10. Juni. Hier herrscht Ruhe. General Gou- raud will die Umgegend von Fez vollständig von den Feinden säubern. General Stautet) beabsichtigt mit einer starken Kolonne nach S e f r u zu marschieren. Der Sultan verlieh dem General Gouraud das Großkreuz des Hasidischen Ordens.

Airehe und Schule.

Ibber die Znsammensrhnng der theologischem Fakultät in Marburg bringt Prof. Baumgarten im Anschluß an eine neue Berufung in derEvangel. Freiheit" folgende Klage vor:

In aller Stille vollzieht sich eine folgenreiche Verschiebung in der Zusammensetzung der theologischen Fakul- löten in Preu st c n. Während ich es mir sonst versage, afabeniiid)e Aergernisse vor der Oessentlichkeit breit zu treten, zumal h.i irf) davon keinen faktischen Gewinn erhoffe, solange das 1 cüige Landtagswahlrecht die Reaktion in Preußen am Ruder kiüt, muß td) heute die Leser aufmerksam machen auf eine 23e^ ritning, die mich tief erschüttert bat: die des mehr und mehr uiS Fahrwasser der Bekeiinmissreunde geratenen Bonner jtirrfjen- 11 storikers Böhmer nach Marburg. Nicht als ob ich die Per- dienfte und die nriffenfdjaftlidie Oualifakanon deS hervorragenden

Andere Abgeordnete zogen sich m die Büwttraume zurück. Tie Polizei entfernte sie. Nach Eronnung der eißun^ erklärte Präsi­dent Tisza, er müsse die Angelegenheit dem ^mmunrtatsaus- schust unterbreiten, Damit Vorkehrungen getrosten werden, um den Mißbrauch mir der Beratungszert des Hauses zu beenden, hierauf verhängte der ^mrnumtatsaus schütz ubtx eine Anzahl von Abgeoroneicm die Ausschließung von fünf­zehn Sitzungen, anbete wurden verurteilt Abbitte zu leisten Das Abgeordnetenhaus begann um ein Uhr die Beratung über die Gewährung von . Zulagen an kinderreiche Beamtensarmlien.

Anrland.

Der beratende Ausschuß der französischen Postver­waltung stellte den Antrag, daß Knaben bis zu 16 und Mädchen bis zu 18 Jahren ebne schriftliche Ermächtigung ihrer verant­wortlichen Angehörigen keine post lagernden Briefe mehr erheben dürfen.

DieT i m c s" führt in einem Leitartikel über die Bagdad­bahn aus, daß die jetzigen Vorschläge über die Jnternattonali- iierung der Endstrecke der Bagdadbahn nach Bassora den 23eitritt Englands zu dem Plane wünschenswert erscheinen ließe. Das Blatt tritt dafür ein, daß Rußland als fünfte Macht an der End- strecke beteiligt werde. Die endgültige Zustimmung Englands müßte von einigen Bedingungen abhängen. Dazu gehöre, daß die Endstrecke nicht mit zu schweren Verpflichtungen bedacht werde, was die Entschädigung der Bagdadbahn-Gesellschaft für ihren Verzicht auf die Kilometergarantie von der Endftrecke betreffe. Ferner müsse den türkischen Vorschlägen entsprechend Bassera der Endpunkt der Bagdadbahn werden, das würde der Türkei freie Hand lassen, den Scheck von Koweit als einen autonomen Herr­scher unter englischen Schutz, wenn auch unter der Ober Herrlichkeit des Sultans, auzu erkenn en. Endlich kämen ein Paar Punkte in Betracht, die Englands Stellung am Persischen Golf beträfen. TieTimes" erwartet, daß über alle diese Punkte eine Einigung zwisdn'N Englaiid und der Türkei erreicht werden könnte. Die Lösung dieser Frage würde in England durä>aus mit Genugtuung ausgenommen werden.

Lius Moskau wird gemeldet: Zum ersten Male nach neun Jahren ist am Montag der K a i s e r, begleitet von der Kaiserin und den Kaiserlichen Kindern, wieder zu einem Besud>e der alten Residenzstadt hier cingctroffcn. Nach großem Empfange auf dem Bahnhofe, zu dein die Großfürsten und Großfürstinnen, Minister, Vertreter der Behörden, deS Adels und andere hohe Würdenträger erschienen waren, fuhren die Majestäten mit der inzwisä^en aus Mouenbagcn cingctroffencn Kaiserin Witwe unter Glockengeläute durch die festlich geschmückte Stabt nach dem Kreml, überall von der Bevölkerung begeistert begrüßt.

Der König von Montenegro verabschiedete sich am Sonntag vom Kaiser Franz Josef unb seiner Familie, wobei der

Freiherr von Lrssa f.

Berlin, 10. Juni. Der Präsident des preußi­schen Abgeordnetenhauses,Freiherr v. Erfsa, ist heute mittag 12. Uhr gc ft arbeit Die Beerdigung findet Donnerstag 21/2 Uhr statt.

Ter erste Vizepräsident des Abgeordnetenhauses, Dr.

r s ch, nribmet dem verewigten Präsidenten v. Ersfa olgenden Nachruf:

Ter Präsident des Hauses der Abgeordneten, Hermann Hart- rnann Freiherr v. Erffa, Majoratsherr auf Schloß Wernburg (Thüringen-, Kammerherr, Rittmeister der Landwehr a. D. und Ehrendoktor der Universität Halle ist heute nachmittag 1 Uhr auf seiner Besitzung Wernburg in Thüringen nach kurzem, schweren Leiden entschlafen. Der Heimgegangene gehörte dem Hause fett 1885 als Vertreter der thüringischen Kreise Schleusingen-Zregen- rück an unb war ein hervorragendes Mitglied der konservativen Fraktion, in der er in den letzten Jahren das Amt des Vorsitzenden bekleidete. Den Vorsitz im Budgetausschuß führte er seit 1898 zu seiner im Januar dieses Jahres erfolgten Wahl zum Präsi­denten des Hauses. Zu den beiden arbeitsreichen und verant­wortungsvollen Aemteni legte der Verewigte stets die größte Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue an den Tag. Das Andenken des verdienten und verehrten Mannes wird dem Abgeordneten­haus allezeit teuer sein.

tungen in Marburg gleich zu verteilen, d. h. den Beschwerden der Landesgeisttichkeit wegen der ihrer Majorität entgegenstehenden Richtung der Fakultät nachzugeben. Wie manchen Tag habe ich mich über meine eigene akademische Misere getröstet rm Gedanken an diese einzige preußische Fakultät, in der ein geschlossenes Zu- l'ammcnarbeiten möglich ist! Nun wird es Marburg gehen, wie es Kiel ergangen ist: zuerst setzt man einer Fakultät gegen den Willen bei Mehrheit einer ihr fremden Gem in ihre Mitte, in Marburg: (Bornhäuser,, bann hat man bei allen Berufsvorscklägen eine zwiespältige Vorschlagsliste unb kann mit unanfechtbarem Grundsatz nun ben int Konsistorium angenehmeren berufen, bis man das gnaze Angesicht der Fakultät gewandelt hat. Hat die Fakultät nun etwa ganz unbrauchbare Vorschläge gemacht? Man hat v. Schubert (Heidelberg), Holl (Berlin) und Scheel (Tübingen) vorgeschlagen. Weshalb die beiden Ersteren gar nicht ernst genommen werden sollten, ist nicht einzusehen: waren sic etwas teuer, nun so waren sie doch für diese in ständigem Auf­blühen begriffene Fakultät nicht zu teuer, und daß sie dem Rus nicht gefolgt wären, ist auch nicht zu behaupten. Daß aber der Extraordinarius Scheel, eine frische, frohe Kraft, die von der Berliner Fakultät den Doktorhut erhalten, als Parteimann so wenig unliebsam ausgefallen wie die beibtn .anberen Gelehrten, einen Ruf nicht ausgeschlagen und ber hessischen Kirche nickt Aergernis bereitet hätte, kann billig nicht bezweifelt werden.

Arbeiterbewegung.

Eine neue Bewegung in der Metallindustrie.

Berlin, 10. Juni. Von neuen Lohnbewegungen kommt besonders wieder eine Metallarbeiteraussperrung in Sicht. Die Eisenkonstruktionsarbeiter haben im vergangenen Jahre fünf Wochen im Ausstand gestanden und sich schließlich mit den Metallindustriellen geeinigt, da sonst eine allgemeine Aussperrung erfolgt wäre. Jetzt liegen die Verhältnisse genau fo wie vor Jahresfrist. Vor drei Wochen haben die Elsenkonftruktionsarbeiter erneut die Einführung der neunstündigen Arbeitszeit und Er­höhung der Anfangslöhne um 10 Prozent gefordert. Die Arbeit­geber haben nun diese Wünsche abgelehnt und nur in einigen nebensächlichen Punkten Entgegenkommen gezeigt. Gestern waren über 20 000 der in Betracht kommenden Arbeiter versammelt: sie beschlossen, die Forderung der neunstündigen Arbeitszeit aufrecht* zuerhalten. Am nächsten Mittwoch treten die Beauftragten der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer nochmals zur Beratung zu­sammen unb von deren Ergebnis wird Krieg ober Frieben in Der Metallindustrie abhängen.

Aus StaSt und Land.

Gießen, 11. Juni 1912.

. *"- Bei derLandesverficherunysanstalt Großh. Hessen sind im Mai 1912 405 Anträge eingegangen und zwar: 330 Anträge auf Invaliden- und Krankenrente (I. u. K.), 16 An­träge auf Altersrente (A.), 21 Anträge auf Witwen- und Witwer- renle (W.), 26 Anträge auf Waisenrente (O.) und 12 Anträge auf Witwengeld (Wg.). Unerledigt wurden in den Monat übernommen 410 Anträge, fo daß 815 Rentengesuche in Bearbeitung standen. Es sanden Erledigung: 257 Anträge durch Bewilligung (217 I., 10 K., 16 A, 3 W., 2 Wg., 9, 3 Anträge durch Anwart- ckaftsbescheid (§§ 1258 u. 1743 RVO.), 82 Anträge durch Ab­lehnung, weil unbegründet (58 I., 7 An., 5 W., 3 Wg., 9 O.), 18 Anträge durch andere Weise Zurücknahme usw. (9 I., 2 21., 5 W., 2 Wg.), zusammen 360 Anträge, so daß 455 als un­erledigt auf den Juni übernommen werden mußten. In welchem Umfange die Landesverficherungsanstalt Großh. Hessen Heilverfahrenskosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich daraus, daß Ende Mai in Anstalten 349 versicherte Personen unter* gebracht waren. In der Eleonorenheilstätte befanden sich außerdem noch 44 Personen, die teils auf eigene Kosten, teils auf Kosten des Fonds der Großherzogin oder fonftiger Stiftungen eingewiesen worden sind.

Die Postkarienwoche, die feit Sonntag in ganz Hessen im Gange ist, brachte unS gestern nachmittag ein Konzert unserer Negimentsmusik in der Ost-Anlage, daS eine zahlreiche Zuhörerschar angelockt hatte und sehr schön verlief. Da an manchen Stellen Mangel an Postkarten für die Postkartenwoche ist, werden die Orte, in denen der Verkauf abgeschlossen ist, gebeten, etwa übrig gebliebene Postkarten baldmöglichst an daS KreiSamt zurückzuschicken. Die Frankierung der Luftpostkarten muß doppelt sein. Zuerst klebt man auf die Postkarte die übliche Freimarke (5 Pfg. fürs Inland, 10 Pfg. fürs Ausland) und bann noch dazu die Luftpostmarke zu 10 Pfg., so daß also die Jnland- Postkarten im ganzen 15 Pfg. und die AuSland-Postkarten 20 Pfg. Porto tragen. Für Postkarten, die etwa nur die Luftpostmarketragen, müßte der Empfänger Strafporto zahlen. Mit der Luftpost werden nur offizielle Postkarten der Post­kartenwoche befördert. Andere Ansichtskarten und gewöhn­liche Postkarten find unter allen Umständen ausgeschlossen.

Amtsgerichts-Neubau. Wie uns das Großh. Hochbauamt mitteilt, ist der Zuschlag auf die Erd-, Funda­ment- und Maurerarbeiten vorbehaltlich des Ab­schlusses der Geländeerwerbsverhandlunaen erteilt worden, somit kann auch der B<ru nicht schon nächster Tage begonnen werden.

"Diebstahl. Ein Arbeiter hatte bei einem hiesigen Althändler 60 Pfund Blei verkauft, was die Polizei ver­anlaßte, nähere Erkundigungen über dessen Erwerb anzustellen. Hierbei wurden zunächst eine ganze Anzahl mit geschmolzenem Blei gefüllte Blechbüchsen bei dem Arbeiter gefunden. Der Mann war am Bau der städtischen Wasierleitung beschäftigt unb hat daS Blei, das beim Legen ber Rohre zur Verwendung kommen sollte, gestohlen.

Wem g e hört die Uhr? Ein 14jähriger Junge versuchte gestern abend eine silberne Taschenuhr zu ver­äußern. Er gab zunächst der Polizei gegenüber an, er habe sie int ZirkuS entwendet, unb später erklärte er, daß er die Uhr in der Kaserne gesunden habe. Der Eigentümer kann die Uhr bei der Kriminalabteilung deS PolizeiamtS in Empfang nehmen.

Landkreis Gießen.

(w)Daubringen, 10. Juni. Am Sonntag eröffnete der Ziegenzuchtverein mit einer einfachen Feier die im nabe gelegenen Walde geschaffene Ziegenweide, von der man sich eine bedeutende Förderung der Ziegenzucht ver spricht. Ms Präsident übermittelte Weickenfteller 1. Klasse Walther den Behörden und allen Förderern der Bestre­bungen des Vereins, seinen Dank. Herr Kreutz-Gießen sprach über den Nutzen einer zielbewußten Zucht und gab eine kurze Anleitung dazu. Reichen Beifall ernteten Forst­meister Schneider und Bürgermeister Walter, die ben hohen Wert und die große Bedeutung der Zucht für unsere Gegend anerkannten und ihre Bereitwilligkeit er­klärten, solche wirtschaftlichen Bestrebungen zu fördern. An die Feier schloß sich eine Verlosung von gekörten Zucht­tieren und 9tutz gegen ständen an, deren Ergebnis im An­zeigenteil mitqeteilt ist.

= Lich, Ö. Juni. Aus Anregung hiesiger, ehemaliger An­gehöriger des 2. Hess. Ins. R e g. Nr 116 zu Gießen erging an die früheren Angehörigen des genannten Regiments bie Ein­ladung zur Grünbung eine* Vereins Zahlreich waren döe ehemaligen ooUxncn Dieser ärinlaonng gefolgt unb versam-

gehört haben.

Kreis Büdingen.

.L Ossenheim, 9. Juni. Heute sand dahier das Be- z^irks-Kriegerfest des Bezirks Friedberrg statt. 35 Die Feier wurde im Cn'en*

Verbreche Gestern vormittag e Bl cn b a g e n, das die [ ErrbanMung unb zwar Lichelm Frickrich von Rburtcdung ansteht. Di .'oll:, als Verteidiger 1 mb Rechtsanwall Kau inö geloben Mebizinalra kr Lbcrant ber heil- u Botflebei des Chemist Cberbefim fouc ber £b c" brr Ktrbanbhing, bie, Derntbmcn.

Angeklagte soll r F'Wi Wahres ein zu se 'Mendes dinlergebäube v Ungesagte bereitet bie 1 r ^gestellt, lieber ben zur A "i jener Nacht um f' fr durch ein Geräusch ' vom Vintcrgebäube 5"? -^en, ließ das M ^"üU'llnnes Nachbar L, \'**6 unb seil rHu loschen, währ« - ai lÄeschworenen n &

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)!( Bergheim, 10. Juni. Der hiesige Gesang­verein feiert am 7. und 8. Juli das Fest der Fahnen- weihe. Die vorbereitenden Arbeiten sind soweit ab- geschlossen: auch die Fahne ist bereits eingetroffen und hat Älgemcinen Beifall gefunden. Nahezu 30 Vereine haben ihr Erscheinen zugesagt.

Kreis Schotten.

)!( Aus dem südöstlichen Vogelsberg, 10. Juni. Die diesjährigen Ernteaussichten sind ganz vortrefflich. Das Getreide steht prachtvoll und ver­heißt eine vörzügliche Ernte und das Gras steht infolge der feuchtwarmen Witterung so schön, wie lange nickt mehr. In den Wiesentälern hat das Gras mitunter ] Manneshöhe erreicht und verspricht dem Landwirte reicken < Ertrag. Die Obstaussichten sind jedoch nur mittelmäßig zu nennen.

zirks-Kriegerfest des Bezirks F Kriegervereine waren erschienen. Die F< Heimer Wäldchen abgehalten. Mit ihr war die Fahnenweihe des Ossenhcimer Kriegervereins verbunden. Morgens fand eine Fein auf dem Friedhöfe, dann Feftgottesdienft, des nachmittags freii- zug, Weihe der Fahne und hierauf Volksfest im Wäldchen iiatl.

Starkenburg und Rheinhessen.

w. Darmstadt, 10. Juni. Heute nacht ist der im Ruhestand lebende frühere Hofmarschall des Großherzogs Ludwigs IV. und des jetzigen GroßherzogS Obersthofmar- schatt und General der Infanterie z. T. Freiherr pon W e st e r w e l l e r im 86. Lebensjahre v e r st 0 r b c n. Ucb-.'t 40 Jahre hat er im hessischen Hofdienste gestanden. Frlr. Westerwcller von Anthoni ist am 29. Ium 1827 zu Darm­stadt geboren. 1862 nmrbe der damalige Hauptmann int Generalquartiermeisterstab unter Belassung u la suite in diesem militärischen Verhältnis vom Großhcrzog Ludwig HL zur Disposition des Prinzen Ludwig, des spateren Groß­herzogs Ludwig, gestellt. Bald nach dem Regierungsantritt des Großherzoas Ludwig IV. i. I. 1877 ernannte ihn dieseri zum Hofmarschall. Später wurde er Obersthofmarsckall und bekleidete das Amt bis zum 24. Dezember 1906. Auch in seinem militärischen Verhältnis war von Westerwettecj mit feinem Fürstenhause vervunden geblieben. Großherzog Ludwig IV. ernannte ihn zum Flügeladjutantcn und bann ° zum Generaladjutcmten. Die Stellung eines Gcneraladju-^ tanten ä la suite nahm von Westerwetter auch noch nach seinem Rückttitt als Obersthofmarschall ein. Der Ver­storbene war im Besitz zahlreicher hoher in- und aus­ländischer Orden, u. a. auch des GroßkreuzeS des hessischen - Ludewigsordens.

Hs. Darmstadt, 9. Juni. Unter dem Vorsitz des Grasen! zu Erbach-Fürstenau hielt heute nachmittag die Ä n i 1. T u e l I7 Liga (Vereinigte Ortsgruppen Hessen unb Provinz Hessen-Nassau) eine öffentliche Versammlung ab, in ber Professor Kissin­ger bie Ziele ber Anti-Duett-Liga klarlcgte unb ben Duell,wang verwarf Er trat mit Nachdruck für eine Verschärfung ber gd- tenben Gesetze bei Ebrenkämkungen ein. In ber iplgenben freien Ausspradre verteibigte ein Stubiosus bas Duell als ein Heilittuw ber beuifdien Natton, das man nirftf aniaften bürfe.

rm. Langen, 10. Juni. Ein wklicker Unglückssatt er­eignete sich gestern. Der 10 Jahre alte Junge des in Frankfurl beschäftigten Hafenarbeiters Greb spielte mit den Knaben beä De Mißen Stahl, die Jungen hatten ein OK wehr des Stahl, das angeblich nicht geladen war. Plötzlich fiel der junge Äreb, WC das Geivehr jule&t in ber Hanb hatte, infolge eines Sctiuffe» in die Schullerhöhle tot zusammen. Er soll angeblich ein Geschoß w das Gewehr gebracht unb bas Gewehr bann abgeschotten haben- I

One nbach, 9. 3um Ans ber h'utc hier abaeva.ten n I I otbcnUuDai M»rtgl^<d^.r-Ver j a m mlu ng der aUge.neuuL l

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Kreis Friedberg.

Friedberg, 10. Juni. Am Scnnskag sand die Prüfung der Baum wär ter au ber hiesigen Obst­bau s ch u l e statt. Der Prüfungsausschuß bestand aus dem Vertteter des Ministeriums des Innern, Llbteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, Geh. Landesökonomie­rat Mütter, dem Vertreter der Landwirtfchaftskammer, Cb|t- bauinspektor Pfeiffer und dem Direktor der "Anstalt, Oekono- miernt Spieß. Zu der Prüfung hatten sich sechs Baum­wärter gemeldet, und zwar: Phil. Foshag aus Gammels­bach, Phil. Old aus Hainstadt, Hch. Ruht von Schotten, Otto Ludwig von Ulfa, Herm. Stübs von Assenheim unb1 Karl Weber aus Utphe. Die Prüfung dauerte von 10 bis 12 Uhr und wurde so vorgenonnnen, daß jeder Teilnehmer eine Reihe von praktischen Arbeiten ausführen mußte, bei denen er entsprechende Fragen zu beantworten hatte. Nach einstimmigem Beschluß wurden die Prüflinge für bestanden erklärt, und erhalten infolgedessen von der Landwirtschafts- j kammer in Darmstadt ein schön ausgeführtes Diplom, nach 1 dem sie den Titelgeprüfter Baumwart" führen dürfen, j

K. Bad-Nau heim, 10. Juni. Vorgestern kam der cium. J Ministerpräsident von Ungarn, Franz v. K 0 sfuth zur Kur hier j an. Der Verkauf der Postkarten, bereit Erlös ber Säuglings- I sürsorgc zugute kommen soll, war gestern sehr gut. Nahezu 6000 j Karten unb über 3000 Flugpoftmarken wurden abgesetzt. 10 junge M Mädchen beteiligten sick am Berkaus. Auch heute waren die | jungen Mädchen beim Verkauf am Platze.

(r) Reichelsheim, 10. Juni. Tas neue Pfarr­haus ift bereits überdacht. Es sott, wenn möglich, noch in diesem Jahre bezogen werden. Tie Arbeiten am neuen Schulhaufe sind auch rüstig vorwärts ge-tj schritten. Nach dem von der Bauleitung festgesetzten Term inj joll es bis zum 1. Juli unter Dach sein. DonnerstagF 13. d. M., werden die Schlosser-, Weißbinder-, Tapeziercr^ und Jnstallationsarbeiten zu diesem Neubau vergebcm. Für den seit einigen Wochen erkrankten Lehrer Lepper ver­waltet Schulvikar Schneider seit dem 7. d. M. die hiesige erste Lehrer st ellc.

)( Pohlgöns, 10. Juni. Der Gesangverein Licderkranz errang aus dem Gesangswetlstteit zu Kirch-ß göns am 9. d. M. unter der Leitung des Herrn Lehrer Blaß s zu Großen-Linden im Klassensingen in der 4. Klasse als nicht preisgekrönter Verein den 2. Preis (25 Mark in bar nebst einem wertvotten Kunftgegenstand) mit 206 Punkten. Ferner im Ehrenpreissingen den Ehrenpreis (1 silb. Pokal) und den Hauptehrenpreis (1 silb. Lorbecrkranz) mit 113 Punkten.

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mellen uck in e r Gaftwirtschast »um Frankfurter Hof. E) war crsreulich, besonders Das rege Interesse ber älteren Kameraden wahrzunchmen. Von ihnen gekört ein großer Teil bem bie- i'igen Mriegemercin nicht an. So würbe benn aud) ber Verein im losen Verbanb gegrünbet und bie bei ben meinen gleichen Vereinen beftchenbe Bebingung, daß bie Mitglieder einem oct Hassia angehörigen Kriegerverein angeboren müssen, gestrichen. Hierdurch wirb nach Ansicht der 2lnwesenben ber Anschluß on den neu gegründeten Verein, der in erster Linie den ehemaligen Regiments-Angehörigen eine organisierte Teilnahme an ber Ju- belaumSseier gestatten spll, bcdeutenb erleichtert unb die Zahl der Mitgliebcr vergrößerr. Zum Borsipenben wurde Saufmar.n Ludwig Häuser, als Stellvertreter Dagnermciftcr Hck. Ziminer gewählt. Dem Vorstand gehören u. a. Hch. Dalz scn., Herrn. Tietz und Polizeibiener Meyer an. Es leben zurzeit in unsrer Stabt runb 100 Leute, bie bem Ins-Reg. Kaiser Wilhelm an«

stirchhai"' - .,d Klauenseuche Ä ^nen die h'k lg-n tften. Der nachlle W '! m einem Teile der u ^monatliche Sperre ktunj beS Marktoerbo -ch cm Frauen-Tur j> Tamen beigetreten q'tmhilrat Wagner, _ -i'itt dem Heuschn! ende der Woche begann j'i Gras im Wach rarbtn bei den GraSoe §0 brachten 10 Hektar riipachtct wurden, eine, ' j. fgabamar, gijilitfv® aldcrd 0 rfI 2KoI5bern aus bem Tabi fioic das zur Auibewah hhlcn. Ter (iinbrud (sh an bie Kapelle ansch nabm ti? 2pur der Dick der Liaiiuskapelle, bann