162. Jahrgang
Dritter Blatt
Nr. 265
Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag-.
«tif „Hl,Heuer ZamilienblStter" werden dem ,91nAfig,r* Dtmnol wöchentlich beigelegi, daS „Xreisblfltt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Zeit, fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Samstag, y. November 1<)12
RotanonSdruck nnd Verlag der drndl'schen Universität^ • Buch- und Siemdructerel.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Spedition und Tntrferei: Schul- strave 7. Eicveditiou uiid Verlag: 31.
Redaknome^Il». Lel.-Adr.: KnzeigerGieven.
Ellenlager einen zwei Zentner fchivcren Aniboü 'tchen, der
eines Morgens
gaben,
und
der
in allen Arten, Qualitäten und Ausführungen von Mk. 3.— bis 200.— bei A. Salomon & Cie. (a7/i
geboten wurde, gebracht.
Tie Hausfrau wird uns Tank dafür wissen, wenn sie lyeute auf die beliebten Braunsschen Stossarben, Blusensarben und Eremcsarben aufmerksam gemacht wird, mit denen man abge- blaßten, verschossenen Kleidungsstücken und (Gardinen glänzende frische Farben und ein tadellojcs neues Aussehen geben kann. Gar manche Hausfrau hat schon auf solche Art die drohende Ausgabe für ein neues Kleidungsstück verinieden und statt eines Goldstücks nur wenige Nickel für Braunssche Farben hinzulegen brauchen. ss7/n -
Die Erzeugnisse der JftöbeffFabriA ffg. Ehrhardt & zfc'hne Werkstätten für Handwerkskunst ♦ Darmstadt ♦
erwerben sich durch ihre zweckmässigen schönen können, die Gute des Materials und der Arbeit, immer neue Freunde. — Interessenten werden gebeten, die ständige Ausstellung von Muster - Wohnungen Feldbergstr. 3b zu besichtigen und kostenlose Zusendung des neuen Albums 7 ,, Wohnliche Innenräume“ zu verlangen. (Idn!tx
Starkenburg und Rhein liessen.
rm. Dar m st adt, 8. Nov. Nach einem AuSfchrcibeu der Staatsanwaltsckfast hat sich der am 22. Mai 185)8 geborene Schüler Gg. Unger nm 14. September aus der clterlick)en Wohnung in Reichelsheim i. O. entfernt und ist bis heute nicht zurückgekehrt Man vermutet, das; er sich als Knecht verdingt hat. Er nxir mit alten grauen Kleidern und grünlichem Hut bekleidet. Als besonderes Kennzeichen hat er die rechte Hand und den rechten Arm voller Narben.
=r. Darmstadt, 8. Nov. Gestern vormittag zwischen 11 und 12 Uhr ist in der Annastraste ein Raub an fall versucht worden. Ein Mann überfiel dort eine Dame, flüchtete jeboef) aut deren Gegenwehr, nachdem er noch an der Ecke der Anna und Willielmiuenstrahe zwei etwa 20jährige Mädchen angefallen hatte. Ter Täter wurde in der Person eines 36 Jahre alten, schon oft vorbestraften Handarbeiters von hier ermittelt und festgenommen.
** Hessisch-preußische Vereinbarung wegen Anerkennung der Besähigungszeugnisse der Leh r er innen Schulvorsteherinnen. Zwischen der hessischen und preußischen Regierung ist mit Gültigkeit vom 1. Januar 1913 ab eine neue Vereinbarung getroffen worden, daß die Zeugnme über, die bestandene Fachprüfung an den 5)essischen Höheren Lehre rinnenseminaren und die Zeugnisse über die bestandene Lehramtsprüfung an tfen Oberlyzeen in Preußen gegenseitig als gletch- wertig anerkannt werden, und zwar berechtigen die erwähnten hessischen Zeugnisse auch zur Anstellung an Volksschulen in Preußen, während die erwähnten preußischen Zeugnine auch zur Anstellung an Volksschulen in Hessen berechtigen sollen.
** Lehrerpersonalien, llcbertragen wurde dem Reallehrer an dem Realgymnasium zu Mainz Wilh. Fuchs eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Mainz. — Erledigt sind eine mit einem evang Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule Osthofen, die mit einem evang. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gonters- kirchen. Mit ihr iß Organistendienst verbunden. Dem Grafen zu Solms-Laubach steht das Präsentationsrecht zu. .
** Rach Südwestasrik a. Der Leutnant Kurt Fell im Infanterie-Regiment Prinz Karl (4. Hess. > Nr. 118^ sckwidet aus dem Heere aus und wird in der Schuytruppe für südwestafrika
verschwunden war. Tie Nachforschungen er
daß er bei einem Alteisenhändler zum Verkauf an- Die Täter sind crnullell und zur Anzeige
angestellt. ~
• • Kun st verein, ßu der seit acht Tagen neuen Ausstellung wurde heute eine Anzahl Werke der Kleinplastik des Bildhauers I. Ködding zur Ausstellung gebracht.
* * I n Untersuchungshaft mürbe gestern abend ein hiesiger Einwohner genommen, der beschuldigt ist, mit seinen minderjährigen Töchtern sträflichen Umgang gepflogen zu haben.
* * 3 i g a r e 11 e n ft e u e r. Im Interesse der Leser, die mit Waren Handel treiben, die der Zigarettensteuer unterliegen, machen wir am die einschneidende Bestimmung in 8 15 des Zigarettensteuergesetzes besonders aufmerksam, wonach der, der sich gewerb- mäßig mit dem Verkauf von Zigaretten, Zigarettentabak, 'Zigarettenhülsen und -Blättchen befassen will, dies vorher der Steuerbehörde a n z u z e i g c n hat. Tie Anmeldung hat bei dem zuständigen Steueramte bezw. HauptsteueranUe zu erfolgen. Tie Beachtung dieser Bestimmung' dürste um so mehr erforderlich sein, als Zuwiderhandlungen gegen die betreffenden gesetzlichen Vorschriften mit besonders hohen Strafen — "bis zu 300 Mk. geahndet perben.
ocriicherungskarte zur Lmütungslemung über die flclei htcu Beiträge vorzulegen. Die entsprechende Vorschrift dient lediglich der Sicherheit deS Angestellten: wenn er glaubt, auS bestimmten Gründeii von der O^uittungsleistung absehen zu können, so ist daS nicht zu beanstaiiden Im übrigen meinen wir, daß Ihre Bedenken gegen die Vorlegung der Ver- sicherungSkaite bei dem Arbeitgeber sich erledigen würden, wenn Sie gleichzeitig mehrere Versicherungskarten im Gebrauch hätten."
KreiS Friedberg.
L. F r i c b b e r g , 8. Nov. Eine erhebende Feier fand gestern in der Aula der A u g u st i n e r s ch u 1 e statt. Ter Gymnasiast Fritz Helmke hatte im Sommer dieses Jahres einen .Mnabcn aus ben Fluten bes Vwrwaldstädter Sees gerettet. Gestern nun ver ammelte sich der Lehrkörper der Anstalt und die Schüler. Nach einleitendem Gesang hielt Direktor Ti Ritzer t eine Anfpraclic und überreichte Fritz Helmke im Austrag des hessischen Ministeriums des Innern eine Taschenuhr mit Widmung.
Aus Stadt und (and.
Gießen, 9. November 1912.
•• Versicherungsgesetz für Angestellte. Eine hiesige Interessentin erhielt vom Direktorium der Neichs- vkrsicherungsanstalt für 'Angestellte folgende Auskunft: ,Es besteht keine Pflicht des Versicherten, dem .Arbeitgeber die
Landkreis Gießen.
b. W ieseck, 8. Nov. G em ci n de rats si tz u n g^vom 7. Nov. Anwesend: Bürgermeister Schomber, Beigeordneter Schäfer und sämtliche Gemeinderatsmitglieder. Ter Vorsitzende machte bekannt, daß bei der Versteigerung des H o l z h a u e r l o h n e s eine erhebliche Mehrsorderung entstanden sei, die von der Ober- Försterei als zu übertrieben angesehen worden wäre und nicht genehmigt werden könne. Gleichzeitig wurde ein von der Ober- örfterei verfaßter Hauerlohntarif verlesen, und die in Vorschlag gebrachten Summen von dem Gemeinderat genehmigt. Sollte der Steigerer nicht damit einverstanden sein, so soll eine anderweitige Vergebung statt finden. Tas Setzen des .Holzes wird dem Steigerer Heinr. Kreiling X. für den Tarif übertragen. Tie Wegbauarbeiten wurden unter .der Bedingung genehmigt, daß P. " Wagner den laufenden Meter Planierarbeit für 40 Pfg. md Heinrich Rodenhausen VI. den laufenden Meter Graben für 1 50 Mk. herstellt. Andernfalls erfolgt auch hier eine weitere Versteigerung. Als Aussckmßmitglieder zu der am 2. Dezember '^vorstehenden Viehzählung wurde Bürgermeister Schomber, Wilh. Luh und Heinr. Weller XVI. gewählt. Das Baugesuch des Friedrich Bellos am Lichtenauer Weg wurde, weil das Haus anßer- 1 alb der Baulinie zu stehen kommen würde, dem Bauausschuß zur Begutachtung übertragen. Dem Gesuche des Geflügelzncht- 'ereins um Stiftung eines Ehrenpreises zu seiner hiesigen Lokal- Ausstellung wurde zugestimmt und ihm nachträglich ein Preis im Werte von 10 Mark genehmigt. Tie mit ihren Hauseinsrie- rigungeu noch im Rückstände befindenden H. Laudon und M. Wacker sollen nochmals von der Polizeibehörde aufgefordert werden, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Wenn sie keine Folge leisten, soll wegen Vergehens gegen die Ortsbausatzung Anzeige rftattet werden. Die Regelung der Amtsgefchäfte der Bürger- ■neiftcrei, der Polini und des Feldschntzperfonals müssen, weil 'ne Beratung längere Zeit in Anspruch nehmen wird, auf später vertagt werden. Tie Legung eines Fußbodens im Amtszimmer des Pfarrlxmses wurde genehmigt. Tie von der Firma Büssing aus Zraunschweig eingesandte 'Abrechnung wurde für richtig befunden int) genehmigt. Zum Schlüsse wurden noch verschiedene Auslände auS 1911 liquidiert.
— Leih gestern, 8. Nov. Der Gemeinderat hat daS besuch des Vorstandes des hiesigen Kaninchen- und Geflügel- '.uchtvereins wegen Anschaffung eines VereinSzuchttiereS genehmigt und hat zu diesem Zwecke 20 Mk. bewilligt mit >er Bedingung, daß Nichtmitglieder 20 Pfg.'Deckgebühr zu ahlen haben. (Siehe Inserat).
Kreis Alsfeld.
= ft omberg a. d. Ohm, 8. Nov. Während innerer Kirchweihe wurden einem Einwohner, der seinen Lebensunterhalt mit chwerer Arbeit verdienen muß, feine vier Gänse im Werte von 30 Mk. durch eine ruchlose Hand vergiftet, so daß die Tiere am Abend starben.
Kreis Lauterbach.
~ Lauterbach, 7. Nov. Ten gewiß sehr seltenen Fall, daß Diebe einen schweren Amboß stehlen und fortschleppen, mußte dieser Tage ein hiesiger Schloffermeister wahrnehmen. Er hatte bei seinem etwas abseits gelegenen
Kirche nnd Schule.
Die päpstliche Enzyklika über die Gewerkschaften.
Die „Kölnische Zeitung" veröffentlicht die päpstliche Enz" fiita über die christlichen Gewerkschaften. Diese betont, daß d.i Papst über die Kontroverse in den letzten Jahren wohl nnterrichtei war und erklärt, daß diejenigen Gewerkschaften am mtiltcu su billigen seien, die vornehmlich auf der Grundlage der katholischen Religion errichtet seien und der Kirche als <yüt)rer offen folgten.
Jedoch leugnen wir nicht — heißt es dann u. a. dap es recht ist für einen Katholiken und Arbeiter, em besseres Geichccl zu suchen und mit Anwendung von Vorsicht gemein fam mit Nichtkatholiken für das gemein) ante Wohl ,i u arbeiten. Hier bitten uns nicht wenige ^von euch wir mögen euch erlauben, die sogenannten christlichen syndikcue, so wie sie heute in euren Diözesen gegründet sind, zu tolerieren Dieser Bitte meinen wir mit Rücksicht auf die eigentümliche Lage der katholischen Sache in Deutschland nachgeben zu sollen und erfiären, man könne den Katholiken erlauben, auch an bieten gc mischten Gesellschaften sich zu beteiligen unter der Bedi n g u n g daß geeignete Vorsichtsma ß nahm e n angewendet, da) besonders auch die beteiligten katholischen Arbeitervereine ein geschrieben werden und daß die Syndikate sich von allem fern halten, was mit den Lehren und Geboten der Kirche und der legitimen päpstlichen Gewalt nicht üb er ein stimmt. Tie Bischöfe sollen darauf . ammerkian. machen daß die Gläubigen nicht die katholische _eittenbi)5Wlin vernachlässigen. Am Schluß betont der Papp, daß niemand da- Reckt habe,' diejenigen in ihrem Glauben zu verdächtigen, die gemischten Syndikaten angeboren wollten.
Dcutfcbc» Reich.
Der Kaiser '
ift am Freitag nachmittag um 4.10 Uhr von Wildpark im Anderzng nach Letzlingen in das H o fj a g b r e o ie r abgereist
Der Wiederbeginn der R e i ch.s t a g s v e r handln n g e n.
Die näheren Bestimmungen über den Zusammentritt des Reichstags werden in ben nächsten Tagen vom Präsi biuni des Reichstags getroffen werden. Ter erste Vizepräsident des Reichstags, Ächeimerat P a a f rfi c , wird in bet nächsten Woche von feiner Weltreise zurüäkehrcn. W.e schon feststeht, wird die erste Sitzung des Reichstages am Dienstag, den 2 6. November, nachmittags 2 Uhr, abgehalten werden. Auf der Tagesordnung werden Bitt schriften stehen Außer dem Postscheckgbsetz und dem Ent würfe über Kändersaugflaschen ist dem Reichstage bissier kein Material zugegangen. Wie verlautet, iverdeu in der nächsten Woche jedoch eine Anzahl Anfragen über die Fleischnot und über den Stand der Friedensverhandlungen auf dem Balkan im Reichstage cin- gebracht werden.
San Giulianos Abschied von Berlin.
Marquis di San Giuliano stattete am Freitag vormit tag um 11 Uhr dem Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg und dem Staatssekretär v. Kiderlen-Wächter Abschiedsbesuche ab. Der Minister reiste nachmittags um 3 Uhr 15 Min. ab.
Eine neue Versichernngsgenossenschaft.
Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Arn Freitag wurde im Reiclisversicherungsarnt gemäß der Bestimmung der Reichsver- icherungsorbnung die neue Genossenschaft unter ben Namen „V e r - sichern ngsgenossenschaft ber P r i v a t s a h r z e u g und Reittier-Besitzer" gegründet. In der neuen Genossen schäft sind Arbeitnehmer derjenigen Personen oder Institute gegen Unfall versichert, welche nicht erwerbsmäßig Reittiere, Wasser- iinb Landfahrzeuge halten.
Ausland.
Die russischen Duma wählen.
Bis Mitternacht auf deu Freitag waren 386 Duma- abgeorduete gewählt. Darunter befinden sich 136 Rechte, 14 gemäßigte Rechte, 59 Nationalisten, 73 Oktobristen, 19 Fortschrittler, 43 Kadetten, 4 Mitglieder der Arbeitsgruppe, 6 Sozialdemokraten, 12 Linke, 6 Mitglieder des Polenklubs, 4 polnische Bolksdemokraten, 3 Mitglieder der polnisch-lit- tauischeu Weiß -Russcngruiipe, ein littauischer Na ionaldemo- krat, drei Mitglieder der muselmanischen Fraktion und drei Unparteiische.
Das russisch-mongolische Abkommen.
In einem Kommentar zu der Regierungsveröffent lichung über daS russisch-mongolische Abkommen wird gesagt, das Abkommen stelle die Anerkennung der Autonomie der mongolischen Regierung dar, nut der die russische Regierung von jetzt ab in .unmittelbare Beziehungen trete. Das Abkommen greife jedoch nicht der Regelung der Beziehungen der autonomen Mongolei zu Rußland vor. Wenn die chinesische Regierung sich dem Ab kommen in seinen grundlegenden Prinzipien anschließcn wolle, so habe die russische Regienmg feilten Grund, zu verhindern, daß eine Verständigung über die Anerkennung der chinesischen Souveränität durch die mongolische Regierung zustande komme.
Wie verlautet, hat die chinesische Regierung gegen die russisch-mongolische Abmachung Protest erhoben.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 8. Nov^
WegenViehsenchenvergehens wurden die Landwirte I. K. II., W. B. und H. Z. I. von Rinderbügen zu Geldstrafen von je 15 Mark verurteilt.
Rückfallsdieb stahl, Urkundenfälschung
_ und Betrug . .
waren dem Koch und Konditor W. Sch. von Ems, zurzeit tn Untersuchungshaft, zur Last gelegt. Ter Angeklagte hat einen großen Teil seines Lebens in Strafanstalien zugebracht. 3nt vorigen Winter hatte er bei seiner Schvester in Bad-Nauheim ein Unterkommen gefunden. Von dem bei dieser in Miele wohnenden, Kellner R. erschvindelte er sich unter falschen Angaben o Mark. Als R. nach einiger Zeit ein Sparkassebuch über 250 Mark vermißte, siel sein Verdacht sofort aus ben Angeklagten, ber sich damals in Homburg, bem Sitz ber Sparkasse, aushielt. -t<r Täter hatte, wie die Quittungen befunben, bas Geld in 3 Raten abgehoben und mit dem Namen des R. 'unterzeichnet. Tas Gericht erkannte auf 2 Jahre Zuchthaus, unter Anrechnung von bret Monaten Untersuchungshaft.
Aufhebung des schö f f e n g er i chtl i che n Urteils 1 erfolgte in ber Strafsache gegen bie L. W. zu Tauemheim wegen Tiebuahls. Tie Angeklagte war in erster Instanz frci^cforocbcn worden: die Straffammer erachtete sie jedoch des Diebstahls eines Paars Schuhe für überführt und verurteilte sie zu 3 Tagen Gefängnis.
Ebenfalls aufgehoben wurde das freisprechende Erkenntnis des Schöffengerichts Friedberg gegen das Dienstmädchen M. B. zu Friedberg-Fauerbach. Tie Angeklagte ist geständig, der Ehefrau ihres Tienstherrn R. in Ossenheim ein Paar Handschuhe und eine Brosck>e entwendet zu haben. Tas Schöffengericht hatte die Angellagte trotz ilrrc5 Geständnisses freigesprocl>en, weil es sich um Gegenstände von nur unbedeutenden Wert handele, deren Entwendimg nur auf Antrag des Bestohlenen, der nicht vorliege, erfolgen könne. Tie Straf larnmer vertrat den Standpunkt, daß die gestohlenen Sa dien einen nicht geringen Wert repräsentieren und erkannte auf 3 Tage Gefängnis.
Aussetzung der Verhandlung ließ die Straffammer in der Strafsache gegen den Versicherungsagenten G. Sch. von Geiß-Nidda wegen Untreue und Betrugs eintreten. Ter Angeklagte soll vorerst auf seinen Geisteszustand untersucht werden.
Ein guter Rat in teurer Zeit.
Cbnc teures Fleisch kann die Hausfrau wohlschmeckende, nahrhafte Suvven Herstellen, wenn fie die bekannten Maggi» Suvvenwürfel zu 10 Pfg. für 2-3 Teller kauft. Maggi« Suvven stehen den besten mit Fleischbrühe zubereüelen Suvven in nichts nach. — Mehr als 40 Sorten. - Beim Einkauf achte man aber auf den Namen Maggi und die Schutzmarke „Streunern"-


