Nr. 215
Donnerstag, 12. September 1912
Zweites Blatt
162. Jahrgang
Erscheint täglich mÜ Ausnahme deS Sonntags.
soll bei dieser Vorstellung erfolgen, wobei die bürgerlichen mar,trage rechlwinN.a auf die Ouerstraße stoßen zu lassen. D« Verhältnisse tunlichst zu berücksichtigen sind. Tie Un Znnemderal bäte diese Anveguim MU «Echt auf die oEck«
tigen. die ost für das Fortkommen hinderlich ist, wird da-
dem Sei-
ergütung von
ernannt:
Wetter
ist icbr billig und wirklich aut.
6075
Tie ..Siebener 5a«tlienbläNer" werden dem ^Anzeiger* viermal wöchentlich beiaelegt. da» „Nreirdlatt für den Kreis «letzen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Sept.
1913
Reserve-Lokomotivführer Hammel und
Rotation»bruc? und Verlag der Vrübl'schen Universität» - Buch- und Sieindruckerei.
R. Lange. Gießen.
Unser Leben währet 70 Jahre, unendlich vielen aber n't eS nicht oeraännt.daS ^reisenalterwirk- li* zu erreichen, weil irgend eine akuleKranthei: fit viel zu früh nun rafft. Wer nicht leichtfertig ist und fein Leben bewahren SSI will, der must auch die kleinen Unregelmäßigkeiten beachten, die nch als Erkältungen darstcllen und dabei leinen Fays ächte _ lodener Mineral-Pamllen die allerbesten und angenehmüerr •I Tiem'te. Tie Vanillen kaust man für 85 Pfg. in jeder Apotheke g ob. Drogerie, laffe nch aber niemals Nachahmung, ausfchwaveru.
sckloss^ne Ausführung. — Für da- städtische Elektrizitätswerk wird die Änschosfuna eine- Motor» von 2 Pferdestärken nebn Vorgel« te für die Drehbank genehmigt. — Tie nach der neuen Reich-- verslcherung-ordnun i erforderliche Neufestsetzung deS ^«abree-ver- diensteS landtrinsckaftlicher Arbeiter erfolgt nach besonderem Protokoll. — Zu dem von Gemeinderat linber» gestellten Antrag, tem Beigeordneten gemäß Artikel 84 der L. G. L bei einer länger! andauernden Vertretung de» BüriermeisterS eine Vergütung w gewähren, bat die Finanzkommission vor geschlagen, dem Sei* geordneten bei einer Vertretung eine täalidx* Vergütung von > Mk zu gewähren und ..war vom vierten Tage ab. Dieser Bor* fd lag wird einsttmmig um Beschluß erhoben. — Darnach gibt der Voriil ende den Abschluß der Rechnung au5 dem Rechnung»- fahr 1911 bekannt Der ttasfenvorrat beträgt 64 224,09 Mk.. wie im Jahre 1910. — Aus Antrag der Mitglieder der (Mänbemvcrto- kommissivn iür die Nebenbahn AlSseld—Niederaula xod) unb Braun wurden die beiden Herren ermächtigt, mit den beteiligten (Mrunbeigcntütncru und der EisenbaHnverwaltung zu verhandeln. 3m übrigen soll dieser Punkt der heutigen Tagesordnung aus Freitag, den 13. September, nachmittags 5 Uhr, als Gegenstand einer besonderen Sitzung genommen werden. (Berfpätet ringe-
Redaktton. Expeditton und Druckerei: Schul- ftrabe 7. Expedition und Verlag: e^J*51. Rebakturme^Sl 12. Del.-Adr-Anze,gerDießen.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefjen
politische Tagesschau.
Der Niedergang der Kleinbetriebe.
Ucber den Kampf des Mittelstandes gegen die Großbetriebe äußert fick) die H a n d e l s t a m m e r für die Kreise Friedberg, Büdingen und Schotten in ihrem Jahresbericht wie folgt: . , k
Wir möchten nicht Unterlasten, aut das anbaltendc und schneite Eingehen der kleineren und mittleren Betriebe in zahlreichen Zweigen der 3nbuftiic und des Gewerbes hrnzuwn,en. >«mmer nrchr verschtvinden ;. B. die kleinen Bierbrauereien, Mublen, Gerbereien usw. und das Geschäft sammelt sich in einigen großen Händen, so das; wir uns in raftbem Schritt amcrifaniidtcn Scr-- Mnissen nähern. Eine iincrfrculidN? Wirkung innerer Neben* bahnen zeigt fidi auch in dem Rückgang zahlreicher logenannter gemischter Warengeschäfte, die früher an vielen kleinen Liren blühende solide Existenzen dar'ttllten unb nun mirdi den^erleichterten Besuch der beitackbarten Warmhäuser, Filialen und ^oeztal- qescläfle einen starken Rückgang ihres Unnnnc-.- aunvenen. . Jin weiterer Krebsschaden für das ganze Beschütt in. das ungesunde Zilgabewesen, dessen Beseitigung wir mit allen Mitteln anstreben.
Die Neuregelung deS Heeresergän;uug?geschaft3 soll bereits im Frühjahr 1913 erfolgen, nachdem der Reichstag die notwendigen Maßnahmen gebilligt staben wird. Durch die Neuregelung wird neben der Entlastung der »ttli tarbehörde eine wesentliche Erleichterung für die ^ebr pflichtigen geschaffen. Sie werden nur iioch einmal vor z.n'tellt und die Entscheidung über die Diensttauglichkett
durch beseitigt. •
Sozialdemokratischer Parteitag und Postbkhörde.
Wie aus Chemnitz, dem Versammlungsplaß des dies lährigen sozialdemokratischen Parteitages, gemeldet wird, ist die Postoehörde von ihrer bisherigen ablehnenden S?a’. tung den sozialdemokratischen Parteitagen gegenüber ab gekommen und Hal für den diesjährigen Parteitag ein sog „uongreß-Postamt" bewilligt. Bekanntlich werden von der ^ostverwaltung zu allen größeren Tagungen besondere Post amter eingerichtet, um den Telegramm- und Telephon- sowie den Briefpostverlchr, den solche Tagungen im befolge haben, bequemer bewältigen zu können. Dem sozialdemokratischen Parteitag aber wurde alljährlich ein solches Postamt verweigert mit dem Hinweis darauf, daß es sich um eine politische Veranstaltung handle. Bon sozialdemokratischer Seite wurde demgegenüber festgeslellt, daß z. B. auch für den deutschen Äatholitentag, der doch gewiß ebenfalls eine politische Veranstaltung sei, stets ein besonderes Postamt eingerichtet wurde und dieses Festpostaml sogar Stempel mit der Aufschrift „Teutfcher Katholikentag" geführt habe. Darauf wurde von der Postverwaltung erwidert, daß die Tendenzen der deutschen Katholikentage doch wesentlich ver- chieden von denen der sozialdemokratischen Parteitage seien und auch weiterhin die Errichtung besonderer Postämter verweigert, wodurch vor allem gelegentlich der beiden Par teitage in Jena allerlei Mißhelligkeiten zutage traten. Nur die Parteitage im Königreich Banern hatten sich eines Entgegenkommens der basterischen Postverwaltung zu erfreuen, unb auch auf dem sozialdemokratischen Parteitag in Leipzig hatte man einige Postbeamte hingesetzt, die wenigstens den Briefverkehr regelten, von besonderen Telephon und Telegraphenanlagen jedoch abgesehen. Jetzt ist man von dieser Haltung abgelommcn Tenn für die Dauer des diesjährigen sozialdemokratischen Parteitages tritt eine Zweigpostanslalt im Konareßsaale selbst in Tätigkeit. Für die Abwicklung des Telegraphen- und Fernsprechverkehrs wurden umfassende Vorkehrungen getroffen und zahlreiche Sprechstellen eingerichtet.
Für Stotternde. Wie au6 dem Inserat in der vorliegenden Auflage ersichtlich, ist Herr Direktor Warnecke, der langjährige Lener der 3nlernationalen- Svrachheil - Anstalt in Hannover, ant Sonntan im Hotel Prinz Earl anwesend. Ter Bcfuch dieser 2Drecbfrunben ist dringend zu empfehlen, da fick bad Warnecke sche Verfahren glanzend beroabrt bat. Auch in biefiacr (Gegend haben sich nachweislich schon viele durch diele Methode selbst vom Stottern befreit. Versäume keiner die günstige Gelegenheit, die Merhodo
Höchste Temperatur am 10.
Niedrigste , , JO.
Lliedeffchlag: 0,7 mm.
Ulit der Herstellung unterirdischer Zernsprechantagen im Zcrnvertehr
IT von der Reichslelcaraphenverwaltung begonnen worden und zwar auf der Strecke B e r l i n — M a g de b u r g. Um die Tele- m aphciileitungcii von Witrerungseinflüssen unabhängig zu macken, icllcit, so fdircibt man uns, die nndihgftcn Linien im Laufe der niidiftcn Jahre unterirdisch burdi Kabel geleitet locrben. Tic Erfahrungen im Ortsverkehr haben zur weiteren Ausdehnung der Mabellcitungcn ermutigt. In den letzten Jahren sind durch Sdjneeftürme und Dammrutsche infolge von Unterspülung zahl- teidK Leitungen zerstört worden, beren Wiederherstellung viele Millionen Mark gekostet hat. ,
Die Telegraphenverwaltung ist der Meinung, bau die unterirdischen Mabclhmingcn sich besser bewahren werden und daß die erhöhten Herstcllungskosteii sick im Laufe der Jahre durch die geringeren Reparatur kosten a ungleichen werden. Die Störungen un Betrieb sind nicht nur für Handel und Industrie lästig, doch nichtige Staatsinteressen können dadurch gefduibigt werden.
Tic P ersu d) c, die mit Fernlritungskabcln auf größeren Entfernungen gemacht wurden, haben jetzt zu befriedigenden Ergebnissen geführt. Man ist jetzt in der Lage, die den unterirdischen Anlagen anhaftende Stimm enbämpning durch Einschaltung von b igünpulcii ui beseitigen und erzielt baburd) Lautübertragungen dis zu 600 .Kilometern. Man hat kürzlich neue Versudx' im II rheinisch-weftsälisdstti Jndustriebczirk gemacht, die günitig aus- fielen Aus diesen Gründen soll nun die Errichtung der eriteit tabelfcrnlcitinig von Berlin nad) Magdeburg beginnen, die Ihitcr über Hannover, Dortmund an den Rhein ireitergeführt werden soll Diese strecke ist zurzeit ,o L Haftet, daß die oberirdischen Linien an der Grenze derAuMahme- Zähigkeit angelangt sind. Die neue Strecke wird 50 doppel- i tungcn erhalten.
Die Novelle zum Aussührungrgesetz für öas Heidis gesetz über den Unlerstühungswohnsih
tritt am 1. Oktober 1912 in Kraft. Durch die Novell, werden die föeftimmnngcn über die Armenpflege bei Ar
। britsscheuen unb fäuniigcn Nährpslidstigen insofern ver । schärst, als arbettssch j
die ihren Verpslichtun^pm der Familie gegen ne er nicht I nachkommen, gezwungen werden können, in Arbe11s I Häusern den Verdienst zu erwerben Die Unterbringung in Arbeitshäusern ist natürlich als das letzke Mittel g.
I dacht und das Gesetz wird nur Aittvendting finden bei Per fönen, »vriche sich ihren Pflichten aus b ö s e m W i l l e n oder
I grober Nachlässigkeit entziehen Tie gedachtc ultima rertio dürste aber in den Großstädten nach den bisheriaen Erfahrungen doch öfter ztir Anwendung koni men; Berlin rechnet bestimmt mit der nötigen Anwen
< düng des Gesetzes. Für das platte Land wird mit der Anwendung des «Gesetzes wohl weniger gerechnet.
I In den Ausführungsbestimmungen wird aber b?n ;• LandarmenverbMiden empfohlen, da sie eigene ArbeitS- Häuser nid)t errid)teit können, im Wege der freien Der cinbarung Anschluß an große Städte oder
I reichere Armenverbände zu sud>en oder einen Verband zu I grün den zur Schaffung gemeinsamer Arbeitsstätten, vielleicht nach den Borsdiriften des Zweckver- bandsgesetzes. Der Betrieb von Arbeitsanstalten wird ba^ tiurd) verbilligt. Es ist and) zulässig, die Arbeitsscheuen außerhalb gefdilossener Arbeitsstätten mit Arbeiten kultureller Art, Erdarbeiten, EnUr»asserungsarbeiten und Aus- forstnngen zu besck)äftigen, mich ein Anschluß an Wandcr- | arbeitsstätten und Arbeitcrkolonien ist zulässig. In der k Ausführungsanweisung wird besonders betont, daß das Gesetz mir für besonders krasse Fälle in Anwendung kommen solle und das; ungerechtfertigte Härten zu vermeiden I seien. Statt der Unterbringung in Arbeitshäusern kann and) auf Einweisung in eine Erzicl-ungsanstalt oder Trin- i kerheilanstalt erkannt werden, doch muß der Ucbenuiefenc dort in angemessener Weise mit Arbeit beschäftigt werden. Das Gesetz wird tatsächlick) nur in seltenen Fällen zur An^ Wendung kommen, sein Wert ist mehr exziel)erisd)er Natur. Wer tirbeitd(d}eu ist und aus Müßiggang den Armenver- I bänden zur Last fällt, kann zur Arbeit, auf Grund eines | Gesetzes gezwungen werden. Die Angst vor dem Arbeits- haus wird in den meisten Fällen einen segensreichen lAn-
D irteb auf den Arbeitssd-enen ausüben.
Am interessantesten wird das Gesetz und seine Anwen- v bung für den Strafrechtsgelehrten sein. Z^rn ersten Male wird ohne Zuziehung von Gerichten nicht* richterlichen Behörden das Reck;t gegeben, an (sich freie Mensdien zur Zwangsarbeit anzul-alten, obwohl gegen dieses "Recht Berufung bei den orbentlid)en Gerichten zulässig ist. Interessant wäre and) die Feststellung, ob diese Zwangsarbeit einen erziel)orisd)en Einfluß aus- iifct intb ob Rückfälle in den Müßiggang Vorkommen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 12. September 1912.
•• In Audienz empfangen wurde vom Groß- äerzog am Mittwoch u. a. Pfarrer Naumann von Nieder-MooS.
•• Staatsbahnpersonalnachrichten. ES ipurben
gangen.)
O A«S dem Kreise Alsfeld, 10. Sept. Durch die häufige empfindliche finite der letzten Zeit hört man überall Klage über den Gesundheitszustand. Besonders viel tritt anscheinend die Lungenentzündung und Jnstuenza auf. — Gegenwärtig finden die Obstversteigerungen statt. Die Preise sind dabei ziemlich hoch gestiegen, da viel Obst durch die inunerwährende Nässe der letzten Zeit heruntergesallen ist. dluch daS Ungeziefer hat großen Schaden angerichtet.
§ Aus dem Ohmtal, 10. Sept. Der vorgestrige Sonntag brachte es durch seinen ununterbrochenen Regen fertig, daß 'die Ohm über ihre User trat. Auö den Dal- wiesen kann kein Grünfutter geholt werden, weil die Wiesen im Wasier stehen.
Hessen-Nassau.
h. Frankfurt a. M., 10. September. Der .Konsumverein für Frankfurt und Unigegend^ läßt seit November 1911 für seine Mitglieder aus Dänemark Schlachtvieh kommen. Bis Juni 1912 sind für 180 000 Mark Fleisch erster Güte umgesetzt worden. Das Pfund Schweinefleisch stellte sich auf 78 Pfg., neuerdings auf 90 Pfg., Ochsenfleisch kostete zunächst 70 Psg., jetzt stieg eS auf 80 Pfg. Für Kalbfleisch bezahlte man 76 Pfg., seit Mitte Juni 80 und 86 Pfg. — Außerdem bezog der Verein australische Kaninchen, von denen er in kurzer Zeit 32 000 Stück umsetzte.
bi» 1L Sept — + 11,9 * C.
.11. . - + 6,3 • C.
Vermischtes.
♦ Ein kornisches Mißverftändnis anläßlich der Tarmftäbtcr 9lusftellung „Ter Mensch" geschah kürzlich in rinem Orte bei SW a i n j. Erhielt da ein Bauer von einem guten Freunde aus dem Wadjbarortc eine Postkarte zugesandt mit der Einladung zum gemeinsamen Besuche Darmstadts ihrem ehemaligen Garni- sonsorte und gleichzeitigem gelegentlichen Besuche vom „Mensch". Der Adressat weilte ahnungslos auf dem Felde, als seine biedere Ehehälfte, die keine Ahnung von der Ausstellung in Darmstadt hatte, die ft'artc in Empfang nahm. Wutentbrannt ob solcher Treulosigkeit ihres Hannes, eilt sie aufs Feld. Der Hannes war wie aus den Wolken gefallen bei der Szene, die nun folgte. Er leugnete ganz enN'chieden, während LieSbeth doch schriftlich den Beweis in der Hand hatte. Erft nach heftigen AuS- einanderietzungen gelang es Hannes, sein Lisbethche zu überzeugen, nad)bem sie in der Zeitung die einschlägigen Artikel von der Ausstellung gelesen hatte. Aus dem Besuche Darmstadts ward einstweilen nichts.
Kleine Cageschronik.
In Berlin sind wegen gewerbsmäßiger Hehlerei der Geschäftsführer Albert Benjamin und der Agent Josef Rosenblatt des Versandhauses 2d)reiner und Co. verhaftet worden. Beide kauften von jungen Cf filieren Waren auf, die diese gegen Wechsel an Stelle baren Geldes von dem früher verhafteten Agctten Georg Wöbet erhielten. Die Aussteller der Wechsel erhielten daher immer nur einen Bruchteil der Summen, auf die die Wechsel ausgestellt waren.
Am Dienstag abend stieß auf der C h a u ssee G la dbeck — Bottrop ein La st automobil auf einen Zug der Anschlußbahn Möller—Rhcinbaben—Schächte. Zwei Personen, die die Straße kreuzten, wurden getötet.
Bei Erie iPennsylvanien) e n t g l e i ft c ein nach dem Osten gehender Zug infolge Achsenbruchs. Sechs Personen sollen g et öt e t und über fünfzig pcrlent worden sein.
Meteorologische veobachtungen^er Station Sichen.
Heep in Gießen, sowie Karl Diehl in Herborn zu Lokomotivführern, die Hilfsschofsner Johann Pfaff in Gießen unb von Weschpfennig in Betzdorf zu Eisenbahn- Schaffnern. ES ivurben versetzt: Der Bahnhofsvorsteher Eschborn von SelterS (Westerwald) nach Obcrroden an Stelle des von dort nach Gießen versetzten Bahnhofsvorstehers Schnell, ferner der Eisenbahnschaffner Wilhelm Schmidt III. von Bebra nach Grebenhain-Crainfeld. Belohnungen erhielten für Entdeckung und Beseitigung be- triedSgefährlicher Schäden: Die Nangierführer Lenz in Gießen, Ufer in Wetzlar, Sch lempcr in Dillenburg, ebenso der Nangicrmeister Bietz in Dillenburg, die Bahnmeister Daunner.in Grünberg und Hilz in Allendorf, der Bahnwärter Hamann in Burg und Nieder- gemünden, die Hilfsweichensteller Bese l er in Offenbach, Schäfer und Horcher in Bebra und Jung in Aßlar, die Streckenarbeiter Wilh. Schmidt II. in Nieder-Roßbach, Kersch in Bebra, Weil m Dillenbur-, Röhr8heim unb Schrein er in Gießen, Luh in Großen-Linden, Wallenfels in Obenhatisen, der BremSschuhleger Volk in Gießen, Hilfsrangierführer Voller in Rennerod, der Hilfsschaffner Heinr. Lotz l. in Wetzlar, der HilfSstreckenwärler Kl. Schmidt in Rennerod, sowie der Lokomotivführer Koch in Kirchhain, weil er daS Uebersahren eines HcuwagenS durch entschloffeneS Handeln verhütete.
•• Landwirtschaftliche KreiSschau zu Gießen. Außer den schon mitgeteilten Firmen haben nachträglich noch angemeldet und werden auf der Ausstellung vertreten fein: Gustav Sprengel in Reichelsheim, W. Haffelbach in Rod- heim a. b. Bieber, BogertS Maschinenfabrik in Haiger (Naffau), Butzbacher Maschinenbaiianftalt Antoii Volk in Butzbach, Wilhelm Jung VIII. in Klein-Linben, Karl Wurmbach in GeiS- iveib, Melotte-Wcrke in Aachen, Miele & Co. in Gütersloh, VerkaufSoereinigung für Stickstoffbünger in Berlin unb die Deutsche Ammoniak - VerkaufSvereinigiing in Bochum. Sie werden Stallemrichtungen, Kaffefchränke, landwirtschaftliche Maschinen, Motore, Zentrifugen, Stickstoffdünger usw. aus» stellen.
"Ter Truppenübungsplatz Darmstadt wird mm mit der schon lange sehr notwendigen Kanalisation unb damit zugleich auch mit einer Wasserleitung versehen, währenb bisher nur Brunnen vorhanden waren. Die Abwäffcr kommen auf die Rieselfelderanlagcn der Gemeinde Griesheim.
•• Mainzer Pferdelotterie. Tie Lose finden auch diesmal wieder besten Absatz, so daß völliger Ausverkauf in Aussicht steht. Tie Ziehung findet am 21. September statt.
Kreis Alsfeld.
w. Alsfeld, 10. Sevt. Tie Stadtoorstandsfitzung vorn 9. d. M. erledigte u. a. Die Aufforderung der Bürgermeisterei Butzback, fick einer Eingabe wegen der Fleiscknot an das Ministerium anzufcdließen, und es wurde g.gen eine Stimme beigetreten. ju der am 5» —7. Oktober in Alsfeld^tattfindenden tirtteaderbai: und Obstausstellung wurden zur Stiftung eines Ehrenpreises 30 Mk. bereinigt. — Die irinrceibung der neuen Volkssckule soll am Sonntag, den 20. Oktober stattfinden. — Das Ministerium hat angeregt, die vorgesehene Straßenbreite von 10 Meter auf 8 Meter zu verringern und die zur .Herstellung des freien Planes vor der neuen Lollsichute zurückzulegende .Daufluchtlime der Volk-
Teinveiatiir
der Lust
9lb|olute Feuchtigkeit
ZH s z
Windrichtung
Windstärke
Grad bet BrwSlinmg in grdniri btt siihlb
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7.8
7,5
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