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Zweiter Blatt
162. Jahrgang
Erscheint tLgTich mit Ausnahme -es GsnntagL.
Sie „«leBener LamNlenblLtter- roetben dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da« „Kttliblatl für 6tn Krel» riehen" ireetmal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftliche» Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhejjen
Montag, 10. Juni 19(2
«Utettonlbnid unb Verlag der Vrüblichen UnwersilälS - Bruch- und GleinbrudectL 9L Lange, Stehen.
Redaktion. Expedition und Druckerei: Cdnifr strahe 7. Expedition und Verlag: e<8 bL Rebaftiorce^lll rel.-Adr^AnzeigertLteben.
___MS___!
Der Besuch des bulgarischen Königspaares beim Kaiser.
Ein Trinkspruch de« flaiferl.
Potsdam, 8. Juni. Bei der (M a f a t a f et zu Ehren der bulgarischen Majestäten brachte der Kaiser folgenden Trinkspruch aus:
Eure Majestäten wollen mir aeftatten, der lebhaften Freude Ausdruck zu geben, die die Kaiserin und ich über den Besuch Eurer Königlichen Mcnestäten und »königlichen Roheiten des Kronminzen und des Prinzen .Kyrill an meinem Hose emv finden.. Wir heißen (Surr Majestät n un in unserer Mitte non Herzen willkommen! ES ist das erstemal, daß Eure Majestät a l s Z a r d e r B u l g a r e n bei uns erscheinen, und ich darf in Eurer Majestät Besuch ein neueS Unterpfand der freundlichen Beziehungen erblicken, die zwischen unseren Häusern und Staaten bereits bestanden haben Eure Majestät sind in Deutschland kein fremder, und um die Bande, die Eure Majestät mit ihrer Stammesheimat verknüpfen, noch enger zu gestalten, ist es mir eine besondere Freude, Eure Majestät an die Spitze eines meiner thüringischen Regimenter zu stellen. Mit aufrichtiger Anteilnahme wird in Deutschland das segensreiche LebenSwerk verfolgt, dem Eure Majestät während der nunmehr bald 25jährigen Regier u u gSzeit Ihre besten Kräfte gewidmet und durch welches das rastlos emporstrebende Bulgarenvolk zu einem wichtigen Traktor des Friedens und des kulturellen Fortschritt- geworden ist Daß eS Eurer Majestät ver gönnt sein möge, noch lange in der gleichen segensreichen Weise Ihrem Lande und dem Frieden ah dienen, ist mein aufrichtiger Wunsch, und ich gebe ihm Ausdruck, indem ich mein Glas leere zum Wohle Eurer Majestäten und der ganzen bulgarischen Königs familie.
Die Antwort des Königs.
Der König der Bulgaren antwortete ebenfalls in deutscher Sprache:
Ter ebenso glänzende als b > liehe Empfang, der uns hier zuteil wurde und der ausrichtige Empfangsgruß, mit dem Eure Kaiserliche und Königliche Majestät uns erfreuten, haben mich lebhaft berührt, und ich halte - voi allem für meine Pflicht, in meinem und im Namen der Majestät der Königin und meiner Söhne den herzlichsten Tank dafür auszusprechen. Ich bin glück lich zu vernehmen, daß mein erster Besuch als unabhängiger Monarch ein neues Unterpfand sei für die bereits bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Häusern und Staaten, und kann Eure Majestät versichern, daß die Pflege dieser Beziehungen meinen aufrichtigsten Wünschen entspricht. Tie unvergleichliche Armee Eurer Majestät hat stets für mein Heer vorbildlich gewirkt, deshalb erfüllt mich die Verleihung eines Eurer Majestät tlzüringischen Regimenter, näm lich des 4. Nr. 72 mit besonderer Freude und Stolz, und ich bitte Eure Majestät, den Ausdruck meiner innigen Erkenntlichkeit für diese sowohl für mich wie für meine Armee so schmeichelhafte hohe Auszeichnung entgegennehmen zu wollen. Eure Majestät hatten die Güte, mich der aufrichtigen Anteilnahme zu versichern, mit der Deutschland mein Lebcnswerk, dem ich meine ganzen Kräfte gewidmet habe, sowie den kulturellen Fortschritt verfolgt hat, welchen Bulgarien während meiner 25jährigen Regierung erreichte. Ick und das bulgarische Volk schätzen hoch diese Beweise der Sympathie eines Landes, dem ein großer Teil unserer Jugend jene Bildung verdankt, welche in so hohem Maße dem fortschrittlicheit Aufschwünge Bulgariens zum Segen gereicht hat Indem ich Eurer Majestät meinen warmen Dank sage für die mich so sehr beglückenden Wünsche, daß 19 mir vergönnt sein möge, noch lange meinem Lande und dem Frieden dienen zu können, leere ich mein Glas zum Wohle Eurer Maicstat und der ganzen Kaiserlichen Familie.
Um 93/» Uhr nahm das Ossi'icrkorps des 72. Infanterie regiments auf dem Sandhof Aufstellung. Der König d e r Bulgaren in der Uniform des Regiments erschien mit dem Kaiser. Der König nahm die Vorstellung der Herren entgegen und dankte darauf dem Kaiser nochmals für die Ehre, zum Regimentschef ernannt zu sein. Auch an das O f f i z i er k o r p s richtete der König eine An spräche. Inzwischen hatte ein Lehr-J nfanteric Bataillon mit Fahne und Musik Aufstellung genommen, an dem rechten Flügel die direkten, Vorgesetzten mit dem kommandierenden General v. Löwenfeld an der Spitze. Ter Kaiser mit den Herren des Hauptquartiers, der König und seine beiden Söhne, das Gefolge und der Ehrendienst beloben sich hinaus. Ein Bataillon unter dem Kommando >es Oberleutnants Grasen Rantzau präsentierte, die Musik pielte die bulgarische Hymne. Es folgte ein Exerzieren des Bataillons, welches in Griffen, Wendungen und Marschformationen Mustergültiges leistete. .Hieran schloß sich eine Gefechtsübung auf dem Gelände jenseits des Communs an. Ein glänzender Parademarsch schloß die Hebung ab. Später fand Familien. Frühstück.stascl statt. An der gleichzeitigen Marjchall- tafel nahmen die Herren des Osfizierkorps des 72. Regiments teil.
Der Kaiser mit seinen Gästen bei der Ruderregatta auf dem Langensee.
Grün au, 6. Juni. Der heutige'H aup tta 9 d e r Ruderregatta auf dem Langensee bei Grunau £eigt das gewohnte bunte und luftige Bild. Bei herrlichem ^Lommer- metter hatte eine ungeheure Menschenmai je öie -tnbitnen, die Ufer und Fahrzeuge aller Art besetzt. Die „Alexandria war gegen 21/» Uhr vom Königlichen i-Vchlotz Ni Berlin ab- gefahren und traf gegen 4l . Uhr vor den xribunen ein. An Bord befand sich der »taijer, bic Prinzen Ette Friedrich und Oskar, der König der Bulgaren mi seinen beiden Söhnen, der R e 1 tb an Z l e rzC ^vadmira von Tirpitz, Minister von -trott zu ^oi„ Jönmaj d. Müller, Wirtlicher Geheimer Rat v. Balentini, Admiral v. Hollmann, die Herren der Gefolge und des E^ndten,^
Bei dem Kaiservierer starteten lieben Boote. -tie „Alexandria" begleitete das Rennen. Als erstes Boot ging das des Ludwigshafener R u de r v er ein s mit gewaltigem Vorsprung d urchs 3t c l, ob zwettcs das Boot des Berliner Rudervcrctns von 18,6. als dritte, das des Verteidigers des Preises, i>ct? ..tarn} "^Vordem nun folgenben zwcitcn Acht-rr-nn-n fuhr die „Alexendria" unter andauernden ."uudgebungen an dem den Tribünen gegenüber liegenden U,er eutlang und begleitete dann auch dieses Rennen. Es jtegc - J SeI »e-.m akademischen Vierer Hefen inet M Es siegte der atademijche Ruderverein Berlin. -
reichte der siegreichen Mannschaft den kaiserlichen Wanderpreis gleich von Bord aus ins Boot, empfing bann die Ludwigshafener Sieger an Bord, denen er die Hand schüttelte und denen er den silbernen Pokal Kaiser Friedrichs überreichte. Der König derBulgaren fuhr von Grünau im Automobil nach Berlin zurück, der Kaiser mit den anderen Herren verließ mit der „Alexandria" um 51/, Uhr Grünau und kehrte auf dem Wasserweg nach dem löniglickwn Schloß zurück, auf dem 23 eg andauernd von den Hochrufen vieler Taufende begrüßt Der Kaiser traf an Bord der „Alexandria" kurz nach 7 Uhr beim königlichen Schlosse ein, wo der König der Bulgaren im Automobil und die Königin vom Reuen Palais aus ebenfalls angekommen waren. Es fand gemeinsame Abendtafel ’tatt.
Der König von Montenegro in Wien.
Wien, 8. Juni Heute abend fand im Schlosse zu Schönbrunn Galadiner zu Ehren des Königs von Montenegro statt, der heute morgen zum Besuche des Kaisers eingetroffen war. Ter Kaiser brachte folgenden Trinkspruch aus:
Es gereicht mir zu besonderem Vergnügen, (hircr Majestät auszuspreckwn, mit welch lebhafter Genugtuung ich Sie Willkommen heiße. Ter Besuch Eurer Majestät gibt mir Gelegenheit, Ihnen heute den Ausdruck der aufrichtigen Gefühle zu emenent, lüeldw ich das Vergnügen hatte, Ihnen an dem Tage zu bezeugen, wo Sie nach der ein halbes Iahrliundert dauernden Regierung Montenegro zum Köllig re ich erhoben haben. Ich gebe gern der Hoffnung Ausdruck, daß die Anwesenheit Eurer Majestät n Wien dazu beitragen wird, die Beziehungen guter Na ch-- b a r »' ck a s r und Freundschaft, die zwischen unseren Staaten bestehen, noch fester zu gestalten Indem ich meine besten Wünsche für das Glück des tapferen montenegrinischen Volkes ausspreche, lege ick Wert daraus, Ihnen, Sire, zu versichern, daß Ihre, aus das Gedeihen Ihres Landes und die Erhaltung des Friedens gerichteten Bestrebungen stets auf meine sympathische U n t e r st ü tz u n g rechnen können. Ich erhebe mein Glas zu Eljren Eurer Majestät und trinke auf das Wohl der ganzen Königlichen Familie.
König Nikolaus erwiderte:
Die wohlwollenden Worte, welche Eure Kaiserliche und Königliche apostolische Majestät soeben an mich gerichtet haben, rühren tief in meiit Herz, und ich bitte Eure Majestät, meine aufrichtige Tankbarleit dafür entgegennehmen zu wollen. Wenn ich den Blick in die Vergangenheit lenke, sehe ich meine 50jährige Regierung ununterbrochen begleitet von der wertvolle n Sympathie, welche Eure Majestät mir gnädig bewiesen haben. Erst kürzlich aus Anlaß der Feste bei der Wiederaufrichtung des Königreichs Montenegro toaren Eure Majestät so gnädig mir ihr besonderes Interesse zü bekunden. Die Beweise Ihrer Güte, Sire, sind solche, die man nicht vergißt. Ich werde mich ihrer ebenso erinnern, wie ich glücklich sein werde, zurückzudenkcn, an den herzlichen und schmetchelhasten Empfang, durch den Eure aposwltsche Majestät mich anszuzeichnen geruhten. Montenegro, welches an die große Habsburgische Monarchie angrenzl, zieht ür sich aus dieser Nachbarschaft reichen Nutzen: et macht sich in wirtschaftlichen Wohltaten fühlbar. Ihr verdankt das Land and) einen großen Teil des Fortschritts seiner Kultur und Zivilisation. Eure Majestät waren so gnädig, mir die Jnhabcrschast eines Regiments Ihrer tapferen Armee zu verleihen. Gestalten Sie mir, Sire, Ihnen meine tiefste Dankbarkeit auszusprechen. Ich hebe mein Glas auf die kostbare Gesundheit Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät, auf diejenige Ihres ganzen erlauchten Hauses und trinke auf das Glück und die Wohlfahrt ihrer Völker.
Tie beiden Trinksprüche wurden in französischer Sprache gehalten. _____________________________
ver Anschlag auf den Grasen Tisza.
Ofenpest, 8. Juni. In dem mit Kovacs vor- genommcnen Verhör leugnet dieser, die Absicht gehabt zu haben, Tisza zu töten. Er erklärte, er wollte den Präsidenten e i n f ch ü ch t e r n , um ihn zu bewegen, seine Polittk zu ändern. Bei dem Grafen Tisza sind eine große Zahl von Gratulationen eingelaufen. Auch die Regierung empfing Zustimmungskundgebungen aus allen Teilen des Landes. Nach Blättermeldungen wurde in der Bank, nulle an der Stelle, wo Kovacs stand, eine aus einem Browningrevolver abgefeuerte Stahlkugel gefunden. Ta Kovacs bei dem Attentat mit Bleikugeln schoß, nimmt man an, daß nachdem dieser schoß, irgend jemand ebenfalls auf ihn feuerte.
Wiederum Abführung der Oppositionellen ans dem Sitzungssaal.
Ofenpcst, 8. Juni. Auch heute sand im Abgeordnetenhaus die schon nahezu zur Regel gewordene Abführung der oppositionellen Abgeordneten aus dem Sitzungssaal statt. Ihre Zahl betrug 69. Ter Vorgang spielte sich ohne Erregung ab, da die Abgeordneten der Aufforderung des Polizeikommissars ruhig Folge leisteten. Hierauf begründete ein Abgeordneter der Regierungspartei den Antrag auf Verschärfung der Hausordnung, dessen Verhandlung auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung gefetzt wurde.________________
Die Lage in Marokko.
Paris, 8. Juni. Aus Fez wiro.dem „Matin" durch Funkenspruch gemeldet, daß der Sultan ungehindert am Zegelapaß angelangt ist. General Gouraud wird ihn dort verlassen, da die Eskorte nach Fez zurückkehren muß. Tie Gärung unter den Stämmen in der Umgebung von Fez d a u e r t s 0 r t. Ein Angriff auf bie Stadt i ft noch immer möglich. Tie Bevölkerung enthielt sich bet der Abreise des Sultans jeder Kundgebung. Sie beobachtet jeöod) nach wie vor eine tückische Haltung.
Ter Gesandte Regn a ult har den Sultan am Zegeta- paß verlassen. General Gouraud wird morgen nach Fez zurückkehren. Die Reise ist bisher ruhig verlaufen.
Wie amtlich gemeldet wir), hat General Liautey den P l a n gefaßt, Fe . mittels einer Reihe von Bastionen zu befestigen.
Der deutsche Mtenbesuch in Amerika.
Neuyori, 9. Juni Tas deutsche Geschwader trat gestern die Fahrt nach N e u y 0 r k an, wo die Offiziere und Mannschaften als Gälte der Stadt eine Reihe glänzender Festlichkeiten und Veranstaltungen erwartet. Tie Schla^prschif c „Lutsiana", „Kansas", „South Carolina"
und „New Hampshire" eskortierten die deutschen Schiffe bis Neuyork. Heute vormittag um 11 Uhr sind die Schiffe hier vor Anker gegangen.
Washington, 8. Juni. Gestern fand an Bord der „Mayflower" eine vom Staatssekretär der Marine, c l) e r, veranstaltete musikalische Unterhaltung mit Tanz statt, an nwlchc sich ein Frühsttick anschloß. Hieran nahmen u. a. Konireadmiral von Rebenr Paschwitz, der deutsche ?ot chafter, der Generalpostmeister Hitchcock teil v. R- beur-Paschwip hielt eine Ansprache, in der er die amerikanische Gastfreundschaft feierte. Staatssekrctt.i Meyer erwiderte, die amerikanische Flotte fei stolz daraus die Deutschen begrüßen zu dürfen.
Die deutschen Marineoffiziere reiften gesttr.i abend nach Hampton und Newport News zurück. .- > Tis - ziere und Mannschaften der deutschen Kriegsschiffe bei:.' tigten die Schiffswerft von Newport -News, insbeftinderc da? neulich vom Stapel gelaufene Kriegsschiff „Texas"
Au» Statt und Land.
Gießen, 10. Juni 1912.
** 60. Geburtstag. Geheimer Hofrat Tr. vhil Karl Fromme, ord. Honorarprofessor und Direktor des mathematisch-physikalischen und geodätischen Instituts an )er Landesuniversität begeht am 11. Juni seinen <>n. Ge- mrtstag. Zu Kassel geboren, erwarb er 1873 in Göttingen )cn Doktorgrad und wurde gleichzeitig Assistent am dortigen ihysikalischen Institut. Im Jahre 1875 habilitierte er sich )ort, folgte 1880 einem Rufe als Professor der theoretischen Physik und Geodäsie und Direktor des ntathematisth phujj- alischen und geodätischen Instituts an die hiesige Universität und wurde 1894 ordentlicher Honorarprofejior. Seine wissenschaftlichen Arbeiten bewegen sich seit 1873 auf dem Gebiete der Elektrizitätslehre und des MagnetiS' rnns und sind meistenteils in den „Annalen der Physik" veröffentlicht. Außerdem schrieb er die Abteilung „Forst« Vermessung" für das „Handbuch der Forstwissenschaft".
**. Der Großherzog hat dem Kirchcnrat B c n e m a n n zu Worms die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen >es ihm vom .uönig von Preußen verliehenen Roten Adler- ordcns 4. Klasse und dem ordentlichen Professor Geh. Ban- rat Pütze r zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom König von Preußen ver« i iehenen Kronenordens 4. Klasse erteilt.
** Pfarrpersonalien. Ter Großherzog hat den )urch die Dekanatsshnode des Dekanats Erbach für den Rest der laufenden Wahlperioden vollzogenen Wahlen des evaug. Lberpfarrers Herrn. Bent beck zu Michelstadt zum Telan und des evaug. Pfarrers Ernst Becker zu Fürth zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Erbach die Bestätigung erteilt.
** Lehrerpersonalien. Entlassen wurde der Lehrer JohS. Graf zu Kelsterbach auf sein Nachsuchen — vorbehaltlich seiner späteren Wiederverwendung.
•• Die Anlagemusik gelegentlich der Postlartcu- woche der Großherzogin finbet heute Abend von 6 — 7 Uhr in der Ost-Anlage (auSgesührt von der Regimeittsmusik) statt. Spielplan:!. .Kaisergarde-, Marsch von O. Wiese; 2. Fantasie aus R. Wagners Oper .Lohengrin", bearb. von A. Schreiner; 3. Ouvertüre zur Oper „Martha" von Fr. v. Flotoiv; 4. Walzer auS der Operette „FrühlingSluft von O. Strauß; 5. König Karl-Marsch von K. Unrath.
** Von den Wandernden. Irn Mai ivohnten in der Herberge zur Heimat 318 Gäste gegen Verpflegung (271 im Mai des Vorjahres) und 868 Gäste gegen Bezahlung (651), im ganzen also 1186 (922 . — Im Ar b c i t s n a ch - weis waren 85 offene Stellen gemeldet, darunter 26 nach auSwäns. Besetzt konnten 80 Stellen werden, darunter 34 mit Handwerkern und 40 mit ungelernten Arbeitern. Die Nachfrage nach Handwerkern konnte nicht befriedigt werden.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 8. Ium. Unter zahlreicher Beteiligung trug man heute den 1. Beigeordneten der Stadt Alsfeld, Herrn Gg. Kurtz II., zu Grabe. Der Verstorbene war 12 Jahre 1. Beigeordneter und lange Jahre 1. Präsident deS Hassia-Bezirkes AlSseld, zuletzt Ehrenvorsitzender deS letzteren. Kranzniederlegungen erfolgten durch Bürgerilleister Tr. Wölling namens des Stadtvorstandes und der städtischen Verwaltung, durch Geometer 1. Kl. Scha de namens des Hassia-BezirkS Alsfeld, sowie durch die Vorstände dcS Veteranen- und Krieger- vereinS, des Turnvereins und des Gesangvereins Liederkranz- Alsseld. Allgemein wird der Heimgang deS noch in rüstigem Alter stehenden Mannes, der stets von uneigennützigem Wirken beseelt war, bedauert. Der Verblichene >var im 59. LcbenS-
Starkenburg unö Rheinhessen.
! Mainz, 7. Juni. Tie Bestätigung des hiesigen Beigeordneten Berndt zum besoldeten Stadtrat von Berlin ist nunmehr eingegangen. — Bel dem Neubau der Gastell- schen Wasierwerke sind größere Liebst äh le vorgekommen, und z,vor sind über 400 Meter Bleirohr aus einer Tiefe von über 2 Rteter aus der Erde gegraben worden. Bei dem Diebstahl sind 15 Personen aus Mainz und Mombach beteiligt, die die Tat am Tage ausführten und dabei nicht gestört wurden, da man annahm, eS handele sich um eine vorgesehene Arbeit.
Hessen-Nassau.
w Fulda, 9. Juni. Tie kürzlich hier verhafteten Zigeunerweiber gestanden jetzt ein, bie Frauen der Bruder Ebender zu sein. Dagegen ergab die Gegenüberstellung der bei Bischofsheim verhafteten Zigeuner mit mehreren hiesigen Zeugen, daß cs nicht die Gebrüder Ebender sind.
h. Bad-Homburg v. d. 7. Juni. Im ^ornhol - hauscner Balde trug uch heute früh ein schwerer I a g d u n - fall zu. Beim Beneigen eines Hochsitzes blieb dem Fabrilanten Haller aus Friedrichsdorf das Gewehr an einem Zweige hangen.


