Ausgabe 
7.12.1912 Sechstes Blatt
 
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Nr. 289

Erschein! täglich mit Ausnahme bei Sonntag».

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in greifbare Nähe gerückt. Deutsche Kaufleute und deutsches Kapital :.i Mexiko bereits festen Fuß gefaßt und wirtschaftlich 23c* deutsames geleistet. Namentlich als ^asfccaussührenLer Staat hat

Somstag, 7. Dezember 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

vermrscl-tes.

* Tic Rostocker Luftwarte, die vom' frauptmann o. D. Hildebrandt im Frül-jahr ins Leben gerufen worden ist und unter der Le.tung bc; UuioecsitärSprofessc.rs Kümmell steht, wurde nun eröffnet, nachdem im Laufe des Sommers die erforderlichen Baulichkeiten ausgefti'hrt worden sind. Ter erste Aufstieg sand in Gegenwart von Vertretern der städtischen und staatlichen Behörden, der Universität, wisscuschastlichcn Bereini-- gungen und des Begründers Hildebrands statt.

* Der Kaiser-Wil Helm tun nel bei Trier, der längste Deutschlands, erhält eine neue elektrische Lüstungsanlage.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Vertag:

Redaktion: 112. Tel.-Adru AnzetgerGtesten.

TieGießener ZamlNenblStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Kreilblatt für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

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Bon der Vergesspihe bis in den Tunnel wird ein Schacht ge­führt: oben treibt cm mehrere Hunden Pferd ekräflc starker Motor einen Ventilator, der die verbrauchte Luft aus dem Tumn-l saugt. Tie Stromlieferung für die Anlage und die elektrische Beleuchtung des Bahnhofs Koch em hat daS Elektrizitätswerk der Stadl Trier übernommen. Es handelt sich um Lieferung von weit über eine Million Kilowattstunden im Jalne.

Kleine Tageschronik.

In Würzburg war ein 28jähriger Postschaffner am Mitt­woch wegen angeblicher Unterschlagungen in Untersuchung gesetzt worden. Er geriet darüber in grost? Erregung und er schon seine § r a u und seine drei Kinder. Dann verübte er Selbstmord. Eine Stunde später stellte e-s sich heraus, daß er zu Unrecht verdächtigt worden war. Er stand mit den Unterschlagungen in keinem Zusammenhang.

Aus Innsbruck wird gemeldet: Der Kaufmann Mann- Hard aus Obcr-Drausberg intb der Kaufmann Nußbaum ou3 Liens wurden auf ben Gikberg durch eine Lawine verschüttet. Deidc'sind tot. Bisher wurde nur di« Leiche MannhardS geborgen.

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Ttrektton: Hermann Steingoetter.

oonntflfl, den h. Dezember, nachmittags 3Vf Uhr, bei PolkS« preisen, unter Ptitwirknng der Kavelle des ZiE.-NegimentS findet Wilhelm Nr 116: Kmder-Porstellung: ,Notfävvchen." 6nbe5l/4 Ubr. AbendS l'A Ubr, bei fleinen 'Ereilen, unter Mitwirkung der Lovelle des Znkanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm Nr. 116: .Jlutoliebdien.- Ende IO1, Ubr. Montag, den 9. Dezember, abends R Ubr (oiiüct Abonnement, erhöhte 'Ereile; Abonnenten nach DorweiS deS 1. ErmäßtanngSkiwonS gewöhnliche 'Greifei: Einmaliges Gast« spiel Dr. Ernst v Possart ,ftrei:ttb Frits." Ländliches Sitten« gemalte in 3 Akten von Erkinann-Ehatiian. Ende 10'/, Uhr. Dienetag, den 10. Dezember, geschlossen. 'Mittwoch, den 11. De­zember. abendS 7 Uhv (R. Aiittivoch-'Abonneinent Vorstellung): .DaS Pniiziv" Ende 9ZL Uhr. Donnerstag, den 12. Dezember, abends H Uhr (außer Abonnement, gewölmliehe Preise: 'Abonnenten nach Vorweis des 2. Ermäßtgungsluvons kleine Preise): Vuhiicr 'Abend von Prolessor lUarcell Salzer Ende gegen 10 Ubr. Freitag, den 13. Dezember abendS 8 Uhr (10. Freitag - Abonne» menl-Porstellungi:Rosenmontag. Ende gegen 10Uhr. Lams- tag. den l i. Dezember, nachmittags 3'/, Ubr, bei VolkSpreiien:

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Kanals. In anerkennenswerter Weise sucht die Regierung alle Zeugen der Geschichte deS Landes zu erhalten oder zu sammeln. Tos Museum zu Mexiko enthält als wertvollstes Schaustück den sogen. Kalendersteili, eine Zeitdarstellung mit den Bildnissen des Sonnengottes und plastischen Zeichen, die der Deutung berufener Fachgelehrten interessante Aufgaben bietet. Auch die ausgedehnten Wasserleitungen der Azteken stellen Zeugnisse einer entwickelteren Kultur dar. Ein schauerliches Kapitel der LandeSgcschichtc be­rühren die Katakomben von Guanajuato. Sie zeigen die mumi­fizierten Leichen von Aufrührern, die von den Spaniern in den unterirdischen Gelassen dem frungertode vrcisgegeben wurden.

Ter mcrifaniiäK Volkscharakter neigt zur Unbotmäßigkcit, so daß das Land, auch nach der Vertreibung der Spanier, nicht zur Ruhe kommen konnte. Es bedurste der starken Hand, die die Volksleidenschasten rücksichtslos bändigte. Dieser Mann war dem zerwühlten Staate während der letzten Jahrzehnte in Porsirio Tiaz gegeben. Ter crireiilidje Aufschwung des Landes unter seiner Regierung ist allerdings nach seinem Sturz wieder ernstlich in Frage gestellt, und b;e Wahrscheinlichkeit, daß die Vereinigten Staaten eines Tages dtc front) auf den Nachbarstaat legen werden,

Reisen in Mexito-

, Gießen, 6. Dezember.

In derGesellichast für Erd- und Völkerkunde" sprach gestern abend Oberlehrer Bruno Erker aus Eharlottenburg über Reisen in Mexiko" (1902 bis 1905). Tas Land hat iu letzter Zeit das eigenartige Schauspiel geboten, daß eine Idee von allgemeiner Bedeutung in ihren praktischen Folgerungen sich gegen ihren eigenen Schöpfer gekehrt hat. Mexiko hat näm­lich den Begriff des Panamerikanismus geschaffen. Der be­nachbarte große Bruder aber hat den Gedanken mit Begeisterung aufgegriüen und ibn nach seiner Weise umgewandelt: Allamerika ist nach ihm gleichbedeutend mitVereinigte Staaten". Mexiko aber geht bei derartigen Gedankengängen umso leichter seiner eignen -Ltaatssorm verlustig, als sich das Land nach der ge­fährdeten Seite offen darbietet. Die von Süden kommende Sierra Madre teilt sich an der Landesgrenze in einen östlichen und einen westlichen Gebirgszug, die nach Norden hin füllbornartig aus- tinanderstreben. Im östlichen Zuge erheben sich die bedeutenden Gipfel deS Popocatepetl und des Jztaccihuatl, erloschene Vulkane, von denen der erste noch schwache Lebenszeichen in Form von leichten Rauchnebeln von sich gibt.

Ter Vortragende hat den Popocatepetl von der Stadt Puebla oder vielmehr dem benachbarten Jndianerdorfe Amecameca au-x bestiegen und zeigte den stattlichen Gipfel mit seiner hübschen Schneehaube im Lichtbilde. Tie Indianer beuten seine Schwefel­ablagerungen in einfachster Weise aus; eine große Gesellschaft beabsichtigte, den Schwefel auszubaggcrn und durch Schwede- bahnen zu Tal zu fördern, kam aber über den Plan nicht hinaus.

Tie Westkordillere unterscheidet sich von der Ostkette durch bedeutend geringere Löhe, die int Isthmus von Tehuantepec ihre niedrigste Stelle erreicht. Die Eilenbahn über diese Senke von Meer zu Meer ist in englisckpm Händen, so daß es begreiflich erscheinen mag, wenn die Engländer der bevorstehenden Eröffnung deS Panamakanals mit recht gemischten Olef üb! en entgegen-ehen. Trotz der geringen Erhebung bietet die Westkordillere das Schau­spiel eines neu in Tätigkeit getretenen Kraters. Seit November 1903 entströmt nämlich dem Gipsel des Eolima eine vulkanische Rauchsäule. Tie Gliederung der westlichen Küste begünstigt das Entstehen natürlicher fräfen, von denen Acapulco der wichtigste ist.

Zwischen den beiden Kordilleren breitet sich das ungeheure I mexikanisclw Hochland aus, eine staubreiche Hochfläche von dürs- I tigern Pflanzenwuchs. Es wachsen hier hauptsächlich Agaven, ' die das Nationalgetränk, die Pulaue, liefern, große Mengen von Kakteen und. vereinzelt riesige Zedern. Trotz der günstigeren Lebensverhältnisse an den Küsten hat doch dort stets eine geringe Kultur geherrscht, wahrend auf dem armen Hochlande die Azteken schon vor der Zeit der Longuista ein kulturell hochstehendes Staatswesen geschaffen hatten. Zeugen dieser untergegangenen Kultur sind uns in gewaltigen Tempelruinen und Totenslätten erhalten, z. B. in Mitla. In der Nähe der gleichnamigen Haupt­stadt des Landes ist ein Beförderungsmittel auS damaliger Zeit in ursprünglicher Erhaltung sogar heute noch im Gebrauch: Ter Kanal de Santa Anita. Auf diesem befördern die Indianer heute noch auf flachen Booten die Erzeugnisse ihres Garten- ubaüs auf den Markt zu Mexiko, wie schon vor Zeiten des frcrnando Eortez. Im Citobcr jeden Jahres lockt dasBlumen- fest" heute noch die Bewohner an die Ufer des altertümlichen

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Sechstes Blatt 162. Jahrgang

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ft u,r b i e 2 G große landwirtschaftlich Wander-AuSstellung der Deutschen Landwirt l cb a I t s ' G e f e l l s ch a 1 t, die vom 5.10, Juni 1913 in Straß bürg i Els. aui der Mainau ftottfinben wirb, ist in bem Preis­ausschreiben für G e in ü s e neben einer Gnivve für Irisches lNennise der Ernte 1913, auch em solches für Danergemnse der Ernte 1912 vorgesehen Die'e? enthält je eine filasse für saure Gurken und Sauerkraut in nicht lustdicht verschloss, >icn Mdäiien, unb ferner je eine filnnc für rohen überwinterten Weiß-, Wirsing- und Rotkohl, frohe Geldvretse flehen in dieser Gruvve den Piete- rirbtevn zur Verfuguna. Wir möchten allen Lanbwirlen und ftabü- kanten, die sich mit der Ucbeiivtiiierunn von fiohl ober mit der frerstelluna von Sauerkohl und sauren Gurken bea en, anraten, die Welegenheit zu benutzen, ihre Waren auf dieser großen Fabres- ausstellung der T L. G., deren Bestich auf etwa 3> 0 00') Per oneu geschätzt wird, ooruiführen und beurteilen zu lasten, ftmerefienten können die Anssteklungsbedingimgen von der frauvtstelle der D. L. 6l., Berlin SW. 11, Dessauer Straße 14, schon jetzt em- forbern.

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