Ausgabe 
12.9.1912 Erstes Blatt
 
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Wissenschaftliche Hochsahrten. Im Auftrag des Königlich Prcuß. Aeronautischen Observato­riums Lindenberg ft reis Beeskow) unternehmen Der Privaldozent und Lehramtsassessor Tr. A. P e p p l e r - Gießen und Tr. K. S tu ch t e y - Marburg eine Reihe wisscn'chaslliäier Hochfahrten zur Messung der Intensität der Sonnenstrahlung. 5ür Die Fahrten ist ein umsangreiches Programm vorgesehen, das sich bis nächsten Sommer erstreckt und iur jede Jahreszeit etwa drei Fahrten Vorsicht. Tie Fahrten werden veranstaltet vom Gießener Lustsahrervcrein <i m Großherzogl. Luslsahrerverband). Wegen der schlechten Witterung mußten die schon länger geplanten Ausstiege unterbleiben. Sie. sinden vom Gaswerk Elektron in Griesheim aus statt, da Hoch- sahrten nur mit Waiserstosssüllung möglich sind Tas große Gewicht des wissenschastlichcn Instrumentariums verhindert die Mitnahme eines Dritten Fahrgastes. Tie erste, morgen statt- findende Lallonsahrt wird mit dem Ballon Marburg (1200 Kubikmeter) auszeiührt; der Ballon gestaUet Höhen bis etwa 5000 Meter auszusuchen. Bei den folgenden Fahnen soll ein größerer Ballonttw 2200 Aubitmetcr, Verwendung sinden, um möglichst bas 7000-Meler-Nlveau, das für Strahlungsmessungen besonders interessant ist, zu erreichen. ES rocrocn Sauerstoff­atmungsapparate mitgesührt. Tr. Ä. Peppler weilte zur Bor- tereitung der Fahrten einige Wochen am Aeronautischen Obser­vatorium Lindenberg.

Tarmstadt, 10. Sept. Nach dem Erfolge des Tarrn* slädter Lonhcalcrs mit Glucks Iphmcnia in AuliS jab man mit einiger Spannung auch der ersten Tat des neuen Trreklors auf dem Gebiete des Schauspiels entgegen Auch hier enttuuschte er nicht. Tie beiden ersten Abteilungen der Hebbeti'chm Nibe­lungen, Die heule in Szene gingen, brachten einen neuen Erfolg^ Tie Bühnenbilder waren gut gelungen. Aber sie allein machtet»' den Erfolg des Abends nicht aus Tic Tarsteller gaben sämtlich, ihr bestes. Ter neue Geist des Hauses so.int auch über sie ge­kommen zu sern. Ter Hagen des Herrn Heinz muß vor allem! genannt werden: neben ihm stano der frohe Held Siegmeb, Den; üert Baumeister mit echtem Temperament spielte. Tie Lriem-, hild wurde von einem neuen Mitglied unserer Bühne, FrI. Ilse Berta dargestellt, die damit einen Beweis autzeroro^ntlichep Fähigkeiten erbrachte. Man müßte den TiyeateryrtuL ohne Aus-, nähme abschreiben, wollte man tue Serbienitpollen nennen. Tie treffliche Brunhild des Frl. -Alse« soll aber noch genannt werden.

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: er «iefcetter Anzeiger kZcheint täglich, auper l cnntags. - Beilagen: Hermnl n- ' littzenerFamllienblätler: ,-imalwöchenll.Xretr. s «N für den Urei» Sieben (3 cnlkkng undFreitag): r xhnal monail. Land- rtschaftliche Seitfraaen TNiiprech - Anschluste:

i t die Redaktion 112, l ilag u. Expedition 51 I tresie für Depeschen: »ozetger «testen.

Zunahme von Anzeige« h.c die Tagesnurniner dis cormütngS 9 Uhr.

Donnerstag, ,2. September ,9,2

Erstes Blatt

,62. Jahrgang

Eichener Anzeiger

Bezugovrei»: monatlich 75-Bkoiertel* !»rlich Mk. 2.21; durch Addole- il Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch htelMl Mk.S. viertel» läbrL ansschl. Be'ieug» ZeilenvieiS: lokal 15 Pf^ nulreärW 20 Tlenniq. 0 hesredakleur: A. Goetz. Bera.ilworilich für den politischen Teil: Anaust Goeg; sür .Feuillv» ion'. .Beriinschtes' und .Geiichtssaal": St. Neu­rath; für »Stadl und Land": E.Hcg; hir den ?lnzeigeiue»l: H. Beck.

General-Anzeiger für Gberhessen

Rotationsdruck und Verlag der vriihl'schen llniv.-vuch- und Steinöruderel R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftrahe 7.

Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe 16a.

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in ganzen Ticrkörpern, die bei Rindvieh, ausfchücß- dcr Miilbcr, und bei Scylveincn in Hälften zerlegt sein

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und 20.

Jagdschloß San Rosiore

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England.

Sasonows Besuch

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Ludwigs

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nach deren Beendigung im Oktober befindet sich König Viktor Emanuel bei Pisa.

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unb 40 P'- .10 f 9 Psg.

idiinc beginnt aus der Luft, die nicht mehr trägt, zu treiben. Tr? Harometernadel läuft wagerecht über das Papier: ich steige nicht mehr! Ter Kampf gegen die Versager des Motors wird schwieriger. Ich hosse noch 50U oder 600 Meter hoher zu tommen, aber ich sehe, daß mein Sauerstossvorrat vorzeitig zu Ende geht. Nach lurzer Zeit sehe ich die Barometernadel wieder steigen. Jetzt sind cs 4800, die Höhe des Mont Blcme. Ich habe nur noch einen Schluck Sauerstoff, und mein Motor setzt immer» fort aus, so daß Die Nadel sogar einmal fällt. Aber ich bin wie pDpnotifiert von der 5000-Mctcr-Linie, die nur noch 2 mm ent­fernt ist von Der registrierenden Feder. Nichts roiro mich dazu bringen, abzusteigen, ehe eine Panne emtrüt oder das Ziel, erreicht ist. Ich suche einen günstigeren Luststrom und nehme alle meine Hilfsmittel des alten Akrobaten zusammen. Endlich steigt Di: Lime wieder schwach an, und ich gewinne noch 150 bis 200 Meter. Tie Atmung ist letzt sehr mühsam.

Aber da sind die 5000! Ich habe sie!

Ick will sie überschreiten. Ein Unheil kündender, Stoß nut einem lauten Geräusch! Mein Motor schünelr buchstäblich Die Maschine. Mit einer fast augenblicklichen Bewegung, Die schneller ist als jeDcr Gedanke, habe ich die Zündung abgeftellt und gehe ;um Gleitfluge über. Jede Schraubendrehung bringt eine heftige Erschütterung der ganzen Mafchine hervor, und ich per suche Den Abstieg so langsam wie möglich zu machen, um meine dadurch sckon sehr mitgenommenen Flügel zu schonen. Augen- schcrntich tu cm wichtiges Stück, wahrickemlich eine Kurbelstangc im Motor gebrochen. Aber Die Erschütterungen werden geringer und endlich stehl die Söraabc still. Ein mehr oder weniger scharfes Pfeifen, je nach Der Schnelligkeit des Abstiegs, begleitet Den Flug. 4500 Meter trennen mich noch von der Erde, aber ich habe Die deutliche Empfindung, daß ick der Gefahr entrannen bin. Bei 1500 Meter durchfckncide ich die Sollen, und zu meiner Freude liegen unter mir prächtige Äeideplätze; ich jjättc feinen schöneren Landungsplatz finden können. Es wäre ein Spiel ohne Das schreckliche Saufen, das ich seit fünf Minuten in den Clren höre. Ick stehe grade gegen den Vrnd und komme fast auf Der Stelle herab. Noch einig: Sekunden Der Spannung, Dann lande ich sanft auf einer prächtigen Diese. Kaum eine Viertelstunde war feit Dem Unfall verstossen. Der läoe Gleu- üug laue mich ganz taub gemacht. Aber ich hatte meinen Rekord!"

fccabfiditigt der Minister des Aeußern Gras Berchtold, dem bisherigen Gebrauch iolgend, noch im Herbst dieses Jahres nach Italien zu reisen, um sich Dein K ön ig von Italien d o r $ u ft e 11 c n und mit Dem italienischen Kollegen Marquis San Giuliano zufammenzutreisen. Ta demnächst die Ta­gung der Delegationen bevorsteht, durfte der Besuch des Ministers Haiti inben Zu dieser Zeit

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Die kleine Awu

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Die Lage -er Franzosen in Marrakesch.

Paris, 11. Sept. Die aus Casablanca gemeldet wird, soll Marale sch selbst nickt besetzt werden, e8 soll aber außerhalb Der Stadt ein verschanztes und gut ver­proviantiertes Lager errichtet werden, dessen Besatzung Marrakesch mit ihren Kanonen beherrschen würde, und da­bei vollständige Bewegungsfreiheit behielte, um auch die umliegenden stamme im Zaum zu halten. General Lia u- t e n beabsichtigt, Mu 1 cy Iussus so bald a U mög - l i ch nach Marrakesch l o m in e n und zum Sultan auörufcn zu lassen DaS den geplanten Aufenthalt MulcyHasidSin lanact anlangt, so fürchtet Liautcy, das; dieser Ränke und Verwicklungen Hervorrufen könne. Er wolle deshalb die Rückkehr Mulen Hafids nach Marokko möglichst lange hinausschieben. Die der Kvr- refponbent dcSMatin" meldet, bereitet General Stauten einen Bericht an die französische Regierung vor, in dem et- sehr scharfe Lorwiirse gegen b i c spanischen Konsuln inMarokkoerhebl. Er wirst iiisbesondere dem spanischen Konsul in Mogador, Sostoa, vor, dafe er sich des cingcboreiTcn Pöbels bedient habe, um die Aus- rusung Muley Iussuss zum Sultan zu verhindern und daß er ferner eine eifrige Propaganda fr u g u n ft e n ElHibas entfaltet habe, indem er durch Scnblingc überall verbreiten liefe, daß die Anhänger El Hidas mit Leichtigkeit die Franzosen aus Marokko vertreiben könnten. Liautcy, der ähnliche Lortvürfe auch gegen den spanischen Konsul Villa Real in Mazagan sowie gegen den spanischen Konsul ui Sassi richtet, habe alle Beziehungen z u den spanischen Konsuln abgebrochen, die er als ('scinbe ansehe. Nach Den letzten Meldungen dürste sich der Prätendent El Hiba südöstlich, wahrscheinlich zu den .iaDla und Ben Zajcm geflüchtet haben. Man glaubt, dafe er den Franzosen von neuem ernste Schwicrig- t eiten bereiten roerbe.

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Vermehrung der Einfuhr gefrorenen Fleisches aus Argen- Union und vielleicht auch aus Australien die Fleisckversor gung in Teutsckland um vieles gebessert werden kann, ohne daß die Interessen der deutschen Viehzucht geschädigt werden.

Erwähnt wird in dem Berichte endlich, daß die ver­mehrte Einfuhr gefrorenen Fleisches auS Argentinien für unsere gesamten Handelsinteressen gerade mH diesem Staat von Bedeutung ivare Tie Beteiligung Deutschlands am argentinischen Handel beziffert sich in der Ausfuhr aus 437, in der Einfuhr auf 1 <5 Millionen Mark Tie Einfuhr wäre durch die Aufnahme araentiniscken sehr etheblichen Steigerung fähig. Und eine Erweiterung Der Einfuhr nach Tculschland um dieses Liehzuchtprodukt dürste wohl vonseiten Argentiniens bereitroilligft mit Er leichterungen für den deutschen Ausfuhrhandel beantwortet werden.

Soweit der Bericht der Minister. Er gibt in Protokoll- form lediglich Material. Cb und wie Herr v. Bethmann Hollweg dieses Material in Taten umsetzen will, darüber dürften offizielle oder offiziöse Aeufeerungen der nächsten Tage Aufschluß geben.

Schmackhaftes gefrorenes Cchsenfleisch ist in Eng­land für 30 Pf g. das Pfund zu bekommen, während bei uns Cchsenfleisch in bester Beschaffenheit 1,03 Mark und in dritter Qualität 87 Pfg. im Durchschnitt des Monats Juli foftetc. Saftiges australisches Hammelfleisch kostet .33 Pfg., während die Preise bei uns 1,03 Mark und 90 Pfg. betragen. Tas ist ein ganz bedeutender Unterschied. Eng­land mit etwa 45 Millionen Einwohnern führt etwa für chilled meat ein, und daraus läßt sich der natürliche Schluß ziehen, das; die BoUsernahrung entsprechend besser und vor allem billiger ist als in Deutschland.

Ter Qkmeinbcrat von Strafe bürg befaßte sich mit Mas;- nahmen zur Bekämpfung c. ; Fleischteuerung. Es ivurden Eingaben beschlossen an Den Reichskanzler um sofortige Einberufung des Reick)stags,. an Den Bundesrat, Reick-stag unD an Die Landes- regicrunj um Erleichterung der Schlack tvicheinfuhr durch Herabsetzung Der Zölle und Milderung Der v e t e r in ä r p o l i z ci l i chen Bors ch riften. Ferner rouroc be­schlossen, einen Versuct, zu matten mit Der Einführung von ge­lt orc ne m Hammelfleisch, wozu Der Stadtverwaltung ein ttrebit bewilligt wurde. Beim deutschen Städtetag soll gleichzeitig eine Crganifation beantragt werden. Die diese Gefrierflcischeinfuhr regelt, um Der städtischen Bevölkerung jeden Gewinn zukommen zu lassen. Ilm auch gefrorenes Fleisch von Großvieh cinfuhi.cn zu können, soll eine Eingabe an Die Reichsregicrung um Herab­setzung des allzuhohen Zollsatzes und Milderung des § 12 des Fleischbeiä augesetzes gemacht werden. Tann soll versuchsweise eine städtische M astanstalt für Schweine errichtet roerben. Die üorlanng mit 1000 Stuck zu besetzen und bei Gelingen ent- sprechend zu vergrößern wäre, um aus den städtischen Lchweine- markt Einiluß zu gr.vinnen. Tic Tiere sollen in einem Viertel- iai,r säilachtreif werden. Ferner soll Die ^taDtocrmaltung sofort Vorarbeiten zur eventuellen Gründung einer Viehinarkts- Ban 1 ui Angriff nehmen, um die Metzger in ihren genossenschaft­lichen Bestrebungen für rationelle Verwertung aller Nebenprodukte ihres Gewerbes zu unterstützen und unabhängig zu stellen.

Berlin, 12. Sept. Ter Reichskan zier beschäftigte sich sogleich am ersten Tage nach seiner Rückkehr mit Der Frage Der Fleiichtcuerung. Gestern bis in Die Abendstunden hinein befprach sich Der Reichskanzler mit Dem Staatssekretär des Innern und Dem preußüchcn LanDwirtschaftsminister über bereu Ergebnis.

Tresden, 12. Sept. Ter Rat hak mit einer dänischen Firma einen Vertrag aus umgehende Liescrung irischen Rindfleisches aus Tänemart und mit einer hamburgi­schen Firma einen Vertrag auf Lieferung argentinischen Gefrierfleisches abgeichlossen. ..

Magdeburg, 12. Sept. Ter*' Teuerungsausschuß des Magistrats und der StaDtDcrorDneten beschloß, lebendes Vieh von S d) io c D e n , ')t o r ro e g c n und Täncmartbircltcin- führen z u lassen.

Eunen, cingesührt wer Den. Mit Den Tiertorperu müffen ruft- und Bauch seil, Lunge, Herz, 9h er eit, bei Kühen auch i-.' EuleP in natürlichem Zusammenhänge verbunoen sein ic Gefriertechnik hat es nun. Das wurde in der Minister- n fer enz geltcnd gemacht, zweifellos boj)in gebracht, Fl risch jdiebig tauge ohne irgendwelchen Zusatz hattvar zu madjen Mno es einem längeren Transport auszufetzen, ohne bafe ( bei entsprechender Behandlung (beim Auslauen) die »escntlichen Eigenfchasten des frischen Fleisches auch hin- SHid) des Aussehens, Des Geschmackes und des N^sr- tttttes verliert. Tadurch wird die Möglick)keit gegeven,

Bi . lucllen ohne Ansteckungsgefahr für Sic eigenen Herden zu crfdjliefecn und den steigenden ißc- 1-jf dichtbevölkerter und aus den eigenen Bestairden nicht tzjreichend zu verforgeitbcn Ländern eine gesunde und ftr.ye Fleischkost zuzuführen.

England hak darauf wurde in dem Bericht an Herrn l i» nhmano s.'olliveg ausdrücklich hingewiesen! bei dem M/zcii Fleifchbedars feiner Bevölterung ohne sichtbaren M!;ibcn für Die Volksgesundheit und seine Viehzucht dieses iintern in grofeem Umfange angenommen und feit dem jutc 1890 so ausgebildet, dafe heute 30°a des gesamten f ii? und Hammelfleifd)konfuins damit gedeckt werden. 11. -i hat sich die für heimische Viehzucht lehr bemerkens- i?rt: Tatsache ergeben, Dafe sich Vieh- und Fleischpreise 8.u-hängig neben dem Einfuhrmarkt des gefrorenen Flei- rs entwickelten. Hat sick) dock, in England feit den letzten !f Jahren die Einfuhr gefrorenen Fleisches verdoppelt .1 erlich ein Zeichen, daß bis dahin der Markt noch nicht Miiähernd gesättigt war), während die Marktpreise des t jdjen Fleisches jtd) bereits über 20 Jahre lang auf der- ßo-n Höhe Denen des gefrorenen Fleisches gegenüber »Iten. ES haben fick) eben von vornherein zwei nad) Mfellschaits' und Vermögensklassen ganz verschieden^ Kon- Dl niniengruppen herausgebildek, von denen dieFrisch- Diijchefser" nur wenig Boden an dieGefrierfleischesser" Kiegcbcn haben, während große Massen der bis dahin dem M-ilchgenug überhaupt unzulänglicki gewesenen unteren Ulk-Schichten für den Gefrierskeifchgeitufe gewonnen worden Und in dieser letzten Funktion liegt schließlich der «schätzbare soziale Segen dieses Auskunstsmittels Tas jtiLUD Englands lehrt also, dafe durd) Erleichterung und

Gefrierfleisch und Reichrregierung.

lieber die Fleischteuerttngslonferenz im ReidiSamk deS Innern erhielt einer unserer Berliner Mitarbeiter intcr- ssante Mitteilungen von einer gut unterridjtetrn Seite: Ter Staatssekretär des Innern Tr. Telbrüd unb ber Teufeifd)C Landwirtsd)astsminister v. Sd)orlcincr-2iefcr oben, wie sie auch volkswinschastlich unb politisch über ^ie Gritnbe bet ^Icifdueuerung beulen mögen, bas Problem setzt insofern am richugen Ende angefaßt, als sie dem l;eim- Ockthrten Reichskanzler vor allem Material über die Mög­lich leiten sofortiger Ablfflfe der Fleisditeuerung vorlegten.

bestes Abhnfemittel wurde in der Ministerkonferenz die Einsuhr von Ge f r i e r f le is d) anerkannt. Es jraglc . ,M nur, wie man sich venvaltiingsrechtlid; dazu zu ver- Äallat habe. Im Gesetz betreffend die Schlackitvieh- und Z^Mei^d)beschau ist daS Gefrierfleisch als solches nicht genannt. Iw ist nur umschrieben mit den Worten:Fleisch, welches iWvar einer Behandlung zum Zwecke seiner Haltbarmackung uitirAogcii toorben ist, aber die Eigenschasten frischen Fle>- im wesentlichen behalten hat oder durd) ent)pred)cnbc anblung wieder gewinnen lann, ist als zubereitetes ifd) nicht atizusehensolches Flcisd) unterliegt den Be- fr-innnungen über frisches Fleisck). Frisdies Fieisd) barf i «ach bent Fleisd)besd)augesetz in unser deutsches Zollinland

London, 11. Sept. Wie bekannt gegeben roiro, steht jetzt fest, Dafe Der russische Minister S a i o n o ro sogleich nach Der Rückkehr Dcs Königs auS Den Manövern in Balmoral empfan­gen roiro. Es ist roahricheinlich, Dafe Der Botschafter Graf v. Ben-

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Deutsche» Ueich.

Ter Reichskanzler v. Bethmann H o11we g ist am Mittwoch morgen m Berlin eingetroffen.

Die bayerische Kammer der Abgeordneten hat mit großer Mehrheit den Gcfetzentwurs betr. Einfüh­rung einer neuen kirchlichen Gemeindeordnung angenommen, durch das Die Verhältnisse der katholischen und der proteftantifd)en Kirche in beiden Teilen Bayerns neu geregelt werden. Tic^ialdEolratLuurnd die Frei­sinnigen itimmten geschlossen gegen das Gesetz, namentlich weil )ic durd) das Gesetz eine Erweiterung der kirchelirecht- lichen Vermögensverwanuiig befurchten.

Ueber den Fall Knittel-Kammler hat das K r i c g s m i n i ft c r i u m einen Bericht von den zuftäli- digen Militärbehörden eingefordert.

Ausland.

Eine Reise dcs Grasen Bercktold n a tf> Italien.

Tas WienerFremdenblalt" schreibl: Wie roir vernehmen.

wie ich 5000 Meier hoch flog.

I Roland Garrcs, der am Freitag durch seinen kühnen Flug |itcr Den S'ubenrctorh an sich gebracht hat, vcröfscntlickt ui Ebicicu Panscr Blättern fesselnde SdjilDcrungcn der abenteuer- Ken Fahrt: w ...

Seit na)t Tagen war ick bcrctt, von neuem einen Jlnann L Den Nckord zu unternehmen. Ter Apparat, Den Bleriot Eb meinen Angaben konstruiert batte, war in allen -teilen rorg- ii.ii geprüft, aber Der Himmel hing sckwarz voll Wolken. Gnb^ Dl zeigten sich ein paar blaue Stellen. Tas Wetter scheint immer Kh wenig günstig, eisige Kälte, entfesselter Wind, nock immer zu Ei Wolken. Umso scklimmer! Aber mad)cit wir Den Vernich. B: Fabit beginnt mit Benzin sür zwei StunDen, nut einem Eucrlloiinpyardt unD einem Kostüm, DaS eines Polanor,chcrs Kr-ig wäre. Es ist 1 Uhr 45 Minuten. Tie Wolken erreiche E in ciroa 1000 Meter Höhe nach 4 Minuten, unD ick Durck- 11 Qc sie Durch ein blaues Lock. Mies ginge gut ohne Diele Jj eck licken Wolken, Die mir sckon Das Meer Derbergen. Ick mit nur in Pnierbrcckungcn links von nur Turckchlick aut Die E;c erhalten. Ein besonders bergcrichtctcs Barometer m vor Einen 'Jüigcn angebracht, so Daß idi Die Rcgclmaizigkeit Des I.ßä genau beobachten lann. Ick steige sehr ichncll: noch stiege 1 keine 10 Minuten unD bin schon 2000 Meter hoch, zann 1)0 Ich bemerk' jetzt links von mir Durd) eine Woltenonnung fi Ec: aber ich habe Den EinDruck, Daß ick Hütt mich wr Icm, mich rückwärts entferne. UnD Dock) macht meine .^a-

le 115 Kilometer in Der Stunde. . . . 4000. Sein Zweifel jx: ich mcrDc von Dem Wind entführt. Der alfo mehr al» , Kilometer in Der StunDe machen muß. Man köiucke inDciicn uben, in völliger Windstille zu sein, so regelmäßig ist er :ct mir erblicke ich von Zeit zu Zett wie Durch eine Luke

Stück Der normannischen Ebene. Dank Den Lochern, D^c^di den Flügeln meiner Maschine habe ünbnngcn lauen ^:r l»r wird schwacker: jetzt lommen $cnagcr._ Ich mckc eine e Dosierung Des Benzins, die ne miterDruckt. wo» Der e:u KleiDuna packt mich Die Kalte. Um mich u.lfrecht 3u lern, greife ick zu Der Sauerstoi^Flaiche neben mir uru i« nun beständig durch ein Kautfchukrohr; Daoei ^zahle ick k: schläge Des Motors, Deren Zahl normal bleibt. ~er --u'- Kg. roirD mühsam. M

16001 Ick ljabc meinen früheren Rekord wieder, -i.e -'ca-