Ausgabe 
1.10.1912 Zweites Blatt
 
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Dienstag, 1. Oktober 19(2

Zweites Blatt

162. Jahrgang

Nr. 25t

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

und ganzen wird durch diese endgültige Zu-

Jm großen

136.80 ( 3.30), Liverpool

K. Löschhorn-Muschenheim (Anerkennung) 3 Mark:

Ael

Lind-Hungen (Anerkennung) 1 Mark.

Kinder- A. Salomon &Cie

3 Mark: Utphe 4.

1 Mark.

5 Mark: Inheiden 2 Mark;

unverzollt Sept. 133.25 ( 0.25), Okl./Tez. 133. 0 (-f-1.00). Aiais Vn Plata Sept./Lkt. 112.00 (- 2.50), Mixed Tez./März 116.0) ( 2.00 'Mark).

sammenstellung dec bedeutende Rückgang der rechtsstehenden Stimmen einschließlich des Zentrums bestätigt; die Zunahme der konservativen Stimmen ist lediglich auf die dieser Partei zugeführtcn Zentrumsstimmen zurückzuführen.

Preis, 2 Mark: Gg. Schmidt-Hungen (Anerkennung) Bocklämmer: Hch. Jakob-Inheiden 1. Preis, E. Sonneburg-Hungen 2 .(Preis, 3 Mark; Johs. 'Lehr- 3. Preis, 2 Mark: £tto hahn-LbbornHofen 3. Preis, Wilh. Groß-Obbornhofen (Anerkennung) 1 Mark; Wilh.

Heer und Flotte.

Die Kaisermanover 1913.

Wie dasArmee- und Verordnungsblatt meldet, be­stimmte der Kaiser, daß 1913 die Kaisermanöver im Bereick)e des 5. und 6. Armeekorps stattfinden sollen und daß die Bataillone der Fußtruppen dieser Armeekorps durch die Einziehung von Reservisten auf Ausrückstärke von 700 Unteroffizieren und Gemeinen gebracht werden sollen.

war in Deckung bcc geld von 13 Mark

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UnwersuätS - Buch- und Steindruckereu R. Lange, Gießen.

Sckilesien offerierte knapp und teuer. Lieferung nmrdc durch on- mchrtes russisckres Angebot unter Truck gebalten, aber St'pteniber begehrt und erzielte gegenüber Dezember ein Auf. In Braugerste ist die Rackmage, da der erste

Bedarf gedeckt zu sein sckxnnt, ruhiger geworben, nur wirklich gute Oualitätcn sind weiter schlank verkäuflich. Russische Gerste ivar

Borwock-e einen Rückgang von 3> Mark aufweist. Hafer war trotz schwächerer >iauflust nicktt billiger zu beschaffen, namentlich

aus zweiter Hand zeitweise billiger, sonst fest. Für argentinischen Mais stellten sich die Forderungen etwas niedriger. Tie Er­mäßigung der Eisenbai,mrackyen für Gerste und Mais blieb ohne Einfluß, da augenblicklich der billigere Wassertransport zur 8er* ügung stehl.

Es stellten sich die Preise für inländisck)es Getreide am letzten

Die Reichstagswahlen von <9(2.

Das erste Heft der amtlichen Bearbeitung der letzten Reichstagswahlen ist soeben erschienen. Die Endergeb­nisse der Stimmenzahlen für die einzelnen Parteien weichen von den im Januar veröffentlichten etwas ab. Ein Vergleich mit dem Jahr 1907 ergibt folgende Zusammen­stellung:

Deutsche Kolonien.

Ein Zusammenstoß mit Eingeborenen in Südwestafrika.

Aus Südweslasrika wird amtlich gemeldet Am 27. Sept, ist auf einem P a t r o u i l l c n r i t t am Auob westlich Hu- nirob der Reiter Müller von der 9. Kompagnie der Schuptruppe e r s ch o s s e n worden. Ter Gefreite Strauch wird seitdem vermißt. Anscheinend handelt cs sich um einen Zusammenstoß mit Eingebore­nen. Nähere Nachrichten fehlen.

Ti«Gießener fiamilienblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das Kreis6Iatt für den Kreis Siehe«" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit- fragen** erscheinen monatlich zweimal.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckul- straße 7. Expedition und Verlag: eygÄ öl. Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen.

Deutsches Reich.

Landtagswahl im 1. Berliner Wahlkreis.

Aus Berlin wird gemeldet: Bei den Urwahlen int ersten Berliner Landtagswahlkreis, wo an Stelle des ver­storbenen Abg. Träger Ersatzwahl stattfindet, win d n am Montag 375 Freisinnige, 18 Konservative und S5 Wahl­männer gewählt. 33 Wählet: kamen nicht zustande.

Straferlaß der badischen Regierung.

DieKarlsruher Zeitung" schreibt: In der Absicht, die durch die die Strafrechtsnovelle vom 19. Juli 1912 eingeführte Milderung allen solchen Verurteilten zuteil werden zu lassen, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes verurteilt worden waren, ihre Strafe aber noch nicht ver­büßt hatten, hat das Justizministerium eine Reihe von Personen, die wegen Diebstahl, Unterschlagung, Betrug, Hausfriedensbruch, Verstrickungsbruch, Nötigung und Ent- führung bestraft waren, durch völligen oder teilweisen Nach­laß der- ausgesprochenen Frechcitsstrafen oder durch ihre Umwandlung in mäßige Geldstrafen, begnadigt.

Bioson kräftigt!

i

besprockren worben ist, daß aucb keine der beiden Mächte die Absiwt ober ben Wunsch hat, Persien zu teilen Um bie Zurückziehung ber fremden Truppen aus Persien zu beschleunigen, beraten die beiben Regierungen sorgfältig herüber, nnr sie am besten mit wirken können, bie persische Regierung zu stärken, um sie in ben Staub zu setzen, bie Crbnung wieber herzu stell en und bie^Sickter heil in ben Handelsstraßen zu gewälnleisten. Betbe, Safonow unb Grey, sinb vollkornnten einig in bem Wunsch, für ben Frieden z u arbeiten unb bei jeber diplomatischen Aktion, die diesem Ziele günstig ist, zusammenzuaehen. Reuter kann dazu erklären, daß sich ber letzte Satz ber V^öfsentlichung sich nicht nur auf Persien bezieht, sonbern auf bie allgemeine internationale Lage.

Sept. 246.35 (-f- 20 25), Chicago Sept.

Cft. 173.35 () Roggen: Beriin Sept. 173.00 ( 6.25). Haserf:

Berlin Sept. 188 (+ 5.50). Ftitterqerste Sndruss. frei Hamburg

Uonserenz tier hessischen Bergrocrsbctriebslcitcr.

* Tarmstadt, 30 Sept.

Mit Mcksicht auf die AusstellungTer Mensch" waren die hessisckien Bergwerksbefitzer unb -Beamten von ber Bergmeister ei am Samstag nach Darmstadt geladen worben. Ta bie Werks Verwaltungen in bankensweHter Weise ihren Beamten mit Ur­laubs- unb Umerstützungsbewilli'mngen aus bem oorljanbenen sogenannten Betriebslciterfoitbs) cntgcgcngctommcn waren, konnte am Samstag morgen eine stattliche Anzahl Betriebs- und Bureau- bcamte teilweise mit ihren Angehörigen an dem Besuch ber Ausstellung, die allgemeinen Beifall sand, teil nehm en. _An die Besick-tigung schloß sich ein gemeinsames Mittagessen im Fürsten saal und im Anschluß daran wurde die eigentliche Konserenz, an der sich auch bie mitgekommenen Tanten beteiligten, abgehalten. Nach Erlebigung einer geschäftlichen Angelegenheit berichtete zunächst Bergrat Köbrich über bie letzte Sitzung des Bezirks- eisenbalnrats in Frankfurt a. M., in der eine auch für unsere Brauukohlenwerke vorteilhafte T a r i s e r m ä ß i g u n g sürRoh braun kohle bis zu einer (Entfernung von 100 Kilometer gutgel eißen worben jft. Tas letzte Wort hat ber Lanbcseisen- bahnrat in Berlin zu sprechen. Tarauf berichtete Bergamtmann Scheerer ausführlich über Hygiene unb Arbeiterschutz im Bergbau. Er erinnerte zunächst an .die auch für bie Be­sitzer unb Arbeiter von Bergwerken, Salinen, Aufbereitungs anltaücn unb unterirbisch betriebenen Brüchen ober Gruben geh tenben Arbcitersämkibestimmnngen im 7. Titel ber Gewerbeorb nung unb gab bann einen furzen Auszug namentlich aus ben hygienischen Bestimmungen, bie jn .bet, neuesten Bergvolizeiver orbnung des Oberbergamts Bonn enthalten sinb. Es ist baraus ersichtlich, in welch meitgebenbem Maße für die Gesundheit und Hygiene des Bergarbeiters durch die Behörde gesorgt wirb. Der Rebner machte dabei auf die erfreuliche, in ber Ausstellung durch ein Schaubild bargefteUtc Tatsache aufmerksam, daß der Berg- arbeiterftanb hinsichtlich der Militärtauglichkeit nur von den bei der Land- unb Forstwirtschaft Beschäftigten übertroffen wirb. Wenn auch für Hessen keine allgemeine Bergpolizeiverorbnung besteht, so ist (bie Aufsichtsbehörbe boch nach Artikel 185 bes Berg gesetzes berechtigt, alle ihr für die Sicherheit des Lebens unb ber Gesunbhcit der Arbeiter notwenbig erscheinenben Anordnungen zu treffen. Von ^dieser Befugnis wird in großem Umfang Gebrauch gemacht unb ber Vortragenbe konnte feststellen, baß bisher bie Durchführung ber von ber Bergmeisterei gestellten Forberungen nirgenbs auf Wiberstanb gestoßen ist. Zum Schluß wurden die Bergwerksbesitzer und ihre Angestellten darauf hingewiesen, daß der privaten Einführung von hygienischen Einrichtungen keine Grenze gesetzt ist. Als solck>e Einrichtungen wurden empfohlen: Regelmäßiger Erholungsurlaub an verdiente Beamte' unb Ar beiter, Gewährung von geeigneten Getränken bei Hitze und Kälte, Erbauung von Wohnhäusern, Einrichtung sauberer und gesunder Schlasräumc für nicht ortsansässige Arbeiter u. a. m. Als Muster würbe bas in jüngster Zeit fertiggestellte Wohnhaus der Grube Roßbach bei Ober-Roßbach angeführt, in bem für monat lich 5 Mark bie Arbeiter wohnen unb gegen geringes Entgelt) verpflegt werben. Rach diesem beifällig aufgenommenen Vortrag trug der Registraturbeamte der Bergmeisterei Berkes bie Er­gebnisse ber letzten Lohnstatistik (2. Vierteljahr 1912) vor. Tanach ist ein weiteres Steigen ber Turchschnittsnettolöhne bemerkbar. Ter Verdienst der eigentlichen Bergarbeiter für eine Schicht be­trug beim Braunkohlenbergbau für die unter Tage beschäftigten 4,15 Mark (wie im Vorvierteljahr), für die Uebcrtagearbeiter 3,65 Mark (3,46): beim Eisenerzbergbau lauten bie entsprechen­den Zahlen 3,85 Mark (3,75), 3,31 Mark 3,14). Die Gesamt- nettolohnfummc (nach Abzug der Versick/erungsbeiträge, der Kostern für Geleucht und Gezähe) 556 201 Mark bei 2243 Mann Beleg­schaft.

Ein großer Teil der Anwesenden beendeten den^anregenden Tag durch einen von herrlichem Wetter begünstigten Spaziergang auf die Ludwigshöhe. 'Tie nächste Konferenz wird Ende November in Gießen abgehalten werden.

Zeihziegen: Ehr. Funk-Hungen 1. Preis, 4 Mark: Hch. Frank-Inheiden 2. Prckis, 3 Mark; Karl Bender-Hungen, 3. Preis, Hch. Fritz-Hungen 4. Preis, 2 Mark; Otto Weber-

märlte.

a. Hungen, 30. Sept. Am Schwe^nmarkt Waren 515 Ferkel aufgetrieben, bie fast alle abgesetzt würben zu hohen Preisen, z. A. 8 Wochen alte 5052 Mark das Paar, größere zum Teil viel teurer. Man neigt der Ansicht zu, daß durch die gute Kartoffelernte sowie den Umstand, daß viel beregnete Frucht ver­füttert werden muß, bis zum JanuarFebruar die Schweine- preise für Schlachttiere billiger werden müssen. Zum Prä- micnmarlt waren zugetrieben 12 Bullen, 37 .Kühe unb Kalbinnen, 52 Ziegen unb Böcke. Das schöne Simmenthaler Rindvieh wurde größtenteils prämiiert: bemerkenswert ist ber Fortschritt in der Ziegenzucht in hiesiger Gegend, es ist aus­schließlich die weiße Saanerziege vertreten und zwar in gutem Material. Die heutige Prämiierung geschah unter Beihilfe der Landwirtschastskammer. Ergebnis ber Prämiierung. Bullen: W. Bopp IV.-Bellersheim 2. Preis, 15 Mark: Ludw. Seip-Bellersheim 2. Preis, 15 Mark: W Wiesenbach-Münzen- berg 2. Preis, 15 Mark: W. Koch III Villingen 2. Preis, 15 Mark: Konr. Will-Holzheim 2. Preis, 15 Mark: Fr. Hofmann- Langb 3. Preis, 10 Mark: E. Weil-Geiß-Nidda 3. Preis, 10 Mark: K. Koch VI Villingen 3. Preis, 10 Mark: H. Köhler XX.-Langsdorf (Anerkennung) 5 Mark: H. Fey IX.-Langs­dorf ,Anerkennung) 5 Mark: Bullenhalter Leidner Villingen, Weggelb 8 Mark. Kalbinnen: Ludw. Müller V.-Bellers- heim 1. Preis, 12 Mark: W. Ronthaler-Langb 1. Preis, 12 Mark: Ad. Hofmann II.Robbeim 1. Preis, 12 Mark: H. K'leinkurt III - Langsdorf 2. Preis, 8 Mark: H. Metzger III.-Nonnenroth 2. Preis, 8 Mark: K. Stein-Hungen 2. Preis, 8 Mark: Wilh. Rühl- Villingen 2. Preis, 8 Mark: Fr. Gerhard-Langd 3. Preis, 5 Mark: Ludw. Ronthaler-Langd 3. Preis, 5 Mark: Rich. Schäfer-Hungen 3. Preis, 5 Mark: Karl Müller-Bettenhausen 3. Preis, 5 Mark: Otto Lang-Steinheim (Anerkennung) 3 Mark:

tere Kühe: Wilh. Steul I. Bettenhausen 1. Preis, 15 Mark: derselbe 2. Preis, 10 Mark: H. Köhler XX.-Langsdorf 2 .Preis, 10/ Mark: Joh. Kuhl-Langsdorf 3. Preis, 8 Mark: PH K. Schäfer Witwe Langd 3. Preis, 8 Mark: K. Kuhl-Langsdors 3. Preis, 8 Mark: H. Kleinkurt III.-Langsdorf (Anerken­nung) 5 Mark: PH. Schäfer-Langd (Anerkennung, 5 Mark: O. Lang-Steinheim (Anerkennung'' 5 Mark: H. Schäser-Rodheim (Anerkennung' 5 Mark. Jüngere Kühe: W. Ronthaler- Langd 1. Preis, 15 Mark: Rich. Schäfer-Hungen 1. Preis, 15 Mark: W. Hofmann II.-Hungen 2. Preis, 10 Mark: Otto Schneider-Hungen 2. Preis, 10 Mark: Karl Sames-Hungen 2. Preiö, 10 Mark: H Metzger III.-Nonnenroth 2. Preis, 10 Mark: Ph. K. Schäfer Wwe.-Langd 3. Preis, 8 Mark: K. Sames-Hungen 3. Preis, 8 Mark: Karl Stein-Hungen 3. Preis, 8 Mark: Ph. Schäfer-Langd 3. Preis, 8 Mark: Ph. Kaiser-Steinheim ^Anerkennung) 5 Mark: Hch. Müller II.-Hungen (Anerkennung 5 Mark. Ziegen (Böcke': Gemeinde Inheiden (Bockhalten Weggeld 4 Mark: Gemeinde Bellersheim (Bockhalter) Weggeld 4 Mark. 91 ett e re Ziegen: Fr. Stauf-Utphe 1. Preis, 6 Mark: PH. Geißler-Hungen 1. Preis, 6 Mark: Johs. Lehr-Inheiden 2. Preis, 4 Mark: Wilh. Lind-Hungen 2. Preis, 4 Mark: Joh. Weber-Utphe 3. Preis, 2 Mark: Fr. Löffler-Hungen 3. Preis, 2 Mark: H. Rau-Hungen 3. Preis, 2 Mark, H. Kuhl-Inheiden, O. Freitag-Hungen, H. Freitag- Hungen, Gg. Graf-Inheiden, O. Graf-Inheiden, H. Frank-Jit- heiben je eine Anerkennung, 1 Mark. Erstlingsziegen: Herrn. Ulrich-Hungen, Ehrenpreis bes Ziegenzuchtvereins Hungen, 8 Mark: Ph. Schäser-Villingen 1. Preis, 6 Mark: Fr. Äeidner- Jnheiben 1. Preis, 6 Mark: Joh. Weber-Utphe 2. Preis, 4 Mark: Peter Weimer-Hungen 2. Prqis, 4 Mark: Karl Emmel II.-Hungen 3. Preis, 2 Mark: Otto Keil-Hungen (Anerkennung) 1 Mark: Elise Elbert Utphe «Anerkennung) 1 Mark. Ziegenlämmer: Herrn. Sckmibt-Hungen, Ehrenpreis, 5 Mark: Gg. Graf-Vil- lingen 1. Preis, 4 Mark: Hch. Jakob-Jnheiben 2. Preis, 3 Mark: K. Emmel II.-Hungen 3. Preis, 2 Mark: Fr. Stauf-Utphe (An­erkennung) 1 Mark: Otto Graf-Inheiden (Anerkennung!) 1 Mark.

) Darunter 84 108 Bund der Landwirte.

') Davon Ehristlich-sozial 101 822, Wirtscha'tliche Vereinigung 96 346, Bund der Landwirte 5*998 unb Deulfchffozial 47 391.

') Davon Antisemiten 2716, Bayrische ReichSparlei 3231, Hessische und Thüringische Bauernpartei 3811, Litauer 6227, Dünen 17 289, Demokratische Vereinigung 29 444, Deutscher Bauernbund 29 797, Bayrischer Bauernb»md 48 219, Welfen 84 6is und Elsaß-Lothringer 162 007 (unb zwar els. lothr. Zentrum 54 883, Els.-Lothr. 43 467, unabhängige Lothr. 36 336, Liberi! bemofraten 11942, Elsässer 8340, Liberale Landespartei 4220 und Liberal 2819).

4) Darunter 8643 Bund der Landwirte.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Getreide-Wochenbericht

der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschastsrats vom 24. bis 30. September.

Ter Weltmarkt zeigte in der Berichtswoche eine etwas martere Haltung. Amerika ist andauernd mit starken Offerten im Markte unb hat seine Forberungen weiter ermäßigt. Jn Rußlanb wirb zwar über schlechtes Werter geklagt, das bie Zufuhr behindert, aber die amerikanische Verkaufslust blieb insofern nicht ohne Ein­fluß, als schwimmendes russisches Material gleichfalls entgegen­kommender angeboten wurde. Hinzu kam, daß diese Frachten sowohl von Amerika als auch von Rußland eine leichte Ermäßigung er­fahren haben. In Deutschland trug neben billigerem Auslands- angebot die günstige Witterung wesentlich dazu bei, die Unter­nehmungslust einzuschränken. Die Kartoffelernte konnte gute Fort­schritte machen, und es zeigt sich, daß sie besser aussällt als man bisher angenommen hatte. Gegenüber diesen Fattoren siel der Umstand, daß das Angebot vom Jnlande wegen der Feldarbeiten nur geringen Umfang aufwies, nicht sonderlich ins Gewicht. Viel­mehr verhielten sich die Mühlen dem meist aus abfallenden Quali­täten bestehenden Weizenangebot gegenüber sehr reserviert. Ver­hältnismäßig besser vermochte Roggen seinen Preisstand zu be- I aupten, zumal die russische Konkurrenz sich bisher wenig fühlbar machte. Tie Nachfrage für Ausfuhrzwecke ist zwar ruhiger ge­worden, es wirb aber zur Erfüllung früherer Verkäufe anbauernd Ware gebraucht, auch die Mühlen sind .Käufer für das mäßige Angebot. Im Lieferungsgeschäft war bie Stimmung überwiegend matt, nur für September-Weizen bewirkten Deckungen gegen nicht lieferbare Ware eine Steigerung auf 221 Mark, während Dezember von 2103i auf 2073 4 Mark zurückging. Roggen war zum größten Teile beglichen, so daß schließlich mehr Ware da war als be­nötigt wurde. Infolgedessen ging September von 179V4 auf 173 Mark zurück, während Dezember bei 170V» Mark gegen die

Ausland.

Die Mittelmeerpolitik Frankreichs.

Unter Hinweis auf den Beschluß der französischen Re- gicruttfl, die Mittelmeerflotte fortschreitend -u verstärken, greift derF i g a r o" den Marineminister Delcasse sehr heftig an itnd ;meint (unter anderem, es sei w e n i g w ü r d i g gewesen, der Welt glauben zu machen, daß Frankreich die Aufgabe erhalten habe, die Wacht im Mittelmeer zu übernehmen. Diese Aufgabe habe niemals bestanden, da man alsbald nach diesem peinlichen Bluff feststellen mußte, daß England seine Streitkräfte im Mittelmeer verdoppelte, dessen Dacht es nieinals einem einzelnen überlassen habe. Der lärmend verkündete Beschluß Delcasses, der im Ausland so geschickt als eine unfreundliche Geste ausgebeutet worden sei, sei demnach nur eine theatra­lische Geb er de gewesen. Sic habe gleichwohl sofort eine Vermehrung der Rüstungen des Dreibun­deshervorgerufen. Es sei nicht das erste Mal, daß Delcasse die Ruhe Frankreichs bloßstellte.

Keine russische Probemobilisierung.

Die über London verbreitete Warschauer Meldung über eine Probemobilisicrung von sieben Armeekorps in Rusffsch- Polen ist falsch. Eine derartige Anzahl von Korps ist dort überhaupt nicht vorhanden. In Wirklichtett 'wird in einigen teilen zweier Weichsel-Gouvernements die be­reits im Frühjahr in Aussicht genommene Probemobtl- machung durchgefülirt. Der Charakter einer Probemobrlt- fiemng geht schon daraus hervor, day eine Pserdemobtlt- sierun g nicht statt findet. *

Zum Besuche Sasonows in London.

Reuter erfahrt amtlich, daß bei ben Verhanblungen zwischen dem russischen Minister des Aeutzern unb 'än Ebwarb Grey fein neues politisches Abkommen über Perlten

1907

1912

Zu- bezw. Ab­nahme

überhaupt

S-

inunen

überhaupt

S

unmen

überhaupt

v.Lmndertgilt per Stimmen

5(0

= ü)

'S*

o 2»

<s

Deutschkouseroative

1 060 20 3

9,4

1 126 270')

9,

>

4- 66 061

-0,2

Reichsparlei

471 863

4,

2

367 156

3,0

- 104 707

-1,2

Nationalliberale

1 630 581

14,5

1 662 670

13,6

4- 32 089

-0,9

Resormpartei

94 869

0,8

51 898

0,4

- 42 971

-0,4

Wirtschaitl. Verein.

343 120

3,1

304 557')

2,5

38 563

0,6

Fortschr.VolkSparlei

1 233 933

10,9

1 497 041

12,3

4- 263 108

+1,4

Zenlrunt Polen

2 179 743

19,4

1 996 843

16,4

- 182 900

-3,0

453 858

4,0

441 641

3,6

12 214

-0,4

Sozialdemokraten

3 259 029

28,9

4 250 401

34,8

4-991 3724-6,1

Andere Parteien

326 011

2,9

387 359h

3

9

4- 60 448 4-0,3

Unbestimmt

200 695

1,8

112 198')

0,9

- 88 497

-0,9

Markttage in Mark per 1000 kg wie folgt:

Hafer

Weizen

Roggen

Königsberg

- (- )

171 (- 4)

- (- )

Danzig

- (- )

1717,-1»/,)

176 (- 4)

Stettin

201 < 4)

169 (- 1)

177 (- 1)

Posen

207 ( 1)

167 ( 1)

172 (- )

BrsSlau

202 (- )

169 (4- 2)

173 (4 1)

Berlin

211 ( 3)

172 (- 2)

200 (- )

Tlaqbcbnrg

206 ( 3)

171 (+ 1)

190 (- )

Hatte

204 (- 5)

173 ( 1)

198 (4- 2)

Leipzig

204 (4 1)

173 (4 1)

198 (4- 3)

Dresden

204 ( 2)

173 (4- 1)

200 ( 4 2)

Rostock

201 (- 4)

170 ( 1)

176 (- )

Hamburg

218 (- )

177 ( 2)

203 ( 2)

Tnsfeldorf

218 (- )

187 ( 1)

215 (4- 3)

Frankfurt a. M.

211/,(- )

181'/,(417,)

- (- )

Mannheim

217'/,(-2-/,)

185 ( )

195 (- )

Straßburg

220 (- )

190 ( 427,)

- (- )

Mütlchen

230 ( )

184 (- )

194 (4- 1)

Weltmarktpreise: Weizen:

Berlin Sept. 221

(4 3), Paris