Ausgabe 
1.6.1912 Zweites Blatt
 
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Zweiter Blatt

Nr. 127

162. Jahrgang

tddietnl tL-Iich mit Ausnahme des BonntagK

Plocksti

18

iche Naturszrne.

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De w#it|eitt LemiliendläNer" werben bem .Anzeiger^ otermal wöchentlich beigelegt, da« Krelsblatf für den Kreis «iefje«" zweimal wöchentlich. Tierandwlrtschastllche, 3dt> fragen" erscheinen monatlich zweimal.

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sich wuchtig sttigkLk tsgkhende Wichins t.j

YV ®ro&e teilt- Komödie.::

New-Yor< er Wklistadtskucroro )'Westdrama, rott ager ersten Range? !

Lebend- Lchlacht- geivichl

Märkte.

F.C. Wiesbaden. D iehh oi - 31 arktbericht vom 31. Mai. Aultrieb: Rinder 6-' (Dd)|cn 10, Lullen 0, Kühe 52), Halber 95, Schafe 24, Schweine 223.

Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe, Schweine mittel.

Preis 'ür 100 Pfd.

Auskilnststcü ffir Srauenbtrn- fronen u.'Släbtber': hauen unentfldilidr und Auskunil nir i Berufe im allen 91mir MarkwlavU, nachmittags von b, 7/j Uhr.

HeWW1 Frauen u.^' erhallen uncnigdtl - Rat und Austv iilRtDiMck» imaltenSntl««»» »I«6 U «««* mittags von 6'7-^

Samstag, 1. Zuni 1912

tttolattonlbnid und Verlag der Br üblichen Unwersilät« - Buch- und Sreindruckerei.

R. Lange, Dietzen.

Redaktion, Expedition und T ruderet: Scbul- stratze 7. Erved.twn und Verlag: *** 51* Redaktion:«-^ 112. i«L-'2Ibrj8liueiflet®ie«en.

Ml.

5054 50-53

Die Lage in MaroNo.

Ter heilige Krieg.

Paris, 31. Mai. Aus Fez wird gemeldet: Tie Führer der Aufständischen haben an alle sich noch ruhig verhaltenden Stämme Aufrufe gerichtet, indem diese zum heiligen Krieg aufgcsoroert und mit Plün­derung bedroht werden, falls sie sich dein Aufstand nicht anschlreßen würden. Tiefer Aufruf habe sich al» sehr wirk- sam erwiesen und vier große Stämme, die den Franzosen bisher treu geblieben waren, hätten nunmehr die Reihen der Aufständischen ver­stärkt. Bon den Vertretern einiger Stamme wurde er­klärt, sie müßten notgedrungen die Franzosen bekämpfen, da diese nicht imstande seien, sie gegen bic von den auf­rührerischen Truppen angcdrohien Plünderungen und Nie- dcrmepelungen zu schützen. Ter heilige Krieg wird überall unter Vorantragung der Fahnen der Brüderschaft des M arab u t M ulay Idris ge­predigt, die in der Rächt zum 26. Mai von den Auf­rührern vom Grabe des Marabnt weggenommen woroen waren. Tie unter solchen Umständen eroberten Fahnen besitzen in den Augen der Muselmanen eine besondere Bedeutung und wirlt selbst auf die Zaghaftesten fanati- sierend.

Wie wirken demgegenüber die aintlichen Beschöni­gungen '.

Kriegsminister Millerand erklärte mehreren 2k- richlerstauern, daß die durch die Vorgänge in Marokko hervorgerufene Nervosität unbegründet sei. Weder in Fe - noch in anderen Teilen Marokkos feien Ereignisse eingetreten, welche die Annahme rechtfertigen, daß das Land wirklich beunruhigt fei. Wir fino, schloß der Mi­nister, nun einmal nach Marokko gegangen, wenn wir uns nicht schaden wollten, dann hätten rott eben nicht bin» gehen dürfen.

Nach einer Blättermeldung aus Fez erklärte General Stautet) dem Sultan, daß dieser die Reise nach Ra- oat werde antreten können, sobaw die verlangten stärkungen eingetroffen seien, die es ermöglichen werden, i ihm die nötige Eskorte zu liefern. General Liaurey werde i'Fez erst verlassen, bis Ruhe unb Sicherheit vollständig t hergeslellr feien und jvdann in Rabat gemeinsam mit dem Sultan die Reorganisierung Marokkos in Angriff nehmen.

Tic Agence Havas meldet aus Fez vom 30. Mai 6 Uhr abends: Aitiufsiund Aitts eg rouchen g rif- f e n heute Sefru an Ter Angriff dauerte von 10 bis 2 Uhr. Tie Aufständischen wurden durch das Feuer her Franzosen und Bajonettangriffe zuruckgeworfen. Auf der Seite der Franzosen wurden sechs Soldaten ver­wundet. Tie Verluste der Aufständischen sind bedeutend.

Paris, 31. Mai. Rich einer Meldung aus M o - gador vom 28. Mai soll die Lage in der dortigen Gegend sehr beunruhigend sein. Ter Scherif Farezult ergriff die Partei der Haifa. Ter Kaid Gailuli trat auf die Seite 'des Prätendenten und ließ die Stämme in Agadir ein­ziehen in der Absicht, sich einer eventuellen Landung der Franzosen zu widersetzen.

Udschda, 31. Mai. Einern Gerücht zufolge find zwi­schen Merada und Frithissa Abteilungen von dein Be- latzungskorps am Muluja durch Marokkaner angegriffen -norden, wobei zwei KaidS, die Führer Der Gums und eine Anzahl Heute, die vermißt werden, gefallen sein sollen.

Mitteilungen im AuSschutz der französischen Kammer.

Paris, 31. Mai. Vor dem Ausschuß der Kammer für auswärtige Angelegenheiten gab Ministerpräsident Poincars seine Erklärungen über den Protektoratsver­trag mit Marokko ab. Er verlas zwei Urkunden, welche den Vertrag ergänzen, aber keinerlei internationalen Cha­rakter haben. Sie beschäftigen sich ausschließlich ntit den persönlichen Beziehungeii des Sultans zur französiscl-en Re­gierung und mit der Möglichkeit der Abdankung '.Vi u» lay Hafids und mit der Bestimmung des Nachfolgers sowie mit der Verlegung der Residenz.

Auf eine Anfrage über die gegenwärtige Lage in Marokko wiederholte Poincarö, er hätte volles Vertrauen zu General 2lautet), daß er die Irrtümer der früheren Behörden des neuen Regims wieder gut mache. Poincars fügte hinzu, 9)tulap Ä'afib hätte Siautei) zuge* sichen, nicht mehr von einer Abdankung zu sprechen, ^.er Ausschuß ernannte zum Berichterstatter Maurice ~-ong, welcher die Arbeit beschleunigen wird, damit die Kammer in ungefähr acht Tagen in die Besprechung des Protektvrats» Vertrages in Verbindung mit den Anfragen über die Politik in Marokko cintrcten kann.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhejsen

Deutsches tteich.

Aus Potsdam wird gcmcibct: Prinz Max von Baden und Prinz Ernst August von Cumberland begaben sich Freitag nachmittag vom £>otel Kontinental in Berlin in fönig- licher Eainpage zum Potsdamer Bahnhof und trafen auf Sta­tion Wildpark gegen 6 Uhr abends im königlichen Salonwagen ein. Tic Prinzen wurden um 6 Uhr vom Kaiser empfan­gen und nahmen später den Tee bei der Kaiserin. Nachdem die Prinzen noch eine Reihe Besuche bei den in Potsdam wei­lenden Fürstlichkeiteii gemacht hatten, begaben ne sich mit dem Automobil des Prinzen von (Eumbetlanb nach Berlin zuruck.

Ter R e i ch s k a n z I e r hat an die gegenwärtig in F r e u d e n - tobt tagende christliche Studenten-Konferenz, die ihm einen telegraphischen Gruß übersandt hatte, folgendes Antwort» telcgramm gerichtet-Für Ihre freundliche telegraphische Be­grüßung sage ich meinen besten Tank. Möge in der deutschen akademischen fugend begeisterte Liebe zum Vaterland lebendig bleiben und sie stark machen zum Kampfe für die Macht und Größe der Nation.

Wie der BerlinerLokalanzeiger" hört, dürfte der Gesetze cntwun betreffend Abänderung der Gebührenordnung ür Zeugen und Sachverständige vor Gericht voraus ichtlich im Spätherbst dem Bundesrat und dem Reichstag jn- ;ehen, da Aussicht bestehe, den hauptsächlich vom preußiscksen Finanzministerium ausgehenden Widerstand vor allent^ gegen.Ge­währung einer angemessenen Entschädigung der als Sachverstän­digen zugezogenen Gelehrten und gewerblichen Kreise zu über­winden.

Ter BerlinerLokalanzeiger" bringt aus «tragburg einen Brief des Tirektors Hehler an die Verwaltung des Werkes G r a f e n st a d e n. In dem Brief bietet Fehler feinen Rücktritt an und bemerkt:Ich gebe damit keineswegs die mir zum Vorwurf gemacht deutschfeindliche Gesinnung zu, sondern erkläre ausdrücklich, daß alle mir zur Last gelegten Vorkommnisse teils ohne mein Zutun oder gegen meinen Willen geschehen sind, teils aus ganz natürlichen Geschäfts gründen ohne jede Teutschseindlichkeit meinerseits sich erklären lafsen. Aus Tankbarleit gegen die Beamten und Arbeiter bringe iw jebod) das Opfer der Temission, nnt sie vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren." Tas ist ein interessantes Geständnis, daß man ausganz natürlichen Geschäftsrücksichten" in deutsch-feindlichen Treibereien machen kann.

Au-land.

Zu Ehren der deut schenDelegierten auf der deut sch- italienischen Zvllkonferenz in Rom gab amTonnerstag abeird der Minister des Handels und der Finanzen em Fest­mahl, bei roeldiem Minister Facta die deutschen Gaste be- grüßte. Tie deutschen Tclegierten hätten zur Prüfung der der Konierenz vorliegenden Fragen eine große wislenichaftltche und handelspolitische Kompetenz mitgebracht, die italieniichen Telc- gierten hätten es nicht schwer gehabt, mit ihnen eine billige und vernünftige Regelung dieser Fragen herbeizuführen. Mi­nister Facta gedachte zum Schluß der Oberhäupter der beiden Staaten und ihrer erlauchten Häuser, die durch Bande lebhafter und stetiger Zuneigung verbuiiden seien. Ter Chef der deut­schen Delegation, Tirektor von Körner von der han­delspolitischen Abteilung im Auswärtigen Amt, gab dem tanf für die liebenswürdigen Worte des Ministers, Ausdruck, er tagte, daß die ausgc^ichneten Ergebnisse der Konferenz der (Sei and- lichkett der italienischen und dem guten Willen der deutfchen Tclegierten zu verdanken seien. Er trank auf den anwesenden Minister und seine italienischen Kollegen.

K ö n i g i n W i l h e l m i n e v o n H o l l a n d komntt Sonntag nachmittag in P a r i s an, um den Besuch des Präsiden t en FalliöreS zu erwidern. Ter Prinzgemahl wird die bis Montag bort bleibende Königin begleiten.

TerTemps ' bestätigt die Meldung, daß die kürzlich von den Pariser Geschworenen fteigesprochene Gattenmörderin Pascal nach ihrer Freilassung in einer Autodroschke ein Schreiben sehr interessanten politischen Inhalts gefunden habe. Es handelt ,ich um einen von der Frau des franzo, l, chen Botichaf- ters in Petersburg jüngst an ein Mitglied des Kabrmstts Poincars gerichteten Brtes, in welchem Frau Louis unter Hin­weis am die verwickelten französisch-russischen Beziehungen und die bei einem Teil des ruu'ischcn Adels gegen gewiüe Vertreter Frankreichs herrschende Stimmung den Miniitcr dringend biitet, die gegen ihren Gatten in Petersburg geschmiedeten Ränke zu vereiteln. Frau Louis bemerkt schließlich, daß die Schwierig- keilen, mu welchen die Gattin eines trüberen französischen Bot­schafters in Petersburg zu kämpfen hatte, sie veranlaßt hätten, ihren Mann nicht nach Petersburg zu begleiten.

Wie das Reutersche Bureau enahrt, sind in London Tele­gramme über einen ernsten Zusammenstoß an der türkisch-persischen Grenze eingetroiien. Eine Abteilung von 400 türkischen Reitern hei in persisches Gebiet bei Äotour int Bezirk von Urmia em und stießen mit persischen gruppen zusammen. Es tun zu einem Gefecht. Etwa 10 Mann wur­den getötet und mehrere gefangen genommen. Ter Vorfall rourbe der russischen und britischen Regierung zur Kenntnis gebracht, und es smd Vorbesprechungen im Gange, um Vorstellungen in Konstantinopel zu erheben. Tie Ordnung soll wieder berge,teilt sein.

Wandern und Heilen, väder und Sommcrfrifäfcn.

Salzungen, 31. Mai. V,S 31. Mai sind 7 22 Pri­onen zur Rur hier eingelrosfen.

Vereinfachung in der Staatsverwaltung Württembergs.

Stuttgart, 31. Mat Tic Zweite Kammer be­faßte sich heute mir der Beratung Der Teukschc ist über die Vereinfachung in Der Staatsverwaltung. Ter Abgeordnete Kerl (Soz. regte aufs neue dte Er­zielung von Ersparnissen durch Aushebung der Ge- an dtsch asten bet den Bundesstaaten an. zer Abgc- ordnete Haußmann trat dem bezüglich der Ge,aiwt schäften in Baden und Bagern bet, erklärte aber dte Ge- 'andlschaft in Berlin als unentbehrlich, ^er Abgeordnete Kübel (Deutsch-Part, trat diesem Ltandpunn im tarnen der Mehrheit seiner Freunde ebenfalls bei.

Ter M i n i st e r p r a s i d e n t vertrat n acht) ruckt ich <d en Fortbestand der Gesandtschasten, weil gewisfe wtchnge ^re gen auch durch diplomatisch geschulte Persönlichkeiten ge­regelt werden müßten. Er könne ^t^ebenbaB alle Verhandlungen durch Fachmänner geführt werden, so sehr er auch diese schätze, insbefoiidere aber brauchten nnr die Vertretung in Berlin. Tie Abgeordneten b. Kraut CSaucrnbunb) und Tr. v. Kiene (Zentr.) unterfmtzten dte Aussafsung des Ministers. o. .

Tie sozialdemokratische Partei brachte einen Antrag ein, mit den in Betracht kommenden Bunde..'ftaatcn Ver Handlungen über Maßnahmen zur gletchzeittgen und ge- meins am en .Aushebung der Gesandtfchaften^ ansUbahnen. Schließlich wurde die Angelegenheit dem ^tnanzau-fchuß überwiesen.

Börsen-VSochcnbericht.

Frankfurt a. M., 81. Mal.

Tie verschiedenen, auf eine Beschränkung der Spekulation.- tätigkeit gerichieleu Bestrebungen scheinen doch einen gewissen oi- iolg gehabt zu haben. Ter Elfer, nicht nur der beriifsmätzmcu Spekulation, soiiderii auch des PiiblikuniS, ift durch die jüngste« Waniiuigen und das unentwegte Festhalten der Reichs', auk oit dein bprozeiitigeii TiSkoiitsah erheblich abgekühlt ivoidei». Cbivobl efl an anregenden Moinente« nicht kehlt, ja eigentlich erst jeljt die «rahren Zeichen einer echten ivirtschastlichen Hochflut sich cinftellcn, wie der i.angel an Rohstoffen, die in rascher Folge steigenden Warenpreile und die immer weiter hinauSgeschobencu Ifieleririllen, it die Börse doch in einen Zustand der (5 r | d) l n I f ii i: g vevlnllen. Am Kassamarkt für Industiiepapiere ift in» Monat Mai mit den aUerschlinunsten Uebcrtieibuiigcn nuigeraumt ivorben, unb au den UUimoinärtten stehcu die Knrse aller führenden Papiere in bet Montan-, Schiffahrt-, Elektro- und Baukengruppe trott der haussieren­den Kursbewegung, die der Warnruig des Staat-koninilsmrs vorangegangen war, jetzt durchweg uiedriger als tu der letjten Liquidation. TarauS gehl hervor, daß die Posiiienv- verhältulslc deS MoiwtS während der letzten Zeit verbesjert worden sind. In der Tat hat sich beim and) in der Ü'l a i l q u t b a 11 o n Ijeranegeftettt, daß die (ingagementfi in vielen Märkten, die man sur überspaniit hielt, wesentlich geringer waren, als man bisher annahm, ivorauS sid) auch die relative t'eidjiiglcit der Sckiebung trotz der teiuen Geldsätze erklärt. Nachdent t ic Viqni- baltnn beendet war, bat sich der Geldmarkt wieder etwa« ei- leichiert, aber c8 mnß betont werden, daß die Erletchternng hauvt- ächlid) dadurch eutstaudeu ist, daß man sehr früh mit der Geld- versorguug begonnen hat und in allerletzter Zeit gegenüber de« immer drängender austretenden t»eldansprüchen der Ziidusirie zurückhaltender geworden ist. Immerhin dürseu vorerjt kanm dauernd bessere Zeilen auf dem Geldmärkte erwartet werden. Wein» auch vorubergeyeud etwas billigere Sätze bezahlt werden dürsten, o ist doch änzunehineii, daß der iiacfe Bedarf sur den volb- lahreSschlutz frühzeitig einfetzeu und dies für den Welbmavlt bc- jiiininend fein wird. Tie fH e i d) 6 b an t ivar unter Be­rücksichtigung der bisherigen Verhältnisse nicht in der Voge, an eine Tiskontcrrnäßigung l)cranzutreten, wie iic di-s gern int Interesse der Industrie und der Landwirtschast getan batic Auck) neuerdings waren die Ansprüche größer als zu bciiciLeii JciC des VoriahreS unb man will zunächst bie Emwicklung des .'stld- marktes tm Juni abwarten, eljf man jich darüber entscheioet, ob es muglid) sein wird, noch vor den Halbjahres-Ansprüchen eine Tis- koncherabsctzuiig von Prozent vorzunehmen. Mit Rücksicht auf die unsicheren Geldverhältnisse beobachtet die Börse gro>>. Zurück Haltung unb beschränkt sich darauf, von ben einzelnen ''.bieten nur einzelne Werte von besonders guter Qualität herausingreoe>i und dagegen andere Effekten abzuitoßen. M o n t a n v a p i c i c blieben nach mehrfachen Scknvankungen ziemlich behauptet, eben jo Schiffahrtsaktien. Am Bahnenmarkt beschränkte sich das Interesse auf bie Aktien der Eanada-Pacijic-Bahn und der Orientbahnen. Auf Bankaktien drückten die gemeldeten Schivierigkeiten am Berliner Terrain- unb Baumarkt. I n - d u st r i c v a p i e r e zeigien keine cinheitlidx Haltung Bevor­zugt waren einzelne Elektrotverke und Maschineiifab.ilaitieii, na­mentlich Kleyer-Aktien auf die Beendigung des Metallarbciier- strecks. Von Chemischen Werren stellten sich Scheidcanstal» roieotr etwas niedriger. Heimische und fremde Fonds sind wenig ver­ändert. Privat-Tiskoutv 4Via Prozent.

Die nach- Ä pr-jf A Mlnd am Nonntag, 2. Juni 1912, »lebenden AvlZilv von 12 Lnr nmtag- >» » i- i uacatj nur für dringende Fälle sicher anzutreften: D */e

Sanitätarat Dr. Zin^n-r, Goethe»tranee 10.

Dr. Richter, Frankfurter Strawe 4.

Edjfett

PoVsielschige, ouSgemästete. höchsten Schlacht- wertes nn Alter von 47 Jahren . *7 . .

Tie noch nicht gezogen haben (ungewchk^ . .

Junge, fleischige, nicht Qulgemd'iele unb ältere auSgemästet»............

Bullen.

Dollsteischige, auSgew, höchsten Schlachtw. . .

Pollsleischige, jüngere i)Qti en, Ruy*.

Lollsteischige auflgemdfute Färsen höchsten Schlachtioerles

LoUsteischige üuSgemäflete Kühe höchsten

SchlachtwerteS bis zu 1 Jahren ...

Wenig gut entiDtdelte Farjcn

Aeitere aufigemäfiet* Kühe uub wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe

Mäßig genährte Kühe unb Färse» Kat vec.

ocbifte Mastkcllbee üüiMere Btajt- unb beste Saugkälber .... tocringece Mast- unb gute Saugkälber . . . tperurgere Saugkälber

v cha <.

Weidemastichafe:

DlasUämmer unb Maithanimel .

Schweine

Vollstelschige Schweine von 80100 Lebend- gewuchl

Vollsteijchige Schweine unter 80k^ Lebendgewicht Vollsleischige Schweme von 100120 kg Lebend­gewicht

Dollflerschige Schweine von 120150 kg Lebend­gewicht

21ns dessen.

Trotz der schlechten AnstkllungSvrrhalt.nsik im hessischen Iusiizdienst macht sich z Z., so mirb unö aus Tarntstadt geschrieben, bei den Justizbehörden ein Mangel a n Gerichts- ässe ss o r e n unangenehm fühlbar, da in der letzten Zeit infolge des erwähnien Umstandes zahlreiche Asfessoren teils in ntchthessische Tienstc, teil-.' in andere Facher überleiteten sind. Irr Mangel wird weitet auf die vielen jetzt zu militätischen Uevungen beurlaubten Assessoren zurückgetüurt. Tatsache ist, daß jetzt ein Assessor, der kaum das Staats­examen zuri'.ckgelegt hat, infolge des Aussck'eidens des Ober- taatsauwaltes v. Hessen vertretungsweise in die Slaats- anwaltschast beordert wurde. Cb cs richtig ist, daß ein kürzlich in die Industrie übergetretener Assessor nahe ge­legt bekam, wieder in den Staatsdienst überzutreten, konnten nur nicht kontrollieren, die Nachricht Hingt aber sehr wahr- chcinlich.

57-58 57'/,-58

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Em Ausstand in den Fürther GlaSschleifcrticn.

Nürnberg, 31. Mai. In sämtlichen Für! der Glas- scklcifcrcicn erfolgte beute die Aussperrung der frriorgan,- ierten Arbeiter. ES werden rund 2000 Arbeiter be­troffen. Tie Verhandlungen mit den Arbeitern sind trotzdem noch nicht abgebrochen.

Tie sparen, ohne zu entbehren,

Lanolinfene. 'Jiur 20 Psg. das Stück, 5 Stück fogai ... .> r-ig. Hergeircltt imcü üe:u ursprünglichen Rezept vom langjährigen Fabrikanten bei c üngieie: c :'iaumann, Cfienbadj a-dltlM11

Arbeiterbewegung.

Ein AnSstand der Kellner in Neuyork.

Neuyork, 31. Mai. Ter Ausstand der ftellner, bet in der vergangenen Woche begann, nimmt einen ernsten Charakter an. Gestern abend verließen etwataui'end Kellner m sechs der größten Hotels unb Restaurants wäh­rend der Essen stunde ihre Arbeitsstellen. Tie Zahl der Ausständigen betragt 1500.' In den Betrieben werden Neger, die aus dem Süden kommen, als Ersatz verwandt. Tic Arbeit gcbcr versichern, bi: jvort-enrngen der Kellner, bie ausschließlich organisierte beschäftigenicht erfüllen zu wollen.

SafltrW1

Sir

fi<b"^ Mir üt'"> pünf

3am|l,c 3 .

Billige Tapet

SU

Privat

Taoz-W «mit i» itwK, KariScüniitt