Ausgabe 
10.8.1912 Drittes Blatt
 
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Drittes Blatt

Er. I8Z

162. Jahrgang

«erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag«.

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Mgcrom Viuicntoalt ohne larooenranoigc tyuvtunH i-1',' "r1 f-d, -lir.chtzuimden und einen cinigcrmabtn förderlichen öc^

ÜTTEL

6 Prospekte

TORPRES! rhältnisse paßt# > wie fahrbaren >hne merkliche

folge der Aufklärung in hygienischen Tingen die Begründung der bchordltchen Maßnahmen verstanden und gewürdigt mtrb, desto weniger drückend wird der mit der Durchführung notwendigerweise verbundene Zwang empfunden werden Mit aller Belehrung und Au'kiärung in gesundheitlicher Beziehung wollen wir t« keine Gesundbeitsl vpodwnber erziehen, sondern im Gegenteil nur allen Bolksgenossen »eigen, wo der Feind lauert, damit er um so sicherer besiegt werden kann, und insbesondere wollor wir audr unserer Jugend die Wege weisen zu vernünftiger Körperpflege und zur Belehrung ibreS frischen, fröhlichen Wagemutes. iu Sport und Spiel, zum Turnen und Wandern in Lottes herrlickrer Natur. 3n diesem Sinne lassen Sie uns gemeinsam die Aus stcllung betrachten, die ich hiermit auf Allerhöchsten Befehl Sr.

>t H (ProfiliertogS 'iir eröffnet erflnre

Universitäts-Nachrichten.

Marburg Tein Landgerichtsrat Denzel zu Marburg ist die Stelle des Universitätsrichters an der dortigen Universität nebenamtlich übertragen worden.

Bon n. Wie dieHockickulkorr." erfährt, hat der o. Professor für deutsche Philologie Tr. Karl v on Kr au s an der llniDerniät Bonn einen Ruf an die Wiener Universität als Nackfolgr von (Heb. Hof rat Prof. Jos. Seemuller erhalten. Prof v. Kraus, ein geborener Wiener 1868 , begann seine akademische Laufbahn an der Universität Wien als Privatdozenl für ältere germanische

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11 ^öngtnurmitKb Ohlendorti hornmarke «marke ist d,- htheit als erforde.- porte erbracht - s, -n wird gewarnt: h

Aufsassung tritt (Hcneral v Goßler in einem Anis Deutschen Revue" entge.ren. in dem er die Wteftam!

(Eine deutsche (Ehrenrettung ter Keiferin (Eugenie als Regentin.

Die verschiedenartigsten Urteile sind über die Kaiserin Sugenie als Regentin gefällt worden, aber die Anschauungen überwogen bisher, d'. in ihr das eigentlich treibende Element »um Kriege iahen und in ihrer Regenriduft ein wichtiges Moment für den Untergang des zweüen KaiferrctcheZ erblickten. Tiefer

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Redaktion, Expedition und Truckerei: bchul- straße 7. Grpebinon und Verlag: e*»51. Rebaktwnt^MS 112. TeL-Slbr.:AnzetgerEleven.

Samstag, 10. August 10(2

Rotationsdruck und Verlag der Brüdlfchen Universität« - Buch- und Sieindnickerei.

R. Lange, Gießen.

machte Tamasius Maeoch schon in der ersten Verhandlung einen sehr sonderbaren Eindruck, und sein erregtes theatralisches Wesen liest schon damals den Verdacht auskommen, daß er nicht ganz normal sei. Auch die von ihm verübte Mordtat selbst verriet in ihren Einzelheiten viele pathologische Züge. Tagegen sind die übrigen Angeklagten des ersten Hauptverfahrens wiederum gc laben und zwar ftrau Helene Katharina Macoch. die Gattin des von Tamasius Macoch ermordeten Postbeamten Wenzel^Macoch. der 39jährige Panlanermönch Isidor Starzewski, der 47 Iabrc alte Pater Basilius Olennski, der Klosterdiener Blaskie- wie;, der Klvsterschlosscr Jl'ef Pertkiewicz und der Droschken- kutscher Vinzenz Pianko. Der siebente Angeklagte im ersten Prozest. der Graveur Chganowski aus Warsdwu, ist. da er damals freigesprochen worden war. zu dem erneuten Ver fahren nicht geladen. Die Zahl der neu geladenen Zeugen beträgt 28. Tie Verteidigung der 9btgefiagten liegt wiederum in den Händen der fdum in der ersten Verhandlung tätig gewesenen Pe- trikauer. Warschauer und Petersburger Anwälte.

3n dem Moster auf Jasna Gora, dem Tamasius Macoch und die Mehrzahl der übrigen Angeklagten ehemals angehörten, haben sich inzwischen bekanntlich allerlei weitere sehr uncrbaulidie Dinge ereignet. Ein Teil der Klosterbrüder hat dem neuen Prior den Gehorsam verweigert und mußte zwangs­weise aus den Klosterräumlichkeiten entfernt werden. Aber auch der neue Klosterverwalter Pater Pius Prcezdziecki mußte aut An­ordnung des russischen Ministeriums des Innern das Kloster verlassen, während andererseits der päpstliche Stuhl in Rom gar feinen Einfluß auf die verfahrenen Verhältnisse in Jasna Gora gewinnen kann, weil die russische Regierung solche Ein­mischungen nid>t duldet. Wahrscheinlich wird das Kloster daher wohl früher oder it?äter in die Zwangsverwaltung des Staates über­gehen, der schon lange ein Auge auf die ungeheuren K l oster- schätze und die mit der Wallfahrtsstätte verbundenen riesigen Einnahmen des Klosters geworfen hat.

Börsen-Wochcnbcricht.

Frankfurt a. M, 9. Ang.

Ungeachtet der in dieser Woche vorgelegten etwas beun­ruhigenden Meldungen aus der Politik hat die Börse von ihrer Zuversicht bis fetzt nichts eingebüßt. Ebenso wie an den Auslandsmärkten bleibt an den beuriehen Börsen der Wille zur Hausse vorherrschend unb jeweilige Abschwächungen, wie sie sid> durd) Glattstellungen und Gewinnrealisationen ergeben, sind nicht von langer Tauer. Was hauptsächlich den Optimismus erhalt, ist neben der Grroartung aur eine große SBeH ernte die befrie btqenbc Verfassung des Wirtschaftslebens. Tie Alrichwa- diuiig. die das Geschäft vor einigen Wochen zeigte, hat sich als Eonode erwiesen. Allenthalben hat wieder eine reg? Geschäfts­tätigkeit eingefetzt, unter deren Einfluß die Preise auf der ganzen Lime wieder anzuziehen beginnen. Von Bedeutung ist es nament­lich. daß auch die Kohlenindustrie, die gewöhnlich zuletzt von der Kontunkturwelle erfaßt wird, eine kräftige Belebung er­nennen läßt. Dazu kommt nock der gute Eindruck, der in letzter Zeit veröffentlichten Jahresabschlüsse der großen Industriegestll schäften, durch die die hochgespannten Erwartungen der Spekulation restlos bestätigt wurden, und kommen weiterhin die zuversichtlichen Aeußerungcn der industriellen Betriebsleiter in ?n General­versammlungen und bei zahlreichen anderen Gelegenheiten. T-er Börse erscheinen bereits angesichts der überall gebuchten statt­lichen Aufträge auch die guten Dividenden für das nächste .Jahr

DieGießener SoBiilienblitter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da« t Xreiiblatt für den Kreis Kietzen" zweimal L>bd)e*Utdj. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Lin neuer Macochprozcs,.

+ Warf chau, 9. Aug

Der Aufsehen erregende Prozeß wegen der Klosterskandale in dem katholischen polnischen Wallfahrtsorte Czenstochau an der russisch-deutschen Grenze wird Ende September d. Is. zum zweitenmal die Gerichte beschäftigen. Entgegen der Annahme, daß die Revisionsverhandlung vor dem Obergerichte hier in War- chau stattsinden mürbe, hat das russische Justizministerium an- geordnet. daß aud) die Revisionsverhandlung am Ort des ersten Prozesses, also in Petrikau stattsinde. Tod) wird das Gericht aus Mitgliedern des Warschauer Obergerichts zusammengesetzt sein, die sich zu diesem Zwecke nach Petrftau begeben werden. Die Ver­handlung selbst wird im gleichen Saale vor sich gehen, in dem einerjeit auch der erste Macoch-Prozeß verhandelt wurde. Doch wird im neuen Prozeß der Hauptangeklagte des ersten Ver- ahrens, der Pater Tamasius Macoch fehlet!, denn er ist in­zwischen im Petrikauer Gerichtsgesängnis wahnsinnig ge worden und wurde in eine Irrenanstalt eingcliefert. Bekanntlich

Kaiserin als Regentin 1870 schildert. Eugenie U.t wlbu aus gesprochen, daß sie die RedensartTas iu mein Krieg" nie g> braucht habe. Auch andere derartige Aeußerungen. die man von ihr berichtet, gehören nach dem Zeugnis ciiuvanbfrricr Beobachter in das Reich der Fabel. Als sie den Mncg für unvermeidlich hielt, da war sie der Ansicht, baß man ibn aud) mannhaft aus fechten müsse, und ihr Handeln mürbe nur von zwei vkinüt«- punltcn getragen: sie wollte als Mutter ihrem 14|äbrigcn colm den Thron und als Katholikin dem Papst seine unabhängige Stellung erhalten

Am 28. Juni, nach der Abreise Napoleons, be-t kaiserlichen Prinzen, brachen ihre Strafte zusammen, und sie suchte Trost in ben Psalmen, in denen sie zufällig die Wone aufidtlng:3d) werde seine Feinde pcrnidücn, id) inerbe die. meld« ibn ba ten, nut Wunden schlagen." Tas schien ihr in ihrer Angst ein gute« Vorzeichen zu sein. Dock aus ihrer Verzweiilung unb ihrer Er­regung rasst sich Eugenie bald auf, bälMtd» mit beivnnderuugs-- würdiger Energie in allen schwierigen Situationen und >cigt in der furdjtbaren Krisis, die einen ganzen Monat bis zum I <2CP' tember dauerte, in keinem Augenblick eine Anwandlung von Schwäche, ist ein Vorbild an Slandlwftigkeit, Willenskraft und Mut.Wenn Eugenie, Gräfin von Monuio, als Kaiserin zu man dm Kritiken Anlaß gegeben Haden mag, als Regentin hat sie sich weit über die Marie erhoben."

Nach den ersten Niederlagen war die Regentin dafür, daß Baza ine das Kommando übernehme, aber sie wehrt sich mit allen Kräften dagegen, Napoleon nach Paris zurückkehren zuZassen. Sie mar der Ansicht, daß der Herrscher an der Spitze seiner Armee stehen müsse, unb hat in diesem Sinn Napoleon entscheidend beeinflußt. Zugleich aber hatte die Regentin nod) ganz andere schwere Sorgen Das Ministerium Olli hier war nicht mehr zu halten, unb Eugenie mußte nun ohne den Rat jemanbe*, auf ben sie sich verlassen konnte, ein neues Ministerium bilden, auf bas sie sich stützen konnte. Es gelang ihr and) rasch, das Ministerium unter dem Vorsitz des General Pa 1 ikao nadj ihren Wünschen zu formen In den sck veren lag n i

10 August, als diese Krisis überwunden werden mußt., zeigte die Kaiserin eine ungewöhnlich Seelenstärke unb Mlarbeit des Geistes.Eines der Mitglieder des Privatkouseils, das aud' der Ministersitzung beiwohnte," so erzählt Germain Bapst,mar über- rctscht von der lichtvollen Ausfassniig und der Festigkeit brr Kaiserin, welche mit der Schlväch« und der Unflarh.ii der Ministei in Widerspruch stand 2ie Kaiserin hatte eine zu hoh Meinung von dem Rechte ber verantwortlichen Minister, um sie zu unter­brechen, aber bei jeder gegebenen Gelegenheit führte sie die Ti-: kussion ans den Kernpunlt zurück^ hielt ibn, solange sie konnte, fest, bis endlich ein Entschluß gefaßt war Das Ui

Geisteskräfte geläutert, freigemad't von allen wctblidm Schwächen unb kleinlichen Anschauungen, ohne Rücksicht auf bic Zukunft ber Dynastie, welche sie zurzeit sowieso als verloren ansah "

Eugenie hat bis Schau dadurch Außergewöhnliches geleistet, daß sie es vollbrachte, Paris ruhig und ben Thron mi erschüttert zu halten. Sie denkt aussd)licßlid) an bas Wohl des Xianbe-s und ringt ftdj zu dem heroischen Gedanken durch, baß her Kaiser an der Spitze seiner Armee sterben müsse. Mit llnterstütznng Paltkaos strebte sie banadi, bic Hauptstadt zur Verteidigung vorzubereiten unb Bazaiue Hilfe zu bringen. Freilich mußte sie fid) in allen militärischen Tingen ganz auf Palikao verlassen: aber wäre es ihrem Trängen geglückt, Mac Ma hon nach Metz zu hetzen, so wäre

liccr nnd Flotte.

Heber den Aerztemongel im deutschen Heere entnehmen wir der Dresdener ZeitschriftDer Kamerad" folgendes:

Nach dem Etat sollen vorhanden sein: in Preußen 1748, Bayern 265, Sachsen 167, Württemberg 89, im ganzen 2269 Sanitätsoffiziere, es waren aber am 15. Juni nur vorhanden: in Preußen 1279, in Bat;ern 22.3, in Sachsen 113 und in Württemberg 68, im ganzen also 1683 Sanitäts­offiziere: dies bedeutet einen Fehlbetrag von 586 Sanitätsoffizieren, das sind fast 26 Proz Berück­sichtigt man nur die Ober- nnb Assistenzärzte, so ergibt sich ein noch ungünstigeres Bild: Nach dem Etat sollen 1120 Ober- und Assistenzärzte vorhanden sein, es waren aber nur 518, es fehlten also gegen den Etat 602, das find 53,75 Proz Diese Verhältnisse gewinnen im Augenblick erhöhte Be­deutung. da die am 1. Oktober in Kraft tretenden Ncu - formationen sechzig neue höhere SteNen für Sanitätsoffiziere nötig machen. Die neue 5. Sanitäts­inspektion erforbert einen Generalarzt und Inspekteur unb einen Stabsarzt, die Mei neuen Armeekorps, zwei Korps­ärzte !Generalärzte, die beiden neuen Divisionen Nr 41 unb 42 zwei Generaloberärzte: bie neuen Jitsanterietruppen-i teile 11 Stabsärzte und 11 Ober- und Assistenzärzte, die neuen Feldartillerieregimenter sechs Oberstabsärzte, sechs Ober oder Assistenzärzte, die Fußartillerieregimenter Nr. 16, 18 und 20 drei Oberstabsärzte, einen Stabsarzt und einen Ober» ober Assistenzarzt. Die Erweiterung der Fuß- artillerieschießschule bedingt eine neue Stelle für einen Oberstabsarzt. Tie neuen Pionierbataillone Nr. 25 und 27 erhalten die etatmäßigen Stellen für zwei Stabsärzte und zwei Ober- oder Assistenzärzte. Weiterhin ist für das Telegraphenbataillon Nr 5 ein Stabsarzt und ein Ober­ober'Assistenzarzt erforderlich; und schließlich kommen beim Lraut zwei £bcr- oder Assistenzärzte in Zugang.

rb. Darmstadt, 9. Aug Bei der heutigen feierlichen Lwsnnmg der AusstellungDer Mensch", über bic mir bcrntS tde^ jtODl t)d) Näheres berichtet haben, hielt nach der Begrüßung «4 Schöpfers unb Leiters bet Ausstellung, Wirkl Geb Rat rr. 8 in g n e r, der Minister des Innern, Exz. v. Hornbergk, eine pilgere Ansprache, in der er aussührte: .

f Wer bie Tresdener Hngiene-Ausstellimg im bongen Zahrc li! offenen Augen buTdmmnbcrt hat, bem sind die dort ge- Mimenen Eindrücke unvergeßlich, und ber wird willig denen bet- Kimmen geneigt [ein, welche jene ?lustteNung aiöktne Kulturtat len Ranges vreisen. <^ab sie hoch einen fast lückenlosen lieber* Hf über alles auf dem Gebiete der Hvgicnc in alten 3eiten von allen Völkern Gelcistete unb damit neue Anregung pm Weiterstreben nnb Weiterringen nach bem noch längst nicht ti iditen Endziel Fackimann unb Late fanden auf der Aufteilung t r-ichem Maße Befriedigung für ihren Wtstensbrang. Zwenel k hat die dlusstellung, darin daN man wohl einen der h'rnor- fcenbftcn Erfolge derselben erblicken, wesentlick) dazu bagetragen.

V Johgienc, die als Wrifenschaft ja nod) Hing an Zähren ttt. Votksempsinden unb bem allgemeinen Bcrttänbms unenbhd) Mi näher ui bringen. Sic hat gezeigt, wie bic Hhgicne in vis fr nnb kraftvoller Entwicklung tid? nickt allem alle Zweige 1t Wissenschaft bienftbar zu machen verstauben hat, sondern i iir nud^ Tcdniif und 3nbuftrie auf allen Gebieten ihr zu folgen hi ihr die Wege zu ebnen, bestrebt sind. >>n der unendlichen, |i;k auf der Tresdener Ausstellung gebotenen Dmenslwnes, li ah ein gewaltiges Lchrbud) der Gesundheitspflege sich dar- M i, ivai cs dem luinbcroorgcbilbcteu Bcsticker aud) selbst bei Marrem Aufenthalt ohne sadwerständige Führung schier unrnog-

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titcinbrud mit 1 eimzunehmen. t m .... t Qr Es i.iuß daher als eine geniale <jbc? des Pra,identen der au_

Elung, Seiner Er.zellenz des Herrn Geheimrat ^r. Lingner be- fnct Hielten, daß er c* unternommen hat, aur der .'lus- hing eine besondere populäre Abteilung zu ickamni, die das fw Gebiet ber Hygiene in gedrängter llebmidrt und beionders

Iteinocritänblid cr Form behandelte, der er bekanntlich den iwlzen menTex Menschs beilegte . , ,__

Vie sehr er damit das Richtige gctroren, und in wie hohem ißc er sick) baburdi den Tank der AuSttellungsbemcker er- '.ben hat, das beweist der gewaltige Zudrang der allioncn t Menschen, bie ;u diesem im Mittelpunkt der Ausstellung ickteten Tempel gewallfahrtet sind.

i Dir Hessen treten heute mit Gefühlen stolzer ?vrcubc/ vor Irren erhabenen Landesherrn unb zollen ihm ticiempfundenen

n? baitir, baß es feiner Fürsorge gelungen ist,^gerade bicicn il der Dresdener Ausstellung, bevor er dem in Dresden zu er stunden Natwnalhngienemuscum ciiwerlcibt wird, in leinen lUrtgrupuen hier in Darmstadt nod) einmal entehen zu lauen, i ihn allen denen zugänglich zu macken, die keine Gelegm- 1 hatten die Tresdener Ausstellung zu benichen. Zm Hin ck auf bie zu erstrebende Popularisierung der (»esundheitSvnegc s^n wir, daß von der nur hier in Tarinitadt und auch tner r für verhältnismäßig kurze Zeit gebotenen Möglichkeit der fi-ütigimg dieser einzigartigen Ausstellung auch au»gicbig Ge- md) gemacht werden wird. v ,

Tic Ausstellung wendet fick zimeckst au den Laien, n'enn auch B: Fachmann sie mit Znteres'e durchwandern und daraus mandx: nr?gung schöpfen wird. Es soll durd) die Darbietungen Am- Tnmg verbreitet und dem Einzelnen zum vctmißhcin gebracht IflÄen, daß die Gefundhcitspftege die Grundlage bildet, nicht nur tr sein eigenes Wohlergehen sondern auch für das Gede-tcn des fm^en Volkes, und daß e u der Macht ncS icden liegt an 1 kiemi hohen Ziele mitsuarbeiten. _ Nur wenn die Erkmntnis feiern, was unserem Körper unb Geist zuträglich und was Idtiblim, len Allgemeingut geworden ist, findet die örientlichc Gciundhcit^- den richtigen Boden in der Bevölkerung, ^je briier tn-

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damit sicherlich Frankreich em großer Dienst erwiesen worden.

Unb bann kam bic Katastrophe. Am 3. September nachmittags gegen 5 Uhr überbrachte der Minister Ehcvreau der Regentin die Nachricht, daß Napoleon und sein Heer gefangen seien Sie ließ fid) nur kurze Zeit vom Schmer» überwältigen, erlangte sofort bie Fassung wieder und befahl den Zm'ammentriN des Ministerrates. Sie hoffte nod), an ber Spitze ber Regentschaft bleiben zu können; f i e hatteerklärt,wenndie Preußen kämen, wolle sie persönlich die Wälle vertei­dig e n. Alle bewunderten ihre ruhige, charaktervolle unb mutige Haltung. Doch sic fand keine Unterstützung: Trodiu, der popu kärste General der Hauptstadt, auf den sic sick verließ, verriet sie, indem er sich zum Präsidenten der Republik wählen ließ unb sein Gelöbnis brach, das Leben für die Kaiserin zu lassen. Die ganze Größe ihrer Seele zeigte sick) darin, baß sie zum Wohl des Vaterlandes sogleich in ihre Absetzung willigte:Ich habe genug zu tragen gehabt an der schweren Bürde, welche auf mir lastete: ich werde mich mit Ehren zurückzieh n." Der Auf­ruhr brandete schon vor den Mauern des Schlosses: sie verbot dem Gouverneur, General Mellinet, Blut zu »ergießen Erst als sie erfuhr, daß Drochu ftc im Stich gelassen habe, entschloß sie sich zur Flucht. Auf der einsamen Fahrt zu Tr. Evans, ber sic bann burch seine geschickte Vermittlung glücklich nad) England brachte, entrangen sich ihr bic entsagungsvollen Wort : In Frankreich ist es nicht erlaubt, Unglück ju habe n."

Sic hatte bis zum letzten Augenblick ihre Pflicht getan. Ihre Haltung und ihre Handlungen in ben fünf Wochen ihrer Regent schift stellen sie nach Goßlers Urteilunter bie Zahl hockst bcbcutcnbcr Herrscherinnen". Ihrem Schmerz gab sie am Abend des 4. September Tr. Evans gegenüber Ausdruck:Ach! n>arum hat man mich nicht innerhalb ber Mauern von Paris sterben lauen! Die Franzosen haben große und glänzenbe Eigen­schaften, aber sie haben keine Ueberzeugungen, cs schlt ihnen bic Beständigkeit. Sie sind zu wechselnd: sie lieben den Ruhm, aber Rückschläge können sic nicht ertragen: für sic richtet sich das Reckt nach dem Erfolge. . . Es gibt kein Land in der Welt, wo der Abstand zwischen dem Erhabenen und dem Lächerlichen fo schmal ist wie in Frankreich. Unb wie sich die Geschichte Frank­reichs immer wiederholt? Seit hundert Jahren haben alle Re­gierungen mit Revolutionen und Flucht geendet."

Deutscher Katljolikntag.

~ Aachen, 9. Aug

Die 5 9 Hauptversammlung der Kat holi ken Deutschlands, die am Sonntag hier zusammentritt, wirb am ikntiafli Sonnabend durch eine originelle Veranstaltung eingeleitet (ir städtischen Behörden Aachens haben nämlich die etwa 200 Journalisten, die aus Deutschland, Oesterreich Ungarn, Ita dl Spanien, Belgien, Holland, ber Sckw.-i;, Engi

Frankreich bereits hier ein getroffen sind, zu einem Presfccmpfang durd) Pie Stadt Aachen iclabcn. Man wirb den Herren zunächst die wett iribntten Aachener Schwefelbäder, bic schon von den Ktnem benützt und auch von König Tipin unb Kaiser Karl bem ktf neutc sämtlich im Besitze ber Stadt unb speisen eine groß Wrpbl Babehäufcr, die von der Stadt an Unternehmer ver Eitet sind. An die Besidüigung der Bäder schließt eine solche des im 14. Jahrhundert erbauten altehrwürdigen gotischen Aachener stctgauses an, das an Stelle der karolinischen Kaiserpfalz steht 'n., den schönen Kaiscrsaal enthält, der einst zur Abhaltung ber klstonungsseierlichkeiten diente unb kürzlich nach Beendigung einer lüfaffcnbcn Erneuerung den Deutschen Kaiser beim Besuch Aachens kterbergt hat. Später werden die städtischen Bcbörbeu bie Iour- flirten in Wagen durd) ben schönen Aad)ener Stabtwalb täten und ihnen auf dem Lousbcrg in dem dortigen Freilicht - th-ater eine Vorstellung bieten Ein Konzert und eine Fest Mud) tu na des Belvedere, sowie ein frugales Abendbrot werden ki tag abschließen.

Tie große Festhalle, die sich vor dem Pont-Dor am West krnhof erhebt und 7000 Besuchern Raum bietet, ist ein br.*i langer Bau, ber etwa 70 Meter lang und 50 Meter riet H .'Uif ber großen Mitteltribüne werden bk Rebner unb die bir Generalversammlung besuchenden Erzbischöfe unb Bischöfe, Itre und Erzähle und Orbensoberot Platz nehmen. Zu Füßen stcstr Tribüne ist ein Altar aufgebaut, an dem im Laufe bcs t'indagd vor Eröffnung ber Generalversammlung brei Messen - gitbriert werden sollen

Tie aut dem letzten Mainzer Katholikentag gegründeteCr- Miisation der Katholiken Deutschlands zur Verteidigung der ih glichen 5d)u(c unb Erziehung" hat es unter ber Führung be Acid)stagsahgeordneten Oberlandesgerichtsrats Tr Marx (tüfldborf) verstauben, mit ihren Bestrebungen ber diesjährigen tu lolikcnvcrsammlung den Stempel aul'zudrücken. Die Versamm­ln 4 soll eine Massenkundgebung des katholischen Volkes zu Punsteu der konfessionellen Schule und der Förderung der christ- lid -u Gestaltung unseres Sdml* und Erziehuugswescns werden, ijlan hat vor allem die Lehrer und Lehrerinnen, aber aud) bic Krauen und Mütter auf diese Veranstaltung auimerham gemacht pt um regen Besuch gebeten. Zunächst wird Religiouslehrcr Wws. Tr. Rosenberg ,Paderborns überSchule und Kon Iren", weiterhin Lehrer Weigl iMüncheni überTeilnahme Iller Stände nnb Berufe an der Erhaltung der christlichen schule", Itniu bic Dbcrlchrcrin Schmitz iAachcu) überMitwirkung der Mhen an der Sckulorgauisation unb deren Bestrebungen" und «Mich Rektor Gorgen ^Wallerfangen über das ThemaWas ^Gih und ivird die Schulorganisation für uns fein?" Iprechcn.

(Eine Netze der Ministers v. Hombergs bei tzer Eröffnung der AusstellungDer Mensch".

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Gas-undBenzib ft Motoren t=

B Sauggas- I : Motoranlagea

SelbttfihrIM W) - Bind-Sipr,