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rb. Lengfeld, 10. Febr. (Priv.-Tel.) Der 42 Jahre Ilde Stallschtveizer Kaspar Christen aus Luzern hat die Dienst- Iragd Marie 5) i l d beim Melken überfallen und durch zwei Stiche ; den Rücken lebensgefährlich verletzt.
— Main-, 9. ?fd>r. Der Vertrag zwischen dem hessischen f etaat und der Stobt Mainz wegen der Aufhebung des 1 frrfideng dbeö an der R Hein brücke bei Mainz ist nun» | TCta zustande gekommen und ist dem Landtag zur Genehmigung eaangen Nach dem Bertrag bat die Stadt außer den Unter» bi!tung4loftcn für >ic Brücke jährlich 18 874,11 Mark an den I klao» zu bezahlen und außerdem den Gehalt ufro. des Brücken- tärteret zu tragen SVüx dcn Staat ergibt sich aus dem Vertrag tfa jährlicher Fehlbetrag von 11324,47 Mk. Für die mit der dtftrifdKn Straßenbahn die Brücke überschreitenden Personen bleibt y-5 Brückengeld bestehen.
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Unterströmungen, bie in der Partez des Dr. JVulba bemeben, schienen aud) bet diesen selbst die Oberhand gewonnen zu haben Tießcn besitze zwar sein eigene.' Derk, aber die ^tabtverordneten von «'„eßen' beklagten fick darüber, daß sie durch die Au'mtu der Behörden in ‘ihren Rechten behindert seien und sehr wohl a- neigt wären, eine Attienaeiellschaft zu gründen Sollte man dte Dünsche des Stadtv. Dr. ^ulda berüditdHigen, käme man ketnen Schritt weiter. Dr. Fulda könne nichts besseres an dte Stelle setzen. Dte Serantroortuno, ben Vertrag anzunehmen fei größer, als die Verantwortung ibn abzulehnen.
Nach Ansicht des Stadtv. Friedrich sind die Rechte der Selbstverwaltung durch die Vereinigung mit der s. (5 G. arg beschrankt worden. Aus diesen und audi aus mandren anderen Gründen stimmten seine Freunde gegen den Vertrag
Stadtv. Bastian macht nock einige finanztechnische Aus sührungen. Stadtverordneter Gretschel ist für den Vertrag. Nach seiner Ansicht ist durch diesen Vertrag viel lür die •rtabt erreicht. Tarrn ft aM müsse Sorge tragen, den Zuzug zu mehren Das könne geschehen durch die Hebung der Industrie und durch gute Wolmungsverhälmisse. Tarrn habt müsse vor allem ju einer Wohnstadt gemacht werden, wozu es durch leine lanbifbaitlurc Lage sehr geeignet sei. Die Stadt müsse Grundstücke an den Stellen kaufen, wo die neuen Linien hinverlegt werden, iie Preise müßten für die Käufer niedrig sein. g.re Stadt^mune kommunale Bodenpolitik in großem Maßstabe treiben, stadtv. Stemmer spricht sich gleichfalls für den Vertrag aus.
Stadtv. Tr. Fulda verteidigt in einer längeren Rede seine gestrigen Ausführungen. Er rügt, daß man nicht den Geheime- rat Prof. Dr. Äittler als Sachverständigen hrnzugezogen hat.
Stadtv. Dr. Osann wendet sich scharf gegen dte ttrihl des Tr. Fulda und bemerkt, daß man sich eigentlich deshalb, weil sich die Sozialdemokratie fo ablehnend verhält, icbon für den vorliegenden Vertrag entscheiden müsse. Die «timinnng gegen die L. E. G., die in der Bevölkerung vorhanden fei, werde hier zu agitatorischen Zwecken ausgemibt. Auch er fei wahrlich kein Freund der Suddeutscheii Eisenbahngeiellschatt iie Stadt habe aber mit dieser Gesellschaft zu rechnen wegen der Dauer ihrer Konzession, dlach Lage der Sache bleibt fein anderer Weg. Die Verantwortung für den Vertrag habe in erster Linie die Bürgermeisterei und der ?lnsschuß, der ihn ausgearbeitet habe, aber wenn diese Herren auf dem Standpunkt stehen, dast der betretene Wog der beste sei, so müsse man sich aui das Urteil verlassen. Der Redner wünscht, daß die Beschwerden, die vorgebracht wurden, nicht unbeachtet bleiben mögen. Trotz vieler Bedenken werde er für den Vertrag stimmen.
Der Vorsitzende bemerkt noch auf den .vinweis auf Ge- heimerat Prof. Dr. Kittler, daß diese Autorität doch erst dann gehört werden könne, wenn es sich um Fragen technilcher Natur bandele. Zurzeit ständen nur rein wirtschaftliche Fragen zur Besprechung. , . .. m
In der bann folgenden Einzelberatung werden die Para graphen bis 11 angenommen. Ein Antrag des Oberbürgermeisters betr. die Gewährung von A r b e i t e r a u s | ch n s I e n, wie sie auch jetzt schon bei der Stadt bestehen, wird angenommen,
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Eines Abends wurde ihr aulgetragen, noch einen Kessel Wäsche zu waschen, anderenfalls sie mit Schimpf und Schande aus dem Hause gejagt würde. Willig machte sich das Mädchen an die Arbeit Doch bald überwältigte sie die Müdigkeit und sie schlief ein. Da erschien ihr im Traum eine gütige Fee; diese sprach: „Schlafe ruhig; ich oin die Fee „Persila“und werde Dir hellen. Wenn Du aufwachest, ist die Wäsche fertig.“ Bei diesen Worten entleerte sie eine Schachtel weißen Pulvers in den Waschkcsscl, tat die Wäsche hinein und kochte sie unter mehrmaligem Umrühren. Dann entschwand sie.
Als das Mädchen erwachte und die Wäsche aus dem Kessel nahm, sah sie mit Erstaunen, daß jedes Stück hlütenweiß geworden und aller Schmutz wie lartgefloßen war. Da pries sie die gütige Fee, die ihr so wundersam geholten. Von nun an aber hatte sie es in ihrem Dienst stets gut, denn wenn sie wieder waschen mußte,gebrauchte sie fortan das Zaubermittel, dessen Namen sie später
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Auch der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde ein gnßes Interesse entgegengebracht. Oberbürgermeister Dr. Glas- sing widerlegt die gestrigen Ausführungen des Stadtverord- Wieste n I rrten Dr. Fulda. Zu der S. E. G. in eine Kampfstellung ein
rnL, 7" I lüfteten, wie von Stadtv. Dr. Fulda verlangt sei, halte er uanen|pa[|fr, ■ n,d)t ratsam, da dadurch die Mlgemeinheit nur Schaden """" " " Stifte Es sei ein großer Vorteil, daß Orts- und Fernverkehr mdlich vereinigt werden. Die Stadt allein könne keine Fern- tafmen errichten. Darmstadt erfreut sich keiner besonders gün- I jhgen Lage in der Nähe Frankfurts, das muß endlich einmal Lusgesprockien werden. Durch die Bereinigung werden der Stadt | curf) die Lolmerböhungen abgenommen, und die Stadt erhält einen I s'-Aersähigen Faktor Das Kleingewerbe wird begünstigt und Mc Industrie erhalten. Er sei kein Gegner des Kommunal- ' betriebe* Das Unternehmen wird schwer zu kämpfen haben, |üt rund 20fr I aber alles sei vorher genau erwogen worden.
1 Stadtv. Schupp spricht sich für den Antrag aus. Er ist Male toirb a I Ansicht, daß der Vertrag die Rechte der Stadt durchaus
en Bürgei-W^^E nimmt Stadtv. Henrich auf die gegen ihn gerichteten ?n, Dutmbei.: ■ des Stadtv. Dr. Fulda Stellung. Die radikalen ng-sreüvilligc: ■'--
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und auf Samstag nachmittag pertagt
LingeßanSt.
Gießen, 8. Febr T as I n t eresse der spazirren gebenden Bevölkerung veranlaßt uns, hiermit am Vor ömmnisjc dinzuweijen, die neuerdings zu einem wahren 1k t B stand aus zu wachsen drohen Das Militär dehm immer mehr seine Hebungen aui alle Straßen und Plätze int llnrnruc der staferncn aus Heute mittag und öfters wurde aus der langen Straße an der Sudostmauer des Kusernenhofes von rinn nb- tcilung gezielt und sogar mit Platzpatronen qescbo'ien. nachmittag stürmte eine Truppe mehrmals mit vurra über die Grünberger Straße vor den stasernen. Der vordere eil des Tricbfrt, der, wie wir glaubten, bis zu der Lmie berührt eben • bäume der stabt gehöre, ist einschließlich der breiten ,\-abtftin6c hinüber zum Pdilosophenwald häufig von übenden Abteilungen erfüllt Der breite Weg am Südostrande deS Pbilosophenwalda wimmelt gelegentlich von Soldaten. Den Philosophenwald selbst durchziehen öfters schwärmende soldatenzuge.
Wir erlauben unS hiermit anzufragen, tote eigentlich btt Besitzverhältnisse und Benntznnysabmachiingen bezüglich der ge^ nannten Straßen und Plätze und. und bitten, wenn moghd), um Abstellung der geschilderten Uebelstände. U.
Kleine Cagcschronik.
Aus Leipzig wird gemeldet: Mit einem Beschluß der Stadtverordneten, die beiden großen Vororte Leutzsch urw -chönefeld mit über 30 000 Einwohnern ernzuverlerben, tnti Leipzig an die dr i t t e S t c l l e der deutschen Großstädte.
Als der Oberlehrer Bal lauft am Donnerstag ab end mil seiner Frau in seine Wohnung in C h a r l o t t e n b u r g zurück- lehrte, wurde er auf dem Hausflur von zwei Mannern überfall c n und von dem einen am Valle gewürgt. 2lls die Frau um Hilfe ries, flüchtete ein Räuber über die Hintertreppe ins Freie Der andere Verbrecher konnte von dem Oberlehrer ü6cr- wältigt und mit Dilfe anderer tzausbcwohncr der Polizei über- geben werden. Dem Oberlehrer wurde bei dem Kampfe der D a u m e n d u r ch b i i > e n


