Nr. 8
Zweites Blatt
162. Zayrgang
Erschein! Agllch mti Ausnahme de- Sonntags.
Tie ..Siebener LomIllendlStler" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigdegl, da» „Krcisblatl für den Krell Sieben" zweimal wöchentlich. Tie „randwlrtschasllichen Lett« fragen" erscheinen monatltch zweimal.
GießeMr AMiger
General-Anzeiger für Gberhesftn
Mittwoch, 10. Januar 19p
IUtQtton»bnid und Verlag der <8tübild)en Unlversuät» • Luch- und Stembrudeceu R. Lange. Dießen.
Rebaftton Exvedition und Tmrferef: Ccftut (träne 7 TrrediNon und Verlag, fcü»» ÖL Redaktion:112. leL-SlbtjAnjeigerÄießen.
v.r lünftige verehr auf dem Panamakanal.
Tie amerikanische Regierung will schon jetzt Vorsorge treffen, daß für den Veriehr auf dem Panamakanal nicht der Grundsatz der offenen Tür, d. L die Gleichstellung aller Nationen, Anwendung findet. In einer Botschaft an den Kongreß bat Präsident Taft auf die Notwendigkeit hingewiesen, Vorzugsfätze für die amerikanischen Schiffe einzuführen, die durch den Panamakanal fahren. Er betonte dabei, ein entsprechender Erlaß von Äanalzöllen für die amerikanische Handelsfchiffahrt könne vom Auslande nicht als unterschiedliche Behandlung angesehen werden. Tas Ausland wird nun freilich anderer Meinung sein. Ob die Vorzugsstellung bloß den Schiffen der Union eingeräumt werden soll, oder ob auch die Schiffe mittel- und füdamerikanischer Staaten mit einbezogen werden sollen, geht aus der Botschaft nicht hervor. Jedenfalls aber be- tommt die Union mit der Fertigstellung des Manat» ein neues Mittel zur Förderung ihrer panameritanistischen Pläne in die Hand. Denn sie roiro natürlich die Gleichstellung der süd- und nchttelameritanischen Schifse mit denen der Vereinigten Staaten von Gegenleistungen abhängig machen. Man darf übrigens nicht vergessen, daß der Schiffsverkehr zwischen der Ost- und Westmste der Vereinigten Staaten als Küftenschiffahrt gilt und der nationalen Flagge Vorbehalten ist.
Im Hinblick aus die nah- gerückte Erössuung des Pntama- fanald iini) die jüngst von rmerck mischen Z.iutngen oerofseMlichten Zahlen über die Entwicklung d-s Verkehrs von ameritanii^en Waren über den Landengen von Panama und Tchuaittepec von lesonderem Iuteresie. Im Fiskalfayr 1810 11 wurden ü^er beide Landengen aus den Eisenbahnen zw.lchen Panama uno Coron uno -wischen Solina Cruz und Puerto Mexico für rund WO Millionen Lollar Wa.en der Vereinigten Staaten befördert. Im Jahre 1806, als Oie Panama-Etsenbahn itoch die einzige Tahuvcrom- dung zwischen den beiden Stillten MittclamcrüaS bitdete, bewertete ,ich der Warenverkehr aus dieser Bahn erst aus 6 Millionen Lollar. Am 1. Januar 1907 wurde die Tehuantepec-Bahu in Betrieb genommen. Ter Verlchr auf 6eiben Bahnen betrug tnt Fisialiahr 1906,07 rund 21 Millionen Lollar, 190i,08 42, 1908,09 62, 1909/10 82,5 und 1910'11, wie bemcrlt, rund 100 Millionen Dollar. Von diesen 100 Millionen sielen aus die Panama-Bahn 26 und aus die Tehuanlepec-Bahn rund 74 Millionen. VUtiS Häsen an der atlantischen Müste der Union gingen im l-vten Jahr für 62,5 Millionen Dollar Waren ülnr die beiden Bahnen, und zwar iür 4 Millionen nach Hawaii, für 48,5 Millionen nach .vafenpläycn an d.r pazinschen Küste der Union unD pic 8,5 Milttonen nach Süd- und Mittelamerila. Tie ostwärts über die Landengen nach Rasenplätzen der" Union am Golf von Mexi.o und an der at.antischen Küste beförderten Waren hatten einen Wert von 37 Millionen Lollar. Tnvon kamen uns San FvanziKlo für 16 Millionen Lollar Waren, und weitere 18 Millionen Lollar entfielen auf Zucker aus Hawaii.
Der Rücktritt Oes französischen M n/sters Oes Auswärligen.
Paris, 9. Jan. Der Mini st er des Aeußern de Selves hat wegen eines Zwischenfalles in der heutigen Sitzung des Senatsaus f chuf f es, bei dem sich eine Meinungsverschiedenheit zwischen Caillaux und de Selves herausstellte, seinen Abschied gegeben.
In der Sitzung, in der es sich um die Beratung des d eutsch- französischen Abkommens handelte, verlas der Vorsitzende Bourgeois den Brief, den er im Namen des Ausschusses an den Ministerpräsidenten Caillaux gerichtet hat, um ihn zu bitten, den Berichtemalier Poinacrt Kenntnis zu geben von ver- schiedenen Aktenstücken, dir eine Art inüiwticken GetbbucheS bilden. Ans den von Bourgeois gemachten Erklärungen gehl hervor, daß die Regierung nur mit der größtett Vorsicht Mitteilungen machen würde.
Aus eine Anfrage Lamarzelles verlas der Minister des Aeußern de Selves die Ototen, die am 8. Juli ausgetausckst worden find, als der deutsche Botschafter das Ministerium des Aeußern von der Entsendung des Panther nach Agadir in Kenntnis gesetzt habe. Sodann beschäftigte sich der "Ausschuß ntit der Haltung Frankreichs zurzeit der Besetzung von Larrasch und Elksar durch di- Spanier und mit dem Protest, der in dieser Angelegenheit von dem Sultan an das diplomatische Korps in Tanger gerichtet worden ist.
Ucber den Zw ische nfal l, der »um Rücktritt de Selves führte, wird gemeldet: Ministerpräsident Eaillaux gab eine Darstellung der Verhandlungen betrefiend die marokkanilchen Bahnen und die gleichzeitig geführten Verhandlungen betreffend den Plan der Kongo-Kamerun-Bahn. Er erklärte, daß er, da diese Frage nun einmal aufgeworien sei, sein Ehrenwort gebe, daß er niemals Ver Handlunge il außerhalb des Ministeriums des Aeußern und ohne Wissen des Botschafters Gambon geführt habe.
C l e m e n e e a u richtete hieraus an de Selves die Frage, ob Gambon über alle Beiprechungen und Umerhandlungen zwischen Berlin und Paris auf dem Laufenden gewesen sei, und fragte insbesondere, ob der SJhiiifter de Selves in diesem Punfte die Erklärungen des Ministerpräsidenten bcilättgen könne. Le Selves Zögerte mit der Antwort, worauf der Ausschußpräsident Bour - geors die Frage wiederholte. Le Selves ertlärte schließlich neckend: Ich kann nicht antworten, denn mir obliegt eine doppelte Pflicht: Die Achtung vor der Wahrheit und das, Interesse Franl- reichs. Nach einer anderen Larstellung soll de Selves hlnzugeiügt laben: und das Interesse der nlintsterietten Solidarität. Cle- menceau emgegnete hieraus: Ihre Antwort mag viellcichk von den Mitgliedern Les Auschusscs als korrekt angesehen m erb en mit Ausnahme eines einzigen Mitgliedes, und das bin tch; denn Sic sind vor kurzem zu mir gekommen und haben mir das Gegenteil gesagt.
Lie Sitzung wurde hierauf unter großer Erregung unterbrochen. Caillaux selbst verließ Den Saal und hatte mit Clemeneeau in den Wandelgängen eine sehr lebhafte Unterredung. Sodann fand ein kurzes Gespräch zwischen E a i 11 a u r und De Selves statt, und alsbald verbreitete sich das Gerückt, daß de Selves seinen Abschied gegeben habe. Li- Meldung rief außerordentliches Aufsehen hervor. Gleich daraus verbreitete sich auch das G-rücht, daß Cruppi seine Entlassung geben wolle, doch ist dieses Gerücht bisher unbestätigt., Die Stellung Caillaux scheint überaus schwierig geworden zu fein.^
Paris, 9. Jan. Nach dem M i n i st e r r a't, der bis 11 Uhr 10 Minuten dauerte, wurde vom Ministerpräsidenten folgende Note ausgegeben:
Der Ministerrat hat den Rücktritt des Ministers des Aeußern zur Kenntnis genommen und die Möglichkeit ins Auge gefaßt, welche sich aus ihr ergeben könnte, ohne daß cs jedoch in Frage kommt, dem Zwischensall, der stch ereignet hat, eine weitere Ausdehnung zu geben.
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Betreffs d-s gegen Caillaux erhcbenen Vorwurfs, daß er mit Deutschland geheime Verhandlungen gesüprl habe, ist zu bemerken, daß von Gegnern des Mini.terpräsiden.en ^chon seit Monaten behauptet wurd-, er habe ohne Wißen des Oai d'Orsay durch Vermittlung von Finanzleuten upd Kolomalunternehmern geheime Verhaud.ungen mit Berlin geführt. Als eine Die,er Mittelspersonen wurde d-r insbesondere an verschiedenen Kongo- geschäjken beteiligte Präsident einer F.ußichifsahrlsgefellsawlt, Frondöre, genannt. Caillaux hat die Behauptung wiederholt in amtlichen Diäten zurüaweisen lassen. Der im Senatsaus- id’Uß in Verbindung mit Frondere genannte d-tusche Abgeordnete Lr. <5 em I er hatte als Verrret.r der deutschen «ÜD-Kamerun- Cesellschast seiner Zeit an Den Verhandlungen über d§s dcutsch- französiso.e Gelc-Sangha-Konsortium teilgenommen.
Paris, 9. Jan. Brisson wurde mit 257 von 309 abgegebenen Summen zum Präsidenten der fron* zösischen Kammer wiedergewählt.
21 ns Hessen.
Dom WahlprüsungrausiLutz.
rb. Darmstadt, 9. Ian. Der Wahlprüfungs- Aus schuß der Zweiten Kammer wird am Mittwoch, 17. Januar, nachmittags, zu einer Sitzung zusammen.relen. Er hat diesmal ein recht erhebliches Arbeitspensum zu erledigen, da sich unter den seiner Prüfung unterliegenden 34 Landtagsmandaten auch fünf W a y l p ro teste befinden: es ist nämlich zu den bereits bekannten vier Wahlanfechtungen in diesen Tagen noch eine neue hinzu- gclommcn, die sich gegen die Wahl des Abg. Mergel! (Reichelsheim-Fürth) richtet und in der Hauptsache auf die Verabreichung von Freibier stützt. Der Wahl- prüsungsausfchutz wiro in seiner ersten Sitzung zunächst die Verteilung der einzelnen Berichte vorncijmcn uhd Beschluß darüber fassen, weiche Erhebungen die Regierung bezüglich der Wahlansechtungen einleiten soll._______________________
vom türkisch-italienischen rrriegLschailpiatz.
Die türkischen Berluste.
Konstantinopel, 9. Ian. Nach amtlichen Verlustlisten des Generalstabes sind auf dem tripolitanv- schen Kriegsschauplätze, Benghasi nicht itibegrifien, bis 3. Tezemb er ein .Hauptmann, zweiLeütnants und dreißig Man n gefallen.
An» StnSt nnd Land.
Gi eg en, 10. Januar 1912.
• • Erl edigte Stellen: Mit Beginn deL neuen Schuljahres ist Die Stelle des Leiters der höheren Bürgerschule zil 91 i D Da mit einem Oberlehrer oder einem älteren Lehramtsassessor zu besehen. Das Kuratorium hat eine FuultionSzulage bewilligt. Lehrbefähigung: Französisch, Englisch, Deutsch. Meldungen sind an Die 9Jiini|lerial» abteilnng für Schulangelegenheiteii dis zum 15. Februar zu richten. — Die Stelle eines Revisionsbeailiten bei Dem Forsl- verniessilngs- und Tarationsbureau Der Nlinisleriala'oteilung für Forst- und Kameraloerwaltung.
* * Lehrerperf onallen. Uebertragen wurde Dem SchulamtSaspiranten Gg. Wall aus Holzhausen v. D. H. Die zweite Lehrerstelle an Der GemeinDeschule zu Gronau.
** Museum. Tie Sammlungen haben sich in letzter Zeit erfreulich vermehrt. Ter Ob er Hess. Geschichts- v er ein erwarb eine frühgeschichtlime Handmühle aus Basaltlava, sowie einen Reibuein in Form eines Napoleons- hutes von seltener Art und tadelloser Beschaffenheit. Bronzezeitliche Gefäße mit Metallbeigabeti aus dem 2. Jahrtausend v. Ehr. wurdeii im Dezember bei Lang-Göns in einem Br and grabe ausgedeckt. In unmittelbarer Nähe dieser Bestattung wurden neolithische Wohnstätten sestgestellt. Tie intei-ejfanten steinzeitlichen Funde aus Eberstadl sind int Saal 5 ausgestellt. Medizinakrat Tr. Habertorn schenkte eine schöne Krystallschale, aus dem ersten Viertel des voriaen Jahrhunderts stammend. Geheimer Kommerzienrat Heichelheim stiftete einen prächtigen, sehr wertvollen Fayence- Humpen. Tie Steingutsammlung wurde durch eine größere Anzahl alter Gesäße, Siegburger, Vallendarer und Urbarer Herkunft bereichert. Tie Wilhelm Gail-Sammlung hat gleichfalls hervorragend schöne Ankäufe auszuweisen. Besonders erwähnenswert ist ein Wirtshausschild von dem abgebrochenen Wirtshause „Zur*Burg Glauburg", dem späteren „Löwen" in Glauburg, ein Meisterwerk der Schmiede- tun[t aus der Reitaissaneezeit. Ein Weinfaßboden aus dem Kloster Engeltal bei Altenttadt zeigt das schön en reüef geschnitzte Bild einer Aebtissin mit der Unterschrift St. Johanna. Sehr gut erhaltene mittelalterliche Ofenkacheln ergänzen unseren reichen Bestand dieser Tonware. Ter Besuch des Mmseums ist nach wie vor rege und die unschätzbaren fränkischen Gräber bilden noch immer einen besonderen Anziehungspunkt.
**DasLängerwerden derTage wird im Volksmunde durch folgendes Sprüchlein angeoeutet: „Ter Tag um einen Schritt, Zu Neujahr vorwärts tritt, Und am Treitönigstag Um einen Stundenschlag." Und in der Tat beginnen jetzt die Tage bereits mertiid) länger zu werden. In Der ersten Hälste des Monats Januar ncijmen die Vormittage um 7 Minuten, in Der zweiten Hälfte um 21 Minuten zu, Die Nachmittage in Der ersten Hälfte um 19, in der zweiten um 23 Minuten. Tie dcachmtttage sind während des ganzen Monats länger als Die Vormittage, in Der ersten Hälfte beträgt Der Unterschied 8, in Der zweiten Hälfte des Monats 28 Minuten.
• • Preisgekrönt. Bel Den StaatS-Wettflügen 1911 wurde Dem Briestaubenverein Germania, Gießen, für hervor- ragenDe Leistungen eine bronzene SlaatSmedcnUe zuerlannt.
Kreis Schotten.
- r. Storndorf, 9. Jan. Dec Untererheber Jäger, der seit Dem Jahre 1900 als Unterecheber angefteUt ist, will wegen vorgerückten Alters fein Amt nieDcrlegcn.
- r. Ulrich stein, 9. Jan. NachDern in Der Nacht auf Sonntag Der Schnee größtenteils weggegangen war, trat am Sonntag nachmittag eine st arte Kälte cm. Heute nacht ist wieder ziemlich Schnee gefallen. Die Kälte hat etwas
nachaelasien. Es war heute mittag 12 Uhr 1 Grad Kälte. — Tie hiesige Sektion des Aogelsberger Höhenklubs ivill eine Nodel b a hn anlegcn.
Kreis Friedberg.
§ Stani Ni heim, 9. Jan. Tie Bürgermeisierwahl er- brachte für den seitherigen Bürgermeister 'Jiagcl keine unbedingte Mehrheit an Stimmen. Es sielen auf vier Kandidaten Stimmen. Demnächst findet Stichwahl flau zwischen Bnraermenler lllagel, Der 80 Stimmen, und Bäcker BieuS, der 46 erhielt.
Starkenburg und N Hein Hessen.
-- Erbach, 8. Jan. In Der hiesig?n Fachschule für Elfenbeinschnitzerei und verwandte Geioerbe ist zur zeit eine Ausstellung von S ch ü l e r a r b e i t e n, durch eie Der neue Leiter der Anstalt, Bildhauer Burghardt ans TresDen, znm ersten Mare vor die Oeffentlichieit tritt. Die Ausstellung umfaßt zum großen Teil Modeltierarbeilen Der Ct,eilbein- und Hotz,chnitzer, der Ziseleure, sowie aus geführte Werlstattarbeitcu in den verichicdensten Materialien, wie Holz, Elfenbein, Messing, Kupfer usw. Ter Modellierunterricht findet in sehr amchalllicher Weise statt nach Gegenständen der Natur, Pslanzeii, lebenden Tieren oder Gcbrauchsg:guiständen aus dem Gewerbe der Schüler. Tas Zeichnen ijr in der Anstatt zugunsten des Modellierens und der prattifchen Werlstattarbeit gegen früher zurück gedrängt worden. Auch die Werlstätte für Schreinerei ist zurzeit strngelegk, doch Dienen die vorhandenen Maschinen oen Trec^lern und Holzschnitzern für ihre Arbeiten. Tie Holzschnitzerei wird insbesondere gepflegt zur Unterstützung oer im Odenwald noch recht aiiscyntia) vertretenen Möbel- ichreinerci.
Kreis Wetzlar.
X A l t e n k i r ch e n, 9. Jan. Gelegeiitlich der Zusammen, (egnng Der FelDmark (736 Hektar) wurden an Der Straße Altenkirchen - Mudersbach Die ersten O bstbaumPflanzungen vorgenommen. Es wnrDen 90 Apfelbäume (Bau- manns-Reinelte) aus Der Zlreisbaumschule gewählt, Die sich für unsere Höhenlage am besten eignen.
Handel.
♦ Vom Postscheckkonto. Jin Reichsvostgebiet ist Zahl dec Kontoinhaber im Posisck>eclvcrkchc Ende Dezember 1911. auf 62 446 gestiegen. (Zugang Dezember 1144). Auf diesen Postscheckkonten wurden im Lezember 1911 gebucht 1196 Mill. Mark Gut»chrislen und 1172 Millionen Mark Lastschriften. 'Das Gesamtguihaben der Kontoinhaber betrug im Dezember durch- schnitttich 129 Millionen Marl. Im Verkehr der Aeichspoß- jcheckäinter mit dem Postspartassenamt in Wien, der PostsparUfte in Budavest, der belgischen Postoerwaimng und den schwel;: rischen Posts^eabureaus wuroen fast a,b i'Jcuiiyiren .Aart umgesetzt und zwar aus 2400 Uebertragungen in der. Richcung nach und auf 11 800 Uebertragungen in der Richtung aus dem Auslände.
8 T eu t sch e B a n k. An der Berliner Börse verdichten sich die Gerüchte, daß die Deutsche Bank ihr Aktienkapital erhöhen wolle, immer mehr, obwohl eine solche Absicht von der Verwaltung des Instituts in Abrede gestellt wird. Jedenfalls deuten die umfangreichen Käufe, Die in den letzten Tagen in Den Aktien der Deutschen Bank vorgenoinmen wurden, darauf hin, daß etwas Besonderes bet dem Institut vorgehl. Man geht wohl nicht fehl, wenn man mit einet Kapitalserhöhung rechnet. Vielfach wird gesagt, daß das Kapital Der Deutschen Bank zu dem Zweck heraufgesetzt irerben solle, die Bergisch-Märkische Bank in Elberfeld, die ja schon dem Interessenkreije der Deutschen Bank angehört, aufzunehinen. Tie letzte Kapitalerhöhung der Deutschen Bant um 20 Millionen Mart wurde in der Hauptversammlung des Instituts vom 27. Nov. 1905 beschlossen. Daß Die Teutsche Bant, Der inzwischen die Dresdener Bank mit einem Aktienkapital von 200 Millionen Mark an Die Seite gerückt ist, wieder eine Kapitalerhöhung vornehmen würde, oavon war schon lange Die ReDe. In der Hauptoersammlung der Deutschen Bank im März 1911 wurde Die Möglichkeit einer solchen Kapitalserhöhung zum Gegenstand der Erörterung gemacht. Jedoch wurde damals daraut hingewiesen, daß es der Deutschen Bank gelungen sei, in Den letzten Jahren mit Dem Kapital von 200 Millionen Mark ihren Umsatz von 85 Milliarden aus Hl Milliarden Mark zu steigern. Außerdem sei Die Liguioilär der Bank um 10 Prozent höher als die sämtlichen übrigen Großbanken, so daß zurzeit das Bedürfnis für eine Kapitalserhöhung nicht vorliege. Boriichtig hatte Die Verwaltung gesagt, daß „zur zeit" ein solches Bedürfnis nicht rorliege. Jnzwncheir ist jebod) Die Zeit weiter gerückt, und nun werden wir wohl bald eine Heraus - setzung des Kapitals Der Deutschen Bant erleben.
§ Deutsche Diamanten. Bei den Vereinigten Tiamantminen Lüderitzbucht betrug die Ausbeute im Dezember 1911. 2415 Karat, gegen 2880 im November und 3770 im Oktober: Tie Gesamtausbeute des Jahres belief sich auf 54 381 Karal (t. V. für 14 Monate 57 381 Karat. — Tie Eingänge der Teutschen Tiamanten in Antwerpen sind fortgesetzt sckstvach. Tl.-. Ianuar-Shipment wird inbegrift'en Der unceriauttcu Ueberrc'je der früheren Monate auf 60 000 Karat geschätzt.
Nürnberg, 8. Jan. In der .Hauptversammlung Der Elektrizitätsgesellschaft carm. S ch u ckert u. Co. waren 25 Attionäre anwesend, welche zusammen 15 839 Aktien vertraten. Angemeldtt waren zur Generaloeriammlung 40 Aktiv näre mit 16 975 Stimmen. Der Geschäftsbericht wurde genehmigt. Generaldirektor Ritter v. Petri führte aus, daß sich das Unter nehmen außerordentlich befriedigend entwickele. Er teilte mit, Dau auf Der zum 7. Februar einzuberufenDen außeroroentlicke-i Haurrversammlung die Ausgabe von zehn Millionen Mark neuer Aktien mit halber T tvid endender echtigung für das tau sende Jam vorgcschlagen werden solle. Gegenüber Der in verschiedenen Zeitungen gewünschten Abänderung in eine Aktiengesellschaft verhält sich Die Hauptversammlung ablehnend.
sparsame Hausfrauen sehen nicht allein aus große Ausgiebig' leit eines SiiiiDcrnäbrmiticU, sondern sie achten auch darauf, daß ec die LUnder gut ernährt und gern von denselben genommen wird. >chr ausgiebig d. h. btllig tnt Gebrauch ist „Kuseke ", welches als Dunne Supve — 1 Eßlöffel auf ^iter Wasser — gegeben wird. ■ ernährt nicht nur Die üinDer sehr gut, fonDern es verhindert ßiin- nach Möglichkeit Das Auftreten vonMagen- u.Tarmkrimtheiie.i. hv: -
Was iür Erinnerungen strömen aal’ micn ein
wenn ich so aus Die letzten 25 Jabrc zurücksehe! Was bat man damals Doch alles aushalten müssen, wenn man erkaltet wa Schwitzen, Tees, Süßigteiteu, Die einem bestimmt Den Magen verdaroen, und was lonft noch alles. Und heute- Ta tau - man sich einfach eine Schachtel Fays achte Sodener 2-tiu- ral-Pauillen, lutscht sie, wo man gerade ist, und verliert ic nen Vcartarrö, ohne Dan man recht merkt, wie. Tie Sodene. iuD heute Wunderdinger, die nie versagen. Tie Schachten, u.
<S3p nur 85Psg.,m.lassesich aberniemalsNachahmung, auftchivuiu:


