Ausgabe 
11.9.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

* Zusammenstoß, bei dem rot hauptsächlich durch die beiden JägerbataLllone den Sieg erranq. Blau mußte zurückgehen. Mor­gen gedenkt die rote Infanterie den Uebergang über die Elbe zu bewerkstelligen. Die blaue Armee gedenkt ebenfalls den Vor­marsch weiter fortzusetzen, so daß übermorgen der Zu­sammen st oßder Heere zu erwarten ist.

Z. 3" ist nach glänzender Fahrt in Gotha cingetvoffen, wo er die feste Halle benutzt. FürP. 3" wird eine Halle kriegsmäßig in entsprechender Entfernung angelegt.

Oschatz, 10. Sept. Der Kaiser, welcher im Sonderzug bei Riesa übernachtete, verbrachte den größten Teil des Tages im Manövergelände.

Deutsche* ttcicb.

Die Trauer feie r für Bürgermeister Dr. Burchard.

Hamburg, 10. Sept. Zur Trauerfeier für den Bür­germeister Dr. Burchard fanden sich heute vormittag in oer Petrikirche der Senat, die Bürgerschaft, die Geistlichkeit, Offiziere, Beamte, die Mitglieder des diplomatischen und des Konfularkvrps mit dem Vertreter des Kaisers, Admiral Grafen Baüdissin, Vertreter der übrigen Fürst­lichkeiten, die Bürgermeister von Bremen und Lübeck und der benachbarten Stadtaemeinden ein. Vor der Kirche war eine Ehren ko mpagnie des Infanterieregiments Hamburg aufgestellt. Beim Erscheinen der Angehörigen des Ver­storbenen trug der Lehrergesangverein den Chor aus dem Requiem von Eherubini vor. Sodann schilderte der Senior D. Grimm die Persönlichkeit und das Wirken des Verstor­benen und bezeichnete das Ziel der Tätigkeit Burchards im öffentlichen Leben mit den Worten:Ein blühendes Hamburg in einem blühenden Deutschen Reiche"'. Nach einem Gemeindegesang schilderte Hauptpastor Professor Hunzinger den Charakter des Hingeschiedenen, dem die Liebe aller folge. Der Lehrergesangverein trugWenn ich einmal soll scheiden" vor. Dann sprach, während die Glocken aller hamburgischen Kirchen erklangen, Hauptpastor Dr. Rode ein Gebet und erteilte den Segen. Nach einem abermaligen Gemeindegesang wurde der Sarg unter den Klängen eines Trauormarsches zum Leichenwagen getragen. Dem Sarge svoraus schritten Diener .mit .Kränzen des Kaisers und des Senats; ihnen folgten die Bürger- und Krieger- Vereine Hamburgs mit ihren Fahnen. Auf allen Strafen, welche der Zug von der Kirche zum Ohlsdorfer Friedhöfe passierte, entbot die Menge dem Verewigten einen stillen Mschiedsgruß.

Der Kaiser hat aus Anlaß der Kaisermanöver in Sachsen eine große Zahl von Ordensanszeichnungen ver­liehen. Es erhielt u. a. den Schwarzen Adlerorden: Dr. Graf Vitzthum v. Eckstaedt und Friedrich, Oberstmarschall; den Roten Adlerorden erster Klasse: Dr. Beck, Staats­minister Frhr. von dem Busche-Streithorst, Oberhofmar­schall, von Hangt, Oberstallmeister, Graf v. Seebach, Gene- raldirekror des Hoftheaters, von Seydewitz, Staatsminister, Graf Vitzthum v. Eckstaedt und Christoph, Staatsminister.

DerKarlsruher Zeitung" zufolge erkrankte der Großherzog von Baden am Wend des 6. Sept, an einer fieberhaften Erkältung mit rheumatischen Be­schwerden. Seit Montag ist ein Nachlassen der fieberhaften Temperatursteigerung und damit zugleich der Beschwerden eingetreten. Bei weiter fortschreitender Besserung wird mit der völligen Wiederherstellung voraussichtlich in einigen Tagen gerechnet werden können.

Tic erste Plenarsitzung des Bundesrats soll, wie es heißt, am 10. Oktober stattfinden. Tie Bundesratsausschüsse beginnen schon Ende September ihre Arbeiten.

Wie dieBerliner Neuesten Nachrichten" mitteilen, scheint das nochmalige Zusammentreten des Offizier­ehrenrats in Sachen Kammler gegen Knittel darauf hmzudeuten, daß die Angelegenheit noch in der Schwebe ist. Amts­richter Knittel hat eine Urlaubsreise in die Grafschaft Glatz an- getreten.

Ausland.

Die Verstärkung der französischen Mittelmeer- flotte.

Paris, 10. Sept. Wie derMattn" mitteilt, hat die Regierung auf den Vorschlag des Ministers Deleasstz be­schlossen, sämtliche Schlackstschiffe im Mittelmeer zu vereinigen. Zu diesem Behufe werde der Kommandeur des gegenwärtig im atlantischen Ozean und im Aermelkanal befindliären dritten Ge­schwaders, Vize-Admiral Mar oll es gegen den 15. Oktober seine sechs Schlachtschiffe nach Toulon führen und sich unter den Befehl des Admirals de Lapeyrere stellen, dessen Streit­macht dann aus 18 Panzerschiffen, darunter sechs Dreadnoughts, bestehen werde. Aus Anlaß der Vereinigung der beiden Geschwader würden neue Flottenmanöver statt­finden, an denen sämtliche Kriegsschiffe teilnehmen würden. Ter Matm" meint, daß durch diesen Beschluß der Regierung jeder Erörterung über die Ucberlegenheit im Mittelmeer ein Ende ge­macht werde.

Berlin, 11. Sept. Wie die Morgenblätter aus Paris melden, versucht die f r a n z ö s i s ch e P r c s s e die Konzentrierung der französischen Hochseeflotte int Mittelmeer durch die Notwen­digkeit für Frankreich zu erklären, gegen Oesterreichs und Italiens Marine so stark wie möglich gerüstet zu sein. Der Konzentrierung der deuff'chen Flotte in den nördlichen Gewässern mürben gegebenenfalls die Flotten Englands und Ruß­lands entgegen zu wirken haben.

*

Die Erinnerungsfeier in Rußland.

Mo skau, 10. Sept. Aus dem Chodvnka -Felde wurde vom Kaiser tn Gegenwart der kaiserlichen Familie, der Groß­fürsten und Würdenträger eine Truppenschau über 80000 M a n n abgebalten. Nach der Truppenschau fand ein Mittagessen sur bte Torsältesten und Vertreter der einheimischen Völkerschaften statt, deren Vorfahren am Kriege im Ialwe 1812 teilgenommen haben. Der Kaiser nahm an dem Essen teil.

Am Dienstag nachmittag fand im reichgeschmückten Rat­bause zu Moskau ein glänzendes Bankett statt, welchem der Kaiser, die Kaiserin mit den Töchtern, die Großfürsten die Minister, zahlreiche Würdenträger und die beiden franzö- fischen Deputationen beiwohnten. Der Kaiser dankte nach einer Ansprache des Bürgermeisters herzlich für den Empfang, den dre Stadt ihm bereitet habe.

Prinz Heinrich ist an Bvrd des KreuzersScharn­horst"' in Yokohama eilig et roffen. Er mürbe vom deutschen Botschafter, den Mitgliedern der Botschaft und- den dem Prinzen Heinrich attachierten Herren empfangen, die il/n zum Sonderzug nach Tokio geleiteten. Auf dem Shimbashi-Bahnhofe in Toki) wurde "der Prinz Heinrick) bei seinem Eintreffen vom Kaiser, der kaiser- lichen Familie und den japanischen Würden­trägern bewillkommnet. Nach dem Abschreiten der Ehrenfrvnt wurde Prinz Heinrich in feierlichem Zuge zum Palast geleitet, wo er Wohnung nahm. Fürst Katsura überreichte dein Prinzen die Kette des Chrysantemen-Or- deus. Der Empfang des Prinzen durch den Kaiser findet am 11. September vormittags statt.

Zwischen Holland und Amerika sind Unterband- l u n g e n un Wange tut (Einführung einer gleichförmigen Ausrüstung der «chiNc bcider Nalionen mit Rct- tungs-apparaten.

Aus Statt und Land.

Gießen, 11. September 1912.

Landwirtschaftliche Kreisschau zu Gießen.

Die Meldungen für die Reit- und Fahrkon- kurrenzen, die anläßlich der landw. Ausstellung am Montag, den 16. September, von nachmittags 3 Uhr, an der Bichlerschen Hardt stattfinden, sind sehr zahlreich eingelaufen, obwohl sich die Offiziere unseres Regiments, die sich noch im Manövergelände befinden, nicht beteiligen können und obwohl eine ganze Anzahl Pferde von Gießener Reitern durch plötzliches Erkranken außer Konkurrenz gesetzt sind. Für die Springkonkurrenz sind 8, für die Jagd mit Auslauf 7 und für das Preisreiten 10 Nennungen abgegeben worden, während sich für das landw. Trabfahren bis jetzt nur 3 Bewerber gefunden haben. Zu dem Schaufahren find 12 Gespanne, darunter zwei Viererzüge gemeldet; ferner werden noch eine stattliche Anzahl schöner Arbeitsgespanne vorgefahren. Da Nach­meldungen die allerdings nicht mehr in das Programm ausgenommen werden können noch bis zum 16. Septbr., mittags 12 Uhr, gestattet sind, so dürfte sich die Zahl der Bewerber in der einen oder anderen Konkurrenz noch erhöhen. Die Güte des gemeldeten Pferdematerials verbürgt guten Sport und wenn noch der Himmel ein kleinwenig Einsehen hat und ein nicht gar so böses Gesicht macht, so kann man mit Bestimmtheit auf einen schönen Verlauf der Veranstal­tung rechnen. Während der Rennen findet Konzert auf dem Festplatze statt. Die von Freunden des Pferdesportes gestifteten 23 Ehrenpreise werden im Schaufenster des Blumenhauses Dietz (Seltersweg) ausgestellt.

** Sonderwagen der elektrischen Bahn. Während der Landwirtschaftlichen Ausstellung verkehren am Sonntag, den 15. d. M., von vorm. 8 Uhr ab Sonderwagen der städtischen elektrischen Straßenbahn vom Bahnhof bis zur Unterführung bei Geilsus in der West- Anlage. Die Wagen haben Anschluß an die Züge der Bieber­talbahn, die zwischen Unterführung bei Geilsus und der Haardt-Allee verkehren. Am Montag, den 16. d. M., von mittags 1 Uhr ab werden ebenfalls Sonderwagen ein­gestellt. An beiden Tagen verkehren die Sonderwagen der städtischen Straßenbahn nach Bedürfnis, während die der Biebertalbahn alle volle Viertelstunde verkehren. Die Sonderwagen, die im Anschluß von und zur Landwirtschaft­lichen Ausstellung verkehren, sind gekennzeichnet.

* * Schulangelegenheiten. Erledigt ist eine Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Schlechtenwegen. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. Dem Inhaber kann eine Ortszulage gewährt werden.

* * Steuer Personalien. Am 7. September d. I. wurde der Steueraufseher Mitschka zu Beerfelden vom 1. Oktober d. I. an in den Aufseherbezirk Lampertheim versetzt.

Sonderzug des Kaufmännischen Vereins. Der bei genügender Beteiligung am 22. lfd. Mts. geplante Sonderzug nach Darmstadt zur Ausstellung .Der Mensche wird früh morgens hier abgelasien werden und die Rückfahrt von Darmstadt ist auf etwa 9 Uhr abends gedacht. Für die Mitfahrenden entsteht dadurch der Vorteil, am Vormittag die Ausstellung eingehend besichtigen zu können, und der Nach­mittag, der ohnehin einen starken Besuch der Ausstellung er­warten läßt, bleibt ihnen dann für sonstige Darmstädter Sehenswürdigkeiten frei. Auch sei an dieser Stelle nochmals besonders darauf hingewiesen, daß die Beteiligung aller In­teressenten im Hinblick auf das Zustandebringen der Fahrt erwünscht, also jedermann von Gießen und Umgegend will- kommen ist. Meldungen müssen, wie auS der heutigen An- zeige ersichtlich ist, an zuständiger Stelle baldigst geschehen. Der Zweigverein Gießen des Deutschen Bankbeamten-VereinS fordert ebenfalls zur Teilnahme auf.

** Die Ortsgruppe Gießen im Deutsch­nationalen Handl ungSgehilfcn-Verband feierte wie uns vom Vorstand heute mitgeteilt wird am Samstag, den 7. d. Mts. im Saalbau von Steins Garten ihr 14. Stift­ungsfest. Gauvorsteher Schellin aus Frankfurt a. M. hielt die Festrede, in der er auch der vor 19 Jahren erfolgten Verbandsgründung gedachte und auf die mustergültige Standes- arbeit hinwies, die während dieser Zeit geleistet wurde. Mit seinen über 125 000 Mitgliedern steht der Verband heute an der Spitze aller kaufmännischen Organisationen. Einem Mitgliede wurde für besonders eifrige Werbearbeit eine ehrende Auszeichnung zu teil. Der erste Teil des Pro­gramms wurde ausgefüllt durch verschiedene GesangSvorträge des ersten Gießener Solo-Quartetts und Konzert, worauf ein Ball folgte.

" DerBau der O be r-Rea lschu le an der Stephan- straße ist bis zum ersten Stock mit den Decken, die in Eisen- beton ouSgefuhrt werden, fertiggestellt. DaS Gebäude wird noch vor dem Winter unter Dach kommen.

♦♦ Markt für Kelterobst. Am Dienstag, den 10. September begannen in Frankfurt die täglichen Kelter­obstmärkte. Diese Märkte sind im Vorjahre eingerichtet worden, stehen unter Leitung der Stadt Frankfurt oder eines Marstausschusses, in dem auch die Laudwirtschafts- kammer für das Großherzogtum Hesien vertreten ist. Die Preis- und Marktberichte wird der Gießener Anzeiger durch Vermittelung der Kammer täglich veröfientlichen, damit sich die Obstzüchter baldigst orientieren können.

" Gefährliches Spielzeug. Der 14jährige Hch. Ruth von hier vergnügte sich gestern nachmittag in der Rot- hohl mit Schießen mit einem Teschin. Als ihn zwei in einem Garten arbeitende Dienstmädchen auf die Gefährlichkeit seines Treibens aufmerksam machten, trat er an das ©arten- ipalicr heran mit den Worten: .Ich werde euch mal schießen«, und schoß dabei nach den Mädchen. Die Kugel drang dem einen Mädchen in den Arm und eS mußte sich in ärztliche Behandlung in die Klinik begeben. Die Kugel konnte noch nicht entfernt werden.

Billige Geburtstagsfeier. In einer hiesigen Wirtschaft erschien gestern abend ein fremder junger Mensch und hatte noch einige junge Leute bei sich. Er sagte zu dem Wirt, er wolle seinen Geburtstag feiern und seine Begleiter seien feine Gäste, er werde auch für diese bezahlen. Nachdem die Gesellschaft eine ordentliche Zeche gemacht, stellte eS sich heraus, ^daß das Geburtstagskind keinen Pfennig in der Tasche hatte. Ter Wirt ließ den Unbekannten wegen ZechbetrugeS festnehmen.

Landkreis Giehcn.

Klein-Linden, 11. Sept. Das Fest ihrer silbernen Hochzeit feiern heute der Wirt zur Burg Phil. Jung uch seine Frau.

Kreis Alsfeld.

O Sto rndorf, 10. Sept. Gestern und heute weilffs. die FeldbereinigungSkomuiission und daS Schiedsgericht h,^ um die Verteilung der Grundstücke an die Eigentümer o» zunehmen.

0 RebgeS Hain, 10. Sept. 6in trauriger Unglücks, fall ereignete sich gestern in unserem Dorfe. Der etnj< 12jährige Sohn des Landwirts Heinrich Stein war in gleitung seines Vaters damit beschäftigt, einen Wagen nach Hause zu fahren. Unterwegs begegnete dem Fuhrwqf ein Radfahrer, wodurch die Pferde scheuten und durchqingn». Der Junge fiel vom Wagen und kam unter das eine Vorder, rab, so daß er sich erhebliche Verletzungen am Kopse zuzoz Außerdem erlitt er noch eine Verletzung am Schenkel.

Kreis Friedberg.

-h Friedberg, 10. Sept. Dem Stadtarchiv fmb in jüngster Zeit viele Geschenke zugegangen, darunter bt wertvollen Chroniken von Grunelius und Reuß.

D Bad-Nauheim, 10. Sept. Die jetzt beendest Feldbereinigung, an der man über 2 Jahre gearbeitet bat kostet 110 000 Mark.

Starkenburg und Rheinhessen.

** Mainz, 11. Sept. Am 3 Nov. feiert der Turnga, Rheinhessen fein 50 jähriges Jubiläum in der Stadthalle. Größere Festlichkeiten werden nicht abgehalten.

Hessen-Nassau.

ss Marburg, 10. September. Bei der heute far abgehaltenen Herbst-Pferdemarkt-Lotterie fielen die Haupt- gewinne auf folgende Nummern: 1. 7 621, 2. 12865 3. 14309, 4. 14980, 5. 11 316, 6. 12111, 7. 12574. 8. 12235, 9. 13051, 10. 8941, 11. 10439, 12. 13641 13. 4112, 14. 9929, 15. 12258. Auf dem Pferdemirst waren 160 Pferde, darunter 40 Fohlen, aufgestellt.

0 Gladenbach, 10. September. In W olzhausee wurde das gesamte Gehöfte des Landwirts Heinrich Hattmun durch ein Großfeuer eingeäschert.

h Höchst a. M., 10. September. Im benachbarten Fischbach wurde gestern das zweijährige Kind ta Schreiners Schleicher von einer Dogge aus dem Kind«, wagen gerissen und gräßlich zerfleischt, sodaß e- ruh kurzer Zeit verstarb. Die Begleiterin des Hundes routN bei ihren Bemühungen, die Bestie zurückzuhalten, ebenfaCi schwer verletzt.

Kleine dogesdironiL

Hochwasser.

Mannheim, 10. Sept. Rhein und Neckar finb fibr Nacht ganz außerordentlich gestiegen. Ter Wasserstand de« jRfehtf ist von 5,18 Meter auf 6,4 Meter angewachsen, der des Wort von 5,20 Meter auf 6,52 Meter.

München, 10. Sept. Aus ganz Bayern, ebenfo ani Württemberg und Baden treffen Nachrichten über MMK Schäden ein, die durch das infolge des ununierbrochenen entstandene Hochwasser hervorgerufen sind. Tie Lage im NechnAß soll besonders bedrohlich sein, bei Weinheim ist der Bat» verkehr vollständig unterbrochen. Auch Menschen sind uiw e kommen. In der Gruft der Klosterkirche Lichtental mi ; durch das Hochwasser der Sarg der Herzogin von .Hamilkon,» ? borenen Prinzessin von Baden, umgestürzt.

Ueberschwemmungen.

Berlin, 10. Sept. Infolge des anhaltenden Reg«- farfa unausgesetzt neue Meldungen über den Schaden ein, bex hr Ueberschwemmungen in Südwestdeutschland anricht«. Inf dem Neckar hat das Hochwasser die Schiffahn vollständig lejff- gelegt. Kleine Bergbäche sind zu reißenden strömen angeschooll« JnallenTeilenWürttembergssindweileStrkckki überschwemmt. Die Straßen mußten teilweise polunliü gesperrt werden. Auch zwei Menschenleben sind wieder tu to klagen. Vielfach sind die Brücken von der Strömung nut ten* gerissen und Tanrmbrüche eingetreten. In der Rheingegent bei Koblenz sind die Straßen und Bahndämme durch fldfr stürze gefährdet. Ueberall am Mittelrhein und im Rudr««- biet herrscht Hochwasser. Tas Wasser, das teiür.rifc über für Talsperren im Ruhrgebiet getreten ist, bat den letzten Rest der ÄM vernichtet. Auch von der oberen Fulda, der Weser und ÜB Nebenflüssen wird ein vorher nk erreichter WaslerM gemeldet.

*

E in Erdbeben im Schwarzwald.

DieBossische Zeitung" meldet aus K a r l s r u h e: In vicka Dörfern des Schwarzwaldes wurde die Devölkn«» durch ein starkes Erdbeben, das von donnerartigem ÄdW begleitet war, in große Aufregung versetzt. In der Nacht |fll Tlenstag wiederholten sich die Erderschütterungen.

- -

Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den IL Cept !9L!: Wechselnd bewölkt, Temperatur wenig verändert. Zeitnn« Regenschauer.

Letzte Nachrichten.

Wilhelmine Heimburg f.

Dresden, 10. £cnt. In Kötzschenbroda starb W Romanschriftstellerin Wilhelmine Heimbürg kurz nach da Vollendung ihres 64. Lebensjahres.

Wilhelmine Heimburg, die im bürgerlichen Leben Behrens hieß, war eine der fruchtbarsten deutschen StbriftN« lerinnen, die mit der Marli d und der E. Werner itd? u den Ruhm der gefeiertstenGartenlaube"-Dichterinnen teilte. 3U» gemütvollen Romane waren glatt und stxmnend geschnoben uri zahllose deutsche Frauen und auch Männer haben sich in t6rta Adußestundcn an ihren zahlreichen Werken b eg ei fiert Tie dcutendsten ihrer Bücher, Cie, trotz Erstabdrucks in der Gatt»' laube, mehrere Auflagen erlebt haben, sind: Aus dem Leben alten Freundin, Lumpenmüllers Lieschen, Trudchens Heirat, von Tollen, Mamsell Unnütz, Hans Beetzen, Sette. UdencoM Liebe.

Die Fleischteuerung in Köln

Köln, 11. Sept. (Privattelegramm.) In einer goK» abend abgehaltenen außerordentlichen Versammlung der bttti-a Metzgerinnung teilte ein Mitglied der- Scklacht^u schusses mit, dast die Stadt Köln36 StückGroßvi H> awf Dänemark bestellt habe. Tas Pfund Fleisch fmrvt ' ' mit Fracht und Spesen 82 Psg. Tas teuerste Stück 'Filel käme ae 1,20 Ms. Nach längerer Aussprache erHärtm sich die M bereit, den Verkauf dieses Fleisches zu über nehmen.

Dad°Nauheim, 11. Sept. Hier ist der w gesehene Arzt Dr. Georg Grothe gestern 6cftorbc. Dr. Grothe behandelte seinerzeit die Kaiserin von Ruhlano bei ihrem Kuraufenthalt in Friedberg.

(W wäre ein Febler der Mutter, die (frnäbnmfl bei mit z-Sufefe" zu unterbrechen, bevor her Tarmfatarrb. w 'ich ^«ufctc- als Nahrung bestens bewährt batte, vourtanöiev Ichwunden ist. Bet anderer Nahrung könnten leicht Rückfälle