Ausgabe 
9.2.1912 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Drittes Blatt

Nr. 34

162. Jahrgang

Eichener Anzeiger

tTgllch mit Ausnahme bei e»nntael.

General-Anzeiger für Oberhesjen

DiefleBrntr ^emfllcnblätler* rr erben dem ,tlniriflfr* viermal roödtentltd) beig»legt. dal Xrtbblatt fftr bto Kreis itefcea" froetmal wöchentlich. Die£anb®tri|d}a|tii<$ee ittt» fragm erscheinen monatlich zweimal.

Freitag, 9. Fevruar 1912

Utarwnfbrrrf und 6n1ag der Vrldliche» UnaKtfuäll 8.»cd- uni Strtnb ruderet PL Lange, V'.ehen.

Äebaftten. E^pedltton and Druckerei: Cxtul' strade 7 fcrpebitton und Verlag; t** 6L Nedaklwme^S HL. SeL-2lbr- Anjeiser^ietzen.

Di? Sinne der Pflanzen

Taß Pflanzen sehen, suhlen und schmecken und auch ein cliincn- taLiv Ricktungsempfinden haben, erscheint dem Äiologen Couvin, der hierüber inLa Revue" ("Paris) berichtet, unzweifelhaft. Natürlich sollen diese Eigenschaften: Sehen, Fühlen, Empfinden usw. nicht in menschlichem Sinne aufgesaßt werden: man spricht davon ohne diese llebcrtraaung auch bei der niederen Cibnung tierischen Lebens Tas Sehvermögen eines Insekts ist von ganz anderer Art, als das eines Menschen: noch geringer natür> lich ist das Sehvecinögen einer Pflanze. Was der Gelehrte meint, ist tücs: Pflanzen reagieren auf die sic umgebenden An­reizungen und unterscheiden sogar zwischen diesen, so hab man bei ihnen aus ein gewisses Empsindungsvernrögen schlichen (amt das Wort im weitesten Sinne gebraucht.

Am höchsten entwickelt in diesem Sinn ist wohl das Gesicht der Pflanzen: cs ist ja bekannt, daß Pflanzen unter den schwic rigsten Verhältnissen immer das Streben zeigen, ihre Blatter dem Licht zuzuwenden. Dieselbe Sensibilität dem Licht gegenüber haben die Wurzeln, jedoch mit dem Unterschied, dog sie das Licht meiden. Es gibt da ein verblühendes Beispiel für den Einfluß des Lichts aur die mikroskopische Alge, die zahlreich im Wasser vorhanden in und die Macht der Bewegung ha' Wenn etwas von dem grün­lichen Wasser, das in Sümpsen steht, in eine durch Lampcnruß äußerlich geschwärzte Glasröhre getan wird, aus die man ein Wort schreibt, derart, daß der Lampcnruß, die Linien der Schriftreichen verfolgend, ausgekratzt wird, so wird man sollende Wahrnehmung machen: das Licht hilft durch die Buchstaben in die Glasröhre, die Alge wird sich an diesen Stellen sammeln, und wenn man die Röhre nach 12 tägigem Stehen in der Sonne von dem übrigen Lampenruß reinigt, so wird das Wort durch grüne Algen ge­schrieben aus dein Glas erscheinen.

Stark entwickelt ist auch das Gefühl der Pflanzen. Es gibt solche, die bei der leisesten Berührung ihre Blättchen zusammcn- schließen. In neuerer Zeit hat man die cmpfindungssähigen Pflanzen eingehend studiert und dabei ein sein verzweigtes Gewebe von Zellen cnlbedt, die miteinander durch winzige llcbergänye aufs wunderbarste verbunden und zusammengesügt sind, wie cm Netz von Nerven, das jeden fühlbaren Eindruck der übrigen Pflanze übermittelt. Tas Blatt derVenusfliegenfalle" schließt sich beispielsweise sofort, wenn ein Insekt sich plötzlich darauf niederläßt und fängt somit den Eindringling. Es ist jedoch sestgestcllt, daß diese Bewegung nur bann entsteht, wenn eins der drei feinen Härchen int Innern des Blattes berührt wird. Man kann allo mn Rvclit tagen, das; die Pflanze fühlende Organe besitzt, genau so, wie sie sich in der Epidermis der meiften Tiere befinden.

Was den Geschmack betrifft, so besteht nach Eoupin kein Zweifel darüber, daß er bei den niederen Pslanzenarten, wie der Alge, existiert. Wenn man beispielsweise dem Wasser, in dem sie leben, andersartige Teile betrügt, so werden nur einige davon von der Alge ausgenommen. Es zeigt sich, daß sie die Fähigkeit besitzt, Geriicho wahrzunehmcn und zu wählen, was bet den höher kultivierten Gewächsen schiverer sestzustellcn ist. Man kann auch die Beobachtung machen, daß, sobald man auf das Blatt einer fleisch- freisenden Pflanze ;. B. Sonnentau) ein Insekt setzt oder ein Stückchen Fleisch legt, die F-ühlsäden, mit denen es bedeckt ist, diese Tinge erfassen, mäbrenb .sie gegenüber nicht nahrhaften Stoffen völlig bewegungslos bleiben.

Schließlich tann man neben diesen Eigenschaften noch von einem besonderen Richt u n gs sinn sprechen. Man bringe eine vertikale Wurzel in horizontale Lage und sie wird alsbald ihre äußersten Spitzen dem Mittelpunkt dec Erde zuneigen. Tut man das gleiche mit einem Stengel, so wird er sich in entgegengesetzter Richtung dir,gieren, gegen den Zenith. Tic Physiologen nennen diese Erscheinung Geotropismus. Tieicr Sinn ist hochentwickelt in der Pflanzonivelt und die Gewächse reagieren auf empsindliche An­reizungen mit unfehlbarer Sicherheit.0- &

Vie deutschen Schutzgebiete in Afrika und der Südsce 1910

(Schluß.)

"Durch die Einführung der Rcichskanzler-Veroronnng vom " Februar 1905 im Schutzgebiet Samoa hat nunmehr das lsitdwefen in denjenigen Sck ntzgebieien, in denen die Reich: marftrjfruttg besteht, eine völlig gleid\* Regelung erfahren. Gr- schickes Zahluttgsmittel in diesen Schutzgebieten sind fetzt di-, amtlichen Münzen der Reichsmarkwährung, während daneben je rach den Verhältnissen bestimmten fremben Geldmünzen der Um- laut zu einem besonders jeftgefcutcii Stur e gestaltet ist. Tie fort­gesetzte günstige Ausnahme der Ruptenoten und die 92a:' frage nach sröfeeren Wenen derselben im ostafrilanijchen Schutzgeliel hat die Hentsch-Ostaf rikanisck,.- Bank veranlaßt, der Sdicfiung artet 500 Rupienote näherzutr ieu, deren Einführung demnäckist

erwarten ist. In Tcutid) - Ostalrika ist die bereite int vorigeti Berichtsjahr erwähntetzandeisbank für Ostafrika" rit dem Sitz in Tanga Anfang Dezember 1911 eröffn"! worden. In Deutsck S ü d west a f r ik'a ist ein Immol iOar^edit- Institut für städtischen Grundbesitz in Bildung begrifftt.

Die Produktion in unseren Schutzgebieten entzieht sich zuni größten Teile niiserer genaueren, mnncntlid ziffernmäßigen Kennt­nis, da fid: dtc Erhebungen und Berichte b.tvdnv.-g nur auf die Äusfuhrproduttion beziehen und indtt audi auf die sicherlich viel iüdi weit bebcutenoere Produktion zunt Eiicnverbranch. Daß eS mit dieser letzteren gut steht oder vorwärt'-' geht, kann man aber immerhin durck> den Mlckschluß aus einer guten allgemeinen Lage >cr Eingcborettettbevvlkeruug, aus der Steigerung ihrer Kaufkraft uib namentlid: aud) aus ihrer zunehmenden Beschäftigung mit Äitssuhrproduklion annehmen. l^elegentlid' wird auch über eine ^sonders markante Tatsad,.- in den Produktronsverhältnissen für kn ßigenuerbraud) und im binnl-nländisdien Austauschv.-rkehr Be­ucht erstattet, so im Berichts,ahr über die bedeutenden Verkäufe von Vieh aus dem Hinterlaude von Kamerun au die Eingeborenen m Süden des Landes, die bürd, den .siautschukoerkauf viel Geld gewonnen hatten. Auck bei der Versorgung der Arbeiter für den Yiijnbau, namentlich in Ostafrika, konnte man gelegentlich ein ?isd von der Leistungsfähigleit der Eingeborenen in der Erzeugung Mi Landesprodukten gewinnen.

I Tic Produktion: - ode: Okkuvationstäligkeit der Eingeborenen für die AnSfu hr hat fick' wohl am bcutlidtften in Dentsch­üft a f r i k a im Berichtsjahr gehoben, namentlid) bei den Är­ztin Kautschuf, Baumwolle, Kaffee und Kokosnüssen. In Togo -lich eine gesteigerte Ausfuhr von Palmk. rnQt und Palmöl den Aus­fall an Drais und Baumwolle aus Kamerun hatte bei den

vermischtes.

kL Tie chirurgische Nähmaschine. Eine Näh­maschine für Menschenhaut das ist die Erfindung, mit der Tr. G. Wt)llns Andrew:-, ein Ehirurge in Ehicogo, nadi fahrelangem Nachdenlen air fic Oeffcntlichkeit tritt. Es Hingt wie ein unzeu gemäßer Aprilscherz, ist jedoch durchaus cm ft gemeint Anfangs mollte Tr. Andrews die ganz kleinen Ktndernähmaschineii als Vor­bild benutzen, doch mußte er dies bald aufgeben, da die Aufgabe der Kennfreimachunq dabei unlösbar war, und schließlich gelangte er zu einer Nähmaschine, die cm Mittelding zwischen chirurgischen Langen und chirurgischen Ngdelhaltern darstclll. Seine chiriirgöche Mähmaschine rit eine handliche Zange, deren beide Backen eigen­tümlich gebaut sind. Bei dem Beginne des NähenS wird die Nadel an der einen Backe befestigt; dann drückt man zu, das zu nahende lebende Gewebe wird von der Nadel durchbohrt. Sie verläßt die eine Seile der Zange und sitzt nun feit in der anderen und in io- gleich bereit $u entern neuen Stiche. Tas Abschne.deii unb .Quoten öe-3 Fadens wird hierbei wohl nach jedem Stiche geschehen müssen Ter Hauplvorteil, den Tr.Andrews seiner Maschine nach- rühmt, ift die Möglichkeit einer sehr schnellen Wahr, da jeder Such nur ten Bruchteil einer Sekunde erfordert Operationen, bei denen viel zu nähen ist, könnten alfo mit Hilfe dieser ^chirurgischen Näh­maschine ' erheblich verkürzt werden, falls diese Art zu nähe.» sich bewähren ^sollle^ der Eisenbahnkönig, erzählt ioigenbe Ge­schickte^ die sich auf einer feiner Lin,en ereignete:Einer unserer Abtcilüngschess hatte zahlreiche Beschwerden erhalten, bap_ die Gülerzüae stets auf einem Bahnübergang in einer heuten Stadt ... hatten pflegten und so den Verkehr aur lange Zeit hemmten. Gr erließ entsprechende Verordnungen, aber die Beschwerden hörten nicht auf. Schließlich beschloß er, die Sache periönluf) zu mtter- ÜL&n Er war nur cm Seiner Mann und leicht erregbar und

duftigen Weltmarttsvreisen sm Kantsdptk, Palmkerne, Palmöl Jsw. eine erheblich gesteigerte Ausfuhrvroduttion.

Tie F a r m w i r t sch a s t in S üd w e ft a f r i k a hat ver- fdrtcbene redit erfreuliche Entwicklunqsergebnisse auszuweisen, na* mentlich eine Zunahme der J-armer selbst um 146 gegenüber dein kariahr unb eine Zuitahme der Bewirtschaftung der Jarmen, von knen am Ende des Berichtsjahres 1141 gezählt wurden, wovon nut 18 noch nicht bewirtschaftet wurden. Taß trotz der Trockcu* tzit und bei damit in Verbindung stehenden zahlreichen Gras- brjnbc die Biehoestockung iortfchritt, ist ein Beweis für die Lebens- fcfnafeit der Farmwirtfchasl. Auck) die Garten- unb Fcldwirt- fcQTt bat zwar unter der Trockenheit gelitten, aber trotzdem Erfreu- jidK Fortsck)ri1tc gemad)t, namentlich <ruf den Gebieten des Tabak-, Lbst- unb Weinbaues. Trotz dieser anfsteigenden Entwicklung spielt die Farm- und Landwirtschaft von Südwestafrika für die ^Ausfuhr nod: so gut wie keine Nolle, gegenwärtig liefert das Land nur in der rasch zur Bedeutung gekommenen Ausfuhr von Dia- turnten und Küpser seinen großen Einfuhrwerten einen Gegenwert in der Handelsbilanz. Im Berichtsjahr hat der LitHferberabau ftd| weiter ausgedehnt: für den Abbau von Gold, Zinn und .stöhle taten Vorarbeiten int Gange. Ter Diamantenbau ging zum keil zur Verwendung von Maschinen über, während fick ein K-:<htlid)cr Teil der Tiamantvorkornmen, namentlidi auai tm Korben, als zur Zeit nidit oder nicht mehr abbauwürdig erwies. Diese Entwicklung bat sich int lau senden Jahr bei gleichzeitigem turlcn :ftiid<iang der Tiamantenförderung fortgesetzt. Tanut lwngt Lidi in der Hauptsache die große Verringerung der Zahl der Berg- kuuntccncbmungen im Berichtsjahr und int laufenden Iabr zu­sammen. An der Tatsache, daß die Ausfuhr und damit die Wmdelsbilanz des Schutzgebietes fast ganz auf Tiamanten unb rupfer beruht, hat sich and) im Berichtsjahr nichts geändert. iSarin unterscheidet sich die Produktion des Schutzgebietes Süd- bchgfrika.. sehr von der Ostafrikas, in ivelcher der Bergbau jetzt nur eine Nebenrolle neben der landwirtschaftlichen Aus- Wchrpro^ uTtiott spielt. Immerhin wurden Glimmer, Salz und Iflcnientiid' Gold im Berichtsjahr in steigendem Maß gewonnen, tbährenb andere Mineralieiworlommen sich zum Teil als nicht e<tbaunnirisig erwiesen, zum Teil noch näherer Untersuchungen und itorarbeiten bedürfen. Ans der bedculenden Zunalnne des Phos- lÄatübbii'. beruht der große wirtsckmstliche Aufschwung brr Kars Hall-Insel n int Berichtsjahr.

Der Gesamthandel der dem ReichS-Kolonialamt unter­gehenden Schutzgebiete im Äalenbcrjabr 1910 (die vanbelsttatttlik Rieht sich nicht auf das Berichtsjahr) betrug in runden Zahl n: f-.nhdn- 129 500 000 Mark, Ausfuhr 101000000 Mark, zrisarn- r.*it 230 500 000 Mark. Tas bedeutet gegen 1909 eine Mahnte: Einfuhr 22 250 000 Mark ---- 20,7 v.v., Austubr fH^OOOO Niark 44,9 v. >?., Gcfainthandel 53 o00 000 Biork » 30,2 v .-ö. Am (Gesamtbandel ist Deutschland beteiligt: h her Einfuhr mit 83 500 000 Mark --- 64,5 V. $>., an der Aus- ßhr mit 70 000 000 Mark ---- 69,3 V.S., am Gkfamthanbcl mit ! b3 500 000 Mark 66,3 l». S?. Bei dieser Bcttimmung des deutschen Anteils am Gesrnnthandcl der Schutzgebiete nt, icbod) armer zu berücksichtigen, daß unsere koloniale L»andclsftati)ttk nm kn Ursprung der Waren und aus den letzten BeuimmungsoN keine tidfidit nimmt Die Steigerung des Gcsanikhanbels in sc tun um 12 Millionen Mark oder 37 tr. .V. in einem Jahr, krunter die der (Hnfubr um 7,7 Millionen Mark ober 43 v. v., i |um Teil auch auf die Eisendabnbanten direkt und indirekt ittüdjufülTtcn. Bemerkenswert ift dabei, daß der Anteil Eng- kiids am Kamerunei .<?anbei stärker gestiegen iit als der ^cutid)- knds. Wie aus den Ein und Ausfuhrstatistiken im einzelnen frtwrgcbt, ist mehr und mehr Mribi, wo der .handel sick am lüften auch lorporativ organisiert har, der S?au ptbanbcl»pt ah ks Sckmtzgebicts geworden. £ ft a f r i f a wein gleickualls bei item Gesamtaußenhandel von 60 Millionen Mark mit 1- Mil imen Mark eine sehr betradulidjc Zuwachsziffer gegenüber dem loriabr auf, sowohl an der Binnen- wie an der >iüstcngrenze.

Auf die mannigfachen Neubauten von Eiscnbahnen fcib ihre Einwirkungen ift bereits m ein fach bingennefcii worden. Imentlid Sudwesta 1 rika stand im Berichtsjahr ganz tm «richen des Bahnbaus, wegen des Umbaus der Linie .Qaribib rmdhuk und des Nculmus der Eisenbahn Windhuk >ieetm ans-- t>»a. Ebenso luurbc in O stasrik a gleickrzeitig an _ber U'am- »n-abahn und an der Zentralbahn weiter gebaut. In -Lag.' timte die Bahn nach Atakvame dem Verkehr übergeb:u n>erber., hb in Kamerun wurde die erste Ersdüießungsbahn gebaut, fcwf» im Seeschifsahrtsoertehr sind einige Neuerungen eiitgctrticn, rinentlidr die neue Linie zwischen Neuhork und der Westkülte stinikas hat einen gesteiginen direkten Verkehr 9u)rbanicrifa5 auch tit unseren mcftafrifaitiidrcn Schutzgebieten zur Folge gehabt.

Auch int öffentlichen jnti> jiruuncn Noch- und TiefbLMveicn

wurde in einzelnen Schutzgebittcn ein? rege lätigfeit entfalten so in Toga im Wegebau, Brücken- und fcäuierbau, desgleichen in Kamerun, wo auch für Ilaßlarrektimen im Rahm.n der be­scheidenen rerrügbaren Mittel etwas geschah, unb in Neu Guinea. InSamoa ist der systematische Ausbau des Wege­netzes auch im Berichtsjahr eifrigst fortgesetzt worden. Eine i'enr rege Bautätigkeit z.igt iir auch in Ostasrika, wo zugleich mit Dem Hasenausbau in Tanga begonnen wurde. In Südwest- a t r i fa erstreckte sich die Bautätigkeit auch auf < ine Reihe von amtlichen Gebäuden. Dazu kommen die öfscnttichcn Arbeiten wasserwirtschaitlicher Art, die bei der Trockenheit d>s Ia.hr's eine ganz besondere Steigerung erfulwen. Tic Verwaltung stellt ihre Arbeitckräfte unb ihre Einrichtungen in liberalster Weise den Farmern für Wasservohrungen zur Verfügung, um wenigstens den allerbringensten Bedürfniiscn gerecht zu werden unb eine Notlage zu verhüten

Tic Entwicklung der Schutzgcbietsfinaiizen war im Berichts­jahr recht befriedig end, wenn bierbti auch im Auge zu behalten ilt, daß, die Iinanzwirlschatt von Südncstafrila zurzeit wesentttch mit mir Den Einnahmen ans den Tiimanienftutben, ruf)t. In den st origen Sck-utzgebieten ift die Iinanzwirt schäft auf die zahlreichen, oerschiedenartigen Zölle und Steuern bcgribibet, die überall in Toga, Cftari:a, Jiamcrun, Samoa und Neu-Guinea, im Berichts­jahr tielfad* über Erwarten gut unb reichlick» (ingegangeit sind, ^'s liegt nabe, lncraus zu schließen, das; die Gesundung der Finanzen in diesen Sck/ukgebieten nicht auf Kosten der Kolonialwirtschaft erfolgt, sondern durch deren günstige Entwicktung bedingt i t.

Meteorologische veobochtungen der Station Kietze».

Febr.

Wett«

e

1912

S

eo

o

vöchstc Temperatur am 7. bis 8,

Niedrigste

i

N

E NW

10 0

Kj

ocbruar = + 6,1 C.

= - 1,2 6 C.

7. , 8.

?-

ÄS

sfi M

täl

II

Alittwoch, den 14. Februar, abendS 8 Uhr: B i b e l st tl n d e im Pfarrer AuSfeld.

Sainstog, den 17. Febniar, nbenbö 6 Uhr: Bibelkräiizchen- die Schüler höherer Lehranstalten im Johanneüsaal.

Näck'stkünstigen Sonntag, den 18. Februar, wird in beiden stirchen die alljährliche Kollelte für die kirchliche Versorgung de» Evangelijchen im Auslände erhoben werden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 11. Februar, Sexuagesimae: Gottesdienst.

3n 6er stflöttinhe.

Vorniittaa? 91/, Ubr: Prokessor D. Schian,

Vormittags 11 Uhr: Militärgottcsdienst.

Piarrev Schwabe.

Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die MarknSgemeinde.

Pfarrer Schwabe.

Abend? 5 Ubr: Pfarrassistent Schorle m in c r.

Alontag, den 12. Februar, abends 8 Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der fDlattbäuvgemcinbe.

Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, im 'lUarfuSfaal : S i b e l ft u n b e. (AuSgeivähltc Psalmen.) Pfarrer Schwabe.

3n der Johanncstircbc.

Vormittags 9/j Uhr: Pfarrer AuSfel d.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Io Hannes gemeinde.

Pfarrer 21 u5-fetd.

Abends 5 Uhr: Pfarrer B e ch t o l S h c i m e r. 2lbcndS 8 Uhr: Bibelbesprechung im IohanncSsaal.

sind unvergleichlich für Kinder- und Krankennahrung, weil sie nach wissenschaftlich bewähr­ten Grundsätzen aus sor

gewählten Rohstoffen gestellt werden.

JohanneSiaal.

Freitag, den. Februar, nachmittags 4 Uhr: Versammlung beS Frauen miffionSvereinS der LnkaSgenieinde.

kam also bei dem Bahnübergang cn, uiu. da stand denn auch rid :i(i trotz aller Verwarnungen ein langer Güterzug. Ein Brem - ser. der ihn nickt von Ansch<n kannte, faß t . iglirt) oben au! feinem Wagen ..Fahren Sie weiter mit bent Zu !" erplodierte der Heine Keil.Macken Sie. daß Sie von I m Ucbergaua loeg> kommen, damit die Leute hinüber kommen, .ihren Sie los, sag ick!" Ter Bremser beguckte sich beit wütenden kleinen x>emt von oben bis unten.Scheven Sic ück zum .Denker, Sic kleine Unle," erwiderte er dann,Sie sind klein genug, um unten durch kriechen zu können."

Katholische Gemeinde.

Sotterdienst.

LamStag, den 10. Febrttar:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag, den 1 1. F e b r u a r, Sonntag Se^uagesima'

Vormittags von 6'/» Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 Uhr: Tic eiste heil. Blesse.

, um 8 Uhr : Austeilung der hl. ttommunion.

um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Militärgottesdienst.

Nachmittags um ö1/, Uhr: Christenlehre, darauf Andacht.

Abends um 8 Uhr ift kaufmännischer VercinSabend.

Bed. Himmel MarerHimmel Dunst

ff Knorr-" ffl Hafermehl

< und

8.

35,2

6.0

5,7

81

8

35,6

1,1

4 8

97

9.

. i6

32 8

3.1

5,4

94

Das ist ein böses Ende gewesen!

L33R3 0ck habe nie so viel getanzt, wie auf dem letzten Ball bei Kommerzienrats, und nie hab ich mich beifer amunert Aber

1 "i dann auf der Heimfahrt hab ich mich so erkältet, daß ich mtdi vor keinem Menschen sehen lassen kann. Und die Dielen @nv Ilaöungen, die man kaum abfagen kann! Wenn ich doch rounte was man machen ioü?! Ei nun, das ist ein'ach genug' Vancu Sic sich aus der Avotbekc oder Drogerie für 85 Pfennig eine _J Schachtel Fauö achte Sodener Mtneral-Paitillen holen ur. Sic sollen sehen, roic schnell dte mit solch einer Er'o !ung fertig find. Hüten Sie sich vor Stattiabmungen, ssu/u