Ausgabe 
8.6.1912 Drittes Blatt
 
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Nr. 133

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

RUM

wurden bei 841 Veranstaltungen verwendet, und Sonderfahrten an die Wasserkante n

Meteorologische Beobachtungen der Station Sichen.

nicht den Nebenbuhler-, sondern den unentbehrlichen Gefährten

, Zimmer- und lege öffentlichen Ange

f 23,51 c. + 11,3C.

sundheit». lmenbindeu ,u kK-Iaa -Bfd.fV '''«»äiofuJX

Morgen findet die Gefamtvorstandssitzung statt, an die sich am Sonntag die eigentliche Hauptversammlung anschließt.

und Mitarbeiter der Frau erblicken.

Jeder wahlfähige deutsche Mann, jede volljährige deutsche Frau ist uns willkommen.

Für den Vorstand zeichnen: Prof. Dr. Sigismund, Weimar, erster Vorsitzender: Frau Hermine Schneider, Gießen,

handel.

** Mitteldeutsche B o d e n k r c d i t - A n st a l t in Greiz und Frankfurt a. M. t'aut des heute veröffentlichten Jnseralr werden am Samstag, 15. Juni, 2 000 000 Mk. 4" Grundrenten- briefe Reihe V zum Kurse von 98°o zur Zeichn»»g ausgelegt Den Grulidrentenbriesen ist für das Fürstentum Rcuß ii. L. bi: Mündelmätzigkeit verliehen worden. Zcichiningsanmel- düngen nimmt am hiesigen Platze die Firma Joseph Herz, Bank­geschäft, entgegen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion: e-^112.rel.-AdruAnzeigerDieven.

Samstag, 8. )uni 19(2

Rotationsdruck und Verlag der Vruhl'schen UniversttätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Börsen-Wochcribcricht.

Frankfurt a. M., 7. Jmni.

An der Börse hat sich der Liguidationsprozeß loeiter fortgesetzt. War auch das Angebot nicht umfangreich, so ge-- nügte es bei der geringen Aufnahmefähigkeit und Unlust doch, um einen Klirsdruck herbeizuführen. Dem Publikum fehlt das Berrrauen, der Spekulation der Wagemut. Man beginnt an der Beständigkeit der Hochkonjunktur zu zweifeln und mißt unfreund­lichen Gerüchten aus Eisenhändlerkreisen mehr Glaubwürdigkeit bei als den Versicherungen der Leiter großer Werke, die er­klären, daß die Geschäftslage glänzend und die Aufträge kaum zu bewältigen seien. Auch die Aussichten auf eine gute Ernte werden nicht gebührend eingeschätzt. Den Ausschlag für die Kürs­gestaltung gibt die Ueberladung des Publikums mit Wertpapieren und der Wunsch, sich zu entlasten. Aus allen Gebieten zieht sich eine Abwärtsbewegung, die keinen drängenden Charakter bat, aber durch ihre Fortdauer den Markt bedrückt. Unter diesen Umständen wird man es begreiflich finden, wenn die Banken, die kürzlich so zuversichtlich über die Konjunktur urteilten, jetzt skeptischer geworden sind. Die letzten Wochenberichte waren aus den Ton der Resignation gestimmt. Die meisten Institute legten den Schwerpunkt auf die Gel d v e r 11 n i s se und meinten, baß diese für die Konjunkturgestaltung ausschlaggebend sein wer­den, weshalb man die 'Entwicklung des Geldmarktes zum Herbst abwarten müsse. Die Kapital kraft Deutschlands ist in den letzten Jahren zu stark angespannt worden. Der Wechselbestand der Rerchsbank ist größer als je, und es besteht wenig Aussicht, daß die Bank die 5proz. Rate verlassen wird. Die hohen Zurs- sätze Deutschlands beginnen zwar allmählich fremde Gelder, und zwar besonders aus Frankreich, nach Deutschland zu bringen, aber doch nicht in solchem Umfange, daß dadurch die Geldkalamüät beseitigt wird. Die Krediteinschränkungen der Reichs- banf haben bisher nur zu Zusammenbrüchen geführt, ohne die Verhältnisse am Geldmärkte zu bessern. Die Zwischenbilanzen der Großbanken lassen nur eine mäßige Entspannung erkennen:

Neues von der Schmuckmode.

Erst die allerjüngste Zeit hat auch Schmuckmoden gebracht und man kann nun ebenso raschen Wechsel bei Schmucksachen wie bei Kleidern beobachten. Heute mögen Hände und Arme mit Bril­lanten nicht genug behangen werden können, und morgen schon wird alles Glänzende und^Glitzernde verpönt. Gerade jetzt leben wir in einer Zeil der Schmucklosigkeit, und nur der Halbedelstein" bat es vermocht, sich einen Platz zu erringen. Geschmackvoll sind diese Schmucksachen, die aus Halbedelsternen hergestellt werden, nicht immer, im Gegenteil, die Wirkung muß möglichst in bic Augen springend, die Zusammensetzung der ver­schiedensten Farben muß möglichst prächtig sein, das ist die Parole der Halbedelsteinmobe. Unter allen haben Bernstein und Jet die Herrschaft an sich gerissen. Besonders der chinesische Bernstein wird bevorzugt. TiePerlen" können bei den Bernsteinketten nicht groß genug sein. Taubeneiergröße ist das mindeste, was verlangt wird. Bisweilen werden sie durch Uephritkügelchen

Tieiefoener ZamiNendlStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt fflr beu Kreis ftlefceif zweimal wöchentlich. Dierandwirftchafllichen Sett- ,ragen" erscheinen monatlich zweimal.

in der Industrie lassen fid)*bic Kredite Nicht so rasch suritd- schrauben wie an der Börse. An dieser rourDcu in ber letzten Zeit zweifellos viele schwache Elemente binauogebran v Cb dufte Prozeß sich noch weiter fonsetzen muß, mag dahingestellt bleiben. Jedenfalls wird re spekulationslüsternen Elementen heute nicht mehr so leicht gemacht, größere Engagements an der Börse em- zngehen, denn bei ber Entgegennahme von Börsenaufträgen unter Krebitinansornchnahme wird meist eine Iwhere Devolstetlung be amprudit. ES wäre wünschenswert, wenn dieser Grundsatz auch späterhin befolgt würde, denn dadurch könnten Ausschreitungen am erfolgreichsten begegnet werden. Mit ber Einschränkung ber Kre­dite dürfte auch eine langsame Entspannung auf dem Geld­markt cintretcn. Bon Einzelheiten im Berkeln ist wenig zu be­richten. Ter Anlagemarkt blieb verödet und auf den Speku- lationsm^rrkten zeigte sich nur für einige wenige Werte In­teresse bei schwächeren Kursen. Privatdiskont 4> t Prozent.

Löberstraße 24, Stellvertreterin des Vorsitzenden und eine Anzahl anderer Männer und Frauen.

Dieser Ausruf wird zweifellos viele Sympathien ftnden, merk­würdig ist es nur, daß der Bund die Bekämpmng der Frauen- emanzipalion praktisch derart betätigt, daß er Frauen schon bei ihrer Volljährigkeit, (21 Jahre), Männer aber erst bei Ein­tritt ihrer Wahlfähigkeit (25 Jahre) als Mitglieder aufnimmt. Das Programm steht ah'o mit der Art wie es durchgeführt wird, in entschftbenem Widerspruch, und stellt eine viel einschneidendere Forderung aus, als es die Frauenrechtlerinnen jemals getan haben. Merkwürdig, wie gesagt!

Staat in seinem Bestreben, auch der Flugmotorenindustrie zu Helsen, zu unterstützen.

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Hamburg, 7. Juni. In einem Schreiben des Grasen Zeppelin an die Hamburger Bevölkerung, in dem er für den außerordentlich herzlickren Empfang seinen Dank aus- spricht, sagt er, daß es jetzt absolut nötig sei,Z. 3" abzulicsern, um Raum für dringende Neubauten zu schassen. Zu größeren Tauenahrten über dem Meere fehle daher jetzt bie^ nötige Zeit. Gr hoise, daß das Luftschiff in Gewitter- und Sturmfahrten, an bereit letzter nach Wilhelmshaven im Auftrag ber Manne» beworben Kapitäiileuinant Meehlenburg teilnahm, gezeigt habe, d a ß e s a l l e n A u s g a b e n g e w a ch s e n ist, die bei Flügen über das Meer entstehen könnten. Die Seeleute in Wilhelmshaven, die beobachtet hätten, gegen welchen Sturm das Luftschiff sich dort gehalten babe, würden dies bestätigen, obgleich ihnen kaum bewußt sein könne, daß in der Höhe des Lustschisfes die Wind­stärke eine bedeutend größere gewesen sei als aus der Erde. Bei der Fahrt nach Wilhelmshaven habe das Lustschiss zum erstenmal drahtlose Telegraphie an Bord gehabt, vermittels dieser es seine Rückkehr nach Hamburg hätte anmelden können.

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Astmol-Asthma Pulver und Zigaretten.

Von überraschend günstiger Wirkung bei Anbma, Seufieber, Beklemmung uiw. Von Ärzten unb Geheilten tanttndfach be­gutachtet. Preis von Pulver oder Zigaretten, M. 2.50 die Blechdose. CJn den meisten Bvotbcken zu baden. Hauvtdcpot: Engel 'Apotheke, Frankfurt a. M. U6;j [»j

wandern und Reisen, Räder und Zommersrischen.

=* Salzungen, 7. Juni. Bis zum heutigen Tage sind 1001 Personen zur Kur hier eingetroffen.

** Gesellschaftsreisen. Kurz vor ber Ferienzeit be­reitet es vielen sehr viel Kopfzerbrechen, in welcher Weise und Gesellschaft sie ihren Urlaub am angenehmsten in lanbfrhaftlid) schönen Ortschaften verwenden wollen. Tie von Karl Riesels Reisebureau Berlin, Unter den Linden 56 veranstalteten bekannten Gesellschaftsreisen nach Oberitalien, Dalmatien, Adria und vielen anderen interessanten Ländern bieten allen denen, die noch nicht Rat wissen, Gelegenheit, ihren Urlaub genußreich und nutzbringend zu verwenden. Ausführliche Programme und Auskunft jeder­zeit kostenlos durch obiges Bureau.

** Das Nordseebad Büsum steht vor einer Neuerung. Es erhält einen großen neuen Leuchtturm aus Beton und Eisen, der auch als Aussichtsturm bestiegen werden kann. Nach Fertigstellung wird der alte Leuchtturm aus dem Seedeich den Platz räumen müssen. Aus ber bekannten Holzbank des alten Turmes kann man jedoch nach wie vor sich das bunte Leben und Treiben der Kurgäste anschauen. Tausendweise «kommen sie mit bunten banbumioirftem und blumengeschmücktem Bambusstabe in der Hand über den Deich marschiert. In den Wattenbuden wer­den bic abgelegten Schuhe unb Strümpfe auf bewahrt. Hoch auf» geschürzt^ ober ausgekrempelt gehen Weiblein unb Männlein mit bloßen Füßen hinaus auf bic Watten, meistens mit einer Vkusik- kapelle voran. Das Wattenlaufen ist eine befonbere Einrichtung für Büsum, bic als Sport unb auch aus Gesunbheitsgrünben be­trieben wirb. Näheres barüber findet man in dem Führer von Büsum, ber kostenlos verabsolgt wirb.

schwören allein aus den Jet, unb sie haben recht: beim besonders tür goldblondes Haar ist ber Jel wie geschassen. So gibt es benn Jetbiademc, Jethaarbänder, Jethaarvieile, die fast alle ge« schmactvolle Formen auftvetfcit. Gleichfalls in der Armband- mode haben Bernstein und Jet sich breit gemacht. Ein ein­faches schwarzes Sammetbanb, das durch einen Jet- ober Bern­steinverschluß zusammengehalten wirb, ist bas neueste Erzeugnis. Infolge feiner Einfachheit wird es sich wohl balo ber größten Beliebtheit erfreuen, umsomehr als dies Armband die Hand weißer unb bas Gelenk bünner erscheinen läßt.

Märkte.

Gießen, 8. Juni. Marktb eri cht. 9lxtf lienligein Wochen- markte kostete : Butter das Pfund 1,101.20 iDJf., Hühnereier 1 Stück 70 Pfg., 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 100 Pfg., (i)äii|eticr 1 St. 20 Pf., lläfe baS Stück C8 Pfg., Kasematte 2 Stück 56 Pfg., Tauben pr Pr. 0,801,00 9)1 f Hühner pr. St. 1,001,60 Pst., Hahnen pr. Stück 0,801,80 Mk^ Enten pr. Sk. 1,80 - 2,20 Pik., Gänse das Pfd. 00-00 Pfg^ Lchseusteisch pr. Psb. 90Ud Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 9094 Pfg., Kuhfleisch 80 Pfg.. Schweine» fleisch pr. Pfund 8096 Pfg., Kalbfleisch vr. Psd. 88:>2 Pfg. Hammelfleisch pr. Pfd. 7090 Pfg., Kartoffeln pr. 100 tz:, 10.00 bis 10.50 Pik., Weißkraut da« Stück 15 bis 30 Pfg^ Zwiebeln per Ztr. 10,0012,00 Pik., Piilch das Liter 22 Pfg.. Russe 100 Stück 5000 Pfg., per Ztr. 000 Tit, Kirschen das Psnnd 5060 Pfg. Marktzeit von 71 Uhr.

1c. Frankfurt a. M., 7. Juni. Heu- unb St rob markt. Angefahren waren 11 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4.004.30 Pik., Stroh fKornlangstroh) 0.000.00 Mk., Wirrslroh 0,000,00 Pik. Alles für 50 Kilo. Eeschn't ruhig. Die Zufuhren waren au3 den Kreisen Dieburg Friedberg, Dieburg und Hanau.

£A\t!LZ.Hjegtdj£ Kein Wandlaulti kein Geruch >onäntl,Autohtitki nnplohl. Zuinbui:"-" Droz.uMthPraiML- W o nicht erhlltl.ertiti Einsdc.v.Ml.lSFnrkt Vcrsaoddirclrtv.htrj

H@ns Fecher, Frankfurt i.M.a

Hauptversammlung des Deutschen Zlotten-Vcreins.

b i m q j

Im T^ftsaale der Armbrustschützen Gesellschäft begann heute mtt einer Begrül.nuigsversammlung die biesfälsrige Hauptversamm­lung des deutschen eylottcnocrcins, auf deren Tagesordnung u. a. ein Bericht von Exz. Großadmiral v. Köster über bic .All- g e meine Sage" steht. Der Tagung liegt in erster Linie ber sehr intcrenante

Jahresbericht

vor. Dann ist bemerkt, baß bas verftossene Jahr in ber Ge- sschichtc des Vereftts als ein Kriegs fahr zu gelten babe, glucklick>er- toeife nicht im Sinne eines inneren Bruberzwistes, wie ihn bas Jahr 1907 gebracht hat, sonbern in der Bedeutung einer vollen Entfaltung seiner Kräfte unb seines energischen Eintretens für bas Ziel, bas ihm von seinen Grünberii gesteckt worben war. Diese energische Tätigkeit mar veranlaßt einesteils burch bic tri tische Phase im Flottenbauplan, unb andererseits durch die Kriegsgesahr der Herbsttage von 1911. Seit 1909 trat der Flottenverein dafür ein, daß zwei offenkundige Lücken in unserer ßeerüstung durch schnelleren Ersatz ber kriegsunbrauchbaren, un- tzepanzerten großen Kreuzer und durch bic gesetzmäßige Ausgestal- hing der Reserve-Flotte-Aktivierung des 3. Gcschtoabers beseitigt gerben. 1911 fajjte bic Hauptbersammluna in Nürnberg ein­stimmig den Beschluß, baß von 1912 an als Ersatz ber G gepanzerten tzroßen Kreuzer lährlich ein großer Kreuzer mehr gesorbert toerbe, lals im Bauprogramm von 1908 vorgesehen war. Unmittelbar nach der Nürnberger Hauptversammlung trat eine politische Spannung tzivischen Deutschland unb England wegen der Marokkoaft'ärc ein, die eine große Kriegsgefahr in sich barg. Dieser Augenblick zeigte klar und deutlich das Mißverhältnis der deutschen Flotte im Gegensatz zu denen Englands und Frankreichs. Das Präsidium des Vereins leitete eine energische Propaganda für so­fortige Verstärkung der Flotte ein, unb bic Begeisterung, bic biefc Agitation fauch erinnerte an bic Tage ber Bercinsgrünbung. Das Verständnis für die Notwcnbigkcit einer Flottenverstärknng fanb weite Verbreitung unb machte sich auch in der Zunahm e der Mitglicberzahl des Flottenvereins geltend. Das Vereinsoermögen betrug nach dem Jahresbericht Ende 1911 381 437 Mk. Die Sammlungen für das Alters- und Jnvaliben- heim haben 53 796 Mk. ergeben. Ende 1911 gehörten dem Ver­ein 53 Hauvtausschüsse, 3463 Ortsgruppen, 3114 Vertrauens­männer, 298 014 Einzelmitglieber unb 756 390 körperschaftliche Mitglieder an. Tas Vermögen des China-Fonds beträgt 92 305 Mark; im letzten Jahre wurden daraus 82 Unterstützungen mit 6852 Mk. gewährt. Der Südwestasrika-Fonds hat ein Vermögen von 30 715 Mk.: es wurden 154 Unterstützungen hieraus bewilligt. Tie VereinszeitschriftDie Flotte" ist monatlich in 350 000 Exem ­plaren verteilt worden, das FlugblattAn das deutsche Volk" in 750 000, das FlugblattDeutschlands Seemacht" in 250000 Exemplaren. Tie Lichtbilderserien des Deutschen Flottenvereins

Hraueil-FeuMeton.

Deutscher Bund zur Bekämpfung der Frauen- emanzipation.

Unter dem Namen Deutscher Bund zur Bekämpfung der Frauencmanzipation hat sich ein Verein gebildet, der soeben einen scharfen Aufruf versendet, in dem er entschieden gegen , die Be­strebungen der Frauenrechtlerinnen auftritt unb etwa folgendes Programm vertritt: . , . . .

Angesichts der äußeren unb inneren Gefahren, denen das Reich augenblicklich ausgesetzt ist. können wir nur mit eniiter Sorge gewahren, daß bic deutsche Frauenbewegung eine Bahn Angeschlagen hat, auf ber sie notgcbrungcit dazu gelangen mutz, die Grunbsesten unseres arg bedrohten Ltaatsweiens noch mein zu erschüttern. Die schematische Gleichstellung von Mann unb tirau, bic man erstrebt, ist widersinnig ^ie venuchl, der Nattrr Gewalt anzuttin, die überall bic Wirkungskreise der beiden Ge- sMechter scharf abgegrenzt und fttenge Arbeitsteilung durch- "" i |gir fordern die Beibehaltung der bisherigen Prdnung und bewährten Sitte, auf Grund deren bas aftwe und pamve Dahlrecht für Lanbesverttetungen sowie für Gemrinden um» kirch­liche Körperschaften dem Manne Vorbehalten bleiben >nu6

2. Wir wissen, baß bie lebigen Frauen ^^bsgelegenheten haben müssen, finb aber ber Ansicht, daß 'olchc in Ge'taltwech- licher Berufe schon reichlich vorbanben Nstd uiib noch vermehri tperbeu können, ohne daß llebcrgrmc aus ^rbettsgebvüde statt- Siisinben brauchen, bie ber Mann feit undenklichen^ uni> zwar durckwus zum Vorteil der Allgemeinheit ausfchlutz- l«h b-h^scht^h°l.^^ bagegEn, ba6 win-nschas!liÄ begabten, ceiftig regsamen Mädchen die Möglichkeit aegeben - ,

köhere Bildung zu erlangen, als bie weiblichen Unterrichts cmtaüen gewähren Aber wir vcnverfen unbedingt die Gemein, ffchaslserziehung. Für diese weiblichen Smdlerenden und beionberu Akademien zu gründen. , . --s.

4. Wir bekämpfen alle Bestrebungen, die geeignet find, ^c khe zu lockern, die Familie zu schädigen, die Begri'fe von o ch inb Sitte zu verwirren.

'Uf-Ä Overr-A

"Ti' )W', pin neues iitiö ^°^|0Dcn st-jff Zioüen -\-

* 7

Höchste Temperatur am 6. bis 7. Juni Niedrigste , 6. , 7. w

Niederfchlaq: 0,7 mm.

vrtttes Blatt 162. Jahrgang

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhejfen

vüchertisch.

D i e s ch ö n e R i s c t l e" von Leo Fall. Von allen Operetten des so erfolgreichen Komponisten ist wohlTic schöne Risette" eines seiner besten Werke. Infolge ihres sein mu'ika lisck)eii, melodiösen Inhalts unb des luftigen Textbuches steht sie auf einer Weit höheren Stufe als viele unserer modernen Lvcretten, unb bas sichert ihr auch ben Erfolg auf allen Bühnen. Tic schönsten Szenen, Couplets, Lieber usw. finb in bem soeben erschienene neuesten Hefte der MusikzeitschriftMusik für Alle" enthalten. Verlag Ullstein u. Co., Berlin SW 68, Kochstr. 23-21.

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Miiller'sche Badeanstalt.

Wasserwärme b er La hn am 8. Iuni : 16° R.

Lristschiffahrt.

E i n Preis für Flug motoren.

Der Tob bes berühmten FliegeiL Wilbur Wright lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf biejcnigcit Männer, bereu Tätigkeit bie Flugtechnik ihre grundlegenden Arbeiten zu danken hat. Nament­lich die Franzosen bemühen sich eifrig, immer wieder zu ver> künden, daß ihnen eigentlich das ganze Verdienst für die Fort­schritte in der Flugtechnik gebühre. Immer wieder von neuem finden sie alte Werke, aus denen sic nachzuweisen suchen, baß alle epochemachenden Erfindungen auf diesem Gebiet bereits früher von ihren Landsleuten erdacht und neuerdings nur naci>gcahmt worden feien Demgegenüber ist es vielleicht auch einmal an ber Zeit, auf bie Bedeutung hinzuweisen, die bie Erfinbung bes Explosionsmotors für bic Flugtechnik gehabt hat. Ter Teutsche Gottlieb Daimler ist es gewesen, ber im Jahre 1883 ein Patent auf einen leichten Aittomobilmotor genommen hat. (Sr)t ber Möglichkeit, auf Grunb feiner Erfinbung allmählich einen sehr leichten unb babei doch kräftigen Motor zu bauen, war cs zu danken, daß Motore in die Flugzeuge eingebaut werden konnten. Dabei dürfte es interessieren, daß auch der so erfolgreiche fran­zösische Gnome-Motor eine deutsche Erfindung ist. Leider ist die Fabrikauon von Flugmotoren noch kein sehr aussichtsreiches Unternehmen. Aus diesem Grunde ist es ersordcrlich, der In­dustrie durch Aussetzung von Hoheit Preisen eine Anregung zu immer neuen Anstrengungen zu geben. Die National-Flugspende wird in erster Linie dazu berufen sein, hier entzugreifen und den

wurden bei 841 Veranstaltungen verwendet. Tie Schüler-, Lehrer- unb Sonberfahrkcn an bic Wasserkante wiesen eine große Teil- nehmerzahl auf; es nahmen 2961 Schüler, 312 Lehrer unb 3600 Mitglieder teil. An einer Reise nach Schweden beteiligten sich 310 Mitglieder, während sich an der diesjährigen Nordland­reise über 400 Personen beteiligten.

Ter TeutscheVerband für Verbesserung der Frauenkleidung, der unter sehr starker Beteiligung in Karlsruhe tagte, beschäftigte sich, wie es in der Natur feiner Aufgabe liegt, eingehend mit der Reform der Frauenkleidung. Frl. Götz Leipzig , die Vorsitzende des Verbandes, sprach über Arbeft und Ziele des Verbandes". Das Hauptziel sei die Er­haltung eines von Kindheit auf normal entroidelten gefunden Frauenkörpers, der nie durch eine ihm gewaltantuende üleibung umhüllt werden soll. Ter Verband kenne drei Ziele, Mur Der» ausbildung, Verbesserung der Kleidung und Frauenlulmr. Frl. Ella Law Dresden- hielt einen interefianten Vortrag über Volks Hygiene unb Frauenkleibung. Frau Klara Sander «Köln- sprach sodann über bie neue deutsche Frauenkleidung, du zwei Bebingungen erfüllen müsse: sie müsse schön unb zweckmäßig fein. Tas 19. Jahrhunbert habe Deutschland brei moderne Kul- turerrungenftbaften gebracht, die Volkshygiene, bic Frauenbewegung unb das moderne Kunstgewerbe, unb mit biesen Errungenschaften stehe bie neue beutsche Frauenkleibung in engster Beziehung. Dte beutscke Frau verlange Materialechtbeit, Farbensreude und Ein­fachheit. Tie modernen Raumkünstlcr betrachten mit Recht das Frauenkleid als einen Teil moderner Raumkunst.

n liegen auf ®r scn während der £i< effeiüen offen und n m Freitag, ben 14. I ab, ein beamtet» I daselbst anwesend!° ] >ender Ausschrist vM U. frei späteslenß bi? 4 §,, vormittags II1,.-i i RüddingShausen j nung in Gegenwart s

, Bewerbern bleibt:

912. . Kreisbaumspeuor,

5. Hingegen unterstützen wir alle "laitcnDcrcinigungcn, bic l äußerst ansprechend unterbrochen. Gewöhnlich werden die Ketten sich in nationalem, echt weiblichem Geiste der Hebung des Frauen- lang herunter getragen; unten baumelt bann ein Plättchen aus lebens unb sozialer Fürsorgetätigkeit tvibmen unb im Manne s Bernstein ober Nephrit von Mebaillongröße, bas zu den selt- rsamsten und mystischsten Figuren geschnitzt ist. Besonders bic Kobolbsorm wirb bevorzugt. Aber auch ein völlig ungeschlissener Stein dient zuweilen als Anhängsel Doch bie Blondinen

Vutenhose

Inh.: @fl. Peil sflugsort.

arotzer Saal, terrafit irre, Weine eri'trrtzir

Bauarbeitci mg des Schulhauses

Juni

1912

1 Barometer 1

auf 0° reduziert

Temperatur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind­richtung

Windstärke

Mrad ber Bewölkung > in gehniel der |l ßdjtb. jjtnimeljfl J

Wetter

44,1

23 5

11,2

52

SW

2

8

Sonnenschein

1

44,2

18.2

12,6

Kl

W

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Bcw. Himmel

8.5

46 9

15,9

11,5

85

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9