Ausgabe 
6.7.1912 Viertes Blatt
 
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162. Jahrgang

viertes Blatt

Itt. 157

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags.

sen

bie Ziffern, welche

je

Mk.

47-61

84-92

50-56

89-100

41-00

8600

76-78

70-00

Kevöllcrungszuwack-s.

Prozeh Schapiro-Hirsch.

handel.

im Sommer

C/t

r

Veobachtungender Station Giehen.

93102

9110]

48-53

43-47

3842

8236

6877

6472

7678

7577

1 1(1)

2 KD

107111

97-100

8795

76-85

8087

7178

2

KD

Diphtherie Gehirngeschwulst Altersschwäche Verunglückung

17,1

22,4

25,1

29,5

16,7

29,4

27,8

24,3

21,4

24,1

20

16,6

19,3

16,5

13,7

13,3

13,7

13,5

14,5

15,3

17,2

Uebersicht

Mk.

5358

52-57

4446

45-49

+ 21,0 * C.

+ 10,6 ° C.

59l/,-61 58'/,-60'/,

607,-62

65.00

79-84

8893

England und Wales Schottland

Irland

VreiS iür 100 Md. Lebend- Schlacht­gewicht

1000 Einwohner in Deutschland Oesterreich Ungarn Rußland (19C4) Ininland Serbien Rumänien Bulgarien Italien Spanien Portugal Schweiz Frankreich Belgien Niederlande Dänemark Schweden Norwegen

64-66

58-60

52-57

4651

13,9

11,2

11,9

1«,5

14,6

9,5

13,9

16,1

11

9,6

11,1

9,7

0,3

8,4

15,4

15

11,9

12,7

11,1

11,1

6,3 der Geburt en- Rußlands, in

Schale .6, Schweine 287.

Geschäft mittelmäßig.

ist und bleibt Scotts Emulsion. In ihr ist der nährstoffreiche, doch schwer verdauliche Lebertran in eine leicht bekömmliche Form gebracht. Scotts Emulsion schmeckt im Sommer ebenso gut wie im Winter und hat in der warmen Jahreszeit natürlich die gleiche Wirkungskraft wie in der kalten. Als Kinder-Kräftigungsmittel steht Scotts Emulsion, worin der Nährwert des Tranes durch mineralische Zusätze wesentlich erhöht ist, unstreitig an erster Stelle, aber es muß die echte Scotts Emulsion sein, keine Nachahmung.

Bestandteile: frttnfter Mcdijinal-Lebcrrrcin 150,0, Prima Glyzerin 50,0 »unierpbosvhorigsauier Ralf 4.3, unrrrphobphorigsaurev Natron 2A. pulv. Tragant SA feinfkr arab. ®ummi pulv. 2ft, Woffer 129,0 rukobol iiA Hlcrzu aromatisLe Emulsion mit Zimt-. Manoel- uno Gauliheriaöl je 2 Tropfen.

Pie Bewegung der Bevölkerung in den europäischen Ländern.

Justizrctt Bernstein fcchlscheidun

nach Abzug von

65 starben an: Zusammen:

wöchenü. Uebersicht der Todesfälle L d. Stabt Giehen.

26. Woche. Vom 23. bis 29. Juni 1912. Einwohnerzahl: angenommen zu 31 700 (iitfl. 1600 Mann Militär), Sterblichkeitszisser: 8,20/##

bis 5. Juli , 5. ,

DieSiebener Zamilienblätler" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS Kreisblatt fit den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Das

Uinder-Kräftigungsmittel

bie Zukunft. . . , ,

§ Adlcrwerkc vorm. öcinricp 5rlet>cr , Frank- furt a M. Die Aktien dieser Gesellschaft, die Ende deS ver­gangenen Monats den Kurs von 500 wieder überschritten haben, sind am Dienstag dieser Woche von 506 bis 528-° gestiegen: gestern erfolgte zuerst sogar eine wertere Steigerung über ine

Büchertisch.

Zur Förderung der deutschen Verkehrs- i n t e r e s s e n. In einem stattlichen Band von neunzig Druckseiten mit über hundert Illustrationen und einer Kunstbeilage ist die erste Juni-Ausgabe der illustrierten ZeitschriftDeutschland" in Düsseldorf soeben als Sachsen-Nummer erschienen. Der erstmalige Versuch, den Städte-Sondernummern des trefflichen Or­gans des Bundes Teutsck>er Verkehrsvereine eine umfangreiche Nummer über ein größeres deutsches Gebiet folgen zu lassen, ist durchaus gelungen. Die Sachsen-Nummer bildet mit ihren zwan­zig verschiedenen Aussätzen, zu deren Verfassern die ersten säch­sischen Schriftsteller und besten Kenner des Sachsenlandes zählen, nicht nur eine vornehme Werbeschrift, sondern auch einen lvert- vollen literarischen Beitrag über Sachsens Land und Leute.

Geborene 1 31

33,6

37

48

31,3

38,8

41,7

40,4

32,4

33,7

31,1

26,3

19,6

24,9

29,1

28,3

25,6

26,2

25,6

26,4

23,5

in dieser

Samstag, 6. juli (y(2

Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'schen UnioersilälS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, ®ic6cn.

2 Ortsfremden 5,0 u/o°.

Kinder

Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr T

1

- 1(D

Redaktion, Expedition und Druckerei: Sdjul- stratze 7. Expedition und Verlag: bl-

Redaktion:e^S!12. Tel.-AdruAnzeigerGieben.

entfielen im Jahre 1909

Gestorbene Geburtenüberschuß

Kleine daaeschronit

In der Freiberger Straße in Dresden wies ein Polizist den Kutscher eines Wagens an, langsamer zu fahren. Der Kutscher tat das Gegenteil. Als der Beamte den Wagen anhielt lchlug der Kutscher mit der Peitsche auf ihn ein. Da ihm auch Ar­beiter beistanden, rief der Angegriffene andere Beamte zu Dille. Diese konnten die Angreifer überwältigen und drei von ihnen aiiP die Wache bringen, während der vierte entkam.

AuS Corning (New 9orf) wird gemeldet: Ein Schnell­zug fuhr auf einen in der Station stehenden Personenzug der Lacka wann a-Eisenba hn auf, der von New York nach B u f a l l o bestimmt war. Die beiden hintersten Wagen des Per- sonenzuges wurden umgeworfen. Die meisten Insassen wurden tot hervorgezogen. Es sollen 30 getötet und 50 verletzt sein.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Summa: 5(2) L (1) 2 (1)

Anm.: Die in Klammern aesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts üach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Die lebhaften Erörterungen über den Geburtenrückgang in Preußen und Deutschland legen einen Vergleich unserer derölkerungsstatistik mit der der übrigen europäischen ^taa- nahe. Besonderes Interesse beanspruchen naturgemäß den Geburtenüberschuß anzeigen. Aus

Ochsen.

Vollfleischige, auSgemäftete. sechsten Schlacht- wertes im Alter von 4-7 Jahren . . .

Tic noch nicht gezogen haben (ungejocht) ... .

Junge, fieifcbige, nicht auSgemästete und ältere auSgemästete............

Bull en.

Dollfleischige, auSgew, höchsten Cchlachtiv. . .

Vollfleischige, jüngere..........

Jarj en. R ü l) *.

Doll fleischige auSgemästete «Zärsen höchsten

Schlachtivertes

Vollfleischige auSgemästete Kühe höchsten

Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ...

Wenig gut entwickelte Färsen

Weitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent- wickelle jüngere Kühe

Mäßig genährte Kühe und Färsen K ä l b ec.

Feinste Maslkälber

Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... (Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugtalber.........

vs- d) a <2.

Weidemastschafe:

Mastlämmer und 'Masthainmel S ch »v e ine.

Vollfleischige Schweine von 80100 kj? Lebend­gewicht ............

Vollfleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht

VoUfleijchige Schweine von 100120 kg Lebend­gewicht

Vollfleischige Schweine von 120150 kg Lebend­gewicht

34 oder m imerfriscbe, äumen Sie ich bei An- oder bei teinforder- luk die An- m Gieiener ;r zu de- eben!

LT!

An: meisten fällt . ,

r«chtum der slavischen Völker, namentlich . b ( Augen Wenn ihm auch eine verhältnismäßig hohe Lterblichkeitsziffer gegenübersteht, so weist doch das große Sind) den stärksten Geburtenüberschuß auf. Die Bcvolke- runasvermehrung Deutschlands hat sich bisher verhältnis­mäßig erfreulich entwickelt, nichtsdestoweniger aibt der Ge­burtenrückgang während der lebten Jahre zu Besorgnissen -r.saß. Aus den Sterbeziffern sehen wir, wie die Sterb­lichkeit unter den Ländern mit höchster Zivilisation am meisten bekämpft wurde; es kommen dabei zweifellos auch noch klimatische Momente in Betracht. Die Bevölkerungs­bewegung in Frankreich unterliegt immer einigen Schwan­kungen. Bisweilen hatte dieses Land überhaupt kernen Be­völkerungszuwachs zu verzeichnen, wohl aber Einbußen; so z. B. 1907 und liameselich 1911. Im letzten Jahre iMt die Zahl der Todesfälle die der Geburten um nahezu [35 000 überholt. Großes Interesse bieten die Ziffern auch im Hinblick auf die Grundeigentumsverterlung in den ver­schiedenen Ländern. Im allgemeinen verzeichnen die Lan­der mit überwiegend bäuerlicher Bevölkerung den größten

Men entiem HÖalbi. 8u n. er Gcschafisstellr er Anzcig.

iftntbalL 'M s,<M.v.d.Bahnü - rub. Vage, gute i-5lufn.fof.Cucfl' adi.H.Ad.Äoltz, ' >. Bahnn.

)eub. sni,

Märtte.

«ießen, 6. Juli. TI nrftb eri dit. Nuf benttgem Wocben- markte kostete : Butter daS Thmb 1,201.30W Hühnereier 1 Stück 78 Dfq^ 2 Stück 00 Plg., Enteneier 1 Stück 100 Psg., Gänseeier iet 20 Ps., Käse das Stück 68 Psg, Käsematte 2 Stück 56 Psg/

540 hinaus. Die Kassanotiz stellte sich schließlich am 530» Als Ursache der Bewegung wurden Fusionsgerüchte mit Benz, auch mit Opel genannt. Weiter wurde eine neue Kapitals erhöhung in Aussicht gestellt. Aus den Kreisen werden tedoch alle diese Gerüchte als vollständig aus der Luft gegriffen bezeichnet. An der Börse wird jedoch behauptet, daß eine Kapitalserhöhung von wahrscheinlich 2 Millionen Mark, wenn auch erst für das nächste Jriihjahr in Aussicht stehe. Jedenfalls wäre eS lehr verfrüht, wenn diese Aussicht jetzt schon in den ffunen escomvtiert wurde, selbst wenn dann ein wertvolles Bezugsrecht in Aussicht

8 Deutsch-Südarnerikanische Telegraphen­gesellschaft, Akt.-Ges., Köln. Diese Gesellsclwst schlagt einer Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals nm 2'/» Millionen Mark auf 12'/- Millionen Mark vor und be° chloß die Aufnahme einer weiteren Anleihe von 3.8o Millionen Mark, beides zwecks Kostendeckung für die Wetterführung des Kabels der Gesellschaft von Monrovia bis Togo nach Kamerun. Die neuen Aktien, welche bis zur Betriebseröffnung aus der erwähnten Strecke, längstens jedoch bis Ende 1912 o»b Bau- linfen erhalten und dann an der Dividende teilnehmen, sollen an ein unter Führung des A. Schaaffhausenschen Bankvereins tehendeS Konsortium zu pari plus Kosten der Erhöhung begeben werden mit der Verpflichtung, sie den alten Aktionären zu 105»o anzubieten. Die Konzession der neuen strecke ist bereits erteilt. Der Kabelbetriebsverlraq mit dem Rrichspvftamt, der im Jill gemeinen auf den gleichen finanziellen utid sonstigen Grundlagen beruht wie der Betriebsvertrag für die schon bestehende Kabel Verbindung BorkumTeneriffaMonroviaPernambueo, steht unmittelbar vor der Vollziehung.

§ Deutsche Kohlensäurewerke. Die Verhandlungen zum Zwecke des Zusammenschlusses aller flüssige Kohlensäure er­zeugenden Werke Deutschlands sind endlich zu einem endgültigen Abschluß gelangt. Durch die jetzt erfolgte Syndikatsbttdung aller Kohlensäure herstellenden und gewinnenden Werke Deutschlands, Lollands, Luxemburgs und Belgiens werden einheitliche Verkaufs bebingungen möglich. Die Geschäftsstellen des Osten Deutschlands befinden sich -in Berlin, die des Westens Deutschlands sowie .Hollands, Belgiens und Luxemburgs in Koblenz, die des Südens in Stuttgart. Mle diese Geschäftsstellen sind verbunden in einem Verband, als dessen Sitz Berlin in Aussicht geiiommen ist.

Darmstadt, 5. Juli.

J-m Schapirv-Prozeß setzte Verteidiger Juftizrat Dr. Bern- Kein heute vormittag fein Plaidoher fort. Um ein Uhr mittags war er noch nicht am Ende seiner Ausführungen angelangt, die auch einen Teil der heutigen Nachmittagsitzung beanspruchten. " ustizrctt Bernstein verlas eine ganze Reihe rerchsgerichtlicher lilscheidungen, die alle darauf hinausliefen, daß der Presse em E'rcches Maß von Freiheiten zugestanden werden müsse, wenn ic imstande sein soll, Mißstände öffentlich zu rügen. Jnsttzrctt Bernstein forderte für seinen Klienten unter allen Umstanden hn Schutz des Paragraphen 193. Er bitte um die Freisprechung bty Angeklagten, oder aber, wenn die Richter in der irorm ter Artikel eine Beleidigung erblicken sollten, nur auf eine Geld- (träfe erkennen zu wollen, niemals aber auf eine Freiheitsstrafe.

Nachdem Jnstizrat Bernstein seine Rede beendet hatte, die »in ganzen etwa sieben Stunden in Aiispruch genonunen hatte, begann Rechtsanwalt Dr. Bopp sein Plaidoyer. Er besprach noch einmal die einzelnen Fälle.

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läübeii vr Vr. u,*-u1,-m ! viitmer pt. -et l,uo1,60 Dit, vabne vr. Stuck 0,801,80 TiL, Enten vr. St. 1,802,20 Alk., Wänfe daS Psd uOüO $fqw Ochsenfleisch vr. Vid. 92 100 Big, Rind,Irisch pr. l'funb 9094 Hl, Shibtleifd) 80 Via., r chroetne- sleiscb vr. IhutD 8096 P'g., Malbiieiidi vr. Pfd. 9296 Pfg., Hammelfleisch pr. 7090 . sg., Mavtoiidii vr. l"0 10.00

bis 10.50 Atk., Weibkrant daS Stiick 00 bis OJ Dfg^ Jwiebelu vet ßtr. 10,0012,00 1UL, Atilch das Liter 22 Vfg. Nüsse 100 Stück öOOo big., ver 3tr. 000 Älk^ Kirschen daS Pfund 2b30 Psg Alarktzeit von 71 Uhr.

fc. Frankfurt a. 5. Juli, freu- und o t r o b m a r f t. Angriahren waren 7 Wagen Hen und 0 Wagen Stroh. Man notierte: ven .all) 4.004.5u -.Vif., pen (neu) 2,'0-3,00 Mk., Etvoi) (Kornlangstroh) 0.00-0.00 Vik^ Wirrstroh 0,000,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschah lebhast. Tie Zufuhren waren aus den Kreisen Friedberg, Dieburg und Vanau.

r.0. Wiesbaden. Viehh ot-Mark tde richt vorn 5. Juli. Auftrieb: Rinder 71 (Ochsen 35, Bullen 0, Kühe 36), Kälber 54,

Sport.

= Koblenz, 2. Juli. Zu der am Sonntag den 14. Juli auf der Mosel bei Koblmz (Moselweiß) unter dem Protektorat des Oberpräsidenten der Rheinprovurz Staatsminrster von ylbeur haben stattftndenden Ruder-Regatta des Mittelrhei­nischen Regatta-Verbandes sind von 17 Vereinen zu 11 Nennen 43 Boote mit 205 Ruderern gemeldet,worden. Die Beteiligung an der Regatta ist also sehr gut und weist gegen­über der vorjährigen Verbands-Regatta in Neuwied, bei der b-i 11 Rennen 9 Vereine mit 31 Booten teilnahmen, eine sehr beträchtliche Steigerung auf. Es haben «ch außer dem sestgebeirden Verein, dem Ruder-Club Rhcmania 1877/1897 e. V. Koblery, gemeldet, Vereine aus Mcmiz, Köln, Düsseldorf Bonn, Neuwied, Tier, Kvchem, Kastel, Wiesbadeii, Biebrich, Höchst, Hanau, Ems, Limburg und G i e ß e n. Im'einzelnen weisen die Rennen folgende Besetzimg auf: 1. Junior-Vierer, Heraussorderungspreis des Prorektors, Freiherrn von Rheinbaben, 5 Boote: 2. Großer Emer, Wanderpreis der Königin von Rumänien, 3 Boote; ch . An­fänger-Gigvierer, 3 Boote; 4. Zweiter Achter, 4 Boote; 5. Mtttel- rhein-Vierer, Wanderpreis des Fürsten zu Wied, 5 Boote; 6 Junior-Einer, 4 Boote; 7. Ermunterungs-Vierer, 3 Boote; 8' Königs-Vierer, Wanderpreis des Königs von Württemberg, 7'Boote - 9. Trost-Gigvierer, 5 Boote: 10. Doppelzweier ohne Steuermann, 2 Boote: 11. Erster Achter, Ehrenpreis der Resi- denzftadt Koblenz, 2 Boote.

wandern und Reisen, Bäder und Sommersrischen.

V o m r e ni d en v e r k e h r s v e r e i n s ü r B ö h m e Jin Teutschcii ReichSkurSbilch lür 1912, 1. Vierteljahr, fordert der og. .Fremdenverkehrsverein für Böhmen' in einer Anzeige auf, Böhmen zu besuchen. Tabei zählt er als sehenswerte Orte neben Vrag auf: BrandeiS, Kladno, Kolin, Königinhof, Stuttenberg, Türnau usw., sowie dieBadeorte" Belohrad, Letiny und Warten- berg. Völlig verschweigt er jedoch, daß cs in Böhmen Welt-Knr- orte ivie Karlsbad, Marienbad, Franzensbad, Tcplitz gibt, vergißt die Böhmische Schweiz, daS Riesen- und Erzgebirge, den Bohmer- ivald usw. .Warum werden diese hervorragendsten imb mit Recht bekanntesten Sehenswürdigkeiten deS Landes totgeschwieyen?' fragen die Mitteilungen des Vereins für das Teutschtum nn Ausland. Weil sie ganz oder größtenteils in Teutschböhmen liegen! Dieser einseitigeJremdenverkehrsvereiii" empfiebtt nämlich ausschließlich solche Gasthäuser imb Firmen, bereit Besitzer ihm als fanatische Tschechen bekannt sind. Man sieht, wenn eS einträglich ist, ver­stehen diese Leute nicht nur ausgezeichnet deutsch, sie bedienen sich sogar aintticher Veröffentlichuiigen des Deutschen Reiches, um den onst so wenig geliebten Deutschen ins Land zu ziehen.

Salzungen, 5. Juli. Bis heute sind 1 932 Per- Ionen zur Kur hier cingctroffcn.

»sklM

Bellevue

l wundern. Vagi nnnü Pros», frei

IS»/<I

nd Damen, weicht licken in waldreich nben solche in der * EtitlüÄ Oberlabnlr.,Ltat en-lAuchSind.^^

iingen.

der Lage [3710 ;rte Zimmer erfrifttter.

1t, Villa Eliwbeü

Höchste Temperatur am 4.

Niedrigste , 4.

Niederschlag: 0,0 mm.

ch. Bingen, 4. Juli. In dem Jahresbericht der .Handelskammer Bingen ist folgender allgemeine Rück­blick am das Jahr 1911 enthalten: Sunt ersten Male seit einer .langen Reihe von Jahren läßt für unseren Kammerbez,rk der Rückblick auf das Berichtsjahr 1911 bie Anzeichen einer Besserung : per allgemeinen nvrtfchaftlichcn Lage erkennen, wenn diese Befsc- Tung auch nicht überall und nicht gleichmäßig, bei.allen ErwerbS- pucigcn zur Geltung gekommen ist. Der erfteuliche Umschwnna fc loinmt in erster Linie auf Rechnung der Weinproduktion, kne nach aliiuüicleu Mißjahren wieder einmal einen in Menge >lnd Gute beftiedigenden Herbsterttag verzeichnen durste, um besten Ankant schon wälircnd und bald nach der Weinlese ein förmlicher Wettlau! imttfanb. Die für die Kreszenz erzielten hoben Preise gaben den dem Ruin nahen Winzern wieder frischen Mut; sie konnten alte Verbindlichkeiten jedenfalls zum Teil decken, Kauflust und M'auftrait hoben sich und die tief gesunkenen Preise des Wein- gdänbee- erfuhren eine merkliche Steigerung. Die roegen llrr ' rmtabilität der Rebcnanlagcn in erhebliches Umfange oeabstch tiflte Umwandliing in andere Kulturarien (Spargel*, Rübenbau usw.) wurde, soweit noch nicht durchgesühri, in manchen Gemar­kungen ausgegeben, wogegen man vielfach wieder zur Ncnanvflan- jung der Weinrebe schritt. Hand in Hand mit dem guten Weiistahr z.ngen die trotz des heißen, trockenen Sommers durchschnittlich beftiedigenden, teilweise vorzüglichen, Ernteergebnisse der Land- ivwtschast, denn die Körnerfrüchte waren gut geraten und er ipdten Hohe Preise. Daß Kartoffeln, iGemüsc und Obst ^untcr Der Di^re gelitten hatten, konnte die allgemeine fteudige LrtiM- muOg nicht erheblich beeinträchtigen; mißlicher war schon die Sic Viehhaltung erschwerende Futter kn apvhcit, angesichts welcher sehr zu bedauern ist, daß die Reichsregierung dem Drängen iPcitcr schwer betrogener Volkskreise nach einer Ermäßigung be- zichungswcise zeitweiligen Aufhebung gewisser Futtermittelzölle nicht nadigegcben hat. Die deutschen Staatsbahnen marenjnekr '-)tot gegenüber schon zugängiger, indem sie auf Futter- und stteu- nittel eine bedeutende Frachtermäßigung eintreten ließen. Die am 22. September vorigen Jahres in 23trhing trat und rnS mm 30. Juni 1912 in Geltung blieb. Die gesteigerte Einnahme mr Bodcnprodukte kam naturgemäß allen Verkaistsgefchäiten zu- t atten, die in Nahrungs- und Genußmitteln, Belloidungs- und Modeartikeln, HaushalNiNgsgegeiiständen, laiidwirtschaftlichen Ma­schinen und Geräten usw. vermehrten Absatz hatten. Ueberml macht sich der flotte Geldumlauf wohltuend bemerkbar: es herrscht nieder gehobene Stimmung, gepaart mit frohen Hoffnungen für

Juli

1912

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