Ferne Forderungen vetr. eines Adriahafens und eines Zuganges zur Adria auf bas Allernotwendigste zu beschränken. Noch eine Reifs des österreichischen Gencralstabschess nach Berlin?
Das Berliner „Tageblatt" meldet aus Wien: In Wien waren heute Gerüchte verbreitet, Generalstabschef Sche- mua sei abermals nach Berlin abgereist, um mit seinem deutschen Kollegen v. Moltke zu konferieren und Armeeinspekteur Freiherr v. Hvetzendorf habe sich nach Berlin begeben. Beides wird in offiziösen Kveisen bestritten. Dazu berichtet der „Lokalanz." aus Berlin: An maßgebender stelle erklärt man, von der nach einem abends verbreiteten Gerücht über die bevorstehende Ankunft des österreichischen General st abschefs nichts zu wissen.
Die türkischen Blätter deuten an, daß vor der Verständigung mit Griechenland noch Kriegsereianisse zu erwarten seien. Es wird die Ueberlegenheit der türkischen Flotte fiber die,griechische shervorgehoben und man erwartet, daß sich jene bald rege. Der Sultan sandte der Flottenbesatzung kaiserliche Grüße und Geschenke.
Die „Voss. Ztg." bringt aus Sofia folgende Notiz: Man versichert, daß die Kriegführenden grundsätzlich in Aussicht genommen haben, die Friedensverhandlungen bis Neujahr zu Ende zu führen.
Aus Belgrad will die „Tägl. Rundsch." erfahren haben, die Verbündeten würden eine Note über die durch den Waffenstillstand neu geschaffene Lage ausgeben. Die Nichtunterzeichnung Griechenlands bedeute nicht, daß der Balkanbund durch irgendwelche Mißverständnisse gelockert sei.
Die drei Delegierten Montenegros für die Londoner Friedensverhand^ungen, Lazar Miuskowitsch, Jowo Popowitsch und Lujo Wojnowitsch, traten die Reise nach England an. Die Spitäler Montenegros sind von Patienten überfüllt, die infolge der schlechten Witterung der setzten Tage an Krankheiten der inneren Organe leiden. Die große Mehrzahl der auf den Kriegsschauplatz entsandten auswärtigen Berichterstatter verlieh .Cetinje und Antivari.
Graf Berchtold bei einem Vortrag Hardens?
Der „Lokalanzeiger" meldet aus Wien: Einem Vortrag Maximilian Hardens über das türkische Erbe wohnte der Minister des Aeußern Graf Berchtold bei und applaudierte am Schlüsse lebhaft. Harden erklärte u. a., daß es zu einem Kriege mit Serbien kommen müsse. Itußland werde nicht kriegerisch hervortreten. Oesterreich könne Serbien einen Adriahafen nicht zugestehen. Deutschland müsse im eigensten Interesse an der Seite Oesterreichs fechten, um eine slawische Hegemonie zu verhindern.
Deutsches Reich.
Rom und das Zentrum.
Die „Tägliche Rundschau" berichtet aus Rom: Die „U n i t a Cattolica" erklärt, nicht das Zentruip, sondern die Regierung wolle den Kulturkampf. Der Kanzler solle die sektiererischen Einflüsse von sich entfernen, damit ein Konflikt vermieden werde, der gerade für die Regierung die schwersten Folgen haben könnte. In der morgen erscheinenden „Civilta Cattolica", der Hauptzeitschrift des Jesuitenordens, wird den Hohenzollern vorgeworfm, sie behandelten die Katholiken noch ivie im 16. Jahrhundert und patten weder früher noch heute ihr Königswort gel-alten. Für die preußischen Konservativen sei ihr Christentum vornehmlich politisches Machtmittel. Die Berliner Polizei reiße protestantisä-e Mädchen aus katholischen Anstalten heraus und die preußische Schulverwaltung pro- testantiviere systematisch.
Ausland.
Eine Botschaft Tafts.
In der Generalbotschast an den Kongreß drückt Präsident Taft die Absicht aus, die gesamte Tarifrevision der kommenden demokratischen Regierung zu Überlas- s c n. Er betont die Dringlichkeit der Währungsreform auf den vom Wahrungsnusschuß empfohlenen Grundlinien und empfiehlt, den Plan, jährlich zwei Schlachtschiffe zu bauen, wieder aufzunehinen mit dem Vorschlag, 1913 drei z u bauen, um das Manko dieses Jahres auszugleichen. Taft erklärt weiter, daß der Protest Englands gegen die Panamakanal-Gesetzgcbung eine gebührende Beachtung fände und. daß man bemüht sei, eine befriedigende Schlichtung zu erzielen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 7. Dezember 1912.
f ** Tageskalender: S t a d t t h e a t e r : Sonntag nachmittag 3'/, Uhr: Kinder - Vorstellung : .Rotkäppchen"; abends 7*/, Uhr: .Autoliebchen."
Kine matograph: Täglich Vorstellung.
B i o g r a p H-L i ch t s p i e l e: Täglich Vorstellung. BakofsKam mer-Lichtsviele: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.
, Museum des oberhessischen Geschichtsverrins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich.
Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich.
GemäldeausstellungdesKunftvereinsim Turm- > Halls am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, außerdem Mittwoch nachmittag von 8—5 Uhr.
Akad. Dürer - Bund. Ausstellung der Veröffentlichungen ! des Dürer-Bundes. Von, 8. bis 18. Dezember täglich von 10-1 ' und 2—4 Uhr in der Alten Klinik.
E v a i, g. B u n d. F a m i l i e n a b e n d am Sonntag abend 8X Uhr in Stein? Garten.
S o l i st e n - K o n z e r t der Regimentsmusik aus der »Liebigs- höhe" Sonntag nachnuttag VA Uhr.
Anlagemusik findet Sonntag mittag 18 Uhr in dev Süd-Anlage statt (nitv bei günstiger Witterung). Musikiolge: 1. Pilgerchor und Lied nn den Abendstern aus der Cper „Tann- I Häuser" von R. Wagner; 2. Fantaste aus der Oper „Preziosa" ; von C. Di. v. Weber; 3. Kaiser Wilhelms I. Gruß an sein Volk, > Charakterstück von R. Eilenberg; 4. Erzherzog-Albrecht-Aiarsch von K. Komzak. *
** Ordensangelegcnheit. Der König von Preußen s'hat dem Oberleutnant Bosse an der Unterosfizierschule Jülich ldie Erlaubnis zum Tragen des Ritterkreuzes 2. Klasse des Ver- ' dienstordenö Pl-ilippS des Großmütigen erteilt.
** Titelverleihuntz. Der Großherzog Hal dein , ^ominialkommissar des D-iminiums Fischbach j. R. Oberförster Eduard Neu sch äffe r den Charalter als Forstmeister erteilt.
** § e h r er p e r s o n a l i en. Hebe r tragen wurde deni ^chulamtsaspiranten Konr. Reidt auS Grebenau, Zkreis Als- I Md, die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hopfmannsfeld.
** P ost - P ersonalnachri ch t e n. Verliehen Würbe aus Anlaß des Scherbens aus dem Dienste ber ttrvnenvrben 4. Klasse bcm Telegraphensekretär Enenkel in Mainz Versetzt würben: Ober Postinspektor W a ch t - in a n n von Darmstabt nach Düsseldorf unter Ernennung , MM Postrat; Postinspektor Deutler von Mühlhausen i Thüringen > nach Darmstadt unter Uebertragung einer Over- Postinspektorstelle; Ober Tclegraphenassistent Seeger von Mainz nach Gießen; die Postassistenten Flott von Ben- Herm, He per er von Mainz-Kastel, Kohr von Worms,
Stüve von Eberstadt und Willenbücher von Eich nach Hamburg, Klinger von Gießen nach Worms, Möller von Gustavsburg nach Remscheid, Nicolai von Gießen nach Duisburg, S ch w e r z e l von Darmstadt nach Essen (Ruhr), die Telegraphenassistenten Lindemann von Offenbach und L. Krämer von Darmstadt nach Berlin, Mattern von Mainz nach Essen und Mau er er von Bad-Nauheim nach Hamburg; Telegraphenmechaniker Tragisch von Darmstadt nach Berlin. An gestellt wurde die Telegraphengehilfin Häußercr in Mainz. B c stan- den haben die Postassistentenprüfung Postgehilfe Karl Müller in Darmstabt; bie Telegraphenassistentenprüfung Telegraphengehilfe Dollega in Darmstadt und Telegraphenanwärter F i l b e r t in Worms. Angenommen wurden als Telegraphengehilfin Hedwig D i e h m in Darmstadt und Elisabeth L ö f s e l in Mainz; als Postagent Kaufmann D i n g e l d e i n I. in Brandau; als Telegraphen-Hilfs- mechaniker Mechaniker Karl Seipp in Darmstadt. Freiwillig ausg eschieden sind die Telegraphengehilfinnen H e d r i ch und He i n z in Darmstadt, Hohmann in Friedberg. Gestorben sind die Postagenten Dingeldein in Brandau und Reinhardt in Gimbsheim.
** Dem „Hilfsverein Ober-Mockstadt" ist auf Grund des Bürgerlichen Gesetzbuches die Rechtsfähigkeit verliehen worden.
•• Stadttheater. Auf die beiden Sonntags-Vorstellungen, von denen „Rotkäppchen" bei Volkspreisen, „Autoliebchen" bei kleinen Preisen gegeben wird, sei auch an dieser Stelle hingewicsen. — Zum Possart-Gastspiel am Montag werden an der Abendkaffe den Herren Studierenden Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen abgegeben; voraussichtlich kann der Nachfrage an der Abendkasse durchaus genügt werden.
** Die bayerische Vereinigung hält morgen nachmittag int Felsenkeller ihre 1. Weihnachtsfeier ab.
** Ein tiefbedauerlicher Unglücksfall, der leider ein Menschenleben kostete, ereignete sich am Freitag mittag V21 Uhr in der Bahnhofstraße. Der Unfall trug sich nach den Ermittelungen des Großh. Polizeiamts folgendermaßen zu: Das Geschäfts automobil des Gießener Anzeigers hatte auf einer seiner regelmäßigen Fahrten zum Bahnhof am Cafe Amend einen vom Bahnhof kommenden Wagen der elektrischen Straßenbahn passiert und fuhr nach der allgemeinen Vorschrift auf die rechte Seite der Straße ein, also auf das Schienengleis. An der anderen Seite der Straße stand das Automobil des Fabrikanten Kreuter; es war etwas von dem Rande der Fahrbahn entfernt, doch war zwischen ihm und dem anderen Auto ein Zwischenraum von 3 Metern, so daß für einen Radfahrer eine Durchfahrt leicht möglich war. Auch dieses Auto hatte der Wagen des Gieß. Anz. schon passiert, als ein Radfahrer in scharfem Tempo ihm innerhalb der Schienen entgegenkam. Als der Radfahrer noch einige Meter von dem Auto entfernt war, verlor er offenbar die Gewalt über sein Rad. Der Führer des Autos, ein älterer, ruhiger Mann, bremste scharf, so daß der Wagen sofort stand, ep konnte aber den Zusammensto ß nicht m e h r v e r h ü t e n. Der Radfahrer fuhr direkt schräg in das Auto hinein, und der Zusammenstoß war so heftig, daß der Radfahrer, ein Postbedienstcter namens Wassem, mit dem Kopf gegen die Schutz scheibe flog, so daß sie zertrümmert wurde und der Verunglückte einen S ch ä d e l b r u ch und sonstige Kopfverletzungen erlitt. Er fiel in weitem Bogen schräg rückwärts auf den Bürgeisteig. Dr. med. Klei n, der den Vorfall vom Fenster aus mit angesehen hatte, und Dr. Geyer leisteten dem Verunglückten im Cafe Amend die erste Hilfe. Sie fanden seinen Zustand hoffnungslos, ordneten aber dennoch seine Ueberführung in die Klinik an. Hier ist der Verletzte um 31/, Uhr gestorben. Nach den Feststellungen des Polizeiamts trifft den Verstorbenen allein die Schuld an dem Unglück. Er ist ein Opfer der Gepflogenheit geworden, mit der viele Radfahrer in abschüssigen Straßen fahren, ohne sich um den sonstigen Straßenverkehr zu kümmern. Sehr zu bedauern ist die Frau des Verunglückten, die mit einem einjährigen Kinde jetzt den Kampf ums Dasein aufnehmen muß. Hoffentlich findet sie dabei von Menschenfreunden Unterstützung. Der Verunglückte, Heinrich Wassern aus Ulrichstein, war 23 Jahre alt. Er ist noch nicht angeftellt gewesen; seine Witwe hat also nur Anspruch auf Unfallrente (zumal sich der Mann außer Dienst auf der Heimfahrt vom Dienste befand). Das Auto erlitt nicht unerhebliche Beschädigungen.
KreiS Alsfeld.
O Groß-Felda, 6. Dez. Vor wenigen Jahrzehnten hatte unser Dorf eine eigentümliche Housinbustrie, nämlich bas Nagelschmiedcn. Noch vor 20 Jahren wurde hier während des ganzen Winters die Nagelschmiederei von etwa 70 bis 80 Leuten betrieben, heute gibt es davon kaum noch 20.
Kreis Lauterbach.
Q Wallenrod, 6. Dez. Als undankbare Gäste erwiesen sich durch unser Dorf ziehende Zigeuner. Nachdem sie im Dorf eine Nacht geherbergt hatten, verließen sie e§ in der Morgenfrühe. Jedoch verfehlten sie nicht, bei ihrem AuSzuge sich eine große Milchkanne anzueignen, die vor einem Gasihause hing. Die Bemühungen deS Eigen- tüniers, dieselbe wieder zu erlangen, waren ohne Erfolg. Auch in einem Nvchbardorfe machten sie Ansprüche auf fremdes Eigentum geltend, indem sie dort eine Pfeife stahlen.
Kreis Friedberg.
m. Schwalheim, 7. Dez. An dem neuen Bad- Nauheimer Güterbahnhof, der schon in Schwalheimer Gemarkung liegt, entwickelt sich eine rege Bautätigkeit. Zum großen Teil hat bereits der Staat dieses für die Geschäftswelt sehr wertvolle Gelände in Händen, außerdem befinden sich an den Zufuhrstraßen noch einige hundert Morgen Land im Besitze von Schwalheimer Bürgern. Während schon jetzt einige Wohnhäuser mit Versandhallen im Bau begriffen sind, wird im Frühjahr die Franksurter Versandsirma, die die Lieferung von Hafer, Kartoffeln und Obst für das 11. und 18, Armeekorps übernommen hat, mit dem Bau von Lagerhäusern und Kellern beginnen.
Starkenburg und Rheinhessen.
rb. Darmstadt, 6. Dez. Ein weiten Kreisen interes- nerenbCT voll tisch er Presscbeleidigungsvrozeß kam heute vor der hiesigen Strafkammer zur Verhandlung. Das sozialdemokratische Offenbacher Abendblatt hatte gegen den na-
tionalliberalcn Stadtverordneten Fritz Perrelat, ber auch Dorstandsmilglied der städtischen Sparkasse in Offenbach war und als Agent für Grundstücks- und Hypothekenverwaltungen tätig ist, den Vorwurf erhoben, .daß er als Vorstandsmitglied der Spar' lasse seine Amtspflicht gröblich verletzt und sein Ehrenamt miß braucht habe, um sich pekuniäre Vorteile zu verschaffen. Er habe sich in zwei Fällen für Sparkassendarleheu Provision zahlen lassen usw. Bei der im Oktober d. Is. vor dem Schöffengericht zu Offenbach verhandelten Beleidigungskalge gegen den verant wörtlichen Redakteur des Offenbacher Abendblattes, Ignaz Stlug, wurde- dieser 50 Mark Geldsttafe oder 10 Tagen Gesang ms verurteilt. Der Beklagte hatte gegen dieses Urteil Berufung eingelegt, doch bie Zeugenvernehmung vermochte nicht den Beweis zu erbringen, baß bie Borwürfe irgenbroie gerechtfertigt wären. Justiz rat v. Brentano wies als Vertteter des Privatklägers darauf hin, daß der ganze Vorstoß des Blattes nur in der Absud, erfolgt sei, P. zur Niederlegung seines Amtes als Stadtverordnete!: zu veranlassen, wie sich schon so viele anständige Männer in Offenbach durch solche Manöver hätten bestimmen lassen, aus dem öffentlichen Leben auszuscheiben. Nach umfangreicher Zeugen Vernehmung und Beratung verkündete die Strafkammer, baß das von ber ersten Instanz festgesetzte Sttafmaß durchaus angemessen und richtig sei. Ter Angeklagte habe nicht, wie er vorschütze, in Wahrung berechtigter .Interessen gehandelt, sondern in der Absicht, dem politischen Geaner „eins zu versetzen". Dem Ange- Ragten wurden sämtliche Kosten des Verfahrens auferlegt.
s. Groß-Gerau, 7. Dez. In der hiesigen Zucker, sabrik wurde gestern abend der 18 Jahre alte Arbeiter Karl Fischer überfahren und sofort getötet
Hessen-Nassau.
Marburg, 6. Nov. An ber hiesigen Universität wurde die Neuerung eingeführt, daß bie Toktordiplome von letzt an in deutscher Sprache abgesaßt werden. An ber Universität Gießen geschieht dies schon seit 1904. Gießen hat damit den Anfang gemacht. Red/.
X. H a n q u , 6. Dez. Als vor einigen Monaten die Baufirma Joh. Hch. Hack mit etwa Mill. Mark Passiven in Konkurs geriet, verschwand bald darauf auch ber 36 Jahre alte Sohn des Inhabers genannter Firma, Architekt Iatob Hack. Er hatte W e ch s e l f ä l s ch u n g c n in der Höhe von etwa 100 000 Mark verübt Jetzt ist er in New York verhaftet worden.
vermischter.
* Zusammenstoß auf der Hochbahnin NewPork. An der höchsten Stelle ber Hochbahn i u New Bork, da, wo die Strecke 70 Meter hoch liegt, stießen ;wei Züge zusammen. 11 Personen wurden nhiwr verletzt. Da die Wagen Feuer fingen, entstand unter den Fahrgästen eine riesige Furcht. Tausende von Menschen standen in furchtbarer Erreguug unten auf der Straße und sahen dem Brande in idyuinbelnber Höhe zu, unfähig, Hilfe zu bringen. Durch Angestellte der Bahn 'wurde das Feuer verhältnismäßig schnell gelöscht und größeres Unglück verhütet.
Kleine Tageschronik.
In einem Anfall von Geistesgestörtbett beging eine junge Dame aus Berlin in einem Landhavse in Hoch stadt bei Wiesel bach Selbstmord. Sie tränkte ihre Kleider mit Petroleum, ging auf das Feld und bestieg einen Strobsckwber, den sie a n zündete. Sie sand ihren Tod in den Flammen.
Der Schwager des flüchtigen Kassenboten Brüning, der Maurer H a t o c in Engter, der mit seiner Ehefrau wegen Verdachtes der Beihilfe verhaftet worden war, wurde nach dem Untersuchungs gefängnis in Osnabrück übergefüh-rt. Gefunden wurden 67000 Mark, die an zwei verschiedenen Orten des Hauses versteckt waren.
Unweit Rostow am Ton übersielen Räuber einen Postzug, verwundeten drei Passagiere und beraubten den Kassierer mit 55 000 Rubck. Die Räuber entkamen.
Der Direktor I d m a n der Foerningsbank in Heising- fors wurde wegen Wechselfälschung und Unterschlagung verhaftet. Ter Verlust dieser Bank beträgt allein 4 Millionen Mark, worin die Verluste der Privatpersonen und Unternehmungen nicht inbegriffen sind.
Amtlicher Wetterbericht.
Deffentlidier Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Comttcw, den 8. Dez. 1912: Nebelig d's trüb, mein trocken, bei wenig veiänderter Temperatur.
Allen Personen, die Kaffee Hag, den coffeinfreien Bohnenkaffee, als Ersatz für eoffeinhaltigen Kaffee trinken, entgeht nichts;^ sie haben den gleichen Genuß wie sriiher.
Rektor Pros. Dr. K. B. Lehmann.
RcktoratSredc der Universität Würrbnra 11. 5. 12.
Überzeugung genügt ei
Pfund
u. s. w. Sie sind billi| und wohlbekömmlich.
Bester Ersatz für Mandeln Backzwecken, im Haushalte vorzüglich im Geschmack
Pfund 40 Pfg.
KolonialwartB-Gescliaiieo.
hätte ich vergessen Pinots mitzubringen.
Kauft Pinots!
und andere Nußarten zu
Statt
Schäfer
erlebte
Dezember 1912
Offenbach, Lillistrasse


