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terkmke. Nfc
wurden und sich dann entzündeten.
schuß wieder frei
Man schreibt
Katastrophe in der Steinkohlengrube
mniehiuno
Demonstration der Verdauung selber durch eine Reihe von Modellen, die Aufnahme und Wetterführung der Nahrung und ihre Zuführung zum Blut, sonne die Absonderung der Säfte an die Nieren.
Eine besonders umfassende Abteilung ist der Darstellung der N e r o e n und des Gehirns gewidmet, das den Haupt- sitz des Nervensystems bildet. In zehn Querschnitten nur» zunächst die Gehirnmasse selber vorgeführt, dann die gesamte Nerventätigkeit, die Bewegung»- und Empfindungs- nerven. Zn Verbindung damit steht auch die Darstellung der menschlichen Sinnesorgane, Auge, £hr und Kehlkopf, wobei besonderes Interesse die anatomischen Vorführungen des Auges verdienen.
Tie wichtigsten Abteilungen bilden zweifellos die Abteilungen VII und VIII, die das Lindesalter und die Säuglingspflege darstellen. Ta ist zunächst eine Zusammenstellung alles Wissenswerten aus der Anatoniie und Physiologie des werdenden Menschen vorhanden, das Wachstnm des Lindes wird durch zahlreiche Illustrationen gezeigt, während andere Beispiele den großen Wert der Ernährung durch Muttermilch demonstrieren, die Nabrung im ersten Lebensjahre bestimmen, die Ursachen der Säug- lingssterblichkeit vorsühren und die verschiedenartigsten Winke für eine rationelle Säuglingspflege tn Wort und Bild geben. In dieser Abteilung findet überhaupt die junge Mutter und Kindererzieherin sovie^des Vorbildlichen und Belehrenden, daß ein eingehendes Studium nicht dringend genug empfohlen werden kann. Ein besonderer Raum daneben ist einer Darstellung der Kinderpflege im Altertum und Mittelalter gewidmet, und fordert vielfach den Humor heraus, wenn man fieht, welch fonderbare Maßnahmen von unzivilisierten Völkern auf diesem Gebiete vorherrschend waren; daneben befindet sich aber auch manche hygienische Behandlungsart, zu der die Neuzeit erst auf dem Umweg über die Wissenschaft gekommen ist.
Naturgemäß nimmt auf der Ausstellung das Kapitel Volks krantheiten einen Hauptplatz ein. Durch zahlreiche Mikroskope werden zunächst die Bakterien verschiedenster Art veranschaulicht und deren Wachstum, Verbrei- lungsarl und Lebensweise vorgeführt, während andererseits die Erfolge und Forschungen der neueren Medizin, das Tiphlherieserum, Typhusserum, Starrkrampfserum, vei>
uns von bergbau technischer
Lrn grotzes Scblagwetkeruttglück bei vocbum.
Wie wir gestern schon durch Aushang in unserer Ge- schäftsstelle bekannt machten, hat gestern au^ 3 e d) e Lothringen 12" in Gerthe bei Bochum eine große Schlag wetter-Explosion ein furchtbares Unglück herbeigeiübrt. Bis 1 1 Uhr vormittags waren von 6.50 cingefahreneu Bergleuten acht Verletzte geborgen worden.
Bo chum, 8. Aug. Nach dru neu esten Feststellungen fiob aus der Zeche „Lothringen" bisher 61 Leichen und 25 Verletzte, wovon nach Aussage des Krankenhauses Berg-. nannSheil 23 nut leicht verletzt find, geborgen worden. Ueder -en Herd der Explosion bestehen noch Zweifel.
Schwere Trauer ist, so wird uns aus dem Industrie-
Die Ausstellung „Der Mensch".
rb. Darmstadt, 8. August.
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Die furchtbare _ _
der Gewerkschaft „Lothringen" in Gerthe bei Bochum ist nach den letzten Meldungen zweifellos eine Schlagwetterexplosion gewesen. Tie Ursache wird als „bisher unbekannt" bezeichnet. Nun, Schlagwetterexplosionen können überhaupt nur drei Ursachen haben, auf die hin die amtliche Untersuchung gerichtet werden muß. Bei der hohen Entzündungstemperatur der Schlagwetter von 700 Grad, der die Explosionstemperatur des
Studt’s ahamhaus, Kreuzir nstag und Freitao friw arl Schwas
chinellcm Bohr betriebe, d. i also die «chießarbclt und endlich: d»e Gruben brände.
Tie durch Sdneßarbeit hervor gerufenen Fälle fordern gewöhnlich die meisten Qpfer. SKait hat den Gebrauch des früher allgemein benutzten Schwarzpulvers, das in- olge seiner hohen Entzündungstemperatur und seiner mäd;- tigen Schußslamme bei einer Schlagwetteransammlung stets eine Explosion hervorries, ja verboten. Man hat ebenso wie zur Schaffung einer guten Sichcrhellslampe eine ganze Menge Erfindungen und Versuche gemacht, einen möglichst ungefährlichen Sprengstoff, den sog. Sid>erungssprengstofs herzustellen. Taß es einen wirklich schlagwettersicheren Sprengstoff ebensowenig als eine absolut zuverlässige Wet- terlampe gibt, zeigt die Statistik nur zu deutlich. Um bei ber Schiegarbeit eine Explosion im Keime zu ersticken, owie das Umherfprühen glühenden Kohlenstauves unmöglich zu machen, ist auch der „Wasserschleier" erfunden war- den; durch diese Vorrid)tung tritt das Spritzwasser der Bohrmaschine in Form einer vollständig diduen Wasserscheide seitlich aus dem Zerstäuber aus; bei hinreichendem Truck wird ein.Durchmesser des Schleiers von über 10 jn erreicht, der den Ort der Schießarbeit gegen die angrenzende' Strecke abjperren soll. Ter Wajserschleier lvird nicht überall gebraucht.
Als letzte Ursache der Grubenexplosionen haben ivir die Grubenbrände genannt Diese selbst können verschiedene Gründe haben. Häufig veranlaßt ein Sprengschuß oder eine Explosion ein sortglimmendes Gruber,feuer Diese Brände werden glücklicherweise meist nod) frühzeitig genug entdeckt. Gefährlich sind aber die Fülle infolge Selbstentzündung der Kohle, die durch Zersetzungen in alten Bauen entstehen; sie können bis zu ihrer Auffindung soweit um sich gegriffen haben, daß sie nur schwer zu löschen sind. So soll bei Planitz in der Nähe von Zwickau ein kostbares Flötz trotz der angestrengtesten Löscharbeiten und Aboam- mungsversuche über 4UU Jahre gebrannt haben! Tie Wärme pflanzte sich bis zur Erdoberfläche fort, so daß int! Winter lein Schnee liegen blieb. Ein Dr. A. Geitner hat diesen Erdbrand sogar zur Anlegung künstlicher Treib- gärten benutzt. Zur Verhütung der Grubenbrande ist man bestrebt, alte Baue einzudämmen oder mit geeignetem Ver- satzmaterial luftdicht auszufüllen. Gerade die allgemeine Einführung des Bergeversatzes und die gesteigerte Ver- volllominiiung der Grubcnventilation hat in den letzten Jahren viel zur Abnahme von örubenbrdnben beigetragm.
Wir erwähnten eingangs neben der Schlagwetterexplosion auch die Kohlenstaubentzündung. Man unterscheidet nämlid) reine Schlagwetter-, reine Kohlenstaub- und gemischte Explosionen. Bei den reinen Schlagwetterexplosionen treten nur Schlagwetter in Aktion. Tas Methan, der Hauptträger der Schlagwetterexplosionen, sammelt jid; leicht in großen Mengen an der Firste an. Wird eine solche Ansammlung oder ein ausiretender Bläser entzündet, so tritt ein augenblicklicher Verbrennungsprozeß ein, indem sich das gesamte Schlagwetter sofort mit dem Sauerstoff der Luft verbindet. Ter Vorgang bei der sog Kohlenstaubexplosion ist folgender: Erhitzter Kohlenstaub wird plötzlich entgast ; die von ihm einge,chlossenen Schlagwetter werden frei und bilden das Explosionsgemisch, das sich bei der vorhandenen Därme sofort entzündet und detoniert. Ter Kohlenstaub bleibt in Gestatt kleiner Koksperlen zurück, und das Vorhandensein dieser Koksteilchen nach einer Explosion bildet für die amtliche Untersuchung den sichersten . Beweis, daß Kohlenstaub als Explosionsträger in Frage
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-hend aus 2-ieiLlki | rerenGlasschrcmllli m groben Lviegel ummmentunftin w? löslube.
Kohlenstaubes wohl kaum nachsteht, ist an eine direkte Selbstentzündung einer Grubenexplosion nicht zu denken. Tie Zütidungsuriachen sind vielmehr zumeist äußerer Natur und liegen fast immer in der Art des Betriebes. Und zwar erstens tn der Behandlung des Grubenlichtes. Tas unvorsichtige Umgehen mit dem Grubenlicht (auch die au Lchadhaftwerdeti der Grubenlampe beruhenden Fälle tonnen zur Explosion führen) als Ursache ist ja allgemein bekannt. Tie übrigen Urjadjen find: das Funkensprühen bei ma-
Besonders interessant ist dann die Beran ichaulichung des Blutes und dessen Zirkulation im Kdrper. Wir sehen >a die verschiedenen Bestandteile dieses roten Lebensaftes, Eiweißstoffe, Fette, Zucker, organtsckie Salze und Wasser und können dte unaufhörliche Tätigkeit des Herzens bcobad)tcn, dessen wunderbares Pumpiverk das Blut des Menschen, ungefähr 5 Liter, in einer halben Minute durch den Körper treibt.
Sehr reich ausgestattet ist auch die folgende Gruppe: das K nochen s ystem. Wir sehen da die Bildung und Enrwtckelung des Knochengerüstes, die Struktur der Knochen des Menschen in den verschiedenen Lebensaltern, die Entwickelung des Fötus und des neugeborenen Kindes, weiter die Muskeln aller Art, die die »rnochen umschließen und
ihre Tätigkeit veranschaulichen. Ein weiteres wichtiges Kapitel ist der Hautpflege gewidmet, deren kunstvolle Zusammensetzung, Ernährung durch Blutgefäße und Schädigung durch unzweckmäßige Kleidung ober ungenügende Reinigung durch zahlreiche Darstellungen gezeigt wird; auch die „Gänsehaut" fehlt »idjl, das Ausrichten der kleinen Härchen auf der Haut, die einen Rest aus der Urzeit des Menschen bilden, aber fetzt keinen Zweck mehr haben. Weiter gelangen wir aus unserer Wanderung zu den Darstellungen über die Atmungsorga ne, besonders der Lunge, die aus Millionen kleiner, elastischer Bläschen bestehl und durch deren Grroetterung dem Körper den nötigen Sauerstoff zufuhrt. Ein vergrößertes Modell eines Lungen- teilS zeigt, das; die feinen Wandungen dieser Bläschen von einem engmaschigen Netz der zartesten Blutäderchen umspannt sind, mit denen der Austausch von Sauerstoff und Kohlensäure ftattsindet. An der präparierten Lunge eines Bergarbeiters wird die schädliche Wirkung durch fortgesetztes Einatmen von Kohlenstaub gezeigt. Tie Atmung selber ist ein rein physikalischer Vorgang; sie wird mechanisch durck) das Zwerchfell und die Muskeln des Brustkorbes bewirkt. Der normale Mensch atmet in der Miiiute 10 Liter Luft ein, der Brustkorb hebt und senkt sich bei normalem Stand etwa 18 mal in Der Minute, befchleunigr aber bei starker Anstrengung seine Bewegung aus 60 bis SO mal in der Minute. Der Verdauungsapparat des Menschen wird ebenfalls in vielen Modellen und Illustrationen vorgesührt und zwar vom Mund an bis zum Tarmousgang. Sehr instruttiv ist die
Katastrophe auf der Zechc „ftarotüienglürf", wobei mehrere hundert Bergleute den Tod sanden, die sckfwerste Heimsuchung, die daS Bochumer Revier erlebt hat.
Wir erhielten über das Unglück, das vom Kaiser bei der gestrigen Feier in Essen mit Recht als ein nationales Unglück charakterisiert worden ist, nackpKnander nod) folgende Meldungen, die immer schlimmer lauteten:
Bochum, 8. Aug. Tic Schlagwetterexplosion auf der 3cdx „Lothringen 12" ereignete s i cd um 1 • 10 Uhr. Bis jeßt sink» ju-ben Tote und 16 Schwerverletzte geborgen. Ter Umfang t>c» Unglücks ist iinbestimmi Man nimmt an, daß 100 Mann emgefahren sind, von denen 65 auSfahren konnten.
Bochum, b. Aug. (3 Uhr nachmittags Von den bei der Schlagwetterkatastrophc aus der Zeche „Lothrmgcn" ,n t^crlb- Umgcfonimeneit wurden bis jetzt 7 Tote und 16 schwerverletzte zutage gefördert. T-as Unglück ereignete sich um 9Vs Uhr auf der dritten Sohle. Tie Reuungsrnannschasten der Zechen „dioni rod", „Gras Schwerin" und „Konstantin sind zur HUfeleistung cingctroiicn. lieber den Umfang des Unglücks laßt sich noch nichts Bestimmtes sagen. Man nimmt an, daß hundert Mann ein gefahren imd, von denen aber 65 noch ausiuhren konnten.
B o ch u m , H. Aug. Tas Unglück aus tx'r Zeche „Lothringen" ist bebcuicnb größer als anfangs angenommen wurde. B i s 4 Uhr sind 2 5 Leichen, die teilweise bis zur Unkenntlichkeit verbranill und zusammengekrümmt sind, zutage gefördett worden Es scheint nunmehr sicher, daß die betreffenden beiden Bezirke brennen und von den llingeichlolscnen taum noch einer am Leben ist.
Bochum, 8. Aug. Um Ve5 Uhr wurde die Zahl der Toten aui vierzig angegeben. Verletzt sind zwanzig Bergleute. In einem Bezirk in eine Strecke zu Bruch gegangen. Kleinere Brände sind gelöscht.
Ununterbrochen bringt ber Förderkorb Leute zu Tage, die v o 11 st a n o i q verkohlt sind und wohl nur schwer zu rekognoszieren sind. Tie Mcmchcnmafsen haben vor der Zech, abgeiwmmen, da ein heftiger Rdgcn niederging Der Berg- Hauptmann, mehrere Vertreter der Bergbehörden, der Leiter der Reitungszentrale des LberbergamtSbezirls Tortmund, Ort« mann, und der von dem Bergwerksunglück in Courier«: bekannte Bergwerksdirektor K o ch imb anwesend. Tie Belegschaften sind zur Mittagsschicht nicht angefahren.
Die Ursache
ber Schlagwetterexplosion liegt vermutlich bahn, baß Gase, bie in Felsspalten e i n g e s ch l o s s e n waren, burch einen Spreng-
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Nr. 186 Erstes Blatt 162. Jahrgang Srcitag, 9. August 1912
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^"Tr^eAnünu4« Rotationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch. und Steinöruderd R. Lange. Rcbaftion, trpeöition und vruderel: Zchulstraße 7. "and' E.o«s; 'ür den 1*5 vörmütags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Rr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe 16a. Aiijei.'.ei'lcii: ö Acck.
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I genj verschiedenartig geformten Zellen bilden, durch die I bann allmählich der Mensch ausgebaut wird. Aus farbigen I taten werden die Zellengewebe eines grünen Pflanzen- ■ Watte*, sowie der höheren Lebewesen, von dem mebrigitcn Wirbeltier, dem Lanzettsisch, bis zum Menjchen vorgesührt.
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Bei dem ersten flüchtigen Rundgang durch die Ausstel- Ilungsräume im alten Refidenzschlotz, die ehedem die fetzt f im Landesmuseum untergebrachte große Gemäldesammlung I beherbergten, muß man staunen über das außerordentlich Iumsangreiche und vielseitige Material, das sich unter ber linnen Bezeichnung „Ter Mensch" hier dem Beschauer dar- ■ bietet. In den 1*J größeren und kleineren Ausstellungs- I räumen ist so ziemlich alles zusammengetragen worden, was ■ mit dem „Menschen" als solchen irgendwie in Beziehung Wsteht, von dem ersten Keim seines Werdegangs u^td -ta- llinnv bis zum letzten Atemzilg, von den lausenderlet Be- liiehungen seines feinsten innersten Geisteslebens bis zu ■ tut äußerlichsten Bedürfnissen der Körperpflege und des Iriörperschutzes, bis zu Kleidung, Schuhzeug und Korfett. | liuti das alles wird nicht in sck-enlatischer Weise vor Augen Igeführt, sondern mit den mannigfaltigsten modernen ^ilf^ Ifiutcln illustriert und kritisiert, durch kartographische oder Vf.alistische Angaben veranschaulicht und zumeist durch die Il-orführung praltisck)er Beispiele über die wichtigsten Bor I ;dnge im mensckstichen Lrganismus auch für den Laien I erjüindlich gemacht. , c , ,
Zrn ersten Saal, den wir von der Garderobe au-- be 1 veten, iverden wir zunächst mit den allgemeinen Gru n b- I n g c n d e s LebenS, dem ganzen Aufbau des mensch- | |d)en Körpers und alles dessen, was wir Leben^nennen, | jctannt gemacht . Die Herren Wir kl. Geheimrat Dr. h. e. I ' 1 u g n e r und Dr. med. L a u r s s e n, die unserem kleinen l ticis von Eingeladeiten als Cicerone dienten, führten uns zuerst an einen langen Tisch mit mikroskopifchcn Appa- .□ton, in denen die kleinsten Lebewesen, dte Zellen, heran ckaulicht werden. Denn aus Zellen besteht fedes Lebewesen in dieser Welt, der Mensch sowohl wie jedes tierische Lesen und die Pflanze. Sie alle wachsen aus einer etn- I flgen, nur mikroskopisck) wahrnehmbaren Zelle hervor, der äizelle, aus der sich durch Arbeitstellung alle anderen.
brzirk geschrieben, über den Bochumer Bezirk gekommen, ctrabe an dem Tage, an welchem von Essen her die Böllerschüsse zur Begrüßung des Kaisers wiederhallten. Auf etr Zeche „Lothringen" in Gerthe, einer unserer besten _'l uster anlag en des Bergbaues, ist ein schweres Unglück icrcingebrochen, gerade zu der Zeit, als der Kaiser über 5ochuin nach Essen fuhr. Zuerst lauteten die Meldungen über die Grubenexplosion auf der Zeche „Lothringen" nicht iirabc bedenklich. Man sprach zuerst von 3 Toten und einer ,.vßereii Anzahl von Verletzten, die in das Krankenhaus Zergtnannsheil gebracht wurden. Aber als die Nack)rid;- ien bedenklicher wurden und man feine befriedigende Aus- Itnft auf die Frage bekommen konnte, was passiert sei, als der MTanfcnmagcn der Stadl Bochum und des Kran knbaujcd Bergmannsheil zu Hilfe gerufen wurden, als nid)lS ntehr verfd)wiegen bleiben konnte uub als man Vorbereitungen traf, um eine große Anzahl von Toten und Verletzten zu bergen, da wußte man, daß die Trauer botschafl sich von Stunde zu Stunde verschlimmern würde tlald hieß es auch, daß durck, die schlagenden Wetter zwei Stollen zu Bruche gegangen wären uno daß unter den Steinbergen eine große Anzahl Knappen von der Zeche qbgeschnitten seien. Sck;nell wurde eine in besonderem Maße für den Rettungsdienst auögebil bete Mannschaft von der „H ib c r n ia" uni) ,,S l, a m r 0 d" Studt’s Hf Hilfe gerufen. ttungswerk, das schon morgens en ^iuut 8 Oi.m-N Latte, wurde nut verdoppeltem Eifer weiterge
V/MiVNi/k# > Bergiiijpeltor Koch, einer der Helfer in Couriere, ' ■a'.tc mit den Achseln, wenn man ilm fragte, welche Aus-
uung das Unglück haben könfite, G0 M a n 11 f 0 n n t e rt 11-ol,l nod) unten fein Man hielt zuerst die Zahl lÄMIuDn Uvcii fünf filr übertrieben, aber leider bestätigen die Tat IWnwniWH , . j duftere Prophezeiung Zuerst roaren es die Ber
n - ein belömmhir i . v u man yerau. brau te, aber d 1 e Zahl der B e r -
ot flibt es iür ficte , c H v e r m e li r t e j 1 ch 111 ch t, sondern die der
I Zoten wurde immer größer.
ä In dem Bergmannsdorf Gerthe herrscht natürlich große Attsregung. Auf dem Zechenplatz jammern Frauen «und Kinder um ihre Ernährer, während die Rettungsmann- Ifd/aftcn immer neue Leichen mit geschwärzten Gesichtern und verbrannten Körpern heraufbringen, um sie in die I Ischnell hergerichteten Tolenkammem hineinzutragen. £b »und wieviel Bergleute sich noch in der Grube befinden, 'I jst nut absoluter Bestimmtheit noch nicht festzilstellen. Alle I Anfragen, die an die Zechenverwaltung zu tausenden gell richtet fein mögen, mußten an der Unmöglichkeit der Be- f anttuortuiig zerschellen. Es ist das schwerste Unglück, das \l die Zeche betroffen hat. Es ist auch nach der schweren


