Augen oe-3 i^rzvischosS eine gesät) rlicke Religionsinengerei entwickelt, di« bereits die klntholiken des ErzsprengelS in ihrer Mehrheit verseucht habe und das ganze katholische Tentschland zu verpesten drohe! Dazu kam der Briei, den Cardinal Kovo an ein Fräulein v. Schalscha gerichtet halte, über die .Verseuchung deS Westens-. Als alles das keinen vollen Eriolg hatte, wurde' die Ente Par- dini losgelah'en. Man brachte dem empfindlichen Kardinal bei. auf Anregung der Männer um Roeren »nid Bitter, die nachgerade an allem schuld sind, habe der Papst den rön ischen Prälaten Pardini nach Köln geschickt, um die Erzdiözese und ihren Cber- hirten auf Modernismus zu untersuchen. Ter Effekt war durchschlagend! Mischer zitierte verschiedene Anhänger der Lsterkonserenz zu sich, schenkte aber deren Erklärungen feinen Glauben und führte vor feinem Kleruö bittere Klage über die Pardmi-Lpionage, die nie existiert hat!"
Väckerverbanürtag in Marburg.
§ Marburg, 7. Aug. Zum 15. ordentlichen Verbandstage des Zwergverbandes Mitteldeutschland des „Germania"-Verbandes deutscher Bäckerinnungen sind zahlreiche Bäckermeister aus Hessen-Nassau und Hessen hier eingetrofsen. Nachdem am Montag abend eine Vorstandssitzuna vorangegangen war, fand am Tienstag im festlich geschmückten Stadt- saale die erste Hauptversammlung statt. Hierzu hatten sich Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, der Handwerkskammer und Innungen einaefunden. Ten Vorsitz fiihrte Herr Fischer-Frankfurt a. M. Nach den üblichen Begrüßungsansprachen erstattete Herr Busch-Gießen den Jahresbericht. Diesem ist zu entnehmen, daß der Verbeut d jetzt in 22 Innungen rund 1300 Mitglieder zählt. Die KassenverhLltirifse sind gut zu nennen. In die Siebener-Kommission wurden Vertreter aus Frankfurt, Kassel, Marburg, Eschwege, Hanau, Dillenburg und Wiesbaden gewählt. Auf Antrag des Obermeisters Borne- mann-Kasfel wurde beschlossen, die Bezirke fallen zu lassen und statt der Bezirkstage in Zukunft nur noch Verbanos- tage für Mitteldeutschland abzuhalten. Derselbe Redner rerbreitete sich dann über die Bäckereiverordnung, die eine große Plage für die Bäckermeister bedeute und geeignet sei, viele Existenzen zu vernichten. Es wurde schließlich eine Entschließung angenommen, die Staatsregierung zu ersuchen, die rückwirkende Kraft der Bäckerei- Verordnung aufzuheben, damit nicht alle Betriebe, die nicht den gesetzlichen Anforderungen genügten, einfach geschlossen werden könnten. Zur Besteuerung der Konsumvereine wies Herr Sander-Wiesbaden nach, welch großen Schaden die Konsumvereine den Gewerbetreibenden zufügten. Mcht nur Arbeiter gehörten den Konsumvereinen an, sondern auch viele Beamte. Er forderte auf, die Konsum vereine nach dem Umsatz zu besteuern. Ihm schloß sich Herr Zw er g el-Frankfurt an, der über das Kleingewerbe und seine Feinde sprach. Er empfahl dringend, daß alle Bäckermeister der Organisation beitreten möchten. Nur auf diesem Wege ließ sich etwas erreichen. Auch Herr Kyrmse-Wetzlar, der über die Mitglieder der Konsumvereine sprach, gab der Meinung Ausdruck, daß viele Beamte die Konsumvereinsbewegung, die doch nur die Sozialdemokratie stärke, unterstützten. Die Regierung und die Abgeordneten mühten Abhilfe schaffen. Reichstagsabgeordneter Rupp- Marburg führte aus, er sei ein Gegner der Konsumvereine und der Warenhäuser. Landtagsabg. Prof. Bredt-Mar- burg wies darauf hin, daß der Landtag daran fei, den Handwerkern und Gcwerbetteibendeu durch gesetzlick-e Maßnahmen zu schützen. Nachdem noch ein Redner aus Biebrich die Schäden der Konsumvereine für das Bäckergewerbe geschildert hatte, wurde eine Entschließung, die die Umsatzsteuer für sie verlangt, angenommen. Ueber den „Ar- b e i t g e b er - S ch u tz'v e r b a n d" berichtete der Dezernent des Zentral-Verbandes, Schleich aus Berlin. Er verlangte strenge gesetzliche Maßnahmen gegen Boykott und Streikpostenstehcn und forderte zum Beitritt zum Arbeitgeber-Schutzverband auf. Eine Hauptaufgabe sei auch, die Arbeitswilligen zu schützen. Nach vierstündiger Sitzung wurden die Beratungen auf morgen vertagt.
Die heutige zweite Hauptversammlung nahm um 11 Uhr im dicht besetzten Saale des Restaurants Seev- bode ihren Anfang. Zunächst berichtete Herr Sattler- Wiesbaden über die Frage des Backverbotes an den drei hohen Feiertagen. Er schilderte die Erfahrungen, die man besonders in Wiesbaden damit gemackst hatte und schlug eine Entschließung vor, bei den hohen Festen vom ersten Feiertag 8 Uhr früh an bis zum zweiten Feiertag abends 8 Uhr das Backverbot eintreten zu lassen. Verschiedene Redner traten warm bafür ein, die drei freien Nächte im Jahre seien nickst nur eine Wohltat für die Gehilfen, sondern auch für die Meister und deshalb sei die reichsgesetzliche Einführung dieser Ruhezeit sehr zu begrüßen. Die Entschließung fand Annahme. Uber die Nah- r u u g s mittel - Industrie - Berufsgenossenschaft sprach dann Herr F r i y - Wiesbaden. In der sich anschließenden Aussprache wurde von der Gründung einer eigenen Berufsgeirojsenschaft abgeraten, da z. B. von den 1300 Mitgliedern des Zweigvcrbandes nur 400 Versiehe- rungspslichrig seien. Ter Vorstand möge nur daraus sein Augenmerk richten, in dieser Berufsgenossenschaft mehr Einfluß zu gewinnen. Mit diesen Vorschlägen war die Versammlung einverstanden. Lieber das Hesesyndikat sprach Herr Ochs-Frankfurt Er schilderte die Mißstände, die sich im Lause der Zeit für das Bäckergewerbe heraus gestellt hätten und schlug eine Entschließung vor, alle Klagen über das Hefesmrditat zu sammeln und den Zentralvorstand zu ersuchen, beim Ärnditai eine Herabsetzung der Hefepreise zu beantragen. In der sehr regen Aussprache hierüber wurde betont, daß trotz der Konkurrenz der ringfreien Hefe febrilen durch den Heseaufsehlag das Syndikat einen Mehr- verdienst von 4—5 Mill. Mark erziele. Tie Unabhängig^ keit von diesem Syndikat sei jedenfalls erstrebenswert. Aus der Mitte der Versammlung wurde unter großem Beifall mehrfach scharf gerügt, daß der Verbandsvorstand in Berlin
mit dem Syndikat paktiere. Die Entschließung sand Annahme.
Zu dem Anttag des Gesamtvorstandes, Besuch des Zen- tralverbandslages, bemerkte Herr Runkel-Marburg, daß die Vertreter vorher genaue Weisungen bekommen und auch bis zum Schlüsse der Verhandlungen ausharren müßten.
Nach Erledigung einiger unwesentlicher geschäftlicher Sachen wurde als nächstjähriger Versammlungsort Dillenburg gewählt und für einen späteren Verbandstag Hanau in Aussicht genommen. Ter seitherige stellv. Vorsitzende Fischer-Frankfurt wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Weiter wurden in den Vorstand tells neu-, teils wiedergewählt: Bornemann-Kassel, Runkel-Marburg, Zwergel-Frankfurt, Sander-Wiesbaden, Simmer-Fulda und Rauch-Frankfurt. Herr Rompel-Limburg sprach über den Lehrlingsmangel im Bäckergewerbe, der in anbetracht der besseren Arbeitsverhaltnisse nicht zu begreifen sei und dann wurde der Verbandstag mit einem Hoch auf den Vorstand und den Gesamtverband Germania, geschlossen. Es schloß sich ein Ausflug nach Bad Marbach an.
Gießener Strafkammer.
Gießen; 6. Aug. Verworfene Berufung.
Der Pflasterer G. M. von Nieder-Mörlen hatte den betrunkenen K. H, der versehentlich in die Wohnung des G. M. geraten war, schwer mißhandelt und war deshalb von dem Schöffengericht Bad-Nauheim zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zu der Verhandlung über die von dem Angeklagten eingelegte Berufung war dieser nicht erschienen, weshalb die Berufung verworfen wurde.
Zurückgewiesene Berufung.
Der Taglöhner L. W. S. von Alten-Bufeck war wegen einer an dem H. V. von dort begangenen Körperverletzung von dem Schöffengericht Gießen zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt, die jedoch nach Vernehmung mehrerer vom Angeklagten benannter Zeugen als unbegründet zu- rückgewiefen wurde.
Aus die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde das in der Strafsache gegen die Eheleute H. in Burkhards wegen Milchfälschung ergangene Urteil des Schöffengerichts Schotten dahin gcändett, daß die sämtlichen Kosten der angeklagten Ehefrau zur Last gelegt wurden.
Unter Aus schluß der Oesfentlichkeit wurde gegen den praktischen Arzt I. H. von Steinfeld verhandelt. Hinsichtlich der ihm zur Last gelegten Beihilfe zur Abtreibung wurde er freigesprochen, wegen Urkundenfälschung dagegen zu einer Gefängnisstrafe von einer Woche verurteilt, die durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erklärt wurde.
Die Strafgesetznovelle vom 19. Juni 1912, die am 5. Juli 1912 in Kraft getreten ist, zeigt allenthalben ihre segensreiche Wirksamkeit. In der heute hier verhandelten Strafsache gegen den Schlossergesellen F S. von Böckcndors wegen Diebstahls im Rückfall und Bettelns fühtte sic sogar zur Einstellung des Verfahrens hinsichtlich des Diebstahls, da der nach der Novelle bei dem Diebstahl geringwertiger Gegenstände aus Not erforderliche Antrag des Eigentümers nicht gestellt war. Der Angeklagte hatte in Rainrod ein Paar vor einem Haus stehende Schuhe weggenommen, angezogen und seine eigenen, die zerrissen waren, an den Platz gestellt. Bor der Novelle wäre diese Tat nach §§ 242, 244 St.G B. mindestens mit 3 Monaten Gefängnis zu almden gewesen. Wegen des Bettelns wurde der Angeklagte zu 4 Wochen Haft verurteilt: drei Wochen davon wurden durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erklärt.
Bedrohung.
Das Schöffengericht Bad-Nauheim hatte den Major a. D. P. S. von Bad-Nauheim wegen Nötigungsverfuchs und Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 20 Mark verurteilt. Der Angeklagte hatte den Landwirt W. M. im Wald in der Nähe von Bad-Nauheim aufgefordert, zehn Schritte vor ihm her auf die Polizei zu gehen, weil er seinen Hund nicht vorschriftsmäßig an- geleint habe. Dabei hatte der Angeklagte dem D. M. das Gewehr vor die Brust gehalten. Der Angeklagte hatte sich als Jagdbeständer für berechtigt zu diesem Vorgehen gehalten. Die Strafkammer erkannte unter Aufrechterhaltung des schöften- gerichtlichcn Utteils hinsichtlich der Strafe, daß die Tat des Angeklagten sich lediglich als Bedrohung darstelle.
Universitäts-Nachrichten.
— Marburg. Prof. Dr. Matthes, Direktor der medizinischen Klinik in Marburg, hat, nach der Hochschulkorrespondenz, den Kultusminister gebeten, von seiner Versetzung nach Königsberg i. Pr. Ab stand zu nehmen.
Lnstschissahrt.
Ein Fernflug von Johannistal nach Danzig.
Johannistal, 7. Aug. Heute morgen 4 Uhr 52 Minuten stieg Oberleutnant Bertram mit Leutnant Steffen auf einer Rmnplertaube zu einem Fernflug nach Danzig aus.
Der Flug Paris—Berlin.
Paris, 7. Aug Der Flieger de Moulinais, der heute von Paris nach Berlin fliegen wollte, ist nicht abgeflogen. Er wird den Flug unternehmen, wenn es das Wetter erlaubt.
Der bockbeinige Magistrat.
Zu welchen Konfeguenzen ein bis aufs äußerste getriebenes Festhalten an einer vorgefaßten Anschauung führen kann, hat man wohl des öfteren im Leben des einzelnen schon beobachten können. Daß aber diese Erfahrung sogar ein groszes (fkmein- wesen machen muß, dürfte nicht alle Tage Vorkommen. Und doch ist der Magistrat der Stadt Lehrte derzeit in dieser nicht gerade beneidenswerten Lage. Ein früheres Mitglied der Stadtverwaltung hatte vor etlva zwei Jahren einen größeren Komplex um rund 20 000 Mark an die Stadt verkauft, nachdem lange Verhandlungen geschwebt batten, weil der Magistrat für die Grundstücke nur 18 000 Mark bezahlen wollte. Schließlich ging aber der Magistrat auf die Forderung von 20 000 Mark ein unter der Bedingung, daß zu einem bestimmten Termin das Terrain der Stadtverwaltung zur $ertügunq stehe und der Kaufpreis in bar erlegt werde. Zur Sicherheit wurde dieser
Vertrag zwischen den beiden Parteirn notariell ßstgeergr. Usz nun der vereinbarte Termin berankam, weigerte sich der Magistrat die Grundstücke zu übernehmen, aus welchem Grunde, ist außei halb der Stadtverwaltung wohl niemandem redn bekannt Ter Verkäufer, welcher wohl schon mit dem Erlös für seine Grundstücke gerechnet haben mochte, fand die Weigerung der weisen Stadtvärcr gänzlich unbegreiflich und ersuchte nun nach und nach alle in Betracht kommenden Instanzen, bis zum Reiärsgerudk hinauf, um ihre Ansicht. Zum großen Acrger der Sladloerwal. tung gaben die sämtlichen angeruicncn Instanzen dem Manne redn. Nun versteifte sich aber der Magistrat auf sein nach seiner Anschauung unzweiielHaftes Recht und verweigerte tro^ gerichtlicher Entscheidung die Uebcrnabmc der GrundNück unb die Bezahlung des Kauibctragcs. Ter Verkäufer lief nun nochmals zum Kadi bezw. zum Gerichtsvollzieher und ließ den hoch, weifen Magistrat kurzerhand pfänden. Damit wollen sich aber die Stadtväler nod) nickt beruhigen, sondern sie beabsichtige«, den Streit um die Ländereien ihres früheren Kollegen nöligen- falls von vorne zu beginnen. Daß dieses Verhalten des Magistrats in weiten Kreisen Befremden und recht eigenartige Meimingt. äußerungen hervorruft. ist ebenso selbstverständlich, wie die Spannung, mit der man allgemein den Ausgang dieses eigenartigen Streites entgegensicht.
Gewitter.
Bon Friedrich Kuschel.
„Auf jeden Menschen wohl, ob alt oder jung, macht der Aufruhr der Elemente einen tiefen Eindruck. Es beruht biet wohl auf der Verbindung der Wesenheil jedes organischen Leb«A mit bet Natur. Nicht allein die Majestät des Blitzes und Tcmners bringt eine Erschütterung in unserem Nervensystem hervor, sonder» durch das Gefühl der Lebensunsicherheit, der Nähe einer Lebensgefahr, wird solche durch eine gewiße drückende Spannung noch erhöht. Dieselbe wird nod) mehr gesteigert, wenn wir uns in Situationen befinden, die uns eine Gefahr näher legen, unz> kann bei nervösen ober schwächlichen und kränklichen 'Juiünai « bis zum Versagen der Willenskraft ausarten. Daher ist es wohl geboten, Ratschläge und Winke zu beachten für unser Verhalten bei Gewitter im allgemeinen, die geeignet sind, in uns das Gefühl einiger Sicherheit zu erwecken. Mit diesen 2^orten leitet Hauptmann Kuschel in feiner jedermann zu empfehlender Schrift „Vorsicht auf Reisen und im Verkehr" München, Verlag der Teutschcn Alpcnzeitung, Preis 75 Pfg.) das Kapitel „Gewitter" ein. Er fährt dann fort: Wenngleich Blitzschläge den Menschen treffen können, auch an Orten, die dne Gefahr iud< vermuten lassen, an denen die Begünstigungen für eine ci£, irische Entladung uns noch unbekannt sind, so sollen wir uns doch vor den uns bekannten Situationen hüten, die uns mit Wahrscheinlichkeit in Gefahr bringen können. Wir sollen die Gefahr nicht leichtsinnig heraudforbent ober doch gewisse Vor- beugungsrnaßregeln nicht außer acht laßen.
Als gefahrbringend kommen vorwiegend alle Leitungen ii Betracht. An erster Stelle stehen Metalle, insbesondere nufredt ragende Gegenstände, als: Eisenschicnen der Ballone, Wasser- lcitungs- und Gasröhrcn, eiserne, ins freie mündende Rauchrohre u. a. m., insbesondere wenn dieselben mit der Erde in Berührung stehen. Aber auch nicht metallene Gegenstände sind leitungsfähig, zumal, wenn sie vom Regen durchnäßt sind, z. Masten, Fahnenstangen, Bäume, Hobe Schornsteine und Türmt Unter allen diesen Gegenständen sollen wir bei Gewitter uns nicht aufhalten.
Müßen wir vor dem mit Gewitter verbundenen Regen ux# bedingt Schutz suchen, so wähle man einen abgeschlossenen Torweg. Stall, Schuppen, bei Vermeidung von Zugluft.
Bezüglich eines Untertretens unter Baumen, welches indessa gänzlich zu unterlassen ist, beachte man den alten Spruch:
Vor den Eichen sollst du weichen, Tannen und Fickten wähle mit nickten, Pappeln und Weiden sollst du meiden, Mer die Buchen kannst du suchen.
So sehen wir auch an vielen, an den alten Waldrirsen zumal, die vernarbten Spuren von Blitzschlägen.
Am sichersten gehen wir ruhig in der Mitte der Ettaßi weiter, auch durch Wald, da ja dann die zu Seite stehenden Bäum« eher als Blitzableiter dienen und bet Regen nicht weiter als bis auf die Haut bringt, ein Regenbad aber Herz und Gemüt stärkt und erfrischt.
Allerdings setzen sich solche Empfindungen oftmals in Wider» spruck mit der Sorge für unsere Garderobe.
Auch kann, wenn das Gewitter über uns steht, schon rasches Laufen, Reiten oder Fahren eine elektrische Entladung auf uns selbst begünstigen. Selbst in den Straßen brr Städte ist das Gehen unmittelbar an den Häusern nicht rötlich, besonders wen» das Regenwasser über die Dächer strömt: da Wasser ,ehr leitungs- föhig ist.
Bei schweren Gewittern des Nachts rüste man stets einer möfl^ liehen Blitzgefahr gegenüber. Kleidung, Licht, Schlüssel, Tofu men h sind bereit zu halten, oder besser noch, man kleide sich, rontn auch nur notdürftig, an. Denn man bedenke wohl, daß ein zündender Strahl alles in seiner Umgebung Entzündliche i'orort und urplötzlich entzündet und die Menschen in der Nähe betäubt.
Fenster und Türen soll man schließen und sich in deren unmittelbaren Nähe nicht aufhalten. Herd- und Cfaifcutr ift nicht gefahrbringend.
„Den Schläfer wecke ich — Ten Esser schlage ich."
Wohl mag der kracherrde Tonner den Schläfer wecken: der Esser kann aber auch im Falle eines Blitzschlages in seiner Nähe den Tod durch Ersticken finben, wenn er gerade einen Speife- bissen im Munde hat. Insofern kann dieser Spruch sich i« Wahrheit gestalten
- _____!^. ___________ ' ■■■■ ■■■■■■! — „1—M»MW
vermischter.
*25 Mark jährliche Gehaliszulagc. Tif Gemeindeverwaltung des Seebades Binz auf Rügen, das in den letzten beiden Wochen so viel genannt wurde, schei-t über die Bewertung der geistigen technischen Arbeit recht sonderbare Anschauungen zu haben. Nach der „Deutschen Zindustriebeamten-Zeitttng" bezog der technische Betriebsleiter für die Elektrizitats-, Wasser- und Kanalisationö- anlagen der Gemeinde Biuz bis vor kurzem das fürstliche Gehalt von 2100 Mark jährlich Eine Nebenvergünstigung irgendwelcher Art kam nickft hinzu. Für diese 175 Mark Monatsgehalt hatte der Glückliche neben den ! rufende» Arbeiten noch die gefarrtte technische Korrespondenz fto die Neubauten, BaHeanlaaen usw. zu erledigen. Wer kann es ihm da verübeln, daß er schließlich auch die sicherlich nicht unberechligte Forderung einer Gehaltserhöhung vor- brachte? Nur die verehrlichc <^emeind«)erwaltung von Binz hatte für seine Wünsche kein Verständnis und es beburffr
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* Zranzi Set Rüniller ist täten einer gern fggt ber ivreunb I cr ju riechen, n h ffack -oechfe In Horö eines 5 DtttT. wi Hal »S bei der Geei fit ins Aad schi< Iran betreten b fcfeen aber doch toi?' „ttntt erklärlich. e recht tnmrigi faltui sehr bös.
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