Ausgabe 
5.12.1912 Drittes Blatt
 
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Die he>

Hui

w ^J611 Qualitäten und Ausführungen von dk- 3. bis 200. bei A. Salomon & Cie. (a/n

und dergleichen ergänzt würde. Dasselbe gilt von unserer Luft- flotte.' Die Zepveliri-Luft schiffe geben ünS einen großen Vor. sprung vor fern Auslande, und den wollen wir sclbstvcrständ'ick» aufrechterhalten.

Eine Beschleunigung des Ausbaues der Flotte, die vorgesehen zu fein scheint, würde die Zukunft des Etats nicht ge. fäbrben. Sobald die einmaligen Ausgaben für Flotte und Nord- oltseekanal Wegfällen, wird das Heer besser bedacht werden können.

Das Saus vertagt dann die W e i t c r b e r a t u n a auf Donnerstag 1 Uhr. u '

Schluß 6 Uhr.

Watiöcrn und Neisen.

B. H. C. Tie letzte BereinSwauderung des Vogels­berger H ö l) c n k l u b S, Zweigverein Gießen, in diejein Jalne vereinigte 4G Teilnehmer zu irohcr Wanderfahrt. Tie Wanderung ging vom SchntzenliauS ans über Rödgen und Alten Buscck nach Veuern, wo Frühüücksrast gehalten wurde. Tie Wege waren zwar etwas iencht, aber dafür wurden die Wanderer durch hcriliche Aus­blicke belohnt, Namentlich der malerische Blick über Gießen hin nach dem Gleiberg, Vetzberg und Tünsbcrg trat in besonderer Hl ar­beit und Tenilichleit hervor und auch die reizende Aussicht in da? Busecker Tal be'riedlgte allgemein. Der weitere Weg führte an einem idi)llischen Wiesemälchen entlang über das hochgelegene Elimbach nach Allendors a. d. Lda. und von da durch die Rabenau nach Lollar, rvo in derGermania" in Gemeinschaft mit den dortigen Vereinogenoisen beim Gesang froher Wanderlieder einige frohe Stnnden verlebt wurden.

Sport.

* Fußball. Die erste Serie der Ligaspiele int hessischen Kreis, die sehr unter den schlechten Witrerungsverhültnissen zu leiben halten, gehr ihrem Ende entgegen. Eine bestimmt-? Bor ausbestimmung des Siegers ist bis jetzt noch nicht möglich, da dtc Mannsä)asten in der Spielstarke fast gleich sind. An der Spitze steht zurzeit Hassel Eintracht mit nur 2 Berlustpunkten, dock) hat diese Mannschaft infolge verspäteter Zuteilung zur Liga- klasse erst wenig Spiele hinter sich, an nächster Stelle steht Hassel Verein und Marburg mit je 4 Verlustpunklen, welchen wieder Borussia Fulda, Sport Hassel und Gießen Sportverein mit 5 bezw. 7 Berlustpunkten folgen. Den Schluß der Tabelle bilden Kassel Herkules, V. f. B. Gießen und Fulda Verein mit 8 bts 10 Verlustpunkten. Auch in der 2. Klasse ist eine Klärung der Lage noch nicht vorhanden. An der Spitze steht LÄetzlar, das in diesem Jahr eine außergewöhnlich starke Mannschaft stellt. Rrclst weit zurück folgen Marburg und die Mannschaften des V. f. B. Gießen und des Sportvereins von 1900 Gießen. Das Spiel der beiden letzten Mannschaften findet nächsten Sonntag aus dem Sportplätze an der Hardt statt.

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vrrlag des Eichener Anzeigers.

Die Art und Weise, wie Bapern die Angelegenheit vor das Forum de? Bundesrats aebracht hat, sollte die bayerische Negierung jedes Vorwurfs des Versuches, das Neichsrecht zu beugen, entheben. Auch in den Augen derjenigen, die nicht in jahrelanger Geschäfts­tätigkeit erfahren haben, mit welcher Peinlichkeit und mit welcher über allen kleinen Sonderinteressen erhabenen Bundestreue Bayern zum Reiche st e h t. (Beifall.) Was hat denn nun der Bundesrat auf den Antrag Bayerns beschlossen? Doch nicht das Jesuitengeseh! Das besteht seit 40 Jahren. Ja, ich würde die Erregung in katholischen Kreisen verstehen, ich würde selbst gewisse über alles Maß hin- ausgehende Aeußerungen, die wir in diesen Tagen in der katholi- fchcn Presse gelesen haben, begreifen, wenn wir jetzt neuerdings den Orden der Gesellschaft Jesu vom Deutschen Reiche auöge. schlossen hätten. Das ist aber nicht der Fall. Ter BuodeS- ratsbeschlußvom28. Novemberkodifizieriledig- lich die Praxis, nach der ein bestehendes Neichsgesetz aus­geführt worden ist.

Der Herr Abgeordnete Svahn hat das bestritten. Er sieht in dem BundeSratsbeschluß eine Verschlimmerung des bestehenden Zu­standes (Sehr richtig! im Zentrum) und er hat zum Beweise dessen eine Reihe von Details hier vorgeführt. Ich muß eS einem meiner Herren Mitarbeiter überlassen, auf diese Details zu antworten. Für mich kommt eS darauf an, das Grundsätzliche festzuhalten. Der Bundesratsbeschluß ist entstanden auS der Absicht, diejenigen Aus­legungen zu kodifizieren, welche die Bundesregierungen bei Hand­habung des Gesetzes dem Bundesratsbeschluß vom 5. Juli 1872 ge­geben haben. Bei der eigenartigen Struktur des Gesetzes, daS eine Strafandrohung nicht tennt, und nach Aufhebung des § 2 des Ge­setzes ist eS sehr wohl möglich, ja, ich möchte es als sicher bezeichnen, daß die Jesuiten V'elfach über jene Auslegungen hinaus unbehelligt eine Tätigkeit auSgeubt haben. (Sehr richtig!) Bei einer Hand­habung des Gesetzes bat man sich eben, namentlich in der letzten Zeit, von jed-r Nachschnüffelet, vcn jeder Schikane fern gehalten. Die bestehende Praxis, die bestehende Handhabung des Gesetzes zu ändern, ist nicht Zweck und Absicht des fetzigen Bundesrats­beschlusses. Für den Bundesrat und den Reichstag lag keinerlei Ver­anlassung vor einen Gegenstand materiell neu zu ordnen, mit dem er sich ohne das Vorgehen Bayerns, ohne seinen Antrag an den Bundesrat, keine Veranlassung gehabt hätte, überhaupt zu be­schäftigen.

Meine Herren, das ist der Hergang und diesen Hergang sollte man sich bei einer Kritik des BundesratsbeschlusseS auf allen Sei­ten gewärtig halten. Das ist zu meinem Bedauern in der Er­klärung nicht geschehen, die der Herr Abgeordnete Spahn am Schluß seiner Rede verlesen hat. Wenn Sie, meine Herren vorn Zentrum, aus der Behandlung der Jesuitenfrage durch den Bundesrat, die, wie ich wiederhole, eine Neuerung nicht gebracht hat, den Schluß ziehen so lautet Ihre Erklärung, daß die Bedürfnisse der katholischen Bevölkerung überhaupt vom Bundes- rat nicht gerecht behandelt werden sollen, wenn Sie deshalb, wie Sie es tun. dem Bundesrat und mir das Vertrauen kündigen, und wenn Sre danach Ihr gesamtes politisches Verhalten einrichten wollen jo, meine Herren, daö heißt des anderen, als daß ---re die Jewitenfrage zum Eckstein Ihres politischen Programms machen. (Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.)

Meine Herren! Daß Sie als Glieder Ihrer Kirche die Be- fethgung des Je,uitengesetzes herbeisehnen, wer wollte Ihnen das verdenken! Aber neben den 24 Millionen Katholiken leben 40 Millionen Evangelische in Deutschland, beide Söhne eines Volkes unh in allen Schickungen des nationalen Lebens auf Gedeih und Verderben zuiammengeschmiedet. (Sehr richtig!) Meine Herren! Es ist eine geschichtliche Tatsache, daß sich das evangelische Volks- empfinden von jeher gegen die Tätigkeit der Jesuiten heftig ge- lehrt hat (Sehr richtig!). Das ist eine Tatsache, die Sie -Ler durch Gründe noch durch Dialektik wegleugnen können. Sie rönnen in dieser Tatsache auch nicht ein Phantom oder eine Jdiosykrasie der Evangelischen erblicken. Die streitbare Tätigkeit, die die Je- suiten in vergangenen Zeiten auf allen Gebieten, in der Kirche, tu der Polittk, in der Schule entfaltet haben, ihr internationaler Eharakter, ihr Widerstreben gegen die Bildung des modernen Staatsgedankens haben den Orden wiederholt nicht nur in den protestantischen, sondern auch in reinen katholischen Ländern mit öen Staatsregierungen in Widerspruch gebracht, (Lebh. sehr richtig!) 1 1

Ich brauche Ihnen nicht die Geschichte zu rekapitulieren. Und da können Sie sich nicht wundern, meine Herren, wenn in evan- gelischen Kreisen bei der Frage der Zulassung oder Nichtzulassung der Jesuiten vielleicht unbewußt, aber doch immer wieder die Er­innerung an die Zeiten nachzittert, in denen fanatischer Glau­benshaß unser Vaterland zerriß. Möge uns das Geschick vor der Wiederkehr von Zuständen bewahren, in denen um des Glaubens tuiUen die Glieder des Volkes einander entfremdet wurden. Des. halb und damit darf ich schließen muß ich meine warnende Stimme erheben, wenn jetzt dem katholischen Teile Deutschlands der Bundesratsbeschluß als die Wiedereröffnung des Kultur­kampfes dargestellt wird. Diejenigen, die das tun, laben eine schwere und verhängnisvolle Verantwortung auf sich (lebhaftes ®el)c richtig!), die sie weder mit dem Inhalt des Bundesrats« bcfchlusscS, noch mit dem Hergang, der zu feiner Fassung geführt hat< vertreten können. (Beifall.)

Abg. Graf Westarp (Kons.):'

. wissen uns bei unserer Stellungnahme zum Jesuiten- sskseh sre » v o n j e d e r Voreingenommenheit und Gehässigkeit gegen die katholisch« Kirche. Wir wissen sehr wohl, daß die evangelische, ebenso wie die katholisch Kirche in bet jetzigen Zeit einen schweren Kampf gegen den Un- 6l.au den zu führen haben. Gleichwohl ist es uns aber nicht möglich, bie Ausführungen und S chl u ß f o l g e r u n- gen des Ze ntrurnsredners für berechtigt zu

x' H^tl) Wir gehen davon aus, daß einmal

bestehende Gesetze durchgesuhrt werden müssen. Auf Grund deS ^e,mtengc,ctzcs hatte der Bundesrat die Verpflichtung, Ausfüh- riings- und Vollzugsverordnungen zu erlassen, und diese Auf- gäbe ist 'hm durch die Verfassung übertragen. An diesem ein. s a ch e n R e ch v e r h ä l t n i S darf man, wenn man bie Situa­tion richtig beurteilen will, nicht Vorbeigehen. Die Erklä­rung des Reichskanzlers halten wir für erfreu-

'?Ä-lv-'r würden nicht gewünscht haben, die bisherige Praxis zu vericharfen, besonders nicht nach ber Richtung, baß kleinliche

Eindringen in die Einzelheiten geübt werden. Ä,»!! ! V* außerordentlich schwer, dazu Stellung zu ° "'Id inwieweit der Bundesratsbeschluß zu einer AuS- E"'«. S.wmgt, die gegenüber den bisherigen Bestimmungen eine Ä"lnu- ?."ä '« um j° schwer, »cH bie bi«.

Abstimmungen in den einzelnen Bundesstaaten verschieden erlassen und gehandhabt werden und zum großen Teil nickt au njerer Verfügung stehen. Wir kalten eS kedigl?ch als einest. kennwh^rt beS Bundesrats, daß er nach einer

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(2ehr nrf.tig! rechts ) f!Bi "Kurten au* tooIIcn-

Jtarfef, und et fühcre als Beweis dafür an, daß wir trotz der . e*;JrQ0? den HeercZctat angenommen haben. Der Kriegs- Minister hat damals erklärt, baß er versuchen wolle, eine Aende- xung zuungunsten ber Duellanten herbeizuführen, unb wir sind Jamal« boni ber Ansicht auSgegangcn, baß, wenn es gelänge, mit Hufe des KriegSm'nisters eine Besserung der Zustände hcrber- guführen, eS richtiger fei, diese Besserung zu erlangen, als eine

r x Von- b°Cf'i6ren. Ob der KriegSminifter etwas er- reicht bat, darüber wird er uns ja demnächst nähere Erklärungen abzugeben haben. Der Abg. Frank wa-. ber Ansicht, eS hanble m der #vtage des Jesiiitengcfetzeß um eine Niederlage Des Mi n i ste r i u m s Hertling. Ich werde Gelegenheit Haven, Ihnen zu zeigen, daß eS sich dabei um Tifferenzplinkte von ganz untergeordneter Bedentung bandelte, derentwegen ich, wenn ich baverischer Ministervrasident wäre, nicht an den Bundesrat berarnetreten wäre.

..Das Jefiritengesetz vom 4. Juli 1872 bietet in der parlamen- fan|rtien Geschichte ein einzigartiges Ereignis insofern, als der Reichstag darin alle gesetzgeberischen Befugnisse in dieser Ma« wrie auS den Händen gab und vertrauensvoll in bie Hönde des Bundesrats legte. Nach der Aufhebung deS § 2 erließ Preußen einen Ministerialerlass, in dem es ausdrücklich ailssvrach, daß religiös-wissenschaftliche Vorträge verboten seien. Darauf legt nun^Bavern den Erlass so aus, dass Konferenzvorträge unb die Ausübung der Seelforgetätigkeit gestattet fei. ES kamen gleich» zeitig die Bischöfe mit ihrer Eingabe an den Bundesstaat und dem Verlangen nach Aufhebung deS Gesetzes. Ich habe auf dem Katholikentag in Aachen die Erregung gesehen, unb ich kann üer- sichern, baß dabei niemals der Gedanke gekommen ist, durch die Aufhebung dieses Gesetzes den konfessionellen Frie­den zu stören. (Sehr richtig! im Zentrum.)

Wir gewinnen nach unserer Behandlung den Eindruck, daß man uns die Mittel, di; wir zur Belebung unseres reli­giösen Lebens für nötig halten, beschränkt, während man jeber Regung des evangelischen Bekenntnisses volle Freiheit gibt Daö ist keine Parität. Die Tätigkeit der Jesuiten wird überall im Stfuelanbe anerkannt, auch von unseren amtlichen Vertretern und wir selbst würden nicht mehr für sie-ein- treten, wenn wir an ihrer Makellosigkeit den geringsten Zweifel haften. Wo wir mit inneren Wirren zu tun haben, darf ber kon­fessionelle Friedm nicht gestört werden. Wir werden diese Schuld von lins abwalzen, indem wir unausgesetzt die Aufhebung des Je. fuitengesetz-'S fordern. Die Zeit inirb kommen, wo auch bie gegen­wärtigen Mitglieder ber grossen Parteien der Nationallibe. ralen unb Konserva'iven sich sagen werden: Es ist un­verständlich. wie man der katholischen Kirche daö Recht versagen wollte, das wir für unsere Seelsorge und als Staatsbürger in An« sprach nehmen.

Ich habe namens meiner Partei folgende Er- klarung abzugeben- Das Gesetz vom 4. Juli 1872 be­treffend den Orden der Gesellschaft Jesu enthält einen Angriff gegen die katholische Kirche und die staatsbiiraerlichen Rechte der Katholiken im Deutschen Ruche. Das klösterliche Leben und die Wirkiamkeit der Orden liegen im wesen der katholischen Kirche. Der Orden der Gesellschaft Jefn, die Kongregationen der Laza­risten und Sacrecoenr-Schwestern sind von der katholischen Kirche anerkannt. Deshalb ist das Verbot der religiösen Toiiakeit für die Anaehörigen dieser Orden eine Beschränkung des Lebens der katholischen Kirche und eine Beeinträchtigung der freien Religionsübung der Katholiken, bie im -tische voll- und gleichberechtigt find. Die gegen die Jesuiten früher und jetzt erhobenen Vorwürfe der Immoralität, der Deutsch- unb Kulturfeindlichkeit, sowie der Störung des religiösen. Friedens find unwahr. Der zur Beurteilung der Jesuiten zuständige deutsche Episkopat hat Ihnen wie 1871 so auch jetzt bezeugt, dass sie sich durch die Unantastbarkeit ihres Lebenswan­dels und ihre Wissenschaft, sowie nicht minder durch ihre eifrige und gesegnete Wirksamkeit in der Hilfeseelsorge auözeichneten.

Die Bekanntmachung des Bundesrates vom 28. November 1612 verletzt durch daZ Verbot der priesterlichen Tätiakeit der Ordenspersonen die Gewissensfreiheit aller Katho­li len, welche die Spendung der Sakramente ihrer Kirche nach ihrer Wahl von denjenigen Priestern empfangen müssen dürfen, wenen sie ihr Vertrauen schenken. Der Bundeörat hat die in dem Ausnahmegesetze gegen den Orden der Gesellschaft Jesu liegenden Eingriffe in di- bürgerliche unb kirchliche Freiheit verschärft. Unter b i e s e n 11 m ft ä n b e u können w i r zu Re i eh S - ranzler unb BunbeSrat bg 8 vertrauen nicht haben, baß bie Bedürfniffe ber Katholiken im Deutsche nReichebeiihn eneinegerechteBehanb- lung finbeii. wir werben unser Verhalten bem- e n t s p r e ch e n b cinrichten. (Lebh. mehrfach wieberholteS Bravo! im Zentrum.)

Reichskanzler Dr. v. Vethmann Hollweg:

Der Herr Abgeordnete Spahn hat bon der tiefen Er- tegung gesprochen, in die ba& katholische Volk durch den letzten Bundesratsbeschluß versetzt worden sei. Gewiß greifen die Streitigkeiten, die das religiöse Gebiet berühren uns Deutschen viel tiefer au das Leben, als anderen Stationen. Seit Jahrhunderten sind solche Streitigkeiten Verhängnis- rbie!r?ad) bIuH°e Kapitel der deutschen Geschichte gewesen. Das vergiß» ein Volk wie das deutsche nicht. Darum gehen die Wogen der Erregung heute wieder hoch. Aber auf beiden Seiten; denn den zahlreichen Stimmen aus katholi- scheu Kreisen, welche die Zuliietberufung der Jesuiten ver- langen, stehen zum mindesten ebenso zahlreiche Aeuße- r u u g e n v o n e v a n g e l i s ch e r Seite gegenüber, welche der vrrqtcn Besorgnis vor ber Zurückkimft beö Ctbend Jesu Ausdruck InnÄpf?4 6nrf! ".kür notwendig, daß wir bei einer Beurtei- lung dessen was geichehen ist, uns von der Erregung Ter Tt.

Mo.n7 Ä jf! fo'Q'nb" "°- faff-n ? b?xGn?rad)hnnno' bie erforderlichen Beschlüsse zu fassen, damit die Ausführung des Gesetzes verwirklicht E Ln" ®"nbe9tQ in b b°'°"n.'en »«,ch,7b L'°.JuU

Auf Grund dieses Beschlusses ist v ierzi a i-

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J Nachdruck bestrei t gewesen sind, daS ganze Gesetz .^Suhcben, so werden sie doch, wenn sie einmal daö Jesuiten^

» »fjM,w cthf,lcn tollrbcn und"d°/'w°r nur ,u Mrfifien. Dor r und bet nfesrä'U"en

Suithiun'.-i'uv lhiAQ?r b Cn ' d'? gelogen flebh.

sw w. ätSiä

Vermischter.

o . *54 Stunden im Freiballon. Der italienische Lustichiffer Donnesiori hat in einem Ballon von 2500 Stabil meter eine lange Reise gemacht unb dabei den italienischen Tauer rckord, den Usuell! beim Gordon-Bennett-Rennen mit 37 Stunden aufgestellt hat, geschlagen. Tonncjiori ist im ganzen 54', r Stun­den ui der Luft geblieben. Die Landung erfolgte in der Ge­meinde Malo in hohem Gebirgsschnee und bei heftigem Sturm Der Ballon war zuerst von Mailand aus in die Gegend von Lodi und dann zurück nach Gallerate geflogen. Bon dort aus schlug er den Weg ins Gebirge ein. Als der Ballon wieder in die Nähe von Mailand kam, machte er eine Zwischenlandung, und die Gattin des Luftschiffers Gobianchi und deren Kinder lan­deten; diese hatten 20 Stunden lang die Fahrt mitgemacht. Nachdem neuer Palast ausgenommen worden war, erhob sich der Ballon zum zweitenmal und erreichte jetzt die Höhe von 5800 Meter über der Adamello-Gruppe. Ein heftiger Schnee- sturm, ber den Ballon dicht mit Schnee bedeckte und herunter­drückte, ließ Donncsiori zur Landung schreiten.

* Flüchtige Haremsdamen. Aus Genf wird ge­meldet, daß dort mehrere türkische Damen angclangt sind, die aus Konstantinopeler Harems entflohen sind mit der Absicht, in Europa ein neues Leben zu beginnen. Sie haben kein Geld aus bem türkischen Zusammenbruch gerettet, aber wunderbare Schmucksachen und kostbare Kleider.

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Abschluß der MtigeT^ "chtveröff. Mße eines Elf pi Zur W p «ft bie $ri Wien. Die R t'i'Wft ouig, datieren.

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Die Fleifcheiafuhr nach Deutschland

ist in den letzten Wochen stark gewachjen. Wie aus bem Oktober- lieft ber nton tlichen yiodjioeifc über den beulfdien yiu&enhanbel liervorgelst, hatte sie bereits bis Ende Oktober, also schon vor Dem Zeitpunkte, nut dein die Berlins unb anberer Großstädte eigentlich eingesem hat, eine bemerkenswerte Höhe erreicht. In den erste» zevn Monaten des Jahres hat die Einfuhr von frischem Rind- und cchweineslcisch betragen:

.. MU 1912

Ruibsteiick 143 416 dz 284 783 dx

Schweinefleisch 11683 dz 44180 dz «a, die Einfuhr aus Danen,ark von 82 695 auf

191 092 Doppelzentner, aus Holland von 34 940 aus 73 004 Doppelzentner, aus Schweben von 20 743 auf 3,279 Toppei- sentner, aus Frankreich von 3109 auf 7086 Toppelzentner, aus JiUBlanb von 8226 auf 13 961 Doppelzentner. Im Monat No­vember war natürlich sie Steigerung noch größer, bcsouberS bei der Einfuhr and Rußlanb. Zugenommen hot feiner auch bie Ein- a ;rL.ö°rU ^Pökelten, Schweinefteifch und von präferoiertem Rind- rieifco, sowie von Schweinespeck, Schweineschmalz unb von ledern den >L>chweiiieii.

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Husten und Heiserkeit

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