bm-ft-hr. wie rin frofer Sfer
Zieht nub sieb selbst berauscht an H-mer anLagerebc gegen bw TWtänfte fcureaufratie-; da» g.bt eine W
©enffltwn in der Presse, inber all bie .^ner €»lufefolpeningen befi Berliner Tageblatts über btc E ; n t uhrung des parlamentarischen System» in ^rmllung geben. Heiterkeit rechts.) Reaktionäre nennen Sie
V ort bei bem ilch bie meisten nichts benlcn. bas kürzlich auch vo.i '-.eqierungSti'ch gesprochen ist- etwa» Bo^e»
ist doch Kbenfaa» gut. Sm oifr reichlicher Minister hat einmal •cfnnf der Liberalismus teile grunb,atzl'ch ein in « t t i o n a r e und Reaktionäre (Groste Hrtterkrtt rechts »nid im Zentrum. Abg Dr David ruft: Sie sind beides I)
Bismarck hätte man in Spandau sestgefetzt und in die zweite Klaffe de? Soldatensiande» gesteckt. daS ist ein Reaktionär; aber der Politiker, bet Preußen den Großmachtkitzel austreiben w'll, der kurz tot AuSbruch des Krieges Abrüstung beantragt — (2cb- bafler Beifall rechts). Wir wollen vom Kaiser regiert sein und von den Bundesfürsten, nicht von ben A l I- lag*gr ÖRcn deSParlament«. Deshalb wollen w,r nicht zula.'ieii. daß der Reichstag sich daS Recht nimmt, dem anderen gr '• gebenben Faktor a'iSzusprechen. daß er mißbilligt. Wir be- teil. -,e:i uns nicht an einer cff r e n z r e g u l i er u ng. zu der die h_ jibctcn Regierungen nicht zugezogen werden. Wir wellen nicht bulben. daß btc Autorität bet Krone unb btc Rechte >71 Ein-elstaoten geschmälert werden. Wir brauchen eine s e c Re gierung in der heutigen Zeit. (Sehr richtig! reck'» und links.) Wir wollen nicht die Hemmniffe, die der Regierung schon an sich auferlegt sind, unnötig vermehren. Wir wollen ihre Autorität nicht schmälern lasten, nach unser« alten konler- Nativen Grundsatz: Autorität, nicht Majorität. (2cb- hafter Beifall rechts, Gelächter und Lärm linl».).
SCbfl. Dr. David (Soz.)
tzfiikchk unter großem Lärm der Rechten. Diese länge Rede sollte nur die sachliche Schwäche der Position der Herren verdecken. Alle möglichen Gründe hat er genannt, den Grund bet Gründe hat er uns nicht gesagt: Die Herren auf ber Rechten betrachten bie Regierung als ihren Exekutiv au »schuß. (Stürmische Zustimmung links, große Unruhe und Gelächter rechts.) Graf Posa- dowsky hat vorhin getagt, in England ist die Regierung bet ErekutivauSschuß brr Mehrheit bes Parlaments. (Sehr richtig!) «Mit sei Dank, da? ist bei un» nicht so; bei unS ist sie der TrckutivauSschuß bet konservativen Minder- heil. (Hört! Hört! links, Lachen rechts.) Ach ja, meine Herren ber Rechten, einen wichen Reichskanzler darf man nicht scheel ansehen? Unb diesell-en Herren sind eö. die einen Reichskanzler nach dem a n b e r n über die Klinge ) bring er. ließen. (Stürmischer Beifall links.) Bismarck '(stürmischer Beifall und Händekltschen auf den Tribünen Vizepräsident Dr. Dove untersagt ber Tribüne Met- nungSäußerungen und droht mit Räumung ber In- b ii n e.)
Der Redner fährt unter ständigen höhnischen Rufen der Rechten fort: Wer hat Caprivi gestürzt, den Vertrauensmann des Kaisers? Wer hat Bülow gestürzt? (Gelächter rechts.) Aber Bülow hat e» Ihnen auch schriftlich bestätigt, daß Sie sich in frivoler Weise gegen die Interessen des Reichs und der Monarchie vetgan- gen haben. (Seht wahrI links.) Der jetzige ReichSkanz- ler — ach, dec könnte auch vielleicht schon einiges sagen über tie Art, wie dir Konservativen ihm daS Leben erschweren. Er wird ja auch Ivohl eines TagcS in der Versenkung verschwinden und wird wissen daß Sie es sind, die ihn über die Klinge springen ließen. Die Aktion de» Herrn Kreth kann er selbst nicht ernst gemeint haben. „ e
Die Mithilfe der P re sse in der Ausklärung deS Volkes, in seiner Erziehung zu wachsendem politischen Interesse ist von allergrößter Bedeutung. Wer beute keine Zeitungen lieft, kann fein richtige» Urteil in öffentlichen Dingen sich bilden. Es gibt aber Leute, die lesen nur ZeitungsauS schnitte, die ihnen von Räten oder Adjutanten zurechtgestutzt werden. Dem- gegenüber muß ber Reichstag hn Anschluß an Interpellation-'n feine Meinung klar, authentisch und eniwandSfrei feststellen, damit der Kaiser nicht seine Informationen nur auS konservativen Blättern unb dem „Lokal-Anzeiger" erhält. Die heutige Debatte zeigt bie ganze Schwäche ber konservativen Partei. T«r 9le- »ietung sollte da» eine Warnung sein.
Abg. Junck (Natk.)'r
ES handelt sich nur um recht maßvolle Aenderungen unserer VeschästSordnung. Aber die Rechte ist gegen jeden Fortschritt. Dir werden rasche Arbeit machen. Auch ber konservative Antrag auf namentliche Abstimmung über bie Zulassung von Anträgen wird uns nicht aufhalten, höchstens *toei. drei Tage, (sehr gutl)
Herr Kreth hat eö so hingejtellt, als ob die Kommission»- beschlüffe vom G r o ß b l o ck gefaßt find. Wenn er vorhin bei ber Abstimmung aufgepaßt hat, dann wird er finden, daß fast der rnze Reichstag dafür war, nur die Konservativen i m m t e n d a g e g e n. ES icärc also eine Fälschung der Tatsachen, wenn man behaupten wollte, wir wären mit der Sozialdemokratie Hand in Hand gegangen Tie Rede deS Herrn Kreth war sehr tiefgründig (Heiterkeit links.), sie hatte aber einen Fehler, sie war nicht neu. Wir haben daS, waS er sagte, schon außerordentlich oft gehört. Auch von uns denkt niemand daran, an dem förbecativen Charakter des Rei.sies zu rütteln. Ter «ebner bestreitet, baß bie Interpellation überhaupt einen staatsrechtlichen Charakter habe, daß also überhaupt staatsrechtliche Fragen hineinspielen. Wir haben nie behauptet, daß e» sich bei dieser Frage um eine quantit£ n 6 s 1 Ig e a b 1 e bandle. Wir haben im Gegenteil immer betont, daß wir ganz einverstanden wären, wenn die Beschlüffe deS Reichstags die Bedeutung erlangen würden, die dem RcichSparlameut zukommt. Welche praktische Be- bcutiing sie haben werden, wird von ber Geschicklichkeit und von ber Mäßigung abhängen, mit bet sich ber Reichstag de» neuen Mittels bedienen wird.
Die Regierung hat ja übrigens immer eine schärfere Waffe al» der Reichstag in ber öanb, nämlich bie Auflösung beö Reichstags. Von ber Einführung be» parlamentarischen System» sollte man nicht sprechen, daS ist ein--verzeihen
Cie--unreifer Gedanke. lSehr richtig! links.) Da»
l- irtamcntatifrfic System kann man nicht durch Paragraphen im Rahmen ber Geschäftsordnung einführen. Wenn Gras PosabowSky in ben Reichstag eingetreten ist, jo hat er eS sicherlich mit bem Entschluß getan, das Niveau des Reichstag» zu heben. (Heiterkeit.) Er sollte da» Niveau der Abgeordneten doch nicht so tief ein- ubäben. Die Bemerkung, bie er über bie Kompliziertheit unserer Verfasiunsuwerhältniffe gemacht hat. erinnere ich mich dunkel, schon in den ersten Semestern gehört zu haben (Heiterkeit). Ich würde eö bedauern, wenn die Gerichte einer Kritik nicht standhallen •■"unten. Von einem Eingriff in die Rechte der Justiz kann feine Rede fein, liebet unser Verhältnis zur Monarchie •ebürfen w i r keinerBel-hrung . (Sehr richtig! bei den ' ationallib.) Wir wißen da allein, was wir zu tun haben. (Bei- "ll ber Rat!) Ta» Verhältnis von Fürst unb Volk wird durchaus : icht gestört, wenn im Parlamente die Düniche de» Volkes maßvoll zum Ausdruck gebracht werden. .Beifall.)
Abg. Gkocbcr (3entr.):
E» sind wohl Fälle denkbar, in denen da» Parlament auch t u einem schwebenden Verfahren sein Wort zu sprechen hat; z. B. wenn die Zeugen unzulässig behandelt werden.
Abg. Dr. d. Laszewski (Pole):
Meine Freunde begrüßen die Vorschläge der Kommission all Fortschritt unb werden gegen die konservativen Anträge stimmen.
geführt werden.
Hessen-Nassau.
8
11 1 3
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».
Mai
Detter
1912
S
am 2. bi» 8.
Mai
- + 18,» * C.
Höchste Temperatur
Niedrigste ,
2.
S.
Groß-Berlin.
Kreis Büdingen.
Diese Woche
Dienstag, Mittwoch,
Donnerstag,
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2
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9
Sonnenschein Bed. Himmel Bew. Himmel
3
4.
7,3 8 1 6,9
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Mk. 7- . 130 . 1.70 . L-
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2?
10.- 3Ä 1.10 1.70 8.- 440 W 6.- 130 3- 330
1912, nacuin
der Gemeinde Rrofborf.
X 91 u» dem Hütten berg, 3. Mai.
'45,8
46,3
47.6
t»
«G
Bibelsiunde, Wetzsteinstr. 38; Turnstunde, Turnhalle der Stadtknabenschule;
Lese- und Lpieladend, Wetzsteinstrabe 38.
Gäste, besonder» die Neukonfirmierten aus allen Gemeinden, stet» herzlich willkommen.
Q Bieber b. Rodhenn, 3. Mai. Der hiesige Turnverein feiert am 16. Mat (Himmelsahrttag) fein Stiftung», re ft, verbunden mit Schauturnen. Es sind Einladungen an die benachbarten Turnvereine ergangen.
17 5
13 0
10,2
Taxameter-
Autodroschken
Wartburg.
Christlicher Verein junger Männer.
An jedem Sonntag, abend» 8 Uhr: Versammlung und Vortrag, GetnetndehauS Kirchstr. 9;
Au» Stadt und Land.
Gienen, 4. Mai 1912.
unb in Münchholzhausen ein SchulhauS-Neubim au».
Atzbach
Cafä Astoria CafA Ernst Ludwig . . . Caf6 Hettler Frauen-Ktinlk Grollen-Linden Heuchelheim ..... Hotel Großheirog . . . . Irren-Klinik ProL Sommer Kaiser-Allee Klein-Linden......
Krofdorf Lieh Lieblsrshöhe Marktplatz Neue Kaserne . . . .
Reiskirchen .
Rödgen .
Schiffenberg
Steinbach .
Veterinär-Klinik ....
Wieseck
Wiesecker Weg . . . .
Standplatz:
Vor dem Bahnhof.
Anruf durch Fernsprecher Nr« 680 oder Nr. 151.
Es ist vielfach die Meinung aufgetaucht, die Auto- Taxameter - Fahrten stellten sich zn teuer. Das trifft jedoch nicht zu, wie folgendes Fahrtenverzeichnis beweist:
Auto-Taxameter-Fahrten
kosten vom Bahnhof für 1 bis 4 Personen zirka
NW NW
WNW
x Nidda, 3. Mai. Heute morgen wurden in der Holzschneiderei von Gebrüder Ruppel ni Unter-Sch mitten dem Arbeiter Hch. Peter von hier drei Finger abgesägt. Der Verunglückte kam beim Hol-schneiden mit ber Unten Hand in die Kreissäge.
h. Glauberg, 4. Mai. Aus der Höhenscheide des Weges von Glauberg nach Düdelsheim wird am 12. Mai, nachmittags 3 Uhr, ein Friedensdenkmal in schlichter Weise eingeweiht.
Kreis Schotten.
•• AuS Ruppertsburg wird uns gemeldet, daß man dort von einem diese« Jahr abzuhaltenden Bauernseft gar nichts weiß und die kürzlich darüber verössentlichte anderslautende Mitteilung em Irrtum »st.
KreiS Letzlar.
= Krofdorf, 5. Mai. Hauptlehrer Hoffmann blickt in diesen Tagen auf eine 40jährige segensreiche Tätig- feit m unserer Gemeinde zurück. Anfänglich Lehrer der qtemen, erhielt er 1874 die Mittel- und 1902 die CbetUafie mit dem Organislendienft. Seine gesamte Dienstzeit beträgt 43 Jahre. Körperlich und geistig rüstig, gedenkt er^ vorläufig noch nicht daran, m den Ruhestand zu treten. Sein Schwiegervater war 54, dessen Vater. Philipp Anton Wett, 60 Jahre als Lehrer hier tätig. Mithin entfallen auf Vater, Sohn und Mel (wenn auch m absteigender Linie) 154 Diensljahre in
L« CX ß- tfi
U ii toerjitä tS'Xlacbr lebten«
(stf) Darmstadt, 3 Mai. Der bekannte Vertreter der Ingenieurwissenschaften an der hiesigen Technischen Hochschule, Geb Baurat Dr. phtl- ct Dr -Ing. Eduard Schmitt feiert am 5 Mai seinen 70. Geburtstag. Seine akademische Lausbadv begann er als Privatdozent am Polytechnikum seiner Vaterstadt Prag, wo er zugleich als Assistent des Lehrstuhles für 5trauen- unb Wasserbau bei Pros. Winkler tätig war. später kam er als Konstrukteur an die Wiener Technische Hochschule, kehrte jedoch im Jahre 1870 wieder nach Prag zurürk. siedelte 1872 als ord Professor an die Universität Gießen und 1874 nach Darm,ladt Über Viermal bekleidete er das Rektoratsamt der Darmstadt« Hochschule. 1905 ernannte ihn die Berliner Technische Hochschule zum Tr.-Ing. hon. causa in Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste um das Hochbauwesen auf literarischem Gebiete als SchiliUeilcc und Mitarbeiter des Handbuches der Architektur.
Aircylichc Nachrichten.
LoangeUfche Gemeinde.
Sonntag, den 5. Mai, Kantate;
-otterdteast.
3n ber Staotftrd?e.
Vormittag» 8 Uhr: Pfarrer D Sch losf er.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmiertet eu» bet MattdäuSgemeinde.
Vormiuags 9*/, Uhr: Pfarrer Adolph.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarkuSgemeinde.
Pfarrer Adolph.
Zn ber Johanne,kirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer BechtotSheimer.
Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten au» der Luka»- gememöe.
Vormittag» V/, Uhr: Kinderkirche für die Johanne»gemeinde Pfarrer A u S f e l d.
Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung Im 5Zohanne»saal.
Jeden Mittwoch, nachmiitagS, Handarbeitsunterricht und groat oon 2-4 Uhr iür bie Rmber ber VufaSgemeinbe im LufaSfaale, von 4-6 Uhr für bie Kinder ber Iohannesgemeinde im ZohanneSsaal.
Samstag, den 11. Mal, abends 6 Uhr: Bchelkrrützchen für Schüler höheter Lehranstalten im ZohanneSfaaL
Die nach- A ppalp "nd am Sonntag, 5. Mal m lebenden uvi 2ilv von 11 Uhi nm lax* *>io 14 l ui nur für drinrende Fälle sieh r anzutreffen t
Dr. Richter, Frankfurter Strasse 4. Sanitätsrat l»r. Zinawer, Goethestrasae 10.
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Konzertverein. Frl. Dessoff hat für das am nächsten Mittwoch stattsinüende Konzert des unter ihrer Leitung stehenden Frauenchors ein ebenso gediegenes wie abwechslungsvolles Programm guter kirchlicher Chormusik älterer und neuerer Zeit aufgestellt. Die meisten dieser geistlichen Werke sind für Gießen Neuheiten, und deshalb ist es dankbar anzuertennen, das; den Hörern ein über alles Wesentliche Auf.chlus; gebendes Programm buch Aur Verfügung steht. Aus ihm erfahren wir, das; der ein ft weit berühmte Dresdner Hofkapetlmeister I. A. Has s c teilt Miserere für vierstimmigen Frauenchor, Solo und Streich-Lrchester 1 <28 in Venedig schrieb, un) daß das Wert damals so cinschlug, daß es jahrelang regelmäßig zur Aufführung gelangte. Nicht minder interessant ist das H o d i e C h r i s t u s N a t u s e s t des Niederländers S w ee- sink, ein a capella^Saß von so frischen Farben, das; ihm die verflossenen zwei Jahrhunderte noch nichts von seinem Reiz geraubt haben. Ihm schließen sich ^vet herrliche Nummern aus Bachs Choralbearbeitungen an. Drei geistliche a capeJa^ejänge von Brahms, der Pracht tige, reichmetiodiöje 23. Psalm von Schubert und Re* gers Choralkantate „Vom Himmel hoch" vertreten die neuzeitliche Musik. Das sormvollendete, phantasieoolle Re. gerschc Werk läßt beionders deutlich er kennen, aus welchem (Gebiete dieser schafsenssrcudige Meister eigentlich zu Hause ist. Von einem früheren Konzerte, dem fast dasselbe Pro. gramm zugrunde lag, sagte die Üh’itit,, d iß es eins der chönsten gewesen sei, die in Frankfurt stattsanden.
•* Wichtig f ü t junge 1! e u i e, btc nach Berlin übersiedeln wollen, (jiu alle jungen Leute, bie vom L'anbe ober aus anberen zlabten nach bei Reidtshauptnabt überfiebcln wollen, niuy als (i runbregel die Aufforderung gellen: llebcilegt es euch dreimal, ehe ihr dielen Schrill tut, der ichon Taufenden und 'llbertauienben zum schweren l'ci.uingnie gewc-ideu ist. unb bie alle, auf bie drohende ^e>ahr au'meuiain gemacht, die gleiche Ans- rebe halten: ,Tad mag iür Veute ui anderen Verhältnissen stimmen, auf mich trifft das nicht zu". Wenn al er gleichivohl der entscheidende Sdiritt gewagt werden soll, so beaditc man folgendes: Cine der ersten Jragen für zugezogene junge t'eute in Berltii ist. .Wo wohne ich?" CS ist nun eine bekannte Tatsache, dast tu Berlin em ganzer Staub von '.Vermieterinnen besteht. Unter bieseu Vermieterinnen ist eme gioue Äluzadl ehrbarer t'eute, denen man ohne Bedenlen einen jungen . -ann zuschicken kann. L'ciber befinden sich unter den ^ermieteunnen aber auch solche Clemente, die für Geld in ihrem Hause alles dulden, ober noch Beihilfe dazn leisten. Nun hat die Gesellschaft zur Fürsorge für die zuziehende männliche Jugend in Berlin eine große Anzahl christlicher Vermieterinnen ausfindig gemacht unb mit ihrer Piste einen Schlafstellen- und Zimmernach ocis eingerichtet. Ter Uladjroeie will ben christlichen Vermieterinnen behilflich sein, ihre Zimmer zu oermieten unb zn- gezogeiien inngeil Veuien Anschluß an christlich gesinnte Familien vermitteln. Bisher haben sich über 2uu Vermieterinnen gemeldet. Tie sreigewordenen Zimmer iverden wöchentlich aut einem besonderen .Schlafstellen- und Zimmernachweis^ veröffentlicht. Ter yiad)iuci6 enthalt den Stadtvezirk, trage unb Hausnmnmer, den Preis unb alle anderen Auskün'le, die beim 'Mieten eines Zimmers verlangt werden. Ter .Lchlafstellen" und Zimmernachweis' wird an über 1UO Stellei, in Groß-Vertin zum Aushang gebracht und zwar in erster Linie an den Stellen, wo zugezogene junge Leute verkehren. Tahm gehören bie Fernbabnhö'e, die Arbeitsnachweise ber einzelnen Berufe, die Innungen, einige Fabriken und enblia) die Gefchänsstellen größerer Standes- und Gesinnung-Vereine in
am Tage Mk. 4Ä)
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. 6--
. 8.-
. --80 , L30 , L30
■Htnhrfdt Mtt der Neuregelung will man ober große politische Sensation machen. Da? kann täglich einen Konflikt zwischen RcichSiaa unb Kaiser geben. Man rüttelt an den Grundlagen der ReichSversaffung. Man will den Kanzler, den Bundesrat unb den Kaiser unter ein kaudrnriche » Hoch yeingen. (Laute» Lachen VvnlB ». t. Zentra
Abg. Graf Westarp (Kons.):
Man Bat bie Rede be» Abg. Kretb Lbstruktion (Wint! 9für ein derartige» Verfahren fehlt mir lebet t>arknnentanfd>e Ausdruck. (Gelächter links.) So etwa» von Heuchelei und Ueberhebung ist mir noch nicht voraekommen. ' KaemPf rügt den Au»druck.) Wir lasten uns keine vorschriNen machen. Dir hoben Sie verwöhnt durch unsere Zuruckhaltung. (Schellende, Gelächter link», »u« dem Lann hort man den Zu- ruf: Sie haben nicht gesprochen, weil Steern bof e» Gewissen haben!) Ick verbitte mir da»I (Präsident Äaempf erteilt dem Zurufer einen Ordnungsruf!)
Abg. Gröber (Zentr.) wendet sich gegen Gras Westarp. Wenn Graf Westarp seine Rede in Ruhe nack-liest, wird er an seinen -'genen staalSreckstlichen Verlegungen nicht viel Freude haben. ^Hkiterkeit.) S.enn er un» nicht glaubt, so wird er dem StaatS.ekretSr Dr. Telbn.ck glauben, der erst heute erklärt hatte: ber Reichstag hat feine Geschäftsordnung allein gu regeln. (Lebhafte Zustimmung.)
Hierauf vertagt sich da» HauS.
Tie namentliche Abstimmung wird am Mittwoch erfolgen.
Dienstag, 1 Uhr: FrakiionSantrag der Reich-Partei unb Resolution über die Mischehe.
Schluß 7H Uhr,
Abg. d. Hakem (Rv.):
Ich möchte einen kurzen lieberblid über da» Interpellation»- recht geben. (Große lintuhe links-, Abg. Ledebour: Sie ipoDcii ivohl da» Referendareramen machen! — Großer Lärm ierift-5 und Stufe Unerhört!) Ich habe Sic fiunbenlang angchö'i. lasten 5ic mich auch reden £3 ai6i 3rter der ch. Tic englische bunt der ^njorniatjon fron» acx .'yrht'ffl 3b SDeutiAUittb tzai sich etn tfüuclvij.g
besuchten Dberregierunqöcat Löffel - Koblenz, Sänbral Dr. ^artoriuS-Wetzlar und Bürgermeisler Golbmann-Grov-9iechten- lach gemeinsam die Schulen in Dornholzhausen, Hochelheim, Piünchholzhausen und Volpertshausen. UcbcraQ wurden Verhandlungen mit den (Seuieinbe- lehörden wegen baulichen Veränderungen geführt. Zn Hochelheim soll die Schule durch einen Anbau erwettcrt
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K ’ *'*, Heilbewährt bei Katarrh en. Husten
\ Heiserkeit. Verschleimung Magen
Lj säure, Jnfluenza u.Folgezustande.
11 L___ . i t a .< _ t___ H» »n. / n n


