Ausgabe 
6.9.1912 Zweites Blatt
 
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Rechtsanwalts Scriba eine oft entlief)? Besprechung Aas den zweistündigen Ausführungen des Redners, Rechts­anwalt Scriba, ist als besonders wichtig zu entnehmen, daß Stadt und Staat, mit denen der Vortragende ein­gehende Verhandlungen geführt hat, nunmehr alten Ernstes daran geben, das südliche Stadtviertel in der Richtung nach Friedberg zu erschließen, bannt dort in der Richtung der neuen Kreisstraße Friedberg-Bad Nauheim, die mitten durch das südliche Stadtviertel Bad-Nauheims führt, ge­baut werden kann. Die verlängerte Karlstraße, die untere Lutherstraße, die Mittelstraße und die Salzsteuerstraße i Ver­längerung der Kurstraße nach Friedberg zu werden kanali­siert und alsdann ausgebaut, wofür die Stadtverordneten­versammlung vom 16. August 1912 130000 Mark bewilligt hat. Der Staat wird wunsck)gemäß die alten Gebäulich­keiten in der verlängerten Kartstraße noch in diesem Herbst entfernen, den Grund und Boden ebnen und einsäen, sowie selbst Wege anlegen, falls die Stadt nicht das Gelände er­werben wird. Weitere Wünsche des SchuHverbandes sollen in der demuächstigen Versammlung, in der Rechtsanwalt Scriba einen Vortrag überEnteignung im öffentlichen Interesse" halten wird, eingehend besprochen werden (KrankenhauS-Neubau, Verlegung der Gasfabrik, Ausbau der Rundstraße, Ortsbauplan des südlichen Stadtviertels). Rentmeister Langenbach dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen und bat ihn, auch für die Zu­kunft für das Wohl des südlichen Stadtviertels, das ihm zu Dank verpflichtet sei, einzutreteu. Es wurde eine Kom­mission aus folgenden Herren gewählt: Rechtsanwalt Scriba als Vorsitzender, Oberpostassistent Seibert, Landwirt und Feldgeschworener Pfeffer, Rentmeister Langenbach, Rentner Gürtler, Zimmermeister Will VI., Privatbeamter John als Beischer.

L. Bad-Nauheim, 5. Sept. Seit Anfang der Woche sind die Glaser an unserem Bahnhofsgebäude be­schäftigt, die seitherigen Fenster durch bunte zu ersetzen. Auch mit den Bildhauerarbeiten wird jetzt begonnen.

h. Rödheim v. d. H., 4. Sept. Die Zwetschen - ernte fällt in den VortaunuS-Dörfern so reich aus, daß die Bäume kaum mehr imstande sind, die immer mehr an- schwellenden Früchte zu tragen. Infolgedessen nehmen die Baumbesitzer schon jetzt alle nur irgend reif scheinenden Zwetschen ab und verkaufen sie waggonweise an Händler aus Westfalen nnd dem Nheinlande, die für den Zentner durchweg 3 Mk. frei Bahnstation bezahlen. Der Preis für Fall- äpsel beträgt 1,50 Mk. für den Zentner.

Hessen-Nassau.

s) Marburg, 4. Sept. Wegen des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche in einem Gehöfte in Cyriaxweimar fällt die auf Samstag angesetzte Ziegenausstellung in Cölbe aus.

X. Hanau, 5. Sept. Die Stadtverordneten haben heute den seitherigen Oberbürgermeister Dr. Gebeschus auf eine fernere Amtsbauer von 12 Jahren einstimmig wie­dergewählt. Sein pensionsfähiges Gehalt ist auf 16 000 Mark erhöht worden. Der Stadt Hanau ist die Geneh­migung erteilt worden zur Ausgabe von Schuldverschrei­bungen auf den Inhaber in Höhe von 3i/4 Mill. Mk. zu 4 % Zinsen und 1 % Amortisation für Zwecke des Baues einer Kaserne für das 2. Eisenbahnregiment, das im Herbst nächsten Jahres von Berlin nach Hanau verlegt wird.

h. Hanau, 5. Sept. Tas Ehepaar Joh. Schenck in Kilianstädten begeht am kommenden Sonntag in voller Frische das Fest der eisernen Hochzeit. Der Bräu­tigam zählt 91 Jahre, bte Braut deren 89.

h. Frankfurt a.M., 5. Sept. Der Plan, die Fest­halle in einen ZirkuS umzu wandeln, kommt nun tat­sächlich zur Ausführung. Direktor Stosch-S arrasani hat die Halle jetzt gepachtet und wird Mitte November mit seinen Vorstellungen beginnen. Mit den Vorbereitungen (um Umbau der inneren Einrichtung wird in kürzester Frist begonnen. Professor v. Thiersch, der Erbauer der Halle, wirkt bei der Ausgestaltung beratend mit. Der Zirkus wird 15 000 Per­sonen fasten und der größte seiner Art in Europa sein.

fo. Wiesbaden, 4. Sept. Mit dem am 28. August zu Montreux im 83. Lebensjahre verstorbenen Geheimen Re- gierlMgSrat Alexander Bersch ist eine Persönlichkeit auS dem Leben geschieden, welche eine Zeitlang in der Entwicklung deS preußischen SteuerwesenS eine nicht unwichtige Rolle ge­spielt hat. Der Verstorbene, ursprünglich kurhessischer Ober- Finanzrat im Kurfürstlich hessischen Ober-Steuer-Kollegium, trat 1866 als RegicrungSrat in den preußischen Staatsdienst über und erhielt später die neugeschaffene Stelle eines Ober» RegierungSrats bei der Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin. Hier lag ihm vornehmlich die Reorganisation des Kastenwesens ob, in dem nach Frank­furter Muster anstelle der bisherigen, für die Großstadt nicht mehr ausreichenden Erhebung nach Steuergattungen die ört­liche Erhebung nach Stadtbezirken eingeführt wurde. Als dann 1882 beim Tode des damaligen Dirigenten-Geheimrats Rust OberregierungSrat Pfahl auS Schleswig zur Leitung der Behörde berufen wurde, quittierte Bersch den Staatsdienst und verzog nach Frankfurt a. M. und später nach Wiesbaden.

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(tb) Darmstadt, 5. Sept- Dor der F e r i e n ft r a i kammer spielte sich heute eine eigenartige Verhandlung ab. Sie richtete sich gegen die 41 jährige Ehefrau des vrakn,chen Arztes Tr. B. von König i. O. wegen fortgesetzter Kör­perverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges, welche die Beschuldigte Ende des Jahres 1910 an ihrem damaligen, jetzt 16 Jahre alten Dienstmädchen M. Sch. aus Vielbrunn i. £. begangen hat. Tie Angeklagte bestritt die fraglichen Handlungen. Frau Tr. B. ist schon in den Jahren 1895 und 1896 in Wies­baden wegen Mißhandlung zu 50 Mark und 300 Mark ©clbltraie, nebst 275 Mark Buße verurteilt worden. Es wird der An­geklagten diesmal zur Last gelegt, daß sie die Sch. mit dem Svaticrstock ihres Mannes und anderen barten öcgcnitänben geschlagen, mit bem Kopf gegen den Fußboben unb an Möbel gestoßen habe. Tas in erster Instanz mit ber Sache besatzte Schöffengericht hatte die Zeugenaussage des Mädchens für nicht glaubwürdig erachtet und die Angeklagte freigesprochen, worauf die Staatsanwaltschaft Berufung einlegte. Es wurde u. a. fest- gestellt, daß Tr. B. selbst einmal mit einer Armwunde zum Kreisamt kam, die seine Frau ihm beigebracht hatte. Ter An­geklagten wurden mildernde Umstände im weitgehendsten Matze zugebilligt, das Urteil lautet auf eine Geldstrafe von 75 Mark.

(] M arburg, 4. Sept. Gin a esadrlicher Einbrecher. Ter gerichtsbekannte Arbeiter Wilhelm Born aus Cappel hatte sich vor der hiesigen Straskaininer in Gemeinschaft mit dem Arbeiter Gisse! wegen Einbruchsdiebstahls zu verantworten. Born war schon früher m Gießen und anderen Städten bestraft worden; gegenwärtig verbüßt er 2 Jahre Zuchthaus. Im Mai d. I. hielt er sich hier in Marburg auf. Auf dem Juxplatze traf er seinen Freund Gisset, mit dem er dann einige Wirtschaften besuchte.^ Bei der Gelegenheit stahl er einen Mantel und zwei Teutonenmühen; dann markierten sie die Studenten^ bis ihnen die Polizei auf die Fersen tarn. Gisset, der auch einen wertvollen Hund gestohlen haben sollte, war bereits nach Wiesbaden abgereist, als Born festgenommen wurde. Als er jedoch zum polizeilichen Verhör vorgeführt werden sollte, sprang er mit einem Satz durchs Fenster und entkam, bis ihn später in Frankfurt sein Geschick ereilte. Trotz seines Leugnens wurde er überführt und zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Gisset erzielte wegen der Hnndegeschichte Freisprechung; weil er sich jedoch mit dem Mantel unb der Teutonenmütze bekleidet hatte, wurde er wegen Hehlerei zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt.

Universitäts-Nachrichten.

Geheimrat Prof.'Tr. Georg Kaufmann, der bekannte Vertreter der mittleren und neueren Geschichte an der Universität Breslau, feiert am 9. September feinen 70. Geburtstag.

Exzellenz Tr. jur. Ignaz Ritter ©ruber von Hen­ninger, Sektionschef a. D., Privatdozent mit dem Titel eines a. o. Professors für Statistik an der Wiener Universität, begeht am 8. dS. Mts. seinen 70. Geburtstag. Er ist-zugleich Dize- gouoerneur der österreichisch-ungarischen Bank.

Landwirtschaft.

Berlin, 4. Sept. Ter Saaten st and in Preußen stellte sich Anfang September, wenn 2 gut, 3 mittel und 4 gering bedeutet: Hafer 2,8, Kartoffeln 2,7, Zuckerrüben 2,3, Futterrüben 2,3, Klee 2,7, Luzerne 2,7, Riefelwiefen 2,4, andere Wiesen 2,7.

Luftschiffahrt.

Der Wafserflugzeugivettbewerb in Heiligen- d a m m.

Heiligendamm, 5. Sept. Der Wasserflugzeug- Wettbewerb hat heute sein Ende genommen. Infolge des stür­mischen Wetters wurde von einer Verlängerung Mstand ge­nommen und weil von der Marineverwaltung erklärt wurde, daß die Erfahrungen der Konkurrenz hinreichend Klärung in oer Frage der Wasserflugzeuge gebracht hätten. Man habe sich überzeugt, daß Doppeldecker konstruiert werden könnten, die sowohl aus dem Lande, wie auch auf der See brauchbav seien. Es wurden verteilt: 7000 Mk. an die Flugzeug-Gesell­schaft (Aviatik-Doppeldecker von Büchner), 6000 Mk. an die Alba­troswerke (Führer Thelen!, 6000 Mk. an den Piloten v. Gorrissen (Ago-Doppeldecker), 3000 Mk. an die Firma Schröder-Mainz iGödecke-Eindecker', 3000 Mk. an Dr. Hübner, 3000 Mk. an die Alk-Flugzeugwerke. Die Preise des Kaisers und des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin und des Ministers des öffentlichen wurden nicht verteilt, dagegen erhielt Büchner einen Ehrenpreis, der von einem Heiligendammer Badegast gestiftet war.

*

E i n deutsches Luftflottengesetz sollte nach Pressemeldungen in Vorbereitung fein. Wie wir aus Berlin hören, ist der Erlaß eines solchen Gesetzes in absehbarer Zeit nicht beabsichtigt, zumal die Erfahrungen auf diesem Gebiete noch viel zu jung und unzureichend sind.

Vermischtes.

* Un verbrennbare Strohdächer. In den letzten Jahren sind die Rohr- unb Strohdächer immer mehr verschwunden, da die Versicherungsgesellschaften sie wegen ber großen Feuer­gefährlichkeit nur gegen hohe Prämien versichern wollen. Unstreitig aber hat manches Lanbschaftsbilb und die Landwirtschaft dadurch verloren. Anstelle ber schönen, ruhigen Gebäude, die mit ihrer Farbe unb Harmonie mit ber Umgebung übereinstimmten, erheben sichftäbtifclje" Häuser, bie bie Lanbschaft stören. Aber auch ha­ben Gebrauch haben bie Rohr- unb Strohdächer viel voraus. Sie finb isolierend, im Sommer kühl, im Winter warm, was man durch bte Ziegeldächer niemals in bem Maße erreicht. Nun hat bie Hauptleitung ber hollänbifchen Gesellschaft zur Beförderung ber Baukunst beschlossen, Proben mit unoerbrennbaren Rohrbächern anzustellen. Auf einem Terrain der Gemeinde Arnhem soll ein Gebäude errichtet werdett, halb mit Ziegeln, halb mit Rohr gedeckt. Nach einigen Monaten, nachdem bas Gebäude Winb unb Wetter ausgesetzt gewesen ist, will man die Feuersicherheit erproben, indem bann bas Präparat, mit dem bas Rohr getränkt ist, wenn eS nicht gut gewesen ist, abgespült fein wirb unb feine schühenbe Wirkung nicht mehr ausüben kann. Die Probe der Brennbarkeit muß dies

ergeben. Am 8. Juli hat sich ein Rohrbecker aus Worpswed: Bremen, ber in bem Fach sehr bekannt ist, nach Arnhem Ic.'.even um bas Decken des HäuSchenS zu unternehmen. Auf bas (rtgebius ber späteren Probe ist man sehr gespannt.

Kleine Tageschronik.

Ein Raubmord in Düsseldorf.

Düsseldorf, 5. Sept- Heute nachmittag wurde in seine« Hause in der Mendelssohnstraße der siebzigjährige Zigarrenhänbi^ Karl Linden hinter dem Ladentisch tot auf gefunden Er war an Händen und Füßen gefesselt, im Munde steckte tu Knebel, das Genick war umgedreht. Die Ladcnkaffe ist aus. geraubt.

Tcr Bund der geprüften Sekretäre und' Ober- ekretäre der Reichs-Post und Telegraph en-Ber- w a 11 u n g hält vom 12. bis 14. September im großen Postöör- saale zu Berlin N. 24 seine 6. Tagung ab.

Aus Oberschön weide wird gemeldet: Hier werden zwet SchwesternWeiß im Alter von 17 und 19 Jabreu sowie ihre ü 12jährige Freundin Becker vermißt. Sie wurden in letzter' Zeit wiederholt in Begleitung eines jungen Mannes gesehen, der als Mädchephändler gilt.

In Hoyerswerda sind bei der Landständischen Ban? Unterschlagungen in Höhe von 200000 Mk. tra. deckt worden. Ter Täter ist der flüchtig gewordene Sohn des > Kassenvorstandes Wolf, der eine Zeit lang seinen Vater vettrat. 1

In Heidersbach bei Karlsruhe ersHlug ein Schrei, s n e r m e i st e r in der Trunkenheit seine80jäbrigeMutter. I

Aus Utrecht wird gemeldet: Bei einer militärischen Ucbung in der Nähe des Forts V o s s e g a t zerbrach ein mit Soldaten ? bemanntes Floß. Achtzehn Personen fielen in das Wasser, sechj ertranken.

TerSchlesischen Volkszeitung" zufolge erschoß in Pi sch. j kowitz bei Glatz der einarmige Invalide Paul Herrmann, ein gewalttätiger Mensch, der früher schon seine inzwischen verstorbene Eltern mit feiner hölzernen Hand schwer mißhandelt hatte, im Streit seinen Bruder. Als der Gendarm mit bem Qk. - meindevorsteher sich in die Wohnung des Verbrecher.) begab | verbarrikatierte sich dieser, schoß auf die Umstehenden, verletzte den Gendarmen, sowie den Gemeindevorsteher. Schtus lich wurde das Haus gestürmt und der Mörder verhaftet.

Die Zahl der Opfer der Katastrophe von thune beträgt nach den letzten Meldungen 71 Tote und 12 Verwundete.

Am Newa-Ufer bei Petersburg ist nachts ein großer Heuschober niedergebrannt, in dem Arbeiter übernachteten, sieb­zehn verkohlte Leichen sind geborgen worden.

In Anwesenheit des Polizeipräsidenten L6pine und de- P» sessors Hauriot wurden in Paris Versuche mit einem vo« dem Tirektor des Pariser städtischen Gemeindelaboratoriumi, Kling erfundenen Geschoß vorgenommen, das bei der 8t* lager ungvon Banditenzur Anwendung gelangen soll. Tas Geschoß entwickelt bei ber Explosion G a se, durch bie I Verbrecher vollständig geblendet werden. Die Versuche foUel sehr bemerkenswerte Ergebnisse gehabt haben. M

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keincrln

Verantwortung.)

Gießen, 6. Sept.

Ter hintere Teil derEderstraße ist noch immer das Stick« kind unserer städtischen Verwaltung. Es herrschen dort Zustäiche, die jeder Beschreibung spotten; die ärmlichste Torfsttaße kann ii keinem traurigeren Zustande sein. Besonders bei dem ieyig« Regenwetter muß man riskieren, im Morast stecken zu hinten Ab und zu erscheint bann mal ein städtischer Arbeiter, der btt i| schlimmsten Treck in Hausen kratzt. Die Wasserpfützen ih*bee auch bei gutem Wetter noch wochenlang unb bilden Brutstätte, J für Schnaken und anderes Ungeziefer. Icker Hausbesitzer wird | gezwungen, sein Grundstück zu entwässern, bie Stadt hat das abtr I für ihre Straßen nicht nötig. Es ist bebauerlich, bau in cier 1 Stabt wie Gießen, bie im Zeichen bes Fortschritts stehen * derartige Zustände noch möglich sind. Sofortige Abhilfe tr bringenb not, unb zwar noch in diesem Herbst. 2t

Briefkasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

Wasserflut. Für unS bei diesem Umfange nicht ocrroenbfctt

Märkte.

fc. Wiesbaden, 5. Sept Heu- und Str oh mark! Angefahren waren 8 Wagen mit Heu und Stroh. Man nolttrtt. Heu 7.807.70 Mk., Stroh (Richtstroh) 4.004.40 tl.t - Frachtmarkt Hafer 00,0000,00 Mk. Alles für 100 Ril*

Spielplan Pes Hurfjausütjeaters Baö Nauheim.

Sonntag, den 8. September: Benefiz für Herrn Regisseur Hermann Norden:Meyers." Montag, den 9. September: »Das Glück im Winkels Mittwoch, den 11. September: .Groß­stadtluft.* Freitag, den 18. September: .Die Ehre.- eamlta^ den 14. September:Der Raub der Sabineriunen."

Ich wette, Sie haben auch nicht die Zeit

A sich ins Bett zu legen, wenn Sie HalSschmerzen haben, od rveni ein Katarrh Sie auält. Machen Sie'S also wie icb: 2vüree auch nur die geringste Beschwerde, bann nehme ich sofort i>aH -i ächte Sodener Mineral-Pastillen nach Vorschrift. T>c babeu I mir noch immer geholfen und ich habe nicht eine Stunde au» dem Geschäft bleiben wüsten, seit ich die kleinen Tiimki tti mir trage. Lasten Sie sich raten und machen Sie? ei er. werden S gewiß nicht bereuen. Tie Schachtel kostet nur O w achten Sie aber, daß Sie keine Nachahmung erhalten.

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Soll man Kinder zum Essen zwingen?

Diese Frage, die schon viele Eltern unnötig erregt hat, ist vom gesundheltlicksen Standpunkt aus zu verneinen.

Das übermäßige Zureden während der Mahlzeiten wird namentlich Zlinderu und Gästen gegenüber geübt. Be­sonders erstere werden ost genug gesundheitlich geschädigt, weil die Elter:: verkehrterwrise meinen:Tas Jtinb muß essen, was auf den Tisch kommt."

Man kann ztvar jedesmal versuchen, das Kind an dieses oder jenes zu gewöhnen. Man soll ihm aber nie Speisen aufztvingen, bte ihm widerstehen; z. B. zu reich­liche Fleischmengcn. Diese lehnt auch das gesunde Kind oft '.aus natürlicl)em Instinkt ab, weil sie seinem Organismus mehr schadet: als nützen.

Wenn der Mage:: sie ::icht direkt zurückweist, so wird doch die mit Widerwillen genossene Nahrung ungenügend verarbeitet. Ja, sie sclstidigt sogar oft die Verdauungs- vrgane.

Was nützt dann überhatryt das Mfdrängen der Speisen? Tatsächlich nichts; denn der Mensch lebt imtit von den:, was er ißt, sondern von Dem, was er verdaut!

Die große Bedeutung des Appetits für die Verdauung Haden auch die Forschungen be la unter Aerzte z. B. Paw­low, Bulawinzew) erwiesen. Danach hängt die Qualität und Quantität des für die Verdauung so w:chtigen Magen­saftes direkt von den: Grade der Eßlust ab.

Sehr oft sind jedoch Minbcr überhaupt appetitlos und jeglicher Speisezusnhr abgeneigt. Nicht aus Laune und

Widerspenstigkeit, sondern aus tiefer liegenden Gründen, wie: Magenverstimmung, Blutarmitt, Schwächezuständen usw.

In solchen Fällen lasse die Atutter die Strenge und den Zwang einmal beiseite und probiere es mit der Eisen- Somatose.

Sie setze früh der Milch oder dem Kakao, mittags der Suppe und abends nochmals der Milch je einen kräftigen Kaffeelöffel voll stüssiger Eisen-Somatose zu.

Dadurch wird ein natürliches, gesundes Hungergefühl geweckt und die Verdauung mächtig ailgeregt, so daß die frühere Eßunlust oft ganz rasch in das Gegenteil umschlägt. Es schmeckt den Kindern so vorzüglich, daß die erstaurtte Mutter die Teller nicht mehr hoch genug füllen kann.

Wie erklärt sich nun dieser Erfolg der Eisen-Somatose und ihre Ueberlcgenhcit gegenüber den einfachen Nährpräparaten?

Hauptsächlich durch ihre Doppclwirkung. Durch ihre Fähigkeit zu nähren und gleichzeitig 2lppet:t, Verdauung, überhaupt den gesamten Stoffwechsel merkbar zu fördern, den Eisengehalt des Blutes zu erhöhen usw.

Tie in der Eisen-Somatose enthaltenen Albumosen (auf­geschlossene Eiweißkörper regen die Absonder:tng der Ver- dculungssäfte direkt an und steigern dabei die Eßlust auf natürliche Weise. Nicht iiric z. B. alkoholische Mittel durch schädliche Rcizwirkung.

Die Aerzte nennen daher die Eisen-Somatose mit Recht einnatürliches Stomachikum" 'Magenanregungsmittel). 5ie begünstigt durch bessere Verwertung der neben ihr genossenen Speisen den Körperansatz und bewirkt Ge-

wichtszunahn:en, die eine reichliche Ernährung allein Ny erzielen kann. Oder wenigstens mcht so leicht und so fdmd1- Man kann daher den Minbem kein besseres Kräfti­gungsmittel geben als die Eisen-Somawse, b:c neben de» für den Körper so wichtigen Nahrsäl.zen auch 2<y» organ-'*! gebundenes Eisen enthält und dadurch den Äsengehalt d< Blutes zu erhöhen vermag. Außer bei Appetitlojigkelr und Verdauungsstörungen leistet sie deshalb auch bd i®* rückgckliebener Entwickelung, Bl:ttarmut, Bleichsucht, »ib^- Haupt allen Schwächezuständen, ivertvolle Dienste.

Viele ärztliche Berichte weise:: nach, daß durch brauch von nur drei Eßlöffel Eisen-Somatose pro ^40 (für Kinder genügt ettva die Hälfte) in drei bis ner Wochen oft Gewichtszunahmen voff 6 bis 8 Kilogramnt er­zielt wurden. Hierin zeigt sich <rm besten, wie die iBjJJ kleinen Mengen ml? Bei ko st) genossene Eisen-Somatose oer gesamte:: Krästezustand bessert. ,

Besonders beliebt und beqitcnt für Kinder ist die fcnor erwähnte flüssige Eisen--Somarose mit süßem Im Gegensatz zu ähnlichen flüssigen Präparaten 'ft frei von Alkohol und deshalb dauernd zuträglich

Sie verdient darum in Fälle», wo die Anfchastuug ein« Kräftigungsmittels empfehlenswert ist, in erster Linie Vcrtrai» und Bevorzugung. .

Man verlange die Eisen-Somatose in der mub'tcn theke oder Drogerie, flüssig in Originalflaschen zu - oder in geschmackfreier Pulverform Bon dieser finb _ gen zu 1.60 Mk, 3 Mk., 5.75 Mk. und 1A - 5*

hältlich. Für längeren Gebrauch sind bie großen Packu. b*e als etwas vorteilhafter zu empfehlen.