Ausgabe 
4.11.1912 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

162. Jahrgang

Drittes Blatt

Nr. 260

Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags.

dient.

den Leser gestaltet. ,

Bayern-Kalende r 19 13. Ter dritte Jahraanc, dieses vortrefslictten Wand- und Abreisskalenders ist soeben erschienen. Was schon die früheren Jahrgänge vor ähnlichen Erzeugnissen vorteilhaft ausgezeichnet bat: die gejchmackvoUe künstlerische Aus­stattung und die Reichhaltigkeit des Anschauungsmaterials, das bietet der neue Jahrgang in eihöhtem Matze. Tie Bilderfolge ist von einer erstaunlichen Vielseitigkeit; und so ist der Baiiernkalender Henle in der Tat im Zusammenhalt mit dem beigefügten praktischen Text das Werk, das in amüsantester Form jeden, der Bayern kennen lernen will, aufs beste unterrichtet; er ist ober auch, als Ganzes betrachtet, eine hocherfreuliche Erscheinung auf dem Gebiete der fast überreichen Kalenderproduktion, die schon um ihrer künstlerisch vollendeten Form willen die Beachtung aller kunslsrohen Kreise ver-

Montag, 4- November 19(2

Rotationsdruck und Verlag der Brnhl'schen UniversilatS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

DieSietzener Zamilienblätter" -roerben dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beiqelegt, das - Kreisblatt ffir den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seih fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Jedes Gläschen Lectferrin bringt neue Kräfte und Energie!

Leciferrin dürfte in keiner Familie fehlen. Aerztlieh verordnet gegen Blutarmut, Nervöse Zustände, Bleichsucht, Verdanungs- und Ernährungsstörungen.

Unentbehrlich in der Rekonvaleszenz nach erschöpfenden Krankheiten.

v'-/,) Man achte auf das WortLECIFERRIN. Preis M. 3.- die Flasche, überall erhältlich.

Galenus, Chemische Industrie, G.m.b.H., Frankfurt a.M.

(ßcridn^inaL

JU Mannheim, 2. Nov. Tie Strafkammer verurteilte den Reckstsanwalt G r ü n w a l d t wegen Betruges und Urkunden­fälschung ui neun Monaten Gefängnis, wovon ein Monat der Untersuchungshaft als verbüßt erachtet imrb. vtui früherer Bureauvorsteher Z i m m e r nt a n n wurde wegen Beihilfe zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, wovon zw^ Monate Uifterfuckmngs- haft in Anrechnung kommen. ,

vn Berlin 2 Nov. In dem seit vierzehn 4,agcn vcr- sRroxefe neuen die Bucketshop-Banfters M e d>cl und Blechem in Urma A. Mechel u. Co. in Berlin ist die Ver­handlung gegen Blechem im lebten Augenblick abgetrennt worden Medel ist darauf wegen Vergehens gegen dav Borfenge,etz und vollendeten und versnckstCii Betrugs zu d r e i a h r e n und d r e i M o n a t c n Gesängni s und 4000 Mark Geldbuße eventuell 400 Tagen Gefängnis, verurteilt worden, oedyo Monate der Untersuchungshaft werden ungerechnet__________________________

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- stratze 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion:^^112. Tel.-Adr.: AnzcigerGietzen.

£anO*wirtfcbdft.

kl Marburg, 2. Nov. Die vom Geflügelzuchtverein für den Kreis Marburg ins Leben gerufenen Hessischen Iunggetlugel- schauen entwickeln sich immer mehr. Diesmal und rund 130 Uuv- stcllcr mit rund 1,30 Nummern vertreten. 11. a erhielten folgende Aussteller höhere Auszeichnungen: A. Abteilung v u h ner: Ehrenpreise: Kraft jun. Wallenrod, BormsMag-OckersHaufen, Kraus-Goßfelden, Nau III. Großseelheim, Le,ch< GroMeelheim, Vogt I.-Lich, Peil Heskem, Fäger-Lberhörgcrn, Gerhardt-r-cron- hausen. 1. Preise: .straft Wallenrod, Kemmcr-N.eder Gemünden, Kraus-Goßfelden, Tr. Weber-Alsfeld, Nau III.-Grotzwelheim, Lesch-Großseelheim, Mudersbach Ockcrshauscn, Vogt Lich, Lpamer- Nidda, Peil-Öeskem, Jäger-Oberhörgern, Ächrodc-r-Großfeelheim, NcrN'Polgöns, Gerhardt Fronhchlscn. B. Abteilung G r o B - gcslügcl: Ehrenpreis: Peil -Heskem. 1. Preis:

C. Tauben: Ehrenpreise: 2cl>mrdt-EbsdoN, Becker-.tleder- eisenhausen, Keller Ossenlftim, Lehr - Fron Hau, en. 1. Pretfe: Schmidt Ebsdorf, Becker Niederetsenhausen, Keller-Os, enhemt, Lehr-Fronhausen, Baer "Aidda.

Der vermitzle Ballon Düsseldorf II. vucheriisch.

ffu der Nachricht aus Bremen, nach welcher die ameri- £yafob Burckhardt Briefe an einen Archi- kanischen Ballonfahrer Albert von Hoffmann und John kokten. iVerlegt bei C4eorg Müller und Eugen Rcntsch in Berrh glauben, der vermißte BallonDüsseldorf II" müncben.'i Tie hier zur Veröffentlichung gelangenden Briefe Jakob die Richtung nach Norlvegen eingeschlagen, teilt uns die Burckhardts, des berühmten Verfassers desCieerone" und der Oberleitung des Gordon-Bennett-Jluges, A. Däerlamm, ! Lullur der Renaissance", gehören zum reizvollsten imd anregcnd- init daß es sich wohl hier um eine Täuschung handelt, sten, was in den letzten Jahren gedruckt worden l,t ---ft sind bn Verschiedene der in Rußland und an der russischen Grenze den aus einer angesehenen Ba,eler ,vamilie stammenden Archfteften SKTÄ U «<» LL SÜX.WST.Ä geflogen, hatten dort dann^ Rechtsdreyttstg.erfahren ilinftcll vis zum Anfang des siebenten Jahrzehnts von Burck-

und seien so wieder über das Land getrieben worden. ~te 5 oc^cn Sozusagen von allen Reiseit Burckhardts gehen

meteorologische Station in Frankfurt a. M., tue über Die an ^ftjoth aus München, Nürnberg, Dresden, Frankfurt Möglichkeit, daß der Ballon über das Meer getrieben wor- a Kassel, London, Paris und vor allem auch aus Italien den sei befragt wurde, hat sich dahin geäußert, daß dies meist wohl bestimmt, auch dem Freundeskreis des Adressaten mit- bei der am Montag und Dietistag herrschenden Wetter geteilt zu werden, in dem Burckhardt in Basel zu verkehren pflegte, laae und Windrichtung ausgeschlossen sei. Die telegraphische an der munteren Gesellsckxftt dieser jüngeren geisng lebhaften L!; C?r Xrherfeitiinn bei den deutschen Marine- Männer fick) rreiienD, die verschiedenen Berufen angehorten, aber Anfrage der ^lug^b^leiMNgoeioen oeuif^en jmgn | )oarcn in bcr begeisterten Beehrung für diesen unvergleiM Wetter- und Lchiffsstattoncn, sowie ^ ^ancmart, ^G 1.^ ^ geistigen Anreger und Förderer. Wie diese nach auhen hin den und Norwegen stimmen dahin überein, daß nirgends L Ta5C[[-0einfache Existenz ganz in den Tienst des Geistigen ein Ballon über See gesehen worden ist. Auch Die Befra- ^ellt war und allem Pessimismus zum Trotz aus die gute Laune aung der inzwischen eingetroffenen Scksifse führte zu keinem nic verzichtet hat, das allein schon ist ein wahrhast beglückendes Ergebnis doch haben sowohl die Kommandanten der Kriegs- Sckzauspiel. Alles ist von köstlichster Ursprünglichkeit in diesem wie auch'die der .Handelsschiffe den Auftrag erhalten, auf Buche: die Begeisterung über die klassisM Fülle von Antike, einen etwa im Meere treibenden Ballon zu achten und so Renaissance und Barocco^ die ^chwarnieret für die schonen Jtalie- i Mitteiluna darüber zu machen Schließ- nerinnen und die süße Munk der Verdischen Opern, sur die guten

ort telegraphische Mitteilung oaruoer 8« machen ß \ m 2Scinc obCT billigen Photographien, gute Zigarren und

lich ist die Oberleitung des Fluges der ANsichi es 1 Kaffee und Essen. Auch alle Krink Neidet sich m einen nicht ausgeschlossen, daß der Ballon im inneren Rußland mosen Humor von manchmal recht junggesellenhafter Un- gelandct sei und die beiden Flieger von den Behorderl ^niertheit, baß sich die Seftüre dieser Briefe zu einer stets amü- dort festgehalten werden, abgesehen von der Moglrchkeit, .-antcn< ^her vor allem stets auch anregenden Unterhaltung für daß der Ballon sogar auf den Kriegsschauplatz getrieben' - -

Bei der Oberleitung ist von Petersburg auf eine An frage folgende Meldung cingelaufen: Ueber die vermißten Luf schiner fehlen Nachrichten. Maßregeln zur Auffindung sind ergriffen durch Beiiachrichtigung der Behörden am Baltischen -Meer und in Finland. Auf alle anderen An­fragen ist eine negative AnNvort cingegangen.___________

ver Mufflon als deuM.es Ja ölict.

Mit Bedauern sehen wir die Bestände des zur hohen ^agd gehörenden Wildes immer lickter werden. Rot- und Schwarz­wild in freiem Revier zu halten, begegnet immer größten SMviengkcilen, und mau ist gezwungen, mehr denn ,e llmnbiu

't'rirfiArtrrirfitöbrici i nach einem Ersatz für das in Hunderten von' 8 n d m Unter

^cllysgcrimtsvi lcf. I gflng gclücii;ic Schalenwild zu ball " Es IN nicht leicht, für

,Nack)druck Verb.) js. Leipzig, Ende Oktober 1J1-. unsere an Wild verarm enden Walder eine unschädliche Wildart

Beleuchtet die Hausflur! -u erhalten, die bei uns eine ihr zusagende neue Heimat findet.

Haftpflicht des Hausbesitzers für mangelhafte mancherlei üblen Erfahrungcil mit verschied-um auslän

Beleuchtung des Zugangs zum Hofe. dischen Wild bat man endlich auch in Teutschland allen Ernstes

Tie allgemeine SorgfaltSpslichi des Hausbesitzers verlangt, angC1angClb einer Wildart HcimatSrechte cinzuraumen, die in daß er alle Treppen und Gänge seines Hauses, die dem Verkehr vaterländischen Forsten leid : ihr Auskommm findet,

zugänglich sind, ausreichend beleuchtet. Tazu gehört auch der I |tTcn,1c Winter glücklich übersteht, sich gut vermehrt und dem Zugang zu dem Hofe, und zwar vor allcn^ 'Lingen dann, l ^jaib keinen nennenswert en Schaden zusügt. Tiefes neue Wild wenn sich im Hofe Werkstätten befinden, -ter .Hausbesitzer I ^,cr Mufflon, Ovis musimon lieber interessante Versuche mit darf sich auch nicht ohne weiteres darauf verlassen, dap Diejenige M(ug|-C^en tiicje^ Wildsck afes lesen wir in dem soeben erschienenen, Person, die er mit bei Beleuchtung beauftragt bat, diese an und ^^ich illustrierten Buch von F. Pergmiller:Erfahrungen auf Tür sich einfache Verrichtung in zweckemiprechendei Weise aus Gebiete der hohen Jagd" (1012, Stuttgart, Franck-sche führen wird. Verjagt die gewählte Beleuck.tungsvoriichtniig, laicht Berlag-'Wandlung. Im Herbst 1906 wurden in Anhalt von Ober z. B. die Lamp? leid t infolge Luftzugs ans, so üt eine Haf.nng des ^rstrat' Reust in einem eingegatterten Waldteil solckic Wildschafe Hausbesitzers für Unfälle, die sick infolge t>CTc^unrclf'?t,t,cr99l.lcn' eingebrari t und, nachdem sie 'ich stark vermehrt hatten, im Jahre wenigstens Dann zu bejahen, wenn er Die M a n g e l h a f t > g - ireigelassen. Tas anhaltisck e Gesetz vom 20. Juni desselben feit der Beleuckiung erkennen mußt e. Ts fragt lick, bann erklärte sie als Jagdtiere iniD gestattet einen Absckmß

nur noch, ob etina ein eigenes mitwirkendes Verschulden des Bei K<v qjiiDDer vom 1. September bis 31. Oktober, der Sck>afe vom letzten in Frage steht und wie hock dieses gegenüber dem Ver- ^stöber bis 31. Oktober. Im Laufe des Winters 1906 1907 schulden des Hausbesitzers zu bewerten ist. Iw diefer .'oinimn ,f Abcke und Drei Geißen, weniger durch Die Unbilden interessiert Der nack stehende Rechtsstreit: Der Witterung als durch Forkeln und Mistliandlungen eines altm

Tie Beklagte, Witwe G., ist Eigentümerin eines Hau>es in 1 s)j0(fc^/ ^.igegangen: er ivnrde deshalb an den zoologischen (Karten Ludwigshafen: im Hofe des Oftundstücks befindet lickidie Ln abgegeben. Mitte Mai 1907 wurde das Gatter ge- Spcnglcr Mlemvucr Werkstatt ihres Sohnes, der im Jrbgeidtoli I L)^nct unt> j^nj Böcke und acht Geisten in die freie Wildbahn ge- dcs Hauses wohnt. Eines Tages im März wollte sich die .(flagerut, I (Q.-|CU diesen wurden in der Harzgeroder Feldiagd ein Bock eine Witwe K., nach 7 Uhr abends durch die Hausflur nach Der 1|ni) cjnc totgeschosscn. Eine Geiß hatte Mitte Juni 1908 Klempiierwerkstatt begeben, um einen zur Reparatur gegebenen e|n £<annn gesetzt.

Gegenstand abzuholcm Tie Hausflur war nicht b?leuchlet die Wildsck afe halten sich besonders in dem felsigen Sei Fetal

Klägerin ist in Der Tunkelheit über eine Stufe gestürzt und ha ^.-sen ^erram a ßerordentl ch günstig für sie ist. Gegen sich erheblich verletzt. Sie er^b nunmehr eine Klage auf ^tig 'Ivstrd^ihr BestäL ^uf 40 ' Lücki gesck-ätzt. Tie Aesung L chadeiisert atz gegen die VAlagte n[) I bcr Mufflons bestehl im anhaltischen Har; aus dem mehr ober

Vom Landgericht Franken l hal ist bie^ Klage ab I li)C cr üvpig gedeihenden oftas des Gebirges. Im Winter lullt geiviefen worden, xad Ober lau desg,cril^t3-§,eilÄreS 1 ü r man n-ie beim Reh und Rotwild mit Hen und geschnittenen Mohr dagegen hat den Kia g ca n f p r u ch z u ein em -tri 1. tei'ut n wird von den Wildschafen gern genommen,

berechtigt erklärt, mit zwei ^ritteln chrer Ampruche iDcniqcc gern Kastanien. Sehr bald machten die ausgesetzten aber bie Kla r i n a b g e w re s e n. In snnen C ntf ck, i- ^ildschase in dem ihnen zugewiesenen Revier die lwimlichilen dun g s g r u n den fuhrt das Ober andeSgerickst aus- -er Ke- ausftndig. Deren felsige Nalnr ihnen auch reichlich Gelegen-

rlagten als bet Verfügungsberechtigten des Endstücks lag d^e Klettern und Springen bietet, worin dieses Wild Meister

Pflicht ob, dafür zu sorgen, dast die Elur des zum ver. 1 bcr bic)-e neue Bereichen,ng unserer Wildbahnen tm

mieteten Hauses, in Dem ein Verkehr irp niet roarbekuditct ^flr#^c|-cbcn hat< i(lt JU bcm Urteil gekommen, daß es ganz vor- wurde. Auch der Zugang zum Hose mußte bei nicht et werden. ,um ^ailtndait»rfxiraftcr pastl Anfangs hatte man auch D« durch die Zugluft beim Oeffnnii der^^Haustur die °"S^rachte ^linil'm. ^chirnngen gemacht. Ein Dem Jungwild

Lampe öfter verlofcht war, war diew Art der^^^uchtung Nickst ! cinfm dreijährigen Wildschafzum Schutz" beigegebener W.d- ausreichend, um d,e uohvcnbige Vcrkchrsslck erl^it zu giwahr mährend der Brunst rabiat und forte te < Lämmer.

leWn, und .zwar u.nsome^ al§ ble otu,e m dnn Gang i^ ^de(5 Böcke, 8 Schafe) in. bie dem Dofc eme jenniic®era^bc^SJtrtc. x« UnjaU ift nun ^^cchn entlassen. Ein Wildschaf wechselte mit ein.gen

allerdmgs in .crlter Lstnie durch die Schwiegertochter Der auf einer Bauernjagd wurden zwei Lämmer ge­klagten die Mit der ^leuckstung beauftragt >var, veniriacht. war- bcr Nest wanderte zurück und nahm feinen Einstand im

den. ^amft ist aber die Beklagte nickst entlastet. Es konnte ihr, ^^letal wo das alte Wildschaf ein Lamm setzte. Tas Ver- da sie selbst ,n deni Grundstuck wohnte,^ nickst ^^Aeu,daßd milbernngsgehcge wurde abermals mit Lämmern besetzt, und diese

Beleuchtung nicht ausreichend war, ht.ey, daß dw Lampe infolge ^rühiahr freigelassen. Auch hier machte man nun die besten des Luftzuges verlöscht war was .^b*lt »orgefo^ i|t, f^e9in Stück ging ein: die felsigen .Hänge

ei es, daß die Lampe überhaupt Nt^ang^ündet ^rdm war Sdketales erwiesen sich als sehr günstig für die Ansiebelung.

trifft ine Beklagte unter ,^'^,llmstanden ,elb,t di.r Vorwn f Muffelwild ist außerordentlich verträglich mit anderen Wild- brla , s ig en V c rs Duldens Es liegt aber nuchein Qrtcn, unb bic- |,-t ^in besonderer Vorzug. Dem Rotwild schlicht

M itv er, chulden der Klägerin vor. ^ftc bemerkte I, ,0^ gQ)n an baf? man von einer innigen Freundschaft

ber Gang nach dem .Hose nid)tb reden kann. Manche Rotwildrudel werden von einem Wildschas

mlahrlickw Stufe bekannt war, mußte.Ns entweder den Weg Sur oi)cr e5 gesellen sich alleinstelstrnde Böcke zu den Hirsckwn

Werkstatt bis tzum nächsten Dage anfichieben odn an der 'M Erd- 9^ mit auf den Brunstplatz. Es ist scherzhaft

gesckwß beimdlichen Wohnrn^ des Sohnes diw Beklagwil Ninge r I ^^ba^en, wie kühn der Widder- den Hirsch anmmmt lociut und Lickst verlangen. ^.aS Verschulden beider . ein solcher geschrien hat und dann Lust zeigt, mit ihm anzubinden.

hiernach für Den Schaden ursächlich gewesen, fo daß der 1 bibber weicht nicht zurück, er springt den Hirsch mutig an.

°erhält» i7mibi, zu . ScticMinm. b«A es uber^äu" Auck fonft besitzt da-j

genn ubenmegt dasienige ber-öeNagten l"beEIrf-^"'ic,D6 Muffelwild ein erstaunliches Anpassungsvermögen an alle ge-

angemesten erschien, sie mit zwei dritteln des >2chadcnv felvst zu ^^enen Verhältnisse. Ms geeignete Gelände sind in Teutfckstand

belaften. . , nfipr alle die zu bezeichnen, in Denen sich harter Boden, mehr oded

^as Reich sg c r icht hat bieied llrt eil de s Ob ^r ^niger trockene Aesnng und gemischte, zusammenhängende Wal

1 a n d e s g e r i ch t S bestätigt und die nur von der -oiUng » -t orößeren Fickstenbickungen und Laubholzbeftanden ten eingelegte Revision zuruckge wiesen. w finben K. K.

Deuticbc» Seid).

Zum Besuch San Giulianos.

DerEornere d'Jtalia" schreibt zum Besuch San Giulianos in Berlin, daß der Besuch, obgleich er nur als Höslichkeitsakt «ngekündigt loar, hinsichtlich der internationalen Lage besonders des Friedens, eine nicht z u unterschätzende Beden tung haben könne, umsomehr, da die Kabinette Don Berlin und Rmn feit dem Ausbruch der Feindseligkeiten aus Dem Balkan eine einträchtige concvrde diploma,ische Aktion verfolgt haben, um den Konflikt möglichst zu lokalisieren.

Deutscher Bund zur Bekämpfung der Frauen E m a n z i p a t i o ii.

Aus Berlin wird uns berichtet: Der vor einiger Zeit ge­gründete Bund zur Frauenefuanzipation, der bereits in verschie denen Städten des Rcickis Onsgruppen besitzt, trat am Sonntag mittag hier im Hohenzollemsaale des Marinehanscs zum erstenmal mit einer großen Voltsversammlung an die OÖffentlichkeit, um die Zwecke und Ziele des Bundes nach außen hin zu propagieren. Unter den Anwesenden betäuben sich auch verschiedene Vertrete­rinnen der radikalen Frauenbewegung. Im Hinblick auf diese er­innerte bcr Vorsitzenbc Graf E. Reventlow «Berlin' in feiner Begrüßungsrede u. a. Daran, daß ihm das Hausrecht ^ustehe. Als Redner bezw. 9iebncrinncn traten auf: Frau Anna Schellen berg iMaiinheim^, Prof. Dr. Langemann (Shell, Fran Her­mine SchNeider 'Gießen, Freifrau von Meer hei mb (Moftorf1 und Prof. Tr. Sigismund (Weimari. ^Es wurden in den Vorträgen die verschiedenen Beziehungen zwischen Frauen­bewegung und Staat, Bildungssrage, Familie, Kultur, erörtert und ferner die Forderung erweiterter Rechte für die soziale unb chariiative Frauenarbeit unb das Frauei,stimmrecht im Aus­lande erörtert Sämtliche Vortragenden lehnten in scharfer Weift die moderne Frauenbewegung ab, die, wie verschiedentlich betont wurde, nur ins Lager Der SozialDemokratie führe und eine Wehr- losrnackmng Der deutschen Nation bedeute. Tie Frauenbewegung müsse wie jede .Kulturbewegung sich auf nationalem Boden be­wegen. Im allgemeinen gelte Die Forderung: Dem Manne der Staat, Der Frau bie Familie. An die Vorträge schloß sich eine Aussprache, in der auch gegnerische Stimmen zu Worte kamen.

Gründung des Deutschen K i n dcr h o r t v c r b a nd cs.

Unter dem Vorsitz des Professors Freiherrn v. Loden wurde am Samstag in Berlin in Anwesenheit von Vertretern der Kinderhorte im Deutschen Reiche derD e u t s ch e ft i n d e r - hortverband" gegründet und zu seinem Vorsitzenden der seit Jahren auf diesem Gebiet tätige öenmann (Barmen) ge­wählt. Zurzeit bestehen in 278 Städten 570 Kinderhorte und verwandte Anstalteii. Der Verband ist bcr Deutschen Zentral- stelle für Jugendfürsorge angcgliedcrt.

riusland.

Zur Verurteilung des Leutnants Dahm.

Da.i harte Urteil, das bcr Warschauer Gerichtshof gegen Den deutschen Leutnant Dahm fällte, hat natürlich (ftoffts Aw sehen hervorgerufen. Nun wird eine Petersburger Meldung verbreitet, nach der man dort glaubt, daß der von dem War­schauer Appellhos zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilte Leut­nant Dabm, der bekanntlich gegen Kaution aus bcr Haft ent­lassen wird, demnächst begnadigt wird.

Der russ.i sch e Thronfolger hat den Samstag gut verbracht unb fröhlich gespielt. Der Appetit ist ctlvaS besser'. Die Temperatur betrug früh 36,8, am Tage 37,0, abends 36,9, der Puls morgens IpO, abends 112.

Die Dumawahlen.

Wie au^ Petersburg gemeldet wird, waren bis Mitter­nacht vom SaniStag auf Sonntag Die Ergebnisse von 227 Wahlen zur Tunia bekannt. Unter den Gewählten befinden ftch 8b Mit­glieder Der Rechten, 8 der gemäßigten Rechten, 28 Nattonaftstcn, 44 Oktobristen, 7 Fortschrittler, 5 Sozialdemokraten, 24 Kadetten, ß unparteiische Linke, 10 polnische Demokraten, 3 Mitglieder der Polnisch Littauer Weißrussengriippe, ein littauischer Nationalist, 3 muselmanische Nationalisten, 1 unparteiischer Pole.

Tic diesjährige Weinernte Frankreichs.

Wie derMoniteur Vinicole" berichtet, weist d>c-diesiahrige Weinernte Frankreichs einen Mehrwert von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahre auf.