Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten.
ficrtcnenglifchenBibelübersetzung abgehalten. Der Premierminister wies darauf hüt, daß diese Bibel der gemeinsame Besitz der englisch fprcd)cnbcn Welt, sei, und sagte, kein glänzenderes Denkmal dieser Drei ■ jahrliundertfeicr könne gesetzt werden, als die Besiegelung des feierlichen Vertrages zwischen den englisch sprechenden Nationen, der die schreckliche unausdenkbare Möglichkeit eines brudermördcrischen Krieges beseitigen werde.
Der amerikanische Botschafter bezeichnete btc Dreihundertiahrfeier als die wichtigste Gedächtnisfeier der letzten Jahre. Sie liefere das festeste und unzerstörbarste Band der gegenwärtigen Einheit in den Bestrebungen und Zielen der Nationen, die der großen, englisch sprechenben Familie angchören. Diese Einheit bilde die größte Friedens-Garantie für die Zukunft. Der Botschafter verlas sodann eine Botschaft Tafts, in der er der Versamm lung seine Glückwünsche ausspricht zur Gedächtnisfeier der Veröffentlichung der Bibel, welche die beiden großen angel - sächsischen Nationen, die eins seien im Blut, in der Sprache und der Religion, mehr als alles andere miteinander Der- Kunden habe. „
Die Versammlung nahm die Botfchaft Tafts mit stürmischem Beifall aus.
Hin das II. Vierteljahr 1911
hoffen wir, zahlreiche neue Abonnenten zu gewinnen. Der „Gießener Anzeiger", der täglich schnell und zuverlässig über alles unterrichtet, was in der Welt vorgeht und besonders die Interessen der hessischen Heimat pflegt, verfolgt keinerlei einseitige Parteiinteressen und wird unter Betonung gesunder liberaler Anschauungen auch weiterhin die in der Wahlbewegung beteiligten Parteien objektiv und gleichmäßig zum Worte kommen lassen. Wer über die .Anschauungen und Bestrebungen aller Parteien unbefangen sich unterrichten will, dem ist der Gießener Anzeiger unentbehrlich.
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mals ganz aus die Erde herunter und kann deshalb eventuell auch unter den eigenen Truppen kein Unheil anrichten. Tas Brandschrapnell in mit äugeln gefüllt, die durch die Gase der Bodentamincrlabung nnd) vorwärts getrieben werden. Die Kugeln werden vor allem die Maniisdxfft außer Gesecht setzen, t einig aber- auch einen Aeroplan zum Absturz bringen. Tas Brisanzschrapnell in eine Verbindung^vou Schrapnell und Granate von besonderer Furchtbarkeit. Statt der Geschütze können mich Maschinengewehre benutzt werden, bereu sehr ra)d?c Feucr- iolge 100 bis 500 Schuß in der Minute) ermöglicht, die bei der Lustschifiahrt schnell sich bietenden und schnell verschwindenden günstigen Momente sür die Wirkung voll auszunutzen.
Außer Geschützen kommen für das Luftschiff noch .Handgranaten in Betracht. Sehr brauchbar sür den Kampf in der Lust wird die Aasensche Handgranate sein, die sich durch eine große Brisanz- Inbung .550 bis 650 g und eine verhältnismäßig große Schußweite 400 Meter) ausgezeichnet.
Die Anzahl der mitzusührenden Wafsen hangt von der Trag- iahigkeit des Luftschiffes ab. Aus einem großen Zeppelin mit Ieinem Raumgehalt sür 2000 Kilogramm Kriegsbedarf könnten ohne Schwierigkeit zwei Geschütze kleinen Kalibers von je -iOO Kilogramm Gewicht mit einer Muniiionszugabc von je 100 ^chuß zu 2—2,5 Kilogramm mitgcführt werden. Es blieben dann immer noch 600—700 Kilogramm für Maschinengewehre, "Bomben und .Handfeuerwasfen oder die eine oder die andre dieser Waffen übrig. Größere Beschränkung in ^öcr ^Zahl der Wassen muß sich die Flugmaschine auserlegen. Tie Franzosen haben sie jedoch bereits mit einer leichten Kanone ausgestattet, wobei allerdings abzuioarten iß, ob die Treffähigkeit der Ge- schütze aus so schwankender, sich schnell bewegender Unterlage ausreichend sein wird, um die Verwendung einer solchen Waffe zu rechtsertigen. Aus demselben Grunde wird vorläufig die Mitnahme eines Maschinengewehrs für die Flugmaschine nicht zu empjehlen sein. Eher wird man schon Handgranaten gebrauten können denn der Abwurs einer foldfcn Granate von ea. 2 Kilo- gramm bringt den Flngavvarat nicht ins Schwanken und hat doch eine auarcid/eno: Wirkung selbn gegen grotze Luftfchrfse. Bici. schwieriger wird die sichere und erfolgreiche Verwendung der Handfeuerwaffe auf die Flugmaschine sein.
•TCsiK man nun gar diese Waffen, btc dem Kämpf in der Luft bienen, gegen Ziele aus Der Erde richten, so ist aus roirlho friege- mäßigen Vöhen, al'o aus übci 1300 Meter, kaum etivas anderes zu erwarten, als Z u s a 11 s t r c {f c r. jedenfalls werden nach allen bisher angestcllten Versuchen btc Kämpfenden auf der Erde die Wafsen ihrer Feinde in der Luft nicht zu furchten braudicn.
_ (jine originelle Form der Anwend u n g des Salvars ans wurde von Professor Albert Z es tone k in Gießen mitgeteilt. Bei der Behandlung an Syphilis erkrankter Mütter, die ihr Kind stillten, machte
Die Waffen im Luftkrieg.
Der Zukunftskrieg in den Lüften, dem sid) seit der raschen Entwicklung von Luftschiff und Flugmaschiiie Das Studium der Strategen immer mehr zugewendet hat, wird mit Waisen geführt werden müssen, die mancherlei anberc Forderungen erfüllen 'ollen pks die im Land- und Seekrieg gebrauchten.
Mit der schwierigen Ausgabe des Artilleristen, den tvetnb En der Lust ctiolgreid) zu bekämpfen, beidmftigt sich cm mterepantcr tzlusfatz von Maior Goebel in der Zeitschrift „lieber Land und Meer". Will man dem neuen Gegner in der Luft wirk,am be- tiegnen, fo muß man iljii in feinem eigenen Element auffud)cuunb zhnt mit geeigneten Waffen zu Leibe gel»cn. Tie Luftschiffe Inetcn purch ihren verl)ältnismäßig fi(bercn itnD ruhigen Flug Titr öic Einbringung von Geschützen aller Art günstigere Bedingungen 'als die Flugmaschinen. Man hat Denn auch bereits brauchbare «Geschütze, Wurfgeschosse und Handfeuerwasfeu sur das Lnftschm geschaffen. Das Gewicht der Luftschiff-Geschütze wirb 300 bis 400 Kilogramm kaum übersteigen dürfen, wenn nid)t_ Der '.hl liitioiisvorrat zu sehr beschränkt werden soll. Dabei mutz aber Das Geschoß das Rohr mit sehr großer Geschwindigkeit vertan en, damit es dort, wohin es gerichtet ist, icod) das id)ncubcrocghc.)e Ziel und nicht den leeren Raum trifft. Sold, außerordentlidie Gefdwßgesdiwindigkeit hat wieder eine starke Büdstoßwirkuug der Pulvergase zur Folge, die sid) in itörenber Weise für das Luft- sfchisi äußern würde. So schwer' es nun ist, die Forderung der gesteigerten Gefchoßgefchwiiidigkeit mit einer schwachen Rückstotz- tüirtung zu oerbinben, so ist es Dod) der Rheinischen Mctall- waren- und Blasd)incn-Fabrit zu Tüsseldors gelungen, BaUou- gesdfütze zu bauen, Die Den Anforderungen des K'dmpscs in der Lust gerecht werden. Wie sind nun diese Geschütze am Lustschisf pnzubringen? Während man bisher nur Daran d'achtc, sie in ier Gondel des Luftschiffs zu plazieren, sind iieucrbing-5 aitbere praktische Ideen geäußert worden. Man kann das Geschütz o bis 10 Meter unter der Gondel durch Taue befestigen. Durch :bie es aud) gerichtet und abgefeuert wird. Bet Luftschiffen Harren Systems können die Geschütze aus dem starren Tragkörver auf gestellt werden, wobei sie viel freier im Schuß sind und weniger Gefahr laufen, Die GasluUle zu befcbäDigcn.
Die Düsseldorfer Fabrik hat für ihre Ballcmkanone Drei Geschosse zur Verfügung, die vernid)tcnD gegen Lusochifse und zFlugmaschinen wirken. Es sind das Die Ballongranate, dasBrandschravne11 und das B r ia n z, ch r a v n e 1L Ehrhardt von Essen. Die Ballongranate enthalt m ihrer Boden tammer einen Brandsatz, der von einem beftipimteii Punkte Der Flugbahn an einen öcutlidjcu Rauchstreifeii entwidelt und es so ermöglicht, die Lage des Schusses zum Ziel zu beurteilen.
Die Wirkung dieser Granate ist, wenn sie trifft, lehr heftig; sie zerstört die Gondel, und ihre Sprcngstüde zcrreitzen die Gas- hülle. Verfehlt das Geschoß sein Ziel, so krepiert cs oalD nach der Entwicklung des Rauchstreisens in der Luft, lonvnu also nie-
Eine Rede ftesfranjöfWn Ministers de; Auswärtigen.
Bei Gin tritt Dclcasses in das französische Ministerium war allgemein die Besorgnis aufgetaucht, der alte Leutschcn- Hasser werde seinen Einfluß im Sinn einer deutschfeindlichen Politik geltend machen Offenbar um solche Meinungen zu zerstreuen, hat Herr Eruppi, der Minister des Aus-, wärtigen, in einer Rede, die der Draht weiterverbreitet, sehr friedliche Töne angeschlagen. Wir erhalten folgende Meldung:
Paris, 30. März Der Minister dcs Aeußern Eruppi Tnelt heute auf einem. Festmahl der Pariser Handelskammer eine b c, in bei er edierte, er wolle in dem von ihm vertretenen Ministerium ein wach'am er, treuer und arbeitsamer Diener Frank- reidy-' sein, dessen ruhige und wÜ r d c v o 11 c P o 1111 k die Achtung der Welt gewonnen habe, Las Land mui'c toenn es (eine Stellung in der Welt bewahren und starken wolle, seine Anstrengungen verdovpeln. Man müsse l)i”; c l ii und kämpfen, um feine Filter essen immer weiter aus zudehnen und zur Förderung des Außen Handels an Der oloiw- «rifchcn Entwicleiniig des Landes arbeiten, um dem französischen Eizengiiis eine ircunbiidbe Aufnahme zu gewährleisten, sei es nötig, auch Den fremden Erzcugniffen eine ebensolche Aufnahme in Front reich zu gewahren Man niüfic Datier eine ucnniglidjc Politik, eine Politik des guten Einvernehmens und der Gegenseitigkeit verfolgen. Der Minister versicherte, daß er alles tun rocroe, um oie öcntdiifamtcit oer Aweyauungen ein?- beständigen, unaufhörlichen Zusammeiiarbeuens und ein auf gegen- jeiligem Vertrauen beruhendes Buiainmcugchcn der wiitidfastlichen Intcreffen und der polUiscl^u Betätigung Fraiilreichs zu sichern, ui der allein die flacht und Größe des Landes zum Ausdrua kommen könne.
Der M a r i it e m i n i ft c r Delcaff 6 erteilte dem Obmann unb dem Berichterstatter des Marineausfchuffes der Kammer die Zusage baß die Regierung alles auf bieten merbe, das neue F lo11etiprogramm sofort iradi den Osterferien .ur Vcr-
inan die Beobachtung, daß nach Bchaiidlung der Mutter mit Salvarsan auch deren syphilitisches Kindchen geheilt wurde. Es wurde deshalb des öfteren das an der Mutter trintenbe Kiud aus diesem Umwege mit Salvarsan behandelt und zwar in den meisten Fallen mit gutem Ersolge. Run hat man aber leider recht häusig das Bedürfnis, ein Kindchen aus diese Weise zu behandeln, aber leider ist bas Kindchen schon entwöhnt und trinkt nicht ntehr an der Beust. In einem solchen Falle hat nun, wie Dr. S. in den M. R. N. u'.ittetlt, Professor Fes Ionel den Ausweg eingeschwg,u, daß er eine Geiß mit Salvarsan einspritzte und deren Rcilch dem fronten Kinde verabreichte. Uno auch aus biejcm tierischen Wege ist es gelungen, die Heilkraft oos Arsenmittels zur Entsaltung zu bringen.
— Die UniversitätHamburg. Die Frage einer Hamburgischen Universität wird, wie von dort gemeldet wird, bereits in nächster Zeit dis Har.churgische Parlament, die Bürgerschaft befchästigen. Das von Lu. F. A. Siemcrs gestiftete Vorlesungsgebäude wird am 14. Mai, dem hundertjährigen Jubeltag der Finna G. I- H. Siemers, eröffnet werden und es wird den Grundstock der Hamburgischen Universität bilden. Tie Beratungen wegen der finanziellen Basis sind ziemlich beendet und hatten ein so günstiges Ergebnis, daß die Begründung einer Universität in Hamburg nur noch eine Frage b c r alle r n ä ch st e n Zeit sein kann.
— FunkentelegraphieimoffentlicyenVer- kehr. Wie aus Paris gcmelbct wirb, verfügte bas Marineministerium, baß bie Funkentelegraphic der Kriegsschiffe vom 1. April ab auch bem Publicum zu ben gewöhnlichen Tarifsätzen zur Verfügung gestellt werben soll.
— Kurze Nachrichten a u s Kunst u. W i s se n s ch a s t. Tie 8 3. V c r s a m m l u n g Deutscher Naturforscher und Aerzte rin Del vom 24.-30. September 1911 in Karlsruhe ÜatL Gleichzeitig mit der Serfaninilung soll eine Ausste11u. j naturwissensdia'tlicher und medizinisch-chirurgischer Gegenstände, so- wie chemisch-pharmazeutischer Präparate und uaturwifieiifchastlicher Lehrmittel 'tattsinden. — Tie Kölner Vereinigung inr rechts- und staatswisjeufchaitliche Fortbildung veranstaltet vom 21. April bis 2. Juni 1911 einen Früchahrskurjus. An Den Kursus schließt sich eine zehntägige Studienreise nach Baben, tilfaß und Der nördlichen Schweiz an.
Aus den Reichstagsausschüffen.
: Berlin, 30. Marz.
Das elsaß-lothringische Wahlgesetz im Ausschuß.
Der elsaß-lorhringische Versassuugsausschuß begann heute btc Beratung bes Wahlgesetzes. -Hierzu liegt ber als vertraulich bezeichnete Regterungsentwurf ber Wahlkreis- einteilung vor.
§ 1 ber Regierungsvorlage lautet:
Tie Zweite Kammer wirb aus 60 ‘jlbgeoebneten gc- hübet. Jeder Abgeordnete wird in einem besonderen, örtlich zusammenhängenden Wahlkreis gewählt, der durchschnittlich 30 000 Einwohner umfaßt. Kein Wahlkreis foll weniger als 2.5000 und mehr als 35 000 Einwohner haben. Für die Berechnung der Einwohnerzahl ist die allgemeine Volkszählung vom 1. Tezember 1905 maßgebend.
In ben Gcmeinben Straßburg, Eolmar, Mülhausen und Metz ist die Bildung von Wahlkreisen füt Die Wahl von zwei und mehr Abgeordneten zulässig. Diesen Wahlkreisen können, soweit es zur Erreichung der entsprechenden 58c- völkerungszahl notwendig ist, benachbarte Gemeinden zu- geteilt werden. Die Abgrenzung der Wahlkreise erfolgt durch bie Wahlordnung.
Tas Zentrum hat einen Antrag cingebrackt, ber bie Zahl ber Abgeorbneten um einen aus 61 erhöbt, als Walfl kreise bie b‘e ft c 1) c n b e n V c r w a l t u n g s Wahlkreise gelten lassen will unb bie Abgeorbneten auf biefe 23 Kreise verteilt. Feber Wahlberechtigte soll soviel Ab- georbnete wählen, als aus seinen .Kreis entfallen.
Tie Volks Partei beantragt bie Einsetzung von Bestimmungen, wonach von 20 zu 20 Jahren bie Wahlkreise aus Grunb ber Volkszählung neu georbnet werben sollen. Ter Vertreter ber Sozialbem otr atie schließt sich bem sortschrittlichen Rebner an, verlangt die Trennung ber stäbtischen Sammelwalflkreise in ihre einzelnen Teile und erkennt int allgemeinen ben Regicrungsentwurs ber Wahl- kreiseinteiluug' an. Ter Zentrumsentwurs sei einseitige
bcnbtung zu bringen. Tic vor jmci wahren in Der Kammer em- gebrad'te Vorlage über die Rekrutierung des ^elieercs ,oll lorort nach Erledigmig dcs Flottcnprogramms zur Beratung kommcii. Durch biefai Gescmmtwurf wirb dir zwei, adrige Dienstzeit auch bei her Marine eingeführt. Ferner werden hierdurch 23 000 in die Marinerolle eingeschriebene ecclaUe, mr Die Die Flotte in F-riedeiiszeitcn feine Verwendung hat, dem A-riegsministerium zur Verfügung gcftcllt. .
Daß man auch in England an die Buoglichkect eines Umschwungs in der französischen auswärtigen Politik dachte, beweist folgender Vorgang im englischen Oberhaus.
London, 30. Mär;. O b c r 1, a u sfl Das Mitglied der Arbcücrvarlct F o w o i t stellte beut' an ^ir Edward Grey Die Anfrage, ob bei seinem Amtsantritt irgend eine ausdrückliche ober ft i 111 ei’ ro c i g c n b c 91 b m a d) u n g bestanden habe, aui Grund deren 05 r oßb r itanp i en Fra n kreid' gegenüber vcrpf 1 id) tet fei, unter gewiffen Umständen -t rnp p e n zur Unter ft ii tzu n g von Operationen Der franzöfifd'en 'Jlrmee zu entirnben. Sir Edward <^rey eiividertc, Der llmjang Der Ber- vilichtuugen Olroßbritamiiens fei in der e n g l i >' d> - f r a n z ö - fischen Konvention, die Dem Parlament Vorgelegen habe, zum Ausdruck gebracht. Eine andere Berpflichtinia betäube nicht. Die Auflösung des österreichischen Abgeordnetenhauses.
Wien, 30. März. Durch ein taiserliches Patent wurde das Abgeordnetenhaus a u f g e l ö st und die sofortige Vorbereitung der Neuwahlen angeordnet.
lieber die Gründe der Auflösung bringt bic amtliche „Wiener Zeitun g" eine Verlautbarung, worin ausge- s'ührt wirb, daß die Auflösung des Hauses nicht unerwartet komme. Die Regierung sei von dein Grundsätze ausgegan- acn, baß eine gerechte von allen s r e m b c n Einflüssen sreigehalteneBerwaltung baS Lebenselement einer mobernen sachlichen Entwickelung bietet. Es habe sid; stets eine Mehrheit bereit gefunben, bie Objektiv--Politik zu unterstützen. Ein erheblicher Teil ber Volksvertretung war icbodi bicsen Erwägungen unzugänglich. Tie Opposition hohe in ihren Angriffen besremblicherweise in einem gewissen Maße stillschwecgenbe
Ur. II Erster Blatt 161. Jahrgang Freitag, A. MLy M
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winschafllicheSettfraaen w MM Veramwortlich für den
Fernsprech-Anschlüfie >^M polüifchen Teil: August
General-Anzeiger für Gderyeffen a3™‘?7on6,zin6i«ig"<n not(tfi«n$bnid und Verlag der »rühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Zange. Redaktion, erpedition und vrnckerel: Schulftrahe 7. L-nd-'s.H.i-für der, bis LLMuk Büdingen: Xernsprecher Nr. 50 s.,chäst-ft-°e SahnhoMraste j6a- H. B-ck.
2 ulbung, f 1 selbst llnterftüpung gefunben bci einer großen Gruvpe, von ber man hätte erwarten b'ürsen, sie werbe auf nationalem Gebiete eine oermittclnbe Tätigkeit entfalten. Die Verlautbarung fährt fort:
Tutth das Hiuauszichcn Der Erlcoigung des Bubyctvroviso- rium-3 füllte bewiesen werden, baß Die Regierung sowie die Pdajori- lai allein bic Montinuitär der Versaisung nicht allein zu gewälw- 1 ciften vermögen, daß vielmehr eine Minderheit imstande ist. Dem Parlamcine verfaffungSwidrige Zustände aufzuzwingen. Das Ministerium ist brrpflirhlct, die 'Juito itär der Regierungsgen^alt und bcA Parlamentes unter allen Umständen zu wahren unb buffte cs zu einer iold>cu Entwickelung einer legitimen Mehrheit ber Volksvertretung nickst kommen lassen. ES mußte daher an bie Lädier anvclücri iuirbcn, wenn auch mit Der Auflösung b c - b a u c r I i d; e A o n i c a n c n i c n d c r b u n b c it sind. Eine große uns segensreickfC Arbeit harrt der Volksrnertretung, lueldic bas stärkste Organ dcs Staates -,nr Konzentrierung feiner Kräfte sein foll, nicht aber ein Slrei'selb, auf meldjcm sich diese Krafts wechselseitig finden und au Theben. Fn diesem Sinne wirb bic Rc- gierung bic Wähler an bie Urne ruscn._________________________
Sin Jubiläum der englischen Bibelübersetzung.
L o n b o n , Bo. März. Fn Aibcrthall würbe eine große l Feier zur Erinnerung an bic vor breihunbcrt Iah- I r c n erfolgte Veröffentlichung b er autori -


