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30/12/1911 Erstes Blatt
 
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... SageSfcilßnber Stabttljeafer. Sonntag abend /» Uuv: otic i it toller (M n f a 11". Montag (Neujahrstag) nach­mittags 3-/, Uhr:Hänsel und Gretel"; abends 71/. Uhr: ,B u m m e l st u d e n t en". Kindervorstellung.

Kolosseum: Täglich Borstellung. (Montag Prograuun­wechsel).

Kinematograph: Täglich Vorstellung.

Biograph: Täglich Vorstellung.

Barvermogen Bübingen an 900 Mark.

Abhaltung eii ihren Fa gehören fonm Krankenträger vereine uch i beschlossen. ch Kisns beschll Vorsitzende wi M einer ALlsn vrrektor ^Dr D

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Metzeleien in Tibet,

<. 5r*¥rotl!> ^v5^- DieDeutsche Tageszeitung" rnel- Petersburg - Aus Tibet werden alle chine- sEschen Beamten vertrieb en. Es scheint dort drun- bnlbcx öu gehen. Große Metzeleien werden be- surcyrer.

Airche ttn- Schule.

Ein Kulturkampf in Bayern.

Das Münchener Zentrnmsorgan, derBayerische Cou­rier", veröffentlicht eine Entschließung des baye­rischen Kultusministeriums vom 12. Mai 1911 an die oberbayerische Kreisr«'gierung, wonach den Jesuiten verboten wird, die seelsorgerische Tätigkeit auszuüben, Exer­zitien und religiöse Verrichtungen in Kirchen abzuhalten. Das falle in das Gebiet der verbotenen Ordenstätigkeit. Zugleich wird auf die Verordnung von 1851 hingewiesen, wonach solche kirchliche Vorgänge auszuschließen sind. Der ..Bayerische Courier" bezeichnet die ministerielle Ent­schließung als einen Bruch mit der bisherigen Tradition. Dieser Ausbruch des Kulturtampfcs in Bayern werde zu den heftigsten Kämpfen führen. An den Zentrumswäh­lern sei es jetzt, bei den nächsten Wahlen den letzten Mann aufzubieten, um dieser RegierungSpalitik den Weg zu ver­legen und die Freiheit de? religiösen Betätigung gegen eine solche Regierungspolitik sicher zu stellen.

Ob nun die Volksseele die im Wahlkampf für das Zentrum erwünschte Siedehitze erhält?

KS6&Ä St Ä'Ä ® 1 aba «was GMg-z. Benn rin Mensch rii^s^ü^! li?bt^ oder aut^ menu em Der- gegen ein anderes erkaltet, kann kein Gestu ^SaE Lndemu Jch bin fest davon Lbchrzeltgt, daß die FraueL mi* ff erreichen können, als durch Wett-

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wrrd hier ein Gespraey des Zaren mit der Zarin rdiainS Tinge berichtet.Glaubst Du, daß ich eine Sppi7k20t inobnf in frnntn S ll A)efen, das in' meinem Körper

antwort^ 3ann eunmI l^n G-tt-n.Tas glaL

Än;®Äne^ 8i£Hsi°n? » - Än "Eine Schöpfung des Menschen? Ist das Toi«»

ön:0ung. bie göttliche Botschaft, deren Patron

ich bin, so oberflächlich?" Daraus soll der Zar sehr ärae?lick &n.Uni> mi ,einEI äWn Tag- hn8 Ä - Auch als sie einmal mit ihm von dem Glauben an Wunder wrach als ne ihm erklärte, weder an LVrEr nA an den .Vimmel, noch an die Hölle zu glcuchen, wurde er nrißgestimml

Unjer ganzes Leben ist ein Wunder", sagte er daraus wir roifrcn ub-rh-upt whr wenig, was eigenMch Wirlllchkrit L ^ch glaube an alle Wunder und an das Uebernatürliche

daß uniere Traume bedeutungsvoll sind Wal^ ^Mose. @re,= b°" tU M

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,, . edici -Drucke. Unter dem Nameil Medici-Drucke er- scheinen in der Medici-Gesettichaft in London, die in Deullchla^ dmcy <y. Bruckmann tn München vertreten wird, seit einigt Zähren farbige Reproduktionen von Gemälden alter Meiner |tCÄi"<l.Ü) Ja o/!6^u^etreue Photo imü/a.li>a-e Wiener gaben voii höchster technischer Vollendung darstellen. Sie sind frei von ) Korn, aus reines geschöpftes Hadernplpfer g^ in schonen £u)ammenjtinunung von Farbe Mcrterml mnen geradezu idealen Wandschmuck von fast un- begrcnzter 5paltLarkert. Die Hauvtsacye bei Der Herstellung der Medici-^rucke ist die pholographisthe Aufnahme des Oriainals wozu mit yilfc iinnretui.r u>. uraie fiuif vis atm oer. o u.- photographische Platten gebraudit werden, da Die Farbwerte ver­schieden sind. Der Zusammendruck der Platten ergibt Dann das

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h. Büdi wesend wai imiglieder. * mehrere AM Den. Es wird lung verpflich slastgefunden des ersten hall und wenn sich batls bereit e allzu bereitwi er, baß Perte den notorische werden die 9 öeschluß, das ivallungswegl Imgram (de Äasaltsteinbri Weg des B diesen Weg Weg cmf ihre dauert, zu ui die Obersörs Wegs eintier Aufsicht der an die Stad teilt mit, das Handwerken Äerhard h> leuchter nad test Mocken meister mif diese Aussä Suitimmuna. Midi ter ha btm Hinweis gebauten Wk wird. Gem^ ivichtigen B rats netto en stellt er A> st uttmung d einen kurzer vergangenen sammlun Äüdinget 53. Ter $0:

Die wirren in Perfien.

London, 29. D^. Ein hiesiges Blatt meldet aus L.Eheran: Der britische und der russische Gesandte unter» IVHen die beabsichtigte Ernennung des Belgiers M o r- nard zum Generalschatzmeister.

h e r a n, 29. Dez. In Täbris befinden sich jetzt ^ann russischer Truppen. Der Eng­lische Konsul erklärt, er wisse nichts, was den gegen 'die Russen erhobt Vorwurf, Grausamkeiten beganqen zu haben, rechtfertigen könne. ü u

Deutsches Reich.

DasReichsbesetzblatt" enthält in seiner neuesten Num­mer das Verficherungsgesetz für Angestellte, das Gesetz betreffend die Aufhebung des Hilfskassengcsetzes, das Hausarbeitsgesetz und das Gesetz betreffend die 5^>andels- beziehungen zum britischen Reiche, alle vom 20. Dezember.

Der deutsche Geschäftsträger in Christia- nia, Graf von Schlitz, genannt von Goertz, ist ge­storben.

Die freikonservative Parteileitung scheint von Herrn von Heydebrand und seinemlückenlosen" Zoll­tarif abrucken zu wolleii. Frhr. v. Zedlitz veröffentlicht in derPost" mit Namensunterschrift eine Auslassung, in welcher er zunächst erklärt, es sei ja nicht ganz zweifelsfrei, was der konservative Führer in einer Rede in Königsberg mit derLückenlosigkeit" des Zolltarifes gemeint habe. Doch scheint er (Frhr. von Zedlitz) selbst von solchen Zweifeln frei zu sein, denn er fährt fort:

Der Wortlaut der Heydebrandschen Stichwahlfragen gestattet aber auch die Auslegung, daß eine Verstärkung des bestehenden Zollschutzes in der Iiichtung der 1902 abgelehnten weit er gehenden Forderungen des Bundes der Landwirte gemeint ist. Gegen eine solche Forderung müßte sich lebhafter Widerspruch über die Reihen der Liberalen hinaus er­heben."

Aus Stadt und Land.

Gießen, 30. Tezcmber 1911.

An der Jahreswende.

Wenn in her Silvesternacht die Glocken vom Turme her über das im Banne des Winters liegende Land, über Straßenzüge und Dächer die Kunde tragen, daß das alte Jahr vergangen und das neue heraufge stieg en ist, so falten ernste, nachdenlliche Menschen still die Hände, und ihre Herren sind bewegt. Was die vielen in der Rückerinnerung an Das verflossene Jahr sehen, ist nicht gleicher Art. Der eine schaut auf frohe Tage erfolgreicher Arbeit, der andere seufzt darüber, daß er Lasten getragen hat, die ihm keine Befriedigung brachten. Der eine mußte durch Kämpfe hin­durch, die ihm den Frieden seiner Tage und die Ruhe seiner Nächte raubten. Viele sind müde und enttäuscht vom Leben, am schwersten leiden Die, die in dem zu Ende gehenden Jahre an offene Gräber geführt worden sind. Aber auch in dem einzelnen Menschen streiten sich in der Silvesternacht verschiedene Empfindungen. Große Tage des Glückes hat der Einzelne nicht gesehen, aber manche stille Freude hat er gefunden. Eine Wanderung Über Berg und Tal in der Frühlingszeit, der Brief und Gruß eines alten Freundes, die Fortschritte im Leben seiner Kinder, ein gutes Buch, das feine Seele festlich stimmte, das waren seine Freuden, und Die Erinnerung umsäumt auch das rosenrot, das seiner Seele schwer und leidvoll war.

Aus dem Gewirr dieser Töne vernimmt der wahrhaft fromme Mensch eine Grundmelodie, er sagt sich: in allem hat mich mein Gott geführt, er hat mir das Gute gegeben, um meine Seele mit Freude zu füllen, und das Schwere, damit meine Seele reifer, besser und tüchtiger werde. Es ist eine Erkenntnis von großer Tiefe, die der berühmte mittelalterliche Prediger, der Mönch Meister Eckhart in die Worte gefaßt hat: Das fchnellste Roß, das uns zur Selig­keit trägt, ist die Trübsal.

Beim Jahreswechsel haben wir einen besonders scharfen Blick für die Vergänglichkeit alles l-essen, das besteht. Die Zeiten gleiten dahin, unsere Haar: werden grau, unsere Kinder wachsen heran, die Welt rings um uns her ändert sich; Dinge, Ereignisse und Gedanken gleiten im tollen Wirbeltanze an uns vorüber, unsere Seele muß unbedingt etwas.Festes haben, auf das sie spH gründen kann. Dieses Feste ist der ewige, gnadenreiche und treue Gott. Von ihni hat der Kirchenvater Augustin gesagt: Du haft uns zu dir geschaffen, und unser Herz ist unruhig, bis daß es ruhet in dir. In der Tat, erst wenn die Seele des endlichen Menschen an dem unendlichen Gott einen Stützpunkt ge­wonnen hat, erst wenn sie, wie oie alten Mystiker sagten, vergottet ist, wird sie still, fest unb getrost.

Am Jahreswechsel sprechen wir das WortZeit" be­sonders oft aus. Der Begriff, der sich mit diesem Worte verbindet, scheint sehr einfach zt sein, in Wirklichkeit ist er von uns gar nicht auszud en len. Auch dem scharfsinnigsten Logiker wird es nicht gelingen, eine Definition dieses Be­griffes zu geben. Aber für die praktische Vernunft des in Gott fest gewordenen Menschen verliert er alle Schwierig­keiten. Gott hat dem Menschen die Zeit gegeben, daß er sie auskaufen und richtig anwenden soll, ehe sie verfliegt. Die allermeisten Menschen vertrödeln in ihrer freien Zeit biete Stunden nutzlos, die besser angewandt wären zur Veredlung des Geistes- und Gemütslebens, zur Beschäf­tigung mit Dichtung, Kunst und Musik, die die Seele frei und weit machen, sie mit großen Gedanken und guten Entschließungen erfüllen. Un^re, Zeit gehört allermeist dem Berufe; lasset uns wirkest, ft lange es Tag ist, es kommt die Nacht, da niemand wirken kann! Mit der Arbeit allein ist es jedoch nicht genug, die Arbeit an uns selber, das Streben, das abzulegen, was ungöttlich ist, ist titel wichtiger. Tas wichtigste Ziel aber ist, ein solches Leben zu führen, daß andere Nutzen, Freude, Glück und Segen von uns haben. Mit Gott im Bunde und den Sinn aus das Gute gerichtet, das sei unsere Losung für das neue Jahr. // ß

Ausland.

Äus Wien wird gemeldet: Der Einbruch in die Gruft Karageorgewitsch soll von zwei Belgrader Ministerialbeamten tm Auftrage des Geheimbundes Schwarze Hand" verübt worden sein. Die Beamten, welche drei Tage nicht in Belgrad waren, wollen die Zwi chenzeit in Nisch verbracht haben.

Der französische Ministerrat beschloß, den Staatsanwalt Terrol de la Valette wegen des angeb­lich von ihm unternommenen Bestechungsversuches vor den höheren richterlichen Disziplinarrat zu verweisen. Gleichzeitig erhielt der Oberstaatsanwalt Fabre den Auf- trag, in der Angelegenheit eine Untersuchung einzuleiten.

- M i l i 1 ä r k o nz e r 1 e am Sonntag nachmittag V,5 Uhr aiös der Lieblgstiöhe und am Neujahrstag nachmittag 7,5 Uhr in Steins Garten.

An 1 agemnsik am Montag, 1. Jan., vormittags 117, ^Ubr üntr bei gutem Wetter) in der Süd°Anlage. Spielvlan: 1. Fest- Neveille über den CboralNun danket alle Gott", von G. F. Golde. 2. Pilgercbor und Lied an den Abendstern ans der Oper .Tannhäuser", von R. Wagner. 3. Ouvertüre zur Over .Orpbeus in der Unterwelt", von Binder-Offenbach. 4. Lriegsmarsch a. d. OperCola Nienzi", von N. Wagner.

G e m ä l d e a u § u e l l u n g d e s K u n st v c r e i n s im Turm­haus am Brand. Geöffnet täglich, mit Ausnahme von Samstag, von 111 Uhr, Sonn- nnb Feiertags von 113 Uhr, außerdem Mittwochs von 35 Uhr. (Am 1. Januar ist geschlossen.)

Museum des o b e r h e s s i s ch e n G e s ch i ch t s ve r ei n s. Geöffnet Samstag vormittag 111 Uhr unentgeltlich, zu anderen Zeiten gegen 50 Pfg. Eintrittsgeld

Museum für Volke.'k 'nde. Geöffnet an Sonntagen von 111 Uhr und von 46 Uhr.

** Forst Personalien. Ter Großherzog hat dem Forstwart der Kommunalforstwartei Rohrbach Oberförster ei Büdingen) Förster Hch. Schäfer III. zu Rohrbach aus An­laß feiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür treue Dienste" ver­liehen.

** Titelverleihung. Ter Großherzog hat dem Vorstand des Maschinenamts in Frankfurt a. M., Regie­rungsbaumeister Eugen Priester, den Charalter als Re- gierungs- und Baurat verliehen.

** Erledigte Lehrer st eilen. Tie erste Lehrer­stelle in Klein-Krotzenburg. Dem Kreisrat, dem lath. Pfarrer in Klein-Krotzenburg und dem Ortsvorstand daselbst steht das Präsentationsrecht zu. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Weiskirchen. Eine ctiang. Lehrerstelle zu Großen-Linden.

** Tagung der hessischen Lehrer. Unter dem Vorsitze des Obmanns des Hessischen Landes-Lehrervereins, Hauptlehrer Huff-Darmstadt, fand am Freitag in Frankfurt eine Versammlung der Obmänner der 107 Be­zirks-Lehrervereine statt. Auf der Tagesordnung stand die Neuregelungder hessischen Lehrergehalter, wie sie in der Thronrede zugesagt ist. Nach icger Aus­sprache einigte man sich wiederum auf die alte Forderung: Beseitigung jeglicher Ausnahmestellung, Estireihung in die Beamten-Besoldungsordnung, Gleichstellung in der Bezah­lung mit den mittleren Finanzbeamten, Auszahlung der Gehälter aus der Staatskasse. Auch bezüglich der Hinter- bliebenen-Versorguiig wurde gleiche Behandlung verlangt wie bei den Staatsbeamten. Hier beleuchtet ein in der Ver­sammlung vorgebrachtes Beispiel die traurige Notlage der hessischen Lehrer. Die Witwe eines Schuldieners bezieht 1300 Mark Pension, die Witwe des Hauptlehrers derselben Schulgruppe dagegen hat einen Ruhegehalt von noch nicht 600 Mark. Auch die Abschaffung des Artikels 50 des Vollsschulgesetzes wurde erneut verlangt. Zum Schlüsse verbreitete sich der Schriftführer des Vereins, Lutz-Darm­stadt, über die Gründung einer Lehrerkrankenkasse, zu welchem Zwecke zunächst in allen Bezirksvereinen stati­stische Erhebungen gepflogen werden sollen. In feinem Schlußworte konnte der Leiter der Versammlung feststellen, daß die Verhandlungen trotz der großen Erregung, in der Hessens Lehrer infolge ihrer Notlage sich befinden, in der ruhigsten Weise verlaufen waren.

** Vom Ha ns abu nd .wird uns geschrieben: Aus Einladung der hiesigen Ortsgruppe wird am 6. Januar kommenden Jahres der Präsident des Hansabnndes, Geh. Justizrat Prof. Dr. Ri eßen aus Berlin, in einer großen öffentlichen Versammlung überDie Befreiung des Bürgertums" sprechen. Angestchts der bevorstehenden Reichstagswahlen dürfte das gewählte Thema besonders starkem Interesse begegnen und so die Versammlung zu einer glänzenden und eindrucksvollen Kundgebung gestalten.

'* Das JahreSsest deS Eoang. Kirchengesang- vereins für Hessen 1912 wird am 4. Mai in Arms­heim stattfinden.

** $er Gießener Konzertverein eröffnet Sonn­tag, 7. Januar, die zweite Serie seiner Konzerte mit einem Ka m- mermusikabend größeren Stils, zu dem sich Prof. Traut- m ann (Klavier) mit dem Frankfurter Rebner-Qu ar t et t (Rebner, Tavisson, Natterer, Hegar) vereinigt hat. Als Haupt­werke kommen zur Tlufführung zwei der besten modernen Klavier- Qmntette dasjenige in F-Vtoll von C6sar Franck und das B-Tur-Quintett, Op. 5, von Sgambati. Die beiden Komponisten vertreten eine eigenartige, neuzeitliche Schule; von chnen ist Cssar Franck der bekanntere durch seine vielgespielte Viollnsonate, sein herrliches OratoriumTie Seligpreisungen" (Bealitudes) und seine T--Dur-Symphonie. C. Franck (geb. 1822 in .Lüttich) lebte in Paris als Lehrer für Orgelspiel und Organist (seit 1843) und wurde 1872 am Konservatorium als Lehrer für bieles Fach angestellt. Er ist für die französische Musik evoche- inachend geworden und verkörpert die bewußte Hinwendung auf die Pflege der reinen Instrumentalmusik. Neben den genannten äsenen haben die sinfonischen Variationen für Klavier und On chester berechtigtes Aussehen erregt. Seine Kammermusik wird um ihrer überaus noblen Schreibart willen allenthalben hoch geschätzt. Aus seiner Schule sind Die hervorragenden, viel ge­nannten Komponisten Vineent d'Jndy, Guilmant, Widor und Tmel hervorgegangen. Einen gleichguten Namen als neuzeit­licher Komponist hat Giovanni Sgambati (geb. 1843 in Utoin als Sohn eines .Advokaten). Schon früh zeigte er große Anlagen als Virtuose. Liszt interessierte sich für ihn und über* toaebte leine weitere Ausbildung. In Rom hat er Schumann und Brahms elngeführt und auch die Lisztschen Werke (u. a. durch eme ausgezeichnete Interpretation der Tantesinfonie). Seit 1877 AE er als Lehrer an der Cacilien-Akademie in Rom. Seine cn, hat der bekannte Verlag Schott auf eine Empfehlung Richard Wagners hin verlegt. Darunter das große B-Tur-Klavier- Quintett. Bekannt geworden ist Sgambati durch sein Requiem, ^.^bes, Chor werk, das viermal im Pantheon bei den offiziellen Gedächtnisfeiern für die Könige von Italien mit großem Erfolg auf geführt wurde. Ten gesanglichen Teil hat der treffliche Ho|opernsanger Otto Semper (Sariton) aus Tarmstadt über­nommen, der in der letzten Opernvorstellung hier so sehr ge­lallen hat.

** Bunter Abend des Automobil-Klubs Gie­ßen Man Ichreibt uns: Zu d(em am 13. Januar im Stadt- tHeater zum Besten des Gießener Säuglingsheimes geplanten bunten JlbenD sind die Vorbereitungen nun im vollen Gange, -^as Programm ist zweifellos als künstlerisch hochsichend zu be­zeichnen und die ausführenden Künstler bürgen für einen genuß­reichen zlbenh. lieber die Mitwirkenden: Kammersänger Weber, mit leinem weichen ansprechenden Bariton, Kammermusiker K ü in- mel, dem Virtuosen aus dem Piston, Hofkapellmeistcr Kittel, dem meiiterhasten Dirigenten, und Max 58al)rDammer vom Lchauipielhaus in Frankfurt a. M., dem Meister der Sprau-e, brauchen wir wohl kein Wort des Lobes zu sagen. Ter Orchester­verein Gießen wirb sein ganzes Können einietzen, um unter Der Leitung seines Dirigenten Gernhardt, sowie in Der Begleit­munk unter Hofkapellmeister Kittel am Pult, Die in ihn ge- leßtcn Erwartungen zu erfüllen. Ter Säiiaerkranz hat den Chor der Hebräer in Samson und Talila übernommen, und Vie leithengen Leistungeii des Vereins bürgen, daß Diese Tar- bietung ktmstterifch auf voller Höhe sich befinden wird. Ob­gleich Der Verlaus Der Eintrittskarten zu Der Veranstaltung noch nittit eröffnet ist, liegen bereits zahlreiche Vorbestellungen vor.

Bild, das bei den Probedrucken solange von Künstlerhand vor Dem Original korrigiert wirb, vis eine genaue ueucreinitunmung Der Farbwerte erzielt ist. Die Auswahl der Bilder ist in jeder Hin­sicht zu loben und so getroffen, daß sowohl den Wünschen des Lieb­habers als auch den Anforderungen des Kunsthistorikers völlig Rech­nung getragen werden kann. Neben Bildern, Die durch ihren Wert und ihre Schönheit berühmt sind, werden seltene und funfttoiffen- |cha|tlich bedeutende Bilder au|genommen, oder solche, die der Gefahr Der Zerstörung ausgesetzt sind. So mürbe z. B. Leonardos Abend- mahl vor Der letzten terneuetung int .^>ayre lyud reproduziert.

Rfl'b, Farben, alles t"om;nt originalgetreu zur Geltung und Wirtung, als ob es die Handschrift Des Malers wäre. In der Hauptlache find cs die großen Italiener und Holländer, die mit ausgeiuchten Werken vorzüglich vertreten sind, aber auch ermge hervorragende Deutsche, Engländer und Franzosen sind mustergültig vertreten. Tie Preise der Bflder sind verhältnismäßig lehr Niedrig, so daß es auch dem Minderbemittelten möglich ist, Seim mit hervorragenden Nachbildungen erster Meister zu Ichmücken.

Aufdeckung einer slawischen Burg in Pots- Dam. Der außerordentlich niedrige Wasserstand dieses Som- Derbstes hat im südöstlichen Ende von Potsdam an der S?sSecfe unmittelbar vor der Heiliggeistkirche ein Gewirr von 1 fühlen zum Vorichein kommen lassen, zwischen Denen spielende -^^opllchertzen sanden. Tie Staotverwaltung nahm Direktor ^chuchhardt vom Berliner Völkertunde- inPrahiltoriichen Zeitschrift" mitteilt, der Sache

fcc schonseit Mehreren Wochen an der Stelle systematisch S L N fonnte zuerst scheinen, als ob es sich nur Xr NNt/gung, eme hölzerne Kaimauer handelte. Als ihre der Holzchnstruküon immer mehr wuchs,

betLa Lnh hin« ? ?n letzige steinerne Kaimauer 6 Meter tonnte Hn ÄiSfJ ^rnch auf 10 und 12 Meter kam, wall bandlet ,tcÖ um einen hölzernen Burg-

S t? lV a^htier klärte und Konstruktion vor

Iahest spx den Ilawilchen RingwallAltlübeck" teil» Snn^h .T|t: Nachbarn erinnern sich/ daß etwa 80 Meter Kftt freigelegten Stück entfernt auf der andern Seite fa ion^e!n^?C?hOi; rroa 3flI)ren bct Anlage der KaL romben ill Lin ißr volztoustrultion angeschnitten

S Xrin nl^r^urb lt Ql° wohl die Gegenseite des Ä ÄS ^kennen haben Tie Hölzer bilden in

r ^Eg^- oder Querlageruitg e.n sestes Fachwerk die mÄs?^oume lindmit Erdmaterial ausgefüllt, das m großer Masse slawi che Gesäßicherben enthält. ran h^t daraus M gönnen* }j«röröi; sufXenÄ^

Ia"9L ^»raBenlinte, loelcljv i-uni Smloß nach der also^owte^^ ^eute 1U)Ü) "Burgstraße". 11 ist

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