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30/12/1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaht 18 Seiten.

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cu? G:.d- und .eru-iückfichten e,der an Wenn die Äcu'chen heiraten wollten, tv:;

einen ganzen Tag und die N acht. Unter tAriallrnm aui fli'gnrrti'her Seite befanden sich drei ^sfiziere. Unsere luüe sind fiCicn Tote und einige Verwundete. T«r ercheik Men, ber mit fünf Söb. en an der Spitze eine» Stamme» gefommrn mar.

and den Tob. Ter Mut unserer Offiziere und Mannsckxfflen war musterbaff. Leutnant Medjib Bev betrat als erster das F.-rt, rerstöne die 'V.ni(f)infngen>ebrt und nahm das eine, das in unser Lager gebrndg wurde.

(Sin Kampf bei Terna.

Rom, 29. Dez. (Reibung der Aaenzia StefanL) AuS Terna wird vom 26. Dezember gemeldet: Heute vormittag marschierten 4* , Bataillon? Znianterie mit sechs Feldgeschützen und vier Maschinrngewebrabteilungen bat Ternaflutz aiiswärts, um ?lusbesserungsardeiten und die Wasserleitung der Stadt zu s. Ätzen. Tic Truppen ftie&cn bald auf den Feind, der über b e b e u t c n b e S 11 c 11T r ä f t e mit 7b-Milllmrter-Ge- schützen verfügte und sich in einen lebhaften ft a m p t einlieh, währenddes!en die italienischen Pioniere die '.'lusbesserungSarbetten vornehmen tonnten. Ta sich alsbald auf der rechten «eite der italienischen Truppen ein feindlicher Angriff entwickelte, maiDtcn die seit Beginn des ftampfcs bereit gehaltenen Reserve- truppen einen Gegenangriff, um den «reind zum stehen ju bringen und den mit der Deckung und AusbesserungSarbenei; betrauten Truppen Lust zu schaffen. Dieser Gegenangriff brachte Die türkischen Truppen »um Weichen und gestattete den Floliencrn, nachdem die Pioniere ihre Arbeiten ausgesührt l.atten, sich in ihre Verschanzungen zurückzuziehen, aemäß beix onututtionen, die sie erhalten hatten. Auf üaliemscher Seite ;.>aren drei Tote und «< Verwundete.

^er türkische Sieg bei Tobruf.

AU5 dem Tagebuch der Zarin.

In Paris soll gegen roärt.g das Erscheinen eines Buches oerbreücl werden, das gewiß das größte Au"'ehen erregen ro:rb, benn es haiidell sich um nicht» anderes als um die Peroffem- ijchung der T a g c du ch a u i z eich n u n g e n der 3,ar t n Alerandra. Freilich tft es nicht bte dann fdbir, bie das pcroiientlidxn nnrd. sondern es hande-i 'ich um eine oc- orbeuung der Tagebuchaufzeichnungen durch eine c hem all g t Ehren- damc des russischen Ho,es, die Grä'in Bera Änwnovna Bra> nikkana. Der Neupork American, der frttmn l'?tttalung macht, ift beute bereits in der Lage, eine ganze Reihe te'-clnder $rnben aus öie'cm Buche, u. a. auch eine ryakftm'.ll red..?., einer SteUe aus dem Manuskript der dann ^as übrigens um großen Teile in deutscher «mache aoje -'ft vt,- nach ..-:tacdungm der Grufrn Branitzlapa zu verofsentliLSi.

r.c 4anH e äblt . B., wie ;u id) unter da- Bo.f mischt hat. 3ti:e Erlebnisse dabei find natürlich nnrju D -rr. auEcriTcrvobniiai, als es sich um eure Zanu i anddt. *3 - 1 es, inkognito m der Stadt wa.tercn zu gehen oder 5u ,a^:n io beainiu z. Ä. eines ihrer '.thenteuer.--.as tat ich 'ruher oft. Eines Nachmittags betuchte ich nut meinem sekre^ar, dem

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21 ii» Hessen.

Dom Fioanzav-Ichuh der 2. Kammer.

bs. Darmstadt, 29. De»

Unter dem Vorsitz des Abg. Dr. Osann hat, wie schon kurz berietet, der Finanzausschub der Zwesten Kammer heute seine erste Sitzung abgehaltcn. Es wurden die Berichterstattung für die einzelnen Hapdd an die Mstglicder des Ausschusses verteilt, du* meist blieben sie in bcnidbeu öanden wie im vorigen 3nbr. Porfttzcnde Dr. Osann hat die früher vom Dr. ^fteisch bearbeiteten ftapitel, besonders den Justizvorauschlag. Übernommen. Auch iüi die j-.amtei teuern. Regien, Technisch«

oochsclmie, Auelctguugen und Staatsichulo, Verhältnis »nm Steutz, '.'lusg-eiawionds u,io. ist Ahg. Dr. Osann BenchterNatter. £an neu in den Ausichus, cuigeUUcnai Abg. Henrich wurde eint größere Anzahl Kapitel ans dem Voranschlag des ikimfienume. des Jnncrti übeetragen, darunter Zentral da mvefen, Tentmalt* pnege, Zentralmuftum, Viehseuchen usw., ferner Armenpflege, Staate interstntzmigslasse, Fonds für vffenUiche usw. Zwecke usw. flach' Schlug der kurzen Sitzung begab sich der gesamte Ausschuß nach dem Grotzh. Residenzschroß, wo unter Führung des 'Finanz* nüniftcry Tr. 'oraun eine Benantgung statt fand, weil nn tt-taato* wramu^ag für Herstellung eine» vierten An em bl «zimmer- im Schlone ein Betrag von 16 9UJ Mark gefordert imrd. Auch die Pom Grosihei zog für die Erweiterung txr Hofbibliothek zur 6er- lugung gciicitten beiden Raume im schlosse wurden vefichttgt. Im Voranschlag sind zur Herstellung birier Räume 7000 Dlluck auSgetuorien woroen, auntrbcai 1VUÖ0 'Jtaxt für Büchergestelle. Am 4. Januar findet ine nächste Sitzung de- Ausschusws frort.

sozialen Gründen. _________

sie sich lieben, ic f2bc J keine -chcioung mehr. 4,ic cnrtvecht Die B.,iehu .i der Ge'^techiec zucmandcr. ?.ienschen pcirc.en, i. t iprc-'cn sie cigcnnart g schon dungs rage.' Die moderne FrLueubewegung orfn aitig: säLiich mit < . uid..gtii listen dir

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material, sowie ein Maschinengewehr tr

gebracht. Im Verlaus detz Angriff- schnitt .... . ...

die R u ckz i' gslin ie de» Feinde» ab, t.i nach der ft ulte hin sich zerstreute Vabrend de» Rückzug» verlor brr Feind bie Hälfte seiner Streitkräfte. Ter Mnmpi dauert

Grasen Rostovtseff, einen Laden, als ein hübscher Verkäufer mu mir zu flirten beginnen wollte, der offenbar glaubte, ich sei tue Gesellscha,tsdame tincr wohlhabenden Familie. Er fragte, ob er mich besuchen dürfe oder ob ich eine Einladung zur Oper an- nähme Ich lächelte meinem Sekretär zu, der die Unterhaltung natürlich gehört hatte, unb bann verließen rote den Laden" Jnteres'ant ist die Stelle des Tagebuchs, in der sich bie Zarin mit bem Frauen st im mrecht auseinaudersetzt. Durch ihre Schwester Elisabeth war sie von London ans auf bie Frauen­bewegung au im erb am gemacht worden: sie ließ sich daraufhin durch ihren Sekretär einen tunen Abriß der Ziele der Frauen­bewegung vortragen, als fie den Gegenstand genügend geistig durchgcarbeitct hatte, faßte sie ihr Urten daricher der Gräfin Branitztaya gegenüber etwa folgendermaßen zusammen:

Ich muß zwar gestehe», daß ich gegen die Gleichberechtigung der Frauen in sozialer Hinsicht nichts euizuwenden habe, aber ich i'fUjit poch, dab es nicht eine so ernste Angelegenheit ist, wie alle Stimmrechtlerinnen zu denken scheinen. Mir scheint das ganze nur ein Steckcnmerd zu sein. Der Hauptberuf des Weibel im Leben ist, eine romantische Frau (?) zu fein, eine ideale Mutter und Beschützerin der Kunst und der Schönheit. Betrachtet man eine Frau tm Hauke, au­ßer Bühne ober in anderer ästhetischer Umgebung, so ist sie bie Göttin der Anmut: stellt man sie aber auf die Redneroü-nc, läßt sie die Manner nachabmen und bi: Weiblichkeit v-rnach. Innigen, io erscheint sie roh und alnloßcno Singt fie. tan iie, spiel: sie Theater ojer musiziert fie, io ist ne voctuch und frauenhaft. Zn allen diesen Fallen harmomeren ihre Bewegungen und ihre Gedanicn m:t ihrer wahren .latur. Sobald iie 'ich aber in die drückende politische ütmofobare der Manner begibt, roirb sie abnorm und luäxriia; Der . rn der ManncSnatur Strait und Znielligenz, der de. FrL^ennattlr Herz und (vcmiu Tcs ist bai ailgtnumE Aaturg oan das eine (^schlecht pofitiv, das andere negatw veranlagt ist."

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Doranleuritten. Er war lein Absolutist im gesährliriwn Sinne, unb fein Ausspruch, bah der Fürst nur der erste Tiencr be3 Staates fei, kennzeichnet fein Bernntwortuiifl." gefuhl, seine Mäßigung und Pslichllreue. Heute wurde feine RegierungSform eine Anpa sung an die rpniliiutio nellm Einririuungen suriwn müssen, aber der übaraftcr unb bie Persönliriikeit beS Mannes müßten vorbildlich unb gerade in schwirriget

bat ja an Voltaire ncfrfiri.bcn, er fühle, haft er nicht für fein Jahrhundert geschaffen fei Tal)er, bei aller Mensch­lichkeit, die ihm eigen war, feine Men chenverack iung, wem. er häufig Aeußerungen machte wie: man müf c in bei Welt taufend Sri'wachwpsc unb huueert Narren gegen einen änbtgen rechnen. Er war im (srunde s

ein liberaler Mann. Men schlick leit und Tuibung waren die Richtschnur in seiner Besinnung; er wetterte gc;cn bi? Parteiwut unb Teologei.-Raserci, b.ice'.cn habe bi: Di s n schäft die Menschen immer menschlicher gemacht Dir.- lich, vielleiriit ro.irbe der groste Mann in ini|cr Jahrhunben nocl) bef er paffen als in feine Zeit, der er so viel geleistet hat. Heute haben i?i?

1 chsleii Ri bürcau'rQ.ifdjer Vorauch" nnngen festgefroren.

An der Schwc... .

glorreicher Bcugangenh^it auf yj, ;Di :lbein:f;.:m_ 23iUen, zu Tuldsamieii unb Borurtiilslojigieit. ^.i: äußere uiü innere Lage bcö i '-:i im

der man sagt, sie lindere Schmer ?:i u:tb , i.e JSunben. len, aus der 8eraang.iil):ii, auch j . . ra.;c, lernen,

was das fDZorgeir er f uibcrt. Am wenig st :a der Politiie: bars ein ftarrcv Piiu',ip in feinem 2u cu tragen. Sv Yaoeu auch die bevorslräeuoeu allgemeinen ..t i .ag. wählen bi: Folgerungen auS Len Lorgänacn der Icplcn Z.it zu ziehen Tie 9lcd)ie des Reichstags wirb ihren F:.,ler bei ter Reich-.* jinanzre,orm, beit icpt auch der Herr v. Hei)debranb gc» Liberalismus must gestärkt in den Siei.-js.ag einzieh.n! <3mui cs gelingt, die drohende rote F.Ui einzudümme», jo wirb bas Dächer 1912 uinen Wenbepmtlt znm Seiferen eintreten lassen/ DaS Parlament wirb im nächsten Jahre vielleicht grosten Ereignissen, löiiiite sogar einem Weltkrieg gegenüber,lehcii. Ti: detusche LoU's.iütlmung hat jtch tu wiesen. Richt teuer . tu i nb wirJchastlichc Unzu,rieben- l eit allein uutien je^t uci der &ujaoe ocv Slctnmzritel- uic G.ntj'djcibujig fallen. Der die^iaibemoZroiie fatoert, bebenli nicht, bag er in ernster Stnnoe die Geister, bie er rief, so leicht nicht wieder los wirb! Tas Jahr 1912 muy bem na.tonalen Liberalismus bie Hof,nungs,a.)ne auf- pflanzen! Er ift aus bem Parteiyader unb den inneren irämpicn bei Ic^en Jahre frei von oujnib h.rvorgc^angen, und feine Stärkung wirb bcm Ncichswohle bienen!

mena tiirt 75 W, viertel* fährttef)lf. 2jh; durch '.'EI olr- il 3roeigrtellen mrnalhrt' nS P'.: durch bie i; oi 11.2.viertel* l.iticl. axtlfcbL L<eflellg. .J,cilcnprei»: lokal 15 Pf, v.u.ivart» l^eitma. libetrebafleur; "il i^oet». Perantwortlich für den

Goei,. für , (veuille* ton', .Peru,ächte-' unb ,Vleiid)teiaaf; R.9len- rath; für ,6labt unb Vanh: L Hest; für den Äuzetgenteü: 0. Peck.

Neujahrsbetrachtung.

(ließen, t30. Dezember.

Wiederum läutete von den hohen türmen, unb man lärmt unb jauchzt wie im Rausche. Eigentlich ist bie Be­trachtung bet kleinen Zeitspanne eines Jahres etwas Ernstes. Was Staut die ,,reine Form der sinn! chen An* schauuna" nannte, nämlich bie Zeit, bie eine angeborene, unerforschliche Bedingung unserer Walfmehmungen und unseres Denkens sei, hält unserer Neugierde unb unseren menschlichen Spässen nur schwer staub. Unheimlich flattert sie von uns hinweg, unb wir tasten uns von biefer rätsel­haften Daseinsbebinaung ängstlich fort zu den vertrauteren Dingen, bie ben farbenreichen Inhalt unseres Lebens aus­machen. Da klingt Freude unb Lust, Trauer unb Wehmut durcheinander. Das hat ein kleines Jahr nicht alles an bunten Begebenheiten gebracht! Wenn wir das überbenfen, bann mögen wohl auch die Funken unserer guten Laune lsinüberspringen ins neue Jahr, auf daß es Glück und Zufriedenheit uns erhalte, aber rulept erwacht doch die Frage nach unseren Zwecken unb Zielen, ob wir auf guten Degen feien und ob das Jahr und die Jahre einen Fort­schritt gegen früher bedeuteten.

Waö war das Jahr 1911 an der gleichen Zeit vor 100 Jahren gemessen? Da lebten dis ©roßen, die am Webstuhle den Faden weltbewegender Ereignisse fpaunen. Ta3 Jahr 1812 brachte den Zusammenbeuch der N.ipoleon- ifchen Herrlichkeit. Das ist der italien.sch*:ürkifche Mrieg ober der am Reich der Mitte langsam iressende Bürger­krieg, oder was sind die Note Persiens gegen die sata* strophe, bie sich bamals in Ciircpa abfpidtc unb den lu.lt- beherrschenben ftorfen in den Abgrund stürzte! Heute haben wir keine Katastrophenpolitiker, bie aus persönlichem In­teresse ober in ungemeifeuem Ehrgeiz die ririegsfaclel er­heben dürfen: das Netz der Polini ist bidjtmappger ge­worden und unsere Zeit demokratischer. Wirtschaft­liche Interessen spielen ans ocr Weltbühne ganz anders mit als vor 100 Ja' ren. Und dock) ist die .Ho,snung auf ewigen Frieden ein Wahn. Es ist ein unbrauchbarer Mör­tel, den die Friedenspliantasten in bie Riffe des Staats- hanses schmieren wollen: der Ban braucht andere Stützen Die österreichischen Staatsmänner haben davon ihren Dele­gationen an oct Neige des Jahres nodj ein ernstes Wort gesagt, und bie Folge wird eine vermehrte RüsNrv.g fein. ES ift ja kein erireiilicyes Zeichen bet Zeit, da; das Da- moklessri)wert des Krieges immerfort unsere an mancherlei Fortschritten so reiche Jtultur bedroht, und die Unst nerheit und Unruhe, bie fick) daraus ergibt, steht in jehiamem Gegen­satz zu der Promptheit ober Entschlossenheit, mit der sich bie alte Generation auf daS Mommenbe wappnen konnte. Wir können aber von Glück reben, bag im Ausbau unterer deutschen Wehrmacht bisher noch nich.s versäumt worden ift.

Vor zweihundert Jahren erschien der frieden- zia n i f ch e Stern am preustischen Hmimel. Wenn wir am 24 Januar ben 2U0. Geburtstag des großen ftvntgd feiern, steht gieichsallS wieder die Würdigung des WaffenhandwerkS im Vordergründe. So weise, gerecht und sürioegend der alte Fritz regierte, das gehobene Anseyen beS preussischen Staates war doch der Schlagfertigkeit des^ Heeres und dem Feldhsrrngenie feint» königlichen Führers zu bauten, griebrichS Geist darf uns auch bis zu dieser Jahreswenoe

Angriffe gegcn bie .veutsche Schiller-Ltltung".

Tee Berliner SchriststeUer Hans nufer veröffenilicht un Januarheft des Jahrgang 1912 ocrNeuen DiiuibuW <e. »Vifcber, Verlag, BerUn., das in den näd)itcn Tagen zur, eiusgadc gdanßCD wird, einen tliufelTie Teut'che Saiiiler-Siinmig", her in ben xueraturfreifen Tcuiiajlaiwö grobes 'vhmepen erregen dürste ftnier bat b.rs wenig belanme Vud)_ ron Pros. Jiuool! Gvehlcr,Gefchwue der Teurschen Srisiiler^sttstung , das zum tünfzigiahrigen Jubuöum der 1659 gegrundcien Lintung vor zw-n Zähren erschienen ist, ihnen llnteriuaningen zugrmide gekg* unb ist mit diesem volUoinmcn zuverlässigen Material zu über­raschenden Ergebnissen gelangt.

Die Schillcrstiftung bestes aus 26Zweig,nstungen und ver­fügt über cm Vermögen von etwa 2[Millionen Mark, xec 3irtd der Stiftung ist:Deutsche LchrislUeller, roclcbc rur die National- lüeramr (mit Ausfcküust der srrcngen Mchwliwn.chanli^ ^cr- dienstlich gewirkt, vorzugswhfe foldh., weiche sich dichterischer tür­men bebient haben, dadurch jU epren, baß nächstangehörigen HiNterlai>enen m galten schwerer Lebenchorgc Hilse und Beistand batbletet"

Küfer will nun nachweisen, bac mitbicfcui, einem bohen Ziveck gewidmeten Nationalgut unerhörter MißbrauchZ aarlevm wurde. Tie Unterstützungen aus Ikt Lchillerstiuung fließen seit Jahr- lehnten zum grüßen Teil Personen zu, deren schriNstellertiche E^- zuignissc als durchaus minderwertig bezeichnet iverben uumen, währe-ch die kommen außer acht gel-crffen ivurbe. An der

unb ihrer Zweigsttstungen sollen sich Manner benmben ^aben, bn dem literarischen Schatten Ttmiiu.anC vollkommen trcnib gegen ^^Aii^der Spitze dec Schiller-Stistuug iuht ein siLbmgliedrig« Verwaltungsrat: dieser ernennt den Eeiieralietretar, dem bie yrr- Haltung bet literarischen Gutachten obliegt, der alw bie m unxer^ stützcndcn Schriftsteller vopchlägt. Deser Mann war 32 Ja^e lang von 1870 bis 1902; brr Lyriker Julius Grone. ~.r ..infJ Kysers zitiert eine Reihe von Gutachten Grosses, ^u-'^ncn aller­dings ein an Ahnungslofigken grenzendes Unei- b^S Gen.-ratz- ielrerärs hervorgeln. Für bie Än, wie die Ehrengabe., der «schm«- Stiftung verliehen wurden, ist ein FaU anraLcrii-.-u-, beui bas Gutachten -,ugründe lag:Tie Kräfte fehlten, aber der <cru| n\.r nun einmal ergriffen." Unrcriritßt wurden hier u. a. emiu>. j-u voller Tendenz--, Zweck- und Gelegercheitsdichter", em ^n..r, ...

Stückunter allen Umständen auf b.u Trän-rn.-rüsen nn... .und. Zolas bid)tenfd)C ".'lrbeit wird einmal von Harrn Gi' e ciy Sturmlauien ber inferioren ürrogany' ba-ciämct.

Ter allein Verantwortliche scheint so inci.it hierzu die , B Z a M." Julius Grosse nach den Tridegungen er»

5,1?.: au'höri, einebalig: oomauic ber ( Tue Ehe imro zu etwa: G. chäitLrnästige»,

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Der italieniididürtiidie Krieg.

Ter türtifchk Sieg bei Tobruk.

Gegenüber ben italienischen Wleugnungen der Meldungen über den türkischen Lieg bei Tobruk teilt bie tütliicpe Botschaft in Berlin ein osslzielles Telegramm des ftommanbanten von Tobruk mit:

In ber Nacht vom 22. Dezember griffen wir bie beteiligten (Stellungen des Feindes an. Trotz des Feuers ber Zfriegsschiise allerdings nicht ;u sein : denn roemi er bic lücrariia;cn Arbeiten in feinen Gurackucn eMspoca-eud kUarar.erinec.e, so braud)te ihnen dock, keine Ehrengabe mertent zu werden, une dies oft genug irotz dem ungünstigen Gutachten geschieht, tluch geht aus dem Aufsatz nichi lKn,ur, baß ber ©enetalKirctur sich den jungen schriftstellern g.geww.r ablehnend verharren hat. Die Namen der groüen unb bedürftigen Dia.ler, d:e man sucht, ielften aiiet- tingw pnter ben T'cniwnären ber Schlller-S.i'iun', em paar iHenommiernamen" vielleicht ausgenommen, uub ein paar nu.- jeieUte Acugerungen Teilet v. ünienctons über die u#m wiver- ralirene Lehanblung lassen tief bilden. Jedenfalls ujerivudicrt aber die Fülle nitlft em>a des Mfttrimutzigen, sondern des geradezu Wertlosen alles andere. v

Tie Ängnfse Mui er 5 gipfeln m sorgender 'aiflagc:Wen Qagen mir also auf Grund dieser mitgticilten Tanaüen wegen daS ungeheuerlichen Mißbrauck-s unb der Tftigeubung dieses Nalionaloerinögens und wegen stiner >rtzungswlbrii-en Verwaltung an? ittincn und alle. Wir find kein Staatsanwalt, der einen Sündenbock jucht, wo doch der ganze Gar.cu von < au «enden ver­seucht und zertreten wird. Es ist mw gleichzultig, wo man ch- Schuld lolalijicrcn will. Die eure Talfaarc biere: beneden: Are Erscheinung als Ganze's in eine ui; r >-orige Sa maas gegen ben GeM der spende und ber Spender."

TieDeutsche Schnicr-s-.'.-Mg ' bau:» nicht an einer nnt- tport aui'bicicn scharfen Angr! - hkn la«fen!

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Nr. 506 Erster Blatt 161. Jahrgang - Samstag, 50. Dezember 19U

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Ein Teil ber Ansicht der !arin ickier die Franenbewegurig erledig! nau.rlich cudie 7?.ac .-er Ehe unb per Eh:

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