tote
feto«
Der österreichische Thronfolger beim Malier
Heuchelheim
Laut«
Angersbach
SechtM
irt
S
Raul- und Mlaac.
> 1. September llij
3
2 L
£
I
W
N
E
— Ein SelbftportraL des steinzeilmeu» sch en Ter Konservator der Museen von Monr-dc-Mcarjan, Dubalen, har in der Nähe von Dax in der Niviäre-Höhle, \k der man Ctogmftanbc und Werkzeuge aller Art au- dem Ende der Äein-eir gesunden hat, r.nc Anzahl 7-er knochen und Werkzeuge aus Kieselstein, Anochen und Elfen- dein gesammelt, unter denen ein Fund ein besonderes Fnrcr
in 2b.yufl - 1. cepi. ibneoei- lencbt:
ßUOi^
Leehew
Tieldbn MüdldtL HamsiU
glücklichen Schlacht bei Icna geschrieben hatte: „Auch auf thronen kennt man häuslich Gluck". Ihre vandichrift ist rem, schon und anmutig, wie ihr Wesen war. In einem Stammbuch au5 Goethe' Deiio, das einem Herrn von Birkhannas gehörte, hatte Polta,re sich über die lästige Bitte um Eintragung, die idion zum zweitenmal an ihn ergangen war, folgendermaßen luftig gemacht „Tie Welt bat Baron von BirkhannaS nur einmal gesehen, aber ich habe ihn rocxmal gesehen. Ta-5 t't der Vorteil, beit ich vor anderen Menschen voraus habe. Voltaire, Kammer- Herr de? 'illlerchristlichsten Königs " Tie Unterschritt als Sammer- Herr soll andeuten, daß der Dichter gar nichts mit dem Beiuch zu tun haben wollte.
Eine eigentümliche Art Spielzeug Goethe«, wenn irgend etwas in diese» Mannes Land das fein könnte, lind cin_öaar Heine pntamtbenförmige Gegenstände aus Pappe, deren drei Zeilen und deren Basis er verschiedenartig bemalt hat — rot, grün, blau und violett, und wo er auf lebet Seite deren Repräientanten bezeichnet bat: Verstand, Vernunil, Einbildungskraft, sinnlich- keil. Je nachdem man bic Basis wählt, wird das Verhältnis der übrigen Eigenschaften verschieden.
Auch Beskow berichtet schon zwei Jahre nach GoerheS^Tod als letzte Worte des Meisters „Licht, mehr Licht", rooraur tyrau Cttilic die Fensterflügel geöffnet habe. Aber ne war in dem des Schweden besonders inttrehant, weil dteiec ,,e von Goethe-- Schwiegertochter telbst hatte, und diese, bic benjjergang irethdt besser kennen mutzte, die sogenannte vocir,chc Tradition gciliiientiid) unterstützte. .Mach dem -r,ode/ ,o erzählt Beskow weiter „stürzten Verwandte und freunde, ^ausleute und Bekannte durcheinander durch dte Ztmmer und suchten die traurige Bestätigung des Gerüchts, da- ne vernommen. Jfiei biaer Ge- leacndctt verschwanden auch, der Lage nach, alle .Zedern, dte aus Goethes Schreibtisch lagen, da ein jeber toreeit e5 reichte, ein Erinnerungszeichen mitnehmen roollle, welche Pia trau« man wohl nicht tadeln darf, obwohl ich lehr gewun-cht hatte, da« wenigstens noch eine da läge, die ich bei,eite bringen konnte
Ta» einzige Literarische, das man tm Lchlaszimmer unbet, ift eine große Tabelle übet die Tonlebre, von Goethe? eigener yiflnb deidoncbcn und an der Tur angeschlagen, und eine gedruckte Tabelle über Geologie, neben der erwähnten befestigt. wul biemadj scheinen, als wollte Reifet m feiner (nmamlnt bie Lauvtmomente dieser Lifienszweige immer vor Augen haben.
der anderen, dem Arbeitszimmer zugewenderen Leite der Tür' sind b-?i für viele noch interessantere Tabellen angeiTlagen, nämlich ein Schema über die wichtigsten politischen Phänomene vom Fahre 1828, mit Goethes Hypotheken über den JuSgang
sr»L!
I sonn?'1-1
3m Goechehauje nach Goethes Tode.
Interessante neue Mitteilungen über die Zustande in Goethes Laus nach dem Tode des Meisters veröffentlicht das Goethe- Jahrbuch 1911 aus Familienpapieren Bernhard von BeSkowS, des bekannten schwedischen Dichter», der 1834 die ^ethische Familie besuchte. Er erzählt von den Enkeln und von der Enkelin Alma, bei der Stirn und Augen ein vollkommenes Miniaturbild deS schönen Apollokovseü, der uns noch in den Bildern aus Goethes Jugend entzückt, und von dem sich auch in das majc- statische Greisenalter hinein Züge erhalten hatten.
In GoetheS Zeichnungssammlung fesselt ihn besmidcrs eine mit Wasserfarben überzogene, die ein ^llegoriiches Bi d -as neueste aus Plunderüweilern" darftellt. Xie Groflherzogin .nmaha pflegte allen in ihrer Umaebung, unter andern den Literaten, cm Welhnachtsg6chenk zu geben. Goethe wollte bei Gelegen beit feine schuld in biciec Lmiickt abtragen unb trat am ^eih nachtsabend, als „lustiger Mensch" verNeidet, nut bicfcm Bilde auf, bic oben erwähnte, damals noch unbekannte Planung tn- Tert dazu rezitiermd. Tie fccitertcit war allgemein, icr . rn und der Dichter, hier eine Person, hat mit ^n Derart,chen Aotabilitäten der Zeit innen Lvaft getrieben rnib mit ich [eWlt angeiangen. In der ernen Gruppe lieht man Berther und ,eme NachSffer. Eine Schar der letzteren tragt den ersteren »» Grade, und dahinter sieht man eine <-char von anderen ungluckttchen Werthcrn, die sich vor die etirn fchregen. An anderer stelle findet man Wieland, der auf ein paar stelzen gestiegen ift, welche abzusägcii oder umzustotzen einige junge .Herren 'ocvc.i beschäftigt sind, aber darüber schwebt tbcron aut einer -xolfe, den Lorbeerkranz über des Dichters Haupt haltend. (Ein Üorn- Vliment für Amalia, die Wieland lehr begünstigte Slopstoa, als Zauberer verkleidet, sitzt sehr geheimnisvoll aut Innern r bron unb gibt der gafsenden Menge 'Wunderzeichen. Em slkpanzerter Ritter — Abbild des damals iputenben Rltterweiens, das Goethe selbst durch innen Götz von Berlichmgen hervorgerufen hatte - stürmt sehr stolz auf ieinem Rotz herbei, aber bei näherer Be- irachiung zeig? lick, datz die arme Mahre des ^mterteils ent- behrt, und daß der Ritter für die Rückhalte mit den eigenen Semen cintretcn must. Man würde kein Ende finden, wollte man diese witzige Allegorie kommentieren. Sic ist 'ehr jut gezeichnet, ein Künstler unter GoeYes Kunden ,oll dabei behilflich gewesen snn, die Ronwoution jedoch und em Teil der Figuren iinb von ihm selbst.
An der Stamntduchsammlung Goethes fnicltc den - uche. das seines Sohnes, in bas bic Königin Lmfe kur; vor der un-
W N die * w £T2? ie
D-n. s üSil mit ra?l4“’’1« "«o btGot^ Ste1, 1 ** "ahrkancH ÄW®«, H b« ."'Mnhalnmg ar-l » m die wagte man Wenigen guten Lui^ am bei bet „ Hal und al hte des Kolkes, csamnlungkn o 1 die bisherigen r Itrmmm, und nnc « osessor O. Urüadtl
fintier StdWW*
u ji1 Uhr:
v.7 ,,Cavalleri» nist»® dm 6. Sevtember. '^ Tonnersla«. de» ■ *1
ÄG-'L?
ube und pei» 9 t;.
•nntflfl» ^en Jbenh5
Leoten'b^'WircL^ .Eine Eye-
Line Rede der ftanzösilchen Präsidenten bei der $lottcn|d)au in Toulon.
Toulon, 4. Sept. Präsident Falliöres ist heute morgen hier eingetrofsen unb begab sich zur sslotlcnschau nn Bord deS PanzerschifseS „Massena". Der Präsident fuhr in Begleitung des MarineministerS unb der Prstsidenten der Kammerat ttd dcS Senats aus dem Panzerschiff „Massena" zunächst nn den Torpedo-Unterseebooten vorbei, )ann zwischen der doppelten Reihe der großen Schtsfe hindurch. Mehr als 90Schiffe mit mehr als 30000 Mann Bejahung mären zugegen „Massena" ankerte daraus am KEp Brun. Tie Schisse fuhren m einer 15 Kilometer langen Linie an ihr vorüber.
Nach Beendigung der Flottenschau begab sich Präsideuk Falliöres in bad Arsenal, wo ein Festessen stattsand. Im Verlaufe deS Mahles gab der Marineminister dein Dani Der Marine für die staatliche Fürsorge Ausdruck und lugte hinzu, die Marine mache beständig Fortschritte, da ihr einziger Ehrgeiz sei, wirklich bereit zu sein, um, wie die .irnica jeden Augenblick dem Ruse Frankreichs Folge leisten M können.
Präsident FalliöreS drückte seine Glückwünsche für das prächtige Schauspiel auS, dem er beigewohnt habe, und« fügte hinzu, die Marine habe niemals aufgchört, sich aujfticr Höhe ihrer Aufgaben zu zeigen. Weiter führte der Präsident! aus, die Marine habe heute entschlossen den Weg betreten , andessen Enbc Frankreich vermehrte unb verstärkte Mittel sinden werbe, die c 9 fähig machen würden, den Möglichkeiten der ZukunftbieStirnzubietenohneGefahrcineS Mißerfolgs. Präsident FalliörcS wies darauf hin, in seinem bewährten Patriotismus ertrage das Land, dessen hohe Sorgfalt sich gleichermaßen auf bic Seemacht wie aus daS Lanbhecr erstrecke, unermüdlich die s ch w e r ö n L a st c n^ die den Staatsfinanzen auscrlegt mürben. Der Präsident
Seplbr. f &■
Kicl, 4. Sept Der Kaiser besichtigte heute vormittag das Linienschisf „Thüringen" unb bc^ab sich bann nach Holtenau, um die Fortschritte an den schleusen und den Kanalarbeiten zu sehen.
Der R e i ch s k a n z l e r ist um 3 Uhr hier eingdrofftn unb hat sich an Bord der „hohenzollcrn" begeben.
Ter österrcichische Thronsvlger, Erzherzog Franz Ferdinand, traf um 4 Uhr 50 Mm. auf dem hiesigen Bahnhof ein, wo eine Ehrenkompanie vom 1. Sccbataillon mit Fahne und Musik Ausstellung genommen hatte. Außerdem waren zugegen: Staatssekretär v. Tirpiß, Stadtkommandant v. Bodungen, der österreichisch-ungarischc Konsul, die Prinzen Heinrich, Adalbert und Waldemar. Kurz vor Einlaufen dcS Zuges erschien der Kaiser n österreichisch-ungarischer Uniform. Nachdem der Erzherzog der deutsche Marineuniform trug, den Zug verlassen hatte, begrüßte ihn der Kaiser herzlichst; die Musik der Eliron- lompanie ipielte die österreichische Hymne. Der Kaiser und der Erzherzog schritten die Ehrenkompanie ab und nahmen den Vorbeimarsch entgegen. Hieraus begaben sich i die Fürstlichkeiten durch das Furftenzimmer zur LandungS- stelle, von einem zahlreichen Publikum herzlich begrüßt. Der Kaiser geleitete den Erzherzog an Bord der „Hohen- zollcrn", wo der Erzherzog mit Gc,olge wohnt. Die Standarte deS Erzherzogs wurde neben bic dcS Kaisers gesetzt. Die im .*hafcn licgcnbcn Sdiiffc salutierten mit 21 Sd)ü||cn.
Ter Kaiser unb bcr Erzherzog nahmen auf ber „.Hohen- ! zollcrn" den Tee ein, später besichtigten die Furfteu
Der Ereignisse unb Aufkläruiigen unb Nachträge aus den Tfabrcn) 1829 unb 1830, wo biefe Vermerke schließen Ttr elften Anmerkungen sind oft in Form von Fragen unb etwa- dunkel; z. B. „Cb ber Drin; von Schweben? . ." aus dem Nachtrag von lb29, „es wurde nichts auS oer Heirat," sieht mau, datz cd meinte, ob der Drin; von Wasa durch seine Verheiratung nur bet Driniessin von Holland irgendwelche Ausf'chten aut eine andere Zukunft erhalten werde Die Vermerke beziehen sich mt übrigen aus Griechenlands Schicksal, aus Belgien, die Literatur, die Anerkennung Don Miguels, Karl X. unb die Fulitevolution, die Jesuiten. Von den letzteren tagt er: „Von oiefen Maulwürfen spürt man wenig, hat aber desto mehr ;u fürchten " 3m allgemeinen sind diese Anmerkungen hieroglyphifch und zuweilen unmöglich ,u ventehen. Auf einer Menge von Papicr- ;etteln findet man berartige abgebrochene Sätze, die nunmehr feiner zu beuten vermag. Es war feine Gewohnheit, mit emiqen Figuren, Worten unb Zeichen sich ins Gedächtnis zurückzurufen, was feine Aufmerksamkeit gefesselt hatte, aber es auf eine Art zu tun, die nur ihm selbst verständlich war."
Leskow erzählt, „Goethe war niemals weniger allein, als wenn er einsam war. Eine Person hat mir er^blt, daß, wenn sie an die Tür geklopft habe, um hineinzuaehen, so habe sie oft ein lautes Sprechen im Zimmer, cm Gehen und X irmeit in der Kammer gehört, als wenn mehrere Personen dort wären, obgleich der Dichter gan; allein war. So ging er auch wahrend tr. Diktierens aus unb nieder und machte mit ber Hand Zeichen in die Lust und sprach ununterbrochen Sätze unb Wendungen, die nickt eil dem Thema gehörten, über bas er diktierte, die ihm aber seine lebhafte Einbildungskraft unaufhörlich schin Tie Zeichen, die Goethe wenige Augenblicke vor feinem Tode mit ber Hand in der Lust macht-, und über bic wir tn den Sei tunten gelesen hoben, daß sie wabrfcheinlich etwas auSdrück-n follun; waS er lagen wollte, nachdem er die Sprache verlorrn hatte, glaubte der erwähnte Mann, feien nur solche ihm übliche Bewegungen gewesen, wie man he oft, wenn er feinen Gedanken freien Lauf gelassen, gesehen hätte."
jährlich Mk. ISO; durch tlbbole- tu Zweigstellen menet*!* to Vst; durch die Vast Mk.S.—vienet- iährt. eu<fd)L kciellA. ZeilenpreiS. total 15 i>u a,i?ivärts SO Pfennig, «beirebafteur. «.Goetz. Vern 'tinortlich tz'r den politischen teil: Huauft Goetz; für .FeuiUe- t0!i^, .Bettnüchtes' und ,®end}t*|aQle; K Neu-
i
Land': E.detz: löt Vw Shiieigtuieil: H. Beer.
1 TOittdmeerflaaten sollten wir unsere Hoffnungen uidn
Eine neue Phase der IHarottoprObkmS. klammern Daß au-3 den jeyiaen Verhandlungen mit 2am- unter Berliner Mitarbeiter fenbet uhä heute eine Tor- bon vtcl nbetraidt.-nb |.ir T.'u.f<6lanb brrauvkmtnrn
ftellunn der »nne, die unb, was Trutidtlanb» 3u8fid)tnt roerbe baran «tauben ro>r <xud) n«h mtbi«ntt anlanflt, rridtlirti °p"mist,ich «eiärbt erfdKint -r rm«.uamen^bundrrun^^ irarnoit^n Soridtlanr.^c
unter anderem. h0 erfreufirf) auch die Erhaltung des Friedens an sich ist.
Zn England weiß man >etzt gute Worte für.Tatsch- bnitfdir hat aber endgültig erkannt, daß die aus-
land zu finden, unb tn Frankreich verkunbet es bic I bärtige Politik seiner Regierung sieh in seltsamen Wiber- oaß mit Deutschland alles in schönster Lrdnung ser. ’wr (|jnldjfn unb höchst uncrfrnilid^u Zickzacklinien beivegt hat dao geschieht nur tm Hinblick auf bic in Englanb am Falsche Gerüchte.
Horizont schwebenben neuen wirtschaftlichen Kämpfe 1 e t tin, 5. Sept. Infolge n n s i n n i ge r Ger Üch t e und auf btc Lebens m i t t eit e u e r u m g \n\» ’m Zusammenlange mit den Marokko-Berhanblunaen fand oie zu einer revolutwnaren Mrcn in b'fn (Cülcn TapCn ein Ansturm auf die städtische
-stoch größere ^orge aber bereitet es den '^^'ioseii und ^er insbesondere gestern sehr stark war
Engländern — und das bestimmt sie besonders, die Marokko Ldfee } mürben in den letzten b$et Tagen .'>00000 Mk uertjanblungcn mit Deutschland als aussichtsreich hinzu sich bi-her noch niemals ereignete
stellen - daß ictzt, wo Deut,chlanb voranging, auch Spanien avgehoven, cin dQ1' Ter„fiabt
sSLS-WW-WUMz^- MWSM-MWZSW- tion bei den Marokkooerhanblungen gründlich auszunutzen . . . .TfiB ’ (mrn,,inn
verktebt bann ist er wirklich in bcr Lage, Frankreich feineI Pans, 4. ^>ept. Nach einer ofstziosen dA^ldung halt uomvensationsforbcruiiaen zu bikticren, oder eS zum Rück-1der spanische Botschafter gestern mit dem -li* Ä’ju beS ix-rr Sambon wird bann wahr, niftee beä itcufiern b c 5etbes e.ne Untwrebun« btc ihJintirfi in eine diplomatische Mianfheu verfallen, d»eIsich aus bic von Spanien geplante Besepung ZfniS b(^og.
her französischen Regierung möglich macht, die beiden I AuS Madrid wirb telegraphiert, baß die Beietzung von Isni Estern-Knm S und jtalicn, fomic Ccftcrrcid)- erst tm Lause dcö Monats Lttober rrsalgrn werde, da gegen, ü ...... sioltanb unb Belgien inzwischen davon zu über I iartig eine Landung bcr gruppen wegen der an bcr ^lan X bal^Sia wn^ber gmX n Jüan alles gewährt tischen Küste angeblich herrschenden Unmcttcrmit ^chwie- werden würbe, u>a5 sie wünschen. Aber leider trauen diese tigfeucn vcibunvin ’.vau.
Nationen den französischen Versprechungen nicht im min- -----------------------
heften, und so gewinnt der Gedanke eines neucnl Mittelmeerdundeö an Stelle des unter englischer Acgide abgeschlossenen Vertrages zwischen Italien, Frank- reich und Spanien immer mehr Boden.
An ihm dürfte sich vorerst neben Oefterreich-Ungarn, I von wo der Gedanke tiusgrng, Italien und Spanien beteiligen, vielleicht später and) Frankreich, nachdem cd fein ictziges Kriegsbeil mit den beiden romanischen Nationen begraben und eingesehen hat, daß e3 bet bcr Marokkosragr I von England nur benutzt wurde, um im britischen Inter- ehe die Großmachtstellung Deutschlands zu unterwuhlen Ter neue Mittelmeerbund, für den vielleicht noch bic Türkei in Frage tarne, soll sich gegen England richten, das im Mittelmeer zivar nur einige strateyiicki wichtige Punkte besetzt hat, trotzdem aber das Mittclmecr ab. britische Domäne betrachtet. Jedenfalls wird sich bic Heu tige Unterhaltung in Stiel zwischen Kaiser Wilhelm unb dem ’ österreichischen Thronfolger auch auf diese Fragen erstrecken.
Wir halten eS doch nicht für richtig, so siegesfreudig ins englandfeindliche Horn zu blasen. Aus der gegenwärtigen Lage ergibt sich allerdings für die Zukunft ein gespanntes Verl-älttiis zu E-ngland. Aber das Berliner auswärtige Amt kann dies doch nicht etwa als einen besow deren Erfolg buchen, nachdem in bcr letzten Zeit so viele Bemühungen verschwendet worden sind,die deutsch-brili- schen Beziehungen zu bessern. Und biS Frankreich sich uns nähern wird, hat eo auch noch gute Wege! Wir furchten England und Frankreich werden sich künftig noch enger verbünden, um uns unterzukriegen An die kleineren
Nr. 208 Erstes Blatt M Jahrgang Dienstag, 5. September M
Ter «ietzeaer Anzeige, △ Xi W
s GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Vberheffen
a”äbmf8<?en Anzügen Rototlonsönid unb Verlag der vrühl'fchen Univ..Buch, nnö Steindruckeret H. tauge. Redaktion. Expedition und vruckerel: Zchulstrahe 7.
L Ä“ vüdingen: Fernsprecher Nr. 50 «eschSstsstelle vahnhofftraße U«.
V0MA bis 1. ifibitce erlolcken t
eingehend da? Schiff „Thürmgen". Um u llbr abt'nbi farö» «bcnbtftfel an Bord ber .Hohen>ollcrn statk rer Itaifer überreichte persönlich bem Abmiral Grasen r* Aontt- cuccoli ben schwarzen Ablcr-^rben. Der Kaiser von v reich hat gleichfalls LrbenSauSzeichnuugcn an deutsche l\\\- ziere verliehen
Zvm vosenthalt brl trnkischkn Tbrenfolfltrl in lcut|.tlflnb.
Der Sultan ber Türkei orrlich dem Rc, cli fnn;- ler bcn Cfmanic-Ctbcn mit Brillanten, Staatsfekretär v. Kibcrlen-Wächter, KriegSminister v Hecrin- gen, Staatssekretär v. Tirpitz unb Gencralstabschcs bcr Armee v. Moltke baS Großkrettz beS Lsmanie-i?rbenS, erner bem Kommanbanten von Berlin, v. Kessel, bas ^roßkreuz beS Mebschibie-Orbens.
„Tanin" sprickt tnc arößtr Brfnedraunq über ben bmi Ibron- feiner in Bcrttn bereiteten herzlichen Empfana ouS las Vlnit hlbn au«, datz bic Innigkeit brr beutfch turkncken Beiielnmaen keiner salfck>en AuSleguna säbia fei Die iiinge ^ur. , u'eroe einc rrn nationale Politik rerfolgeu und dabei cm l'ltmm bei Friedens unb ber Versöhnung werden. .
„«Sabab" bebt hervor, datz trotz der in der ersten Znt entstanbenen Schwierigkeiten die alte beulfd>*iür?ifdx1 IreunDiavin mmmfhr wieder auf atgmfvthgnn Vertrauen.berulxw Jürrri n erbe nie die Dienste v Moltke« unb t* b Goltz, ebenf nvenia bic bei dem Berliner KongrZi und spater dem OSmanentum von Deutschland geleisteten Dienste vergci cn.
Ter türkische Thronfolger ist am Montag gegen 9 Uhr von Berlin nach Esse n gefahren
jtottonjjj’ fS So»
cbach,
■6m


