Ausgabe 
4.5.1911 Erstes Blatt
 
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L. Friedberg, 8. Mai. Ter heutige, im Kalender stehende Viehmarkt konnte nicht abgehalten werden, da in zwei Orten unserer nächsten Umgebung die Maul- und Klauen­seuche cmSgebrochen ist. Bis auf einen und auch nur mit St- schränkungen abgebaltenen Markt, konnten dieses Jahr noch keine Märkte hier stattfinden. Der Krämermarkt halte einige Stände auszuweisen, aber keine Käufer von auswärts. Hätten nicht die Verkaufsstellen der Blumen- und Gemüsehändler dagestanden, wäre der grobe Marktplatz öde gewesen.

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falsch belastet nnb zu Umrdn verleumdet habe. Dulls btnt$' nach diesem Geständnis laut sdüuchzend mit den Dorten zusannneu: Meine armen Shnber!" Die im Zuhörerraum anwesende Frau des Angeklagten begann in diesem Augenblick laut zu weinen, so daß ihr der Vorsitzende schließlich gestattete, mit ihrem Mann ju sprechen. Die Nebenklägerin Fran Fricke nahm die Beleidi­gungsklage zurück. Das Urteil lautete wegen Meineids in Drei Fällen auf eine Zuchthausstrafe von zwei Jahren. Die Geschworenen werden das Gnadengesuch des Ver­urteilten auf Umwandlung der Strafe in Gefängnisstrafe unter­stützen.

> Greifswald, 3 Mai CI 7 M Ldchen vor @c- ri ch t.) Ein ungewöhnliches Aussehen hatte der GerichtSsaal während einer Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer, da sich nicht weniger als 17 junge Mädchen als Angeklagte zu ver­antworten hatten Sie standen durchschnittlich im Alter von 17 oder 18 Jahren und befanden sich wegen dummer Streiche in Fürsorgeerziehung. Ter bei solchen Mädchen besonders Heftige Freiheitsdrang lieh in ihren Köpfen den Plan reifen, aus der Anstalt zu entfliehen. An einem Abend im Februar drehten sie im Ehsaal die Gasflammen aus und begannen mit den Schemel- beinen das ganze Mobiliar entzweizuschlagen. Als der erschreckte Anstaltsgei st liche herbeieilte, wurde er verhöhn! Auch als ihm die Anstaltsschwestern zu Hilfe kamen, liehen sich die Mädchen, die sich wie die Rasenden geberdeten, nicht beruhigen. Wohl oder übel muhte ihnen der Geistliche die Tür der Anstalt öffnen, worauf sich die Gesellschaft in alle Winde zerstreute. Freilich dauerte die Herrlichkeit nicht lange: einige der Mädchen wurden bald nach der Flucht wieder ein- gefangen, andere stellten sich freiwillig, weil sie Reue empfanden Von feiten der Staatsanwaltschaft wurde gegen 17 Zöglinge Anklage wegen Meuterei erhoben Nach umfangreicher Beweis­aufnahme verurteilte der Gerichtshof die Angeklagten zu G c - fängnisstrasen von vier bis zu neun Monaten.

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In Köln wurde die Sprachleherin Tbir ion, eine ge­borene Pariserin, als spiona g ev erdä chtig verhaftet. Sie hatte Kunden in den feinsten Kreisen. Es liegt Verdacht vor, daß sie sich in Wesel einen Mobilmachungsplan verschaffen wollte.

In Plauen (Vogtland) brannte in der vergangenen Nacht eine dem Aktienbauverein gehörige Scheuer nieder. Unter den Trümmern wurde die verkohlte Leiche eines uubekann - ten Mannes gefunden.

Aus einer höheren Mädchenschule inPragspang eine unter richtende Nonne aus dem Sanfter und entfloh. Sie hatte sich wiederholt wegen schlechter Behandlung beklagt. Eine zweite Nonne, die zur Strafe in ein anderes Kloster gebracht werden sollte, ergriff auf dem Bahnhof die Flucht.

In Kremsier in Böhmen ergab sich bei der Revision der städtischen Gemeindekasse, baß der Rammeister 400 000 Kronen unterschlagen hatte.

In Baku erregt das Bersckwinden z weier Knabe n das Pettoleumkönigs Xa giert» großes Aufsehen. Die beiden Knaben, die im Alter von 12 und 14 Jahren stehen, verlieben das Vaterhaus, weil sie angeblich zu schlecht behandelt wurden Das Vermögen Tagiews wird auf 50 Millionen Mark geschätzt

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Amtlicher Wetterbericht.

Oesfentliche Wetterdienststelle Gießen.

Derlaul der Witterung seit gestern früh: DaS westliche Tief­druckgebiet ist mit seinen Randwirbeln ostwärts nach der Nordsee vor gedrungen und hat über Nacht in Nordwestdeutschland geringen Regen, im übrigen Gebiet Trübung gebracht. Nach der gestrmm Erwärmung rufen lebhaftere Südwestwinde heute Abkühlung her vor. Der nördliche Randwirbel wird auch in Mitteldeutschland geringen Regen verursachen.

WetterauSsickten in Hessen am Freitag dem 5. Mai 1911: Vorübergehend etwas Regen, später wieder heiter, windig aus West, etwas kühler.

Letzte Nachrichten.

Die Kämpfe um Fez.

Paris, 4. Mai. In Tanger sind Nachrichten ans Fez vom 27. April eingetroffen, wonach die Truppen Br6- monds sofort nach ihrer Ankunft auf Befehl des Sultans einen Angriff unternahmen und einen glänzenden Sieg errangen. Erst die herein brechende Nacht machte dem Kampf ein Ende. Der Angriff sollte am 2S. April fortgesetzt werden. Die Truppen Brsmonds hatten einen Verlust von 30 Toten und 30 Verwundeten, die Aufständischen wurden durch den Kamps offensichtlich sehr geschwächt. Der Sultan hat in Fez 7000 Mann zur Verfügung.

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Eine dramatische Szene spielte sich Mittwoch in einem Meineidsprozeß gegen den Angeklagten Emil Wulfs vor dem Berliner Schwurgericht ab. Der Angeklagte hatte in einem Prozesse, der seinerzeit gegen den Kaufmann Ballin in Hamburg verhandelt wurde, eine Aussage gemacht, die die jetzt als Nebenklägerin auftretenbe Frau Frtcke belastete, indem er Bestechungshandlungen zugunsten des Ballin, die tatsächlich Martin Ball ausgeführt hatte, fälschlich der Frau Fricke zur Last legte. Seine Behauptung wurde nun durch eine Zeugin, die Konditorfrau Nagel, zunächst bestätigt. Als der Vorsitzende Frau Nagel mit ernsten Worten ins Gewissen redete, der Wahrheit doch die Ehre zu geben, kam es zur Katastrophe: unter Tränen gab Frau Nagel zu, daß sie ihre Bekundungen auf Ersuchen des Angeklagten Wulfs gemacht habe. Die Seugm war nun völlig fassungslos und sank ohnmächtig zusammen. Nach einigem Zögern entschloß sich auch der Angeklagte zu einem Geständnis. Er erklärte, daß er in der Tat falsch geschworen und die Frau Fricke

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ab Der im Druck vorliegende Geschäftsbericht, der die umfang­reiche Tätigkeit des Verbandes darlegte, wurde gutgeheißen, ebenso hie Verbandsrechnung. Aus dem Geschäftsbericht sind besonders t>ie VohlfahrtSeinrichtunaen, wie die Sterbekasse des Bundes Deut­scher Gastwirte, die Haftpilichtkasse, das FachorganDer Gast- irirt", sowie das Kohlensäurewerk und SelterssprudelAugusta Victoria" hervorzuheben. Die Genossenschaftsanteile am Kohlen ,'äurewerk werden mit 6 Proz. verzinst. Ter Kassenbericht schließt mit 6452,67 Mk ab, daS Vermögen betragt 8652,22 Mk. Der Vorsitzende Haust berichtete über die Verhandlungen des Bundes Teukicher Gastwirte und des Reichsverbandes Deutscher Gastwirte- Verbände, in denen eine Reihe wichtiger Standesfragen behandelt wurde. Vom Ministerium sind Abänderungen bei der Boll- zugsordnung, besonders die Vorschriften für die Wirtschaftskon- .effion angeordnet worden: auch die Frage der Sachverständigen- Heranziehung hat entsprechend der vom Verband eingereichten Denkschrift, ihre Lösung gefunden. Die Anträge des Vereins Gießen, bett, die Einleitung von Schritten beim Ministerium, den Landständen und den Bundestag, bett, die ungerechte Bovkot- nerung von Wirtschaften und das Ausstellen von Streikposten, ebenso der Antrag Gießen bett, einen Nachttag zum Brausteuer' gesetz, nach dem die Brauereien in Zukunft das Bier nach Pro- »entgehalt verkaufen müssen, wurden nach der Begründung durch Zaskowsky-Gießen angenommen. Ein Antrag, vor dem Bundes­tag eine Besprechung bezfigl. Vereinfachung des Weinbuches zu veranstalten, findet Zustimmung, ebenso die Anträge des Der- lrandsvorstandes über den Abzug der Konzessionssteuer bei der Dertzuwachssteuer und die Errichtung einer Gastwirtskammer, ebenso die Anträge des Vereins Darmstadt bett, die Bedürsnissrage bei der Errichtung von Flaschenbiergeschäften und die Einreihung der Privatkostgeb er eien usw., unter die konzessionspflichtigen Wirt- fcfiafpbetricbc. Tie Berichte über die Bundessterbekasse, die Haft- pslimtkasse, das FachoraanDer Deutsche Gastwirt" und das Kohlensäurewerk SelterssprudelAugusta Victoria" finden lebhafte Anerkennung Die Borstandswahl ergab die einstimmige Wieder­wahl der seitherigen Mitglieder. Als Ort der nächsten Dele­giertenversammlung wurde Erbach i. O. bestimmt. An die ge­schäftlichen Beratungen schloß sich ein gemeinsames Mittagessen, worauf die Delegierten einer Einladung der Brauerei Hilde­brand folgten, um deren Betrieb zu besichtigen. Auch eine Zigarren- und eine Zündhölzchenfabrik wurden besichtigt.

d. Mainz, 3. Mai. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde über ein Gesuch des Sozia­len Ausschusses der verbündeten Privatbeamtenvereine um Verwendung von Mitteln aus den Ueberschüssen der städt. Sparkasse für den Kleinwohnuy^?, n>au beraten. Der Verband der Hauseigentümer ^fnung, ein Neustadt, der Verein selbständiger Gewe sy.Hj« Man wendeten sich in Eingaben gegen die Bewilligung Mitteln für die Eigenheime, weil damit der schon schwer belastete Haus- desitzerstand noch mehr geschädigt werde. Der Finanzaus­schuß, die Deputation für die Verwaltung der Sparkasse, beantragten, den Antrag des Sozialen Ausschusses als zur­zeit ungeeignet abzulehnen. Nach längerer Beratung wurde her Antrag der Privatbeamtenvereine mit großer Mehrheit abgelehnt. Das gleiche Schicksal erlitt eine Eingabe des Verbandes der Hauseigentümer um Beleihung zweit­stelliger Hypotheken durch die städtische Sparkasse. Da nach den Satzungen der Sparkasse die Beleihung zweiter Hypotheken unzulässig ist. Für die Erbauung eines Ge­treideschuppens im Zotlhafen wurden 39 000 Mk. und für Ausbau und Kanalisierung der neuen Straße längs des Winterhafens 53100 Mk. bewilligt.

-o. Mainz, 3. Mai. Wie verlautet, wird Direktor Behrend die erste Saison nach dem Umbau des Stadt! Heaters mit einem Verlust von etwa 15 000 Mark abfchließcn. Die Stadt hat zur Verzinsung des Umbaues die Preise erhöht und dne Garderobegebühr cingcführt, sie hat sich dadurch für die diesjährige, nicht vollständige Spielzeit 35 000 Mark gesichert. Der Besuch ist aber seit Wiedereröffnung des Theaters nicht besser, sondern schlechter geworden und so entstand für dm Direktor statt des in den früheren Jahren gewöhnten Ueberschusses von 3035 000 Mark ein Defizit. Dabei sind zu den Einnahmen auch die für die Vorstellungen in Worms von der Stadt Worms garantierten Summen gerechnet. Wenn man den Ausfall auf eine volle Spielzeit berechnet, so kommen etwa 44 000 M. Verlust heraus.

rm. Oppenheim, 3. Mai. Der T i e r s ch u tz v e r e i n für Hessen hielt heute auf der herrlichen Landskrone hier unter dem Vorsitz des Herrn Geh. Oberschulrat Dr. Scheuer­mann seine 36. ordentliche Hauptversammlung ab. Der Schriftführer, Reallehrer i. P. Heußlcin, erstattete den Jahresbericht. Der Redner verbreitete stch darin über bic fortschreitende Naturschutzparkbewegung und über das weitere edle und sittliche Bestreben des Tierschutzes auf allen Gebieten. In Deutschland bestehen jetzt ca. 370 Vereine mit 132 000 Mitgliedern. Vielem wurde erreicht, aber neue Aufgaben flehen bevor. Besonderer Tank wurde den Lehrern gezollt, die durch ihre erzieherische Wir­kung bei den Kindern unenblid) viel erreichen können. Mit Hilfe der Behörden konnten im abgelaufenen Vereinsjahr 94 000 Tier- schutzkalender zur Verteilung kommen. Bei den weiteren Be­strebungen des Vereins könne auch die Frau in ihren Bestre­bungen mithelfen. Im verflossenen Jahre wurden bei dem Ver­ein 539 Anzeigen erstattet und infolgedessen Geldstrafen von 1 bis

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60 M7. und Hafk und Gefängnisstrafen bis zu 10 Docken verwrrkt. Ter Verein erhielt im abgelaufenen Jahre 657 Mk an Ge­schenken aus zahlreichen Kreisen und Sparkassen Die Mitglieder- zahl ist um 145 gewachsen. Den Reckenschaftsberickt erstattete der Vorsitzende. In dem abgelaufenen Jahre wurde ein Uebersckuß von 2340 Mk. erzielt. Das Gesamtvermögen beträgt 10585 Mark Der Voranschlag für 1911, der mit 8270 Mk. ab­schließt, wird gutgeheißen. Tie Anträge, wicher 10000 Ka­lender an die Schulen und 340 Mk Geldprämien an Gendarmen, Schutzleute, Dienstboten usw. zu verteilen, werden genehmigt. Ten Schluß der Verhandlungen bildete ein Vortrag des Prof. Tr. Hei­ne ck- Alzev über Brutpflege im Tierreiche.

W WormS, 3. Mai. In der Ehemischen Fabrik von Dr. Wagner im Vororte Pfifsligheim ereignete sich heute früh gegen */,N Uhr eine Kesselexplosion, wodurch Feuer auSbrach. Der 18jährige Arbeiter Adam Jung wurde lebensgefährlich verletzt.

Hessen-Nassau.

fc. Fran kfurt a. M., 2. Mai. Gestern fand hier bic Frühjahrsversammlung des Vereins mitteb deutscherDienenzücktcr bei zahlreichem Besuch statt. Das HonigerträgniS war wie überall im abgelaufenen Jahr schlecht: die Aussichten in diesem Jahr sind recht günstig. Ein Porentwurf eines Gesetzes zur Ueberwachung der Honig­produktion wurde bekanntgeßcben. Es werden von den deutschen Bienenzüchtervereintgungen seit einiger Zeit beim Reichstag Schritte getan, um ein Gesetz zustande zu bringen, das den naturreinen, von Bienen bereiteten Honig schützen und den Verkauf von Kunst-Auslandhonig und sonstigen Surrogaten einer scharfen Kontrolle unterwerfen soll. Durch Gesäße soll weiter dem Käufer kenntlich gemacht werden, ob er Honig naturrein oder einen Ersatz kauft. In der Wand er Versammlung der deutschen und österreichischen Bienen wirte in Kvnstanz 1911 wird derDeutsche Jmker- bund" endgültig über diese Frage beschließen. Für die am IG. und 17. Juli in Gießen stattfindende, mit der 50. Ju­biläums-Versammlung des Oberhessischen Bienenzüchter­vereins verbundene Ausstellung, wurde beschlossen, sechs ilberne Vereins Medaillen zu stiften, die gleiche Zabl für die bienenwirtschaftliche Abteilung der Deutschen Landwirt- chaftsgesellschaft in Kussel 1911.

Der Zusammenbruch von Heiligendamm.

Rostock, 3. Mai 1911.

Zu Beginn bet heutigen Verhandlung wurden die Sachver­ständigen vernommen, die Über den Wert der von der Firma Haake an Marlitt gelieferten Möbel Auskunft geben sollten. Dar­nach gelangt der letzte Anklagepunkt gegen Marlitt, das Vergehen gegen die Konkursordnung zur Erörterung. Damit ist die Be­weisaufnahme geschlossen.

Nach der Mittagspause ergriff der Erste Staatsanwalt Tr. Brümmer das Wort zu seinem Plaidohe r. Et betonte, daß er nicht behaupten wolle, der Angeklagte Marlitt hätte bei der Erwerbung von Heiligendamm betrügerische Absichten gehabt, aber bei der Finanzierung bat der Angeklagte zweifellos nicht ein» wandsfrei gehandelt. Ter Erste Staatsanwalt geht bann auf bie einzelnen Straftaten ein und beantragt schließlich eine Gesamtstrafe von einem Jahre und fechs Monaten Gefängnis. Gegen den Angeklagten Faulmann beantragt der Sraatsanwalt eine Gesamtstrafe von vier Monaten und gegen Schlips zwei Wochen Gefängnis.

Hierauf plädiert der Verteidiger des Angeklagten Marlitt, Justizrat Wolf (Berlin). Er erachtet in keinem Falle einen Betrug für vorliegend und bittet, feinen Klienten freizusprechen. Tie beiden anderen Verteidiger, Rechtsanwalt Gauck (Rostock) und Dr. Eger (Berlin) schließen sich dem Anträge des Justiz­rats Wolf an. Darauf zieht sich gegen 8 Uhr abends der Gerichtshof zur Beratung zurück. Das Urteil lautet gegen John Marlit zu einer Gesamtstrafe von 5 Monaten drei Tagen Ge­fängnis. Die Strafe wurde als durch bie Unter­suchungshaft verbüßt erklärt. Die Angeklagten Faulmann und Schlips wurden freigesprochen.