Lebend- 2>chla ig*
öon-btiüon-bis
vüisen.
91
89—93
88—90
49
89
81—87
84
47
74—77
. 45—48
. 40-43 66-72
82-90
49
86
74
72—76
40
76—81
39
77
76-78
. 39-40
49
62
62—63
62
62—63
49
60
47
60-61
48
61
Meteorologische veodachlungen der Station Sichen.
L
Werter
1911
8 141
ez. = + 6,2
Niederfchlaq: — 0,6 mm.
(itpitol ber H-LUptstaatsfasse mit 5
88
92
90
67
60
5,7
5,6
5,6
8
10
10
Beiv. Himmel Bed. Hilnincl
36
30
46
41
26
l26
SE W SW
105
97
86
78
27
27
28.
51
4,1
4,2
2
2
2
63
57
52
47
LH
75
69
Höchste Temperatur am
Niedrigste , .
42,1
<45,7 •50,8,
■3«
85 Z
80
Schlachtivertes . . . . 93ollflei|ct)ige, jüngere . .
F ä r । c n. K ü h
is @1
sichtigung einiger weiterer hier einschlagender Ein nennen und Ausgaben zu Ende 1912 noch verfügbar bleibende Betrag von 331171 Mk. 52 Pfg.
Bon den Forderungen unter den anderen Hauptabteilungen jei Zunächst jener weiteren aus dem Vermögen zu deckenden Aus-
s«*
E <U
Ä"
Schale.
Wetdemastschafe . . .
65—70
58-62
uewiD:
51
Postfleischige, ausgemästete, höchsten SchlachtwerteZ höchstens 6 Jahre alt 50—53
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgernästete 49—50
Mäßig genährte junge und gut genährte ältere . .......45—49
Bullen.
Dollfleischige, ausgewachsene, höchsten
Schweine.
Pollsietschige Schweins bis zu 2 Zentner Lebendgewicht ... ... . 48)4-49 H
PoUsieijchige Schweine über 2 Zentner
Dez.
ieeveudgcwicht 481/,-491/,
Vollfleischige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht 461/a-471/J
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht .......47V3-48% 61—62
Schafe 6, Schweine 371.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schate und Schweine ruhig.
Uebersland: Rurder, Kälber, Schafe und Schweine langsam geräumt. , Preis Durch-
pro 100 Pfo. schinttsprei; t'ebenb» Lblachc- pro 100 tzfllir) oevichc - -
blicbene Vermögensrest von 5 447 495 Mk. 56 Pfg. in Einnahme gestellt. Davon sind unter der Hauptabteilung Reserve - und rndisponible Fonds in Ausgabe gestellt 1. das Betticbs- ‘ ‘ " 000 000 Mk., 2. der Betrag
der zu End-e 1910 verbliebenen und noch weiter benötigten Kreditreste von 201 974 Mk. 04 Pfg., 3. ein Betrag von 149 800 Mk., über bett bereits im laufenden Jahr, in dessen Rechnung jener Bermögensrest tatsächlich überging, verfügt mürbe — chin steht eine Einnahme von 185 250 Ml. gegenüber, schließlich 1. zum Ausgleich des Bermögensetats der hiernach- und nach Berück-
feinste Diastkälber 62—64 104-106
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 56—59 96-99
Geringere Mast- und gute Saugkälber 50—55 82—90
Geringere Saugkälber . . .... 46—49 76—81
26. bis 27.
26. , 27.
Tttrchttche Nachrichten.
Israelitische Lellgionsgemeinde.
Sottesdienft in der Synagoge (Süd-Anlage),
Samstag, den 3 0. Dezember 1911:
Vorabend: 4.30 Uhr.
Morgens: 9.00 Uhr. Schrifterklärurrg.
Nachmittags: 3.30 Uhr.
Sabbatausgang: 5.25 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschast. Gottesdienst.
Sabbatieier am 30. Dezember 1911:
Freitag abend 4.10 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 5.25 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 7.10 Uhr, abends 7.00 Uhr.
.. i ■- _____--- _____UU j.—
Wasserstiefel sind noch nie nötig gewesen, nm auf der West-Anlage durchzickomnwi. Ein Trottoir entlang der Häufer wird wvhT kaum ein Anlieger wünschen, denn erstens kostet es Geld, zweiterw würde es von Sans zu Haus durch vertiefte Einfahrt unterbrochen und drittens fehlte die Wasserabführung, weil srch Anlage und nicht Straße anschließt. 'Die fehlende Regulierung der Armne ist ein Mißstand, der jedem auffallen muß, der Sinn für Naturschönheit hat. Die Verwaltung würde schon tii diesen Punkte Besserung geschaffen haben, wenn man sich über die Gestaltung der West-Anlage endgültig schlüssig wäre. Für den Boden entlang der Häuser genügt eine Kvksgrusunterlage, zstm Aufsaugen der Feuchtigkeit und eine 'Tech'chichl von Lahnsand; lose ansgeschutteter Basaltsplitt und weißer Sand sollte vermieden werden.
Aus dem hessischen Staatsvoranschlag.
in.
Die Hauptabteilung Pensionen zeigt eine Verbesserung des Zirschustbedarfs um 1870 Mk., trotzdem besonders für Kranken- und Jiwalidenversicherung höhere Beträge gefordert werden mußten. - Der Zuschußbedarf ist Ku 3 646 324 Mk. veranschlagt. Daran sind beteiligt:
die eigentlichen Zivilpensionen, d. i. die Summe aller Pensionen nach dlbzug der von der Eisenbahngemeinsck;ast zum Ersatz kommenden Pensionen von Eisenbahnbeamten, mit 1 694 614 Mk. — bisher 1728114 Mk.,
die Lehrerpensionen mit 643 140 Mk. — bisher 648 940 Mk., der Etat über die Versorgung der Witwen und Waisen von Beamten, Lehrern ufro. mit 984 310 Mk. — bisher 971050 Mk., der Etat Ar Kranken-, Invaliden- und Unfallversicherung mit 203 300 Mk. — bisher 177 200 Mk., und
der Etat für Fürsorgemaßnahmen für Beamte usw., der Landgemeinden usw., staatlich Arbeiter und Kommunalforftwarte mit 120 960 M. — bisher 122 890 Mk.
In der Hauptabteilung Verhältniszum Reich wird wieder mit ungedeckteil MatrikularuMlagen im Bettage von 80 Pfg. auf den Kops der Bevölkerung gerechnet. Unter Zugrundelegung des Ergebnisses der letzten Volkszählung war die Spannung zwischen Matrittlarbeiträgen und Uebevwetsungen von 1025 212 Mk. auf 1070000 Mk. zu erhöhen. Als neuer Einnahmeposten erscheint der Anteil nm Ertrag der Zuwachssteuer mit 20 000 Mk. Zusammen mit den Verwaltungskosten der Zölle und Reichsfteuern jund dem vom Reich der Staatskasse hierfür zukommenden Ersatz beziffert die Hauptabteilung ihre Ausgaben auf 5 208 639 Astk. und ihre Einnahmen auf 3 938 773 Mk., sie verlangt sonach einen ' Zuschuß von 1 269 866 Mk. oder 44 253 Mk. mehr als 1911.
In der .Hauptabteilung Ausgleichs- und Tilgungsfon d s ist nach den Vorschriften des den Landständen zugegangenen Gesetzentwurfs vorgesehen eine Entnahme von 1500000 Mk. und eine Ablieferung von 2 657 032 Mk. Danach wird der Fonds rein erhalten 1157 032 Mk.; es werden in ihm nach Zuführung des Restbestands des alten Ausgleichsfonds von »nutmatzlich 2 215 785 Mark 12 Pfg. Ende 1912 angesammelt sein 3 372 817 Mk. 12 Pfg.
In der Hauptabteilung Nachträge ist der Ueberschuß der Verwaltungseinnahmen über die Verwaltungsausgaben mit 429 743 Mark 10 Pfg. fließend mit 400 000 Mk. aus Eisenbahnüberschüssen — in Ausgabe gestellt. Ter Betrag soll die Kosten einer Aufbesserung der Bezüge der Beamten, VolkAchullehrer usw. decken helfen.
Im Vermögensteil des Haupwvranschlaqs ist unter der Hauptabteilung Reste aus früheren Jahren der Ende 1910 ver-
Märkte.
ic. Frankfurt a. M., 27. Dez. (Oriq.-Telegr. des „Gieß. yn-") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktprer sc. Weizen (hiesiger, 'DZf. 21.50—00.00, Kurhessischer Mk. 21.50—00.00, Wetterauer Mk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) NU. 19.15—19.25, berste (Wetterauer) Mk. 21.75 bis Mk. 22.75, Gerste, Franken, Pfälzer, Ried Pik. 21.75—22.75, Hafer Mk. 19.50—00.00, Diais 18.00—18.10, Weizenmehl 0 Mk. 30.50—30.75, Weizenmehl I Bit. 28.50—28.75, Wetzenmehl III Dir. 25.50—25.75, Roggen- meh( 0 Mt. 26.50—27.00, Roggenmehl 0/1 Mk. 25.60—26.00, Roagenwehl I Dit. 23.25—23.75, Weizenkleie Mk. 12.75-13.00, Weizenschalen Mk. 13 30-14.15, Roggenkleie Dit. 13.00—13.35, Dialzkeime Mk. 13.0J—13.50, Biertreber 14.00—14.^0, Raps 31.00 bis 00.00. Weizenkleie, Weizenschalen, Roggenkleie, Malzkeime 00.00—00, Biertreber 14—14.25. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc Frankfurt a. M., 27. Dez. (Orig.-Telegr. des »Gieß. Anzeigers^.) Kartofselmarkt. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Dik. 7.50—8.50, im Kleinhandel Mt. 9.00—9w0 Ar je 100 Kg. M
F.C. Wiesbaden. Viehhof -Mark tbe ri ch t vom 27. Dez. Austrieb : Rinder 52 (Ochsen 13, Kühe 40, Bullen 0), Kälber 8j,
Landwirtschaft.
Tie Einfuhr srnchcr Aepfel nach Deutschland hat in diesem Herbst einen bedeutenden Umfang angenommen. Sie betrug bis Ende November d. I. 2 934 254 dz im Werte von rund 41 Mill. Mk. gegen 1167 089 dz im Werte von 16,2 Mill. Mk. gleichzeitig 1910. Davon sind zollfrei, also ohne Verpackung eingegangen 2 649 043 dz, die wohl hauptsächlich zur Mostfabrikation verwendet werden. Am meisten gewachsen, nämlich von 49 243 dz auf 1306 941 dz, ist die Einfuhr aus Frankreich, wo die gute Ernte in Zideräpfeln so bedeutende Ankäufe durch deutsche Händler zur Folge gehabt hat, daß auf der französischen Westbahn starke Verkehrsstockungen eingetreten sind. Der Transport vollzieht sich infolgedessen so langsam, daß Aepfel, die aus der Bretagne bezogen und dort in gutem Zustande zur Bahn gegeben wurden, nach übermäßig langer Fahrt gänzlich verfault in Straßburg angekommen sind. Die Einfuhr aus Oesterreich-Ungarn ist gegen das Vorjahr von 416 944 dz auf 548 446 dz, aus Italien von 119118 auf 520 048 dz, aus Holland und Belgien von 182 234 auf 344 557 dz gestiegen, die Einfuhr aus der Schweiz- dagegen von 335 228 auf 74 807 dz zurückgegangen. Aus Nordamerika wurden 59 064 dz eingeführt gegen 37 071 dz int Vorjahr. vermischtes.
* Berlin als billige Stadt. Während bei uns alles über die zunehmende Teuerung seufzt, preisen die Amerikaner in ihren Blättern die Reichshauptstadt als ein wahres Eldorado für sparsame Leiste, als einen Zufluchtsort für alle Amerikaner, die daheim nicht mehr die teueren Preise bezahlen wollen und den Winter in Berlin verbringen, um billig zu leben. In der Tat beherbergt Berlin in diesem Winter mehr amerikanische Gäste als je, und sie lalle sind sich darüber (einig, daß für jeden Pankee eine Reise nach Deutschland unerwattete Ersparnisse mit sich bringt. Was man im Heimatlande jenseits des Ozeans mit einem Dollar bezahlt, bekommt man in Berlin für eine Mark. „Man entdeckt mit Uebervaschung, daß man den besten Platz int Opernhaus für nur 3 Dollar bekommt und in anderen Theatern sogar für nur anderthalb Dollar. Man fährt Automobil für 50 Cents und ißt in einem erstklassigen Weinrestaurant für 75 Cents gut zu Mittag. Nur in den ganz großen Luxushotels finbet man Preise, die ein wenig an den Broadway erinnern."
*Skandina Viens Fjorde. Was das Wasser in seinem Kampfe mit den gebirgsbildenden Kräften in Skandinavien geschaffen, und tzwar in Zeiten geschaffen, die weit hinter aller Menschheitsgeschichte zurückliegen, das zeigt sich unseren Blicken, wenn wir vom hohen Norden aus die Küste entlang nach Mitteleuropa zurückfahren. Von Narwik erstreckt sich der mehrere hundert Kilometer lange, allmählich sich verbreiternde Ofoten- sjord in süwveftlicher Richtung. Wo die südlichsten Lofoten wie die letzten Trümmer einer riesigen Bergkette im Meere zu versinken scheinen, geht dieser gewaltigste aller skandinavischen Fjorde in der Nähe des PolarkiÄses in den No kdatlantisch en Ozean über. Die wild zerrissene Küste des Ofotenfjords überragt das gletschergettönte Hochgebirge. Da ist zuerst ine Sjommenjungfvau und der Frostisen, im Süden schließt sich der Swartisen an. Wildes, zerrissenes Gebirge bildet den Abhang. Die Vegetation beschränkt sich auf einen schmalen Ufcrftrrifen von Wiesenland und Birkenwäldchen. Dazwischen lugen nur hin und wieder winzige Ortschaften hervor. Fast erdrückt erscheint der Mensch zwischen den sich türmenden roten Granitmassen irtb der Brandung des endlos sich dehnenden Nordmeers. Aber es scheint nur so. Inmitten des Kampfes, den Meer und Land hier führen, lebt ein kühnes, wagemuttges Geschlecht von Seefahrern, Lotsen und Fischern. Fast noch mehr als der karge Boden ist ihm das Wasser zur Heimat geworden. Seine Flotte ist die Brücke, die es mit dem volkreichen West- und Mitteleuropa verbindet. Und wer von dort aus nach dem Norden Skandinaviens reift, wird in Zukunft sich nicht nur an der urwüchsigen Natur des Landes erfreuen, sondern auch den Bodenschätzen, der durch sie bedingten industriellen Entwicklung und seiner handelspolitischen Bedeutung Aufmerksamkeit schenken.
ok. Der Neujahrswunsch eine Sunde. Nur intimen Kennern des Kirchenrechts und der Kirchengeschichte ist es bekannt, daß die Gratulattonen zu Neujahr eigentlich als Sünde gelten. Der heilige Ambrosius nennt es einen „unverschämten" Aberglauben, den ersten Januar als Anfang des neuen Jahres zu feiern, „als ob nicht alle Tage ein neues Jahr anfange." Papst Zacharias belegte den Glückwunsch mit dem Banne und ein Konzil von Rouen bezeichnete es als „treulose Schlechtigkeit'. Wer diese Sünde beging, sollte Pöniterrz tun, ein Laie ein halbes Jahr, ein Kleriker aber ein ganzes. Die Belegstellen HierAr finden sich in Burchard von Worms liber poenitentialis oder in seiner Dekretalensammlung Buch 10, Kap. 14 ff. Der Grund für diese Auffassung lag darin, daß das römische Neujahrsfest zu Ehren der Göttin Sttenna mit ungezügelten Ausschweifungen begangen word-m war. Erst »spät hat sich die Kirche mit der Neujahrsfeier ausgesöhnt.
Eingesandt.
«Für Form und Inhalt aller unter feinet Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion oem Publikum gegenüber keinerle' Verantwortung.)
Gießen. Auf das zweite Eingesandt wegen Umgestaltung der W e st - A n l a g e die Mitteilung, daß die ersten Ausführungen in jeder Beziehung ziltreffen. 'Der Schreiber dieses Eingesandts wohnt feit einem Vierteljahrhundert in der West- Anlage und kann nur beipflichten, daß diese im allgemeinen so bleiben möge. Man sollte doch Uebertteilmngen unterlassen, denn
— „ E ax> o ± g B = -E
fcntrernten, daß sie auf dar Flucht irr bei Nähe deA Tatortes den Unterfiefer verloren, der dann vom Friedhofswächter gefunden wurde. Die Räuber ließen sämtliche Schmuck- und Dekorationsstücke unberührt. Sofort nach Entdeckung des Verbrechens, am Morden des ersten Weihnachtsfeiertages, verständigte die Friedhofsinspektion die Polizeidirektion, die ihrerseits die serbische Gesandtschaft und die Staatsanwaltschaft von dem Verbrechen in Kenntnis setzte.
Am Tatort fand eine Besichtigung durch zwei Ausschüsse statt, die feststellten, daß die Leichenräuber genau Bescheid gewußt haben müssen und ihre Tat offenbar aus politischen Gründen verübt haben. Die Verbrecher schlu-gen die vergitterte Glasscheibe der Grabkapelle ein, zogen die ^schwere Marmorplatte von der Gruft, erbrachen den durch eine Fürstenkrone und den Namen des Fürsten Alexander bezeichneten Metallsarg, schlugen den darin ein- geschachtelten Glassarg in Trümmer und rissen der Leiche, wie erwähnt, den Kopf ab.
Das Verbrechen wird, so nreld-et die Voss. Ztg., um so mehr als ein politischer Racheakt bezeichnet, als schon in den nächsten Wochen ine irdischen Ueberreche des Elternpaares das Körngs Peter und seiner Gemahlin Nenadowicz nach Serbien überführt werden sollten, wo soeben eine prachtvolle Grabeskirche in Dopola fertiggestellt wurde. Gerüchtweise verlautet in serbischen Kreisen, daß die Anstifter des Racheaktes Persönlichkeiten seien, die wegen der Ermordung König Alexanders und seiner Gemahlin Draga, geb. Luniewitza, und ihrer Brüder Rache nehmen wollten. Doch liegen bis jetzt keinerlei Gründe vor,^ die diese Annahme wahrscheinlich machen. Von serbischer Seite wird, wie verlautet, auf die Ergreifung der Leichenschänder eine hohe Prämie ausgesetzt.
Vollfleffchige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtivertes 47—51 t oUflei)d)ige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 39—42 Altere ousgemastete Kühe und wenig gut entwickelte iimgere Kühe und Färsen 34—38 Dlaßig genährte Kühe und Färsen . . 29—32 51 äl b ec.
Die innere Krifts in der Türkei.
Konstantinopel, 27. Dez. Um zu einem Einverständnis zu gelangen, machte die Partei der liberalen Entente ein neues Zu-geständnis. Sie erklärte, im Prinzip dem Verbleiben Said Paschas im Amte unter der Bedingung zuzustimmen, daß kein Mitglied des Kabinetts Mti Pascha in das neue Kabinett eintrete und daß die Abänderung des Arttkels 35 der Verfassung zurückgezogen werde. Die junatürkische Partei beschloß, auf Aenderung des Artikels 35 zu bestehen. Sie verwarf auch die Bedingungen bezüglich des neuen Kabinetts und beschloß, darauf zu bestehen, daß dem Großwesir Said Pascha volle Freiheit in der Wahl der Minister gelassen werde. Der Abbruch der Verhandlungen wrrd deshalb jetzt als sicher angesehen. Es verlautet, 30 Abgeordnete der Mehrheit erklärten, sich zurückzuziehen, falls die Partei auf der Abänderung des Arttkels 35 bestehen sollte.
Der Ministerrat beschloß, in der morgigen Kammersitzung die Mstimmung über die Abänderung des Art. 35 zu verlangen. Die Opposition beabsichtigt, zu obstruieren, um der Mehrheit eine Verlegenheit zu bereiten, weil zur Annahme oder Ablehnung der Abänderung eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist.
Die Entscheidung in der Kammer.
Konstantinopel, 27. Dez. Die Parteien der Kammer berieten heute gemeinsam über die Bedingungen einer Einigung. Es wurden zwei Beschluß-Anträge eingebracht. Der erste, von den I u n g t ü r f e n eingebrachte und von dem Großwesir unterstützte Antrag verlangt die Vertagung auf den 30. Dezember mit der Bedingung, daß Artikel 35 den Vorrang vor allen anderen Punkten der Tagesordnung erhalte. Der zweite, von der Opposition eingebrachte Anttag fordert die Vertagung auf den 1. Januar. Unter großem Lärm forderten die Albanesen, daß die Anfragen betteffend die Malissorenfrage und die Lage in Albanien vorher verhandelt werden.
Die Kammer nahm schließlich den jungtürkischen Antrag mit 107 gegen 99 Stimmen an.
gäben die von 85 000 Mk. zur Bekämpfung der Reblausgefahc erwähnt. Die nach bisheriger Hebung auf Anleihe ^nehmenden Ausgaben beziffern sich, wie schon angegeben, aus o 806 489 iki. Aus ihnen sei hervorgehoben:
im Geschäftsbereich des Ministeriums des Innern 343 250 Mk. für Forderungen im Bauwesen, als: erste Rate von 96 000 Mk. nnd 98 000 Mk. von — einschließlich der Beschaffung der inneren Einrichtung — sich im ganzen auf 19J yuU Mark und 198 800 Mk. belaufenden Kosten der Erbauung einer Klinik für Ohren-, Hals- und Nasenkrankheiten unb einer Klinik für Haut- und Geschlechtskranke, eine erste Rate für die Erbauung eines neuen Stalles für Ms Landgestüt, eine letzte Rate vorn Staatszuschuß zu den Kosten der Wiederherstellung des kurfürstlichen Schlosses zu Mainz^ und eine Forderung für die innere Einrichtung der Bltnden- an st alt zu Friedberg, . .
im Geschäftsbereich des Ministeriums der Justiz: eine durch Aufrechnung eines nicht verwendeten Kredits von 166 000 Mark auf 123 000 Akk. verminderte zweite Rate für den Neubau eines Amtsgerichtsgebäudes zu Gießen; die für Anlegung neuer Grundbücher benötigten 150 000 Mk. können aus Ersparnissen 1910 und 1911 gedeckt werden;
im Geschäftsbereich des Ministeriums der Finanzen 5 340 239 Mk., und zwar
5179 900 Mk. für Eisenbahnzwecks, als: Beschaffung von Betriebsmitteln, erste Rate für die Erweiterung der Bahnhöfe Offenbach und Gensingen-Horrweiler, zweite und weitere Rate Tür Die Umgestaltung des Bahnhofs Darmstadt, die Auswechselung efferner Ueberbauten der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Mainz, Erweiterung der Bahnhöfe zu Bensheim, Friedberg, Kranichstein, Alsfeld, Fulda und Babenhaufen;
18 900 Mk. für Forderungen im Hochbauwesen;
100 000 Mk. für weiteren Ausbau des Waldsttaßennetzes — sie werden von der Domänenverwaltung mit 4 Prozent verzinst und mit mindestens 10 Prozent getilgt;
41 439 Mk. — vierte Rate aus dem Staatsanteil an den Kosten der Erhöhung und Verstärkung verschiedener Landdämme und der Erweiterung des Hochftutproftls des Rheins.
Der Zinsfuß der neuen Anleihe soll, wie bisher, nach dein Ermessen der Regierung festgesetzt werden; er wird sich nach der Lage des Geldmarktes bei Begebung der Astleihe zu richten haben.
Für Lungenleidende, Blutarme,
Schwächliche, Rekonvaleszente, Kinder in der EntwickLuug ist
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