feiler Dr. Caver (Münster) sprach über „Wilhelm v. Humboldt ttts Orgamsator des preußischen Mldungswesens".
Professor Dr. Pfuhl (Posen) sprach in einer Sektionssitzung über das „Herbariumirn Unterrich t". Es handelt sich um das Pflichtherbarium, das Pflanzen enthält, die den Schülern im Unterricht geliefert sind. Zu den betreffenden Körperteilen der gepreßten Pflanzen werden Überschriften gesetzt, die in vielen Fällen Philologie und Biologie miteinander verknüpfen. Das Herbarium vertritt als Unterrichtsmittel den Grundsatz: Begriffe ohne Anschauungen sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.
Im weiteren Verlauf der allgemeinen Sitzung machte der Vorsitzende Professor Lehmann (Posen) bekannt, daß ein Ausschuß gewählt worden sei, bestehend aus den Professoren Schenkel (Graz), Geheimrat Professor Förster (Breslau), Professor G e r ck e (Breslau) und Professor S k u t s ch (Breslau) als Mitglieder der von dem Weidmannschen Verlage gestifteten Spende. Professor Schenkel (Graz) berichtete im Auftrage des geschafts- führenden Ausschusses zur Erhaltung der Grazer Jubiläumsspende über den Beschluß, eine illustrierte Geschichte der ersten fündig deutschen Philologentage anfertigen zu lassen, und zwar durch Professor Gercke. s
.hierauf sprach Professor Wechsler (Marburg) über „Die Beziehungen zwischen Weltanschauung und Kunstsachen". Er wies auf das zunehmende Interesse für Philosophie hin, das sich bei allen Nationen 'mit aufstrebender Kultur zeige und behandelte dann die helenesche und Kantsck)e Auffassung der Philosophie. Ter Drang nach Weltanschauung sei die Forderung des Tages, sie sei für alle Wissenschaften von großer Bedeutung, sie stelle neue Probleme, besonders der literaturgeschichtlichen Forschung. Ter Redner führt näher aus, von welcher Bedeutung die Weltanschauung für das Kunstschaffen der Dichter, Maler und Bildhauer ist und erläutert das an Moliöre, bei dem besonders drei Wertbegriffe immer wiederkehren: die persönliche Freiheit, Natürlichkeit und vernünftiges sittliches Handeln.
Professor Weber (Breslau) sprach in einer Sektion über ,chen Unterricht in der alten deutschen Geschichte im Dienste der staatsbürgerlichen Erziehung".
Au- Stadt und Land.
Gießen, 6. Oktober 1911.
• • Tageskalender für Freitag, den 6. Oktober: Stadttheater: „Der Meister von Palmyra." Anfang 8 Uhr.
• * In Audienz empfangen wurden vom Großherzog am Mittwoch u. a.: Oberstleutnant v. Knobelsdorfs, Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen, und der Rektor der Landesuniversität Prof. Dr. König von Gießen.
• • Richterpersonalien. Der Großherzog hat den Gerichtsasseffor Gustav Schneider in Oppenheim zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach ernannt.
** Zeppelin-Luftschiff „Schwaben" in Gießen und Marbur g. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es den Bemühungen des Hessischen Vereins für Luftschiffahrt gelingt, das Zeppelin-Luftschiff „Schwaben" zu einem Besuch unserer Gegend zu veranlassen. Voraussetzung ist, daß sich eine genügende Anzahl von Fahrtteilnehmern hierfür meldet. Das Luftschiff würde alsdann in der zweiten Hälfte dieses Mvnats von Frankfurt nach Marburg fahren, um dort zur Aufnahme neuer Fahrgäste eine Landung vorzu- nehmen. Wenn sich aber aus Gießen und Umgegend eine größere Anzahl Passagiere melden sollte, so wird der Verein versuchen, daß auch in Gießen eine Zwischenlandung bewerkstelligt wird. Bei voller Besetzung des Luftschiffes würde der Preis für Hin- oder Rückfahrt für jeden Passagier 175 Ml. betragen. Meldungen für die Mitfahrt sind an das Physikalische Institut Marburg zu richten. Auch die Gießener Ortsgruppe des Hessischen Vereins für Luftschifffahrt -nimmt solche entgegen.
** Ein für das Kriegervereinswesen wichtiger Erlaß wurde neuerdings vom hessischen Ministerium getroffen. Seither unterlagen die Bereinsschießen (Preisschießen) der .Kriegervereine der Stempeln flicht, deren Höhe nach der Bevölkerungszahl der betreffenden Orte bemessen wurde. Auf eine Eingabe des Kriegerverbandes Hassia, die Vereinsschießen von der Stempelpflicht zu befreien, wurde vom Ministerium angeordnet, daß auf Grund des Artikel 10 des Urkundenstempelgesetzes, wonach einzelne Angel eg enh-eiten, sofern sie dem öffentlichen Interesse dienen, für stempelfrei erklärt werden können, Scheibenschießen jeder Art (einschließlich Preisscheibenschießen), die von den der Kriegerkameradschast Hassia angehörenden Vereine veranstaltet werden, in allen Fällen stempelfrei sind.
** Oessentliche Lesehalle. Im September wurden 1704 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 933, Zeitschriften 222, Jugendschnflen 259, Literaturgeschichte 10, Verdichtungen und Dramen 19, Länder- und Völkerkunde 43, Kulturgeschichte 22, Geschichte und Biographien 33, Kunstgeschichte 13, Naturwissenschaft und Technologie 87, Heer- und Seewesen 14, Haus- und Landwirtschaft 6 , Gesundheitslehre 4, Religion und Philosophie 23, Staatswissenschaft 12, Sprachwissenschaft 4 Bände. Nach auswärts kamen 40 Bände.
Starkenburg und Rheinhessen.
— Offenbach, 5. Okt. Die hiesige Handels- ffäsmmer hat in ihrer letzten Sitzung u. a. folgendes beraten: Der Verfassungsausschuß der Stadt Offenbach hat beschlossen, den Fortbildungsunterricht auch für die weibliche Jugend obligatorisch zu machen. Man bezweckt in erster Linie auf diese Weise die volksschulentlassenen .Mädchen mit hauswirtschaftlichen Kenntnissen auszustatten. Mit Rücksicht aus die vielen in der Offenbach er Industrie beschäftigten Arbeiterinnen, (die dann jschulpstichtig würden, wird der Ausschuß für allgemeine Handels- und Gewerbeangelegenheiten beauftragt, unter Hinzuziehung von Vertretern der in Betracht kommenden Branchen die einschlägigen Verhältnisse nochmals eingehend zu untersuchen und dem Plenum Vorlage über das Ergebnis feiner Beratungen zu machen. Bei früheren Anlässen hat die Handelskammer Offenbach bereits zum Ausdruck gebracht, daß sie dem Gedanken der bauswirtschaftlichen Ausbildung der weiblichen Jugend sympathisch gegenüber steht. Abgesehen von anderen Ursachen ist tn erster Linie mitveranlaßt durch die außergewöhnliche Dürre dieses Sommers eine besorgniserregende Neuerung notwendiger Lebensmittel bereits eingetreten oder steht noch zu erwarten. Von der Erwägung ausgehend, daß hierdurch mit in erster Linie die gewerblichen Arbeiter und infolgedessen die Industrie nachteilig tangiert werden, hält sich die Kammer nach den ihr gesetzlich obliegenden Aufgaben für berufen Und verpflichtet, darauf hinzuweisen, daß die bisher von der Reichsregierung bettrirften Maßnahmen, so dankenswert sie auch sind, nicht als ausreichend erachtet werden können. Namentlich in leisenbähn- und zolltarislicher Hinsicht müssen, wenn auch nur vorübergehend, entsprechend dem herrschenden Notstand außergewöhnliche Anordnungen getroffen werden. Angesichts der Wichtigkeit der Angelegenheit wird be- sschlosfen, an die hessischen Handelskammern wegen eines beschleunigten gemeinsamen Borgebens heranzutreten.
m. Offenbach, 5. Okt. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten bildete die Stellvertretung des Bürgermeisters den Gegenstand einer
längeren Erörterung. Der Vorsitzende, Deig. Rach, berichtete über die bekannten Vorgänge, die demnächst den Kreisausschuß beschäftigen werden. In der Aussprache hierüber sprach sich Stadtv. Ulrich gegen die Beschrün- tung des Selbstverwaltungsrechtes der Stadt aus. Er ist der Ansicht, daß die erste Entscheidung dieser Angelegenheit nicht dem hiesigen, sondern einem auswärtigen Kreisamt auferlegt werden müsse, weil nach seiner Ansicht der Kreisrat Lochmann voreingenommen (ei und dadurch ein Urteil herbeigeführt werden könnte, das der Sache nicht günstig sei. Weiter empfiehlt er die Heranziehung eines auswärtigen Juristen ohne gesellschaftliche und sonstige Verpflichtungen. Nach längerer Aussprache wird demgemäß beschlossen und außerdem werden die Stadtverordneten Dr. (Sui au und Dr. Katz bestimmt, die mit dem Bürgermeister oder einem Beigeordneten den Standpunkt der Stadtverordnetenversammlung vertreten sollen. — Gegen die Teuerung wurden von der Versammlung 30 000 Mark bewilligt, die von der Bürgermeisterei zum Einkauf billiger Lebensmittel verwendet werden sollen. Namentlich gilt eS dem Einkauf billiger Kartoffeln. Die Abgabe der von der Stadt besorgten Lebensmittel erfolgt in beliebigen Mengen gegen Barzahlung an Leute, die der zweiten Steuerklasse angehören. Bei oiefer Gelegenheit regte Stadtv. Bruhns )ie Gewährung einer Teuerungszulage für städtische Arbeiter und Unterbeamte, die demnächst erörtert werden oll, an. — Für die Wiederinbetriebnahme der Wasserleitung an der Tempelseemühle und Errichtung einer Jnfiltrations- anlage in der Hin ter mark werden 240 000 Mk. bewilligt.
Hessen-Nassau.
0 Marburg, 5. Okt. Die Arbeiten zur Errichtung einer elektrischen Straßenbahn sind in vollem Gange. Die meisten Schwierigkeiten macht das AriSwechseln der Schienen bei der Universität und in der erst vor einigen Jahren gepflasterten und mit Zement ausgeqossenen Uni» versitätsstraße. Man hofft, daß anfangs nächsten Monats die Strecke vom Bahnhof bis zum WilhelmSplatz betrieben werden kann. Wegen der Aufbruchsarbeiten ist der Pferdebahnbetrieb teilweise eingestellt.
F. C. Vom Westerwald, 5. Okt. Der Ausfall der Kartoffelernte ist hier als gut zu bezeichnen. Man notiert je nach Qualität 4,40—4,60 Mk. für 100 Kg.
Universitäts-Nachrichten.
Hk. Marburg, 5. Okt. Professor Dr. Friedrich König, Direktor der chirurgischen Klinik und Poliklinik in Greifswald hat den.Ruf an die hiesige Universität angenommen; er wird hier Nachfolger des nach Königsberg i. Pr. berufenen Geh. Rats Professor Friedrich.
Gras wolff-Mettermch vor Gericht.
4 Berlin, 5. Okt.
Zu Beginn der heutigen Verhandlung gibt zunächst der Staatsanwalt die Erklärung ab, daß der Angeklagte geftern behauptet habe, der Justizminister habe in die Untersuchung insofern eingegriffen, als er Anweisung gab, das Verfahren nicht zu schließen, der Staatsanwalt habe sich damit eines ungesetzlichen Eingreifens schuldig gemacht. Diese Auffassung sei durchaus falsch. Er habe aus den Akten festgeftellt, daß keine einzige Awveisung des Justizministers ergangen sei. Tie Verteidiger widersprechen dieser Auffassung und beantragen, hierüber den Untersuchungsrichter Dr. Dreist und ferner den deutschen Botschafter in London, Grafen Wolff-Metternich als Zeugen Zu laden; den Grafen darüber, ob eine Anfrage der Justizverwaltung an ihn ergangen fei, ob er die Austragung des Prozesses wünsche. Die betben Anträge werden abgelehnt. In der Begründung wird aber ausgeführt, der Angeklagte konnte der Meinung sein, daß eine solche Anfrage wirklich stattgaftmden hübe.
Zeuge Privatsekretär G e i b l e r war früher im Hause Wertheim tätig und hatte den bestimmten Eindruck, daß der Angeklagte Hoffnungen auf die Hand der Frau Dolly Landsberger machen flennte, 'iJ’cia.'u Wertheim selbst sei eine völlig hysterische Person. Ter Angellagte erklärt hierzu, daß Wolf Wertheim ihm einmal versprochen habe, ihn zur Besichtigung eines Gutes einzuladen, das 2 Millionen Mark wert sei und das er seiner Tochter Tolly als Heiratsgut überlassen wolle. Der Angeklagte schloß hieraus, daß er Wolf Wertheim als Schwiegersohn angenehm war. Es kommt bann zu einer längeren Erörterung über einen Wechsel, den der Angeklagte, wie er behauptet, einer Lebedame als Geschenk gegeben haben will, während die Dame behauptet, sie habe dem Grasen für den Wechsel ein Darlehn gegeben, der Wechsel sei aber nicht eingelöst worden. Eine Klärung in der Angelegenheit gelingt nicht. Es kommt aber hierbei zu einem sehr erregten Austritt. Der Staatsanwalt stellt fest, daß der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Jafsß, die Adresse der Zeugin dem Gericht nicht zur Verfügung gestellt habe, obwohl er sie genau gewußt habe. Rechtsanwalt Dr. Jaffe erklärt, daß er diese Behauptung als durchaus ungehörig zurückweisen müsse. Schließlich wirft der Verteidiger dem Vertreter der Anklage noch vor, eine Unwahrheit gesagt zu Hüben und die Akten nicht zu kennen. Der Vorsitzende ruft den Verteidiger zur Ordnung. Nach gegenseitigen Erllämngen zur Sache ist der Zwischenfall erledigt.
Nach einigen weiteren Zeugenvernehmungen soll die Mittagspause eintreten. Der Vorsitzende teilt vorher noch mit, daß der Angeklagte am gestrigen Tage, da die Mittagspause unerwartet zeitig eintrat, kaltes Essen bekommen habe, wofür er den Gefängnisdiener mit „verfluchte Bande" bezeichnete; der Gefängnisdiener habe Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Der Vorsitzende bringt dann ein Telegramm der Frau Wertheim aus Meran zur Verlesung, in dem sie sich darüber beschwert, daß hier Briefe von ihr zur Verlesung gebracht wurden, die aus längst vergangenen Jahren stammten; sie bitte in ihrem gegenwärtigen Aufenthaltsorte bei Meran kommissarisch vernommen zu werden. Es kommt dann wieder zu einem unangenehmen Zwischenfall. Ter Staatsanwalt hält der Zeugin Gräftn Metternich vor, sie hätte geäußert, sie wisse genau, daß das Gericht mit dem Urteil bereits fertig wäre, 'es pmrde auf ein Jahr Gefängnis lauten und 6 Monate der Untersuchungshaft würden in Abzug gebracht werden. Der Staatsanwalt fragt, woher sie diese Kenntnis habe. Die Gräfin erflärt in großer Erregung, eine kompetente Persönlichkeit in Wien habe ihr das gesagt. Sie fügte hinzu, sie benutze die Gelegenheit, um hier offen zu erklären, sie habe das Gefühl, daß ihr Mann nicht vor Richtern, i onber n vor Scharfrichtern st eh e. Der Staatsanwalt beantragt hierauf gegen die Zeugin drei Tage Haft. Der Gerichtshof zieht sich zur Beratung zurück und verhängt, nachdem die Zeugin die Bemerkung mit ihrer großen Erregung entschuldigt hat, gegen sie eine Geldstrafe von 100 Mark. — Es kommen dann noch einige weitere Betrugsfälle zur Sprache. Die iBetoei^au^ nähme gestaltete sich entgegengesetzt den Angaben des Angeklagten.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter Dreier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.>
Gießen, 5. Oktober.
In Nr. 227 Ihres geschätzten Blattes erschien ein Artikel, den der Verband deutscher kaufmännischer Genossenschaften Ihnen unterbreitete.
Hierin ist ganz sachlich bemerft, daß dem Lebensmittelhandel zu Unrecht der Vorwurf gemacht wird, die Teuerung mitverschuldet zu haben, denn eine derartige Beschuldigung beruht auf vollständiger Unkenntnis der Sachlage. Jeder Gnzelne weiß, daß die ungünstigen WitterungSverhältnisse, speziell die anhaltende
Dürre in diesem Jahre die erhoffte reiche Ernte fast aller Lebensmittel sehr reduzierte. Weder der Zwischenhändler, noch der Tetaillist kann für diese Naturereignisse verantwortlich gemacht werden, denn beide sind den Konjunkturen auf den Weltmärkten unterworfen und im eigenen Selbsterhaltungstrieb bestrebt, ihre Einkäufe so zu gestalten, daß dem Konsumenten jeder errungene Vorteil zu statten kommt.
Unerklärlich ist uns deshalb, warum dieser staatserhaltende Mittelstand geschädigt werden soll durch Bildung von Einkaufsgenossenschaften, die erfahrungsgemäß — bei der Vielseitigkeit der Artikel in der Kolonialwarenbranche —■ nicht mehr bezwecken können, als der ehrliche Zwischenhandel. Tie Konkurrenz auf diesem Gebiete sorgt ohnedies schon^ hinreichend dafür, daß eine künstliche Teuerung durch die Händler niemals hervorgerufen werden kann.
märfte.
fc. Wiesbaden, 5. Okt. H e u- und Strohmarkt. Angefahren waren 17 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: H e u 10.40— ll.00 Ulf., Stroh (Richt st roh) 5.60—6.00 Ulf. — Frachtmarkt. Haier 18.60—2 .00 9)1 f. Alles für 100 Kilo.
Spielplan öes Gießener Staüttheaters.
Direktion: Hermann ©teingoetter.
Dienstag, den 10. Oktober, abends 8 Uhr »2. Dienstags-Abonne» ment--Vorstellung): „Die Kinder der Exzellenz." Ende aegen IO1/, Uhr. Mittwoch, den 11. Oktober, abends 7 Uhr (2. Mittwochs- Abonnement-Vorstellung) : „Der Meister von Palmyra." Ende gegen 10‘/4 Uhr. Freitag, den 13. Oktooer, abends 8 Uhr (2. Fiei- tags-Abonnement-Vorslel1ung>: „Nora oder Ein PuppenheimV Ende lü# Uhr. Sonntag, den 15. Oktober, nachinittags 3% Uhr, bei Volkspreisen: „Glaube und Heimat." Ende 5'/, Uhr. Abends 7% Uhr, bei gewöhnlichen Preisen: Neuheit! .Polnische Wirt- scha't." Vaudeville-Posse mit Gesaiig in drei Akten von Kraatz ii. Okonkoivski. 'Musik von Jean Gilbert. Ende 10'/, Uhr.
2Cird?lid?e Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 8. Oktober, 17. nach TrinitatiS. Kollekte für die evangelischen Gemeinden in Oesterreich.
Gottesdienst. In der Stadtkirche.
Vormittags 9VL Uhr: Pfarrer Schwabe.
Feierliche Erötzmmg des Konfirmandenunterrichts für die Kinder aus der Markus- und Militärgemeinde, wozu die Eltern und Angehörigen der Kinder eingeladen werden.
Vormittags ll1/* Uhr: Kinderktrche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.
Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.
Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts für die Matthäusgemeinde, wozu die Eltern und Angehörigen der Kinder eingeladen werde»:.
Donnerstag, den 12. Oktober, abends 8 Uhr im Markussaal: Bibelstunde (ausgewählte Psalmen),
Pfarrer Schwabe.
Die Vereinigungen der fonfirmierten Jugend nehmen ihren Anfang: in der Matthäusgememde für die männliche Jugend am Sonntag, den 15. Oktober, für die weibliche Jugend Montag, den 23. Oktober; für die der weiblichen Jugend der Markusgemeinde Mittivoch, den 18. Oktober.
Die Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Markusgemeinde ist mit dem Verein „Wartburg", christlicher Verein junger Männer verbnnben. Tie Versammlungen dieses Vereins, welcher die konfirmierte Jugend aller Geineinden em- geladen »vird, finde»: statt:
an jedem Sonntag, Kirchstraße 9 (Vortragsabend), „ „ Dienstag, Bibelstunde iWetzsteinstraße 38),
„ „ Mtttwoch Turnabend (Turnhalle der Stadtknabenschule),
„ y Donnerstag, Lese- und Spielabend (Wetzsteinstraße 38/ „ „ Samstag, Pfadfinderkurs (Wetzsteinstrabe 88).
Näheres durch den Vereinsvorsitzenden Pfarrer Schwabe.
Die Dtitglieber des Frauen-Missionsvereins werden aus Dienstag, den 17. Oktober, nachmittags 4 Uhr, in den Matthäus» (aal emgeladen.
3n der Johanneskirche.
Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Feierlrche Gröffmmg des Konfirmandenunterrichts für die Kinder aus der Johannesgemeinde, wozu die Eltern und Angehörigen der Kinder eingeladen »verden.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer A u s f e l d.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er.
Feierliche Eröffnung des Konfirmandenunterrichts für die Kinder aus der Lukas gemeinde, wozu die Eltern und Angehörigen der Kinder cmgelaöen »verden.
Abends 71/, Uhr: Versainmlnng der konfirmierten weiblichen Jugend der LukaS gemeinde.
Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung i»n Johannessaal.
Montag, ben 9. Oktober, abends 8 Uhr, im Johannessaal: Vortrag oon Fräulein Raaflaub aus Bern über Indische Frauen, wozu die Mitglieder des Gesamtgemeinde-Frauenvereins, der Frauenmissionsvereine, sowie sämtliche Frauen der Gemeinde ein- geladen werden.
Mittwoch, ben 11, Oktober, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Johannessaal. Pfarrer A u s s e l d.
Am kommenden Sonntag, den 15. Oktober, feiern wir das Erntedankfest, wobei eine besondere Kollekte für unsere Armen erhoben wird.
Heute, Freitag, den 6. Oktober, nachm. 5% Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der JohanneS- gemeinbe.
--------------; - 3 Katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag, ben 7. Oktober 1911:
Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag, ben 8. Okt., 18. Sonntag nach Pfingsten, Vormittags oon 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
, um 8 Uhr: Austeilung ber hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Prebigt.
, um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Rosenkranz-Andacht mit Segen.
Montag, Dienstag, Mittivoch, Donnerstag, Freitag und SamS« tag abenb um 61/, Uhr ist Rosenkranz-Andacht mit Segen.
Israelitische Religionrgemein-e.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, den 7. und Sonntag, den 8. Ottober 1911t Lanbhüttenfest.
1. Tag. Borabend: 5.30 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr Predigt. Nachmittag» 4 Uhr. 2. Tag. Borabend: 6.30 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4 Uhr.
AbendS: 6.30 Uhr.
's verb. Kochrezepte.
Verlangen Sie ausdrücklich:
Andwvy-I
Verlangen


