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28.12.1911 Erstes Blatt
 
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Nr. 304

Tet «teßenrr Anzeige, erlebe ml idflltcf), auüer Sonmags. - ^cilapen: viermal mixten tUdb 6i<Ben«r5<nniltenblätttr; xmetmctl Tröd;enil.Ktei$» tialt färben Kreis Sichen (Itrnetng und Itreümi»; zweimal monatl. £an6» wirtschaftliche Äe itfrageti fteniipted) - Anschlüster für die Redatlion 113, Verlag u. Expedmon 61 Atresie für Teveschen:

Anzeiger «icßen.

Annahme von Anzeigen für die TapeSnumnier bis vormittags 9 Uhr.

Erstes Blatt

16b Jahrgang

Donnerstag. 28. Dezember 19H

General-Anzeiger für Oberhessen

GietzenerAnzeiger

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General-Anzeiger für Oberheffen EsfeS

HotafionsbriKf und Verlag der vruhl'fchen Univ.-Buch, und Steinbruderei K. Lange, «edattion. Lrpediliou und Drnderet: rchulKrahe 7. J®1*.^£7* vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschastrstelle vahndofsiratze 16a. ilnieigented: D Veck,

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

Ein neues Heid).

In Eftafien ist ein neues Reicki erstanden Tie Mon­golei, von der cs schon seit einigen Wochen hie st, da st sie sich selbständig erklären wolle, hat den entscheidende', schritt nun unternommen. Ein neuer Thron, anscheinend aus zäsaro-papiftischer Grundlage nach dem Muster von Tibet, wird errichtet. Nach in Petersburg vorliegenden Privoi - Meldungen ist ein Komitee, zu dem sechs Für st c n u n d ein Vertreter des Dalai Lama gehören, mit der Verwaltung der Mongolei betraut morden. Die Bildung eines Ministeriums des Innern, dcS Auswärtigen, deS Krieges, der Finanzen und der Justiz ist in Aussicht genommen und die Bildung des Kabinetts im Gmige. Für die Thronbesteigung bev Cheptuns Tampa mitufiu, des Oberhauptes der buddhrstiickivn Geistlichen, werden Vor­bereitungen getroffen.

Es ist, so fchreivt dazu dieBoss. Ztg.", aus der Meldung nicht ersichtlich, ob es sich um die gesamte Mongolei oder um die sogenannte an fiert Mongolei handelt: im ersten Falle würde das chinesische Kaiserreich ein wichtiges Vor­land von rund 3 Millionen Cmtr , im letzteren Falle ein solches von etwa 1,4 Millionen Cmtr. verlieren Unter allen Umstanden beginnt damit, al5 Folge der chinesischen Revolution, die ohnehin so viele Veränderungen und neue Probleme zeitigt, eine Periode der Ausbreitung und Ver­stärkung deS russischen Einflusses im fernen Osten Aus die Gewinnung der Mongolenchans sind seit Jahrzehnten schon die Bemühungen der beiden Nebenbuhler um die politifche und wirtsck)aftliche Vorherrschaft in der Mongolei gerichtet. Tas chinesische Lcheinregirnent binberte nicht, daß sich d.ese Fürsten für den russischen Rubel stets sehr empfäng­lich und dankbar erwiesen. Tie Macht des Rubels sand m den letzten Monaten eine nicht zu verachtende Kräftigung in der zunehmenden militärischen und politischen Ohnmacht deS chinesischen Reiches. Die chinesische Revolution brachte die mongolische Frucht für die Russen zur Reife. Tenn so viel ist heute schon sicher, daß der neue Staat ohne Anlehnung an Rußland lebensunfähig wäre, und Anlehnung heißt in diesem Falle Ergebung und Er- gebenheit. Durch Selbständigkeit zum Vasallentum das ist ohne Frage die Bestimmung bev neugeborenen Staates. Ter russisch-chinesische Vertrag von Kuldscha, über den erst vor wenigen Monaten ein bisher noch nicht auSgetra- gener Zwist zlvischen Riißland und China entstand, wird durch die Proklamierung der Selbständigkeit der Mongolei in den wichtigsten Punkten ljinfäUig. Jener Vertrag halte in der Hauptsache den russischen Handelsverkehr in der Mon­golei zum Gegenstände. In dem Augenblick, wo China auch von Rechts wegen nichts mehr in der Mongolei zu sagen Hat, sind die Beschränkungen beseitig^ die der merkantilen Aussaugung der Mongolei durch Rußland noch im Wege standen.

Die chinesische Revolution hat das Ansehen des 400- Mitlionen-Reicheü in Lstasien bedeutend herabgesetzt. Nur so ist es verständlich, daß sich Tibet, vielleicht auf eng­lische Einflüsterungen hin, wieder selbständig gemacht, der chinesische Amban adgedankt und seine Truppen entlassen hat. Und wenn die Meldung, daß zwisck)cn China und Tibet ein förmlicher Friedensschluß unter der Garantie Englands erfolgen soll, richtig ist, so wird kaum daran zu zweifeln sein, d-ß der im Jahre 1910 vor den in

Tibet eindringenden Chinesen nach Indien gefluchtete Talai Lama wieder in fein Amt eingesetzt wird und fortab als eine England gefügige Kreatur in Lhassa residiert, Tibet also dem Einfluß der Engländer auSgeliefcrt ist. Unter ihrer Aegidc ließen sich dann die Differenzen, wie sie Rußland nut China im Februar dieses Jahres über Tibe: hatte, leicht zugunsten des fpäterijin tatsächlich englischen Tibet schlichten.

Zieht so England aus der chincsisckwn Revolution Nutzen, so wird Japan schwerlich dahinten bleiben wollen. Es loirb sich im Bunde mit Rußland an der Mandschurei schadlos halten, und die Austeilung der Mandschurei, bei her Rußland der Norden, Japan der Süden zufiele, wird Ereignis werden. Heute haben Rußland und Japan dort infolge bc5 chinesisch-fapaniscl cn und russisch-javanischen Krieges nur gewisse niriföaftliche Konzessionen, und wenn sie auch ihre Rivalität durch das Abkommen über die Mandschurei begraben haben, indem sie ihre gegenseitigen Interessensphären sestlegten, fo hat doch China nicht? ver­absäumt, um durch Beförderung der chinesischen Einwan­derung nach der Mandschurei tu:') durch bi? wirtschaftliche Hebung dieses ästnesischen Auszcnlandes Japanern und Russen bis zu einem gewissen Grade Widerpart zu halten. Es führte das bekanntlich im Frühjahr bi cf cd JahreS, ebenso wie in Tibet, fo zu ernsten Streitigkeiten zwischen China und Rußland, daß der Kriegsausbruch direkt zu erwarten stand. Doch fühlte fick China damals noch nicht genügend gerüstet und machte den Russen die von ihnen gewünschten Zugeständnisse. Heute, wo China hurch seine inneren Wirren völlig aktionsunfähig geworden ist und den größten Teil seiner Truppen au5 der Mandschurei zurückziehen mußte, um sie gegen die Rebellen deS Südens zu verwenden, wird die Mandschurei Rußland und Japan als reise Fruckt in den Schoß satten, wobei es nur die Frage ist, welchen Anteil daran Rußland und welchen Japan beansprucht.

China ein DundeöslaaN

Schanghai, 27. Dez. Wulingsang und Tangschaoyi prüften den Vorschlag, die Entscheidung üoer die künftige Regierungsform einer besonderen Nationalversamm­lung zu unterbreiten. Mit der Ankunft Sun halsens macht sich ein neuer bedeutungsvoller Faktor geltend. Man nimmt an, daß er morgen durch die Vertreter der achtzehn Provinzen einstimmig zum Präsidenten der provi­sorischen :R c g i c r u n ß bei Vereinigten Provinzen Chinas gewählt, einHab in et t bilden wird und dann eine Proklamation erläßt, in der er unter Ignorierung der Verhandlungen zwischen Wuttngsang und tangschaoyi den Manbschus und dem Hofe Bedingungen stellt.

Russische Strafc[peöitionen nach Person.

Tie russische (Regierung bat, wie mir gestern schon ver­muteten, bereits scl-arscre Maßnahmen angeorbnet Sie entsendet Strafexpeditionen und begnügt jrch nicht mehr mit Entwaffnungen. Natürlich tocrocn die Kosten Persien angetreibet werden, und es wirb sich leicht wieder eine Form jiiwcn lassen, daß das Land ein neues Stück seiner Unab- ijängigleü verliert, wenn von Unabhängigkeit überhaupt noch die Rede sein kann:

Petersburg, 27. Dey. Tie russischen Trup­pen befinben sich in Täbris in bedrängter Lage. Tie russische Regierung hat daher den Entschluß gefaßt, zwei Strafexpeditionen von 17 000 Mann nach Persien

zu enlfraben, von denen die eine nadi Täbris, die andere nach Rescht und Enseli maric ieren soll. Ttc Kommandeure erhalten Vollmacht, alle Schuldigen zu beftrafeiL

Dazu schreibt bas anttl. PelerSb lekgrapbenbureau noch:

Mit Rücksicht auf die Lage, mir sie sich aii8 bnt verwogenen Angnsfen ber Menge auf die rufin.lxn Tnivpen und Junid»- iun;ien in Täbris, Rrsrk» und (hiftii ergibt, und in Snbrfracbt. das; diese Ausbrüche von g-einbfdifllril überbiet ftdlcnrodfc mit brutalen Marterungen der Verwundeten und . ä ii d u N g der Gefallenen v.-rbunse-.

ürengfte Strafe verdienen, und weil schließlich die persische Regierung, obwohl sie diesen Dingen ternficbt, nicht bi e Macht besivl, die Sckuldiaen zu bestrafen, glaubt die russiswe Regierung sich verpflichtet, von sich aus Rep rc ssi o n S ma ßr eg e1 n ui den genannten Städten zu treffen Zu diesem Zweck befahl sie den Pefeblsbadcrn der rufuiiben Abteilung v, flnbn» hn 1 in. in*.' <r.i in:' den

russischen Konsuln in Täbris und Enfeli die sttcngsten Maß­nahmen zur Bestrafung ber an den Angriffen Bdeiligicn und zur Beseitigung der Ursachen derartiger Ereig­nisse für die Zukunft zu treffen. Unter den Maßregeln werden besonders die folgenden angf übri Lerhastung aller russischen und persinhcn Untertanen, die an dem Angrisi auf die russischen Truppen teilgenommen hoben, deren Aburteilung nach Krieg-recht, die Entwastnung der Fidai und anderer unruhiger (rlcmcntc unter den Eingeborenrn, Sie Zerstörung der aU Widerstand dienenden Plähe sowie alle Maßnahmen, die sich zur Wiederherstellung der Ordnung und zur Bestraning der Schuldigen als notwendig erweisen sollten.

Täbris, 27. Dez. Petersburger Tclegraphenagcntur. Das fünfte Schützenregiment mit Artillerie bahnte sich unter Gefechten den Weg nach Bagitschemal, um sich mit ber russischen Abteilung zu ver­einigen. Gegen Sonnenuntergang war ein lebhaftes Geschütz- und Gewehrfeuer hörbar.

Eine große Volksmenge zerstörte da- Endschunikn- gebäude in Täb ris und veranstaltete eine Kundgebung jur die Uebemahme ber Verwaltung von Asserdeibschan durch Schudscha eb Dauleh Wie eS heißt, soll sich dieser hierzu bereit erklärt Haden.

Uebetfaö auf einen englischen Konsul.

Teheran, 27. Tc> In der Nähe von taferun ist auf den mit einer großen Schuywache indischer Reiter von Abuschehr nach SckiitaS reisenden englischen Kon­sul Smard ein Hebet fall ausgeführt worden Ter Schützwache gelang es nad) ervittertrin Kampfe, jia; narb Kaserun durchzuschlagen, oer Konsul jedoch ist spurlos verschwunden: nur sein verwundetes Pferd ist aiif- gefunben worben. Die Verluste ber Schutzwache sind mcht bekannt.

Au» Hessen.

Wahlbrauslaudungkn zur Landtagtzwahl.

rm Darmstadt, 27. Dez. Wahlbeanstandungen sind nunmehr außer gegen die Wahl bc- Abg. Auler auch gegen die Gültigkeit ber Wahlen ber Abgg. Wolf-Stabecken und Schott-Uffhofen, beide von freifinniger Seite, ein- gelaufen. Gegen die Wahl des Abg. Wolf macht ber frei­sinnige Weingutsbesitzer L. Schlamp-Nierstein in der Haupt fache geitcno, daß die Wahlaufrufe für Schätzet amt­lich von dem Bürgermeister unterzeichnet und imMainzer Tagblatt" wie imMainzer Anzeiger" erschienen seien. Gegen die Wahl des nationallib. Abg. Bürgermeisters Schott-Uffhofen wenbet sich eine von bem Vorsitzenden

(Ein wagemutiges (Experiment im Dienst Ser wiffenschajt.

Von Zeit zu Zeit findet sich ein wagemutiger Forscher bereit, die Giftigkeit eines MittttS an seinem eigenen körper auszuprobcn, sei es, um nachzuwcisen, baß bie Voruellrinzen über den Grad der Giftigkeit üoertrieben feien, sei es auch nur, um ben Verlaut ber Vergiitung genauer zu studieren. In die entere Reche gehört das bcrabintc Eholerafruhstück, das in den achtziger Jahren bey verftofsenen Jahrhuilb:ri> der betanmc Müncvcner vygiemker Prof, von Pcltcnkofer mit seinem Schüler Emmerich tv.v nal)m, um nachzuweiien, daß die von Robert Koch eniDedten Eholcravibrioncn durclzaus nicht die Ursache der aiuuild)cn nl.riera ,eicn. In die zweite Gruppe recht sich ein auneocnerrc.nnoer Versuch mit dem Tollkirschengift an, ben öec zoiikiogc ber Univerntät Neuchatel Tr. Kannegießer nach oaiauen ber Mülläener Medizinischen Wochenschrift ^ui näi »e bn vor- genommen hat. Tie ichtrarzen Beeren ber 4^1ihrid>e Vi tropa »ellabonnac sind haujig Anlaß zu Vergiftungen 4 bw 10 Beeren sollen bereits eine tödlicye Vergisttuig heQ.-orbru.gen. Ter wirksame Seftanbieil ist das illtaloib Atrop» n, ba^> luch xn ber Medizin, besonders in der Augenheülundc, zur Erweiterung ber Pupillen, viel Anwendung finbei.

Ter Experimentator hatte den Mut, zehn Beeren zu cs;en. Schon sieben Minuten nach dem Genüße stellten sich d'.e einer beginnenben Arroviiwergiitung ein. Zunachit war es nur ein leichter Schwindel, der sich aber bald verstärkte und uoir ane Woche lang anljidi. -Als zweites «yuwtom gceUtc uch Trockenheit ün Halse t-inzu. Atromn läymt nanuich die .eerVvn, weläse die Sclretion der Drüsen verursachen, wesrvegen es auch gegen starke Schweißausbrüche in der Medizin angewandt roru.. Nach einer Stunde traten die Augeniwrungen aui. ~.e Pupil­len criDeirerten sich, und es wurde Dein Vergolden immer weniger möglich, ui ber Nahe etwas genau zu errennen. ~ie Glieder wurden schwer, der Gang unlieber und taumc.nd. '^un wurde Dem Arzt sein Zustand unheimlich. Er suchte sich ben i..agcn aus- zu spül en, um das Atropin hinauszude^rdern. uer di.s gelang nicht inteft, erst als die vergdilicheii Ptanipuiationen einen starte:: Brechreiz hervorgerufen Hanen, wurde auf drese Wei: an «reu des Mageninhaltes entleert. Troxbem naomai^bie <'ergun:::£i- crscheiimngen zu. Tas Bewußtsein laibn u. Ter etfan.e niirrc Reben, ü.nannte Gegengabe und ha.iuzin.erte xe...?.Ltj. Jwijchendurch wurde er klarer uiD besann |ic) fernes ju Am Morgen nach der Vergiftung bcrici ihn cüic au ackanoe oe- bäckt nie schwäche, allerdings nur für die :j. j.Tuh.uen, du kurz zuvor geschehen waren. Zuo^-an, bie in Vlrmcii uns c.v.cu

auftraten, swangen, ber SelbstbeoLachtung ein Ende zu machen. Starke Abführmittel entfernten Die Beeren aus dem 2arm. '.'Iber nock mehrere Tage hielten die Vergiftung E rscheinungen an. All­mählich flauten sic ab, dis nach länger als einer Woche bet Experi­mentator die Nachimdangen-voll iländKg übcvLanDcn hatte.

So ist die Qperuicmeae Toxit.logie um arten Ver;nch reicher, ber einmal, aber nur anmal gemacht werden mußte. Ter Toll- kirschciwergiftung nahe perwanDt ist Die Vergiftung mit Schier­ling. Ihrer sei deswegen noch an biaer Stdle besonders ge­dacht, weil imr über sie seit Jahrhunderten eine kÜDnsche Schil­derung besitzen: es ist die Erzah.ung vom Tode Sokrates.

e

Ein Roger van der Wehden für 100 000 FrS. Aus Dru'sel wird bericht«: Bei der Vecsteigcrung der Summ- lung Maihps wurde an schr schön« Bild von Roger van ber X.-ciiben fürJlüJJ . Berm - oy er a ; _- n<*jc -u ifhyiaani; mit Den Kosten erhebt sich der Preis al>'o auf 100 000 Frs. Tas Gemälde, das die Jungfrau mit dem Sinbe barftdlt, in ein sehr sc!)önes W^rk des ManerS, das in der ÄuSftellung der pruni- tiv.-u vlamifchen Künstler m Brügge im Jahre 1902 besondere Luimctkiaink.il erregte. Es zagt Die heilige Jungirau in Drei- vletic lansickt, na cd lm(5 gewendet und dem HuiDc die Brust reichend. TaS Bild, das 38 Zemuneret Hoch und Zentimeter brat ist, gehörte, bevor es ui die Sammlung ^Ma'b. s kam, zur Sammlung Binccm St-yaert und dann bet Sammlung des Tr. Mey.r in Brügge.

ir. r. : Cine bei:::? T;ornson- gesaichte ,r;eh»t d.r bekannte Jmvre atio Schurmann in seinem längst erschien.nen ErinncrungswerkeÄu.t'iengebeunni ie".Tas Tkcalcr' gibt sie etwa folgendermaßen iric^t: Scharmann ü,er- jevteEin Fallissuneru" und machte aus asm fäarakt.gen Trama em victa'uges. Sowie Blörrnon davon erfuhr, drahtete er: Ta Schuuuann mein Srntt veränderte, vcrzichie ich auf da'sen Valcrscka-:, sowie aui alle Tantiemen. Berkaere, daß man Name auf dem Jcttel steht.' Tas Stück war ein Ricfenei'olg. Kaurn haue Björnson Da^ erfahren, telegraph-.erie a:Graduiere $uri ^rjo.g. annoncieren Sie, daß ich Det^^utat bin. Senoet sofort Xrcaraeitung. Reserviert mir meine Tamiemcn."

T i e Tiefe de§ Adrialifcken Meeres. Tie Leckatlen zeigten bshst 1645 Meter als die grollte Tiefe des 7iO an. Nach neu.rat Lotungen, die ro:i der Fut a)uns-lommission der Natur- wi-'en>TiafLlich.n Bereinigung für das Aoriaiise-e-xeet an L^to öes -c?u esNa^ade" angeführt wurden, in Diese Sngaöe Die alle am) r.i üoer D;e Tie-: dieses Meeres un;enaiL Sn IßunLcn, öic aus D.n nar.en rau Tie en von LötiO, 164o imb 140j Meter

angegeben sind, haben diese Lotungen nur Zahlen zwischen 1000 und 1100 Meter ergeben. Tie größte liefe finbei sich danach nicht zwischai Btuidiil und -urr >, ioil-vr.i m ht nach N'tden zwischen 'Jloöi und Cattaro oder Ragui'a, und sie würde, wenn die Zahlen der Karten nicht auch sät diese Gegend ungenau sind, nicht über 1300 Meier betragen.

Das Kirche niariu scheu. In ber guten alten Zeil wat es nichts Ungewöhnliches, daß ehrbare Leute uno sonst ganz gute Christen in den Kirch.-iistuhlcn ihr Schläschen hielten Wahr- ichanlich hatte das tomaiige Geschlecht rin hcstcres Gewissen o!5 lane entcrieten Nachkommen, dem Kirchenbuch cinct Tori- gananbe int Magdeburgischen und« sick unter oem Jahre 1G7H und auch noch später 'olgcnde Rtckttk:Einem Lchulknaben, welcher diesen Sommer die Schlafenden in bet Kitckc aufaen-.d: hat, zu ein Paar Schuhen zwölf Groschen." In Utenbach bei Apolda wat im Jahr 1625, reit sich aus einer Kirchenredmung lenes Jahres ergibt, ein tauber Tagelöhner namens Hanslen Gaerten dazu angcfiellt, die Schlafenden tn der Kirche zu wecken. Im folgenden Jahr aber wurde tci Crt wietabolt t r. durch- ziehenden Truor^n i-.üngriucti, durch welche die am er- Bauern in eine Derartige Lewegung gebracht würben, daß ihnen da^ Schlafen in ber Kirche Dtrguij und sie icuicg AuivasterL in;.*ir beburiicn. Ter Pf art Herr Lleat.u^ cjö deshalb das eltsame Amt des Tauben auf, indem er am dritten Sonntag nach Ttin:- taris des Jahr-s 1626 trän 2mtmnrm 'chtiftlick erklärte:Smir- malcn und alldieweil meine Lämmlem sämtlich geweckt scynd durch ÄTicgsldanb und schweriiche Nöthen bet Zeyt, also o raum en wir mt mehr hanbgrciiliä>c Tienitei'ning tti .oaniien (»/oetun, tutnaiigen idbtr nunmehr Der einzig Chri'lenmensch zu i:nn be­hebet, so in der Kirche 'dkaiat und schnarchen tut."

Kurze Nachrichten aui Kunst und Wissen­schaft. Ter Arc,^c:oge Geh. ..^'.at Tr jji ^.tto Piper inMünchen würbe zu > etnun 70. 'v:'-art Stage von ber Ünireriiiät Rostock ehrenhalber ;um Tt. rhil. ernannt Tr. Piper ist der Lsegtünoer ber wissen chaftluhen Bütgerkunde. Tot <pehei«:ie KonsistotiLtrat Bros. Tr. theo.. tmnann Jacoby, Bertrtt.r Der praltlschen Theologie an bet Unwerlttät Königsberg, oeillendet am 30. o. M. bas 75. Lcberisjahc. Ter oruenilice Projen'or der Zoologie, Win.icker Geheantat Tr. August äjti:- t.iann an der Universität in Freiburg ist unter Wnerfenn..: . mng-ähngcr und ausgezrichneter Dienste und unter Jrrttn^ng des i^toßttcuzes des Lr^enS rem Zähringcr Löwen vom 1. eipr:: 1912 ab m den ^achvstand Versepi wot^n. In Berlin i.t der 0a:.rüiche ltrr-mtngsrci 2I.br tc-t Schmidt,

Der,frühere .- tu b:? triums, tm Alter von (fJ Jobten gestorben.