Ausgabe 
6.10.1911 Erstes Blatt
 
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Danksagung

Ein Biick

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Gießen, den 6. Oktober 1911.

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Schuhwarenhaus

Wolff

Garniionlazarcit Gicften.

Giessen, Selterswe^ 19

Telephon 540

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A«tliche SefmimfldjBngtB ütr Ltirtzt GießkB

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daß Frau Rolly, die in letzter Zeit trübsinnig war, da« Feuer angelegt hat.

Für die innige Teilnahme an unserem schweren Verluste, für die reichen Kranz- und Blumenspenden, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bechtolshcimer sagen wir unseren herzlichsten Dank.

in meine Schaufenster wird Sie von der Eleganz meiner Sch uh- waren und den billigen Preisen überzeugen, üeberzeugen Sie sich auch von den ausgezeich- ~ u neten Qualitäten :: ::

Im Namen der Hinterbliebenen:

Elise Hainer.

Verdingung.

Am 10. Oktober 1911, vormittags 11 Ubr, Verdingung der Kanosteln für die Zen vom 1. November 1911 bis 31. Olt. 1912, ca. 80009000 kg. Bedingungen liegen im Geschäftszimmer 24 aus und sind vor dem Termin zu unterschreiben.

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d. Mainz, 5. Oft. (Eine kleine Köpenickade.) Der LljSbrige Schreibgehilfe Julius Da hm en au5 Aachen war zuletzt am Kreisamt Bingen tätig. Dein Gehalt von monatlich 70 Mk. reichte ihm nicht aus, er machte Schulden und sollte am 1. Oktober 200 Mk., die er vom Gemeindeemnehmer in Mommenheim als Darlehen erhalten hatte, zurück^ahlen. Da er hierzu nicht in der Lage war, stellte er zwei Schriftstücke her, wonach er vom freiäomt in Worms beauftragt sei, in Monsheim und Gunders­heim dic Gemeindr-kassen zu revidieren. Die Aufträge fälschte er mit dem Namen deS Regierungsrats Werner und deö Kreisamtmannes. Am 25. August erschien er bei dem Gemcinde- einnehmcr in M o n s h e i m. Er zeigte den Austrag vor, worauf der Gemeindeeinnehmer die Kasse zurRevision" abgab. Nach­dem T a h m c n alles geprüft hatte, erklärte er die Kasse ver­siegeln zu müssen: er schickte den Gemeindeeinnehmer hinweg, um Zündhölzer au holen. Diese Gelegenheit benützte Dahmen, um aus der Kasse 2080 Mk. in Papier und Gold zu entnehmen. Am nächsten Tage erfuhr der Einnehmer, daß er einem Schwindler in die Hände gefallen war. Die sofort angestellten Ermittlungen führten zur Verhaftung deSRevisors". Tie Revision in Gun- b* rsheim hatte er unterlassen, da ihm die ersteRevision" so gut gelungen war. Bon dem (Selbe wurden in seiner Wohnung «och 2000 Mk. voraefunden, außerdem führte er noch 78 Mk. in seiner Tasche. Für den Gcmeindeinnchmcr betrug darnach der Schaden nur zwei Mark. Tahmen hatte sich heute vor der »weiten Strafkammer in Mainz zu verantworten. Da den Auf- ttigen zurRevision" kein amtlicher Stempel aufgedrückt war, wurde keine öffentliche Urkundenfälschung angenommen. TaS Ge­richt verurteilte den Angeklagten zu 1 Jahr Gefängnis.

Gerichtssaal.

Ein Hochschulprofessor

wegen Steuerhinterziehung 6 crutf eitt

Stuttgart, 4. Oft. Bor der hiesigen Strafkammer wurde gestern Professor D r. tz Ü n f st Ü ck von der technischen Hock)- fchule in Stuttgart wegen vollzogener Steuerhinterziehung zu einer Gesamtgeldstrafe von 20 000 Mark verurte.lt Die Verhand­lung wort ein eigentümliches Licht auf den Geist, der beim Pro- fcssorenkolltgium der hiesigen technischen Lochschule herrscht. Tie Anzeige gegen Professor Fünfstück ist nämlich von einem an­der e n P r o s e s s o r der technischen Lochschule Tr. Lurger erstattet worden, der inzwischen verstorben ist. ES bestand zwischen den beiden Professoren seit längerer Zeit ein gespanntes Verhältnis, und die persönlichen Verstimmungen führten schließlich zu dieser An- zeige wegen Steuerhrnterziehuna. Dabei handelte e5 sich zum Teil um Nebeneinnahmen, die Professor Fünfstück durch die Her­ausgabe von Fachwerken erzielte und die er bei der Einschätzung verschwiegen hatte. Außerdem hatte er seine Kapitalien wesentlich niedriger angegeben, als sie in Wirklichkeit waren. Die Straf­kammer führte in der Begründung des Urteils aus, daß mit Rücksicht aui den Stand und die Bildungsstufe des Angeklagten über das Mindeststrasmaß hinausgegangen werden müsse.

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Tq8 Richtfest.

Nachmittag- versammelten sich die Festleilnehrner an dem Museumneubau auf der Kohleninsel, um das Richtbau fest zu begehen. Die Insel trägt reichen Festschmuck. Mehr als 1000 Fichtenbäume wurden zu ihrer Ausschmückung verwandt. Auch der Bau ist reich geschmückt. Den eigentlichen Fcstplatz bildet der große Lichthof, der die Maschinen- und Lufischiff- fahrtShalle umschließen wird. Dic mächtigen Säulenhallen des ersten Obergeschosses sind ebenfalls in einen Festraum verwandelt worden.

Das Richtfest bewegte sich ganz in den üblichen Münchener Formen. Zunächst brachte (Gabriel v. Seidl, der Erbauer ^eS Museums, das Hoch auf Kaiser und Landesfürst ans. ReichSrat o. Miller als Vorsitzender dankte d.n Förderern und Freunden deS Museums, namentlich dem Reichstag, den Regierungen, eben­so bet Stadt München, den Förderern und Stiftern, die über 2 Millionen Mark zusammengebracht haben.

Damit war der offizielle Teil der Feier beendet. Aber eS folgte noch eine intime Nachfeier der Arbeiterschaft, bei der Gras Zeppelin sich mit den Leuten lebhaft unterhielt. Im Anschluß an eine Ansprackie des Grafen brachte der Vorsitzende v. Miller in unverfälscht bayerischem Dialekt nach einigen Worten des TankeS an Zeppelin ein Hoch auf ihn auS, in das begeistert eingcstimmt wurde.

Später erschien auch Prinz Ludwig unter den Arbeitern und unterhielt sich lebhaft mit ihnen. Arn Abend fand in den Räumen hef. Kgl BalaiS ein Festmahl für die Mitglieder deS Deutschen Museums statt.

Kreis Wetzlar.

=- Kin»enVach, 6. Oft. Unsere Schä ferti­ge s e l l s ch a f t hat sich a u f a e l ö st, die Schafherde wurde an einen Händler auS Kirchhain verkauft und ist mit der Bahn dorthin abgegan^en. ES besitzt nunmehr nur rwch kliodheim eine Herde, in allen anderen Orten hat man die Schafzucht schon längst aufgegeben.

26. Generalversammlung der Allgemeinen Deutschen Zrauenvereinr.

2$. Braunschweig, 5. Oft.

In Gegenwart der Herzogin Elisabeth von Braunschweig begann heut^. vormittag in dem prächtigen gotischen Saale des Rathauses die 26. Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen FrauenvereinS. Als Vertreter der braunschweigischen Slaatsrc-- rung war Staatsminister Hartwig, als Vertreter der Stadt Braun­schweig Bürgermeister Meyer erschienen.

Die Vorsitzende des Vereins, räulein Lange, eröffnete die Sitzung mit einer kurzen Begrüßungsansprache. Darauf be­grüßte Staatsminister Hartwig die Tagung namens des herzog- lid en Staatsmimsteriums. Bürgermeister Meyer überbrachte Die Grüße der Stadt. Die Frauen bilden heute einen wesentlichen Faktor im Staats- und Gemeindeleben.

Ter Geschäftsbericht geht auf Einzelheiten nicht ein, sondern gibt nur einen umfassenden Ueberblick über den Stand Der deutschen Frauenvereine. Darnach erstattete Dr. Gertrud Bäumer einen Vortrag über dieStaatsbürgerliche Erziehung der Mädchen". Die Gesichtspunkte, die bisher für die staatsbürgerlickie Erziehung der Männer in Geltung waren, müssen auch für die Frau Gültigkeit erlangen. Die Aufgabe der Frau soll nicht sein, den Heranwachsenden Mädchen eine Vor­bereitung für" leichte Hausarbeiten zu ermöglichen, fonbem sie

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& ?? Akmrindcrat Mtt§ 3 Meter hinter 16 OrtsbaustLuls § nrpcnskS von 8 6 am Staat-.

. Zuschrift der Ei,'m- ^trtember 1911, Bei- - Gemeinderat Qhmitt vom 28. September tipurf toirb genehmigt dor der Bamus-

UnlerfühnmgStnloge ckgt tvird. Vorlage Aetßbinder-Ar' Voranschlaq war aui von:, L. jfteh, Georg >. Die Baukommissür. irbeiten dem Wenigsl- ent unter Borarrschla- dem Vorschläge zu. - ast FriediEtg toega ie Mehrheit des & yenslMdes und Mrd Zordnung abaesehk. - n die Mittel für für den WcüerwiHa ber Dreherschm W- ber Feldwege W Wart in ben

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Die geschäftliche Sitzung

Unter dem Vorsitze des Vrrn^n Ludwig von Davern fanden beute vormittag im Festsaal der Königlichen Akademie ber Wissen­schaften die ge chäftlrchen V<rhandlunaen der 8. Haupwersamm- lung deS Deut chen Museums statt. Prinz Ludwig von Bavern begrüßte die Teilnehmer. Hierauf hießen Ex», t». Heig el als Präsident der Akademie der Wissenschaften und Ministermäsident Gras v. P o d e w i l S (München), als Vertreter der bayerischen Staatsregierung, die Versammlung willkommen.

Hieraus eruattete der Vorsitzende ReichSrat v. Miller den bereits mitgeteilten Geschäftsbericht.

Es folgt hierauf ein Bericht deS Geheimen HoftatS Professor von Linde iMünchen) über die Aufstellung der Büsten von Böttger, Zenner und GraSbof und über dre Bilderreihen in den einzelnen Gruppen deS MuleumS. Professor v. T y ck (München) berichtete über die Reichende,ch-Biographre und bie Aufstellung der Büste BorsigS. Im Anschluß daran wurde eine Biographie Keplers mitgeteilt, dessen Bildnis der König von Württemberg gestiftet bat. Gras Zeppelin berichtete über die Oraanisation deS Museums und machte Vovschläge zu den Dahlen. Auf seinen Vorschlag werden in den Vorstand neu gewählt: Geheimer RegierunaSrat Professor D u i s b e r g (Elberscld) zum Vorsitzen­den deS VorstandSratS, Prosessor Dr. F i n st c r w a l d e r (Mün­chen) zum Schriftführer.

Hieraus nahm noch Geheimer RegierungSrat Albert (Berlin) das Wort, um als neuernannter Reichskommissar des MuseumS die Erklärung abzugeben, daß das Reich die Fortschrit.c deS Museums mit Genugtuung begrüße und bereit sei, auch weiter Zuschüsse zu seiner Arbeit zu leisten.

Nach einigen Satzungsänderungen, die Gebeimer Regierungs­rar Tr. Klein (Göttingen) begründete, wurde den anwesenden Salzburger Gästen eine antike Sonnenuhr für ihr Museum über­reicht Zum Schluß dankte Prinz Ludwig von Bayern den ausscheidenden Mitgliedern des Vorstandsrats und vor allem dem Grasen ZAppelin dafür, daß er dem Museum das wertvolle Modell cine8 Lenkballons und einiger Originalapparate über­wiesen habe.

Im Anschluß an die Sitzung fand im Künstlerhause ein von Graf Zeppelin veranitalteteS Essen statt, an dem neben dem Prinzen Ludwig der jetzige und ftühere VorstandSrat teil» nahmen.

Kuverts mit Firma EES

Friedrichshafen, 5. Oft. Bei der heutigen Probe­fahrt deS LuftschiffesL. Z. 9", die um 3 Uhr 45 Min. unter Führung des OoeringenieurS Dürr begann und um 5 Uhr 10 Min. endete, wurde mit zwei Motoren eine Geschwindig­keit von 18 und mit drei eine solche von nahezu 21 Se­kundenmetern erreicht.

8. hauptvcriammlung -es De tschen Museums.

2$. München, 5. Oft.

Im festlich geschmückten alten Rathaussaalc der Stadt München fand gestern abend die Eröffnungssitzung für die Richtfeier deS Deutschen Museums statt. Die Einladungen dazu waren von ter Stadt München ergangen. Die Festteilnehmer hatten, wie bereits mitgctnlt, den Tag über in Salzburg verbracht. Nach einem Feyspiel Münchener Künstler, das die Rückschau eines Fliegers auf das Mittelalter zum Inhalt hatte, verbreitete sich Prinz Ludwig von Bayern in launigen Worten über die Verdienste des Kaisers von Oesterreich, deS deutsck-en Kaisers und de^ Prinzregenten von Bayern um daS Deutsche Museum. Darnach sprach Gras Zeppelin über die Verdienste des ban- lischen Herrscherhauses um das Mu stürm und deS Prinzen Ludwig im besonderen, dem fein Hoch galt. Hierauf sprach der zweite Bürgermeister der Stadt München, Geheim rat Brunner. Ter Nedner schloß mit einem Hoch auf das Deutsche Museum. 8um Schluß nahm noch ein Vorstandsmitglied des Deutschen Museums das Wort, um für die ausgesprochenen Wünsche zu danken.

mün'en zu praktischer wzmler Arbeit herangezogen werben. Die Sortragenbc regte bann eine Entschließung nn, tu der ver­langt wird:

Ter Allgemeine Deutsche Frmienveretn fordert Veranstal­tungen von Kursen zur Erziehung der Frau in Fragen des öffentlichen 2ebene, Anschluß an dic bestehenden Gesellschaften für staatebürgerltche Btldung, gemetnieme* Zujmnmenarveueit mit den Lehrerinnen zu diesem Zweck und tne Bildung von Iugendaruppen und Gruppen für alle Hilfsarbeiter, in denen theoretische Belehrung und praftischc Tätigkeit Hand in Hand gehen.

Die Entschließung sand einstimmige Annahme. Ebenso wurde nach Begründuna durch Tr Gk-rtrub Baumer ein Antrag des Aftgemeinen Deutschen Lehrerinnenvereins Lngenommen, wo­nach die Ortsgruppen und Einzelvercinc des Allgcmelnen Dcutschim Frauenvereins angeregt werden iollcn, für btc Zuziebung von Frauen zu kommunalen Vermalnmgsämtcrn, namentlich zum höheren Mädckwnschulwescn, zu wirken.

Tie Beratungen werden fortgesetzt.

Kleine Tageschronik.

Homberg bei Kassel entstand am Dienstag abend in der Wohnung eines 71 ^)ahre alten ArbcfterS ein Stuben» brand, bei dem der Arbetter erstickte.

Zn Leipzig wurde heute nacht der Leutnant Pfeil am ThomaSring von einer Kraftdroschke überfahren. Er starb auf dem Wege zur Sanitätswachc. Der Chauffeur wurde verhaftet.

Der Assistenzarzt der Frauenftinik in München, Dr. Penfold, der Sohn des Erlanger Universitätsprofessors, er­schoß sich im Forstenrieder Park bei München mit einer Kellnerin.

Die Generalversammlung der Vereinigung der Hoteliers und Restaurateure deutscher Bade- und Kürorle e. V., Sitz: Bad Es­singen, wird am 23., 24. und 25. Oktober m München statt­finden

Der Flensburger DampferFidueia" rettete in der Nord­see die aus zehn Personen bestehende Besatzung des sinnischen SchonersSulo", der sich Holz auf der Retsc nach Frank­reich befand.

Die falte Jahreszeit forderte in Frankreich das erste Opfer. Auf der Landstraße, unweit Douai, wurde die Leiche eines Webers gefunden, ber in der Nacht erfroren war.

Eni- mit feinem Schiff vor S t. Valery liegender Trie- rischer Schisser wurde auf die Polizeistation gebeten, wo ihm fol­gende deutsche Flaschenpost zur Uebersetzung vorgelegt wurde:Gras v. Walderfee verschollen, niemand gerettet, alles ertrunke n." Unleserliche Unterschrift.

Der Nachtschnellzug der Linie BarcelonaGerböre ist auf der Station Figueras mit einem Güterzug zusarnrnenge- stoßen. DaS Personal beider Züge und zahlreiche Reisende wurden verletzt.

Drei maskierte Banditen hielten in der Nähe von Bärt­le 11 s v i 11 e in den öemniglen Staaten einen Personenzug an, raubten alle Wertsendungen, ließen aber die Fahr­gäste unbehelligt.

Amtlicher Wetterbericht.

WetteranSfickUen in Heften am Samstag, öen 7. Oktober 1911: Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temperatur wenig verändert, strichweise Dlorgennebel.

Letzte Nachrichten.

Der italienisch-türkische Krieg.

Rom, 6. Ott. Für die Schisse Der italienischen Regierung wurde der strenge Befehl erneuert, keinerlei militärische Ope­rationen an den ottomanischen Küsten im Adriatischen und Ioni­schen Meere vorzunehmen.

Odessa, ö. Oft. Infolge des Krieges macht sich eine starke Abnahme Der :v u i e ni a t i g t e 11 bemerkbar. Die Getreideverladung aus die ausländischen Dampfer ist sehr gering. 900 Waggons stehen unausgeladen.

F. s. Darmstadt, 6. Oft. Die ^Franks, ßtgj be­richtete kürzlich über eine ihm von den Nationalliberalen angebotene Kandidatur des Regierungsrats Bastian für das dritte Darmstädter LalidStagSinandat. Wie wir von zu­ständiger Seite erfahren, ist t6 noch unbestimmt, ob Regie- rungsrat Bastian diese Kandidatur annehinen wird.

rb. Darmstadt, 6. Oft. Zn der vergangenen Woche falben 'Sitzungendes Vorstandesdes national­liberalen Vereins statt, die sich mit der bevorstehen­den Landtaaswahl in Darmstadt ocschastigtcn. Es wurde einstimmig beschlossen, mit der fortschrittltchen Volkspartei wegen eines gemeinsamen Vorgehens in Verbindung zu treten, besonders auch darüber, ob Gießen in bas lieber- eintommen cinbezogen werden solle. Die fortschrittliche Volkspartei hat dem Abgesandten der 9lattonalliberalen gegenüber das Anerbieten abgelehnt. Die nationalüberale Partei wird nunmehr allein in den Wahl ka mp f ein­treten und in der nächsten Woche ihren Kandidaten für Darmstadt aufstellen.

Die Pflasterarbeiten für die Herstellung einer Gosse in der Kaiser-Allee vor der Kaserne sollen Mittwoch, den 11. b. Mta., vormittags 11 Ubv, auf unserem Tlewaumnt vergeben werden Die Lerümgungsunierlauen liegen bafelbit offen und ftnd Angebote auf Vordruck an das Tiesbauaml einzurelchen. ß»/,

Die Besitzer von Obstbäumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefoiöert, zur Bckäuwmug bet Obttbaumjchäblingc sämlllche Cbitbaume bis Miue November gehörig abtrayen und nut Äaltmiicb igetöschtem Stolt, der mit viel Wasser verrühn ist, bestreichen zu lasten. ß«/^

Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 39, Stffer 2. des Feiüstratgesetzes vom 13. Zull 1904 auffleforbert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis 20. Oktober 1011 eluzubalten.

Diese Bekanntmachung stndet auf die Milltärbrleflauben keine Anwendung. ß</

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1 Heizer und Schwster, 1 Glaser, 1 Dachdecker, 2 Wagner, 1 iüna Schlößer, 6 Lau- u. ^iäbelschreiner, 1 Ackerlnecht, 1 landwwtsch Arbener, 3 Dtenimmbchen.

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