— Fm Burgwalde findet man eine Warnungstafel mit folgender eigenartigen Inschrift: „Dieser Weg ist gein Weg, Wer es doch dud, wird bestraft)."
X. Hanau, 29. Mai. In der aufgeschlossenen Teufels-- höhle bei Steinau sind interessante Funde gemacht worden, u. a. l)at ein onfgefundener menschlicher Schädel Interesse erregt. Von der Göttinger Universität sind nach dem Bekannt- lu erben des Fundes Professor Dr. Heiderich und Prosektor Dr. Voit an die Fundstelle geeilt. Professor Dr. Heiderich ist der Ansicht, daß es bei dem Schädelfund sich um weiter nichts als um einen gewöhnlichen Affenschädel handelt, der zufällig in die Höhle gekommen ist. Da andere Gelehrte anderer Meinung sind, kann man gespannt sein, wer recht behält.
w. W i e s b a d e n , 28. Mai. Im Beisein von Vertretern des Reichsamts des Innern, des Handelsministeriums und anderer Behörden hielt heute der Deutsche Verband kaufmännischer Vereine, dem die paritätischen kaufmännischen Vereine in Deutschland angegliedert sind, eine Versammlung ab. Die Tagung war von etwa 200 Vertretern besucht und beschäftigte sich hauptsächlich mit der Frage der staatlichen Pensions- Versicherung und der in Wiesbaden zu errichtenden kaufmännischen Erholungsheime. Als Ort der nächstjährigen Versammlung wurde Berlin bestimmt.
w. Fulda, 29. Mai. Hier stürtzte sich der Handelsmann Nußbaum in die Fulda und ertrank.
Märkte.
42—46
77-35
83-89
46-50
42-43
88-90
60.00-62.00
47.00-48.50
60.00—61.00
47.00—48.00
59.00-61.00
46.00-48.00
g:
59.00-60.00
47.00-48.00
99
91
88—95
52
81-84
44
87
42-44 86-88
43
60
60—61
47
60
60—61
47
58
45
58-59
59
59—60
46
0 im Herbst zu vergebende zweite Land agsmanvat der ■r Stadt Gießen für bte Universität in ^nJPr‘,ct) genommen, ba- ls mit die Interessen der Universität mi hessischen Landtag Mit Nach- 0 druck und Sachkenntnis vertreten werden konnten. A,te 3ntercfien v!s Beamtenstandes, der Kaufleute, der Handwerker und Arbeiter b vielleicht auch ein klein wenig (wenn auch m manchen Augen
Iinu UICUCIUJI ...... Kx.aüe« hnt tUnrfrotor hör
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».
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Mai
Wett«
e
1911
Sonnenschein
8
ai = 4- 20,9 *1
38
33
22,0
15,0
15,1
82—85
77-80
10,7
11,9
11,1
55
93
87
4
4
2
46—48
43-44
86
93
85—87
90-96
46
52
Mr.
93-100 85-91
.£
S
Mk.
51-58 47—50
46
42
82
73
67
747,7
747,1
746,1
82-86 81-87 69-80 60-70 46—57
100-107 93-10D 88-92
59
55
83
78
76-80
71-78
biS 29. 2
, 29. .
Lebend- Schlachtgewicht
60-64
55-59
52-54
WVW:
50
44-48 42-45 37-43
30—35 20-25
108
99
92
Lebendgewicht - ollsleischtge Schweine von 120—150 kg
Liebfrauenflraße 49, wurde am 20. Mai das Konkursverfahren'eröffnet, da er zahlungsunfähig ist. Rechtsanwalt Raab in Tarin, ladt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen mb bis zum 10. Juni bei dem Amtsgericht Darmstadt anzumelden. — lieber das Vermögen der Witwe A. H. Schüdde- köpf, Möbelgeschäft in Mainz, Weintorstr. 8, wurde am 20. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Rechtspraktikant Rattaufd) in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 15. Juni bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden.
Feinste Mastkälber Mittlere Blast- und beste Saugkälber . Geriilgere Diast- und gute Saugkälber Schaie.
Stallmastschase:
Mastlämmer und jüngere Masthammel Schweine.
Vollfleischige Schiveine von 80—100 kg Lebendgeivicht . -
Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht.
Bollfleischige Schweine von 100—120 kg
Schale.
Weidemastschafe . . .
Schweine.
8?
Schaie 26, Schweme 403.
Tendenz^ Rinder, Kälber und Schafe lebhaft, Lchweme rnlji;
Preis Durch-
x.S?
ZG
NE NE NE
Gießen, 30. Mai. Marktbericht. 9(uf heutigem Wochenmarkte kostete: Butter pr. Psd. 1,30—1.35 Mk., Hühnereier 1 Et. 7—0 Pfg^ Enteneier 1 Stück 9—0 Pfg., Gänseeier 1 Stück 15 bis 00 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pfg., Käfematte vr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr Vr. 0,80—1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 M., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. St. 1,80-2,20 Mk., Gänse das Pfd. 75—80 Pfg., Ochsenfleisch pr. Psd. 86—94 Psg„ Rindfleisch pr. Psnnd 86—90 Psg., Knhfleisch 70 Pfg., Schweine- fleisch pr. Psnnd 70—90 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 88—92 Pfg., Hammelfleisch pr. Psd. 60—88 Psg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 10.00 bis 12.00 Mk., Weißkraut das Stück 30 bis 40 Pfg., Zwiebeln per Ztr. 10,00—12,00 Mk., Milch das Liter 20 Pfg„ Aepsel per Ztr. 20 bis 30 Mk., Nüffe 100 Stück 50—60 Psg., per Ztr. 0—00 Mk., Bohnen per Psd. 00-00 Psg. Marktzeit von 7—1 Uhr.
le. Frankfurt a.M. Bi eh hos-Markt b ert rf)t vom 29. Mai. Austrieb: 1129 Rinder, darunter 538 Ochsen, 57 Bullen, 534 Kühe und Färsen, 381 Kälber, 225 Schafe, 1873 Schweine.
Tendenz: Ochsen flott, Kühe und Färsen geräumt, Kalber leb- hast, Schafe ruhig, Schweine flott. Preis für 100 Psd.
O 5
L« C* w
Vollsteischige, ausgeivachsene, höchsten Schlachtivertes........45—47
Vollfleischige, jüngere 41—44 ü ä r । e n, K ü l) e.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtivertes 50—55
VoUflelschige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtivertes bis zu < Jahren. . 42—46
Aeltere ausgemästete Kühe unö wenig
gut cntiuictelte flmgereKühe iu Färjeil 36—40 71—76 Diaßig genährte Kühe und Färseii . . 32—35 64—70 halber.
B°i d« Sovbefprecljung b.r wurte M
cva gebrauche seit ca. 8-10 Woche?Ihr Fabrikat Biosow bin dickct und trästiger geworden, habe em frisches und blühendes AuSf v , mein nervöses Leiden, Schwindelanfälle und beinahe aam " schwunden. An meiner Schrift werden Sie erieheu, bah das .mW Allem vollständig verschwunden, ich mhle mich mit emeM mie neu geboren. Ihr Fabrikat Bivson kann ich nur beitend ,,l( ’JJtrtnnheim, 22. September. G. A. Keller, Kaufmann. Uni: i . beglaubige Grnßh Rotariat L, Ptannheun. .M on ist das btt' u>>^> btatnitc Mätir; und m-W u;,
Drogerien ufiu., Paket (ca. '/» Kilo! Ikt. » • 'OCuanacR 1 94iosonwerk, Frankfurt a. M-, Gratisvrobe und Broichur -———
Lebendgewicht 47.00—48.00 -----«v.-r
F. 6. Wiesbaden. B ie hh oi-M ark tb eri cht do in 29. Alm. Austrieb: Rinder 125 (Ochsen 54, Kühe 71, Bullen 00), Kälber 165,
licktU 'd'ev Beachtung wert. Gießen hat einrn Vertreter der Universität "(und nicht den schlechtesten) m der Ersten Kammer. G.'eßens Bevölkerung war nicht eifersüchtig und stellte einem Angehörigen der Universität das Reichstagsmandat zur Verfügung, und nun will man fast alle anderen Stande übergehen und urzer- and den geeigneten Mcmn nur m Universttatskrelsen suchen. Demaeaenüder sei betont, daß, wenn die Hanöiöatenfrage nicht m besonders glücklicher, dem Bürgersinn entsprechender Weise zu losen ist wohl schlankweg der Sozialdemokrat zur Vertretung der Stadt Gießen nach Darmstadt ziehen wirb. Die Umschau nach dem ge- Moneten Vertreter in Universttätskreiien darf deshalb wohl so lange erspart bleiben, bis auch andere Berufe unb die politischen Parteien sich geäußert haben.
peinsle Mastkälber 64—66 106-110 65
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . 58—61 96-103 Geringere Mast- und gute Saugkälber 54—57 90—95
Verantwortlich für „Feuilleton" und „Vermischtes ;
____________I. V.: AugustGoetz.
MülleHs che Badeanstalt.
Wasserwärme de r Lahn a m 3 0. M a i: 15 0 R.
• Das versiegelte Rathaus. Ter kleinen Stadt Llanrwrst in Wales ist etwas begegnet, was zwar schon manchem Erdenbürger im einzelnen ividerfahren ist, ivovor bisher aber doch eine ganze Gemeinschaft sicher zu sein schien: sie ist mit Beschlag belegt worden, d. h. natürlich nicht die ganze Stadt, wohl aber das Gebäude, das das Geineinwesen repräsentiert, mit allem, was dazu gehört und was barm ist. Der Grund für diese Versiegelung des Rathauses ist solgeirder: im vorigen Dezember hatte ein Haus- bescher des Ortes ein Gerichtsurteil erzielt, das der Gemeindebehörde von Llanrwrst aufgab, die Abwässer der Stadt nicht mehr in den Conwayfluß zu leiten. Ter Manu hatte beweisen können, daß diese Ableitung sein Aesiistnm stark schädigte und eine schwere Störung für ihn bedeutete. Die Gemeindebehörde wurde außerdem verurteilt, die Kosten des Verfahrens zu zahlen und da die bürgerliche Rechtsprechung in England nicht billig ist, so mürbe ihr eine Rechnung von fast 40 000 Mk. vorgelegt. Tie Gemeindekasse aber war leer und die Stadl tonnte nicht bezahlen. Tarant ging es, wie es immer in solchen Fällen im Leben gehl: am letzten Samstag erschien ein Gerichtsvollzieher in dem kleinen Rathaus der Stadt und versiegelte es mit allem, was er darin fand, ja sogar die Feuerwehrsprltzs unb den Sprengwagen. Jetzt Hal sich nun die Regierung ms Wittel gelegt und prüft bie Frage, ob der Gemeindebehörde eine Anleihe zu bewilligen märe, bannt sie die Prozeßkosten bezahlen und eine Abstellung des Uebelstandes, wegen dessen sie verurteilt mürbe, in die Wege leiten könne.
* Marokkanische Sprichwörter. Jetzt, wo alle Welt von Marokko spricht, unb die Namen marokkanischer Anführer die Unterhaltung in jedem Berliner Salon exotisch würzen, dürfte es interessant sein, auch einen Blick in den Sprlchworter- schatz der Marokkaner zu werfen, der den Eharakter dieses stolzen und kriegerischen Volks am besten beleuchtet. Viele der marotka- nischen Sprichwörter sind freilich Gemeingut der orienlalischen Völkerschaften; andere sind mehr oder weniger wörtlich aus dem Koran entnommen. So heißt es: Küsse die Hand, die du nicht abhauen kannst. - Wer feine Zunge in acht nimmt, rettet feinen Kops. — Sei der Sklave dessen, der dich hochschatzt, und der Herr dessen, der dich verachtet. — Um den Rauch zu vermeiden, fällt man in die Flammen. — Gib deinen Bart, um deinen Kopf zu retten. — Die Zunge tötet mehr Menschen, als da^ Schwert. — Man kann mit seinen freunden essen und trinken, ober niemals Geschäfte machen. — Man baut ferne Mauer mit
Ochsen.
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht
wertes, 4—7 Jahre alt bie noch nicht gezogen haben (ungejochte) , . . Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete.........
Bullen.
Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw.
Vollfleischige, jüngere .......
Färsen, K n h e.
Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. Vollfleijchige alisgemästeteKühe hochstenSchlacht- wertes bis zu 7 Jahren ....... wenig gut entwickelte Färsen.......
ältere ausgemästete Kühe .......
Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber.
Mandern unö Reisen, Bäder uns Sommerfrischen.
--Bad Salzhausen, 29. Mai. Die Saison dieses idyllisch ruhigen Kurorts, der seinen Gästen alle Annehmlichkeiten seines modernen Bades bietet, aber doch nicht zu einem eigentlichen Luxusbad gehört, hat begonnen und erstreckt sich bis 1. -Oktober. Das Bad wird ärztlich bei rheumatischen Leiden, Stoffwechselkrankheiten, besonders Gicht, .Störungen der Atmungs- und Verdauungsorgane und des Nervensystems, sowie bei Scrophulose und dergl. warm empfohlen; es verfügt über vier Salz- eine Lithium-, eine Schwefel- und eine Stählauelle. Die Jndikatiren bestehen im Trinken, Baden und Gurgeln. Hervorragende Professoren der Medizin haben Salzhausen bereits zu ihrer Erholungsstätte auserwählt und nimmt die Zahl des Heilung suchenden Publikums von Jahr zu Jahr zu. Ausführliche Prospekte werden von der Großh. Badedirektion kostenlos versandt.
-- Bad-Nauheim, 29. Mai. Die Manchester Or- pheus Glee Society, ein besonders gut und stark besetzter i>Mnnerchor, der von hervorragenden englischen Musilern wieber- holt als der zurzeit tüchtigste englische bezeichnet worden ist, beabsichtigt zu Pfingsten an den Rhein zu fahren und auch in Frankfurt a. M. einen mehrtägigen Aufenthalt zu nehmen. Dabei wird auch Bad-Nauheim das Vergnügen haben, diese englischen Gäste bei sich zu sehen. Am 3. Pfingstfeiertag wird die Gesellschaft hier einen Besuch abstatten, einesteils um das von ihren Landsleuten so sehr geschätzte und viel besuchte Bad kennen zu lernen, anderuteils aber auch, um auch hier zu zeigen, wie weit es der englische Männergesang gebracht hat. Bei ihrer Ankunft mittags gegen 1 Uhr wird die Orpheus Glee Society von der Bade- und Kurverwaltung am Bahnhofe empfangen werden. Darauf soll ein Rundgang durch die Bade- und Kur- anlageu und durch den Park folgen, au den sich ein sive o'clock tea im Teichhaus-Restaurant anschließen wird. Alsdann ist geplant, die Gäste nach dem Kurhaus und der Terrasse zum Konzert der Kurkapelle zu führen. Hier wird die Gesellfchaft einige Beweise ihrer hohen Sangeskunst vorführen; sowohl nachmittags wie abends wird der Chor zwischen den einzelnen Konzertstücken mehrere englische Lieder nertragen. Man darf wohl mit Bestimmtheit einen großen Kunstgenuß erwarten, beim der Ruf, der diesen Sängern vorausgeht, ist ein ganz ausgezeichneter. Zwischen dem Nachmittags- und Aüendkonzert ist zu Ehren der Gäste noch cm Abendessen vorgesehen.
Lauterbach, 29. Mai. Tie gestrige 5. W anoerung des hiesigen Zweigvereins des Vogelsberger H ö h en kLubs führte etwa 75 Teilnehmer zur Hauptverjammlung des Gesamtoereins nach Laubach. Mit der Vogelsbergbahn wurde um 6.05 vorm. nach Station Ilbeshausen gefahren und von hier bie Wanderung zu Fuß begonnen. Diese führte zunächst nach dem Geiselstein, wo bie erste Frühstücksrasl gehalten wurde. Sodann ging es meist querfeldein über bie Feldkrücker Höhe, ben Petershainer Hof, den Ober-Seener Hof, Baumkircher Mühle direkt nach Laubach, wo man nach fast neunstündiger Wanderung um 4(A4 Uhr ankam. Die übrigen erschienenen Zweigvereine hatten bereits zu dem geplanten Festzuge Ausstellung genommen und man kam gerade noch recht, an dem Umzüge teilnehmen zu können. Nach dreistündigem gemütlichen Beisaminensein auf dem Festplatze und nachdem man sich von der langen Wanderung genügend erholt hatte, wurde um 7.55 die Rückfahrt.mit der Eisenbahn über Station Mucke
s4
10
10 Gewitter,Regel
pro 100 Pfo. jchnittsprel; redend- pro J00
ptiuidjt rieten»» ut-
Ochs en. _ von-blsvon-bir
Vollfleischige, ansgemästete, höchsten
Schlachtivertes, höchstens 6 Jahre alt 49—o2 88-92
Junge, fleischige, nicht ausgeinälle und ältere ausgemästete......
Ungejochte...... ... 50—55
Bull en.
HandeU
•• Konkurse in Hessen, lieber das Vermögen des Georg Horn II, Maurermeister in Nierstein, wurde am 11. Mai das Konkursverfahren eröffnet, da der Gemeinschuldner die' Eröffnung deL Verfahrens beantragt hat und aus dem ein- gereichten Verzeichnis der Gläubiger des Georg Horn II. und aus bet Uebersicht der Vermögensmasse die Zahlungsunfähigkeit des Gemeinschnldners hervorgeht. Rechtsanwalt Hubert, Opvenheiin, wurde ziMi Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind Isis zum 1. Juni bei dem Amtsgericht Oppenheim anzumelden. — Hebet den Nachlaß des »u llaubenfjeim verstorbenen Handelsgärtners Ehristoph Burkard wurde am 13. Mai das Konkursverfahren eröffnet. Bnreauvorsteher Gr affe in Mainz wurde nun Konkursverwalter ernannt. Konkursforberungen sind bi» zum 3 Juni bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Heber das Vermögen des Ludwig Landau, Metzger in D a r in |t a b t,
Sport.
X Homburg v. d. H., 27. Mai. Ein sportliches Ereignis war der nationale 50-Kilometer-Armee-> Gepäckmarsch, der unter dem Protektorat des Prinzen Eitel Friedrich stand und mit anderen sportlichen und turnerischen Veranstaltungen verbunden war. Zum Ge- )äckmarsch, der von hier über Friedberg und Bad-Nauheim zum Festplatz im hiesigen Park führte, waren 75 Sportler angetreten, zumeist Soldaten, die den Regimentern 17, 30, 80, 117 und 118 angehörten; auch einige Zivilisten nahmen teil, darunter Heiduk-Berlin, der Sieger des vorjährigen 100-Kilometer-Wettmarsches. Von den Teilnehmern, von denen jeder 40 PsundGepäck und ein Gewehr tragen mußte, kamen 25 durchs Ziel, als erster Musketier Gälm, Jnf.- Rgt. 117, der die 50 Kilometer in 6 Stunden 30 Min. zurücklegte; Heiduk kam erst an 10. Stelle mit 6 Stunden 55 Minuten.
angetreten. .
R. B. Amorbach, 28. Mai. Die Hauptversamm- ' lung des Odenwald-Klubs sand hier statt. Es wurden < 956 Teilnehmer festgestellt. Der Vorsitzende des Zentral- < ausschusses, Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i n g, dankte der Ortsgruppe Amorbach für ihre gastliche Aufnahme, sowie dem anwesenden Fürsten zu Leiningen. Der Gesamtverein habe wieder einen erfreulichen Mitgliederzuwachs erfahren und zähle jetzt annähernd 10 000 Mitglieder. Oberbürgermeister Dr. Glastrng gab zu dem schon gedruckt vorliegenden Jahresbericht Erläuterungen, wobei er auch die Gründung eines Dorfmuseums m Niedernhausen hervorhob und deren Nachahmung auch für andere Orte empfahl. Sehr erfreulich fei auch die Ausbreitung der Schülerwanderungen, die auch für die Allgemeinheit ihr Gutes hatten, da durch sie schon die Kinder an Strapazen gewöhnt und der Körper widerstandsfähig gemacht werde. Der Kassenbericht der Zentralbasse verzeichnet eine Gcsamternnahme von 18 070 Mart und eine Ausgabe von 14 884 Mark, so daß ein Ka,senbestand von 3185 Mk. verbleibt. Der Turmbaufonds belief sich 1909/10 auf 2833 Mk., der Fonds zur Errichtung einer Bismarcksanle auf 798 Mk. und der Fonds zur Erneuerung des Plakats aw 1086 Mk. Der Voranschlag für 1911/12 balanciert mit 16 24( Mark. Unter den Ausgaben befinden sich: Für Schülerwande rungen und Einrichtung von Jugendherbergen im Odenwald 500 Mk., für Wegweiser und Plakattafeln 150 Mk., für Wegbezeichnungen a) Ergänzung und Erneuerung der Farbzeichen und Erläuterungstafeln 1500 Mk., b) lä* den Nachdruck der 11 Auflage der Wegbezeichnungskarte 2200 Mk., c) sur em neues Kartenwerk 1000 Mk., für Unterhaltung der Aussichtsturme des Gesamtvercins 500 Mk. Bewilligt wurden für Vufraumungs- arbeiten der ehemaligen Kaiserburg Eberbach als 5. Rate 50 Ncl., zur Fassung und Herstellung der Gersprenzquelle auf der Neun- kircher Höhe 500 Mk., für Erbauung einer Schutzhülle auf bem Lindenstein (Heppenheim) 900 Mk.,. für Errichtung ernes Aus- fichlsturmes bei dem Hainhaus (König) wettere 200 Mx ,ur den neuen Turm auf dem Schad eck (Neckarsteinach) wertere 400 Mk. An Neuanforderungen wurden bewilligt: Amorbach, zum Wiederaufbau des Aussichtsturmes auf dem Bruchener Berg 500 Mark, Beedenkirchen, für Wegherstellungen am tfClSbcrg 100 Mk., Ernsthofen, Herstellung eines Fußwegs nach dem Buchwald mit Teich 100 Mk., F r ä n k i s ch - C ru m ba ch , Beihilfe zur Errichtung einer Schutzhütte auf dem Wege Rodenslern- Nonrod 50 Mk., Fürth, zur Unterhaltung des Wegs nach der Tromm und Anpflanzung von Bäumen an der Kreisstraße Fürth- Steinbach 150 Mk., Lichtenberg, für Öerftdlung des Wegs nach der Hülle Kernbach und des Wegs von Grotz-Bieberau 80 Mk-, Lindenfels, zur Deckung der Baukoste-nickmld aus dem Lutzel- röber, letztmalig 200 Mk., Mannhei m - Lu d w l g s h ° e n, zur Herstellung eines Zu- unb Abgangswegs für die sog. ^g)Iucbt bei Schinsheim 400 Mk., für Fassung einer Quelle bei der Schutz- Hütte auf dem Eichelberg 200 Mk., 'Neckargerach, für Herstellungen an der Schutzhütte 50 Mk., Mossau, für Herstellungen des Wegs nach dem Lärmfeuer 100 Mk., Secheim, für Errichtung einer ^chutzhütte 200 Mk. und endlich dem Trommkuratorium für Reparaturen am Jreneturm 800 Mk.
Studien fahrt deutscher Studenten nach Italien. Das Exkursivnsamt der Freien Studentenschaft Darmstadt veranstaltet zu Beginn der großen Ferien eine Studienfahrt nach Italien und dem Mittelmeer. Die Reise beginnt bei genügender Beteiligung in den einzelnen Hochschulftädten. Als Treffpunkt ist Luzern in Aussicht genommen; dort sollen sich bie einzelnen Gruppen vereinigen, um nun gemeinsam in 8 Tagen Mailand, die Msstellung in Turin und .Genua zu besichtigen. Der zweite Teil der Reise erstreckt sich auf einen Besuch von Florenz und Rom. Für bie, die bie Augusthitze in Mittelitalien jürchten, ist eine Fahrt nach Venedig und dem Gardasee vorgesehen. Beide Gruppen vereinigen sich nach zehn Tagen in Genua, um von dort die Rückreise anzutreten, bte über Algier, Gibraltar unb Antwerpen in 11 Tagen nach Hamburg führt. An dieser Fahrt können sich, bie Studierenden unb Dozenten aller beutschen Hochschulen beteiligen. Es ist bie Möglichkeit gegeben, nur einen von ben 3 Teilen bet Reife mit- zumachen. Der sehr geringe Preis, es sind ca. 350 Mk. für bte vicrwöchentliche Reise (Fahrt, Verpflegung, Quartier) veranschlagt, ermöglichen es auch nicht allzusehr.mit Glücksgütern gesegneten Studenten sich an der Fahrt zu beteiligen.
Universitäts-Nachrichten.
sj Marburg, 29. Mai. Den Privatbozenten der theologischen Fakultät der hiesigen Universität Lic. Horst Stephan unb Lic. Walter Stephan würbe der Professortitel verliehen__________________
Vermischtes.
Höchste Temperatur am 28.
llliedrigste , . 26.
Niederschlag: — 11,7 mm.
einem Stein.
* Im Restaurant. Kellner.- „Wünschen bet Herr zu 1,50 Mark ober 2 Mark zu speisen?" — Wt: „Was ist denn da für ein Unterschied?" — Kellner: „50 Pfennige.
* Auf dem Bahnhofe. „Na, Hort Sanstleben, Sic schluchzen ja so: ist Ihre Schwiegermama abgefahren. „Jcein, ich erwarte sie!"
Eingesandt.
(Für Form unb Inhalt aller unter vieler Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Nedaltion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) . .
Gießen, 30. Mai.
29, 2"!
29. 9“
30. r< ।
Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 47—48
Vollfleijchige Schweine über 2 Zentner Lebeiivgewicht 47—48
Vollfleischige Schweine über 27, Zentner Lebendgewicht 45—46
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 46—17 „„ — --
Ueberstand: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine geraimt


