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Sorge
Nachweisung über de« Stand der Maul- und Klauen seuche in Hessen vom 18. bis 24. November 1911.
—---—--- Prospekte durch ---------
Dr. M. Sohulxe-Kahleyss, Nervenarzt.
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nächsten Weidezeit die heftimmte Gefahr einer erheblichen Und erschreckende Weiterverbreitung. Daher müsse man unbedingt vor allem auf die Einsicht und das Verständnis der Landwirte gegenüber den Maßnahmen von Sachverständigen rechnen.
Forderung, daß die Regierung aus dem Volke schöpfen und sich ihm nicht unnahbar halten soll.
Möge es also dem hochgestellten Herrn Justizrat gelingen, zu seinen vielen geschäftlichen und politischen Erfolgen auch noch den Dank der Gießener Altstadt zu erwerben, damit wir trott ihm sagen können:
„Er sitzt auf seines Tieres Rücken
Und schauet mit vergnügten Blicken
Auf das beherrschte Samos hin."
Auf Wunsch gerne weiter zu Diensten!
Adalbert Bindewald.
Handel.
— Bad Wildungen, 27. Noo. In der Hauptversammlung der Bad Wildunger Heilquellen-Aktiengesellschaft König quelle vom 25. l. Mts. wurde die Neuausqabe von 300 Aktien einstimmig beschlossen; dieselben wurden sämtlich non den Herren Karl und Edmuttd Dietrich, in Firma Gebrüder Dietrich, Fritzlar, zum Nennwerte von 300 000 Mk. übernommen. Hierdurch erhöbt sich das Aktienkapital von 400 000 Mk. auf 700 000 Mk.
Luftschiffnhrt.
Gotha, 27. Nov. Das Luftschiff ,S ch w a b e n* tft heute vormittag 9 Uhr 15 Min. vom hiesigen Lustschiffhafen, mit einem Passagier an Bord, zur Fahrt nach Baden-Oos aufgestiegen. Um 9 Uhr 45 Min. passierte das Luftschiff Eisenach.
Rom, 25. Nov. Tie 7. ordentliche Konferenz des Internationalen Luftschisfer-Verbandes, an der Vertreter aller europäischen Nationen und der Vereinigten Staaten teilnahmen, wurde hier eröffnet. Deutschland vertreten Prozessor Berion, Major a. D. v. Tschudi, die.Hauptleute v. Funcke, Her- warth von BNtenfeld, von Oesterreich Blattmann, Oberleutnant v. Selasinsky, der Geschäftsführer des Deutschen Lnftschiffer-Ber- bondes, Rasch, und die Vorsitzenden des Sportausschusses des Kötner Lustschiffahrtsllubs, Hiedemaitn und Westendorp.
Ai o st a g e n e m (Atgerten), 27. Nov. Der Flieger S e r v i e s stürzte bet einem Fluge mit seinem Eindecker ins Meer. Er konnte sich rechtzeitig von seinem Sitze losmachen und durch Schwimmen retten.
Abermals ein Erdbeben in Süddeuischland.
Freiburg, 27. Nov. Heute morgen 4 Uhr 10 Min. wurde in der oberen Rheinebene abermals'ein Erdstoß verspürt, der von leichtem Rollen begleitet war. (Wiederholt, weil nur in einem Teil der gestrigen Auflage enthalten. D. R.)
Markte.
Gießen, 28. Nov. Marktb eri cht. Ans heutigem Wochen- markte kostete: Butter pr. Psd. 1,40—1.45 Hühnereier 1 6t. 10—12 Pfg^ Käse pr. St. 6—8 Pfg., Käsematte 2 St. 5—6 Pia., Tauben pr Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 M, Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. St. 1,80—2,20 Mk, Gänse das Psd. 60-75 Psg, Ochseufleisch pr. Psd. 82—90 Pia., Rindfleisch pr. Pfund 84—86 Psg, Knhfleisch 70 Pfg, Schweine- fletsch pr. Pfund 64—86 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 76—80 Pfa, Hammelfleisch pr. Pfd. 60—80 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00 bis 9.00 Alk., Weißkraut das Stück 15 bis 30 Pfg^ Zwiebeln per Ztr. 10,00—12,00 Mk„ Milch das Liter 22 Aepsel per Ztr. 15 bis 20 Mk., Nüsse 100 Stück 50-00 Pfg., per Ztr. 0-00 Mk., Btrnen das Pfund 15—25 Pfg. Marktzeit von 8—2 Uhr.
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. . . - • Dadurch erwachsen dem Angegriffenen
nur Sympathien und Freunde. Und was ich von der Freund-i
Boreas, den Nordwind, haben die Römer re «u„51 o«cvtz ‘Önen Schnupfen und ernste
Ktzt in der schlimmen Fabreszeit bat nutlr5*c.«^rö e schädlichen Einwirkungen eisiger Winde doppelt aus der Hut fein. FanK MlnerabPasilllen wirken vorbeugend bet Er- rattungsgefahr, und sie bekämpfen jede vorhandene Erkältung und auf die denkbar bequemste Weise. Dabei sind sie billig: die Schachtel kostet nur 85 Pfg. [ss’Vie
besehen zu eigen macht, sondern sich an Ort und Stelle selbst informiert. Denn auch wir sind gleichberechtigte Bürger des Landes und streiten für das allgemeine Wohl, wenn wir für die berechtigten Interessen eines notleidenden Teils unserer Vater- , stadt eintreten. Außerdem ist ses ja gerade eine alte demokratische 4
schäft sage, gilt auch vvn der Verwandtschaft. Tenn es ist doch wahrhaftig kein schlechtes Zeichen, ivenn Herr L ö b e r als oer Mittelpunkt und Stolz einer zahlreichen und blühenden Bürgersfamilie vom alten Schrot und Korn geachtet und in einer Weis: geliebt wird, daß sogar entfernte Seitenverwandte freudig unS männlich für seine verletzte Ehre eintreten. Das ist auch nichc überall der Fall und jedenfalls wünsche ich dem Herrn Angreifer in gleicher Lage das Gleiche.
Was nun die durchsichtige Behauptung oder vielmehr Denunziation anbelangt: „Herr Löber beginne auch im Nordosten der Stadt erkannt ?, u werden und begegnet dorthäufig dem Mißtrauen, das hinter seinen Anregungen sich persönliche Interessen ver st eckte n", so ist hier deutlich der Wunsch als Vater des Gedankens zu erkennen. &bcr diesen Gefallen tut ihm Herr Löber nicht und auch die Bürgerschaft hat eine sehr, feine Nase und weiß genau die „persönlichen Interessen" und Charaktere aufzufinden, wo sie wirklich sind. Im Uebrigen kann ich die Behauptung für den Nordostverein, der doch hierfür wohl allein in Frage kommt, nur auf das Entschiedenste bestreiten. Wenigstens ist mir als langjährigen Vorstandstollegen vvn Herrn Löber stets nur das direkte Gegen- teil bekannt geworden. Tie Ereignisse der letzten Jahre, d. h. der skrupellose Raubbau an allen verkehrbringenden Instituten, sowie die offensichtliche Vernachlässigung unseres Stadtteils, haben vielmehr das Solidaritätsgefühl in diesem ältesten und größten Bezirksver?in ganz außerordentlich gehoben, wie schon die ständig steigende Mitgliederzahl beweist. — Mit Freuden haben wir übrigens davon Akt genommen, daß auch der Herr Justtzrat, trotz seiner Hintertreibung des Amtsgerichtsneubaus, von dem wir uns ein endliches Aufblühen des Nordostens versprochen und noch versprechen, jetzt auch zu unfern, d. h. zu den Freunden der nördlichen Altstadt gehört. Wir vindizieren uns daraus eine neue, glückliche Aera. Denn es muß uns mit ben höchsten Hoffnungen erfüllen, den mächtigen Beschützer des hessischen Staates und der Stadt Gießen der den „ungeheuren Unsinn" des Ministeriums verhindert und bereits längst gefaßte Landtagsbeschlüsse korrigiert, auf unserer Seite zu wissen. Wegen der Platzfrage der künftig au errichtenden Neubauten, als da sind: Post, Saalbau, div. Kliniken, Reichsbank, Bürgermeisterei, Schulen usw., brauchen wir uns also jetzt keine Sorgen mehr zu machen. Glück auf, Alt-Gießen! Da ich übrigens das Ministerium erwähnt habe, so möchte ich noch meine Verwunderung darüber ausspvechen, daß es der Herr Justizrat dem Justizminister verdenkt, den Vorstand des Nordostvereins nach vorausgegangenem Audienzgesuch empfangen zu haben, während wir cs als einen Beweis unparteiischer Sachlichkeit und volkstümlicher Leutseligkeit begrüßt haben, daß der höchste Beamte des Landes sich nicht etwa die vvn übelwollenden Gegnern gegen uns verbreiteten Vorurt^le un-
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter Dreier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zur Abwehr!
Wir erhielten gestern folgende Mitteilung, die wegen Raummangels für heute zurückgestellt werden mußte.
Zu meinem Bedauern ersehe ich aus dem in Nr. 278 des Gieß. Anz. erschienenen Sitzungsbericht über die Stadtverordnetenversammlung vom 23. Nov., daß die von mir endgültig erledigt geglaubte Gegensätzlichkeit zwischen den Stadtverodneten Löber und Grünewald in erneuter, heftiger Form aufgelodert ist.
Daß Herr Löber die sich bietende erste Gelegenheit benutzen würde, um den ihm s. Zt. zum angeblichen Nachteil von Stadt und Staat insinuierten Eigennutz an der Stelle, die es angeht und gegenüber seinem Angreifer formell und bündig zurückzuweisen, kann ich ihm nach Lage der Dinge schlechterdings nicht verdenken. Denn ein jeder aufrechte Mann wehrt sich seiner Haut.
Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, man hätte die Sache begraben sein lassen, da ich kein Freund von öffentlichen Kontroversen bin. — Nachdem nun aber die Sache nochmals durchgehechelt worden ist 'unb auch meine Rolle in der Angelegenheit, in der ich mich — weil außerhalb des Kollegiums steAnd — nicht verteidigen konnte, von feiten des Stadtverordneten Grünewald vor der Oesfentlichkeit gänzlich falsch dargestellt worden ist, so bleibt mir nichts anderes übrig, als eine öffentliche Richtig- tellung.
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I ch ft eile also fest:
Mein Eingreifen in die Sache verdankt in erster Linie seinen Ursprung der Entrüstung über den hämischen Angriff des Herrn Justizrates auf Herrn Lö be r in der Nummer vom 3. Juli d. Js. wo er wörtlich sagt:
„Ich beschränkte .mich darauf dem Redner zuzurufen, er Möge sich beruhigen, der Bau sei ja genehmigt, seine Wiesen würden hierdurch wertvollen Bauplätzen. Daraufhin war er beruhigt, denn das war das Einzige (!) was ihm Sorge gemacht hatte."
Die Geringschätzigkeit und Schwere dieses Angriffs auf einen Mann, der noch dazu sein Parteigenosse und Kollege ist und den ich abwesend wußte, hat mich allein veranlaßt in der bekannten Weise für ihn einzutreten, obwohl ich keinerlei verwandschaftliche Beziehungen- — es sei denn von A d a m her — oder irgendwelche geschäftlichen Verbindlichkeiten mit ihn: habe oder jemals gehabt habe. Die gegenteilige Behauptung, begleitet von der Geste der Geldzahlung, weise ich mit Errtrüstung zurück'
Daß überhaupt der Herr Justizrat Grünewald keinerlei ideale Beweggründe gelten lassen will, sondern nur niedrige, eigennützige Motive voraussetzt, schmerzt mich in seinem eigenen Interesse tief, denn er scheint nie das Glück aufopferungsbereiter Freundestreue genossen zu haben. Deswegen mag er doch er« ahren, daß man einen im öffentlichen Leben ergrauten, ehrlichen Bürgersmann doch nicht ungestraft an den Schandpranger stellen darf, auch wenn derselbe kein Berufsredner und nicht mit akademischem Oel gesalbt tft. T 1 "
Starkenburg und Rhein Hessen.
ch. Ober-Ingelheim, 26. Nov. iDie hiesige Winzer- g-enossenschaftverkauftean den Bremer Ratskeller einen größeren Posten Frühburgunder- und Spätrot-Weine. Bezahlt wurden ftir das Stück Spätrot 1700 Mark und für das Stück Frühburgunder 1500 Mark.
Kreis Wetzlar.
— Launsbach, 26. Nov. Im Rinnschen Saale waren heute nachmittag über 50 Turner aus dem Lahn-Dünsberg-Bund zur Borturnerstunde zusammengekommen. Dem im Jahre 1906 gegründeten Bunde gehören 30 Turnvereine mit über 2000 Mitglieder an. Tas nächstjährige Bundesfest wird voraussichtlich in Wieseck ftattfinben; der dortige Turnverein blickt dann auf ein 50 jähriges Bestehen zurück.
Hessen-Nassau.
0 Rodheim cl d. Bieber, 27. Nov. Die Ortskrankenkasse hielt gestern eine Hauptversammlung ab, die auch von auswärtigen Mitgliedern gut besucht war. Auf der Tagesordnung stand Ergänzungswahl des Vorstandes, es scheiden aus der Vorsitzende Jakob Peppler als Arbeitgeber, Andreas Hau» III.-Bieber und Wilhelm Michel als Arbeitnehmer. Der Vorsitzende Jak. Peppler wurde wiedergewählt. Er leitet seit 1887 die Geschäfte der über neun Gemeinden verzweigten Krankenkasse. Von den Arbeitnehmern wurden Hlms-Bieber und Ludw. Paul- Rodheim gewählt. Für die Rechnungs-Drüfunas-K'ommis- sion wurden Philipp Crombach-Bieber, Gg. Gerlach II. und Wilh. Hofmann II. gewählt. Die Kasse hat sich aus kleinen Anfängen entwickelt und zählt jetzt nahezu 500 Mit- .glieder.
X. Bad Orb, 26. Nov. Heber die Hälfte der Besitzer von Lettgenbrunn und alle Besitzer von Villbach bis auf einen haben dem Militärfiskus ihre Güter zu dem geschätzten Preis für die Errichtung eines Truppen- uoungsplatzes für das 18. Armeekorps angeboten. Den Besitzern ist das Dreifache des' fetzigen Steuerwertes geboten worden nebst persönlichen Entschädigungen von 500 Mk. für den Hektar und 100 Proz. des Waldbodenwertes. Hat jemand demnach 8 Hektar Land, so bekommt er 4000 Mk. persönliche Entschädigung; hat er noch 8 Hektar Wald, so macht es noch einmal 4000 Mk., zusammen 8000 Mk. persönliche Entschädigung. Die kleinen Güter kommen auf 50 000 §Nk., die Größeren auf 80 000 Mk., die großen auf HO 000 Mk. Rechnet man hinzu, daH die Wertzuwachssteuer erlassen werden soll, die bei einigen 6—10 000 bei anbexen 15000 Mk. und mehr ausmacht, ferner, daß durch die Teilung des Gemeindevermögens vielleicht für jeden auch noch 10000—20 000 Mk. herauskommen und ferner, daß das Geld ein Jahr vor dem Abbruch bezahlt werden
Unser Töchterchen Maria kam als 7-Monatskind auf die Welt und ging, anstatt voran, immer mehr zurück, so daß es mit 3 Monatm nur 5$ Pfund wog. Nachdem verschiedene andere Mittel nichts geholfen hatten, nahmen wir unsere Zuflucht zu dem bekannten Kmder- Stärkungsmittel Scotts Emulsion und können mit ruhigem Gewissen jetzt behaupten, daß wir die Kräftigung unserer Kleinen nur hierdurch erzielten. Denn Mariechen begann bald zuzunehmen, erreichte innerhalb zweier Monate gerade das doppelte Gewicht, nämlich 11 Pfund, und heute, 16 Monate alt, hat sie es schon auf 25 Pfund gebracht. Die Zahnzeit wurde vorzüglich überstanden.
(Ge».) Frau Seinen, Nrutz a.Rh., 7. Stal 1110.
Scotts Emulsion
Irr der Ernährung und in dem Aufziehen vorzeitig auf die Well ge- tTf?* besonders silrsorglich voraegangen werden. HiU
Ä.-Jr und ,ede Versäumnis. Gerade solchen Kindchen
6cottS Lebertran-Emulsion, in dm entsprechenden Mengen K genommen, als em wahrer Segen. Die Entwicklung solcher ^btinder wird durch Ec otts Emulsion ost so gefördert, daß sic nach ?eben 101 senden Aussehen noch im kräftigen Körver- und Knochenbau von anderen Ämtern irgendwie zu unterscheiden sind, nie rUDn?A aÄnB^IV°(,n unö ouSschli-tzlich im groben verkauft, und zwar
Jetnlter arab ®ummt fculti. 2,0, wasser 123,0, Alkohol 11,0 ©itnu aromatische Emulsion mit Mandcl. und Baultheriaöl ie 2 Trvvsen.' V
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Kieme Tageschronik.
Ter Fabrikarbeiter Aiathias Hödel in Ludwigshafen nahm im Berlani eines Streites mit seiner 21jährigen Ehefrau eine fo drohende Haltung gegen sie ein, daß sie aus Ängst aus d e m F e n st e r ihrer Wohnung sprang und mit zerschmettertem Schädel t o t auf der Straße liegen blieb.
Bei A u b a g n e (Tev Rhonemündung) griffen drei Räuber einen Güterzug an. Der Schaffner vertriebjsie durch Revotoeffchüsie. Einer der Uebeliäter wurde verletzt.
Der ehemalige sozialistische deputierte Lasur gne und seine Gattin haben gestern in ihrer Billa in Dravil bei Paris ihrem Leben gemeinsam ein Ende gemacht, indem sie sich Blausäure unter die Haut spritzten. Die Gattin Lafargnes war die Tochter von Karl Marx. Lasargne soll einen Brief hinterlassen haben, in dem er erklärt, er nehme sich mit seiner Frau freiwillig das Leben, weil er den körperlichen und geistigen Verfall nahen sehe.
U. Tagung der beamteten Tierärzte Preußens.
Im Lehrervereinshaus in Berlin sand am 27. d. Mts tatter dem Vorsitz des Veterinärrats Rust (Breslau) die elfte Hauptversammlung des Vereins der beamteten Tierärzte Preußens statt. Vettreten waren das Landwirtschaftsministerium, das Kaiserliche Gesundheitsamt, die Tierärztlichen Hochschulen von Berlin und Hannover u. a. Tie Versammlung war stark besucht.
Es sprachen die Herren Träger-Berlin und'Tr. Seiler- Wbben über das neue preußische Ausführungsgesetz zum Relchsviehseuchengesetz. Daran schloß sich etn Vortrag des Professors 'Dr. Zwick-Berlin über den infektiösen Abortus des Rindes. Redner berichtete über die Ergcki- Nisse der im Kaiserlichen Gesundheitsamte ausgesührten Forschungen. Es gilt danach als erwiesen, daß der ansteckende Scheiden- katarrh in keinem ursächlichen Zusammenhang mtt tarn seuchenhasten Abortus steht. In dem gleichen Sinn sprach sich Profe,sor 'Dr. Casper-Breslau aus. Regierung^rat ?evermann cms dem Landwirtschaftsministerlum wies darauf hm, daß diese Feststellung von erheblicher Bedeutung werde. Anschließend hieran demonstrierte Tr. Siegel-Berlin unter erläuternden Worten Cyterrhyctes-.Kokken, die er als die Erreger der Maul- und Klauenseuche ansieht. Ihm wurde vom Geheimrat Ost er ta g vom Kaiserlichen Gesundheitsamt entgegen- gehalten, daß die Arbeiten hoch anerkannt und verfolgt werden mu&ten, daß aber fernem Erachten nach der Beweis, daß damit der Erreger der Maul- und Klauenseuche gefunden sei, noch nicht als einwandssrei erbracht betrachtet werden könne. In der wetteren Veryandttiilg wurde allgemein u. a. auch von dem Vertreter des ^antemrtj chaftsminifterrums darauf htngewiesen, daß überall da veterinärpolizeilichen Maßnahmen untn Ljuyilsenahme von Gendarmen und unter verständnisvollem Ent- gegenchmmen der Landwitte gearbeitet worden sei, es gelungen kLJS! ^Ä^ndrängen. Es sind jetzt 10 Prozent der beixt)<^en JRmberbcftanhe verseucht, im Vergleich zum Ausland _^ber könne man nicht sagen, daß , b.^^r zwecklos gewesen seien. Energisch wurden d^halb die Vorwurfe des Domänenrats B r ö d e r m a jt n in den MitteilungNi der ^Teittschm Landwirlschaftsaesellschaft zurück- gewmen Wenn es nicht gelingt, mit allen Mitteln die Seuche yn Laufe des Winters zuruckzudrängen, so steht bei Beginn der
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Kreis:
Am 18. Nov. waren verseucht:
Vom 18. bis 24. Nov. und neu oci- feuebt:
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Darmstadt .
Darmstadt, Wixhausen,
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Bensheim .
Griesheim Nieder- Rainskadt, Eberstadt Bensheim, Lorsch, Bür-
Dieburg . .
Erbach . .
stadt, Bickenbach, Bob- stadt, Zivingenberg, Urberach
Urberach
Groß-Gerau
Büttelborn, Biebesheim
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Heppenheim
Erfelden, RüffelSheim Fqelsbach
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Offenbach. .
Offenbach, Seligenstadt,
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Klein-Stein-
Gießen. . .
Kl.-Krotzenburg, Offen- that, Klein-Stemheim
Eberstadt, Sremberg,
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Arnsburg
Alsfeld . . .
Arnsburg, Torf-Gill, Langsdorf. Hungen, Lich, Birklar, Inheiden, Wieseck, Garbenteich, Villingen, Nieder- Bessingen, Winnerod, Nonnenroth
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Büdingen. .
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Heldeiibergen, Griedel,
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Schwalheim,
Heldenbergen
Lauterbach.
Bönstadt, Rockenberg, Berenheim, Rendel, Klein - Karben, Ober- Wöllstadt, Torn-Affen- heiin, Dorheim, Vilbel, Bruchenbrücken, Affen- Henn, Nieder-Florstadt, Södel, Friedberg- Fauerbach, Nieder- Wöllstadt, Groß-Karben, Klovpenheim, Kirch- Göns, Bauernheim, Jlbeiistadt, Reichelsheim, Wickstadt, Dortelweil, Wölfersherm, Burg-Gräfenrode, Dtassenheim, Oppershofen, Kaichen, Staden, Rodheun, Ober-Flor- stadt, Wisselsheim, Steiniurth
Angersbach
Pohlgöns, Bad- Nauheim
Schotten . .
Ober-Schmitten, Eichels- darf
Bretzenheim, Ebersheim,
.'Freienseen
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Mainz . . .
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Klein - Wmternheim, Marienborn
Weinheim
Bingen . . .
Grolsheim, Gensingen,
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Oppenheim
Ockenheim, Horrweiler, Dietersheim
Wolisheim, Nierstein,
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Worms. . .
Bechtolsheim, Schwabs- bürg, Biebelnheim Pfeddersheim, Westhofen
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