-tickercic"-
161. Zahrgang
Zweites Blatt
Nr. 26
scheint täglich mit Ausnahme der Sonntag?.
i) Mit Bürgel. — ’) Mit Momback und Sattel. — *) Mit Vororten.
Vinmod.
Apostolischen Segen.
t
Klasse
i Durchforstung),
Bundesrat soll ersucht werden, die Versicherung?-
12. Ter
lernnfl
^ßni°Den
len in den Distriüm :t werden'.
. 2 Mk. monatlich, . 4 , . 6 „ . 8 , .11 , . 15 , . 18 , . 23 „ . 30 „
betragen in der
und die Freiheit der Forschung gehemmt. Daher kann in dieser Sache außer in dem von Uns bezeichneten Falle keine weitere Erleichterung gewährt werden. Uebrigens ist es Unsere Ueberzeugung, daß diejenigen, denen Wir den Eid erlassen haben, zur Bekundung ihres mannhaften Charakters in der Ablegung des Eides die ersten sein und keine Bedenken tragen werden, nötigenfalls auch Schmähungen zu erdulden: beim leicht könnten sie i"ich selber als des christlichen Lehramtes unwürdig Vorkommen, wenn sie sich schämten, zu den Dienern! unseres Herrn Jesus Christus zu zählen.
Erfreulich ist Uns, daß Du Deinem Volke in liebevollem Worten berichtet hast, wie Vir Dich, in Ansehung Deiner großen
Redaktion, Expedition und Druckerei: ©dtul- straße 7. Expedition und Verlag: e^döl. Rebaktion:^K112.Tel.-Abr.:AnzeigerGießen.
Dienstag, 51. Januar 1911
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität?»Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Verdienste um Uns, jüngst ausgenommen haben. Tenn wie alle, die Uns Anhäuglichteit zeigen, so besonders Unsere geliebten Söhne, die Kardinäle, und Unsere ehrwürdigen Brüder, die Bischöfe, die mit Uns die Bürde der Leitung der Kirche tragen, UnS teuer sind, so wünschen Wir nichts so fcljr, als daß diese Unsere wohlwollende Gesinnung offenbar werde. Es erübrigt, Dir Tank zu sagen für 2eine Glückwünsche, die Wir von Herzen erwidern, und als Unterpsand der Himmelsgaben» die Wir Dir erflehen, spenden Wir Dir, Unser geliebter nohn, allen anderen Bischöfen Teutschlands, an erster Stelle dem Kardinalbischofe von Breslau, sowie Eurem Klerus und Eurem Volke in väterlicher Liebe den
Die „Giffotner Zamiltendlälter" werden dem /Jln.ciger* viermal wöchentlich beigelegt, da? Kreisblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Leit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
pflicht alsbald nach dem Inkrafttreten des Gesetzes auf Trichinen- und Fleischbeschauer ouszudehnen, die diese Tätigkeit aus eigene Rechnung ausüben. (§ 4.)
Ter Siebener-Ausschuß erhofft die Erfüllung dieser Forderungen umsomehr, als die Privatangestellten bet ihrem Be- treben seither die einmütige Zustimmung des Reichstages gefunden haben. Die baldige Verabschiedung des Gesetzentwurfes soll mit allen Mitteln gefördert werden. Tie Einberufung eines allgemeinen Privatangestelltentages nach Bcr- l i n steht unmittelbar bevor.
12 Fellm.
W 9'4 Uhr, am andhecke), am zweiten tb Stangenholz wich ä Buchen-Brenicholz -z> mar 1911. ngshausen.
Die Beoölkrung nach Kretfen nach dem vorläufigen «Ergebnis der Voltszählung am 1. Dezember MO
Au? den Mitteilungen der Großh. Zentralstelle für die Landesstatistik Nr. 996.___
A . B . C . D . E . F . G . H .
I .
UeuhofAanne auf der ,t den Durchforstung?- >orm. an kommt das le zur LM'leigerung. Raines, fförsler. —
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefien
ergibt, und um die Wiedereinführung eines alten und beständigen Brauches der stirche, wo derselbe unterbrochen worden war.
Rücksichtlich der von lins den Bischöfen erteilten Befugnis, Pfarrer auf dem Verwaltungswege zu versetzen, wundern Wir Uns nicht, daß diesem Dekrete diejenigen widerstreben, die von ihm zu fürchten haben, und daß diese vielleicht sogar von der Staatsregierung verlangen werden, sie solle Kraft und Wirkung des Dekretes hemmen. Wenngleich nun die Anwendung obiger Befugnis eine große Umsickst und Vorsicht erheischst, -so wollen Wir doch), daß dieses Streben nach Klugheit niemals zur Aengftlichkeit eines schwächlichen Charakters führe, infolge deren der Bischof, von den obwaltenden Schwierigkeiten über Gebühr beunruhigt, den Schritt nicht wagt, dessen Wichtigkeit für das Heil der Seelen et erkennt. Ddnn in der Erfüllung einer Pflicht, namentlich wenn lic direkt am die Ehre Gottes sich bezieht, ist der Kampf nicht zu fliehen, im Gegenteil mutig von uns aufzunehmen, da ja Gott selbst den Kämpfenden als „starker Hort" zur Seite steht.
Was die Zurückweisung der modernistischen Irrtümer und die hierzu vorgeschriebene Eidesformel betrifft, so haben wir zwar tu der mündlichen Besprechung mit Dir eine milde Gesetzes- auslegung angewendet und erklärt, durch das Motu proprio würden zur Eidesleistung nicht verpflichtet die Priester, die an den S t a a t s nn iv er s i t ä t en als Professoren der Theologie angestellt sind. Falls aber solche öffentliche Professoren zugleich eine priesterliche Tätigkeit als Prediger oder Beickstväter ausüben oder ein kirchliches Benefizium innehaben oder irgend ein Amt bei der kirchlichen Verwaltung oder Gerichtsbarkeit bekleiden, so lag es und liegt es nicht kn Unserer Absicht, sie von der Pflicht der Eidesleistung aus^unehmen. Wenn ferner diejenigen, die ausschließlich als öjfentliclier Lehrer tätig sind und somit den Eid Unterlassen 'dürfen, nach außen zeigen, daß sie von dieser Erlaubnis gerne Gebrauch machen, so erwecken sie dadurch möglicherweise keinen Verdacht gegen die Korrektheit ihrer Lehre, aber sicher legen sie eine bedauernswerte Nachgiebigkeit gegenüber den Anschauungen derMen- schen an den Tag, indem sie in feiger Weise vor der Autorität derer sich beugen, die nickst aus aufrichtiger «Ueberzeugung, sondern
itte
•Je un?Ä S» ölte, 316 »7
rL.t> S^eiter S-et Unh
E Holz lmtki
^tihJerroalhina.^ erung ®ita9 den 3. fix. bewald nachsteheisties
w. Eichen-Reinq, m- Kiefern-Rejßq, w. Schien-Reisig, Buchen-Swcke, m. Eichen-Llöcke.' 'n. Kiesern-Siöcke, >n. Fichien-Slöcke. eflni.
iellhei« rniv.Bibliot • S-Mp-gM-
bang- Veetrrfl
perlt 'kt. s*,i(ifflen. n zu /an die ’rbete«
Line Tagung des SiebenerAusfchufies für die staatliche pcnfionsvcrfichcruiig- der prioatangcftclltcn
Ter Siebener-Ausschuß des H a u p t a u s s ch n s s es zur Herbeiführung einer ftaatlickn'n Penjions- und Hinterbliebenen- Versicherung für die Privatangestellten tagte am 27. und 28. Zan. 1911 im Reickst'tagsgebäud«' zu Berlin, um zu dem Entwürfe eine? Versicherungsgesetzes für Angestellte Stellung zu nehmen. Vom Reichsamte des Innern nahmen die Geheimen Oberregierungsrata Koch und Tr. Beckmann an den Beratungen teil. Der Aus-« schuß faßte folgende Beschlüsse:
„Ter Siebener-Aus,chuß begrünt den Entwurf etnc-s Versicherungs-Gesetzes für Angestellte als eine gute und brauchbare Grundlage für die Pensions- und Hinterbliebenen Versickw- rung der Privatangestellten, zumal der Entwurf in seinen weseitt- lickien Bestimmungen den Beschlüssen des Hauptausschusses entspricht. Soweit der Entwurf die Erfüllung einzelner Wimiche der übergroßen Mehrheit der Privatangestellten mdit gebracht hat, wird der Siebener-Aussckmß beim Hauptausschusse beantragen, bei den gesetzgebenden Körperschaften nachdrücklich für dte Erfüllung folgender Leitsätze einzutreten: *
1. Im § 1 Ziffer 4 des Gesetzentwurfes ist dte Bestimmung zu streichen, wonach die Versicherungspflicht an ein ^chres- arbeitsverdienst von 5000 Mk. gebunden werden soll, vielmehr soll statt dessen bestimmt werden, daß ein Grenzgelialt von 5000 Mk. für die Bemessung von Leistungen und Beiträgen festgesetzt wird. . . - ...
2. Eine Befreiung von der Versicherungspsltcht 1 oll für Beamte des Reichs, der Bundesstaaten, Gemeinden u. s. f. nickst eintreten, sofern diese Beamten auf Privatdienstvertra^ an- gestellt sind, ohne eine Pensionsberechti^.tng nach den Lätzen dieses Gesetzes gewährleistet zu erholtem- (§ 10.)
3. Noch dem Tode der versicherten Mrfrau eines erwerbsunfähigen Ehemannes, die den Lebensunterhalt ihrer Familie ganz ober überwiegend aus ihrem Arbeitsverdienste beitritten hat, steht den ehelichen Kindern unter 18 Jahren Waisenrente und dem Manne Witwerrente zu, so lange et bedürftig ist. (§ 29.)
4. Als Beitragsmonate im Sinne des § 50 sollen auch die Kalendermonate angerechnet werden, in denen der Versicherte nachweislich stellungslos gewesen ist.
5. ' Eine Rückvergütung von Beiträgen fou unter feinen Umständen stattsinden. (§ 64.)
6. Weiblichen Versicherten, die aus einer Versicherungs- Pflichtigen Beschäftigung ausscheiden, soll auf ihren Antrag nach Wahl eine sofort beginnende ober eine aufgeschobene Leibrente gewährt werden. (§ 65.)
7. Tie Einberufung des Berwaltungsrates muß auf Verlangen des Verwoltungsausschm'ses erfolgen. 111.)
8. Zu der Anlage des Vermögens der Reichsvcrsicherungs- anstalt nach § 226 des Entwurfes soll die Zustimmung des Vor waltungs-Ausschusses erforderlich sein. § 226.)
9. Auch in die Rentenausschüsse sollen weibliche Versicherte
Ein päpstliches Schreiben an Uardinai Ascher.
Großes Aufsehen hak wieder ein Schreiben des Papstes an Kardinal Fischer gemacht, das von der „Köln. Volkszeitung" in folgenden Wortlaut übersetzt worden ift:
An Unseren geliebten Sohn Antonius Fischer, Kardinal- priester der heiligen römischen Kirche, Erzbischof von^Köln.
Unser geliebter Sohn, Gruß und Apostolischen «Legen. Was Tu in Deinem Namen und namens Deiner ehrwürdiger, Brüder, der deutschen Bischöfe, die mit Dir die feierliche Kon- fcreiiz in Fulda abgehalten haben, über die gemeinschaftlichen Beratungen Uns berichtest, gereicht Uns zu großer Freude, besonders weil ersichtlich, daß bei Euren Besprechungen die brüderliche Liebe gewaltet, und daß die Verschiedenheit der An,Men beim Beraten keineswegs die völlige Einmütigteit beim Beschliesten r er hindert hat. Wir freuen Uns, daß Ihr bezüglich der sozialen frage Vorsorge getroffen habt, um die Eifersucht und die gereizten Ltreitigkeilen unter den beiden Arten der Arbeiterverbande ;u beseitigen, und daß Ihr zu diesem Zwecke für beide Organt- latümcn gewisse allgemeine Vorschriften aufgestellt habt, die ste befolgen müssen, damit eine jede in ihrem Tätigkeitsbereiche Tort* fahre, zum wahren Nutzen der Arbeitgeber und der^Arbeiter, unter gleichzeitiger Förderung der Religion und des Ltaatswohles zu Wirten. Willkommen war Uns auch, daß Ihr, wie Tu mttteilst, zum Zwecke der Durchführung des Dekretes Quam singulan be- 'd)loiieu habet, durch einen gemeinsameii Hirtenbrief das Volk zu belehren und zu ermahnen, lvas im allgemeinen zu geschehen nat, damit die minder möglichst früh die h. Kommunion empfangen. Hierbei muß es den Christgläubigen zum Bewußtsein gelangen, dan c-? sich nicht so sehr handelt um den Gehorsam gegen ein vom römischen Papste gegebenes Gebot, als vielmehr um die Erfüllung einer Pflicht, die sich aus der Lehre des Evangeliums von selbst
gewählt werden können. (§ 137.)
10. Es soll den bestehenden Pensionskassen der Berufs^ verbände ermöglicht werden, auf ihren Wunsch ein? lieber» nähme dieser Kassen durch die Reichsversicherungsanstalt mit Zustimmung des Bundesrats herbeizuführen. «$ 363.
11. Der Leitsatz des Hauptausschusses über die Höhe der Beiträge hat im Entwurf offenbar nicht die richtige Auslegung gefunden. Der Hauvtausschuß hat den einmütigen Wunsch gehabt, daß die dort aufgefüfrrten Sätze von 10 Prozent und 8 Prozent sich auf das durchschnittliche Einkommen, nicht auf das Mindesteinkommen beziehen sollten. Tic Beiträge sind deshalb entsprechend zu erhöhen, wodurch zugleich auch die Leistungen erhöht werden.
Die Beiträge sollen möglichst so abgestuft werden, daß sie
Ans Statt und Land.
Gießen, 31. Januar 1911.
Bahnprojett Gießen-Ärofdorf-Rodheim Bieber- Hohensolms-Gladenbach-Biedenkopf-Battenberg.
Von dem vorläufigen Eisenbahnkomitee für diese Bahn ist folgender Aufruf an die Bewohner des Biebertals usw. als Flugblatt verbreitet worden: Seid auf der Hut Bewohner des Biebertals und seiner Umgegend. Tie Leitung und der gesamte Verlaus der Versammlung in Hohen- solms hat es gezeigt: ganz hinter Eurem Rücken und ohne Berücksichtigung Eurer Interessen soll die Bahnbaufrage, welche für Rodheim und Umgebung eine Lebensfrage ist, gelöst werden. Es soll nur eine Verbindung mit Wetzlar hergestellt werden, während doch alle wirtschaftlichen und Lebensinteressen die gesamte Bevölkerung der Ortschaften des Biebertals, außerdem Hohensolms, Erda, Königsberg, Franlcnbach, Crumbach, Kirchners, Fellingshausen usw. nach Gießen mit seinen Märkten und Kliniken Hinweisen. Noch ist nichts verloren, aber nur energisches Vorgehen aller kann uns bewahren vor der größten Schädigung. Alle anderen Tagesfragen und Kleinigkeiten des Lebens treten zurück, wenn cs gilt, die Zukunft zu sichern. Es ergeht deshalb an alle Männer jeden 'Ltandes der oringende ?Ruf: Auf nach Rodheim zur Beratung' Am Mittwoch, 1. Febr., nachm. 2i 2 Uhr, findet im Saale des Gastwirts Wilhelm Bender zu Rodheim a. d. B. eine Versammlung statt, in welcher die ersten entscheidcndeit Schritte in der so wichtigen Bahnfrage beraten werden. *
** Gießener Konzertverein. Allen Musikfreunden bringt das verlockende Programm des am Sonntag bevorstehenden 2. Lrchestertonzertes auserwähltc Werke, die von ewigem Leben erfüllt sind. Unvergeßlich wird jedem
Gegeben zu Rom bei St. Peter am 31. Dezember 1910, im achten Jahre Unseres Pontifikates. Papst Pius X.
Nicht nur in der liberalen Presse, sondern auch in konservativen Zeitungen ist das Schreiben mit großem Unmut ausgenommen worden. Warum, das ist aus folgenden Bemerkungen der „Kreuzztg." zu ersehen.
Hiernach kann wohl kein Zweifel mehr bestehen, daß der Papst die Absicht hat, einen K 0 nsl ik t mit d er preußischen Staatsverwaltung herbeizuführen. Am Montag den 16. Januar sagte der Minister von Trott zu Solz, er sehe in der Maßnahme, daß die k a t h 0 l i s ch e n Theologieprofessoren den Antimoder nist eneid nicht zu schwören hätten, ent Anzeichen dafür, daß auch die katholische Kirche wünsche, das friedliche Nebeneinanderwirken von Staat und Kirche niäjt gestört su sehen. Diese Annahme stützte sich offenbar auf die bem Minister von den deutschen kirchlichen Behörden gegebene Auslegung der Absichten der römischen Kurie. Tiese Auslegung wird vom Papste in dem Schreiben vom 31. Dezember ausdrücklich zurückgewiesen, und die Verösfentlichung des schreibens unmittelbar nach jener Rede des preußischen Kultusministers kann nur als eine feindlicheGegendemonstration angesehen werden Die Konsequenzen lassen sich zurzeit noch nicht überleben. Man wird abwarten müssen, ob die Theologieprofefsoren den Eid trotzdem verweigern und ob dann den jungen Klerikern der Bc such ihrer Vorlesungen „widerraten" wird. In diesem Falle wären die theologischen Fakultäten ihres Zweckes Hera u b t und dem Untergange geweiht. Tatz die angcueUtai Professoren ober Staatsbeamten in ihrer Stellung selbstverständlich geschützt unb darin durch kirchliche Maßregelung nicht berührt werden, tut dabei nichts zur Sache. Aber auch rur die kirch- lichen Seminare ergeben sich aus dem Geietz vom 21. Mai 1886 Konsequenzen, da nach diesem Gesetze zur ÄnsteNung an kirchlichen Seminaren die wissenschaftliche Befähigung erforderlich ist an einer deutschen Staatsuniverfität in der Disziplin zu lehren, für die die Anstellung erfolgt. Alle Bemühungen des deutschen Klerus, im Frieden mit dem Staate • u [eben und vom deutschen Geistesleben nicht ausgeschlossen zu werden, haben also beim Papst nicht das geringste Verständnis gefunden. Dem Staate sind feine Entschließungen durch das Gesetz vorgeschrieben, unb er wirb 'ie burch- fübren müssen, auch wenn dem religiösen Leben in Deutschland damit unberedjenbarer Schaden zugefügt wird.
Die „Köln. Volksztg.", das rheinische Zentrumsblatt, sckieint von dem neuen Vorgehen des Papstes auch nicht gerade erbaut zu sein, denn es schreibt u. a.:
Was dieses Schreiben selbst anlangt, so wird es u. E. darauf ankommen, wie die Dinge sich tatsächlich gestalten werden. Das vermag niemand in diesem Augenblicke zu übersetzen. -Lic »fragen, um die es sich handelt, geben im übrigen nicht an erster Stelle die Zentrumspresse, sondern den deutschen Episkopat und, soweit rechttiche Grenzverhältnisse berührt werden, die Staatsregierung an. Wir warten das Ergebni der Erörterungen zwischen dem Episkopat un der Regierung, von denen wir ohne weiteres an nehmen,daß sieim Gei st eleidenschastsloserS ach [iebfeit geführt werden, in aller Ruhe ab unb und man cjeiuiun.i, Den Versuchen, die Behandlung kirchlicher Angelegenheiten auf das polirische Gebiet tzinüberzm'pielcn, Vorschub zu leisten. Wenn Tatsachen vorliegen, wird es für die Zen- trumsprefse noch immer Zeit sein, ein mehreres zu lagen. Gegenüber den Ausführungen der Kreilzzeitung einstweilen nur die Bemerkung, daß die Folgerungen, welche sie aus dem päpstlichen Schreiben'zieht, nicht zutreffen. Tas Schreiben ist vom 31. Dezember 1910 datiert und ar. dem Tage gedruckt worden, an dem der preußische Kultusminister seine Erklärung im preußischen Ab- geordnetenbause abgegeben hat. Es kann asi'o das Schreiben nicht als eine feindliche Gegendemonstration aegen jene Rede des preußischen Kultusministers angesehen werben.
m HlÜllull UlVi „ttlMten öuäW» SM SE
aus Abneigung gegen die katholische Religion hi die Welt hinaus-1 rufen, durch diesen Eid werde die Würde der Vernunft verletzt I .-Lrnrnbcitcn c
Kreise
1910
Zunahme bezw.
Abnahme (-
)
Sädte.
1871
1905
tVorläusigeS Ergebnis-
von 1900 auf 1905
von 1905 auf 191 ■
absolut
/o°
absolut
0/ '0
Tarmftabi ( eoufllgc Crlc......
Bensheim............
Dieburg ............
......................
Stadt Cffenbarf)')....
Cfienbad) ( eonflig, Crt=......
Provinz Starkenburg
(t,. , \ Stabt Gießen......
®,c6en l Sonstig- Crle......
....................
Friedberg............
Lauterbach............
Provinz Oberhessen
J Stadl Mainz').....
uSlaxni | Sonstige Orte......
Alzey..............
( Stabt Worms
®orm5 1 Sonnig- Ölte......
P r 0 vinz Rheinhessen
Großherzogtum
39 594
27 588
43 775
50 974
46 945
35 027
39 889
24 596
40 628
349 016
12 245
50 949
37 312
87 603
58 793
29 012
27 125
253 042
60 >-37
26 520
35 »54
31 ^00
41626
16 »>96
__36 618__
249 931
83123
45 588
61 208
59 640
47 707
56 072
48 708
65 372
75 628
542'996
28 769
59 707
36 908
40 587
74 425
29 316
__27 043
296 755
106 338
45 039
40 565
42 282
46 979
43 841
44 3*0
369 424
87 085
50 686
65 806
62 029
48416
62 9 8
51 926
75
__85999__
590 468
31'44
62 894
37 907
40 836
79 063
29 725
27 742
309 211
110 634
48'149
40 950
42 647
46 971
46 713
_ 46 406__
382 430
10 742
4 976
5 292
4 262
1 124
5 274
2 539
10 217
9 970__
54 398
3 278
3 282
628
1 555
4 752
508
_____705
14 708
8 711
43 6
820
1825
600
3136
1692
21 090
14,. 12„
9,.
7,7 2,<
10,.
5,,
H,s
12,„
1,7 4,0
6,. l.s 2„
5,,
10,e 2,i
4,5 1.1 In
4,o 6„
3 962
5 148
4 598
2 389
709
6 856
3 218
10 21
10371
47 472
2 275
3 187
999
249
4 638
409
____699 _
12456
4 296
3 010
385
365
- 8
2 932
__2 026__
13 006
1 | — -
1 1 __________________________________________
bo2 009
1 209 175
1 282 109
90 196
8,1
72 934
1


