Amtlicher Teil.
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Eingesandt.
»Für Form und Inhalt oikt uiuer ,...u «nubrit stchcuden Anikc. übernimmt die Redalnon dein Publttum gegciiujer teinerict Lercniwonung.)
Erklärung
zur Kartofsellieferung der Stabt Gießen.
Sm SamLiagblall wird in dem Bericht über die Stabil'ererb« ncien-Leriammlung mir der ungerechte Borir-ur' gemaa t, id) baue gegen beschwerdesulfrende Personen gejagt: Geimdel; dies muß ich ganz entschieden zuructwersen: außerdem soll ich ge> tagt, haben, die Leute 'ollten^öO Big. mehr bezahlen, bann bekamen sie gute Kalloßettr. _Tic5 mir gan; ’remb; ich lann vielleicht gesagt hade.i, es such bieielben ttarufeln, wo andere Leute 50 Sfg, mehr zahlen müssen. Ob es eine .Geschäjts-
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hm ersetzter Fehlbetrag von 100 Mk. festgestellt wurde, e r. cho ß sich, als er zur Strafe verlest werden sollte. Jetzt hat ich herausgcuellt, daß nur ein Rechenfehler vorlag.
An der schleuich-rufjischen Grenze in der Nähe der Station Tann überiuhr eine Lokomotive einen Reoiiionswagen, in dem sich höhere Beamte befanden. Sämtliche wurden getötet.
Aus München, 26. Noo., wird gemeldet: Gestern nachmittag 6 Uhr fuhr Drin,; Ludwig Ferdinand im Automobil durch die südliche Aufsahrt-Allee stadteinwärts. An der neuen Gernerbrüne rannte das Automobil plötzlich mit einer sollen Wucht gegen eine Linde, daß es infolge des Anpralls gegen ein entgegenkommendes Petroleumfuhiw.rk ge>chl-.„d.ri wurde. Ter Prinz blieb unverletzt, aua) der Ehauf.eur und der Kutscher des Petroleumwagens erlitten leinen Schaden.
Starkenburg und Rhein Hessen.
rm. Darmstadt, 26. Noo. Dem Festakt, der auS Anlaß von Großherzogs Geburtstag in der Technischen Hochschule Halt' ! sand, wohnten u. a. die Minister Braun und v. vombergk, „ Bürgermeister Müller und Oberkonsistorialpräi ident Nebel bei. Der Rektor Pros. W i ck o p begrüßte die Anwesenden nach einem i durch den »»ademischen Chor vorgetragenen Lied und machte I tetannt, d aß auf Grund der mit „Auszeichnung^ beftanoenen h 2iplomprüfung zum erstenmal aus der M ü l l e r - A l e w , li Stiftung der erste Preis dem Diplom-Ingenieur Wilh. Weber M anS Darmstadt (Arch. Abtellung) und der zweite Preis mit 500 M-Nurl dem Diplom-Ingenieur Vans Ku ball aus Hamburg Äji rlicljen worden ist. Beiden Inhabern wurde außerdem die von w iiof. Barnesi-Frankfurt au«ge|tattete Plakette übergeben.
4- Dar mstadt, 26. Nov. Ter Internationale Bund der L a n d w i r t s ch a f t l i ch e n G e n o s s e n s ch a f- t en, dem die großen landwirtschaftlichen Genossenschasts. verbände von 11 Ländern angeschlossen sind, hält im nächsten .rnhre seinen dritten internationalen Bundestag ab. Zum ersten Male wird dieser Bundestag auf deutschem Boden siattsinden und zwar im Mat 1912 in Baden-Baden. Die Einladung dazu hat der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften in Darmstadt ergehen lassen, dessen Vorsitzender Geh. Regierungsrat Haas ^Darmstadt- ist. Schon dieser deutsche Reichsverband der ländlichen Genossenschaften umfaßt allein nahezu 20000 Genossenschaften, so daß der Baden-Badener Kongreß eine gewaltige Teilnchmerzahl aufweisen wird. Zur Vorderes- . lang des Bundestages wurde in einer in Darmstadt abge- i hatten en Borstandstagung des internationalen Bundes ein ■ Ausschuß eingesetzt. Im laufenden Ial)re sind dem Inter- nationalen Bund die landwirtschaftlichen Genossenschaften von Dänemark beigetreten, ebenso hat der Zentralverband oct japanischen Genossenschaften mit etwa 8000 Vereinen seinen Beitritt erklärt.
w Worms, 25. Nov. Gestern abend ereignete sich an dem offenen ll e b c r a a n g der Osthofener Landstraße ein Unglücks fall. Dort wurde das Fuhrwerk einer Brauerei von dem Zuge Gundheim—Wormö ersaßt und zertrümmert. Tie beiden Pferde wurden getötet, der Fuhrmann M. Bell au? Herrnsheim wurde schwer verletzt.
Hessen-Nassau.
Infolge starker Regengüsse fanden in einigen Teilen Südtirols im Passeiertal und in der Stllfjerjochilraße Erdrutsche statt. Ter Wagenverkehr mußte vorläufig eingestellt werden, die Flüsse sind bedeutend gestiegen. In Niederdorf ,Pustertai- uno in Margreid ^tia-tals et» olgten gestern leichte Erdstöße.
AuS Frankenhausen (Niederbayern) wird gemeldet: junger Eiienbahnbeamter, in dessen Amtskasfe ein soforr
g.'meinbeorbnung Oie Oefientlichkeit der Sitzung vorgeschrie- den ist, wie dies auch bisher in Schotten schon immer gc- | 1 -üten würbe Bedauerlicherweise waren zu dieser Sitzung W'Zul)ür« nicht erschienen.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 26. Nov. Zur Feier des Geburts- ! tages des Großherzogs hallen gestern sowohl die öffent- bl'thcn, wie auch eine Anzahl Privatgebäude geflaggt. Des Mittags um IVj Uhr sand im Hotel Trapp ein von Beamten und Bürgern besuchtes Festessen statt. Des IabendS von 9 bis 10 Uhr konzertierte am Kriegerdenkmal * die Stadtkapelle. Die Militarvereine hielten abends in ; ihren Vereinslokalen entsprechende Feiern ab. In der katholischen Kirche fand morgens ein feierliches Hochamt mit Tedeum statt. Der evang. Gottesdienst zur Feier des Ge- ■ burtstages wurde heute morgen in der Stadtkirche ab- gehalten.
hohen Alters aus dem Biesenvorstand ausgeschiedenen <J-,riftiün Schlörb IIL wurde August Schlörb lH. gewählt. — ^ ,-r Ankauf einer Wiese von 3787 qm zum Preise von 8 Pfg ; r den Quadratmeter von Straßenwart Wilh. Buß-Ru» d'.nqsbain in Flur X „In der Moschbach" wurde beschlossen. — Tie Abtretung von 124 qm ÄiesengelLnde am Taubenwex aus Flur XXV. Nr. 3-18 an Johann Georg Heinrich rtromm 1 ter zum Preise von 20 Psg. für den Quadratmeter wurde g nehmigt.Einem Tausche von 6 qm Gelände im Altenfeld z.-rnchen der Stabt und der gemeinnützigen Baugenossen- i ft wurde zuaestinnnt. — Die Stadtrechnunq für 1'JiO wurde, nachdem ju diesem Punkte gemäß Artikel 76 1171 neu) der Landgemeindeordnung, Gemeinderat Karl Schlörb V. zum Vorsitzenden und Hermann Tuchardt zu feinem Stellvertreter gewählt worden war, an Hand des | enschastsberichtes der Bürgermeisterei eingehend g.prüft
und alle Abweichungen gegen den Voranschlag erläutert Nachdem festgestellt worden war, daß Beanstandungen hierzu nicht zu machen sind, wird die Rechnung der Oberrechnungs- kemmer zur Prüfung überwiesen. — Die Rechnungsbegut- achlltng ist die einzige Sache, bei der nach der neuen Land-
<5ro6ber)og$ Geburtstag.
. , Gießen, 27. Nov.
,/tie Feier von Großherzogs Geburislaa verlies hier in bester Weise. Auf die von der im Saale des GesdlschaftSvcrcinS cet- fammelten Beamten und Bürgerschaft abgeianbte Glückwun'ch- deve'chk trat noch während des Festessens ein in herzlichen Worlcn gehatteneS Antwvntelegramm des Großherzogs ein. Auf das am Scblun der Festoorstcllung int Stabile ater von Cb.rbürgcr* meuter Mecum ab gesandte Telegramm kam folgende Anrwort: „Für die treuen Geburtstagsglückwünsche her (intern im Stabt • lheater zur FestvorsteUung vmammelun sage ich her lieben Tank. &rml Ludwig." Ter Finanzbeamtenverein, Ihr am «amstag abend ebenfalls den G.burtStag bes Großherzogs festlich beging, erhielt auf feine Glückwunschdepesche folgende ttte- graphische Erwiderung zu Händen icmc-5 Boi itzendcn: „lieber- Mitteln Sie, bitte, für die mir ausgesprochenen Gluäw.mschc meinen aufnck.tignen Sant. omit Luowig."
" 2er Verein ehemaliger 116er in Gießen feierte am Freitag, 24. d. M., im Cafe Amend den Geburtstag des Landesfürsten burd) einen Festkommers. Tas Os izier- korvs unb die drei Unterof’ijicrocreine hatten Abordnungen cni sandi, auch war der Artülerieoerein burd) feinen VoriitzenD.n vertreten. Der Besuch war gaiy vor^ügttch, jo baß cmzetnc '..'ttl- glieber noch im Derberen Lokal Platz nehmen mußten. Tic Festrede hielt Oer 1. Vorsitzende Herr Kausmanu Begeistert trimmten die Anwesenden ein in bas von ihm auf ben Landes- fürsten ausgchrachte Hurra. Vorzüglicl-e Äon^ertDortrugc bec Ämenbfchen Hauskapelle wechselten mit gemeinsam gelungenen Liebern und Einzelvorträgen, tellS ernsten, teils heiteren üi)u* rattert, ab und hielten die Festversammlung in froher Stimmung. Ten Dank der Gäste bradne Major Großmann in einer zündenden Rede -um Ausdruck, in der er besonders aus bas schöne Lmeiab- schastliche Verhältnis -wischen bem aktiven Regiment unb dem jungen Verein hervorhob, betonte, baß bessen Rundung im Regiment freubigste Anteilnahme gefunden habe. Um 12 Uhr wurde an den Großherzog folgendes Telegramm abaefandt: „Die zur Feier beS allerhöchsten Geburtstags Derfammeltcn Mitglieder des Vereins ehemaliger 116er in Gießen entbieten Ew. Kgl. Hoheit untertänigste Glückwünsche." Hierauf lies am 25. mittags bei bem ersten Vorl'itzenben folgendes Telegramm Sr. Kgl. Hohc.t ein: „Für freundliche Glückwünsche besten Tank. Ernst Ludwig."
** Vom Mannerturnverein Gießen wird uns geschrieben: Aus Anlaß des Geburtstages hatte der Manner-Turnverein eine von dem Buchbindermeiiter Häuser in Gießen verfertigte künstlerische Adresse dem Großherzog übersandt. Diese Adresse enthiett die gelegentlich bes Eilboienlaufes bes Mümier- Turnvsreins aufgenommenen Photographien, einen aussührliä-en Bericht, bie Namen der sämtlichen Läufer nebst den eiiijclnc.n Laufstrecken, gelaufene Zeil, einen die Steigungen unb bas Ge- lälle bes ganzen Lauis buiiiellniüen Plan, .cus bem Mabincit oes Großherzogs ist nun an ben ersten Sprecher beS Männer-Turn- Vereins folgendes Antwortschreiben eingetauien: „Darmstadt, Altes Palei*. dcn 25. November 1911. Euer Hochwohlgeboren teilen wir eifa. *uft mit, daß Se. Kgl. Hoheit der Großherzog ben Bericht über ben Ettbolenlaus vom 11. Juni b. Is. zwischen bem Taufstein unb Lich nebst den beigefügten wohlgclungcnen Pyowgravhien mit lelnjaitem InkWPe unö dem AuSbruck beiten Tankes cntgegengciwmmcn haben. J« Beriä)t war für Se. Kgl. Hoheit' den Großherzog eine willkomnWe Erinnerung an den bedeutungsvollen Augenblick, in dem TurnN Hans Thöt Höchstihm ben Eichenbruch überreichte, welchen bic Mitglieber beS Männer-Turnvereins Gießen vom höchsten Punkt Oberhe|fi.ns in ausgezeichnetem Stafettenlauf nach bem Schloß Lich überoracht hatten. Römheld." ±
Vermischtes.
** Ein Po st raub in Berlin. Am Freitag abend wurde in Berlin aus einem Postwagen, der von der Reichsbank nach der Postanstalt 41 fuhr, während der Fahrt ein P o ft s a ck mit etwa 1O0 OOO Ml. g e r a u b t. Ein Schutz- mann, der in der vergangenen Nacht durch die Weserstraße in Rixdors patrouillierte, bemerkte einen Mann, der einen großen Leinwandsack mit einem roten Streifen trug. Als er ihn anhalten wollte, warf der Unbekannte den schweren Sack über einen Staketzaun unb entfloh. Er würbe aber eingeholt unb aus bic Wache gebracht, wo man ihn als ben 33 Jahre alten Provisionsreijenben Ebuard Cavelle feft* teilte. Nach seinen Angaben übergab ihm ein Poftschafsner >en Geldfack. Der Satt wurde wieder gefunden. Ter verhaftete Reifende Cavello hatte den geraubten Postsack zunächst nach seiner Wohnung gebracht und dort 51 Wertbriefe und das Bargeld herausgenommen. Tie übrigen Wertsendungen, die kein bares Geld enthielten, hatte Cabello in einen großen Sack gepackt. Er wollte ihn weg- werfen, als er gefaßt wurde. Auch der Führer des Postwagens, der Posttllon Wendt, wurde verhaftet. Er bereitet jedoch jede Beziehung zu dem Raube. Tie Geliebte ürvellos, welche seine Wohnung teilte, will nicht gewußt haben, woher das Geld stammt.
* V o m W e 11 c r. In der Nacht zum Sonntag sank bie Temperatur auf 2 Grad unter Null. Am Sonntag konnten die Kunsteisbahnen in Betrieb genommen werden. — Wie aus Ilmenau gemeldet wird, find durch einen starken Rauhfrost die Telegraphen - und Telephonverbindungen zum größten Teil unterbrochen. Auf einer einzigen Strecke lagen 40 Trähte am Boden. — Auf den Bergen hegt Der Schnee 20 bis 80 Zentimeter hoch. — In dem rheinischen Jundujttie- gebiet trat in der Nacht zum Sonntag starker Schneefall ein, Der bis zum Mittag andielt. — An der 'Jäirbfee und Der Elbmündung herrscht seit Einbruch bet Nacht zum Sonntag starker Nordoststurm, der die Schiffahrt gefährdet.
Kleine aage$d)ronit
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Inf er alte?, zim l. ubau Plaj: rna5- . i Vorfommci na: • , sfest bn g" ftfltt. Zu bei ittBftflbt? (ito'l en 24. 11
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I q 1812 irrtnifi b:| harten SiMt^'l und w *y.:| ^rhabmeH Dorb?: i ssoch auf daA | des 24. fJjoncmW' ‘ Hammer i L saiigverein^icbS I nahm. ErM'7. I inem ßiefanß »-5 > cher ausnihrte,.^.! Vorgänge zu I
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äblicken tainwjj ise weüerbaut'^W V entgcgeu'oo« I eine offen; ch gern erpifü^l ch ' doch. «*
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einger*. nlaniiing * :|i; I ent Pr°m ötenbiuS A..I 'bstb-uE^ n ang-p'l-"-''
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fdiahigung für mid) fein folk. daß diese llmDabrbrifnt in bit Cef’entlicbfeit gebracht worden find, weiß ich nicht: aber das richtigste wäre gewesen, wenn man mn1i auch gehört hätte: ich glaube mit Bestimmtheit sagen zu können, daß mein h>,scbafls- rrinzip stets ein ganz anderes gewesen ist. Durch meine sämtlichen Lieferanten kann ich hieir' beweisen.
Zur Aufklärung der ÄanafieUic crung muß ich mitteilen, daß ick feinerzeit zu der So Ulpolilu'chcn Titzung cmgclabcn war, >vo mir ausbrücklich aufgegeben wurde, von iämUidien 1 idigen KarU" >el gross ist en zu kaufen; nachdem ich einen Waggon prima Larto' ttn cuniorticrt ivj zu 7 Mk geliefert wurden, von einer biefigen Firma gekauft batte, würbe mir schon mit dem Rechtsanivalt ^edrohl. luenn ich nicht auch anbei en Firmen abnefamen würbe: msolgedeffen kauften wir tuten Waggon Mar- toffef von einem anderen Grofsisten vier. Der beteuerte, daß btc Ware fehr schön sei, er hätte sie eigentlich dnbenvatig zu 100 Mk. diu Waggon teurer verlaun. Mithin muhte ich dock bem Herrn Glauben schenken. Den britten Waggon laut ton ro.r wieder von einer anderen Firma hier. Ter Hcri selbst sagte mir: ich habe cimn wunderschönen Waggon ftarUf ei (Maanum bonum) am Lager stehen, der paßt für bie Stabt. Ich befiditigte biCfclben und crliaric, daß bie Mariofidn zwar ichön seien, aber für bie Stabt müßten bicidben nochmals auSgde>en werden. So wurde mir vorivrochcn, alles zu tun, was möglich wäre Die Kanoifdn imb bann von dem Grofsisten gesackt und plombiert worben: bic vier Lieferanten haben bie Martoifdn am Lager abgcholi und in bie Stabt gefahren, mithin kann mich bock, absolut keine Schuld treficn. Ich habe dem Herrn es telephoniich mitgncilt, daß Die Kartoffeln nicht sauber verlesen seien, da wurde mir zur Antwort, laßt sie stehen. Jniolgeoejscn wurdeii nubt alle 200 Zentner abgenommen.
Jetzt hat es sich herauSgestellt, daß es bie Firma sogar gewußt hat, daß die Kartosietn einen leichten Frost hatten: von meinem Lieser amen, wo ich immer kaute, wäre mir solche Ware nicht verabfolgt worden, dies find bic Folgen, baß mir aufgegeben wurde, bei jedem hiesigen Grossisten zu taufen. Was bie Reklamationen anbelangt, io ist cS auch entschieden über- irieben worden, z. B. sind Kartofsd pro Zenmer 3,60 Mk., unsortierte Ware, beanstandet inorbcn, weil sie nicht verlesen waren unb die Futterkartos.ei kostet der Zentner 3—3,50 Mk. was sollen wir benn eigentlich liefern? Tic Leute glaubten, die Stadt habe einen gewißen Betrag für drotstandSkartofjelliefe- rungen bewilligt, was doch nicht der Fall, unb glaube ich, daß dies womöglich der Grund war zu den Beschwerden.
Es wird mchr Leben über diese Sache gemacht, als eigentlich notig, es sind im ganzen 12 Reklamationen von 110 Bestellern gemacht worden unD möchte ich den Herrn Stadtvätern, bie io erbost über bic Ka r tos iei Händl er in bei Sitzung waren, anratcii. selbst bie Äartofidlieicrung zu übernehmen, dann wären sicher mehr, als bie doppelte Anzahl der Beschwerben cingdaufen, wie z. B. bie hiesige Bahnverwattung, bic Stadt Frankfurt a. M., Wiesbaden usw.; bic haben Erfahrungen gemacht. Bemerken möchte ich noch, baß ich für bie 3,50 Mk. Kartoffel 3,25 Mk. unb für die 4 Mk. 3,65 Mk. bezahlt habe, mithin ist also in Anbetracht der Ausfuhre usw. an einen auch nur kleinen Verdienst nicht zu denken.
Ich erkläre nur noch, daß sämtliche Reklamationen erledigt worben siM> unb was bie Lieferung an mich von den Grossisten unb die öffentlichen Beleidigungen gegen mich anbetrifft, so wirb biefe .Angelegenheit ein gerichtliches Nachspiel haben.
I. Weisel, Kartoffelhandlung.
(Von der Kartofsdhandlung St. Sier wirb uns mitgeteilt, daß sie an der Äarioffdlieferung nicht beteiligt gewesen sei. Reb.> Lollar, dem ttreisstratzenwart Christian Gl'anz II. zu Ädingem Dem Walbarbeiter Aug. Göv zu Freienseen, dem Holzhauer Gg. Hildebrand zu Oppershofen, dem Kreissttaßemvai'l Peter Jakob zu Mufchenheim, dem Fabrikarbeiter Will). Michel zu olcinberg [itreiö Schotten), dem Sandgießermeister Karl Nagel zu Gadern, dem Weber Iohs. Lrtwem zu Frifchborn, dem Waldarbeiter Heb. Rehberger zu Gunzenau, dem >lieiS|traßen- wart Marlin Reitz zu Holzheim, dem Waldarbeiter Heinrich Rinker III, zu Nonnenroth, bem Krcisstraßenwart Hch. Röh- r i g I. zu Homberg a. b. Ohm, bem Waldarbeiter Gg. Schaad III. öu Laubacb, dem Steinschläger Hch. Schmulbach I. zu Wind- hauien, dein Waldarbeiter Iohs. Stockmann zu Swcklwnjen ^trciv Lauterbach), dem Waldarbeiter Konr. V o n e i f f zu Laitvach, cer Sulturarbcitcrin Margarete Weimer zu innigen.
— U hu f r. I. t r aU 17.4rfin 11nqa
3pielplan der vereinigten zrankfnrter Stadttheater.
<Opcrni)aui.
Montag, ben 27. Slooenibcr, avends 71/, Uhr: .Martha. Dienstag, den 28. 9lovember, abends 7 Uhr: ,Iphigenie auf Tauris/
rchauspielhaui.
Montag, den 27. Noveiiiber: .Penthesilea.^ Dienstag, den 28. November: .Minna von Barnhelni.- sIranziska: Frl. Olga Fuchs vom Staduhecuer in Leipzig als Gast.) Anfang jedes- mal abends 7 Uhr.
Anulicher weuervericht.
Wetteraussichten m Hessen am TienStag, den 28. November 1911: Wolkig, geringe Niederschlage bei wenig veränderter Temperatur.
U Marburg, 26. Noo. Die Stadt Marburg konnte, wie der Magistrat mitteilt, sämtliche Kartoffelbestellungen 5 u £ vollen Zufriedenheit erledigen. Etwa 600 Zentner Karlofsdn sind zum späteren Verkauf feilen» der Stadt cinge- leilert worden, so Daj] em .\)m u.inondlcn Der Preise nn Winter wohl hier vermieden wird. Tie Stadt verkauft die Kartoffeln iu 3,40 Mark den Ztr. — Der Betrieb der neuen elektrischen Straßenbahn wurde heute eröffnet. — In bet Klinik starb der 67 Jahre alte Landwirt und Sägeroerks- besitzer Karl I n a de r aus Dodenau an den Folgen einer Verletzung, die er sich beim Laden von Baumstämmen zuge- »ogen halte.
[i Kirchhain, 26. Nov. In der gestern im Kreishause abgcbaltcncn Kreistagssitzung für den Kreis Kirchhain wurde der Lrrichtung einer Wanderhaushalts fchule grundsätzlich i u g e ft i m m t und für die erforderlichen Vorarbeiten 50Ö Mk. bewilligt. Tie Rechiiung der Kreiskommunalkafse für 1910 schließt ab mit 119 316,91 Mk. Einnahme und 109 696,91 Mk. Ausgabe.
[] Frankenberg, 26. Nov. Gegen eine einmalige Ab- 'indung von 30 000 Mk. werden jetzt die Gemeinden Birken- bringhausen, Haine, Röddenau, Schreufa und Biermünben anS hiesige Wasserwerk angeichlofsen. soll, jo können die Leute nicht besser fahren, als wenn sie auf das Gebot eingehen.
^r. Wiesbaden, 25. Noo. Der 31jährige ftühere Bankbeamte Heinrich Hassen bach aus Schier stein, der im Jahre 1909 nach Wechjelfäljchungen und Betrügereien von etwa 1OO OOO Mark flüchtig gegangen ist, wurde heute nachmittag hier verhaftet. Er war zum Besuch seiner Schwiegermutter nach Wiesbaden gekommen und hatte zuletzt unter falschem Nainen in München gewohnt. Seine nut großem Raffinement ausgeführten Betrügereien batten seinerzeit großes Aufsehen erregt.
Luftjchiftahrt.
Berlin, 25. Noo. Heute vormittag unternahm der 'ttm Offizierilicgerturjus nach dem Truppenübungsplatz Töbcritz lommaudierte Leutnant Frhr. v. Freytag- -oriughoven vvm Feldartillerie-Regiment Nr. 55 einen Ausstieg zu größeren Höhen. Es herrschte starker böiger Läind, welcher eine Geschwindigkeit von 10 Sekunde nm ei er erreichte. Naa) mehr als einsiändiger Fahrt ging Loring- goücn ans einer Höhe von etwa 200 Meter nach abgestcll- - m Motor int Gleitflug nieder. Etwa 50 Meter hoch der Apparat von einer Böe seillich getroffen und ! ^5Le zur Erde. Ter Offizier kam unter den Apparat za egen und scheint sofort tot gewesen zu fein. Man fand ' n mit gebrochenen Füßen und schweren Verletzungen am ' ?Pfe; auch scheint die Wiroeljäule verletzt zu sein. Lormg- »oven unternahm ungefähr 150 Auffnege.
Bekanntmachung
Be 1 r.: Feldbereinigung Mainzlar.
Mik Emi'chließung vom 31. Eltobtt 1911 hat Großh. Mini« terium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel unb Gewerbe den Zuteilungsvlan von Mainzlar auf Grund von Ar lile 36 des Feldbereinigungsgefetzes in der Fällung der Bekanm machung vom 7. Juli 190b kür vollziehbar erklärt. Ich bestimn-c nunmehr als Zeitpunkt bet Ausiührung Eigemumsübergang) ben 1. Dezember 1911 unb überweise hiermit mit Wirkung von bieümi Tage Den Beteiligten bie neuen GrunDNücke.
Die UebenDCimna erfolg! unter folg enden Bedingungen :
1. Meliorationsarbeiten tonnen aus den neuen Grunvstücken auä) fernerhin vorgenommen werden.
2. Tie beteiligten Grundeigentümer muffen sich eine Bet änberung der Zmcüung gefallen lallen, bie infolge der Aus- fühmrtg von Mcüiorauonsarbeiten, ber Anlage von Segen, Gruben ober auS fonutgen Grümen innerha^ der Zeit br Ausführung dieser Arlui.en nouvenbig ioerDen.
Em hierdurch bedingter Ab° unD Zugang von Gelände wil dem neuen Eigentümer nach dem BonuätSwett vergütet bezw zugeschrieben.
Friedberg, ben 24. 9?ot>ember 1911.
Der Großherzogliche Fewoereinigungskommissär: _________Kimber ger, Großh. Kreisamtmann. _____
Betr.: jdbbcreinigung v :Uc a in }lar.
Tie zweite «etueigerung der Maiiegrundfmcke findet Montag, ben 4. Dezember 1911, vormittags 9it Uhr, in der Gastwirtschaft Müll« zu Mainzlar statt.
Friedberg, ben 24. November 1911.
Großherzogliche Feldoereinigungskommijjar; xirnberger, Großh. Kreisarmmans.
Zchneebericht
des SchillubS Wintersporl, Ojicßen (Gießener Schiklub).
Hoherodskopf: Schneehöhe 25 cm, nur im Wald ge- schlosiene Schneedecke, auf der Heide verweht.
Letzte Nachrichten.
Lille, 27. Noo. Der Erzbischof von Cainbray hielt gestern hier eine Rede, in der er uneingeschränkte Freiheit im Unterricht und religiöse Freiheit für die Beamten und Soldaten verlangte.


