cm gestrebten Verhandlungen zu einem befriedigenden Er- gLbnrs.
Kreis Schotten.
r. Schotten, 25. März. Der Stadtvorstand beschäftigte sich in öffentlicher Sitzung mit der Frage der Beleuchtung der Stadt bczw. dem Anschluß an die Wölfersheimer elektrische Ueberlandzentrale. Vorweg kann gesagt werden, daß in Schotten eine Sympathie für das elektrische Licht fast nicht mehr besteht und daß die Aussicht, ob sich Schotten an die Zentrale Wölfers- heim anschließt, sehr gering ist; vielmehr trägt man sich mit dem Gedanken, eine eigene Licht und Kraftanlage zu schaffen und wenn eine Kohlengasanlage sich unrentabel erweisen wird, so wird man sich dem Luftgase ^uwenden, auf welchem Gebiete erhebliche Fortschritte zu verzeichnen imd das in Schotten bereits vielfach in Gebrauch ist. — In der Sitzung befürwortete Bürgermeister Kromm unter Hinweis auf einen früheren einstimmigen Beschluß den AnsckMß an die Zentrale Wölfersheim, als deren Endpunkt diesseits Schotten zu gelten hat. Gemeinderat K. Weitz l)at sich in letzter Zeit zu seiner Information verschiedene kleinstädttsebe Beleuchtungsanlagen angesehen (Erbach, Elektrizität; Michelstadt, Kohlengas; König i. O., Lustgas; Bensheim, Kohlengas; Auerbach, Elettrizität): auf Grund des Ergebnisses der Helligkeitsund Kostenfrage ist Herr Weitz zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Elektrizität jetzt für Schotten nicht in Frage fonnnen könne, da sie als Beleuchtung zu teuer sei. Von anbercn Mitgliedern des Gemeinderats wird ein abwartender Standpunkt angeraten, jedenfalls sei vorzuziehen, sich auf eigene Füße zu stellen und so konnte am Schlüsse Kreisamttnann Dr. Probst festftellen, daß sich bet der heutigen Sitzung aus dem Gemeinderat keine einzige Stimme für die Elettrizität ausgesprochen habe. In der Burger- versammlung wird sich voraussichtlich daS gleiche Ergebnis Herausstellen.
Kreis Friedberg.
-- Butzbach, 25. Marz. Gemeinderatssitzung vom 24, Dllirz 1911. Die Verpachtung der städtischen Grundstücke und der des Armenfonds Butzbach am 20. Marz wurde genehmigt. Der Inhalt des Gesuches der Bürgermeisterei an bad KreiSamt Friedberg wegen Abhaltung des Faselmarttes am 27. April d. Js., das im Hinblick auf die Seuch«igesahr abschlägig beschiedeu worden ist, wurde bekannt gegeben. Tie Einführung des fakultativen U n i e r r t ch t s der f r a n z ö s i s ch e n S p r a ch e an der V o l k s s ch u l e wurde genehmigt und Bürgermeister. Flach ermächtigt, die weiteren Verhandlungen, darüber mit der Kreisschulkommission zu führen. Das Lcichenfubrwerl soll neu vergeben werden. Die hiesigen Fuhrwerksbesitzer sollen zur umgebenden Mewung durch die Bürgermeisterei aufgesordert werden. An Stelle des verstorbenen Mitgliedes Herrn Oehlschlägel wurde Herr Oppenheimer als Mitglied des Bauausschuises gewählt, lieber die Gewährung von Kohleupränueu für die kyeizer des städttschen Elektrizitätswerkes sollen die Ausschußmidglieöer Tröster und Braubach in nächster Sitzung Bericht erstattest. Die Arbcitsvergebungen für den Ucberbiru der Punll'werksanlage, für die Chaussierung des Holzheimer Wegs uird die Erweiterung der Kanal, und Wasserleitung in der Röm erstraße wurden genehmigt. Die Kanalleitung in der Römerstraße soll vorerst nur bis zmn Graben am Mutschen Hause hergestellt werden.
©roBfeuer in New-York.
In einer Zellulosefabrik in Newyvrk brach am Samstag ein Brand aus, der zahlreiche Opfer forderte. Die Zahl der Personen, die durch Herabspringen aus den Fenstern oder durch das Feuer den Tod gefunden haben — meist junge Mädchen — ist noch nicht genau festzustel- leu, da die Äufräumungsarbeiten noch nicht beendet sind. In der Fabrik waren gegen 1500 Personen beschäftigt.
Newyvrk, 26. Mürz. Der Fabrikbrand entstand in dem 7. Stock um 10 Uhr aus bisher unaufgeklärter Ursache und pflanzte sich mit riesiger Schnelligkeit in den oberen Stockwerken fort. Um 6 Uhr abends waren bereits 53 Leichen, mctst junge Mädchen, auf der Straße zusammengetragen, die bei der großen Höhe durch Hinabspringcn den Tod gefunden hatten. Auch im Lustschacht wurde eine große Zahl Leichen gefunden. Mehrere versuchten sich durch die über die Straße^ gehenden elektrischen Leitungsdrähtc in Sicherheit zu bringen, stürzten jedoch ebenfalls auf die Straße, da die Drähte unter dem großen Gewicht rt s s en. Aus dem 8. Stock wurden etwa 50 Leichen geborgen. Dte große Zahl der Verletzten, die teilweise sehr schwere Brandwunden aufweisen, wurden in die Spitäler gebracht. Wie es hecht, sand vor Ausbruch des Brandes eine Explosion statt. — Bcs Mitternacht wurden in der abgebrannten Zelluloidfabrik 148 zumeist gräßlich verstümmelte Leichen geborgen.
Berlin, 27. März. Nach den neuesten Meldungen aus N c w y o r k brach der Brand der Blusen- und Zellstoff-Fabrik bei GcschästSschluß während der Lohnzahlung aus. 800 Mädchen befanden sich in dem achten, neunten und zehnten Stock. Die Mädchen krochen in ihrer Angst auf die schmalen Vorsprünge und die Simse und sprangen, sobald ihre Kleider Feuer fingen, aus die Straße ab. Die Rettungs netze erwiesen sich als wertlos, weil zu viele gleichzeitig sprangen, lieber 100 Leichen lagen in langen Reihen längs der Straße gebettet. Die Glieder waren zerschmettert. Die versammelte Menge schrie tmb weinte vor Entsetzen. Die Ursache des Brandes war wahrschecnlcch Kurzschluß. Von der Rückseite des Gebäudes ließ man Leiter quer über den engen Lichthof nach den Fenstern der Fabrik legen. Dadurch wurde die Rettungvon etwa 60 Mädchen möglich. Ein Mädchen geriet beim Springen in die Telephondrähte, klammerte sich dort krampfhaft an und hing in 28 Metern Höhe über dem Straßenpslaster einige Minuten, vis seine Kräfte versagten. Es st ü rzte ab, durcknchlug das Dach eines Vor- lumes und kam zerschmettert am Boden an.
Vermischtes.
♦ Der Hau Pt aus schuß der Gesellschaft für Verb re i t u n g v o n Volksbildung hielt unter dem Vorsitz des Prinzen zu S ch ö n ai ch - C a r o l a t h im Reichstage eine Sitzung ab, in der über die Tätigkeit der Gesellschaft im verflossenen Jahr Bericht erstattet und der Haushalt für das Jahr 1911 festgestellt wurde. Die Gesellschaft hat gegenwärtig einen Mitgliederbestand von 7225 Körperschaften und 5599 Personen und verausgabte im Jahre 1910 183 372.57 Mi., davon für Volksbibliotheten 278954.28 Ml. Für das Jahr 1911 wird eine Ausgabe von 496 700 Mk. vorgesehen, und zwar für Vorträge und Werbearbeit 20 000 Mk., für die Zeitschrift „Volksbildung" 25 000 Ml., für AölksbibliotHelen 330 000 Mk., für Lichtbilder und Apparate 40 000 Mk., für lokale Bildungszwecke 25000 Mk., für eine Reihe anderer Zwecke lichtere Beträge. Im Anschluß an die Beratung des Haushaltes wurde beschlossen, die Lichtbilder- und Apparate-Verleihanstalt erheblich zu erweitern, so daß für die von Vereinen, Schulen und Gemeinden veranaaitetcn Borträge und Unterhaltungs- abende die nötigen Veranschaulichungsmittel zur Verfügung gestellt werden tannen, was bei der starken Nachfrage gegenwärtig nur zum Teil möglich ist. Insbesondere sollen
auch die ttnematographis^,en Einrichtungen, die die Gesellschaft seit dem Jahre 1908 he itzt, erweitert werden. Der Zentralausschuß stellt für die,en Zweck die Summe von 3000 Mk. besonders zur Verfügung. Auch in Berlin wird die Gesellschaft in Zukunft in größerem Umfange tätig fein und allen für die Fortbildung ihrer Mitglieder arbeitenden Vereinen ihre Einrichtungen zur Verfügung stellen. Aus Anregung der Comeniusstistttng wurde beschlossen, an einer Konferenz in den bestehenden großen Volksbildungsvereinen, in der über ein Zusammengehen in gewissen Fragen und Angelegenheiten beraten werden soll, teilzunehmen.
* Eine Farbe und eine Form für die deutsch e n G ü t e r w a g e n. Einheitliche Typen für Güterwagen hat ein besonderer Ausschuß des Deutscheit Staatsbahn- wagenverbaudes in zweijähriger Tätigkeit aufgestellt. Tas» selbe gilt für mehrere wichtige Wagentelle. Diese Bauarten haben jetzt die Zustimmung der Verwaltungen gefunden und sind für den ganzen Verband bindend. Festgestellt wurde vor allem die Form des bedeckten Güterwagens. Er konnte zur Vergrößerung des Laderaums eine um 50 Millimeter größere lichte Löl)e erhalten. Besonderen Wert wurde auf die Dichtigkeit des Wagenkastens und des Abschlusses der Sck)iebetür gelegt, um das Ladegut zu schützen. Heber das hefte Verfahren zum Eindecken der Wagendächer werden noch umfangreiche Versuche üargeuom- men. Die Bauart des offenen Verbandsgüterwagens lehnt sich eng an die Bauart des bisherigen preußisch en hölzernen offenen Wagens an. Beträchtliche Unterschiede bestanden in der Bauart der Holzwagem Man einigte sich auf sächsische, österreichische und suddeutsche Muster. Bei dem Rungenwagen war schon jetzt Uebereinsttmmung. Von den Einzelteilen wurde ein Verbandsradsatz, eine Verbandsachsbüchse, Puffer und Federn, Schrauben- und Sicherheitskupplung, eine Bremse, Achshalter festgestellt. AIS äußerer Anslvich der Wagen ist der rotbraune wegen seiner Wohlfeilheit angenommen worden. Auch für die Bezeichnung wurde eine gemeinsame Verbandsvorschrift herauogegeben.
* Deutsche und englische Wandervögel. Der bekannte englische General Baden-Powoll hat dem „Verband deutscher Wandervögel", der für die Internationale Sygiene-AuSstettung Dresden 1911 eine Sonderausstellung angemeldet hat und auch im Programm der sportlichen Veranstaltungen durch Vorführung von Laegrsvielen ver treten ist, eine Aufforderung zu einem regen Scyriftwechsel zwischen den „Wandervögeln" und ihren brllijchcn Kollegen, den Scouts, zugehen lassen. Sie)er gegenseitige Austausch von Gedanken unb Erfahrungen soll an dem Tage des Schutzpattons der Scouts, am St. Georgstag (23. April mit einem ausgedehnten Posttartenwechsel seinen Anfang nehmen, wozu General Baden-Poweli, der Leiter der eng lischen Vereinigung, bereits Karten in fremden Sprachen hat drucken lassen. Durch einen solchen Briefwechsel roirü ein wertvolles Bindeglied zwischen deutschen Jungens und brittschen Scouts der ganzen Welt geschaffen. Der „Ber> band deutscher Wandervögel", der in Leipzig g< rändel worden ist, umfaßt die beiden großen Bünde „Alt- -ander Vogel" und „Deutscher Bund für Jugendwanderungen".
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Die bet Erneuerung dec> Fußbodens im Kesselhaus der medizinischen und Frauenklinik zu Gießen erforderlichen Maurerarbeiten (ca. 100 qm Klmkerrollschichtfußboden 2c.) werden auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben.
Die Angebotsunterlagen können auf unserem Amte, Stephanstratzc 18, eingesehen, Angebotssormulare dorther bezogen werden.
Offerten sind bis zum Cröffnungsterniin, Samstag den 8. April, vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist 14 Tage.
Gießen, den 25. März 1911.
Großherzogi. Hochbauamt Gießen.
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Stämme und Abschnitte: Eicken: 4 Stück von 40 bis 49 Ztm. Dm. — 4,60 3ittn.; 30 Stck. von 25—39 Ztm. Dm. -= 13,05 ß-itin.; 45 Stck. unter 25 Ztm. Dm. -- 10,43 Fstm. Buchen: 2 Stck. von 36 und 67 Stm. Dm. — 2,35 Fstm. Eschen: 2 Stck. von 54 und 66 Ztm. Dm. — 2,/2 Fstm.; 6 Stck. von 40—49 Ztm. Dm. — 4,25 Fstm.; 5 Stck. von 25—39 Ztm. Dm. - L83 Fstm.; 2 Stck. unter 25 Zun. Dm. — 0,39 Fstm. Aborn: 3 Stck. von 50 Ztm. Dm. ausw. = 3,81 Fstm.; 3 Stck. von 40- 19 Ztm. Dm. — 3,13 Fstm.; 4 Stck. von 25—39 Ztm. Dm. — 1/36 o-ihiu; 2 Stck. unter 25 Ztm. Dm. — 0,43 Fm. Fcld- nborn: 1 Stck. von 34 Ztm. Dm. 0,43 Fstm. Elsbeere: 2 Stck. von 29 und 31 Ztm. Dm. — 0,71 Fstm.: 9 Stck. unter 25 Ztm. Dm. —1,46 Fstm. Hainbuchen: 5 Stck. von 25—39 Ztm. Dm. — 1,96 Fstm.,- 10 Ztck. unter 25 Ztm. Dm. — 1,42 Fstm. Erlen: 2 Stck. von 30 und 41 Ztm. Dm. — 0,97 Fstm. Akazie: 2 Stck. von 29 und 37 Ztm. Dm. = 0,48 Fstm. Linden: 7 Stck von 50 Ztm. Dm. ausw. = 8,39 Fstm.; 5 Stck. von 40—49 Ztm. Dm. *= 3Z7 Fstm.; 10 Stck. von 25—39 Ztm. Dm. = 5,(12 Fstm. Kirschbluim: 2 Stck. von 41 und 45 Ztm. Dm. — 1,17 Fstm.; 1 Stck. von 33 Ztm. Dm. — 0,21 Fstm. Kastanie: 4 Stck. von 25—39 Ztm. Dm. = 1,81 Fstm. Wevmonthökieser: 7 Stck. von 34—102 Ztm. Dm., 2,4—9 'J)l. Länge — 16,OS Fstm. Mieter: 6 Stck. von 30 Ztm. Dm. ausw. — 4,81 Fstm. Lärchen: 6 Stck. von 18—24 Ztm. Dm. = LSI Fstm.; 1 Stck. von 15 Zun. Dm. = 0,14 Fstm. Fichten: 16 Stck. von 30 Ztm. Dm. ausw. = 15,29 Fstm.; 1 Stck. von 27 Ztm. Dui. — 0,57 Fstm.,- 2 Stck. von 20 und 23 Ztm. Dm. = 0,48 Fstm.; 4 Stck. von 12—17 Ztm. Dm. => 0,55 Qitm.
Tcrbstaugcu: Fichten: 43 Stck. = L26 Fstm.
Rcioitanacn: Fichten: 25 Stck. — 0,25 Fttm. Nulrickcit: (Sckleifvoläs Fichten: 14 Rm.
Nulrkuüvvcl: Fichten: 29 Nm. .
Brcnubvlz: Buchen: 41 Rm. Scheit 1. Kl., 179 Rm. scheu 2. Kl., 97 Rm. Knüppel, 89 Rm. Astreiser. Eichen: 2 Rm. Scheit, 10 Rm. Scheit 2. Kl., 16 Rm. Knüppel, 3,5 Rm. Reiserknüppel. Eschen: 8 Rm. Rundscheil, 28 Rm. Scheit 2. Kl., 10 Rm. Knüppel, s Rm. Reiserknüppel. Linde: 23 Rm. Rundscheit, 2 Rm. Scheit 2. Kl., 16 3tin. Knüppel, 26 Rm. Reiserknüppel. Sonstiges Laubholz: 26 Rm. Rundscheil und 1. Kl., 6,5 Rm. Scheit 2. Kl., 9 Rm. Knüppel, 9 Rm. Zteiserknüppel. tKabclboU: 30 Rm. Rundscheit, 49 Rm. Knüppel, 24 Rm. Reiserknüppel.
DaS Olutzbol.; im LooSstrauch ist lierauogerückt.
Zusammenkunft 9: - Uhr vorm. trn BergwirtolmuS in Gedern. 'JtäUere Auskunft erteilt die unterzeichnete Berwalnutg, sowie Förster Jochem in Gedern.
Gedern, den 23. 'Marz 1911. Bn/S
Fürstliche Rcvicrverwalluug.
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Die Geburt eines beehren sich anzuseigen
Sonntags]' ungen
Forstassessor Baader u. Frau Hedwig, geb. Nowack.
Lollar, 26. März 1911.
2061
< — ------ X
Beknn»rtinnchung.
In unserem v i rcgiuc. iuuroc bei der Spar-
unb Darlehnskassc, c. G. in. u. H. zu Wohnbach heute, eingetragen: Konrad Lung III. ist infolge Todc^ aus dem Vorstände ans geschieden: an seine Stelle ist Peter Weygand von Woynbach zum Mttglicde des Vorstandes gewählt worden.
Hungen, 4. März 1911.
_______________ Gros iicr.-ogl. Amtsgericht.__________________
Mrbeits-Vergebttng.
Unter Zugrnndlegnng des üliinisterialerlafses vom 16. Juni 1893 werden die für den Umbau des früheren veterinar-anatomifchcn JilstititLS zu Gießen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen vorbehaltlich der landständischen Genehmigung hiermit öffentlich attsgeschrieben.
Zur Vergebung gelangen:
Los 1. Maurerarbeiten: 25 edrn Ntauerwerk abzubrechen,
28 cbm Backsteinmaiterwerk, 19 steig dm. Schornstein, 89 qm Fachwände rc.
Los II. Zimmerarbeiten: 710 lfdrn. Holzwerk abzubrechen, 6,60 cbm Tannenholz zu liefern, 985 m Holz abzu- btnbcn 2C.
Los III. Dachdeckcrarbcitcn: 205 qm Schieferdeckung abzubrechen, 205 qm Dachflächen zu schiefem rc.
Los IV. Ersenlieferung: 2200 kg T-Sräger.
Los V. Lpcnglcrarbeitcn: 20 qm Zinkabdeckungen, 33 lfdm. Maftenrinnen rc.
Los VI. Wcißbindcrarbcitcn: 480 qm Wand- und Deckenputz, 925 qm Kaltfarbenanstrich, 547 qm Oel- farbenanfirich rc.
Los VII. Schrcincrarbciten: 35 qm Fußboden, 13 Türen, 72 lfdm. Fußsockel x.
Los VIII «chlosserarbkiten: 15 Türen anzuschlagen, 200 kg eiserne Türen, 50 kg Anker, Klammern rc.
Los IX. Jnstaliationsarbeiten: 580 m Gas- n. Waffer- leltungsrohre m verschiedenen Diinenstonen.
Tie Verdingungsunterlagen können auf unserem Amte, Ltephausiraßc 18, eingesehen, Angebotsformttlare von bort, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. 9lngebotc mit genauer Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin, Samstag den 8. -lprrl 1911, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen.
Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Gießen, den 25. Biärz 1911. ß”/s
Großh. Hochbauanit Gießen:
I. V.: Heyer.
Amtlicher leit
Kekanntmachimg.
Bet r.': Die Abwehr der Maull- und Klauenseuche; hier di, Behandlung von Quarantänevieh aus start verseuckten Ge bieten.
Auf Grund der §§ 19, 20 und 27 des Reichsviehseucheugesetzes wird folgendes ongcorbnct:
1. Jeder, der Vieh aus stark v er se tickten Geb i - teilen zur Quarantäne einsühren will, hat dies mindestens 6 Tage vorher bei uns anzumelden. Ais st a r k v e r s e u d) t gelten zurzeit alle Gebietsteile östlich de» Elve, Hannover, außer Osnabrück, A arid’ und Münster, das Rheinland außer Koblenz, Ober- uni) Niederba yern und die Pfalz, Württemberg, Baden, Rheinhessen und Starkenburg, Braunschweig, Schaumburg Lippe, Lippe, Bremen und Elsaß-Lothringen.
Die Anmeldung hat zu erfolgen unter Angabe der Zahl der einzuführe,wen Tiere, der Herkunft und b c sonders der Stallung, in der die Tiere zur Qiiaran täne eingestellt werden sollen.
Die Stallungen sind vorher durck das Kreisveterinär amt darauf zu prüfen, ob sie geeignet sind. Dabei ist besonders darauf zu achten, ob sie nicht Dcrntöge ihrer Lage und Beschafsenheit (Tesinfizierbarkeit) eine Gefährdung an derer Viehbestände bedingen. Die Beniitzung der Stä(k tann eventuell durch das Kreisamt untersagt werben.
Die Stallungen sind, wenn sie nach Ablauf der Quarantäne geleert sind, nack Angabe des Kreisveterinäramtes zu desinfizieren. _ .
2. Bei der Entladung müssen die Tiere durch das Kreis Veterinäramt untersucht luerbcn. Die Anmelduug bei An fünft der Transporte l>at zu diesem Zweck rechtzeitig bei diesem Amt zu erfolgen, spätestens 12 Stunden vor bei Ankunft.
Die Untersuchung ist während der Quarantäne an jedem 2. Tage zu wiederholen.
Soweit durch diese Untersuchungen Kosten entstehen, fallen sie dem Unternehmer zur Last.
3. Die Eiseickahnrampen sind nach Ankunft jedes berartigeu Transportes zu desinfizieren.
4. Der Transport von der Entladestelle zum Quarantäne stall hat auf dem von der OttSpolizeibehörde oder dem Kreisamt: angegebenen Wege zu erfolgen. Es kann au geordnet werden, daß er mit Wagen vorgenommen wird
5. Die mit der Pflege der Tiere betrauten Personen dürfen Stallungen, in denen andere Viehbestände aufgestellt sind, nicht betreten. Ebenso dürfen die Quarantänestallungeri vor Ablauf der Quarantäne von anderen Personen als dem Besitzer unb den Wärtern der Tiere nicht betreten werden.
6. Das Weggebeir ungekochter Mllch von den in Quarantäne stehenden Tieren ist vor Ablauf der Quarantäne verboten Die Maßregeln wegen der Einfuhr aus nicht stark verseuchten Gebieten werden hierdurch nicht berührt.
Gießeit, den 25. März 1911.
Großherzogltches Kreisamt Gießen.
Dr. Usinger.
Gießen, den 25. März 1911.
Betr.: Wie oben.
Das Grohher^agliche Kreisamt Gießen an Die Glwßtz. Bürge. itcrcicn Der LanDgemeinDcn Des Kreises.
unb Das Gro, vvgetarnt Gießen.
Die vorstehende Bekamttmachung ist wiederholt zu beröffeiri' ließen, auch sind die .Viehhändler besonders auf ihren Inhalt hinzuweisen.
Dr. Usiuge r.


