Lin Tag in Ser Fliegerschule von Mourmelon.
„Summen Sie znm '^roueilug des 100 ll.^.-Apparates von Latharn." So lautete das lakonische Telegramm der flieget«, lajiuie von Aiounnelon-le-Granb, dem Jutes Ehancel edigit Folge leistete. In den „Lectures Honr tons" gibt er nun eine an» ,<l-auliche Schilderiurg des Lebens unb Trerbcns der berühmten iyliegertolonic, in der Frankreich seine kühnsten Flieger heranvltbet und wo auch zahlreiche Ausländer doll Erser unü löegeilterungi bie neue Kunst zu erlernen streben. Ein Automobil mit der t leinen dreieckigen blauen Flagge der Schule hat den Gast von der einsamens kleinen Bahnstation abgeholt; als er das bescheidene S)otcl airt Rande des weiten Feldes erreidft, ist es Mittag. Uittsormen blitzen, Offiziere vom Exerzierplatz frühstücken: da ertönen Oumpie Sirenen klänge, an den Fenstern des Danses tauchen Gestalten auf.
abends 8 Uhr, angekündigte Vortrag des Fräuleins Dc. Alice Salo,non über .Mutterschutz* wird in der neuen Aula der Universität gehalten. Auch darauf möge nochmals hingewiesen werden, daß Mitglieder der Ortskrankenkasse freien Eintritt haben. Am liebsten hätten die veranstaltenden Vereme von einem Eintrittsgeld ganz ab- gesehen. Es war jedoch um der hohen Kosten willen nicht möglich. Da am Mutterschutz alle Kreise unseres Volkes in- teressiert sind, so darf eine so hervorragende Autorität auf diesem Gebiete, wie Fräulein Salomon ist, wohl aus große
kerben, weil sich aTSbann die AEchußmKglleder nach M a i n^TTY o nTo ungewöhnlich grofcc Vorber^tungen. Jnsbesmdere gegeben werden, um dort sowohl das neue Justizgebäude, wie'—et'~ *—**•♦* "" h'm bie
das Gebäude und die Bureaus der hessischen Domänenverwaltung pnd das kuffürstliche Schloß in Mainz zu besichtigen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 5. Januar 1911.
" Erhebung in den Adelsstand. Der Droß-^ Herzog hat durch Entschließung vom 16. November 1910 den Großindustriellen Karl Wilh. Scheibler zu Lodz für sich und seine gegenwärtigen und künftigen ehelichen Rach- tommen beiderlei Geschlechts in den hessischen Adelsstand erhoben.
•• Zulassungen zur NechtSanwalschast. Am 14. Oktober 1910 wurden die NechtSanwälte Dr. Siegfried Guggenheim und Alexander Marx zu Offenbach gleichzeitig zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, am 20. Dezember wurde der Referendar Tr. Paul Simon zu Mainz zur RechtSamvaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Rheinheffen zugelaffen.
"Ernannt wurde der Steueraufseheraspirant Gefangen- ausseher an der Zellenstrafanstalt Butzbach Theodor Freitag, zurzeit in Wimpfen, zum Steueraufseher.
--Volkszählungsergebnisse. Die vorläufige Feststellung des Volkszählungs-Ergebnisses für den Kreis Büdingen ergab 40 836 Einwohner gegen 40587 tm Jahre 1905. Der KreiS Heppenheim hat 51926 Einwohner gegen 48 706 vor fünf Jahren.
** Die Eisbahn an der Moltlestraße ist seit gestern eröffnet. ,
"Von der elektrischen Straßenbahn. Inter- effante VerkehrSzahlen bieten die Ausweise unseres neuesten städtischen Betriebes, die jetzt bis zum 1. Januar volliegen. Nachstehend geben wir in einer Tabelle die amtlichen Zahlen:
werde Tag und Nacht eifrig gearbeitet, um dem König die maritime Bedeutung des östlichen Küstengebietes vor Augen zu führen. Mehrere hundert Arbeiter seien damit beschäftigt, btc Quais, Straßen und ttanalbauten zu beendigen. Namentlich soll die Straße fertiggestellt werden, die zur künftigen Talsperre des Mulujaslnsses führen wird.
nur halb beneidet: die yerren Fltcger steyen am. „ui|i *uc Mittagszeit? Welches Leben führen denn diese FaulpelzeNcm, die Flieger haben schon gearbeitet, um 4 Uhr sind sie am gestanden, waren von 5—9 Uhr am Werke, und erst nach der Ructtchr vom llebungsplatze krochen sie wieder in die Federn. Nicht freiwillig unterbrechen sie die Arbeit: doch von 9 Uhr bis nachmittag« um 5 Uhr ist der Platz dem Militär reserviert. m
Die Flieger allesamt, die Schüler, die Piloten und die Rekord- bred^cr — denn nur diese drei Kategorien kennt man in jener brüderlicheti Gemeinschaft, in der alle Klassengegensave Dcil^ivurv- Den sind — sie bekommen es fertig, im wildesten Trubel des ^ages zu schlafen. Bald entwidelt sich ein fröhliches Treiben; die Herren- die schon auf sind, lassen die anderen nickst weucr ichlasen, die wunderlichsten Projettlle werden gegen die Fensterla^n gqd>lcu£ bert. Da kommt der Briefträger daher: oben vom Fenster wirb ihm von einem Flieger eine Schnur jugewonen, an ber bie Post emporgezogen wirb, ein Bahnbeamter, der ein Palet bn.igt, wirb latoniich ausgeiordert, feine Xia|t durchs Fenster mniüiiiv» werfen, flinke Lände fangen den Karton auf, unb batui i/ori man eine jubelnde Stimme: „Na endlich, ich habe meine neue Luit*
im praktischen Leben sichern, während die sogenannten Lieblingssächer unter den Kommilitoninnen nicht viele An-1 Hänger finden. Es macht sich hier erfreulicherweise ein gesunder, praktischer Zug geltend. So haben 143 Frauen zurzeit an der Berliner Universität das Studium der neuen Philologie erwählt und 146 studieren Deutsch. Diese Zahl erscheint umso größer, als bekanntlich der eine Ordinarius der Germanistik Frauen nicht zuläßt, während dafür im I Kolleg von Erich Schmidt schon die Kommilitoninnen einen starken Prozentsatz bilden. Geschichte haben 49 Damen erwählt, die strenge Mathematik sogar 40, und auf die I abstrakte Philosophie sind nicht weniger als 34 Frauen! eingeschworen, wozu noch zwei. Psychologinnen kommen. Die Kunstgeschichte zählt 28 Jüngerinnen. Gegenüber den | großen Ziffern im Sprachstudium ist das Interesse der Weiblichkeit für die Naturwissenschaften merklich geringer. 25 find dafür inskribiert, außerdem 13 Frauen für Ehemie, 6 für Geographie, 4 für Physik, 3 für Zoo- logie, 2 für Botanik, je eine für PharmaUuogie und Astro- nomie. Bei dem ausgebreiteten Interesse der Frauen für das Sprachstudium haben auch die entlegeneren Gebiete hier für fie Reize. So haben sich nicht weniger als 21 Frauen der alten Philologie ergeben, sogar die selten betretenen Gebiete des vergleichenden Sprachstudiums, des Sanskrit, der Orientalistik und der Aegyptologie zählen! je einen weiblichen Interessenten. Drei haben die Arck)äo- logie erwählt. Während die Zahl der Musikjüngerinnen ja Legion ist, studieren nur zwei Damen an der Universität Musitloissenschaft. 15 halten daS Fach der Zahnbeilkunde für aussichtsreich, so daß also wohl bald die Zahl unserer Zahnkünstlerinnen eine beträchtliche Steigerung erfahren wird. Nur eine Dame studiert Pädagogik — man sollte doch denken, daß gerade daS ein für unsere Frauen recht naheliegendes Fach sei.
Den größten Prozentsatz der weiblichen Kommilitoninnen stellt die Provinz Brandenburg mit Berlin. Ihr entstammen 278 studierende Frauen. Tie übrigen deutschen Bundesstaaten find nur schwach vertreten, während 25 Oesterreicherinnen und Ungarinnen gezählt werden. Eine noch größere Zahl von weiblichen Studierenden sendet Ruß- la tu) (74) und Amerika (65) nach Berlin. Eine Anzahl von Frauen gehört auch bereits zum Beamtenstabe der wisseuichastlicheu Anstalten der Berliner Universität.
Teilnahme rechnen.
* • Paketeinsammlung durch die Post. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post abzusendende Pakete auf Bestellung au9 den Wohnungen abholen läßt. Alan braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte ober einen Zettel nut den Worten: .Paket abzuholen bei (Raine unb Wohnung) unfrankiert in den nächsten Briefkasten zu werfen ober einem Briefträger mitzugeben, unb bie Senbung wird bei der nächsten Paketbestellfahrt gegen eine Gebühr ttVVttfcVV ........... „..... „
von 10 Pfg. vom Hause beS Absenders abgeholt. 5)aS Her-1 müDe^rfomm^ iammcln sich im SpcUiaal bie
fahren ist einfach unb bequem unb besonberS solchen Per- Kameraden im Kampie um bie Eroberung ber tujie, an einem fönen ju empfehlen, Denen ein Sicnftbote nicht jur «K. »reu
jügung steht. Gammermann." „Prächtiger Flug, glatt gelandet, »eitanger", Mia
* ♦ Schutz den Pferden im Winter! Es kommt „Und nun lerne ich bie einzelnen Herren tennen, alle bie im Winter vielfach vor, daß sich die P-erde nach längerem I eifrigen Möimer, ihrer gegen jivanjig, die aus aller Herra» jchw^ZugT unb j-hwL g-Li-n hab?» un!! mit L« E,
dem Geschirr längere Zeil im Freien stehen musien. Daun 1I b & cin nj~ier, fluger, gewandter Pilot ist; lebesrnal, zittern sie vor Frost, denn die Geschtrrfuhrer haben nicht ciner seiner Schüler zum erstenmal allein fliegt, ist er auf- daran gedacht, bie dampfenden stiere mit warmen Decken boirot, brummt unb zittert, bis ba5 Wagnis vorüber i|L* zuzudecten. Die Folgen der Versäumnis find dann Gt- -V £bcrft non ber taiierlid) rumsen Q>arbe, ein tüdjtigei I tältunn unb rheumatische Leiden der P,erde, wodurch viel l Offizier, aber ein resigniertes Opfer der Flugkunst. -Lein Herr Unannehmlichkeiten und Kosten entstehen, während d.e uh- unö Zar hat ihn nach EHLlons geiajidt um oas vliegen tzu er- schuldigen Tiere große Schmerzen ausyalten müssen. Sind lernen; er hat gehorast, aber dw neue glicht steht ihm lvemg gut oie Fuhrleute nicht selber so rücksichtsvoll, eine Deoe über- an, unb jedesmal, da er m die Tlugmchchtne IteigenIl°Wi « zulegen, so sollte das Publikum |ie mahnend darauf auf- der'„^anariu ber Flug tunst", ein magi/imgcr junger
merksam machen. or er . , Leutnant, der es nickst lassen lann, in phantastischer Ausmalung
• • 'Dia ul» unb Klauenseuche. Neue AuSbruchc - .Abenteuer in den Lüften immer wieder zu erzalstcm Aber der Seuche sind gemeldet aus Metz (Schlachtviehhof). bicie kleine Schwäche wird ausgewogen durch bie faqaax, bau ei
1 . jene Abenteuer auch wirklich erlebt hat und vor lemer Tollkühn-
Landkreis Gießen. e I zurück schreckt.
r.Londorf,4. Jaw Die Vorarbeiten zu dem P fi n g EndUa» ist ber Nachmittag vorüber, alles eilt ans den Flugplatz, ff e n d I hier staUttndenden Gesangwett st reit fmo Wäbrenb einer der Lehrer aufsteigt, setzt man ben lungften txbnler, in vollem toanaa Sm Februar nnbei der Vertretertag ^n fröhlickstn „Benjamin", in bie „Tonne".,Das ist em ,uui- Liiati. Zahlreiche Sei eine haben ihr Erscheinen bereits -n-! reich konstruierter Apparat, den der Pllot Lafsmu geicha.wn hat^
*♦ Ringkamps-Konkurrenzim Kolosseum. Die Veranstaltung neigt sich ihrem Ende zu, der größte Teil der Ringer ist durch vier Niederlagen ausgeschieden. Es sind nur noch sechs übrig geblieben. Da die 3000 Mk. | in vier Teile geteilt werden, müssen noch zwei Mann' ausscheiden, aus diesem Grunde sind heute besonders scharfe Käiüpfe zu erwarten. Gestern rangen zuerst Nurllah und Bilkan, letzterer legte sich ganz auf die Verteidigung, jedoch siegte Nurllah schon nach 7 Minuten. Der Kampf Hitzler gegen Christensen bot dann recht spannende Momente, Hitzler, der feinem Gegner an Kraft und Technik überlegen ist, siegte nach 14 Minuten durch Armsallgriff. Recht stürmisch ging es dann beim Ent- scheidungskampf Jackson gegen Eggeberg zu. Der Ameritarier zeigte sich gestern von seiner schlimmsten Seite und mußte verschiedentlich venoarnt werden. Erst als der Kampfleiter mit Disqualifikation drohte, besann sich der Amerikaner eines besseren und siegte dann in einer ! Gesamtzeit von 46 Minuten. Einen überraschenden Verlaus nahm dann der wiederaufgenommene Kamps zwischen Eberle und Eordy Bill. Letzterer hatte gegen seine erste Niederlage protestiert. Beim gestrigen Kamps gelang es Eberle schon nach 9 Minuten, den Indianer durch Untergriff zu besiegen. Der heutige Abend bringt drei Entscheidungskämpfe, u. a. den Kampf Eberle gegen Nurllah.
•* Mutterschutz. Der auf Freitag, den 6. Januar,
gesagt, so daß auf eine gute Beteiligung zu hoffen ist. Auch an Stiftern von Preisen fehlt es nicht, unter anderen hat auch die Gesamtfamilie der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau einen größeren.Geldpreis in Aussicht gestellt, wahrend die einzelnen Mitglieder der Freiherrlichen Familie wertvolle Kunstgegenstände stiften werden. Auck< Lo::d.'r s Einwohner und die hiesigen Vereine werden dem „Frohsinn" zu seinem Jubesieste namhafte Preise überweisen, so daß zu erwarten ist, daß die teilnehmenden Vereine schöne Erinnerungen mit nach Haufe nehmen können.
Kreis AlSsclö.
§ Rupper ten r o d, 4. Jan. Heute begann hier im Saale des „Reichsadler" die Kreis-Wand e rhaus- haltungs schule ihren auf sieben Wochen berechneten Kursus. Hieran nehmen 25 Schülerinnen, wovon zwei von Wettsaasen, teil. Die Leitung liegt in der Hand der Haushaltungslehrerin, Fräulein Holzer aus Homberg a. O.
X Ermenrod, 4. Jan. Was für abgehärtete Menschen die Zigeuner sind, das zeigte sich hier bei einer Zigeunersfrau, die der Kiapperstorch während des Aufenthalts der Truppe hier besuchte. Die hiesige Hebamme, bie man von dem zu erwartenden Ereignis in Kenntnis gesetzt, ließ eine Stube wärmen und zur Ausnahme der Zigeunerin'Herrichten. Als man letztere ein* geführt, da entarte sie, hier sei es ihr zu wann, eine solche Wärme könne sie nicht aushalten. Sie wählte dann als EmpsangSort des Storches — einen Keller.
= Flensungen, 4. Jan. Gegenwärtig werden an der Hauptstraße unserer Gemarkung 25 E s e n ge- | fällt Das geschieht auf Veranlas.ung unserer Gemeindevertretung. Ein gleiches Fällen sollte mit allen Eschen geschehen, die noch an genannter Landstraße vor Mücke nach Ruppertenrod stehen. Es ist durchaus nicl)t er]id)t- sich, warum man in früherer Zeit solche Baume, die weder eine Zierde, noch einen Nutzen, dagegen großen Schaden bilden, gepflanzt hat. Nicht weniger als 30 Meter weit sendet die Esche ihre Wurzeln in das benachbarte Ackerfeld. Wo Eschen stehen, da offenbart die unfruchtbare Stelle des Ackers üjren verderbllchen Einfluß. Man füllte Überall die Eschen durch Linden ersetzen, die als Zierd« die Straße verschönern und als Bienettweioe der Bteiten- zucht sehr bienlui) find. Die Kreisstraßenverwaltung hat sehr wohl daran getan, daß sie den Bahnweg nach Mücke und die Straße zwischen Ermenrod-Groß-Felda mit Lindau bepflanzen ließ.
Kreis Friedberg.
A Butzbach, 4. Jan. Benn Rodeln am Schrenzer- berg, daS hier bis jetzt ohne jeglichen Unfall abgelaufcn war, verunglückten gestern mehrere Kmder. — Ein 1 4jü hngeS Niädchen erlitt einen Beinbruch und zog sich verschiedene Verletzungen am Kopfe zu.
Hessen-Nassau.
r. Rodheim a. d. hiebet, 4. Jan. Dm Wege nach Hof Haina haben im Vorwiitter {teigige Hände eine Rodelbahn von nahezu 1 Klm. Länge und an der „Sck)mttter Mühle" eine vortreffliche Eisbahn angelegt, auf denen alltäglich ein fröhliches Treiben herrscht. Noch vor einem Jahrzehnt konnte in unserer Gegend saft niemand 2d)litt- schuhe laufen und heute huldigt jung und alt Di.fern Sport.
X. Gelnhausen, 4. Jan. Dem nach Berltn ind Ministerium des Innern berufenen seitherigen Landrat v. Gröning veranstalteten Kreisausschug unD Kreistag eine Abschiedsfeier. Kreisdeputierter Tr. Schindler widmete dem Scheidenden mit anerkennenden Morien un Namen des Kreises Gelnhausen einen Potal, der den am Eingänge des Kreis Hauses eingemeißelten Spruch „Alles, recht richten" trägt
W. Fulda, 5. Jan. Das hiesige Genossenschaf t s k o r n h a us ist heute nacht abgebrannt Der Schaden ist außerordentlich groß.
Aus Qefrcii»
Der „Reichsanzeiger" sagt in einem Nekrolog auf ben hessischen Gesandten Frhrn. v. Gagern: Tie Regierung beklagt aufrichtig den Heimgang dieses Staatsmannes, I ber es sich wahrend seiner hiesigen Tättgkeit stets angelegen sein I ließ, die bundcsfreundlichen Beziehungen zu pflegen und zu fördern und der sich einer aUgemetnen Wertschätzung und Ver-
iö^ar m ft a b t, 4. Jan. Beim Ableben des hessischen! Gesandten und Vundesratsbevollmächtigten, Frhrn. v. Gagern, sprick-l der Korrespondent ber Frff. Zig. unter der tteberschnft: „Umbildung des hessischen Minifteriums" allerlm Vermutungen über einen Personenwechsel in verschiedenen Mini- ftmalämlcm aus. Diese Kombinationen fallen durck die Tat-I jache in Nichts zusammen, daß bereits heute das langjährige stellvertretende Mitglied des Bundesrats, Hescr Geheimer Staatsrat Krug von Nidda, vom Großherzog mit der Führung der Geschäfte des Gesandten in Berlin beauftragt worden ist Der Staatsrat ist auch bereits im Laufe des heuitgen TageS in Begleituilg des Oberregierungrats Weber nach Berlin abgereift. I
Oberlehrer Dr. Strecker in Bad-Nauheim hall einen sechswöchigen Erholungsurlaub angetreten.
Deutscher Hctcb.
Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreM: Der Botschafter FreiherrMumm von Schwarzenstein trat kurz vor Weihnachten von Aegypten aus bie Rückreise nach Oft» aficn an. Wie wir hören, sah sich ber Botschafter genötigt, wegen eines Augenleidens feinen Abschied einzureichen, hat sich aber bereit finden lassen, nochmals auf kurze Zeit zu seinem Poften zurückzukehrcn, um dem Kronprinzen während feines Aufenthalts in Japan seine reichen Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Nach Abschluß des Besuches wird dann Frhr. v. Mumm den erbetenen Abschied erhalten.
Tie „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" teilt mit, daß bie vvn der Bundesregierung versuchsweise eingeführte Anleitung zur Zollabfertigung von Roggenkleie und Weizen k l e i e, bie das Siebverfahren zur Unterscheidung zollfrei einzulassender Kleie von der mehlreichen als Mehl zu verzollenden ftleie vorschiebt, wesentlich unverändert bald allgemein cingesührt werden soll, da sie sich bewährt. Sie soll etwa am 1. Februar in Kraft treten unter Zubilligung einer mehrmonatigen Frist, während ber die obersten Landes, manzbehörden, zur Vermeidmrg von Härten auch für die zollpflichtig erklärten Erzeugnisse zur Denaturierung zulassen können. Eine entsprechende Vorlage geht dem Bundesrat in diesen Tagen zu.
Tie „Karlsruher Zeitung" meldet: Der Großherzog empfing am Mittwoch abend den Staatssekretär des Rerchs- justtzamts, Wttkl. Geh. Rat Tr. Lis eo , und hierauf den Staatssekretär des Auswärttgen Amis, Wirkt. Geh. Rat v. Kiderlen- Wächter. Tie beiden Staatssekretäre wurden sodann vvn ber Großherzogin empfangen. Um 8 Uhr findet zu Ehren ber Genannten ein Essen iiw großherzoglichen Palais statt, zu dem verschiedene Einladungen ergangen sind.
2Uislaiio.
Kaiser Franz Josef Mit sich wohl. Der Schnupfen tfttm Rückgang begriffen; Heiserkeit besteht nur noch in geringem Grade, so daß begründete Hoffnung vorhanden ist, daß das Unwohlsein in den allernächsten Tagen behoben sein wird.
Die Verhandlungen ber Landtags-Parteien, wodurch die Tagung des böhmischen Landtages erreicht werden sollte, sind gescheitert. Tie Vermittlungsvorschläge der Deutschen, l wie der Tsck/echen, mürben von der Gegenpartei abgclcljatt, Eine Fortsetzung der Beratungen ist vorläufig nicht geplant.
Nach Depeschen des Valis von fernen, sand zwilchen tür -! tischen Truppen und Rebellen tm Sandschak Ta a z ein Kampf statt, wobei die Rebellen einen 23 er lüft von 63 Toten Und 113 Verwundeten hatten, bie Truppen einen solchen von 40 Toten und Verwundeten. Auch bei Hab je kam es zu Zu- fammenftöüen zwischen Tnwpen und Rebellen, wobei diese 16 Tode antb 41 Verwundete, die Truppen dagegen einen Toten hatten.
Der Aus stand der Setzer in Helsingfors dauert fort. Da von den sozialdemokratischen Druckereien bie Lohn- Torberungen ber Setzer erfüllt wurden, beschlossen die Besitzer ber finnischen Papierfabriken auf Antrag beS Verbundes der Druckereibesitzer, während der Dauer des Ausstandes nur ben- jeiligen Druckereien unb Verlegern Papier zu liefern, mit denen Jahreskontratte bestehen. Die Setzer haben den Beistand der inleianitonalen sozialistischen Organisationen zugesichcrt erhalten.
Wie aus Port S aib in Algier gemeldet wird, treffen die spanischen Militärbehörden für den EmpfangdesKönigS
1909
arüne Linie
rote Linie
Zusammen
Einnahme
Personen, die befördert sind.
Mk.
November
19 320
29 026
48 351
4 722.77
Dezember
45 860
64 646
110 506
10 77..56
1910
Januar
39 539
57 405
96 944
9 432.49
Februar
35 392
50 583
83 975
8 429.35
März
39 781
54 5 6
94u67
9 163.67
April
35 870
50129
85 999
8 361.37
Mai
46 816
67 663
114 478
11157.31
Juni
48 267
76 500
124 767
12 162.21
Juli
47 281
73 530
120 811
11 765.28
August
42 879
58 283
101 162
9 836.94
September
38 430
51 227
89 657
8 709.90
Oktober
40 624
57 002
97 626
9 487.43
November
43 197
57 012
10J 240
9 746.54
Dezember
40 922
55 070
95 992
9 338.30
Summa
Pers. 564 183
803 u92
1 367 8,5
133 uVl.01


