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Bizekonsul in Mogador habe gemeldet, d atz die Bericht erftatter der .Wetzmintzer Gazette" und des ..Tailn tvr prcfV' aui Befehl deZ stellvertretenden marokkanischen Gouverneurs aus Agadir aus- gewiesen worden seien. Ter augenscheinliche Grund für tlrrc Ausweisung sei. das; die >: o r r e s p o n d e n t e n i i ctz geweigert hätten, d c n '21 n I a tz ; u ihre m B e i it d) an zu ged en und das; sie den örtlichen maratkanischen Behörden keine Empfehlungsbriefe mit gebracht hätten Ter B r; ekonsul i n M ogador habe bereits Borstel langen bei d e in OlouDfrneitr erhoben. Ter >kommandant des deutschen Kreuzers habe die Berichterstatter zuvor ko mmend behan delt und sich erboten, bei dem stellvertretenden Gouver neue vorstellig zu werden. Tod) fei dies Anerbieten ab- gelehnt worden.
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London, 3. Aug. Tas Reuterbureau erfährt über die Ausweisung de i englischen S o n de i b e r i ä, t e r tz a i- ter aus Agadir, die britiidic Regierung inibc die Angelegen Ke» t energisch in hu* .\?anb genommen. Siadibcm schon der britifdr Viiekonsul bei den marokkanischen Behörden in Mogadvr und) bnidhdi Protest erhoben habe, würden a u di i n Tang e r B o r* stellunge n gemacht werden. ES irt vollständig unr ich 11 g , daß der Zwischenfall aus deutschen (5 ins!uß zurü ck zu « iübren sei. Ter Kommandant deS baitidKit KiiegSidnstes in Agadir bot mit größter liourtoudc und Rückstckn an, ui inier venieren. aber dies Anerbieten fei abgelehnt worden. Tie Hand lungsweife des Gouverneurs flehe in [einer Weife im Zu lammen- Hang mit der Politik.
tän sowie die Offiziere eingeladen hätten, ihr Ofcbiet zu besuchen.
Ein deutscher Materialschuppen verbrannt.
Aus Larralch wird unterm 2. August gemeldet Der Brand zerstörte vollständig den Materialschuppen der deutschen Hafenbauunternehmung; die Wohnräume der Angestellten blieben verschont Ter spa nische .Kreuzer „Cataluna" schiffte eine Alueilung zur Hilfeleistung au«. Menschen wurden nicht beschädigt.
cincj Wirbeltieres zur vollständigen (Sntroidhing ;u bringen, das nicht durch eine männliche Samenzelle bfriutki worden war. Tie Jungfernzeugung ist bei einigen wirbelloien Tieren, B bet Bienen uno Löwen, längst bJannt, und leit den Beriuchen von Loeb, Ziegler, Winkler und anderen kennt man_oudi tuns, liebe Ziing'crnzeugung bei n deren Tieren, ; B Teeigeln, die durch dnnn"d',e Einwirkung aus die Eizellen herrwrgerui.n wiio. Bei Wirb einer en dag-gen hielt man so etwas bisher für unmög lidr Ter französische Zoologe Bataillon Hal im vergangen. >r Jahre Versuche über Jungiern eugung auSaesührt, und i.ui Laude indiin SDcnncgup hat in oieictn Fahr die Beriuche nachgeornfi ilud feine Angaben vollauf bestätigen können vennegu.i lief? einen rociblidicn Frosch seine Eier in ganz reinem Waber abieger. Unbefruchtete Frofcheier, die in remem Wasser liegen, verfaulen unter gewöhnlichen Umständen nach einiger Zeit, «enneguy brachte die Froscheier icdoch dadurch zur ioUnänoigen Entwidlui n, dar. er mit einer ganz feinen Nadel die Eihaut onslach Ter Eno g war. daß die gewöhnliche Entwicklung eintrat und nach der rich tigen .-leit aus den ^roichciern ent .'-laulauavvi!'. und dann durch au;- geiunde syrofän- wurden Tie Sam nzelle, dbei uorma. r Bcsruchmng in eine Eizelle emonngt, erfüllt zwei Aufgaben: erstens durchbohrt iic die äußere .vaut der Eizelle und löst burd) ihr Eindringen die Bildung einer abschlief enden Laut aus, zweitens aber, und das galt bisher als ihre wichtigste Au'gabe, bringt iie •-u den Mernnäbdien EHromosomen der weiblichen Eizelle eine gleiche Anzahl 51 emitdbdien der männlichen Samenzelle. TurcH die Bersuche der beiden ?ran;o'en scheint nun bewiesen zu fein, daß bei der rmai Froschan. an ter tn: Bersuche angcrübit morden sind, diese „ÄmvHunst.s" die Bercinignng der ."..in näbd'ot beider Etterntieri, umgangen werden kann, und daß also auch im Reiche der Wirbt "etc Jungfern eugung möglich in.
— Kurze Nachrichten a us Kunst und Wissen-
Geheimrats Proi. T
— Segantinig großes TrYptidian „beheiz, Natur imb Tod' wird nun, wie der XSiccronc bcrimtei, int Segantini Museum zu SfN oritz als Eigentum der Schweizer Eid gcnossem'^Nt verbleiben. Lbwok
von fast einer halben Mitt.on Franks iww nicht bevammen rourde Der Mqut doch abgcfchlojsen. Tie Gemeinde, der Äunxrein, Botels und Private aus 2:. Moritz sowie die Gottfried tfcHrr- Stistung haben sich an der Ausbringung der Summe beteiligt.
li. Jungfernzeugung bei W . r^b c l t i er c n. Bon euer recht meruvurbigen Enid.ckung erzählt <sn -h ri) T a n a it er xm‘„Tail?) .Telegraph".: Es soll, gelungen inn, bte Uigdlcn
17-48 60-61 47 ilbct uitb Echgsx ।
Die Revolution auf Haiti.
Port-au-Prince, Ang Präsident Simon flüchtete auf einen amerikanischen Schoo ne r, woran f er sich an Bord seines haitischen Kreuzers begab Während der Flucht wurde der SPa mmerdicner des Präsidenten g c tötet und die Tvchtc r leicht verwu ndet. Ein Sicher > heitskomitce überwacht die Stadt; fremde Zntcresscn be- finden sich offenbar in Sichersten, von fremden Kriegs^ fci)iffeit landete feine Mannschaft.
Wie aus Wrt-au Prince gemeldet wird, hat sich dort auf Veranlassung des divlomau-chen Korps ein öffentliches Sich erstell s ko mitce gebildet, das ans der gleichen Zahl Anhänger von Firmin und Leconle, soivic aus Neu traten besteht. Britische und deutsche Marinesol baten sind gelandet, um den vorlänsigen Behörden Beistand zu leisten. Plünderungsoersuche während der letz-
9 Uhr Die erste wissenschaftliche amtfitzung in der Stadth;. unter Dem Voriitz des Pr? . ers e u l. r r a n D - Uwala <!:■ :.
Der Kaiser.
Alien-Grabow, 3. Aug Ter Kaiser speiste gestern abend wieder im ^fsizierskasino des Lagers Ter Maifer fneg früh .» Uhr 30 Mn. zu Pferde, worauf alsbald die Hebung begann. Tic Garde-Kavallerie Division und die Kavallerie Division A wurden zu einem Kavalleriekorps zusammengezogen Zn der Hebung traten zwei Bataillone Infanterie vom Regiment Nr. 66, ein Bataillon des Regi ment» Nr 26, sowie eine reitende Abteilung des Feld ariillerie-Negiments Nr. 74 hinzu^ Der M a i j c r f ü hrte das K avatleriekorvs gegen den markierten
ÖO-62 100.104 61
io'°? 89.9Z 54 48—ul 80-86
44-48 74-80
3n Erinnerung an Raiserin Zriedrich.
Arn 5. August wird dflv stille Mausoleum bei der Friedens- lirdic .ui Sanssouci in Blüteufchmuck prangen _3ehn ^ai)rc und obe der Kaiserin Zri?brid) i
den Dem Blumengarten beim ')tcuen Palais entnommen 'iin, den sie selbst angelegt, gehegt und gepflegt hat. -Lic yrinncnnig lü ivem weil ;urüd tn die Vergangenheit. Es war im ^anre ld-i■>, als die Prinzessin von Preußen, ttadnnauge Manerin i.uguua, am X>oie von St. James zum Bei'udi weilte. Zn regem (yanulienDei lehr, uutrrbrodicn von glänzenden Festen, lfr
Frau die Tage des Aufenthalts idincll dahin Am morgen vor^o.i Abreise iah die Prinzessin auf dem mit Mubicriiid'en bebealeii ihres Vorzimmers ein damals fein beliebtes Bild, die Begegnung Blümers und Wellingtons, mit der Unterid;rnt^„La tiene Alliance" liegen und die Bildnisse ihres einzigen Lohnes, die- sünszehnsahrigen Prinzen Friedrich Wilhelm, und der ninnadrigen Prinzeß :Honal von Großbriiannien >.' dariiber gcbrenci. mb ienc Unici'd ritt sichtbar blieb. Wie juidilig iparcn die Buder in o’.tia Weife zueinander gekommen, aber di.' Prinzessin merkte wwrt, oa«> sic der kurz vorher ins Vorzimmer getretene Dtcur.uch.' (ye'audie vrn Bunsen absichtlich zmammeugelegt Hatte, und iic vernaud o.it mit dtl'lomaNicdem Geschick attgebcutcten Gedanken, ^a» baut al» uod) in weiter Ferne lag, gelangte im Fahre zur Verwirk lidmng — aus dem kraftvollen >>oheuzollernsohne uod der lugenc* lid) anmutigen Prinzeß Ronai wurde ein Paar. Ter ^d auvlatz bei aiii 25. Januar, einem Montag, gefeierten Vermählung war die Kapelle eben desselben Palastes, in dem der findige ziblomat Bunsen die Bildnisse der beiden Fürstenkinder so geidndt nut „La Belle Alliance" in Verbtiidung gebradn Hatte. Nadi einer »och flut rauschender Feste traten die Neuvermählten am 2. -.yebruar ihre Rctie uadi dem Kontinent an. Tas Wetter war iiidtt günstig, und es fiel Schnee, als sie London verließen. Zn Gravesend^be- ftiegen sie die königliche Tampijad): „Viktoria und Albert . ^Ler Prinz blieb, um hir die Grüße des Publikums zu danken, an Ted, die Prinzessin hatte iidi sofort tn die Mabinc zurückgezogen. ZahL lose Bote und kleine Tamvfcr um'chrNrnnren das klar madunibe Schi'' in nächster Nähe, und einer der lehtcrm stieß mi: »einem Bugspriet — ein Fenster der
Scheiben in den t'.iaum - manci.e.' Prophenn ein 3cid'.r heller, inand)cr ein sold es trüber Zukunft. Viele Fahre eilten seit jenen $.agcn in den Schoß der Zeit — aus dem jungen prmziichcn.'Paar
2lus dem englischen Unterhaus.
3m englischen Unterhaus wurden wichtige Erklärungen über die Geschäftslage des Dauses abgegeben. Interessant ist rin Zwischenfall in Agad ir, der zur Sprache ge bracht wurde, wobei es sich um die Zurückweisung eng lischt Berichterstatlcr durch die marotkanischcn Behörden handelt .
London, 3. Aug. Zm Unter h a u, c kündigte Llond George heute in Abwesenheit des Premier Ministers Asquith, der an Heiserkeit leibet, an, das; die Regierung beabsichtige, bcin Hause vorzuschlagcn, sich am 18. August bis Ende L(tobcr oder Anfang November zu verlegen. Tic Regierung hoffe, daß das Haus noch vor der Vertagung die Entschließung bctresfcnd die Entschiidi aranflcit für die Mitglieder, die Finanzbill uitd andere notwendige Finanzmaßregelit anuehmen werde. Das Mn; traucnSvotum gegen die Regierung soll am 7. August ver handelt werden. Die Amendements der Lords zur Par la mentsbill am 8. August. Llond George teilte mit, daß die Regierung Balfour darum bitten werde, daß die VerHand luirg Uber das Mißtrauensvotum unter den gewöhnlichen Bedingungen der Schicklichkeit und der unparteiischen Be Handlung geführt werden möge ».Beifall bei den Mini steriellen), wie Balfour selbst int Fahre 190ä etwas ahn liches von Eampell Bannerman erbeten habe, nachdem die liberale Tppojilton den damaligen Staatssekretär der Mp- lonicn Littleton niedergeschrieen hatte. Lloyd George fügte hinzu, die Herbstsession würde für die Beratung der Versuche rungsbill und anderer Vorlagen des Regierungsprogramms reserviert bleiben.
Ter Abgeordnete Gilb e rt Pa r ke r fragte den Unter staaissetretär Mac Kinnon Wood, ob feine Aufmerksamkeit auf die Ausweisung des Sonderberichter st a t t c r v des „Dail y Expreß" aus Agadir gelenkt worden fei. Mac tt'.nnon Wood erwiderte, der englische
Men Obflmärkte fit ino habet im allgemkip., coilPflaumen ifR««, o|«ll 211-8?
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nrUberidil vom 2. k- Lollsleifchige Cchweme '2.00 fDIL Lchlachiqelr- unler 80 kg fiehenbgttr- -65.00 M; ooQiltiio)1; nvichi 60.00-52.00, r chige Schwetite von 1k 00 11)11, Schlackige. 'Lebendgewicht tetr hi D?f. Sauen Oö-A) d.
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mar ein deutsches Kaiser paar geworden Und wieder ist cs eine Hock zeit, zu der die Erinnerung jurüdichtveiit, ru der des Prinzen Vcintid', des Sohn es des Mxiifcrpaarrfl, uno der Prinzessin vienc von Meilen am 24. Mai LbS*s in der SchwßkapcUe zu ^barlotteiv- bürg. Wer dabei gewesen ist, vergiß: diese Trauung nicht. Welch ein ergreifender Anblick! Tort im Rollstuhl die greife etanerin Augusta, riet gebeugt, tummervoll, in schwarzer Witweutrachi, uno unfern von ihr aus rechtstehend und in Generalsnniform der uci- benstranle, 'chwer atmende staiser Friedricl, dem der hinter ihm harrende Tiencr mit einem Tuche Mühlung zuweht. Beim Altar, nahe dem Gemahl, blickt ernst und tief ergrmen die tfaiienn, einen Blumenstrauß in der Mand. Und im vaiokrene um den ‘JUtar und bas jugendliche Brautpaar oer Glanz bei 'Urnen, Fürstinnen, yoilcuic uno übrigen Geladene,'. Aber die .'tauerui iit trotz ihrer Ergriffenheit gesaßt und geine^gegenwartig. Als der CberhofDreiiger £». Sögel den Ringwechiel vornehmen und den neuen Bund eink-gnen roÜl, vergißt das schüchterne Brautpaar nieder zuknien Erne Pause entucht, und die »Situation wäre vcinlich geworden, wenn die Kaiserin nickt schnell einige schritte vorgetreten und, unbekümmert um die Pei'ammlung, mn thumi Strauß den Vergeßlichen eine energische Gele zum Nieder!men Gumadt harte. Tie Geste wurde verbanden, uno die^oeihcvoll-
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Gescküxe ihren Schluß finden. Emigc Loch.n tVäter lanl Mei er manche Angehörige des Volstaates, die am 2 <vebruar Lodo der Einschiffung bei Gravesend beigeroohnt baitai. mögen an die zeibrowene Sweibe des vochzestsichiifes gedacht haben. e.X*.
bis 5 lugnst in Heidelberg statt- : ovhthalmologischen Gesell-
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Abbruch öer Marofkoverhanblungen?
Heute liegt eine ganze kRcil)c bedeutsamer Bildungen vor, und wenn natürlich dabei auch wieder große „Sensationen" imb Erfindungen unterlaufen, so ist cs doch sicher, daß die Verhandlungen eine Wendung genommen haben Darauf lassen französische Meldungen ganz bestimmt schlie ßen Der „Tcmps" berichtet von günstigeren Aussichten, und auch die englische „Times" meint, es sei ein weiterer Schritt vorwärts getan und eine praktische Grundlage zu weiteren Verhandlungen gesunden worden Folgende düng läßt noch tiefer blicken -
. ?rer Londom t Quelle, daß man dort den optimistischen Nachrichten, die sen Blattern aus Berlin zugeaangen sind, teilten n Wert beilege, da du* deutschen Ansprüche it o di i m m r r ü b e r m ä 6 i g e ft len Q ine lvettere Note lautet, bei Ministerpräsident Caillaux und der Minister des Aeußern de Selves hatten heute vor mittag eine längere Unterredung über bie deutsch französi scheu Verhandlungen. Diese Verliandlungen nähmen ihren normalen Fortgang.
Mso Deutschland hat seine Ansprüche herabgemildert, und dennoch will Frankreich noch nicht daraus eingehen Auf Grund dieser Sachlage werden einige Sensationsmeldungen verbreitet. Die „Nationalzeitung" will erfahren haben, die Verhandlungen ständen vor dem Abbruch, und vielleicht werde sogar ein Rücktritt des Herrn von Kiderlen-Wächter erfolgen Sollte demnach
crifle Vorgehen ni ht ganz billigen * l t schicdene Berliner Blätter erheben aber heute gegen solche Meldungen und Auslegungen schon Verwahrungen. Der Berliner „Lokalanz" fdyreibt z B.:
Wenn auch ui hiesigen politischen Kreisen die Möglichkeit durdiauu nicht m Miede gestellt wird, daß in kurzem die Grundlinien für eine deutsch französische Set* ftänbigung gefunden werden dürften. Die geeignet maicn, den Abschluß der Besprechungen einem baldigen Ende naher zu bringen, w muß dock) dtcic Meldung, die über einen bureit» criolgtcn Eintritt eines io wen vorgeschrittenen Stadiums
. j w H , ils den Tatsachen vorauseilend uno somit als verfrüht bezeichnet werden. Ebenso >v e ,i i g begründet erfck int aber der P ess, m i s mu«5, mit dem einige hiciigc Blätter von einem bereits eriolgien -Jl bbrud) der Marokkovei hand 1 ungen oder gar eine angeblich damit in Zusammenhang stehende deut'che M i n i ste r kr i s e zu melden wissen.
Das Berliner Tageblatt stellt fest, daß , die Verhandlungen auf einer verändectcn Basis normal weitcrgehcn".
Vielleicht kann man einer Aeußerung des „Temps" über diese „veränderte Basis" einige Bedeutung zusprcchen. Das Blatt schreibt nämlich u. a.:
Der wichtigste Teil des zu erwartenden deutsch sranzön'chen Mkommens wäre in Wirklichkeit eine Verständigung chnnünlich der Möglichkeit der Ausdehnung der deutschen Hvlon ialg ebiete aus Kosten der P o r t u g t e s e n u n d der Bel g icr Vier ist ein vollständiger Umschwung der ö'fentliehen Meinung inbezug auf die mögliche Errichtung cutcv -irotzcn beuti'dh'u Slolonialrciches in Südafrika ringeticicn. Man in der Ansicht, daß ent solclns Reich am Ende feine Gciahr für die englischen Besilnmgeii bedeute und für Deutschland das ersehnte Msaygebiet werden würde. .. .
»öffentlich läßt sich unser denttches auswärtiges Amt nicht auf so unzuverlässige und nicht ungefährliche Zusagen festlegen! Das eine steht heute wohl setz daß die Lage ernst und verwickelt genug ist.
Ter Kreuzer Berlin.
Teneriffa, 3. Aug. Der Kreuzer „Berlin" ist nach Agadir abgegangen.
Aus (S a ) a b I a n c a wird berichtet, dar; nach Meldungen auS Agadir die Scheiks des Wananstamme s an Bord des Zieuzers „Berliit gegangen seien und den Mapi
Line Schlägerei im ungarischen Abgeordnetenhaus.
Ofenpest, 3. Aug Int Abgeordnetenhaus dauert die technische Obstruktion und Opposition gegen die We hr r e fo r m v o rl age fort. Ms heute der früher der Unabhänittgleit.-partei angehörige Abgeordnete Okolicsanhi für die Vorlagen eintrat, wurde er von der Opposition mehrmals mit leidenschaftlichen Zlvi schenrufen unterbrochen. Zwischen dem 2lbgeordneten P v tz- gay von derKossuthpariei und Pal von der Regierungc- panei kam es zu heftigen Aus ei nernder f ctzu ngen und zu einer Schlägerei. Es entstand eine genxtltige Erregung. Der Präsident hob die Sitzung aus und venvies nach Wiederaufnahme die beiden .Abgeordneten vor den ImmunitätsauSschutz.
Augenzeugen versichern, datz die Abgeordneten Poßgah und Pal mit erhobeirer Faust anfeinanbcr losstürzten, das; aber andere Abgeordnete dazwischentraten, so daß sie ent-- ander nicht tätlich verletzen tonnten.
Zwischen den beiden Abgeordneten sand ein Säbel- du eil statt, bei dem Poßgah nach fünf Gängen einen scharfen Nopshieb und Pal einen Flachhieb auf die Schulter erhielt. Die Gegner v e r i o h n l e n ) i di.
Fei,id, der von den heute hinzugetretenen oben genannten Trupven gebildet ist. Es wurden drei Gefechlsmomente durchgeführt. Tic Hebung wurde um 10 Uhr 10 Minuten abgebrochen. Der Kaiser ritt mit dem Prinzen Ettel Friedrich und den Herren des Hauptquartiers nach dem Lager zurück und frühstückte mit dem Offizierkorps im rlafino des Lagers. Er verlieh eine Anzahl Auszeichnungen.
Der M^ifcr verließ heute nachmittag Alten-Grabow im Automobil, womit er bis Biederitz fuhr, um dort den zu besteigen und nach Mlufdidorf weiterzufahren.
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idiait haben lieb etwa 2UU Teile nur au» ail.ii Nulturlänoen'. Neck) einer Vorstand:'stung in oer Wohming d: -
Nr. 18t Erstes Blatt W. Jahrgang Sreitag, 4- August 19U
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen Safe
am,ail«w. ani.il« Botdfionsbnii mtb Dtrlag ber BrüfjrfAtn Unie.-Bid). nnb Skinbnidtrti R. fange. Rebellion, «trpoöition unb Druckerei: Sdiulftrafie T. L--d« bis vormittag s Uhr. Vüdingev: Sentfpredftr Hr. 50 Grschaflsstelle Vahndofstraße 16 a. Anzeigenteil: H. Beck.


