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Zwei vismarckdenlmäler.
»—Born Wettbewerb für das Bisrnarck-Na- tion al b en £m al in Bingerbruck. Der Kunstaus- schuß für den Wettbewerb um das Bisrnarck-Dentrnal in Bingerbrück teilt soeben eine Reil>e der an der Monturrenj beteiligten Bildhauer mit. daß er eine Publikation her Wettbewerbs-Entwürfe in allernächster Zeit herausgeben wolle. Der Ausschuß bezeichnet es nicht als ausgeschlossen, daß die Künstler, falls sie selbst noch Ergänzungen oder Abänderungsvorschläge oder zur Reproduktion geeignete und ihnen besonders wertvolle Details haben, diese bei der Reproduktion berücksichtigen, wobei natürlich Abänderungsvorschläge als solche charakterisiert werden müßten. In nächster Zeit soll ohnehin den Teilnehmern am Wettbewerbe anheimgestellt werden, Abänderunasvoxschkäge zu üiachen. Tie Veröffentlichung soll möglichst fofujt herausgegeben werden.
— Entscheidung in dem Wettbewerbe für ein Bismarckdenkmat an der Odermündttng.
dem Wettbewerb für das große Bismarck Denkmal, das die Provinz Pommern dem Altreichskanzler bei Stettin errichten will, hat das Preisgericht seine Entscheidung getroffen. Den ersten Preis erhielt Pros. Wilhelm Kreis, der Düsseldorfer Architekt. Der zweite Preis wurde dem Berliner Bildhauer Prof. Hermann Hosaens zuerkannt, der dritte wurde einem jüngeren Künstler, dem Berliner Bildhauer Hermann E n g e l in Berlin-Zehlendorf, bestimmt. Ferner wurden zwei Entwürfe angefauft, der eine, eine Arbeit zweier Kölner Künstler, des Architekten Gipping und Bildhauers Moe ft, der andere ein Werk des Stettiner Architekten Föger. 40GÜ, 2500 und 1500 Mk. wurden an Preisen verteilt, je 1000 Mk. sind für die augetauften Entwürfe bestimmt. Wilhelm Kreis hat einen Ku ppel- ban entworfen. Auch die beiden eingereichten Arbeiten von Hofaeus zeigen den Bildhauer zugleich aiS Architekten. Der eine Entwurf zeigt einen Aufbau von drei Säulen
mit der Figur eines Löwen. Als Platz ist der Weinberg, eine Erhebung am linken Cbcrufer, einige Kilometer unterhalb Stettins, in Aussicht genommen, wo das Denkmal wie das Hamburger Hugo Lederers ein weithin sichtbares Wahrzeichen bilden wird. Deshalb war al- Bedingung gestellt, daß es von der Cb er aus unb auch an- der Nähe eine geschlossene unb wirksame Umrißlinie erhält Der Wettbewerb trug hauptsächlich Dorbcreitcnben Charakter und war mehr als eine Art Ibeenkoniurrenz ge dacht. Für die Ausführung, für die die Summe von 200 000 Mk. nicht wesentlich überschritten werden sollte, wurde daher feine Bestimmung getroffen.
seine Rente bietet. . u
Was die wirtschaftliche »cito von Heer unb tyw>ttc anbelrisft, so ist sestzuftellen, daß dadurch I)uuberttau)enb von Deutschen Brot und Arbeit finden. Ein noch größerer Gewinn erhellt aus der Tatsache, daß sie uns während eines vierzigjährigen Zeitraumes den Frieden erhalten haben, und "noch nicht lange ist es her, daß durch die Wucht der deutschen Waffen sich die orientalischen Wirren friedlich lösten. ..... ~ . ..
Bei der «eurieilung der zukünftigen steuern ist fest- zuhalten, daß es Steuern gibt, die den kleinen Mann nicht belasten, das ist jede Art von Lurussteuer, aber hier zeigt sich die Unfruchtbarkeit ber liberalen Parteien, die auf keine Steuer eingehen, die die Börse belastet.
Die Sozialdemokratie ist nicht in der Lage, bic tcrcjfen ber Arbeiterschaft zu vertreten. Sie mußte denn einen vollständigen Frontwechsel vornehmen unb mit ihren seitherigen Grundsätzen brechen. . . ±
Ein gefährlicher Gegner jeden Fortschritts auf wirtschaftlichem Gebiete, sorgt der Hansabiind für Verwirrung unb ist nur für die Förderung ber Interessen des Groß-
— Professor van't Hoff i. Ter berührte Chemiker und Professor an ber Berliner Universität, Geheim rat I. van't Hoff, ist im Alter von 59 Jahren in Sieglitz einem langjährigen Lungenleiden erlegen. Professor Jakob Heinrich van't Hoff gehörte durch feine bahn brechenden Arbeiten auf dem Gebiete der physikalischen Chemie zu den Gelehrten von Weltruf. Er war in Rotterdam 1852 geboren, studierte in Leiden, Bonn, Paris unb Utrecht Naturwissenschaften, wurde 1876 in Utrecht Dozent unb 1888 ebendort Gründer und Leiter des Instituts für physikalische Chemie. 1896 folgte er einem ehrenvollen 5hif all ordentlicher Honorarprofessor an die Berliner Unu Der ität unb zugleich als Mitglied der Akademie ber Wissenschaften Seine Arbeiten sinb für die Entwicklung ber Chemie von hoher Bedeutung, besonders bic neue Theorie ber Lösungen, worin er die Identität des Gasdruckes und osmotifcveli Truckes nachweift. Außerdem schuf er die Basis zu der in unterer Zeit zur Blüte gelangten Stereochemie deren Grundsäße er in feinem Werke „Die Lagerung der Atome im Raum 'niederlegte. Von seinen zahlreichen Ehrungen seien die Gerietoung des Nobelpreises im Jahre 1901 unb ber Helmholtz-Medaille der Preußischen Aia- demie der Wisjenfchaften von 1911 genannt
— Fnr Friedrich Spieltagen fand am Mittwoch nachmittag im Traueryause zu Berlin eine würdige Tranerfeicr statt, an ber sich neben Schriftstellern und Künstlern besonders auch Vertreter der Bonner Burschenschaft Frankonia", der Spieihagen 1848 angehörte, und die Berliner Burschenschaften beteiligten. Kränze legten ferner nieder die Vertreter der S.äbtc Berlin, Cl-ar lottenburg, Magdeburg unb Stralsund, des „Vereins Ber lincr Prefse", des „Vereins Berliner Künstler" sowie viele andere. Pfarrer Niethack S t a h n hielt bic Gedächtnisrebe unb schilberte in großen Zügen bas^Leben unb Wirken Spiel Hagens. Tarnt trat Hermann Sudermann vor und widmete dem Dahingeschiedenen tief empfundene Worte Ihm folgten n. a. noch der erste Chargierte der Bonner „Frankonia" und Oberbürgermeister Reim ar ns -M a g bcbur g. In großem Trauerzuge, ben bic studentischen Vereinigungen zu Wagen eröffneten, ward sodann der Sarg zum Friedhof der Kaiser-Wichetm-Gedächtniskirche am Fürstenbrunner Weg nach Westend gebracht.
_ Tie Mitte der Welt Dächer als Wasserscheiden zweier Meere sind nichts ganz Seltene*. Cinc solche ioeltbc öeutenbe Rolle spielt z. B. das Schloßoach des Fürsten Hohen lohe Schillingsfürst in rfiothenburg an der Tauber. Tw südliche Dachrinne läuft nach Franckenheim in die Wörrni^ intb durN bic Donau nach dem schwarzen Meere, die nördliche nach oer Tauber und durch Main unb :nl)cin zur Nordsee. In oer Schweiz sind ähnliche Fälle noch häufiger. Hier hantelt es sich imi Wasser,cheide von Nordsee und Mitiellämi-chem Meer. BciVeve» im Genfersee findet sich oberhalb ter Stadt ein das Rhein- und Rhonebedeu in unparteiischer Gerea tigleu speisendes Dach. Ein andere- bei Eossonan zwischen L’aiiiannc und Neuchalel gab tem Gehöfte feinen Namen. Er führt den prunihaftcn Titel: Die Mitte ber Welt!
— In Göttingen ist am 28. Februar bet Romanist, ord. Professor an ber bortigen Universität, Geh. Iustizrar Dr. Ferbinanb R e g c 15 b c r g e r im Alter von 80 Jahren gestorben.
In ber Kolonialsragc stelle sich seine Partei entgegen ben Gruiibsätzen ber Sozialdemokratie auf den Standpunkt, baß bic Erhaltung unb ber Ausbau der Kolonien eine Lebensfrage für bas bcutschc Volt bcbcutc. Er luoilc Ijcuti nicht auf die Bedeutung ber Kolonien für die Laubwirt- schaft, nicht auf bic Ausfuhr von Kakao, scfal, Eopra, Vieh unb anbevc Dinge eingehen, nur eins stelle er fest, da- jci hie Bebcutung der Baumwolle für unsere. Textil- inbuftric unb Dcbinbustrie. Wenn Noxbamerika, von wo her wir bic Rohbaumwolle beziehen, infolge von Ring- bilbungcn ober aus irgenb welchen Gründen die Grenze für bic Baumwollausfnhr sperrt, so ist das für uns em nationales Unglück, wenn wir nicht auf andere Weise inefer Möqlichtcit begegnen, uns wirtschaftlich nach dieses scite hin frei machen. Angesehene foziaibemokrawche <-chrifl- steller wie. Galroer unb Hildebranb stehen auf demselben Standpunkt. Sic rasen dem Arbeiter zu: Bedenken Sic doch, daß Sic nicht bloß Konsument, sondern auch Produzent sind!
Die Fnrsorgegesctze für die Arbeiterverjicherung er- fordern hente einen Aufwand von lJ,i Milliarde seitens' dev Reiches, wobei darauf hinzuweisen ist, daß diese Gesetze gegen die Sozialdeuiokraten geschaffen wurden. Andere Länder tun heute noch wenig oder nichts für ihre Aroeiter, luic Sübefiim und Liebknecht in den nordamerikanischen Freistaaten sich selbst überzeugten, wo der Arbeiter im aalle der Arbeitslosigkeit auf der Straße hegt, ebenso liegen die Verhältnisse ut London, wo der 36. Arbeiter Arnicnunterstiitzling empfangt, während man bei uns dem Arbciior im Falle ber eit- unb tttt Alt«,
Die im großen Saale des Cafe Leib einbernsene Wähleroersammlung, in ber sich ber Kanbibat ber wirtschaftlichen Bereinigung, Dr. Ferbinanb Werner, ben Wählern vorstellte, war lange vor ber angesetzten Zeit von Parteigenossen aller Schattierungen besucht. Ooerbibliothclar Dr. Heuser eröfsnete furft nach i/$9 Uhr bie Versammlung unb wies Darauf hin, baß ber gemeinsame Kanbibat her deutsch- sozialen unb christlich-sozialen Partei unb ber wirtschaft lieben Bereinigung, Oberlehrer Dr. Werner, ber auch zugleich vom Bunb ber Lanbwirte anerkannt fei, bie Gelegenheit ergreife, fein Programm barjitlegcn, bas, wie er bc- fiimmt hoffe, gleicherweise ben Interessen von Stabt unb Land entgegenfomme. Nach einem Hoch aus Kaiser unb Grohherzog, in bas bic Menge krästig cutftimmte, erteilte er dem Rcichstagskanbibaten Dr. Werner das Wort.
Dr. Werner führte hierauf etwa folgcubes aus: Noch ist es nicht lange her, baß ein wackerer, deutscher Manu, der Reichstagsabgeordnete Köhler-Langsdorf, dem die Organe aller Parteirichtungen das Zeugnis eines^ehrlichen Politikers ausstellten, von uns gegangen ist. Sein Programm gipfelte in dem Satze, ein Vertreter redlicher Arbeit fein zu wollen, unb er stehe nicht an, sich ebenfalls auf diesen Boden zu stellen. Wer mit offenem Auge hinter die Kulissen zu sehen gewohnt sei, werde ihm Recht geben, wenn er behaupte, daß alte politischen Parteien nur Umschreibungen der wirtschaftlichen Interessen sind. Große nationale Fragen sind, so fuhr er fort, nicht mehr zu lo,en, es gilt vielmehr, das Deutsche Reich wirtschaftlich stark zu machen. Denn auch zugegeben werden muß, daß sich die Liberalen um die Gründung des Reiches große Verdienste erworben haben, so mutz doch auch hervorgehoben werden, daß sie in wirtjchastlicher Beziehung vollständig versagten. Der Redner unterwirft nun die einzelnen Parteien emer kurzen Kritik, wobei er nachzuweisen fncht, daß seine Partei den Gedanken des wirtschaftlichen Aufschwungs in richtiger L-eife ersaßt hat. Der Liberalismus aber habe das Vater- i ianb im Stiche gelassen, als es galt, die Reidfsslnanz- I) rejorni zu schaffen, unb die Parteien, die des Reiches Not | beendigten, halten dadurch tausendmal mehr geleistet, als I alle andern, bic sich grollend zur Seite stellten. Emc , ^gcnLreiche Tat war es, als Bismarck bic «ck'.ntzzolle ein. führte, ohne bie Deutschland zu Grunde gegangen wäre, unb burdi bic ber Trostlosigkeit ber wirtschaftlichen Lage ber siebziger Jahre bes vorigen Jahrhunderts ein Ende gemacht wurde. Seitdem ist die Getreibeproduktwu stetig ui bie Höhe gegangen, so ba» im Jahre 1908 sogar bentsches (betreibe ins Auslanb versch.ckt würbe. Auch Die Viehpro- buttion, bic einen Seuchenschutz bringend nötig hat, erfreut sich einer aufstrebenden Tendenz, wenn auch heute noch nicht der ganze Bedarf an Fleisch im Inland erzeugt wirb Hand m Hanb bamit ging ein stetiges et eigen ber Arbeitslöhne, sowie ein fast breintal so großer Fleischverbrauch, pro Kops berechnet, alles trotz bes Wachsens ber Bevölkerungs ziffer von 41 Millionen auf 65 Millionen. Was dem einen Staub recht ist, muß inbessen bem anbem billig zugestanben werben. ES sollten boch bic Arbeiter bem Landwirt nicht verwehren wollen, wenn er sich, gerade so^wie sic cs getan, organisiere, um dadurch seinen gerechten Forderungen mehr Nachdruck verleihen zu können. Beide Stände sollten sich verstehen lernen unb Hanb in Hanb miteinander gehen, was indessen nur möglich ist, wenn der Blick auf das Ganze gerichtet wirb. Bis jetzt allerbings versteht ber eine Teil
hinter ihm Die Not bes Mittelstandes ist einzig durch den Liberalismi' , verschuldet, sic ist eine Folge ber liberalen, schrankenlosen Gewerbefreiheil. Der Mitlcl,lanb und der Bauernstand müssen dagegen gejchützt werben, -tut)au Sitte, deutscher Sinn sind zu erhalten notwendig, llnfci Volk kämpft eben schon einen heftigen Kampf nut den Feinden des Deukschlums im Osten. Jene Piomerc, beut dien Wesens und deulsckjer Art haben unsere iLvmpathiC Sorgen wir dafür, daß der deutschnationale Gedanke unmer mehr gepflegt werde, sorgen wir, dal; wir politifch frei und wirtfchaftlick) stärker werden.
Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.
Geffemliche Wählerversammlung für die Kanöiöatur Dr. Werner.
Gießen, 3. März.
gung wird wesentlich erschwert durch das Verhalten der frei- uunacii Presse, die bemüht ist, die Kluft zwifchen den cm- zeincn Ständen zu vergrößern. Dies sei sehr bedauerlich und diese Presse müsse darum bekämpft werden. x te bindende Landwirtschaft habe die Industrie günstig beeinflußt die ja von der Landwirtschaft ui hohem Mape abhängig ci. Tie einzelnen Zweige der Industrie bcbiufteii vielfach bes Schutzes, um gegen Ueberflutung burdi ben zluslands- markt gesichert zu sein.
Als Beispiel führte er ben Pflastersteinzoll unb _3dII auf Haarhüte an. Alle Staaten sinb zum Sd)ntzzoll iibcr* gegangen, ntib wenn Dänemark seine ^mbnftrlc nicht fdmtze, io ließe sich biefe Tatsache leicht baburdi erklären, es fast keine Industrie habe, sonderu cut vorwiegend ackerbautreibender Staat sei. Ucvrigens ist tue Lxrage des Schutzzolls nur cinc Zwcckmäßigkcitsfrage unb richtet sich nach dem Bedarf.
Stabluerorbntlct Nippel-Hagen
führte and: Wir alle haben’ die Pflicht, in der heutigen ernsten Zen bei ocui großen Unverstand bet Manen polttnche Auf tläruna zn üben. Es steht außer alleni Zwencl, datz die Gleich gültigteit des liberalen gebildeten Bürgertums m boutifdieit Fragen auüerinbcntlid) groß ist, und babet behaupten btc raten, bie geborenen Führer zn fern. Um Oie .Irbtiterichaii hat man sich nicht gekümmert, sie ivar auf sich angcwiefen uno Hai eine ichr rege politische Tätigkeit entfallet, bic nut ^rciibcii ieituutellcn ii'i. Wenn aud) Dciitschlanb nach aunen hm mächtig dasteht, wenn es auch ein schlagfertiges Heer und eine tüchtige Marine besitzt, so daß ber Franzose und Engländer cs mem fürchtet als er cs liebt, so müssen wir boch ans der Hut fein. Erw vor wenigen Tagen ist in Frankreich durch ben Lturz des Kabinetts Brianb mit Deleaiis wieder ein Manu ins franzomme Ministeiium eingetreten, dessen Teutschseiiidltdch'tt zur Genüge bekannt ist. Darum ist die Forberung ber ^03ialtenwFratic, abzurüfteu, iwllftänbig unmöglich. Es ntünen Opfer gebtadu n,erben, bamit ber Bestaub bes DcuNchen Reiches erhalten bleibt. Denn nicht bloß Heer unb Marine können ""Reich erhalten- Reiche sind zuiammeugesunken, weil die Führer ihre nttllche Psluht neiidumt haben - fonbern Opfer, bic auf bem Altar bes Hatn landcS bargebracht werden. Wer ehrlich Ut, muß zugeben, daß iede ■sntcrcficngruppc steuer'cheu in. Die Reidisfmanzreforni ut eine, nimmt,aste Tat, burd Die, weim itc aud) nidjt w alten etuden befriedigt, doch der Grund zu einer gedeihlichen finanzieUeu EutwiÄung gelegt ist. .... . , ,.
Ter Liberalismus ift nicht mehr leoensiahig, burd) bic Sozial bcnwtratic wird er verdrängt unb die wüsten Hetzereien, bic Jett ben Tagen bet Fmanzreform von ben Liberalen getrieben werden, bringen nur uev Sozialdernolratie Nutzen. Eiu i chwarzblaue l Block besteht tu Wirklichkeit nicht, wie dies bic Verhanbluugeit tm Rekchstage beiveisen. Der Redner poiemfitcrt bann gegen btr Natioualliberaleit unb charakterisiert sic als Partei ^rej)fd)elbe. in Baden hätten sie ein Bündnis mit der Sozialbernokratie gegen das Zentrum geschlossen, im Industriegebiet leien itc von oeii Großinbustnelleu beeinflußt, unb bic Stellungnahme der hd fließen 9ia.tiouaUiberalcn fei überhaupt nicht festzustellen. Im Reichstage hätten ne bura) ben Paragrovh 2'A bes Euttommeu steizeraelltzes den Arbeitern den größten -s di ab cn zu gefugt.
Tic forrschrittliche Bolksvarlei war bereit, bie ,yuhuisrerorm mitzumacheu, wenn ihr gewisse Zugcstäubnisfe gernachl wuroen Berechtigt ist bic Forberung nach einer direkten Heranziehung des Kapiials, bamit bic Großinbuslrtellen getroffen werten, '^tircb die Haltung ber fortschrittlichen. Volkspartei ist den Beftrebungeu mancher Finauzkreisc, der Bank und Börsenwelt nur gedient luorbcu. Der Freifiiiii bat sich schon immer gegen jebe Bc ftcucrinig des mobilcit Kapitals mit Entschiedenheit gewehrt, weil dadurch ber Gelbmarll in seiner Bewegungsfreiheit gehindert mtd lahm gelegt würde. Aber gerade hier müßte ter Hebel angcicPt werben, der Grund und Boden dagegen dürfe nicht weiter in der Besteuerung hcraugezogen werben. , . .
4(it uiiicvcr bcicäbrtpu ^chutzMoUPoiitik Müncn wir icfü-allcii aus wiitfchaftlicheu Gründen, wie dies Herr Dr. Werner schon ausführlich dargelcgt hat. Audi bic geographndjc Lage zwingt uns *,u dieser Politik, ein Ceffncu der Grenzen wäre der Untergang der gesamten Bevölkerung, iorool;L der Landwirtschaft betreibendem als auch der arbeitenden Stäube. Durch das Experimen^CapriPis mürbe zur Genüge bargetan, daß ein Herabsctzcn der Schutzzölle nur Nachteile bringen kann. Tie ganze Frage ber ^chu^olll politit' ist eine Zweckmäßigkeitssrage. Augeudlicklid) ift ter Schutzzoll notig, sollten andere Zeiten eintreten, kann er icberzeit abgeschafft werben. Zum Schlüsse seiner Aussübrungeu hob der Rcbner hervor, baß der Reidi->lagskandibat Dr. Werner offen und ehrlich sein Programm eiitwickeli habe, mib das; jeberrnaun otc
Ur. 55 6iff« Blatt • M ZahiMg Snif««. \ W
©ieftener Anzeiger
-SSW General-Anzeiger für Vberhefsen , W-M
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